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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
allgemein ein Gerät
zur Behandlung des Herzens und insbesondere ein Gerät zur Verbesserung
der Herzfunktion nach Herzinfarkt oder anderen ischämischen Herzzuständen.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Herzleiden oder Herzversagen nach
Herzinfarkt ist noch immer die Haupttodesursache in der westlichen
Welt. Die reifen Herzmuskel(Myokard-)zellen von Säugetieren
sind jene, die ihren letzten Differenzierungszustand erreichen und
werden, deshalb, als nicht in der Lage erachtet, zu proliferieren
(siehe P. P. Rumynastev, Growth and Hyperplasia of Cardiac Muscle
Cells, B. M. Carison, ed., Harwood, New York, 1991, Seiten 3–68). Das
Myokard kann somit von Hypertrophie (Erhöhung der Zellmasse und nicht
der Zellzahl) infolge mechanischen Stresses oder Ischämie (unzureichende
Sauerstoffzufuhr zu den Zellen ) betroffen sein. Nach Ischämie infolge
ausbleibender Blutzufuhr zu den Zellen während der Herzmuskelinfarzierung
(MI) treten irreversible, physiologische Änderungen in den Zellen auf, die
degenerieren und durch nicht kontrahierendes Narbengewebe (infarzierte
Zone) mit der Zeit ersetzt werden (siehe M. C. Fishbein, M. B. McLean
et al., Experimental myokardial infarction in the rat, Am. J. Pathol.
90: 57–70,
1978).
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Insbesondere treten Zellen des Myokards, die
durch Ischämie
traumatisiert sind, in eine toxische ischämische Kaskade, die zu einer
Vielzahl von Schädigungsprozessen
der Zellen führt,
wie Zerstörung
der Membran, Auflösen
der Mitochondrien, erhöhte
Proteolyse etc., hauptsächlich
als Ergebnis von nicht abgestimmten Energieproduktions- und Verbrauchsraten.
Unter Bedingungen einer geringen Sauerstoffverfügbarkeit ersetzt ein anaerober
glykolytischer Stoffwechselweg den aeroben Metabolismus als die
Hauptquelle für
Adenosintriphosphat (ATP), was das Überleben der Zellen erleichtert.
Der anaerobe glykolytische Metabolismus und das damit verbundene
anaerobe Zellüberleben
ist jedoch ein kurzlebiger Mechanismus, da diese natürliche Hochregulierung
der Glykolyse durch die Ansammlung von Lactat gestoppt wird, das
das glykolytische Hauptenzym Phosphofructokinase (PFK) inhibiert (siehe
E. Hofmann, The significance of phosphofructocinase to the regulation
of carbohydrate metabolism, Rev. Physiol. Biochem. Pharmacol. 75:
2–68, 1976).
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Die derzeitige klinische Behandlung
von akuter MI umfasst thrombolytische Behandlung (W. Ganz, N. Buchbinder,
H. Marcus et al., Intracoronary thrombolysis involving myocardial
infarction, Am. Heart 101: 4–10,
1983); PTCA (Koronarangioplastie), die an okkludierten Arterien
durchgeführt
wird (siehe A. R. Gruentzig et al., Long-term follow up after percutaneous
transmural coronary angioplasty, N. Engl. J. Med. 316: 1127–32, 1987)
und auch Bypass-Chirurgie so nahe wie möglich am Ort des Auftretens
des MI (siehe G. M. Fitzgibon, A. J. Leach, H. P. Kafka et al.,
Coronary bypass graft fate: long-term angiographic study, J. Am.
Coll. Cardiol. 17: 1075–80,
1991). Diese Verfahren sind teuer, benötigen sehr hoch qualifiziertes
Personal und Ärzte
und sind im Gesundheitswesen nicht immer praktisch möglich. Darüber hinaus
strebt dieses Verfahren danach, die Konsequenzen der irreversiblen
ischämischen
Verletzung zu ändern,
die in der Zelle stattfindet, statt solche Konsequenzen zu inhibieren.
Es sollte erwähnt
werden, das selbst mit qualifiziertem Personal und erstklassiger
Behandlung die obigen Verfahrensweisen nicht immer erfolgreich sind.
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In der Vergangenheit sind mehrere
Versuche unternommen worden, das infarzierte Gebiet im Myokard nach
Induktion von MI in Versuchstieren zu verringern. Diese umfassen
die Verwendung von Corticosteroiden, verschiedenen Antioxidantien
und chemischen Mitteln zur Verlängerung
des anaeroben Zellüberlebens.
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Man hat gefunden, das exogene Fruktose-1,6-diphosphat
(FDP) den PFK-Block umgeht und die anaerobe Produktion von ATP und
Kreatinphosphat (CP) wiederherstellt (siehe A. K. Markov, N. C. Oglethorpe,
et al., Hemodynamic electrocardiographic and metabolic effects of
fructose diphosphate on acute myocardial ischemia, Am. Heart J.
100: 639–646,
1980). In an Tieren durchgeführten
Versuchen hat man festgestellt, dass FDP die hämodynamischen Parameter verbessert,
Arrhythmien und Infarktgröße verringert
und die Überlebensrate
erhöht (siehe
A. K. Markov, N. C. Oglethorpe, et al., op. cit., and J. W. Starnes,
K. S. Seiler, et al., Fructose-1,6-diphosphate improves efficiency
of work in isolated perfused rat heart, Am. J. Physiol. 262: M380–M384, 1992).
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Es ist möglich, daß die Blutversorgung des ischämischen
Herzgewebes unter Verwendung verschiedener Behandlungen, die im
Stand der Technik bekannt sind, wiederhergestellt wird wie beispielsweise
Herzangioplastie. Im Laufe einer derartigen Behandlung kann das
ischämische
Gewebe schnell mit Blut reperfundiert werden. Man hat gezeigt, zumindest
in einigen Fällen,
dass eine derartige schnelle Reperfusion zu Post-Reperfusionsschäden führt, das
heißt,
Schaden der durch die Reperfusion per se induziert ist.
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Die Verletzung kann, roter alia,
durch Superoxide verursacht werden, die innerhalb des Gewebes in
Folge eines scharfen Anstiegs der Sauerstoffversorgung nach der
Reperfusionsbehandlung gebildet werden. Superoxide sind hochreaktive,
toxische freie radikalische Substanzen, die schädliche, unerwünschte Reaktionen
mit organischen und anorganischen zellulären Substanzen eingehen. Endogene und/oder
exogene Antioxidantien mildern die toxische Wirkung der Superoxide,
indem sie entweder ihre Bildung verhindern oder die freien Radikale
unmittelbar nach deren Bildung einfangen. Die Verwendung von exogenen
Radikalfängern
zur Milderung von Post-Reperfusionsschäden am Herzmuskel ist kürzlich beschrieben
worden (siehe E. P. Chen et. al., Extracellular isolated murine
hearts, Circulation, 94: 412–417,
1996). Insbesondere hat man gefunden, dass nicht-toxische seleno-organische Radikalfänger eine
derartige cytoprotektive Wirkung aufweisen (siehe V. Ullrich, et.
al., Seleno-binding equilibria between plasma and target proteins,
Biochem. Pharmacol. 52: 15, 1996).
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Über
die Implantation von Zellen aus dem Skelettmuskel oder von embryonalen
Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) in ischämische oder infarzierte Regionen
des Herzens ist vor kurzem berichtet worden (siehe R. K. Li et al.,
Cardiomyocyte transplantation improves heart function, Ann. Thorac. Surg.
62: 454–460,
1996). Die implantierten Zellen überlebten
die Implantation und blieben über
eine Zeitspanne von wenigstens einigen Wochen danach lebensfähig. Es
wurde berichtet, dass die Zellen, die in eine kalte Verletzungsstelle
des linken Ventrikelmyokards von Ratten implantiert worden waren,
die Herzfunktion (hinsichtlich der verschiedenen physiologischen
Parameter) im Vergleich mit Kontrollratten wesentlich verbessern,
denen man keine Zellen implantiert hatte. In an Mäusen durchgeführten Experimenten
(siehe J. E. Morgan et al., Yield of normal muscle from precursor
cells implanted into preirradiated and nonirradiated legs of young
and old max mice, Muscle and Nerve 19: 132–139, 1996) überlebten
nur etwa 10% der vom Herzmuskel stammenden implantieren Zellen die
Implantation und blieben für
eine Zeitspanne von wenigen Wochen nach der Implantation lebensfähig.
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Man hat kürzlich festgestellt, dass die
Niedrigeenergiebestrahlung mit Laser verschiedene Prozesse in biologischen
Systemen moduliert (siehe M. Belkin, B. Zaturunsky, and M. Schwartz,
A critical review of low power laser bioeffects, Laser Light Ophthalmol.
2: 63–71,
1988, und T. Karu, Photobiology of low power laser effects, Health
Phys. 56: 691–704, 1988).
Zum Beispiel erhöhte
die Bestrahlung mit He-Ne-Laser (5 J/cm2)
in isolierten Mitochondrien das Membranpotential und die Produktion
von ATP, während
in isolierten Fibroblasten eine Erhöhung der Kollagenproduktion
bei der gleichen Bestrahlung beobachtet wurde. Die Wirkung von Bestrahlung
mittels Laser mit geringer Leistung auf Regenerationsprozesse nach
einem Trauma ist bisher untersucht worden in der Haut, dem peripheren
Nervensystem, Skelettmuskeln und Knochen. Man hat gefunden, dass eine
Bestrahlung mit Laser zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen
Maß an
Energie den Prozess der Skelettmuskelregeneration moduliert, und
in den meisten Systemen, eine schnellere Erholung nach Trauma und
eine erhöhte
Regenerationsrate bei Muskeln und Knochen (siehe N. Weiss and U.
Oron, Enhancement of muscle regeneration in the rat gastrocnemius
muscle by low power laser irradiation, Anat. Embryol. 186: 497–503, 1992,
und O. Barushka, T. Yaakobi and U. Uron, Effect of laser irradiation on
the process of bone repair in the rat tibia, Bone 16: 47–55, 1995)
bedingt. Man hat auch gefunden, dass die Bestrahlung mittels Laser
bei geringer Leistung eine zweifache Erhöhung der Bildung von neuen Blutgefäßen (d.
h. Angiogenese) in den verletzten Bereichen der Skelettmuskeln induziert
(siehe A. Bibikova, N. Belkin and U. Oron, Enhancement of angiogenesis
in regenerating gastrocnemius muscle of the toad by energy laser
irradiation, Anat. Embryol. 190: 597–602, 1994).
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In einer jüngeren Studie wurde die Wirkung der
Bestrahlung von Blut (Arteria subclavia) mittels He-Ne-Lasern bei
Patienten nach MI beobachtet (siehe N. N. Kipshidze et al., Intravascular
laser therapy of acute myocardial infarction, Angiology 801–808, Sept.
1990). Die Studie berichtet von einer besseren Erholung der Laser-bestrahlten
Patienten ausgedrückt
als Umfang der Enzymaktivität
(Kreatinphosphokinase) im Blut (die in den bestrahlten Patienten
geringer war) und einer Verringerung der Arrhythmien des Herzens.
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Es muss betont werden, dass die Veröffentlichung
von Kipshidze et. al. nicht die Biostimulation des Herzgewebes selbst,
sondern des Blutes lehrt. Die Autoren schreiben in der Zusammenfassung „Ein neues
Verfahren zum ... unter Verwendung von monochromatischem He-Ne-Laser
... diese Veröffentlichung
beschreibt die Wirkung von endovaskulärer (innerhalb der Blutgefäße) erfolgender
Bestrahlung von Blut mittels Laser bei hochgradigen Arrhythmien." Auf Seite 802, Zeilen
2–3 wird
ausgeführt,
dass „endovaskuläre Lasertherapie
unter Verwendung eines LG-75-Lasers durch einen optischen Lichtleiter durchgeführt wurde,
der in den Hohlraum der Vena cava superior eingeführt war
...." Somit wurde
also nicht das Myokard, sondern das Blut bestrahlt.
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Es ist im Stand der Technik bekannt
(siehe Mester, A. R., Modalities of low power laser applications,
Galletti et al. (Hrsg.) Laser Applications in Medicine and Surgery,
Monduzzi Editore (1992), Seiten 33–40), dass die von einem He-Ne-Laser
abgestrahlte Energie, selbst bei hoher Leistung, von Hämoglobin
in den roten Blutzellen und von lebenden Geweben absorbiert wird.
Diese Art von Energie bei der spezifischen Wellenlänge (632,2
nm) dringt nicht gut durch lebendes Gewebe hindurch. Der Verlust
der abgegebenen Leistung beträgt
etwa 90% nach einer Gewebetiefe von 2 mm und es gibt praktisch keine Leistung,
die in der Lage ist, jenseits einer Gewebetiefe mit einer mäßigen Blutversorgung
von 3 mm einzudringen. Es ist im Stand der Technik auch anerkannt,
dass die Bestrahlung des Gewebes mit einer Leistung von weniger
als 4 mW keine biostimulatorische Wirkung auf Gewebe hat (siehe
Galetti et al. ibid. and Bradley, P. F. and B. Gursoy, Penetration studies
of low intensity laser therapy (LILT) wavelength, Proc. WALT 1996,
Seite 18).
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Wenn somit Energie von der He-Ne-Laserquelle
(das Leistungsniveau ist in der Kipshidze et al. Arbeit nicht angegeben,
kann aber höchstens
40 mW betragen) durch eine Faseroptik geleitet wird (was einen Verlust
von etwa 30–40%
der Quelle verursacht), ergibt sich an der Spitze der Faseroptik
keinesfalls mehr als 25 mW. Da die Spitze in einem Blutgefäß (Vena
cava superior) angeordnet ist, die wenigstens 5 cm vom Herzmuskel
entfernt ist, ist die vom Herzmuskel absorbierte Energie von der
Faseroptik praktisch null und weist keine biostimulatorische Wirkung auf
den Herzmuskel auf der Grundlage der obigen wissenschaftlichen Erkenntnisse
auf.
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Andere Studien haben qualitative Änderungen
in der Ultrastruktur der Muskulatur (siehe Ruzov, I. V. and Baltrushaitis,
K. S., Ultrastructural changes in the myocardium under the action
of the helium-neon laser and obzidan, Vopr. Kurotol. Fizioter. Lech. Fiz.
Kult. 5–6:
62– 4,
1992)), den Blutgefäßen (siehe Ruzov,
I. V. and Baltrushaitis, K. S., The microcirculatory bed of the
ischemic myocardium under the combined action of a low-intensity
helium-neon laser and finoptin, Vopr. Kurotol. Fizioter. Lech. Fiz.
Kult. 4: 31–3,
1993) und den Mitochondrien des Myokards von Kanninchen in einem
hypodynamischen Zustand nach Bestrahlung des Blutes mittels He-Ne-Laser (siehe
Ruzov, I. V. and Rishkus, L. A., The effect of the helium-neon laser
on the cyclic nucleotide level in experimental hypodynamia, Vopr.
Kurotol. Fizioter. Lech. Fiz. Kult. 2: 51–53, 1992) berichtet. Die Bestrahlung
wurde in den obigen Studien vorgenommen durch Einführen der
Faseroptik in das Ohr des Kaninchens durch die Ohrvene. Es sollte
betont werden, dass in der Russischen Republik die Bestrahlung von
Blut mittels UV oder Lasern mit geringer Leistung eine übliche Maßnahme für eine bessere Erholung
bei vielen Erkrankungen des Menschens ist (siehe Ruzov, I. V. A
comparative study of the action of the helium-neon laser, perlinganite
and heparin on the energy apparatus of the ischemic myocardium. Vopr.
Lech. Fizioter. Lech. Fiz. Kult. 5–6: 62– 4, 1994).
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In den vier vorstehenden wissenschaftlichen Veröffentlichungen
von Ruzov et al. verwenden die Autoren ein experimentelles He-Ne-Lasersystem
mit einer Leistung von 1,5 mW, ähnlich
wie Kipshidze et al. Wiederum wurde die Energie mittels Faseroptik
in eine Vene in das Ohr eines Kaninchens eingeführt. Wie oben unter Hinweis
auf die Veröffentlichung
von Kipshidze et al. dargelegt, ist die tatsächlich von der Vene im Ohr
zum Herzmuskel übertragene
Energie praktisch null, ohne irgendeine erwartete biostimulatorische
Wirkung auf den ischämischen
oder hypodynamischen Herzmuskel, wie in diesen wissenschaftlichen
Veröffentlichungen
erwähnt.
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Das russische Patent 1715351 von
Golikov et al. betrifft die Bestrahlungsbehandlung mittels eines
He-Ne-Lasers an Akupunkturpunkten, um die Erholung von Herzerkrankungen
in der Post-Infarzierungsperiode zu unterstützen.
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Dieses Patent kann jedoch nicht die
Bestrahlung des Myokards betreffen, da der He-Ne-Laserstrahl, selbst wenn er auf Punkte
auf der Brust eines menschlichen Patienten überhalb des Herzens gerichtet
ist, nicht mehr als 2 bis 3 mm eindringen kann. Somit kann praktisch
keine Laserenergie den Herzmuskel erreichen, da der Muskel zwischen
den Rippen beim Menschen wenigstens 3 cm dick ist. Die bei der Laser-Bestrahlung
von Patienten erzielten positiven Wirkungen beruhen möglicherweise
auf der Akupunktur-Behandlung oder der reflexogenen Therapie, wie
von den Autoren selbst im letzten Abschnitt des Patentes dargelegt.
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Das russische Patent 1806781 von
Leveshunov et al. betrifft Magnetlaserbehandlung, um die klinische
Prognose von Patienten mit komplizierter akuter Myokardinfarzierung
zu verbessern. Gepulste Laserbestrahlung und Infrarotbestrahlung
(die Wellenlänge
wird nicht angegeben) werden auf die Brustwand des Patienten angelegt.
Es gibt in der Technik keine Daten betreffend die biologischen Wirkungen einer
Kombination aus magnetischem Feld und Laserbestrahlung auf Gewebe.
Der gepulste Laser, wie in diesem Patent vorgeschlagen, weist eine
mittlere Leistung von 12 mW auf, während die kontinuierliche Infrarotbestrahlung
eine Leistung von 50 mW aufweist. Der Laserstrahl muss jedoch durch
die Haut der Brust und die Muskeln zwischen den Rippen mit einer
gesamten mittleren Gewebestärke
von etwa 3 bis 5 cm durchdringen, bevor er den Herzmuskel erreicht.
Da die Laserleistung innerhalb lebendem Gewebe exponentiell mit
der Entfernung abnimmt, wird die maximale Laserleistung, die beim
Herzen ankommt, wie von Leveshunov et al. vorgeschlagen, durch die
dicke Brustwand eines Patienten praktisch auf null verringert, was
offensichtlich zu niedrig ist, um irgendeine stimulierende Wirkung
auf den Herzmuskel auszuüben.
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Ein weiteres System ist offenbart
in US-A-5423805. Dessen Offenbarungen bilden die Grundlage für die Präambel des
beigefügten
Anspruches 1.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung strebt
danach, eine Vorrichtung zur Verbesserung der Herzfunktion, Verringerung
der Bildung von Narbengewebe und/oder Verstärkung der Regeneration von
Myokard-Gewebe nach Myokardinfarzierung oder anderen Herzversagensyndromen
durch elektromagnetische Strahlung bereitzustellen.
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Verfahren zur Stimulierung von Myokard-Gewebe
eines Patienten durch Bestrahlung des Gewebes mit elektromagnetischer
Strahlung im Kontext der vorliegenden Patentanmeldung werden als
elektromagnetische Herzbiostimulation (ECB) bezeichnet. ECB ist
nicht auf einen speziellen Wellenlängenbereich beschränkt. Man
glaubt jedoch, dass die beste Ausführungsform auf der Bestrahlung
im Bereich von Strahlung einschließlich Infrarot (IR), sichtbarem Licht
und Ultraviolett (UV) basiert. Die Auswahl der speziellen Wellenlänge, Leistung,
Dauer der Bestrahlung und Anzahl der Bestrahlungen wird in Übereinstimmung
mit den Bedürfnissen
des Patienten gemacht.
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Bevorzugterweise ist die bei ECB
verwendete Bestrahlung kohärent,
wie beispielsweise eine Strahlung, die von einem Laser bereitgestellt
wird, sie kann aber alternativ auch nicht-kohärent
sein, wie beispielsweise von einer Xenon-Lampe bereitgestellt.
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Mögliche
therapeutische Wirkungen der Biostimulation von infarziertem Myokard
umfassen eine Verringerung der Größe eines Infarktes, Regeneration
von Kardiomyozyten im Infarkt, Schutz der Struktur und Aktivität von Mitochondrien
in Kardiomyozyten und verbesserte Funktion des erkrankten Myokards.
Es ist besonders nützlich,
elektromagnetische Bestrahlung zu verwenden, um die Regeneration
und Zytoprotektion von Kardiomyozyten nach akuter Ischämie zu verursachen,
einschließlich Schutz
der Struktur und Orientierung von kontraktilen Proteinen in den
Kardiomyozyten, da zuvor im Stand der Technik kein Verfahren bekannt
war zur Regeneration und Zytoprotektion von Herzmuskeln unter diesen
Umständen.
Manchmal ist das Verfahren der ECB nicht-invasiv sowohl betreffend
den Körper
als auch betreffend das Herz, wie beispielsweise durch Anordnen
der Bestrahlungsquelle auf der Haut des Patienten und davon ausgehend
Bestrahlen des Myokards. In anderen bevorzugten Ausführungsformen kann
ein Körpergewebe,
wie beispielsweise Nicht-Myokard-Muskelgewebe
in der Brust oder dem Rücken
des Patienten wenigstens teilweise chirurgisch exponiert werden
und das Herz wird davon ausgehend bestrahlt. Obwohl diese Option
für den Körper teilweise
invasiv ist, weist sie den Vorteil auf, dass die Strahlung durch
eine dünnere
Muskelschicht hindurchgehen kann, um eine höhere, optimalere Bestrahlungsleistung
am Herzen zu erreichen. Das ECB-Verfahren kann für das Herz invasiv sein, beispielsweise
durch Bestrahlung des Herzen mittels eines in eine Koronararterie
oder durch ein Blutgefäß in eine
Herzkammer eingeführten
Katheters.
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Ein ECB-Verfahren kann eine Kombination aus
Biostimulation durch elektromagnetische Strahlung und zusätzlichen
klinischen Post-Infarkt-Behandlungen umfassen, um synergistische
Wirkungen zu erreichen. Derartige Behandlungen können Verabreichung von chemischen
Verbindungen und Wirkstoffen, wie beispielsweise FDP oder nicht-toxischen seleno-organischen
Radikalfängern,
wie oben beschrieben, umfassen und Laser-Myokardrevaskularisierungs(LMR)-Verfahren,
wie sie in der Technik bekannt sind.
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LMR ist ein in der Technik bekanntes
Verfahren zum Erzeugen von Kanälen
in ischämischem Herzgewebe,
um die Blutversorgung dorthin zu verbessern. Die PCT-Patentanmeldung
PCT/IL 97/00011, eingereicht am 14. Januar 1997, die auf den Inhaber
der vorliegenden Patentanmeldung übertragen worden ist, beschreibt
LMR im Detail. In einigen bevorzugten Anwendungen der vorliegenden Erfindung
werden Verfahren und Vorrichtungen der LMR, wie sie in der Prioritätsanmeldung
PCT/IL 97100011 beschrieben sind, bevorzugterweise in Verbindung
mit ECB verwendet, um ein synergistisches Heilen von ischämischen
Bereichen des Herzens zu bewirken, wie unten beschrieben. Die ECB-Bestrahlung
wird bevorzugterweise während
eines LMR-Verfahrens durchgeführt,
um den ischämischen
Bereich und die darin erzeugten Kanäle zu bestrahlen. Die Bestrahlung
verstärkt
die Heilung der Kanäle
und des ischämischen
Bereiches und stimuliert die Angiogenese in der Nähe der LMR-Kanäle, wie
oben erwähnt
(siehe A. Bibikova et al., 1994).
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Wie oben beschrieben glaubt man,
dass FDP teilweise (Post-Infarkt-)Ischämie durch Reaktivieren der
anaeroben Glycolyse verhindert. Es kann auch Post-Reperfusionsschäden durch
Beschleunigen der Wiederauffüllung
von Hochenergiemetaboliten wie beispielsweise ATP und CP mildern.
Man glaubt auch, dass nicht-toxische seleno-organische Radikalfänger zytoprotektive
Wirkungen auch aufweisen durch Inhibieren der toxischen Wirkungen von
reperfusionserzeugten Superoxiden und somit Post-Reperfusionsschäden mildern,
wie oben erwähnt.
Man glaubt, dass in ähnlicher
Weise Laserbestrahlung des infarzierten Gebietes mit geringer Leistung
unmittelbar nach akuter MI die Energie-produzierenden Organellen
in den Zellen (Mitochondrien) vor akuter Schädigung schützt. Man erwartet, dass die
Verabreichung von FDP und nicht-toxischen seleno-organischen Radikalfängern, die
als zytoprotektive Agenzien wirken, wenn sie dem infarzierten Gebiet
durch das Blutsystem verabreicht werden, in Verbindung mit lokaler
Behandlung mittels ECB die heilenden Wirkungen auf infarzierte Myokardbereiche synergistisch
verstärkt.
Deshalb wird ECB-Bestrahlung durchgeführt, bevorzugterweise nahe
nach dem Auftreten eines Infarktes, in Verbindung mit der intravenösen Verabreichung
von exogenem FDP oder nicht-toxischen seleno-organischen Radikalfängern. Die
kombinierte Wirkung der Bestrahlung und der Wirkstoffe schützen die
Struktur und Aktivität
von Mitochondrien in wirksamerer Weise.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird eine Vorrichtung wie in Anspruch 1 definiert bereitgestellt. Sie
umfasst wenigstens eine elektromagnetische Strahlenquelle, ein zwischengeschaltetes
optisches System, bevorzugterweise umfassend wenigstens einen Wellenleiter,
der mit wenigstens einer elektromagnetischen Strahlenquelle verbunden
ist, und eine Linse zum Leiten der Strahlung von dem Wellenleiter auf
das Herzgewebe. Bevorzugterweise umfasst die ECB-Vorrichtung weiter
einen Positionsmessfühler, der
das Positionieren des Wellenleiters und der Linse erleichtert, und
eine Kontrolleinheit, die die verschiedenen Funktionen der ECB-Vorrichtung
kontrolliert, einschließlich
Modulieren der Leistung des Spektrums der Quelle, Dauer der Bestrahlung
und Positionierung. Bevorzugterweise umfasst die ECB-Vorrichtung
eine Quelle für
sichtbares Licht und einen Lichtleiter, der optisch damit verbunden
ist, bevorzugterweise einen Faseroptik-Lichtleiter, zum Beobachten
der Bestrahlung während
einiger ECB-Verfahren.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung umfasst die wenigstens eine elektromagnetische
Strahlenquelle eine Quelle für
kohärentes
Licht. Die Quelle für
kohärentes
Licht kann einen Diodenlaser einschließen. Bevorzugterweise weist
der Diodenlaser eine Leistung im Bereich von 5 mW bis 5 W und eine
Wellenlänge
im Bereich von 250 bis 940 mm.
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Alternativ umfasst die elektromagnetische Strahlenquelle
eine Quelle für
nicht-kohärentes
Licht, bevorzugterweise eine hochintensive Xenon-Lampe. Bevorzugterweise
weist die Xenon-Lampe einen Strahlungsleistungsstrom von 30 bis
500 mW/cm2 auf.
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In bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind das zwischengeschaltete optische
System und der Positionsmessfühler
in einem Katheter zum Einführen
in eine Herzkammer oder in eine Koronararterie für die Bestrahlung im Herzen
enthalten. Am bevorzugtesten ist der Katheter ein Einwegkatheter
umfassend wenigstens einen Wellenleiter, eine Linse und einen Positionsmessfühler, z.
B. einen magnetischen Positionsmessfühler, wie in der internationalen
Patentanmeldung WO 96/05768 beschrieben, um die Navigation und Lokalisierung
des Katheters nach einer Lebensfähigkeitskarte,
wie unten beschrieben, zu ermöglichen.
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In weiteren bevorzugten Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung umfasst der Katheter einen Messfühler zum
Bestimmen der Lebensfähigkeit oder
Nicht-Lebensfähigkeit
des Herzmuskelgewebes. Derartige Messfühler können ein oder mehrere elektro-
oder mechano-physiologische Detektoren umfassen, die die lokale
myokardiale elektrische bzw. mechanische Aktivität aufnehmen, wie, beispielsweise,
im US-Patent 5,738,096, das auf den Anmelder der vorliegenden Anmeldung übertragen wurde,
und im US-Patent 5,568,809 beschrieben. Die Lebensfähigkeitsdaten,
die zusammen mit Ortskoordinaten gesammelt sind, werden verwendet, um
eine Lebensfähigkeitskarte
zu generieren, auf der die zu bestrahlenden ischämischen Regionen identifiziert
sind.
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Alternativ oder zusätzlich können derartige Messfühler auch
nach der Bestrahlung verwendet werden, um die Wirksamkeit der Bestrahlung
bei der Förderung
des Schutzes des Herzmuskels nach ischämischer Beschädigung zu
bestimmen. Optional können
die Detektoren zwischen ECB-Sitzungen verwendet werden, um die Wirksamkeit
zu bestimmen und/oder die Lebensfähigkeitskarte zu aktualisieren.
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Blut- und Muskelgewebe haben sehr
hohe Extinktionskoeffizienten hinsichtlich der biostimulatorischen
elektromagnetischen Strahlungswellenlängen. Eine biostimulatorische
Bestrahlung muss deshalb in unmittelbarer Nähe zu und bevorzugterweise in
Kontakt mit dem Zielgebiet angewandt werden. Entsprechend umfasst
in einigen der bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung der Katheter ein oder mehrere in der
Technik bekannte Nah- oder Kontaktmessfühler, um den Kontakt zwischen
dem Katheter und der Wand der Herzkammer aufzunehmen und zu gewährleisten.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird die Vorrichtung zusammen mit einem Echo-Ultraschallwandler verwendet, der mit
einer Echo-Abbildungsvorrichtung in Verbindung steht. Der Echo-Wandler liefert
Positionsinformation betreffend den Infarkt und erleichtert das
Zielen des optischen Bestrahlungssystems auf die infarzierte Herzzone
während
der Bestrahlung. Der Echo-Wandler ist an die elektromagnetische
Strahlenoptik befestigt, um diese in einem festen räumlichen
Abstand zueinander zu halten.
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In einigen bevorzugten Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung ist die ECB-Vorrichtung angepasst, um in Verbindung
mit LMR-Verfahrensweisen betrieben zu werden, z. B. jenen, wie sie
in der prioritätsbegründenden
internationalen Patentanmeldung IL 97/00011, oben erwähnt, beschrieben sind.
Entsprechend umfasst ein integrierter Katheter, der angepasst ist
für die
kombinierte Verwendung, wenigstens einen Wellenleiter, der mit der
LMR-Laserquelle verbunden ist, wenigstens einen Wellenleiter, der
mit der elektromagnetischen ECB-Strahlenquelle verbunden ist, geeignete
Optiken, wenigstens einen Positionsmessfühler und, optional, wenigstens einen
physiologischen Detektor, wie ein Elektrode, zum Aufnehmen der physiologischen
Aktivität
im Herzmuskel.
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Typischerweise können die ischämischen Zonen
im Myokard eine Fläche
von bis zu 10 cm2 umfassen, wobei der typische
Querschnitt eines intrakardialen Katheters mehrere mm2 beträgt. Darüberhinaus
durchdringen biostimulatorische Wellenlängen, wie oben festgehalten,
im wesentlichen nicht mehr als einige wenige mm durch Blut oder
Muskelgewebe. Die steile Abnahme des Leistungsniveaus beschränkt die
maximale Entfernung zwischen der Strahlen-emittierenden Fläche und dem Zielgebiet und/oder
die minimale erlaubbare elektromagnetische Strahlenquellenleistung.
Die Verwendung einer kleinen Strahlen-emittierenden Fläche für die Bestrahlung eines wesentlich
größeren Ziels
macht die Verfahrensweise ermüdend
und zeitraubend.
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Entsprechend ist es ein Ziel von
einigen Aspekten der vorliegenden Erfindung, strahlenübertragende
Katheter bereitzustellen, die die Strahlung über eine vergrößerte Zielfläche verteilen,
bevorzugterweise eine Fläche,
die einen größeren Querschnitt als
der Katheter selbst aufweist, während
noch ein effizienter Energietransfer vom Katheter auf das Gewebe
erlaubt wird. In einigen bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung umfasst ein ECB-Katheter für die invasive Bestrahlung
des Herzens eine Weitwinkellinse, z. B. eine Fischaugenlinse, wie
sie in der Technik bekannt ist, um den Bestrahlungsstrahl am distalen
Ende des Katheters aufzuweiten. Alternativ wird die Aufweitung der
Strahlen-emittierenden
Fläche
erreicht durch die Verwendung eines Katheters mit seitenemittierender
oder mit einer aufweitenden optischen Spitze, wie oben beschrieben.
Bevorzugterweise sind die optischen Systeme in dem Katheter so konstruiert,
dass ein im allgemeinen gleichmäßiges Maß an Bestrahlung über einen
wesentlichen Bereich des Zielgebietes bereitgestellt wird.
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In einigen bevorzugten Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung umfasst ein seitenemittierender ECB-Katheter
ein in Längsrichtung
angeordnetes Strahlen-emittierendes Element, z. B. ein Fenster oder
eine Linse, zur Abgabe der Strahlung in radialer Richtung über einen
wesentlichen Anteil der Länge
des Katheters benachbart einem distalen Ende davon.
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Das Strahlen-emittierende Element
ist mit dem Wellenleiter gekoppelt, der die Strahlung von der elektromagnetischen
Strahlenquelle überträgt, und
ist bevorzugterweise in einem Schlitz oder einem Aussparungsbereich
entlang des distalen Endes des Katheters eingefügt. Am bevorzugtesten ist das Strahlen-emittierende
Element 2 bis 3 cm lang und 0,2 bis 0,3 cm breit, bildet eine Strahlen-emittierende Fläche von
etwa 0,5 cm2. Optional weist es eine gebogene äußere Oberfläche auf,
die die wirksame Bestrahlungsfläche
des Elements weiter erhöht.
-
Wie oben erwähnt wird das Strahlen-emittierende
Element bevorzugterweise in enger Nachbarschaft zu oder in Kontakt
mit der Zielfläche
gebracht. Entsprechend ist in einigen dieser bevorzugten Ausführungsformen
der distale Teil der seitenemittierenden Katheters so konstruiert,
dass er sich der inneren Oberfläche
der Herzwand anpasst, wenn er dagegen gedrückt wird, wie beschrieben in
010 der prioritätsbegründenden
Patentanmeldung 60/034,704 der vorliegenden Anmeldung. Bevorzugterweise,
wie in der 60/034,704 beschrieben, umfasst der Katheter einen oder
mehrere Positionsmessfühler
und/oder Druck- oder
Nahmessfühler,
die verwendet werden, um die Position und Orientierung des Strahlen-emittierenden Elementes
zur Herzwand während
der Bestrahlung zu gewährleisten.
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Alternativ kann der Katheter eine
schräge Spitze
umfassen, einschließlich
einer im allgemeinen elliptischen Strahlen-emittierenden Fläche, die
bezüglich
der Längsachse
des Katheters winkelig ist. Bevorzugterweise weist der elliptische
Bereich eine nach außen
gebogene Oberfläche
auf, um die effektive Bestrahlungsfläche zu vergrößern, wie
oben beschrieben.
-
In alternativen bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung umfasst der Katheter eine aufweitende
optische Spitze, die während der
Einführung
in den Körper
in einer engen Form gehalten wird, sich aber nach. Einführen offen
ausbreitet, um die Spitzenfläche
beträchtlich
zu erhöhen,
die in Kontakt gebracht wird mit dem Herzgewebe und dieses bestrahlt.
Eine derartige Spitze kann, beispielsweise, ein faseroptisches Bündel oder
eine strahlenreflektierende Oberfläche umfassen, wie einen faltbaren
parabolischen Reflektor oder einen solchen mit einer Vielzahl von
Facetten, die eine punktähnliche
Strahlenquelle umgeben, wie beispielsweise die distale Spitze des
Wellenleiters. Optional kann die aufweitende Spitze eine optische
Membran umfassen, wie beispielsweise eine Streumembran, eine geschichtete
Polarisationsmembran, eine lichtdurchlässige Membran oder irgendeine
andere, in der Technik bekannte geeignete optische Membran, um die
von dem Wellenleiter emittierte Strahlung zu verteilen und/oder
zu zerstreuen.
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In einigen alternativen bevorzugten
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung umfasst der Katheteer einen radiometrischen
Messfühler,
der in dem oder gegen das Moykardgewebe, das bestrahlt werden soll,
angeordnet ist, um die augenblickliche lokale Strahlungsleistung,
die auf das Gewebe trifft, zu messen und die gesamte Bestrahlungsenergie, die
dem Gewebe während
einer ECB-Sitzung zugeführt
wurde. Die Angaben der Leistung und des Energieumfangs können verwendet
werden zum Modulieren der Leistung der ECB-Quelle und zur Bestimmung
der Dauer einer Sitzung. Optional können die Anzeigen dazu dienen,
eine erfolgreiche Übertragung
der ECB-Strahlung von der Quelle durch die zwischengeschalteten
optischen Systeme und zu der vorbestimmten Herzgeweberegion sicherzustellen. Man
hat gezeigt, dass die intravaskulare Bestrahlung von Blut unter
Verwendung eines He-Ne-Lasers mit 5 bis 50 mW die Herzfunktion verbessert
(siehe N. N. Kipshidze, oben erwähnt).
Die Erfinder der vorliegenden Patentanmeldung glauben, dass die
Bestrahlung mit dem He-Ne-Laser auch eine vorteilhafte Wirkung auf
den atherosklerotischen Prozess in den Koronararterien haben kann
und dass sich die Kombination einer derartigen Bestrahlung mit biostimulatorischer
Bestrahlung von ischämischen
Zonen als synergistisch vorteilhaft für die Herzfunktion nach akutem
Herzinfarkt erweisen kann. Entsprechend umfasst ein ECB-Verfahren
eine Kombination aus ECB-Bestrahlung und zusätzlicher He-Ne-Bestrahlung
des Blutes.
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Ein ECB-Verfahren umfasst die in
vitro ECB-Bestrahlung der Zellen, die aus der Skelettmuskulatur
oder embryonalem Herzmuskel (Kardiomyozyten) stammen, vor deren
Implantation in die ischämischen
Bereiche des Herzmuskels, gemäß den von Li
und Morgen, oben angegeben, beschriebenen Verfahren. Die Anmelder
glauben, dass eine derartige biostimulatorische Bestrahlung der
Zellen die Gesamtlebensfähigkeit
erhöhen
kann und die Überlebensrate
des Implantates infolge der vorteilhaften Wirkungen der biostimulatorischen
Bestrahlung hinsichtlich des Zellschutzes unter ischämischen
Bedingungen erhöht.
Wie von Li und Morgen beschrieben glaubt man, dass derartige lebensfähige implantierte Zellen
die Herzfunktion verbessern.
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Es wird somit ein Verfahren zur Biostimulation
eines Myokard-Gewebes bereitgestellt, das Bestrahlen des Myokard-Gewebes
mit einer elektromagnetische Strahlenquelle umfasst, die Biostimulation des
Myokard-Gewebes verursacht.
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Bevorzugterweise ist die elektromagnetische Bestrahlung
ausgewählt
aus der Gruppe, die aus Infrarot-Bestrahlung, Bestrahlung mit sichtbarem
Licht und Ultraviolett-Strahlung besteht.
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Bevorzugterweise umfasst das Bestrahlen des
Gewebes Bestrahlen nachdem das Myokard-Gewebe einen Infarkt mit einer bestimmten
Größe entwickelt
hat, so, dass die Bestrahlung des Myokard-Gewebes eine Verringerung
der Größe des Infarktes
verursacht und/oder so, dass das Bestrahlen des Myokard-Gewebes
eine Regeneration der Kardiomyozyten im Infarkt verursacht und/oder
so, dass das Bestrahlen des Myokard-Gewebes die Struktur und Aktivität von Mitochondrien
in Kardiomyozyten in dem Infarkt schützt, und/oder so, dass das
Bestrahlen des Myokard-Gewebes die Struktur und Aktivität von kontraktilen
Proteinen in Kardiomyozyten in dem Infarkt schützt.
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Bevorzugterweise umfasst die elektromagnetische
Strahlenquelle eine Quelle für
kohärentes Licht,
am bevorzugtesten einen Diodenlaser mit einer Leistung im Bereich
von 5 mW bis 5 W und einer Wellenlänge im Bereich von 250 bis
940 nm.
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Bevorzugterweise umfasst die Bestrahlung des
Gewebes eine Vielzahl von Bestrahlungen des Myokard-Gewebes mit
der elektromagnetischen Strahlenquelle und/oder Bestrahlen von Myokard-Gewebe
mit der elektromagnetischen Strahlenquelle für die Dauer von 0,5 bis 15
Minuten.
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Das Bestrahlen des Gewebes umfasst
das Einführen
eines Katheters in das Herz, bevorzugterweise durch die Aorta, Anordnen
des Katheters in der Nähe
einer Herzwand und Bestrahlen des Myokard-Gewebes mittels eines
Wellenleiters, der durch den Katheter in das Herz eingeführt wird,
wobei der Wellenleiter an die Strahlenquelle gekoppelt ist.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
wird eine therapeutische chemische Verbindung in Verbindung mit
der Bestrahlung verabreicht. Bevorzugterweise umfasst die chemische
Verbindung die Verabreichung von Fruktose-1,6-diphosphat (FDP),
oder alternativ einen seleno-organischen Radikalfänger. Bevorzugterweise
mildert die Bestrahlung des Gewebes und Verabreichung der Chemikalie
einen Post-Reperfusionsschaden.
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In noch einer weiteren Ausführungsform,
ein Myokard-Revaskularisierungsverfahren in Verbindung mit der Bestrahlung,
wobei die Durchführung des
Myokard-Revaskularisierungverfahrens
bevorzugterweise ein Revaskularisierungsverfahren gleichzeitig mit
der Bestrahlung umfasst.
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Bevorzugterweise werden physiologische
Signale vom Gewebe empfangen, wenn das Gewebe bestrahlt wird, einschließlich beim
Bestrahlen von Herzgewebe in Reaktion auf die davon erhaltenen Signale.
Bevorzugterweise enthalten die physiologischen Signale mechano-physiologische Signale und/oder
elektrophysiologische Signale.
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Bevorzugterweise umfasst das Positionieren des
Katheters das Verfolgen der Ortskoordinaten des Katheters unter
Verwendung von einem oder mehreren Positionsmessfühlern. Weiterhin
umfasst bevorzugterweise das Positionieren des Katheters Positionieren
des Katheters in Reaktion auf eine Lebensfähigkeitskarte, die ischämische Bereiche
im Herzgewebe angibt. Zusätzlich
oder alternativ umfasst das Positionieren des Katheters Positionieren
des Katheters relativ zu einem Gitter, das eine zu bestrahlende Zone
auf einer geometrischen Karte des Herzens beschreibt, und, bevorzugterweise
Markieren der bestrahlten Orte auf dem Gitter.
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Bevorzugterweise umfasst Bestrahlen
des Gewebes gleichzeitiges Bestrahlen einer Fläche der Herzwand, die wesentlich
größer ist
als eine Querschnittsfläche
des Wellenleiters.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Bestrahlen des Gewebes mittels des Wellenleiters
das Expandieren einer radialen Dimension des Wellenleiters benachbart
zum Gewebe.
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In einer weiteren Ausführungsform
umfasst das Positionieren des Katheters das Anpressen eines flexiblen
distalen Teils des Katheters gegen die Herzwand, so dass der Teil
der Wand anliegt, und wobei das Bestrahlen des Gewebes Bestrahlen
eines Gebietes radial benachbart zum distalen Teil umfasst.
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Bevorzugterweise umfasst das Bestrahlen des
Gewebes Bestrahlen eines ersten länglichen Streifens auf der
Herzwand benachbart dem distalen Teil in einer ersten Position davon
und Bestrahlen einer Vielzahl von Streifen im allgemeinen parallel
zum ersten Streifen.
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In einer noch weiteren bevorzugten
Ausführungsform
wird der Katheter in eine Koronararterie eingeführt.
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In noch einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
umfasst das Bestrahlen des Herzens epikardiales Bestrahlen des Herzens,
zusätzlich
zu oder anstelle des Bestrahlens vermittels des durch den Katheter
eingeführten
Wellenleiters.
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Bevorzugterweise werden nicht-myokardiale Gewebe
wenigstens teilweise in einer im allgemeinen senkrechten Richtung
zu einer seitlichen Wand des Myokard-Gewebes exponiert und Bestrahlen
des Gewebes umfasst das Anordnen eines optischen Elementes, dass
mit der elektromagnetischen Strahlenquelle gekoppelt ist, auf das
wenigstens teilweise exponierte nicht-myokardiale Gewebe. Bevorzugterweise
umfasst das nicht-myokardiale Gewebe Brustmuskel einer Brusthöhle und
Bestrahlen des Gewebes umfasst das Anordnen des optischen Elementes in
der Brusthöhle
in der Nähe
zum Gewebe, am bevorzugtesten in der Nähe der Pleuralmembran.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst die elektromagnetische Strahlenquelle eine
Quelle für
konzentriertes nicht-kohärentes
Licht, bevorzugterweise eine Xenon-Lampe, am bevorzugtesten mit
einem Strahlungsleistungsstrom von 30 bis 500 mW/cm2.
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Weiter wird gemäß der vorliegenden Erfindung
ein Gerät
zur Biostimulation von Myokard-Gewebe
bereitgestellt, welches umfasst:
eine elektromagnetische Strahlenquelle;
und
ein dazwischen geschaltetes optisches System, das die elektromagnetische
Strahlung aufnimmt und die Strahlung überträgt, um eine ischämische Region des
myokardialen Gewebes zu bestrahlen.
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Das Gerät umfasst einen Echo-Wandler,
der mit einer Echo-Abbildungseinrichtung verbunden ist, wobei der
Echo-Wandler funktioniert, um Positionsinformationen des Infarktes
bereitzustellen; und eine Befestigungsvorrichtung, die das dazwischengeschaltete
optische System mit dem Echo-Wandler befestigt und die im wesentlichen
die beiden in einem festen räumlichen
Abstand zueinander hält.
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Bevorzugterweise umfasst die elektromagnetische
Strahlenquelle eine kohärente
Quelle, am bevorzugtesten einen Diodenlaser mit einer Leistung im
Bereich von 5 mW bis 5 W und einer Wellenlänge im Bereich von 250 bis
940 nm.
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Alternativ umfasst die elektromagnetische Strahlenquelle
eine nicht-kohärente
Quelle, bevorzugterweise eine Xenon-Lampe mit einem Strahlungsleistungsstrom
von 30 bis 500 mW/cm2.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Gerät
einen beweglichen Arm, der das dazwischengeschaltete optische System
hält, und
eine Servoeinheit, um den Arm kontrolliert zu bewegen.
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Bevorzugterweise umfasst das dazwischengeschaltete
optische System einen Faseroptik-Lichtleiter
mit einem distalen Ende zum Einführen
in die Brust eines Patienten, und ein proximales Ende, das mit der
elektromagnetischen Strahlenquelle in Verbindung stehlt. Bevorzugterweise
umfasst das optische System einen Filter, um die elektromagnetische Strahlungsleistung
davon abzuschwächen,
und eine Linse, die an das distale Ende des Faseroptik-Lichtleiters
gekoppelt ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Gerät
eine längliche
Sonde zum Einführen
in eine Herzkammer, wobei das dazwischengeschaltete optische System
einen Wellenleiter umfasst, der in der Sonde enthalten ist.
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Bevorzugterweise umfasst die Sonde
wenigstens einen Positionsmessfühler,
der verwendet wird, um die Sonde innerhalb der Herzkammer zu lokalisieren,
wobei der Positionsmessfühler
bevorzugterweise einen magnetischen Positionsmessfühler umfasst,
der Signale in Antwort auf ein äußeres Magnetfeld
erzeugt.
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Zusätzlich oder alternativ umfasst
die Sonde wenigstens einen physiologischen Messfühler zum Aufnehmen von lokalen
physiologischen Signalen vom Herzen, die die Lebensfähigkeit
des Myokards anzeigen.
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Weiterhin enthält die Sonde zusätzlich oder alternativ
einen radiometrischen Messfühler
zum Aufnehmen einer lokalen elektromagnetischen Strahlungsleistung,
die das Myokard-Gewebe erreicht.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Sonde einen LMR-Wellenleiter, der mit einer Laserquelle
für die
Laser-Revaskularisierung des Myokard-Gewebes in Verbindung steht. Bevorzugterweise
ist der LMR-Wellenleiter an seinem distalen Ende mit einer Linse
verbunden, die angepasst ist, um den Laserstrahl auf das Gewebe zu
konzentrieren.
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Bevorzugterweise umfasst der Wellenleiter Faseroptiken
und ist an einem distalen Ende davon mit einem optischen Element
verbunden, welches die biostimulatorische elektromagnetische Strahlung verteilt.
Bevorzugterweise umfasst das optische Element eine Weitwinkellinse,
am bevorzugtesten eine Fischaugenlinse. Bevorzugterweise emittiert
das optische Element einen Strahl mit einer Querschnittsfläche, die
im wesentlichen größer ist
als ein Querschnitt des Wellenleiters.
-
In Übereinstimmung mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird auch ein Gerät bereitgestellt für die intrakardiale
Bestrahlung, welches umfasst:
eine längliche Sonde mit einem proximalen
Ende und einem distalen Ende zum Einführen in das Herz eines Lebewesens,
und umfassend
einen Wellenleiter, der elektromagnetische Strahlung von
einer Quelle am proximalen Ende zum distalen Ende übermittelt;
und
ein optisches Element benachbart zum distalen Ende, das
die elektromagnetische Strahlung durch den Wellenleiter empfängt und
einen Strahl mit einer Querschnittsfläche emittiert, die im wesentlichen
größer ist
als der Querschnitt des Wellenleiters.
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Bevorzugterweise umfasst das optische
Element ein längliches,
in der Längsrichtung
angeordnetes Element, das den Strahl in einer nach außen gerichteten
radialen Richtung relativ zur Sonde emittiert.
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Bevorzugterweise umfasst das optische
Element eine gebogene äußere Oberfläche und
ist wenigstens 2 cm lang und zwischen 2 und 3 mm breit.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Sonde einen flexiblen Abschnitt, der das
optische Element enthält
und der sich an eine Wand des Herzens anpasst, so dass das optische
Element in physikalischem Kontakt damit ist, wobei die Sonde bevorzugterweise
zweit oder mehr Nah-Messfühler
umfasst, am bevorzugtesten Druckmessfühler, die einen Kontakt der
Sonde mit der Herzwand aufnehmen.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfasst das optische Element eine im Allgemeinen elliptische Strahlen-emittierende
Fläche
am distalen Ende der Sonde, die relativ zur Längsachse der Sonde schief angeordnet
ist, wobei das Element bevorzugterweise eine konvexe äußere Oberfläche aufweist.
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In einer noch weiteren bevorzugten
Ausführungsform
umfasst das optische Element am distalen Ende eine aufweitende optische
Spitze mit einer engen, geschlossenen Konfiguration für die Einführung in
das Herz und eine weite, expandierte Konfiguration zur Bestrahlung
des Myokard-Gewebes innerhalb des Herzens.
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Bevorzugterweise umfasst die Spitze
eine Strahlenstreumembran. Alternativ oder zusätzlich umfasst die Spitze einen
faltbaren Reflektor, der eine Strahlen-emittierende Punktquelle
umfasst, wobei der Reflektor bevorzugterweise einen Reflektor mit mehreren
Facetten enthält.
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Weiter umfasst die Spitze alternativ
ein faltbares faseroptisches Bündel.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung umfasst die Sonde eine äußere Büchse und eine innere Büchse, die
innerhalb der äußeren Büchse verschiebbar
ist, wobei die innere Büchse
einen streckbaren Teil benachbart dem distalen Ende der Sonde aufweist,
der innerhalb der äußeren Büchse in
der geschlossenen Konfiguration gehalten wird und der sich in eine
offene Form streckt, wenn die innere Büchse distal aus der äußeren Büchse in
die offene Konfiguration geschoben wird.
-
Die vorliegende Erfindung wird aus
der folgenden detaillierten Beschreibung ihrer bevorzugten Ausführungsformen
zusammen mit den Zeichnungen vollständiger verstanden werden, bei
denen:
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
ein Schaubild, das alternative Verfahren der ECB und ihre therapeutischen
Wirkungen gemäß bevorzugten
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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2A ist
eine vereinfachte bildliche Darstellung eines Gerätes für ECB, konstruiert
und funktionierend in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
2B ist
eine vereinfachte bildliche Darstellung eines Gerätes für ECB, konstruiert
und funktionierend in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
3A ist
eine vereinfachte bildliche Darstellung eines ECB-Gerätes in Übereinstimmung
mit einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
-
3B ist
eine schematische Darstellung eines ECB-Katheters in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
3C ist
eine schematische Darstellung eines ECB-Katheters in Übereinstimmung
mit einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
-
4A ist
eine vereinfachte bildliche Darstellung eines integrierten ECB-
und Laser-Myokard-Revaskularisierungsgerätes in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
4B ist
eine schematische Darstellung eines integrierten ECB- und Laser-Myokard-Revaskularisierungskatheters
gemäß einer
alternativen bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
5A ist
eine schematische Darstellung eines ECB-seitenemittierenden Katheters
gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
5B ist
eine schematische Darstellung, die den Katheter von 5A zeigt, der in den linken Herzventrikel
eines Herzens eingeführt
ist, in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
-
6 ist
eine schematische Darstellung eines Querschnittes eines Katheters
mit schräger
Spitze in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
7A und 7B sind schematische Darstellungen
eines Katheters mit einer aufweitenden optischen Spitze, in geschlossener
bzw. offener Konfiguration, in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
8A und 8B sind schematische Darstellungen
eines Katheters mit einer aufweitenden optischen Spitze, in geschlossener
bzw. offener Konfiguration, in Übereinstimmung
mit einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
-
8C ist
eine schematische Querschnittsdarstellung des Katheters von 8B;
-
9A und 9B sind schematische Darstellungen
eines Katheters mit einer aufweitenden optischen Spitze, in geschlossener
bzw. offener Konfiguration, in Übereinstimmung
mit einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung; und
-
10 ist
eine vereinfachte bildliche Darstellung, die einen Katheter und
einen Wellenleiter zeigt, die in eine Kammer des Herzens bzw. Brust eingeführt sind,
in Übereinstimmung
mit einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG VON BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Es wird nun Bezug genommen auf 1, die ein Schaubild ist,
das Verfahren zur elektromagnetischen Herzbiostimulation (ECB) veranschaulicht,
unter Verwendung eines Gerätes
gemäß bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung. Diese Verfahren basieren auf dem Bestrahlen
von Myokard-Gewebe mit einer elektromagnetischen Strahlenquelle;
die Biostimulation des Myokard-Gewebes verursacht. Die Verfahren
sind nicht auf irgendeinen speziellen Wellenlängebereich beschränkt. Die
beste Art und Weise, die Erfindung auszuführen ist jedoch in dem Bereich,
der IR-Strahlung, sichtbares Licht und UV-Strahlung umfasst. Die Auswahl spezieller Wellenlängen, Leistung,
Dauer der Bestrahlung und Anzahl von Bestrahlungssitzungen wird
in Übereinstimmung
mit den Bedürfnissen
des Patienten gemacht.
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Wie hierin im Folgenden unten beschrieben werden
wird, kann die Strahlung kohärent
sein, wie beispielsweise eine Strahlung, die von einem Laser geliefert
wird, oder kann alternativ nicht-kohärent sein, wie beispielsweise
von einer Xenon-Lampe geliefert. Das Verfahren kann sowohl hinsichtlich
des Körpers
als auch des Herzens nicht-invasiv sein, beispielsweise durch Anordnen
eines Strahlungswandlers auf der äußeren Haut des Patienten und
Bestrahlen des Myokards von dort. Alternativ kann ein Körpergewebe,
wie beispielsweise ein Nicht-Myokardmuskelgewebe,
wenigstens teilweise exponiert werden, wie beispielsweise auf der
Brust oder dem Rücken
des Patienten, und der Wandler verwendet werden, um das Herz von
dort zu bestrahlen. Obwohl diese Option für den Körper teilweise invasiv ist, weist
sie den Vorteil auf, dass sie erlaubt, dass die Bestrahlung durch
eine dünnere
Muskelschicht erfolgt und eine höhere
und optimale Strahlenleistung am Herzmuskel erreicht wird. In einer
noch alternativen Weise kann das Verfahren für das Herz invasiv sein, beispielsweise
durch Bestrahlen des Herzens mittels eines Katheters, der in eine
Koronararterie oder durch ein Blutgefäß, wie beispielsweise die Aorta,
in eine Herzkammer eingeführt
wird. Alternativ kann das Verfahren invasiv für die Brusthöhle sein, beispielsweise
durch Einführen
einer optischen Faser in die Brusthöhle und Bestrahlen des Herzmuskels
direkt von innerhalb der Brusthöhle.
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Die Bestrahlung verursacht eine Biostimulation
des Myokards, wie detaillierter unten beschrieben werden wird. Zum
Beispiel kann die Bestrahlung eine Verringerung der Größe des Infarktes
verursachen, kann eine Regeneration von Kardiomyozyten im Infarkt
verursachen, kann die Struktur und Aktivität von Mitochondrien und kontraktilen
Proteinen in Kardiomyozyten im Infarkt schützen und deren schnelle Degeneration
nach Beginn des myokardialen Infarktes oder der Ischämie verhindern
und/oder kann die Funktion von erkranktem Myokard verbessern durch Bestrahlen
des Myokard-Gewebes nach der Entwicklung eines Infarktes.
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Gemäß einer bevorzugten Verwendung
der vorliegenden Erfindung wird die ECB während und zusammen mit einer
Lasermyokard-Revaskularisierungs-(LMR)Prozedur durchgeführt, wie
unten bezüglich 4A und 4B beschrieben werden wird.
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Die Bestrahlung kann zusammen mit
der Injektion von pharmazeutischen Wirkstoffen, am bevorzugtesten
FDP, wie oben beschrieben, erfolgen, die vor der Bestrahlung injiziert
werden. Man glaubt, dass eine derartige Injektion teilweise Ischämie (akut und
nach dem Infarkt) durch Reaktivieren der anaeroben Glycolyse inhibiert
und auch den post-Reperfusionsschaden
durch Beschleunigen des Auffüllens der
Hochenergiemetabolite wie beispielsweise ATP und CP mildert. Man
nimmt an, dass die Kombination von ECB mit dem cytoprotektiven Mittel
FDP im Wesentlichen synergistisch ist hinsichtlich der heilenden Wirkung
auf infarzierte Bereiche. Optional können andere cytoprotektive
pharmazeutische Wirkstoffe, z. B. nicht-toxische seleno-organische
Radikalfänger,
in Kombination mit ECB verwendet werden, um derartige synergistische
Heilungswirkungen zu erzielen.
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Es wird anerkannt werden, dass die
spezifischen Behandlungsmodalitäten,
die in 1 veranschaulicht
werden, nicht den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung beschränken sollen,
sondern vielmehr bestimmte bevorzugte Ausführungsformen zusammenfassen
sollen. Die Fachleute werden verstehen, dass Aspekte der ECB-Behandlung,
wie sie in den Figuren gezeigt und hierin beschrieben sind, zusammen
in verschiedenen Kombinationen verwendet werden können, ebenso
wie in Kombination mit andere Verfahren und Vorrichtungen für die Behandlung
des Herzens, wie sie in der Technik bekannt sind.
-
EXPERIMENTELLE
ERGEBNISSE
-
Verschiedene Experimente wurden gemäß alternativen
bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung durchgeführt und die Ergebnisse dieser
Experimente werden nun zusammengefasst.
-
Experiment
I
-
49 männliche Sprague-Dawley mit
Ether betäubte
Ratten, 6–8
Wochen alt (220–260
g Körpergewicht)
wurden für
dieses Experiment verwendet. Es wurden zwei cm lange Einschnitte
links vom und parallel zum Sternum vorgenommen; die fünften und sechsten
Rippen wurden mit einer Klemme getrennt und die Herzen vorgelagert
durch Anlegen von Druck an die Seiten des Brustkorbes. Die linken
Koronararterien wurden dann 2–3
mm von ihren Ursprüngen mit
einzelnen Fäden
okkludiert. Die Brust wurde dann geschlossen und man erlaubte den
Ratten, sich zu erholen. Dieses Verfahren induzierte Myokardinfarzierung
(MI) und chronische Ischämie.
-
23 Ratten wurden unmittelbar nach
dem chirurgischen Eingriff unter Verwendung eines Diodenlasers (Wellenlänge 780
nm; 38 mW) bestrahlt. Die Bestrahlung wurde vorgenommen, indem eine
Spitze einer Laserquelle auf die exponierten Intercostalmuskeln
etwa senkrecht zu der seitlichen Wand des linken Ventrikels angeordnet
und leicht angepresst wurde. Die Laserquelle wurde mit einer konstanten
Geschwindigkeit für
2 min bewegt, um den Brustbereich vom Sternum seitlich nach links
und zwischen der vierten und der achten Rippe in einer medial-lateralen
Richtung abzudecken.
-
In einem getrennte Experiment wurde
die Wirksamkeit der Laserpenetration durch die Intercostalmuskeln
der Ratte (etwa 2 mm dick) bestimmt, indem die Laserquelle wie oben
angeordnet und die Laserleistung mit einem speziellen Lasermessgerät gemessen
wurde, das in die Brusthöhle
unterhalb der Laserquelle eingeführt
war. Die Laserleistung betrug wenigstens 6 mW, was in etwa der Leistung
entspricht, die den Herzmuskel erreicht.
-
Die Laserbestrahlung wurde in der
gleichen Weise am dritten Tag nach dem Eingriff wiederholt, aber
für drei
Minuten unter leichter Etherbetäubung. Die
Kontrollratten wurden wie die oben behandelten (laserbestrahlten)
Ratten scheinoperiert, wurden aber nicht laserbestrahlt. Alle Ratten
wurden 21 Tage nach dem Eingriff mit Ether betäubt, die Brust geöffnet und
das Herz (während
es schlug) herausgeschnitten und unmittelbar gewaschen, um Blut
zu entfernen, indem es in eiskalte Saline für etwa fünf Sekunden eingetaucht wurde.
Das Herz wurde dann transversal von seinem Apex aus in drei gleich
große Teile
(etwa 2 mm) geschnitten. Der mittlere Teil wurde in neutral gepuffertem
Formalin für
24 Stunden fixiert. Die Schnitte wurden in Alkohol dehydriert, in
Parafin eingebettet und in Masson's Trichrome gefärbt.
-
Die infarzierte Zone in einem jeden
Herz (der Bereich, wo Narbenbindegewebe anstelle von kontraktilem
Muskelgewebe gebildet war) wurde durch die Differenzialfärbung des Narbengewebes
mit Masson's-Färbung verfolgt.
Die infarzierte Größe wurde in
einem jeden Schnitt als ein Prozentsatz berechnet, der von Narbenbindegewebe
bezogen auf die Gesamtfläche
des linken Ventrikels belegt war. Quantitative morphometrische Messungen
und Statistiken wurden wie kürzlich
in N. Weiss und U. Oron, aaO, und O. Barushka, T. Yaakobi und U.
Oron, aaO, beschrieben durchgeführt.
-
Die Infarktgröße in den Kontrollratten war 29,6 ± 4,3%;
in den Laser-bestrahlten Ratten umfasste sie nur 9,5 ± 0,9%,
signifikant (P < 0,001)
kleiner als die Infarktgröße in den
Kontrollratten.
-
Mögliche
nachteilige Wirkungen des Lasers wurden durch Bestrahlen der scheinoperierten
Ratten (das Herz wurde aus der Brust ohne Koronarokklusion vorgelagert),
verglichen mit schein-nicht-bestrahlten Ratten untersucht. Die Enzymaktivität der Kreatinphosphokinase
(ein Marker für
die Zelllebensfähigkeit)
im Myokard von sowohl bestrahlten als auch nicht-bestrahlten Ratten war die gleiche.
Es wurden keine ultrastrukturellen Änderungen im Myokard der bestrahlten
Ratten gefunden verglichen mit nicht-bestrahlten Kontrollen.
-
Aus den Ergebnissen von Experiment
I ist zu entnehmen, dass die Laserbestrahlung nach Herzinfarzierung
etwa eine siebzigprozentige Verringerung der Infarktgröße verursacht
verglichen mit den nicht-bestrahlten Kontrollratten. Die Wirkungsweise des
Lasers mit geringer Leistung auf Zellen im Allgemeinen und Kardiomyozyten
im Speziellen ist noch nicht klar verstanden. Die ausgeprägte Verringerung der
Infarktgröße durch
Laser mit geringer Leistung und Licht kann von herausragender klinischer
Bedeutung sein. Sie kann die Mortalität bei akutem Herzinfarkt beim
Menschen, insbesondere bei jungen Menschen verringern. Sie kann
auch die Notwendigkeit für
Bypass-Herzoperationen nach akuter MI verringern. Sie könnte auch
dabei helfen, das Muskelgewebe in in Hibernation befindlichen (gekühlten) Herzen,
die vom Blutstrom während
einer Operation am offenen Herzen oder Bypass-Operation getrennt
sind, zu halten. Weiterhin kann sie die Funktion des Herzmuskels
bei verschiedenen Herzerkrankungen (z. B. Angina pectoris) verbessern.
-
Experiment
II
-
Herzinfarzierung wurde in 22 Ratten
wie in Experiment I beschrieben induziert. Zehn Ratten dienten als
Kontrolle und 12 Ratten wurden einer verglichen mit der von Experiment
I anderen Laserbestrahlung unterzogen. Der verwendeter Laser war
ein Diodenlaser mit einer Leistung von 47 mW und einer Wellenlänge von
830 nm und die Bestrahlung wurde wie in Experiment I vorgenommen,
aber für
5 Minuten unmittelbar nach Induktion der Infarzierung. Am dritten
und vierten Tag nach Infarzierung wurden die Ratten zwei weiteren
Sitzungen mit Laserbestrahlung unter den gleichen Bedingungen wie
oben unterzogen. Die Ratten wurden nach 21 Tagen getötet und die
Infarktgröße wie in
Experiment I berechnet. Die Infarktgröße von Kontrollratten betrug
31 ± 7%,
bei den Laser-bestrahlten Ratten betrug sie nur 5,5 ± 1,2%
[signifikant (p < 0,0001)
geringer als die Kontrolle]. Die Infarktgröße der Laser-bestrahlten Ratten war
auch signifikant kleiner (p < 0,05)
als die der Laser-bestrahlten Ratten in Experiment I.
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Aus den Ergebnissen von Experiment
II ist ersichtlich, dass bei verschiedenen Wellenlängen (wenigstens
im Bereich von 700 bis 830 nm) die Ausgangsleistung, die Bestrahlungszeit
(die die Gesamtenergie bestimmt, die dem Gebiet verabreicht wird) und
das Timing nach Infarktinduzierung für die vorteilhafte Wirkung
der Laserbestrahlung auf das infarzierte Herz relevant sind. Darüberhinaus
war die Induktion der Infarktgröße sogar
in Experiment II besser als in Experiment I.
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Experiment
III
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Herzattacken wurden in einer weiteren
Gruppe aus 21 Ratten wie in Experiment I beschrieben induziert.
Zehn Ratten dienten als Kontrolle und 11 wurden der Laserbehandlung,
wie in Experiment I beschrieben, unterzogen. 21 Tage nach Induktion
der Herzattacke wurden die Herzen entfernt und in einer künstlichen
physiologischen Lösung
an einen Langendorff-Apparat
angeschlossen. Man injizierte ihnen dann TTC (Triphenyltetrazoliumchlorid)
durch die Koronararterien. Diese Lösung färbt „gesunde" unverletzte Herzzellen mit roter und
verletztes Narbengewebe im Herz mit einer blassgelben Farbe. Die Herzen
wurden dann in neutralem gepufferten Formalin fixiert und transversal
geschnitten. Quantitative morphometrische Messungen und Statistiken
wurden wie in Experiment I durchgeführt.
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Die Infarktgröße (verletzte blassgelbe Bereiche
als Prozent der Gesamtfläche
des linken Ventrikels) betrug 32 ± 5% in der Kontrollgruppe
und war signifikant (P < 0,01)
höher ist
als die der Laser-bestrahlte Gruppe, die 8 ± 3% umfasste.
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Experiment
IV
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Herzinfarzierung wurde experimentell
in 24 Ratten induziert, wie in Experiment I beschrieben. Zwölf Ratten
wurde Laser-bestrahlt, wie in Experiment I, und 12 Ratten dienten
als Kontrolle. Sechs und 21 Tage nach dem experimentell induzierten
Infarkt wurden 6 Kontroll- und 6 Laser-bestrahlte Ratten getötet und
histologische Schnitte von den Herzen wie in Experiment I hergestellt.
Die Schnitte wurden mit Antikörper
gegen Desmin gefärbt,
um die Zellen aufzuspüren,
die neu gebildete myogene kontraktile Proteine synthetisieren. Wie
in der Technik bekannt ist, ist Desmin ein Protein, das als Marker
für embryonale
Muskelzellen dient. Desmin wird nur im Zytoplasma von Zellen gefunden,
die myogene kontraktile Proteine synthetisieren. Man hat gefunden, dass
viele Zellen in der Infarktzone in den Laser-bestrahlten Ratten
positiv auf Desmin gefärbt
waren, wohingegen in den nicht-bestrahlten
Ratten keine Färbung
auf Desmin gefunden wurde.
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Es ist aus Experiment IV ersichtlich,
dass die Laserbestrahlung verwendet werden kann, um die Bildung
von neuen regenerativen Herzzellen oder die Synthese von neuen kontraktilen
Proteinen in teilweise verletzten Zellen in dem infarzierten Bereich
zu induzieren. Diese Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist eine wichtige medizinische Entdeckung und
ist eine radikale Abkehr von der gängigen Technik, bei der nicht
bekannt ist, wie die Regeneration von Kardiomyozyten induziert wird.
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Experiment
V
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Es wurde das gleiche experimentelle
System wie in Experiment I (Induktion von MI in Ratten) verwendet.
Man unterzog 20 Ratten dem Verfahren zur Erzeugung von MI im Myokard
des linken Ventrikels. Zehn Ratten dienten als schein-operierte
Kontroll-Ratten, während
weitere 10 Ratten unmittelbar nach dem Eingriff mit konzentriertem
Licht, das von einer Xenon-Lampe produziert wurde, bestrahlt wurden.
Die Ausgangsintensität
der Lichtquelle war etwa 250 mw/cm2. Der
Lichtstrahl (mit einem Durchmesser von etwa 2 cm) wurde direkt auf
die exponierten und teilweise geschnittenen Intercostalbrustmuskeln
(um zu erlauben, dass das Licht besser in die Brusthöhle und
das Herz eindringt) oberhalb der Stelle des Herzens für 10 Minuten
gerichtet. Die Bestrahlung mit Licht wurde auch während des
zweiten und vierten Tages nach Infarzierung einmal am Tag wie oben wiederholt.
Am Tag 21 nach der Operation wurden die Herzen sowohl der Kontroll-
als auch der Licht-bestrahlten Ratten exponiert und für die Messung
der Infarktgröße wie in
Experiment I behandelt.
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Die Infarktgröße war 32 ± 6% bei den Kontrollratten
verglichen mit 22 ± 4%
bei den nicht-bestrahlten
Ratten. Es bestand eine dreißigprozentige signifikante
(P < 0,05) Verringerung
der Infarktgröße bei den
Licht-bestrahlten Ratten.
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Es ist aus Experiment V ersichtlich,
dass nicht nur kohärente
Laserbestrahlung, sondern auch konzentriertes Licht eine signifikante
Verringerung der Infarktgröße verursachen
kann.
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Experiment
VI
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Sarafotoxin, eine Komponente von
Schlangengift, die wie Endothelin wirkt, ist bekannt dafür, die Kontraktion
von glatten Muskeln zu induzieren und, wenn es in den Blutstrom
von Mäusen
mit einer bestimmten Dose injiziert wird, Ventrikelflimmern zu verursachen,
was schließlich
zum Tod des injizierten Lebewesens infolge Herzversagen ähnlich demjenigen,
das in Fällen
von Herzattacken beobachtet wird, führt.
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Drei Gruppen von je 10 Mäusen wurden
in einem Experiment zur Untersuchung der Wirkungen von biostimulatorischer
Strahlung in Verbindung mit Sarafotoxin-Intoxikation wie folgt verwendet:
Gruppe I, die als Kontrollgruppe diente, wurde eine Salinelösung durch
die Schwanzvene injiziert; Gruppen II und III wurde Sarafotoxin
in einer Dose verabreicht, die bei 50% der injizierten Population
innerhalb einer Stunde zum Tod führte.
Gruppe III wurde unmittelbar nach der Injektion von Sarafotoxin ähnlich wie
die Ratten von Experiment I bestrahlt und wieder zwei Tage danach.
Alle Mäuse
wurden 7 Tage nach der Injektion von Sarafotoxin getötet.
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Nach Untersuchung stellte man fest,
dass die Herzventrikel von Sarafotoxin injizierten Mäusen signifikant
dilatiert waren verglichen mit den Kontrollen. Die elektronenmikroskopische
Analyse zeigte eine Beschädigung
der Myokardzellen der dilatierten Ventrikel. Insbesondere zeigte
sie geschwollene Vakuolen, die Kardiomyozyten mit einem desorganisierten
kontraktilen Apparat und anderen Zellorganellen enthielten. Eine
ECG-Analyse zeigte mögliche
Schäden
am Leitungssystem in den Herzen von injizierten Mäusen.
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Der Dilatationsindex, definiert als
das Verhältnis
(in Prozent) der linken Ventrikelkavität zum Gesamtvolumen des linken
Ventrikels, von nicht-bestrahlten Sarafotoxin-injizierten Mäusen (Gruppe
II) betrug 22 ± 7%.
Bei den Laser-bestrahlten Mäusen (Gruppe
III) betrug der Dilatationsindex 12 ± 8%, signifikant (p < 0,05) weniger als
in nicht-bestrahlten Mäusen.
Darüberhinaus
zeigten die Kardiomyozyten der bestrahlten Mäuse einen organisierteren kontraktilen
Apparat und enthielten weniger Vakuolen.
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Aus den Ergebnissen von Experiment
VI wird gefolgert, dass die Laserbestrahlung, wie in dem Experiment
angewandt, die Kardiomyozyten und möglicherweise ebenso das Leitungssystem
vor den nachteiligen Wirkungen von Sarafotoxin schützt. Es
wird daher anerkannt werden, dass zusätzlich zu den therapeutischen
Wirkungen von ECB bei der Behandlung von ischämischen und infarziertem Herzgewebe,
wie durch die Experimente I bis V oben gezeigt, ECB auch beim Entgegenwirken
von kardiotoxischen Wirkungen wirksam ist.
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Experiment
VII
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Zwei Gruppen von jeweils 9 Ratten
wurden in einem Experiment verwendet zum Untersuchung der Wirkungen
von biostimulatorischer Bestrahlung unter Bedingungen einer Post-Infarkt-Reperfusion,
von denen man glaubt, dass sie an der Bildung von Superoxiden und
Post-Reperfusionsschäden
beteiligt sind. Die myokardiale Infarzierung wurde in allen 18 Ratten,
wie in Experiment I, induziert mit der Ausnahme, dass ein Ende des
für das
Okkludieren der linken Koronararterie (LAD) verwendeten Fadens zugänglich innerhalb
des Brustmuskels verblieb, um später
eine Aushebung der Okklusion zu ermöglichen. Die Gruppe I aus 9
Ratten wurde unmittelbar nach der Okklusion bestrahlt, ähnlich wie
die Ratten im Experiment I. Die Gruppe II diente als eine scheinoperierte
Kontrollgruppe und die Ratten dieser Gruppe wurden nicht nach der
Okklusion bestrahlt. 45 Minuten nach der Okklusion wurde das Nahtende
gezogen und die Okklusion des LAD wurde damit aufgehoben, was zu einer
Reperfusion des ischämischen
Gebietes führte. Alle
Ratten wurden nach 14 Tagen getötet
und ihre Herzen für
die Histologie wie in Experiment I beschrieben verarbeitet. Der
Dilatationsindex (wie oben in Experiment VI definiert) von Laser-bestrahlten
Ratten (Gruppe I) betrug 0,1 ± 0,06,
was signifikant (p < 0,05)
geringer ist als die der nicht-bestrahlten Ratten (Gruppe II) (0,18 ± 0,02).
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Das Experiment VII simuliert Situationen
der Post-Infarkt-Reperfusion (d. h. Reperfusion von ischämischen
Bereichen), die die Bildung von Superoxid und Post-Reperfusionsschäden umfassen,
wie sie beispielsweise nach Lösen
einer Verlegung innerhalb einer Koronararterie durch Ballonangioplastie oder
Medikamentenbehandlung auftreten können. Die Ergebnisse von Experiment
VII zeigen an, dass die biostimulatorische Laserbestrahlung, wie
in diesem Experiment angewandt, eine vorteilhafte Wirkung hinsichtlich
Post-Reperfusionsschäden
aufweist, wie durch die relative Verringerung des Dilatationsindex
der Ventrikelkavität
gezeigt.
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Experiment
VIII
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Es wurden 13 Ratten in einem Experiment verwendet
zur Untersuchung der Wirkung der Laserleistung bei biostimulatorischer
Strahlung ischämischer
Herzbereiche. Es wurde das gleiche experimentelle System wie in
Experiment I (Induktion von MI in Ratten) verwendet. Sechs Ratten,
scheinoperierte Ratten, dienten als Kontrolle, während weitere 7 Ratten unmittelbar
nach dem chirurgischen Eingriff mit Laserlicht ähnlicher Wellenlänge wie
in Experiment I mit einer Leistung von 220 mW bestrahlt wurden.
Die gemessene Restleistung nach Passage der Strahlung durch die
Brustmuskeln, entsprechend der Laserleistung, die das bestrahlte
Herzgewebe erreicht, betrug 28 bis 30 mW, sechs mal mehr als die in
Experiment I verwendete Leistung. Alle Ratten wurden nach 14 Tagen
getötet
und ihre Herzen auf Infarktgröße, wie
in Experiment I beschrieben, analysiert. Die Infarktgröße der Laser-bestrahlten Ratten betrug
37 ± 8%
und diejenige der Kontrollratten (scheinoperiert, nicht bestrahlt,
betrug 39 ± 6,5%, und
unterschieden sich damit nicht signifikant von den bestrahlten Herzen.
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Die Ergebnisse von Experiment VIII
zeigen die mögliche
Existenz von optimalen Laserleistungen hinsichtlich der biostimulatorischen
Wirkungen auf infarzierte Herzbereiche. Da eine sechsfache Erhöhung der
Leistung, im Gegensatz zu einer signifikanten Verringerung der in
früheren
Experimenten, bei denen geringere Leistungen verwendet wurden, beobachteten
Infarktgröße, praktisch
keine Wirkung auf die Infarktgröße hatte,
scheint es so zu sein, dass oberhalb eines bestimmten Maßes die
Wirksamkeit der Biostimulation mit zunehmender Leistung abfällt.
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GERÄT UND VERFAHREN
FÜR ECB
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Es wird nun Bezug genommen auf 2A, die ein Gerät 10 zur
Biostimulation durch elektromagnetische Strahlung eines Myokard-Gewebes
zeigt, das im Kontext der vorliegenden Anmeldung und Ansprüche als
ECB-Gerät
bezeichnet wird. Gerät 10 umfasst
bevorzugterweise eine Konsole 12, die ein Kontrollschaltsystem 16 umfasst,
das, unter anderem, die Dauer und die Leistung der Bestrahlung kontrolliert,
automatisch die Bestrahlung am Ende der Behandlung abschaltet, Betriebsinformationen,
die auf der Anzeige 18 dargestellt werden sollen, generiert
und Anpassung der Betriebsparameter während der Behandlung durch
eine Kontroll-Schnittstelle, z. B. eine Tastatur 20, erlaubt.
Das Gerät
umfasst weiter ein zwischengeschaltetes optisches System 22 für elektromagnetische
Strahlung, das mit einer Quelle 24 für elektromagnetische Strahlung,
wie beispielsweise einer Laserquelle, in Verbindung steht. Das optische
System 22 überträgt Strahlung
von der Quelle 24 in einen Infarkt 14 eines Myokard-Gewebes 15, wenn
es in geeigneter Weise angeordnet ist. Optional wird das optische
System 22 auf teilweise exponiertes Nicht-Myokard-Gewebe
auf der Brust oder dem Rücken
des Patienten angeordnet.
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Das Gerät 10 umfasst einen
Echo-Umwandler 26, der mit einer Echo-Abbildungsvorrichtung 28 in
Verbindung steht. Der Echo-Umwandler 26 wird verwendet,
um ein Ultraschallbild zu erzeugen, das Positionsinformationen betreffend
den Infarkt 14 bereitstellt. Eine Befestigungsvorrichtung 30 befestigt das
optische System 22 zusammen mit dem Echo-Umwandler 26 und
hält das
optische System und den Wandler im wesentlichen in einer festen räumlichen
Beziehung zueinander. Die Befestigungsvorrichtung 30 kann
beispielsweise irgendeine Art von Band, Klemme, Gehäuse oder
Klammer sein und kann aus irgendeinem geeigneten steifen Material hergestellt
sein, wie beispielsweise Metall oder Kunststoff. Der Echo-Umwandler 26 kann
verwendet werden, um die Position und Größe des Infarktes 14 zu überwachen,
während
gleichzeitig der Infarkt 14 mittels des optischen Systems 22 bestrahlt
wird.
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Die Quelle 24 umfasst bevorzugterweise eine
Laser-Einheit, die durch eine geeignete Stromversorgung mit Strom
versorgt wird. Die Laser-Einheit umfasst bevorzugterweise eine Vielzahl
von Diodenlasern, gepulst oder kontinuierlich, mit einer bevorzugten
Wellenlänge
im Bereich von 630 bis 940 nm und eine modulierte Gesamtleistungsabgabe
von 5 mW bis 5 W. Alternativ kann die Quelle 24 eine nicht-kohärente Quelle,
wie beispielsweise eine Breitband-Xenon-Lampe oder eine UV-Lampe
umfassen.
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Die Diodenlaser sind bevorzugterweise
0,5 bis 1 cm voneinander räumlich
getrennt auf einer Basis montiert. Die Basis weist bevorzugterweise
eine bogenförmige
Form auf und kann aus einem hinreichend festen Material hergestellt
sein, beispielsweise verschiedenen Kunststoffmaterialien oder Stahl.
Typischerweise weist die Basis eine Länge von 5 bis 50 cm und eine
Breite von 20 cm auf, wobei 60 bis 100 Diodenlaser darauf befestigt
sind. Die Laser-Einheit wird
bevorzugterweise mit Mitteln versehen, die die externe Kontrolle
ihrer Betriebsparameter erlaubt.
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Ein weiteres Beispiel für die Strahlenquelle 24 ist
eine Laser-Einheit, die ein Vielzahl von bevorzugterweise tragbaren,
vielseitig verwendbaren (kontinuierlichen oder gepulsten) Diodenlasern
oder irgendeine andere Laserquelle (z. B. He-Ne) bei modulierten
Wellenlängen,
639 bis 940 nm, umfasst, mit einer modulierten Leistungsabgabe von
40 mW bis 5 W, und einem modulierten Strahldurchmesser.
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Die Quelle 24 oder das optische
System 22 können
weiter mit einer automatisierten Abtastvorrichtung versehen sein,
z. B. einem automatisch gesteuerten Hebelarm. Der Hebelarm ist bevorzugterweise
auf einen einstellbaren elektrischen Teleskopträger montiert, der „jede Richtung"-Räder aufweist. Eine
Abtastvorrichtung dieser Art ist unten in 2B bezüglich einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gezeigt.
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2B veranschaulicht
die Vorrichtung 32 für
eine partielle invasive ECB in Übereinstimmung mit
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Das Gerät 32 umfasst bevorzugterweise,
zusätzlich
zu den unter Bezug auf Gerät 10 von 2A oben beschriebenen Einheiten, einen
Faseroptik-Wellenleiter 34, der mit der elektromagnetischen
Strahlenquelle 24 verbunden ist. Es umfasst weiter eine
Servoeinheit 42, einschließlich eines beweglichen Armes 44 und
einer starren Hülse 46,
die den Wellenleiter 34 vor mechanischer Beschädigung schützt. Der
Wellenleiter 34 umfasst, bevorzugterweise an seinem distalen
Ende 36, einen Filter 38 zum Abschwächen der
Strahlungsleistung und eine Linse 40. Während der teilweise invasiven ECB
wird das distale Ende 36 des Wellenleiters 34 in den
Körper
eines Patienten durch einen Einschnitt in der Brust eingeführt. Ein
intervenierender Kardiologe oder Chirurg bewegt den Wellenleiter
mittels des Bewegungsarmes 44, bis er die innere Pleuralmembran erreicht.
Die Linse 40 ist in großer Nähe zur Pleuralmembran angeordnet
und die biostimulatorische Strahlung zielt auf ischämische Regionen
des Myokards durch die Pleuralmembran, die als eine optische Strahlenstreumembran
wirkt und den emittierten Strahlungsstrahl von der Linse 40 über ein
weites Zielgebiet zerstreut.
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3A ist
eine schematische bildliche Darstellung, die das Gerät 48 für die invasive
intrakardiale ECB-Behandlung in Übereinstimmung
mit einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt. Das Gerät 48 umfasst
bevorzugterweise zusätzlich
zu den unter Bezugnahme auf Gerät 10 von 2A oben beschriebenen Einheiten
einen Katheter 50 zum Einführen in eine Herzkammer (im
Detail in 3B unten gezeigt
und unter Bezugnahme darauf beschrieben) der mit der elektromagnetischen
Strahlenquelle 24 und dem Kontrollschaltsystem 16 verbunden
ist.
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3B ist
eine schematische Detailansicht eines distalen Abschnittes 51 des
Katheters 50. Der Katheter 50 umfasst einen Wellenleiter 52,
der proximal mit der elektromagnetischen Strahlenquelle 24 und
distal mit der Linse 54 verbunden ist. Er umfasst weiter
einen Positionsmessfühler 56,
der bevorzugterweise eine magnetische Spule 58 umfasst,
die mittels der Drähte 60 mit
dem Schaltsystem 16 verbunden ist, um die Position des
distalen Abschnittes 51 bezüglich eines extern angelegten
Magnetfeldes zu bestimmen, wie in der oben erwähnten PCT-Veröffentlichung
WO 96/05768 beschrieben. Der Katheter wird gesteuert und angeordnet
unter Verwendung des Positionsmessfühlers, bevorzugterweise gemäß einem
Gitter von Punkten auf einer geometrischen Karte des Herzmuskels,
die ischämische
Zonen anzeigt, die bestrahlt werden sollen. Bevorzugterweise wird
das Gitter auf der Grundlage einer Lebensfähigkeitskarte des Herzens bestimmt,
die zuvor angelegt wird unter Verwendung eines der unten beschriebenen
Verfahren und Input für
das Kontrollschaltsystem 16 ist. Alternativ erfolgt die
Generierung der Lebensfähigkeitskarte
während
und zusammen mit der ECB-Bestrahlung.
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Optional umfasst der Katheter einen
radiometrischen Messfühler 57,
der gegen das Myokard an einer zu bestrahlenden Stelle platziert
ist. Der radiometrische Messfühler
misst die tatsächliche Strahlungsleistung,
das die Myokardoberfläche
trifft und die der Stelle während
einer ECB-Sitzung insgesamt verabreichte Gesamtenergie. Die Leistungs- und
Energiedaten können
verwendet werden, um die Leistung der Quelle 24 zu modulieren,
oder um die geeignete Stelle und Orientierung des Katheters während der
Bestrahlung sicherzustellen, ebenso wie einen ordnungsgemäßen Betrieb
der elektromagnetischen Strahlenquelle während der ECB-Sitzung.
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3C ist
eine schematische detaillierte Ansicht des distalen Abschnittes 51 eines
Katheters 62, der zusammen mit dem Gerät 48 (in 3A oben gezeigt) verwendet
wird in Übereinstimmung
mit einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Bei dieser Ausführungsform wird
das ECB-Verfahren in Kombination und gleichzeitig mit einem Verfahren
zur Kartierung der Lebensfähigkeit
durchgeführt.
Entsprechend umfasst Katheter 62 wenigstens einen physiologischen
Messfühler 64,
der physiologische Signale vom Herzen in Reaktion auf lokale Gewebelebensfähigkeit
aufnimmt. Eine derartige Lebensfähigkeitskarte
ist bei der Identifizierung von ischämischen aber noch lebensfähigen Bereichen
des Herzgewebes nützlich,
auf die die ECB-Therapie in nützlichster
Weise angewandt werden kann im Gegensatz zu infarzierten und nicht-lebensfähigen Bereichen
oder zu gut perfundierten und gesunden Bereichen, für die ECB
nicht nützlich
wäre. Zu
diesem Zweck umfasst der Messfühler 64 bevorzugterweise
eine elektrophysiologische Elektrode, die Elektrogrammsignale aufnimmt,
oder einen mechano-physiologischen
Detektor, der mechanische Signal aufnimmt, wie, beispielsweise,
in dem oben erwähnte
US-Patent 5,738,096 und US-Patent 5,568,809 beschrieben.
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Die ECB-Strahlenquelle 24 wird
in Reaktion auf lokale Lebensfähigkeitsdaten
betrieben, die durch den Messfühler 64 erzeugt
werden. Optional werden die Lebensfähigkeitsdaten zusammen mit den
Ortskoordinaten, die durch den Positions-Messfühler 56 generiert
sind, verwendet, um eine Lebensfähigkeitskare
des Myokard-Gewebes zu erzeugen, zusammen mit und während der
ECB-Bestrahlung. Bevorzugterweise wird ein Gitter von Punkten ausgewählt und
auf der Karte markiert, die ischämische
Zonen abdecken, die bestrahlt werden sollen, und die Punkte in den
Zonen angeben, an denen der Katheter 62 zu diesem Zweck
positioniert werden soll. Während
die Bestrahlung der designierten Zonen erfolgt, wird die Karte aktualisiert,
um die bestrahlten Stelle zu identifizieren. Optional kann das Verfahren zum
Nachweis der Lebensfähigkeit
nach der Bestrahlung erneut durchgeführt werden, um die Wirksamkeit
der Behandlung zu bestimmen.
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Obwohl die obige Ausführungsform
unter Bezug auf elektro- oder mechano-physiologische Detektoren
beschrieben ist, können
andere physiologische Detektoren ebenso verwendet werden, um Gewebelebensfähigkeitsdaten
bereitzustellen, beispielsweise Perfusionsdetektoren, die lokale
Mikrozirkulationsblutflussdaten messen, oder optische Detektoren,
die Fluoreszenzemission aufnehmen, die mit lokaler Durchblutung
in Beziehung stehen.
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4A ist
eine schematische Darstellung, die das Gerät 66 für die kombinierte
LMR (Lasermyokardrevaskularisierung-) und ECB-Therapie in Übereinstimmung
mit einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt. Das Gerät 66 umfasst
eine Konsole 68, einschließlich des LMR-Kontrollschaltsystems 70 und
ECB-Kontrollschaltsystem 16,
eine LMR-Laserquelle 46, elektromagnetische ECB-Bestrahlungsquelle 24 und
einen Katheter 72 zum Einführen in eine Herzkammer (im
Detail in 4B unten und
mit Bezug darauf beschrieben). Der Katheter 72 umfasst
einen Wellenleiter 74, der mit der Laserquelle 46 und
einem weiteren Wellenleiter 52 verbunden ist, der mit der
elektromagnetischen Strahlenquelle 24 verbunden ist. Bevorzugerweise
umfasst der Katheter auch einen Positionsmessfühler 56, wie oben
beschrieben.
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4B ist
eine schematische Darstellung, die Details des distalen Abschnittes 51 vom
Katheter 72, der in 4A gezeigt
ist, zeigt. Der Katheter wird zu einem ischämischen Bereich geführt, der
behandelt werden soll, und wie unten beschrieben angeordnet. Der
Wellenleiter 52, der mit der elektromagnetischen Strahlenquelle 24 verbunden
ist, überträgt die elektromagnetische
ECB-Strahlung durch die Linse 54 auf den ischämischen
Bereich. Optional überträgt ein einzelner
Wellenleiter, der mit der LMR-Laserquelle 46 und der elektromagnetischen
Strahlenquelle 24 verbunden ist, beide Strahlen zugleich
oder nacheinander, von der entsprechenden Quelle durch eine einzelne
zusammengesetzte Linse zu dem Myokard-Gewebe. Da die LMR-Quelle 24 bevorzugterweise
eine Quelle für
sichtbare Strahlung umfasst, kann die Linse 76 in geeigneter
Weise konstruiert werden, um den LMR-Strahl zu konzentrieren und den ECB-Strahl
zu verteilen, z. B. unter Verwendung von Brechungsoptiken, die in
der Technik bekannt sind.
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Der Katheter 72 wird durch
ein Blutgefäß, wie beispielsweise
die Aorta, in eine Kammer des Herzens geführt und zu einem ischämischen
Bereich mittels des Positions-Messfühlers 56 geführt. An
einem jeden Gitter von Punkten in dem ischämischen Bereich, die auf einer
Karte des Herzens bezeichnet sind, wie oben angegeben und in der
oben angegebenen PCT/IL97/00011-Patentanmeldung, werden sowohl die
LMR-Laserquelle 46 als auch die biostimulatorische Bestrahlungsquelle 24 aktiviert.
Der Punkt, der bestrahlt worden ist, wird dann auf dem Gitter markiert.
Die LMR-Strahlung erzeugt einen Revaskularisierungkanal an einem
jeden Punkt. Man glaubt, dass die ECB-Bestrahlung des erzeugten
Kanals und der umgebenden ischämischen
Region den Heilungsprozess verstärkt
und in synergistischer Weise die ischämische oder infarzierte Zone
beeinflusst. Alternativ wird die ECB-Bestrahlung nach Vervollständigung
aller LMR-Kanäle
durchgeführt,
bevorzugterweise nach der gleichen Karte. Optional kann das kombinierte
ECB/LMR-Verfahren in Verbindung mit der Verabreichung von FDP oder
nicht-toxischen seleno-organischen Radikalfängern, wie oben beschrieben,
durchgeführt
werden.
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Typischerweise könne ischämische Zonen bis zu 10 cm2 Myokard umfassen, wohingegen der typische
Querschnitt von Kathetern 50, 62 und 72 mehrere
mm2 trägt.
Darüber
hinaus ist der Extinktionskoeffizient für elektromagnetische Strahlung
von biostimulatorischen Wellenlängen
in Blut und Muskelgewebe so hoch, dass die Strahlung nicht mehr
als einige wenige Millimeter durch das Blut oder Gewebe hindurchdringt.
Die steile Abnahme der Leistung macht eine große Nähe oder, bevorzugterweise,
physikalischen Kontakt zwischen der lichtemittierenden Fläche des
Katheters und dem ischämischen
Gewebe notwendig. Entsprechend umfasst die Linse 54 bevorzugterweise
eine Weitwinkellinse, z. B. eine Fischaugenlinse, wie sie in der
Technik bekannt ist, um den Bestrahlungsstrahl über eine kurze Brennweite aufzuweiten
und somit die Anzahl von verschiedenen Punkten, an denen der Katheter
erneut positioniert werden muss, um eine bestimmte Fläche im Herz
vollständig
zu bestrahlen, zu verringern. In anderen, unten beschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen
umfassen ECB-Katheter speziell konstruierte optische Systeme für den Strahlenaustritt, um
die bestrahlte Fläche
noch weiter zu vergrößern.
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5A veranschaulicht
schematisch einen Katheter 84 für die ECB-Therapie gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Katheter 84 umfasst einen
flexiblen distalen Abschnitt 82, der sich einer inneren Oberfläche der
Herzwand anpasst, wenn er dagegen gepresst wird, wie in der oben
erwähnten
US-Prioritätspatentanmeldung
60/034,704 beschrieben. Eine Vielzahl von Druckmessfühlern 80 und
wenigstens zwei Positionsmessfühler 56 sind
entlang dem flexiblen Abschnitt 82 räumlich voneinander getrennt
angeordnet und vermittels Drähten 60 mit
dem Schaltsystem 16 verbunden. Die Messfühler 56 und 80 werden
verwendet, um die Position und, bevorzugterweise, die Orientierung
von Abschnitt 82 gegenüber
der Herzwand festzustellen.
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Wenn die Ausgabesignale aller Messfühler 80 bei
in etwa gleichen entsprechenden positiven Drücken sind, kann angenommen
werden, dass sich der flexible Abschnitt 82 an die Form
der inneren Herzwand angepasst hat (wie in 5B gezeigt und unter Bezug darauf beschrieben
ist). Man wird verstehen, dass es eine größere oder kleiner Anzahl von Druckmessfühlern gibt
und dass andere Messfühler verwendet
werden können,
um festzustellen, dass sich Abschnitt 82 an die Herzwand
anpasst, wie im Detail in der Anmeldung 60/034,704 beschrieben.
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Der Katheter 84 umfasst
weiterhin ein in der Längsrichtung
angeordnetes Strahlen-emittierendes Element 79,
das bevorzugterweise in einen Ausschnittsabschnitt 78 entlang
dem distalen Ende des flexiblen Abschnittes 82 passt. Das
Strahlen-emittierende Element 79 ist gekoppelt, um elektromagnetische
Strahlung vermittels des Wellenleiters 52 von der elektromagnetischen
Strahlenquelle 24 zu erhalten (gezeigt zum Beispiel in 2B), um Herzgewebe benachbart
dem Element zu bestrahlen. Element 79 kann beispielsweise
eine zylindrische Linse umfassen mit einer gebogenen äußeren Oberfläche, die einen
Strahl aus elektromagnetischer Strahlung bevorzugterweise in einer äußeren, radialen
Richtung relativ zum Katheter 84 emittiert, wohingegen
die innere Oberfläche
der Linse reflektierend beschichtet ist. Alternativ kann das Element 79 einen
Abschnitt eines optischen Lichtleiters oder eines anderen geeigneten
optischen Elementes, wie in der Technik bekannt, umfassen. Am bevorzugtesten
ist der Ausschnittsabschnitt 78 2 bis 3 cm lang und 0,2
bis 0,3 cm breit und bildet eine Strahlen-emittierende Fläche von
etwa 0,5 cm2. Es wird somit anerkannt werden, dass
der Querschnitt des emittierten Strahles im Wesentlichen größer ist
als der Querschnitt des Wellenleiters 52, so dass für eine jede
Position des Katheters 84 gegen die Herzwand eine wesentliche
Fläche des
Herzgewebes bestrahlt wird.
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5B ist
eine schematische Darstellung, die den Katheter 84 in einen
Ventrikel 75 von Herz 71 eingeführt zeigt.
Der flexible Abschnitt 82 von Katheter 84 ist
gegen eine innere Herzwand 73 gepresst und passt sich der
Form davon an, so dass die Ausgabesignale aller Messfühler 80 in
etwa gleiche entsprechende positive Drücke haben. Das optische System 79 ist
auf die zu bestrahlende Fläche
gerichtet und in physikalischem Kontakt damit, so dass die Abschwächung des
emittierten Strahlungsstrahls infolge unabsichtlicher Absorption
durch das Blut in Ventrikel 75 auf ein Minimum beschränkt ist.
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Der Katheter 84 wird bevorzugterweise
unter Verwendung der Positionsmessfühler 56 geführt und angeordnet
und dem Gitter auf der geometrischen Karte des Herzens folgend,
wie im Detail unter Bezugnahme auf 3B oben
beschrieben. Bevorzugterweise ist der Katheter so angeordnet und
ausgerichtet, dass die Koordinaten von einem jeden Positions-Messfühler 50,
der auf dem flexiblen Abschnitt 82 angeordnet ist, zu einem
entsprechenden Gitterpunkt auf der Karte korrespondiert. In einer
derartigen Position wird das Strahlen-emittierende Element 78 einen „Streifen" von bekannter Position
und bekannten Dimensionen in der Herzwand bestrahlen. Der Katheter
wird bevorzugterweise sukzessive erneut positioniert, um eine Reihe
von parallelen Streifen zu bestrahlen, entsprechend dem Gitter,
und dadurch eine bezeichnete Region der Herzwand 73 abdecken.
Sofern erwünscht
kann dann der Katheter 83 entlang dem Gitter in in etwa
rechten Winkeln zu dieser Serie von Streifen anders ausgerichtet
werden, um eine zweite Serie von Streifen senkrecht dazu zu bestrahlen.
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6 ist
eine schematische Darstellung, die einen distalen Abschnitt 90 eines
Katheters 86 mit einer schräg gestellten Spitze zeigt in Übereinstimmung
mit einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Der Katheter 86 umfasst eine im allgemeinen
elliptische Strahlen-emittierende Fläche 88, die hinsichtlich
der Längsachse
des Katheters winklig ist und mit dem Wellenleiter 52 vermittels
eines Strahlaufweiters 89 verbunden ist, der die schmale
distale Spitze des Wellenleiters 52 mit der breiteren Strahlen-emittierenden
Fläche 88 verbindet.
Bevorzugterweise umfasst die elliptische Strahlen-emittierende Fläche 88 eine
konvexe Oberfläche,
um die Strahlen-emittierende Fläche
weiter zu vergrößern. Der
Katheter 86 umfasst bevorzugterweise positionsaufnehmende und
andere funktionelle Elemente, die oben beschrieben wurden (in 6 aus Gründen der Einfachheit nicht
gezeigt). Er weist den Vorteil von Katheter 84 auf, der
in den 5A und 5B gezeigt ist, dass eine
größere Fläche der
Herzwand für
einen jeden Punkt an welcher Position bestrahlt wird.
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Es wird nun Bezug genommen auf die 7A und 7B, die schematische Darstellungen sind,
die einen Katheter 99 mit einer aufweitenden optischen
Spitze 92 in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigen. Die Spitze 92 ist in
einer schmalen Form, in 7A gezeigt,
während
des Einführens
in das Herz enthalten und weitet sich auf, um die Spitzenfläche innerhalb
des Herzens beträchtlich
zu vergrößern, wie
in 7B gezeigt. Die Spitze 92 umfasst
ein expandierbares faseroptisches Bündel 98, das mit dem
Wellenleiter 52 gekoppelt ist und innerhalb einer beweglichen,
elastischen inneren Büchse 94 enthalten
ist. Nachdem der Katheter 99 in das Herz eingeführt ist
wird die Büchse 94 nach
vorne aus einer äußeren Büchse 96 geschoben,
um dem Bündel 98 zu
erlauben, sich in seine expandierte Form zu öffnen, wie in 7B gezeigt, um eine vergrößerte Fläche der Herzwand
zu bestrahlen. Vor der Extraktion des Katheters aus dem Herzen wird
der Vorgang umgekehrt und die Büchse 94 zurück in Büchse 96 geschoben,
so dass die Spitze 92 ihre ursprünglichen komprimierten Dimensionen
wiedergewinnt.
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Die 8A, 8B und 8C sind schematische Darstellungen eines
Katheters 102 mit einem anderen Typ von aufweitender optischer
Spitze 92 gemäß einer
alternativen bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Katheter 102 ist in seiner
komprimierten Form in 8A und
in seiner expandierten Form in 8B gezeigt. 8C ist eine schematische
Querschnittsdarstellung der Spitze 92 in der Konfiguration
von 8B, aufgenommen
entlang der Linie VIIIC-VIIIC.
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Die Spitze 92 von Katheter 102 umfasst
einen faltbaren Reflektor 106, der eine Vielzahl von reflektierenden
Elementen 104 aufweist, die eine Strahlenpunktquelle 108 umgeben,
die bevorzugterweise am distalen Ende des Wellenleiters 52 gebildet ist.
Der Reflektor 106 wird bevorzugterweise von einem geeigneten
mechanischen Träger 114 getragen. Nach
Einführen
des Katheters in die Kammer des Herzens, während dieser in komprimierter
Form vorliegt, wird die innere Büchse 94 zusammen
mit der Spitze 92 und dem Positionssensor 56 aus
der äußeren Büchse 96 geschoben,
so dass der Reflektor 106 sich in seine expandierte Form öffnet, wie
in 8B gezeigt. Die Spitze 92 wird
in ihre anfängliche,
komprimierte Form vor dem Zurückziehen
aus dem Körper
zurückgeführt, wie
oben unter Bezug auf 7A und 7B beschrieben.
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Die 9A und 9B sind schematische Darstellungen
eines Katheters 110 mit einer aufweitenden optischen Spitze 92 in Übereinstimmung
mit einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Der Katheter 110 wird mechanisch zwischen seiner
offenen Konfiguration, in 9A gezeigt,
und seiner geschlossenen Konfiguration, gezeigt in 9B, durch Betätigen der inneren Büchse 94 hin
und her geschaltet, im wesentlichen wie oben unter Bezug auf 7A und 7B beschrieben. Die Spitze 92 des
Katheters 110 umfasst eine strahlenstreuende optische Membran 112,
die z. B. flexibles, durchscheinendes Kunststoffmaterial umfasst.
Die Membran 112 wird bevorzugterweise von einem geeigneten
Expansionsmechanismus 114 getragen. Die optische Membran
in ihrer expandierten Form wird mit der inneren Herzwand in Kontakt gebracht
und überträgt die von
der distalen Spitze des Wellenleiters 52 emittierte Strahlung
auf das Herzgewebe über
im wesentlichen den gesamten Bereich der Membran. Die Streuung innerhalb
der optischen Membran führt
dazu, dass sich der von dem Wellenleiter emittierte Strahlungsstrahl über eine
weite Fläche
der Herzwand verstreut.
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In der Technik bekannte Katheter
zum Übertragen
von therapeutischer Strahlung auf Gewebe innerhalb eines Körpers, wie
beispielsweise Katheter für
LMR, sind im allgemeinen so konstruiert, dass sie die Strahlung
auf ein Ziel am distalen Ende des Katheters konzentrieren. Die oben
in 3 bis 9 gezeigten und unter Bezug darauf beschriebenen
Katheter unterscheiden sich von derartigen strahlungsübertragenden
Kathetern darin, dass sie die Strahlung über eine vergrößerte Zielfläche verteilen
sollen, bevorzugterweise eine Fläche,
die größer ist
als der Querschnitt des Katheters selbst, während noch ein wirksamer Energietransfer
vom Katheter auf das Gewebe gewährleistet
wird. Während
die hierin beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen bestimmte optische
und mechanische Konstruktionen veranschaulichen, die beim Erreichen
derartiger Ziele nützlich
sind, werden es die Fachleute auf dem Gebiet zu schätzen wissen,
dass andere Konstruktionen für
diese Zwecke in ähnlicher
Weise verwendet werden können
gemäß den Prinzipien
der vorliegenden Erfindung.
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10 ist
eine schematische Darstellung, die das Gerät 116 für die kombinierte
invasive und partiell invasive biostimulatorische Bestrahlung eines Abschnittes
des Herzens zeigt in Übereinstimmung mit
einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Das Gerät 116 umfasst eine
Konsole 112, ähnlich
der Konsole 12, wie oben unter Bezug auf das Gerät 48 (3A) beschrieben, wobei sowohl
der Katheter 50 als auch der Wellenleiter 34 (in 2B gezeigt) daran gekoppelt
sind. Das distale Ende 36 des Wellenleiters 34 ist
in den Körper eines
Patienten 118 eingeführt,
wie beschrieben unter Bezug auf 2B oben,
und bestrahlt das Herz 120 des Patienten epikardial. Das
distale Ende 51 von Katheter 50 wird gleichzeitig
in eine Herzkammer 120 eingeführt, um das Endocard zu bestrahlen.
Die ECB-Bestrahlung deckt somit eine vergrößerte Fläche des ischämischen
Herzgewebes von sowohl innerhalb als auch außerhalb des Herzens ab, so
dass das therapeutische Maß an
Bestrahlung einen vergleichsweise größeren Teil der Dicke der Herzwand erreicht
als in anderen bevorzugten, oben beschriebenen Ausführungsformen.
Es wird anerkannt werden, dass die bevorzugten, oben beschriebenen Ausführungsformen
zu Zwecken der Veranschaulichung angeführt sind und der volle Schutzumfang
der Erfindung lediglich durch die Ansprüche beschränkt ist.