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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Verschluß-/Klemmsystem
zur Verwendung mit Platten einer Formungsmaschine, speziell einer Spritzgießmaschine.
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Der Stand der Technik kennt viele
Spritzgießmaschinen,
die Spannstangen-Klemmeinheiten zum Positionieren einer Platte für die Aufbringung
von Verschlußkräften aufweisen.
Steuersysteme unter Verwendung von Hydraulikfluid, Druckluft und
elektrischen Motoren in Kombination mit zahlreichen Schaltern und
typischerweise einer Kontrolleinrichtung werden verwendet, um sowohl
das Positionieren der Platten als auch die Aufbringung und das Aufheben der
Verschlußkraft
zum Verschließen
der Form und zum Aufbrechen der Form zu steuern.
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Das japanische Patent 61261-017 offenbart einen
Klemmechanismus für
Spritzgießmaschinen. Der
Zweck des Steuersystems besteht darin, eine parallele Trennlinie
zwischen den Formen aufrechtzuerhalten, indem der Abstand ermittelt
wird, der von jedem Klemmzylinder jeder Spannstange zurückgelegt
wird, um die Abstände
im wesentlichen gleich zu halten. Dementsprechend kann ein Parallelismus
der Trennlinie zwischen den Formen aufrechterhalten werden, wenn
der Spritzdruck des geschmolzenen Harzes innerhalb der Form ungleichmäßig ist.
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Das US-Patent 4,832,884 an Speck
et al. offenbart ein Verfahren zum Messen und Steuern der Schließkraft einer
Kunststoffspritzgießmaschine. Dementsprechend
wird für
eine Spritzgießmaschine eine
Klemmkraft für
eine vorbestimmte Anzahl von Betriebszyklen gemessen. Ein Mittelwert
wird aus den Messungen berechnet, und falls der Mittelwert innerhalb
einer vorbestimmten Toleranz ist, findet keine Steuerintervention
statt. Wenn aber der Mittelwert außerhalb der Toleranz, aber
innerhalb einer begrenzten Zone liegt, die durch Alarmeinheiten
bestimmt wird, findet eine Steuerintervention durch schrittweise Änderung
der installierten Höhe
der Form statt, bis der tatsächliche
Wert, der für
die Schließkraft
nach jedem Be triebszyklus gemessen wird, innerhalb der gegebenen
Toleranz liegt. Bei diesem Verfahren und System dient ein Kippgelenksystem
dazu, die Schließkraft
auf den ersten und zweiten Formteil zu erzeugen. In diesem Fall
wird die Kraft gemessen, und wenn die Kraft innerhalb einer Toleranzzone
liegt, wird der Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Formteil
auf weniger als oder keine Erhöhung
relativ zur alten Kraft geändert.
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Das US-Patent 4,966,738 an Inaba
et al. offenbart ein Verfahren für
eine Formschließkrafteinstellung.
Dementsprechend wird bei diesem Verfahren eine Formberührungsposition
ermittelt, bei welcher die Formhälften
einer Form einander berühren. Die
Formtemperatur wird mittels eines Thermoelementes gemessen, das
an den Formhälften
befestigt ist. Die Formdicke wird auf Grund der Position erhalten,
in welcher die bewegbare Platte und eine stationäre Platte der Spritzgießmaschine
einander berühren.
Nachdem der Formungsvorgang gestartet ist, wird die Formtemperatur
ermittelt, und die Änderungsgröße der Formdicke
während
einer Periode zwischen einem vorhergehenden Zyklus und dem gegenwärtigen Zyklus
wird auf Grund der Änderung der
Formtemperatur, der Formdicke und des Wärmeexpansions-Koeffizienten
der Form berechnet. Eine Formberührungsposition
für den
gegenwärtigen
Zyklus wird basierend auf dem errechneten Wert erhalten. Wenn dementsprechend
die Form in dem gegenwärtigen
Zyklus verschlossen wird, wird die bewegbare Platte aus der Formberührungsposition
gegen die stationäre
Platte bewegt, u. zw., um eine vorbestimmte Formschließkraft zu
erzeugen. Bei diesem Verfahren sind die Messungen und Einstellungen hauptsächlich auf
die Formposition und nicht auf die Position der Schließeinheiten
gerichtet. Eine Schließeinheit
ist eine eigenständige
Einrichtung, die dazu dient, die bewegbare Platte gegen die stationäre Platte
zu drücken.
Das heißt,
es werden keine Spannstangeneinheiten innerhalb irgendeiner der Platten
zur Erzeugung der Formschließkraft
verwendet.
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Das US-Patent 5,147,661 an Kurumaji
et al. offenbart eine Formausrichtvorrichtung für eine Druckformungsmaschine.
Die Formausrichtvorrichtung umfaßt eine Vielzahl von Formpositions-Einstellzylindern,
die auf einem Bett angeordnet sind, wobei Positionsdetektoren den
Formpositions-Einstellzylinderbetätigern zugeordnet sind, um
deren Hub festzustellen. Die Hydraulikwelle zum Antrieb der Formpositions-Einstellzylinderbetätiger und
die Steuereinheit zur Steuerung der Hübe der Kolbenstangen der Betätiger unter
Bezug auf Nullpunkte der Kolbenstangen der Betätiger werden vorher festgelegt.
Die Nullpunkte werden durch Anordnen der oberen Form in enger Berührung mit
der unteren Form durch Ausfahren der Kolbenstangen der Betätiger bestimmt,
so daß die
Kolbenstangen gegen die untere Fläche eines Gleitblockes gedrückt werden.
Die Hübe
der Kolbenstangen werden während
eines Kompressions-Formungsvorganges gesteuert, derart, daß die obere
Form präzise
parallel zur unteren Form gehalten wird. Diese Vorrichtung ist für die Druckformung bestimmt.
Die Zylinderbetätiger
sind nicht innerhalb einer bewegbaren Formungsplatte angeordnet,
und die Betätiger
werden nicht an Spannstangen geklemmt. Der Hauptzweck der Maschine
besteht darin, einen Parallelismus zwischen der oberen und unteren
Form durch Betätiger
aufrechtzuerhalten, die einen direkten Druck auf die obere Formstützfläche ausüben, um
diese parallel zur unteren Form zu halten.
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Das US-Patent 5,338,171 an Hayakawa
et al. offenbart eine Matrizenklemmvorrichtung mit einer Ausrichtvorrichtung.
Die Vorrichtung umfaßt
eine stationäre
Matrizenplatte zum Halten einer stationären Matrize, eine bewegbare
Matrizenplatte zum Halten einer bewegbaren Matrize, einen Hydraulikyzlinder zum
Bewegen der bewegbaren Matrizenplatte vorwärts und rückwärts bezüglich der stationären Matrizenplatte
und eine Spannstange zum Klemmen durch eine Befestigungsvorrichtung,
die in der bewegbaren Matrizenplatte angeordnet ist. Eine oder mehrere
Ausrichtvorrichtungen sind vorgesehen, um die bewegbare Matrize
und die stationäre
Matrize derart zu verbinden, daß eine
erste Ausrichtung vorgenommen werden kann. Die Formungsvorrichtung kann
mit einem Führungszapfen
für ein
zweites Ausrichten der bewegbaren Matrize bezüglich der stationären Matrize
ausgestattet sein, wenn die stationäre Matrize und die bewegbare
Matrize in vorbestimmten Positionen angeordnet worden sind. Vier
Matrizenklemmzylinder sind in den Ecken der stationären Matrizenplatte
vorgesehen, um eine Klemmkraft auf die stationäre und bewegbare Matrize auszuüben, nachdem
die Befestigungsvorrichtung an der Spannstange befestigt worden
ist. Für
diese Vorrichtung, die Spannstangenbefestigungs- und Klemmeinheiten, die
auf den Spannstangen vorgesehen sind, eine in der Nähe der bewegbaren
Platte und eine in der Nähe
der stationären
Platte, sind separate Vorrichtungen vorgesehen, die zur Komplexität der Maschine
beitragen.
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Das US-Patent 5,370,518 an Sasaki
et al. offenbart eine Vorrichtung zur Spritz- und Druckformung.
Die Vorrichtung umfaßt
eine Einspritzvorrichtung und eine Druckformungsvorrichtung, wobei
die Druckformungsvorrichtung eine stationäre Matrizenplatte zum Halten
einer stationären
Matrize, eine bewegbare Matrizenplatte zum Halten einer bewegbaren
Matrize, Mittel zum raschen Ausfahren und Zurückziehen der bewegbaren Platte
relativ zur stationären
Matrizenplatte und Mittel zum Verriegeln der bewegbaren Platte an
den Spannstangen in einer Position aufweist, in welcher sich die
bewegbare Matrizenplatte der stationären Matrizenplatte nähert. Mittel
zum Befestigen der Matrizen, nachdem die bewegbare Matrizenplatte
an den Spannstangen verriegelt ist, sind ebenfalls vorgesehen. Eine
Ein spritzvorrichtung zum Zuführen
eines geschmolzenen Kunststoffmaterials in einen Formhohlraum zwischen
der stationären
Matrize und der bewegbaren Matrize löst die Zufuhr des Kunststoffmaterials
in den Formhohlraum aus, wenn die stationäre Matrize und die bewegbare
Matrize voneinander um einen vorbestimmten Abstand entfernt sind.
Das Kunststoffmaterial wird komprimiert und gezogen, während sich
die bewegbare Matrize gegen die stationäre Matrize bewegt, nachdem
eine vorbestimmte Menge des geschmolzenen Kunststoffmaterials in
den Formhohlraum eingeführt
worden ist. Die Vorrichtung umfaßt eine Vorrichtung in einer
bewegbaren Matrizenplatte zum Klemmen an den Spannstangen. Die Vorrichtung
umfaßt
jedoch nicht ein kombiniertes Mittel zum Vorsehen einer Klemmkraft
zwischen den Platten und zum Befestigen an den Spannstangen, weil
die zur Verfügung
gestellte Klemmkraft durch separate Matrizenbefestigungszylinder
geliefert wird, die auf den Spannstangen, aber getrennt von den
Befestigungseinrichtungen positioniert sind.
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Das US-Patent 5,133,655 an Schad
et al. zeigt einen Klemmechanismus für eine Spritzformungsmaschine,
bei welcher vier Säulen
an der bewegbaren Platte einzeln durch fluidbetätigte Zylinder ergriffen werden,
die auch als Klemmkraftzylinder wirken. Während diese Ausbildung effektiv
ist, erfordert sie sehr enge Toleranzen, die zwischen den Säulen und
den Innenbohrungen der Zylinder aufrechterhalten werden müssen, weil
die Auslenkgröße der Zylinderwände zur
Erzielung eines ausreichenden Griffes an den Säulen klein ist. Somit ist die
Herstellung dieser Klemme teuer und im Betrieb ist das Aufrechterhalten
dieser kleinen Toleranzen mit kostspieligen Wartungsprozeduren verbunden.
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Die US-Patente 5,624,695, 5,645,875
und 5,620,723 an Glaesener zeigen eine neue Verriegelungsmutteranordnung
zum Angriff an Spannstangen einer Zweiplatten-Spritzgießmaschinenklemme.
Die Verriegelungsmuttern wirken auch als Klemmkraftzylinder, die
auf die Spannstangen einwirken, um die Form zwischen den Platten
festzuklemmen.
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Die GB-A-1601419 offenbart eine Formschließ- und Verriegelungsvorrichtung
für Spritzgießmaschinen,
bei welcher eine Klemmkraft durch Zusammenwirken von Schließkolben
mit drehbaren Spannstangensäulen
erzeugt wird, und bei welchem System die bewegbare Platte anfänglich an
die stationäre
Platte mittels eines Querzylinders angeschlossen wird. Das US-Patent
5,302,109 beschreibt auch einen Klemmechanismus für eine Spritzgießmaschine,
obzwar dieses System ein kolbenbetätigtes Bremsgießen anwendet,
um den Verriegelungseingriff eines Bremsgehäuses an der Säule zu bewirken.
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Das US-Patent 5,194,267 beschreibt
eine vertikale Reifenvulkanisierpresse mit einem Spannstangen-Verriegelungssystem,
das einen drehbaren Verriegelungsring anwendet.
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Es ist ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine schnell wirkende, energieeffiziente Spritzgießmaschinen-Klemmanordnung
zu schaffen.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine Spritzgießmaschinen-Klemmanordnung
mit geringen Herstellungskosten, geringen Wartungskosten und guter
Verläßlichkeit
zu schaffen.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine Spritzgießmaschinen-Klemmanordnung
zu schaffen, die weniger Bodenraum als konventionelle Ausbildungen
einnimmt.
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Weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
werden die vorerwähnten
Ziele und Vorteile leicht erreicht.
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Die vorliegende Erfindung schafft
ein Verschluß-/Klemmsystem
zur Verwendung mit Platten einer Formungsmaschine, speziell einer
Spritzformungsmaschine.
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Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist ein Klemmsystem für
eine Spritzgießmaschine
geschaffen, wobei das Klemmsystem aufweist: eine stationäre Platte
für die
Halterung einer ersten Formhälfte;
einen Klemmblock, der mit der stationären Platte durch eine Vielzahl
von Spannstangen gekuppelt ist, wobei der Klemmblock eine Bohrung
und einen Kolben aufweist; eine bewegbare Platte zur Halterung einer
zweiten Formhälfte,
wobei die bewegbare Platte zwischen der stationären Platte und dem Klemmblock
angeordnet ist; Mittel zum Hin- und Herbewegen der bewegbaren Platte
zwischen einer Formoffenstellung und einer Formschließstellung,
wobei die Formschließstellung im
Betrieb gestattet, die erste Formhälfte gegen die zweite Formhälfte zur
Bildung einer Form anzudrücken;
eine Säule
mit einem ersten Ende, das mit der bewegbaren Platte gekuppelt ist,
und einem zweiten Ende, das durch die Bohrung des Klemmblockes hindurchbewegbar
ist; und Mittel, mit denen im Betrieb in der Formschließstellung
eine Klemmkraft auf die bewegbare Platte im Zusammenwirken mit der
Säule,
dem Kolben und den Spannstangen erzeugbar und aufbringbar ist; wobei
das Klemmsystem dadurch gekennzeichnet ist, daß: das zweite Ende der Säule nahe
demselben Reihen von Zähnen
aufweist, die mit der Säule
integral ausgebildet sind, wobei die Zahnreihen durch zumindest
eine durch die Zahnreihen verlaufende Axialnut in zumindest ein
Band von Zähnen
unterteilt sind; und der Kolben in der Bohrung des Klemmblockes
angeordnet ist, wobei der Kolben eine zentrale Bohrung zur Aufnahme
des zweiten Endes der Säule
aufweist, der Kolben drehbar und mit integral geformten Zähnen versehen
ist, die bei einer Drehung des Kolbens in eine erste Position mit
dem zumindest einen Band von Zähnen
der Säule
formschlüssig
in Eingriff versetzbar sind, so daß im Betrieb eine Übertragung
der Klemmkraft auf die Säule möglich ist,
wobei die Zähne
des Kolbens ferner bei einer Drehung des Kolbens in eine zweite
Position innerhalb der zumindest einen Axialnut ausgerichtet werden,
um eine Bewegung der Säule
durch die zentrale Bohrung des Kolbens zu gestatten.
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Gemäß einem anderen Aspekt der
vorliegenden Erfindung wird eine Klemmblock-Kolbenkombination für eine Dreiplatten-Spritzgießmaschine geschaffen,
bei welcher der Klemmblock im Betrieb mit einer stationären Platte
durch eine Vielzahl von Spannstangen kuppelbar ist, und der Klemmblock ferner
im Betrieb über
eine Säule
mit einer bewegbaren Platte kuppelbar ist, die zwischen der stationären Platte
und dem Klemmblock gleitbeweglich ist, wobei der Klemmblock eine
Bohrung aufweist, durch welche im Betrieb ein von der bewegbaren
Platte entferntes Ende der Säule
hindurchbewegbar ist, wobei das Ende der Säule diesem benachbart eine
Reihe von Zähnen
aufweist, die mit der Säule
integral ausgebildet sind, wobei die Zahnreihen durch zumindest eine
Axialnut in zumindest ein Zahnband unterteilt sind, die durch die
Zahnreihen verläuft,
wobei die Klemmblock-Kolbenkombination aufweist: einen drehbaren
Kolben, der innerhalb der Bohrung des Klemmblockes angeordnet ist,
wobei der drehbare Kolben mit einer zentralen Bohrung versehen ist, durch
welche im Betrieb das Ende der Säule
hindurchgeht, wobei der drehbare Kolben integral geformte Zähne aufweist,
die im Betrieb bei einer Drehung des Kolbens in eine erste Position
mit dem zumindest einen Band von Zähnen der Säule formschlüssig in
Eingriff versetzbar sind, um die Klemmkraft auf die Säule zu übertragen,
wobei die Zähne des
Kolbens ferner bei einer Drehung des Kolbens in eine zweite Position
innerhalb der zumindest einen Axialnut ausrichtbar sind, um im Betrieb
eine freie Bewegung der Säule
durch die zentrale Bohrung des Kolbens zu gestatten.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der
vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Erzeugen einer Klemmkraft
zwischen den Platten einer Dreiplatten-Spritzgießmaschine während eines Formungszyklus
geschaffen, bei welcher ein Klemmblock mit einer stationären Platte über eine
Vielzahl von Spannstangen gekuppelt wird, und der Klemmblock ferner über eine
Säule mit
einer bewegbaren Platte gekuppelt wird, die zwischen der stationären Platte und
dem Klemmblock bewegbar ist, wobei die Säule ein Ende hat, das von der
bewegbaren Platte entfernt ist, und diesem Ende benachbart Reihen
von Zähnen aufweist,
die mit der Säule
integral ausgebildet sind, wobei die Reihen von Zähnen durch
zumindest eine Axialnut in zumindest ein Zahnband unterteilt sind, welche
sich durch die Reihe von Zähnen
erstreckt, wobei das Verfahren aufweist: Bewegen der bewegbaren
Platte entlang der Spannstangen gegen die stationäre Platte,
wobei die Bewegung bewirkt, daß sich
das Zahnband der Säule
relativ zu und innerhalb einer zentralen Bohrung eines Kolbens bewegt,
der in einer Bohrung des Klemmblockes angeordnet ist, wobei die
Bewegung der bewegbaren Platte ferner die Bildung einer Form bewirkt,
indem eine erste Formhälfte,
die in der bewegbaren Platte abgestützt ist, gegen und in Berührung mit
einer zweiten Formhälfte
gebracht wird, die in der stationären Platte abgestützt ist;
Drehen des Kolbens in eine Position, um ein Kämmen von Zähnen, die integral auf einer
Fläche
des Kolbens ausgebildet sind, welcher die zentrale Bohrung definiert,
mit dem zumindest einen Zahnband der Säule zu bewirken; Erzeugen einer Klemmkraft,
indem der Kolben gegen die stationäre Platte gedrückt wird,
wobei die Klemmkraft durch formschlüssigen Eingriff der auf der
Oberfläche
des Kolbens integral ausgebildeten Zähne mit dem zumindest einen
Zahnband der Säule
erzeugt wird, wobei die Klemmkraft auf einem Kraftweg durch die Spannstangen
aufgebracht wird; Aufheben der Klemmkraft an dem Ende des Einspritzzyklus
und Aufbringen einer Formaufbrechkraft auf den Kolben; Drehen des
Kolbens in eine zweite Position, um eine Ausrichtung der integral
geformten Zähne
des Kolbens mit der zumindest einen Axialnut zu bewirken, damit
eine nachfolgende freie Bewegung der Säule sowohl durch die zentrale
Bohrung des Kolbens als auch durch die Bohrung des Klemmblockes
ermöglicht
wird.
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Weitere Merkmale der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die vorliegende Erfindung wird leichter
verständlicher
unter Berücksichtigung
der nachfolgenden illustrativen Zeichnungen, in denen zeigen:
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1 eine
Schnittansicht eines Klemmanordnungsmechanismus der vorliegenden
Erfindung;
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2 einen
detaillierten Schnitt einer Verriegelungsmutter der vorliegenden
Erfindung;
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3 eine
Perspektivansicht einer Verriegelungsmutter und Lageranordnung der
vorliegenden Erfindung;
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4 eine
Schnittansicht einer alternativen Ausführung eines Klemmechanismus
der vorliegenden Erfindung;
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5 eine
Schnittansicht einer zusätzlichen alternativen
Ausführung
eines Klemmechanismus der vorliegenden Erfindung; und
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6 eine
Schnittansicht, die eine alternative Ausführung eines Klemmechanismus
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
VON BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
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In 1 ist
ein Hochgeschwindigkeits-Klemmechanismus 10 für eine Spritzgießmaschine
gezeigt, mit einer feststehenden Platte 12, einer bewegbaren
Platte 14 und einem Klemmblock 16. Spannstangen 18 verbinden
die feststehende Platte 12 und den Klemmblock 16,
während
sie die bewegbare Platte 14 abstützen, die entlang der Spannstangen
frei gleiten kann. Im allgemeinen werden vier Spannstangen verwendet,
von denen in 1 nur zwei
gezeigt sind. Die bewegbare Platte 14 wird aus einer Formschließstellung,
die in 1 gezeigt ist,
in eine Formoffenstellung durch Zylinder 20 bewegt, welche
vom Klemmblock 16 abgestützt werden können. Ein
Zylinder 20 ist in 1 gezeigt,
aber natürlich
können
je nach den Anforderungen zwei oder mehr Zylinder verwendet werden.
Die Zylinder werden durch entsprechende Antriebsmittel, die nicht gezeigt
sind, betätigt.
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Die erste Formhälfte 22, z. B. eine
Hohlraumhälfte,
ist an der bewegbaren Platte 14 befestigt, und die zweite
Formhälfte 24,
z. B. die Kernhälfte,
ist an der feststehenden Platte 12 befestigt, wobei die Formhälften gemeinsam
die Form 26 in der Formschließstellung bilden. Wie vorstehend
angedeutet, bewegt sich die bewegbare Platte 14 auf den Spannstangen 18 zwischen
einer Formoffen- und einer Formschließstellung. In 1 ist der Einfachheit halber nur eine
Form 26 gezeigt, aber natürlich kann eine Vielzahl von
Formen leicht bereitgestellt werden.
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An der Hinterseite der bewegbaren
Platte 14, d. h. der der Form 26 gegenüberliegenden
Seite der bewegbaren Platte, ist zumindest eine Säule 28 befestigt,
im allgemeinen eine Vielzahl von Säulen und vorzugsweise vier
Säulen,
wobei zwei der Säulen
in 1 gezeigt sind. Die
Säulen 28 haben
ein erstes Ende 30, das an der bewegbaren Platte 14 befestigt ist,
und ein zweites Ende 32, das von der bewegbaren Platte
beabstandet ist. Eine Vielzahl von Zähnen 34 ist an dem
zweiten Ende 32 vorgesehen. In Umfangsrichtung beabstandet
zwischen den Zähnen 34 ist
zumindest eine Axialnut 36 und im allgemeinen drei oder
mehr dieser Nuten, wie dies klar aus 3 hervorgeht.
Die Säulen 28 erstrecken
sich durch entsprechende Löcher 38 im
Klemmkolben 40, wobei der Klemmkolben 40 in dem
Klemmblock 16 angeordnet ist, wie dies 1 zeigt. Lager 42 in dem Klemmkolben 40 stützen die
Säulen
in den Löchern 38 ab.
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Verriegelungsmuttern 44,
die an oder mit dem Klemmkolben 40 montiert sind und Verriegelungsmutterzähne 45 tragen,
sind drehbar, um mit den Zähnen 34 auf
der Säule 28 in
Eingriff oder außer Eingriff
zu kommen. Die Verriegelungsmuttern können irgendwelche erwünschte Verriegelungsmittel haben
und an dem Klemmkolben 40 angreifen oder innerhalb oder
auf einer Seite des Klemmkolbens 40 vorgesehen sein, wie
durch Lager 42 in den 2, 3 und 5 gezeigt sind, oder durch Haltekappen 46,
wie in den 1 und 4 gezeigt ist. Der Kiemmkolben 40 wird
innerhalb des Klemmblockes 16 durch eine Vorderkappe 48 oder
irgendein anderes erwünschtes Haltemittel
gehalten. Die Verriegelungsmuttern 44 werden durch einen
Zylinder 50 über
eine Verbindung 52 zur Drehung veranlaßt. Bei einem alternativen
Ausführungsbeispiel,
das in 4 gezeigt ist, haben
die Verriegelungsmuttern 44 Getriebezähne 54, die auf ihrem
Außenumfang
eingeschnitten sind, und diese greifen in ein zentrales Getriebe 56 ein, welches
durch einen Motor 58 über
eine Antriebswelle 60 angetrieben wird, die sich durch
den Klemmkolben 40 erstreckt. Die Welle 60 ist
verkeilt, derart, daß sie
in axialer Richtung bezüglich
des Motors 58 bewegt werden kann, wenn der Klemmkolben 40,
welcher das Getriebe 56 trägt, sich innerhalb des Klemmblockes 16 bewegt.
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Buchsen 62, die ein integraler
Teil der Verriegelungsmutter 44 sein können, wie die 2 und 5 zeigen,
oder gesonderte Teile, wie in den 1 und 4 gezeigt ist, wenden Dichtungen 64 an,
um zu verhindern, daß Fluid
in dem Klemmzylinder während des
Betriebes austritt.
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Eine Auswerferplatte 66,
welche Auswerferstifte 68 trägt, ist an den Säulen 28 montiert,
um die geformten Gegenstände
aus der Form 26 in üblicher Weise
auszustoßen.
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Im Betrieb wird die bewegbare Platte 14,
welche die erste Formhälfte 22 trägt, in die
Formschließstellung
bewegt, die in 1 gezeigt
ist, um die Form 26 durch den bzw. die Zylinder 20 zu
bilden. Die Verriegelungsmuttern 44 werden gedreht, derart,
daß die
Verriegelungsmutterzähne 45 mit
den Säulenzähnen 34 in
Eingriff kommen. Der Klemmkolben 40 drückt gegen die Verriegelungsmuttern 44 und
dadurch gegen die Säulen 28.
Durch diese Aktion wird die Form 26 zwischen der feststehenden
Platte 12 und der bewegbaren Platte 14 festgeklemmt.
Nach dem Einspritzen und Kühlen
des Kunststoffes wird die Klemme geöffnet, indem zuerst Druckfluid
auf die „Formaufbrechseite" des Klemmkolbens 40 in
den Hohlraum 70 eingelassen wird. Dies bewirkt, daß der Klemmkolben 40 die
Verriegelungsmuttern 44 von der bewegbaren Platte 14 zurückzieht,
wobei sie auf die Rückseite
der Zähne 34 der
Säule 28 einwirken und
bewirken, daß die
Form 26 in die Offenstellung bei einem kleinen Abstand
gezwungen wird. Als nächstes
werden die Verriegelungsmuttern 44 aus dem Eingriff mit
den Säulen 28 gedreht,
und die Zylinder 20 beenden das Öffnen der Form. Die geformten
Teile werden aus der Form 26 in üblicher Weise ausgeworfen,
und die Klemme ist für
eine Wiederholung des Zyklus bereit.
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Die alternative Ausführungsform
nach 6 zeigt eine einzelne
Säule 72,
die ein erstes Ende 74 hat, das an der bewegbaren Platte 14 befestigt
ist, und ein zweites Ende 76, das mit Abstand von der bewegbaren
Platte angeordnet ist. Die Säule 72 ist mit
einer Vielzahl von Zähnen 78 nahe
dem zweiten Ende 76 versehen, was entlang der Länge der
Säule 72 der
Fall sein kann, wie 6 zeigt.
Die Zähne 78 greifen
in entsprechende Zähne 80 einer
Bohrung 82 durch den einzigen Klemmkolben 84 in
verriegelnder Beziehung ein, wie 6 zeigt.
Der Klemmkolben 84 wird in Eingriff/außer Eingriff der Zähne 78 und 80 durch
den Zylinder 86 gedreht, der auf dem Klemmblock 88 montiert
sein kann. Die Zähne 78 auf
der Säule 72 sind
durch Schlitze unterbrochen, wie dies in den anderen Ausführungsbeispielen
gezeigt ist, siehe die Schlitze 36 in 3, so daß in der außer Eingriff-Stellung die Zähne 80 im
Kolben 84 mit Spiel in dem Schlitz sitzen, so daß die Säule 72 sich
frei durch die Bohrung 82 im Kolben 84 bewegen
kann. Die Säule 72 ist
an der Hinterseite der bewegbaren Platte 14 befestigt,
z. B. durch Bolzen 90, welche in die Offen- und Schließstellung
durch die Zylinder 92 bewegt wird (von denen in 6 einer gezeigt ist). Der
Zylinder 92 ist an der bewegbaren Platte 14 montiert
und seine Stange 94 ist am Klemmblock 88 befestigt.
Alternativ kann der Zylinder am Klemmblock und die Stange an der
bewegbaren Platte befestigt sein. Die Arbeitsweise des Ausführungsbeispieles nach 6 ist im wesentlichen die
gleiche wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen. Ein Vorteil
der Ausführungsform
nach 6 besteht darin,
daß sie
verringerte Kosten und größere Einfachheit
hat und somit größere Verläßlichkeit.
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Die Ausbildung des Klemmsystems gemäß der Erfindung
wendet sehr wenig Druckfluid an, um seine Bewegung zum Verschließen und
Klemmen zu bewirken, und folglich ist sie sehr energieeffizient
und bildet ein schnellwirkendes Klemmsystem.
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Die Einfachheit des Systems gemäß der vorliegenden
Erfindung hat die Vorteile geringer Konstruktionskosten, geringer
Wartung und guter Betriebssicherheit im Vergleich zu konventionellen
Systemen. Im Vergleich zu einem konventionellen Säulenblockiersystem
der Klemmenausbildung ist die vorliegende Ausbildung kleiner, leichter
und weniger kostenaufwendig hinsichtlich der Komponenten, die auf
der Klemmkolbenseite montiert werden können. Auch ist der Abstand
zwischen der Hinterseite der bewegbaren Platte und der Vorderseite
des Klemmblockes reduziert, ohne daß dadurch der Plattenöffnungshub
reduziert wird, weil die Verschlußplattenanordnung eliminiert
worden ist. Somit ist die gesamte Baulänge des vorliegenden Klemmsystems
kürzer und
dadurch reduziert sich die Aufstandsfläche der Klemme, was den erforderlichen
Bodenraum in der Fabrik verringert.
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Es versteht sich, daß die Erfindung
nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungen beschränkt ist,
die lediglich illustrative beste Ausführungsformen zur Durchführung der
Erfindung bedeuten, und die Modifikationen hinsichtlich der Form, Größe, Anordnung
der Teile und Betriebsdetails unterworfen werden können. Die
Erfindung soll vielmehr alle solche Modifikationen umfassen, die
innerhalb des Schutzbereiches der Ansprüche liegen.