DE69722215T2 - Sammler/trockner und zusammenbauverfahren - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Aufnahme/Trockner für Kühl- und Klimaanlagen sowie Verfahren für das Montieren dieser Aufnahme/Trockner:
- Ein Aufnahme/Trockner (auch als Akkumulator/Trockner bezeichnet) ist ein üblicher Teile einer Kühl- bzw. Klimaanlage und nimmt im Kühlzyklus überschüssiges Kältemittel auf; trennt dampfförmiges Kältemittel von flüssigem Kältemittel und beseitigt Wasser und suspendierte Partikel. Ein Aufnahme/Trockner nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist zum Beispiel aus US-A-2 835 114 bekannt.
- Eine Art von Aufnahme/trockner umfasst einen zylindrischen Kanister mit Einlass- und Auslassrohrstücken an einem Ende, welche das Kältemittel in den Kanister und aus diesem heraus strömen lassen. Eines der Rohrstücke (normalerweise das Auslassrohrstück) ist an seinem inneren Ende mit einem Aufnahmerohr verbunden, welches sich durch den Kanister zu dem unteren Ende nach unten erstreckt. Schichten aus Filtern und Trockenmittelmaterialien umgeben das Aufnahmerohr entlang seiner Länge. Das Kältemittel wird in das Einlassrohrstück geleitet und strömt durch die Massekuchen und das Trockenmittelmaterialien zum Boden des Kanisters. Die Massekuchen und Trockenmittelmaterialien beseitigen Partikel und andere Verunreinigungen aus dem Kältemittel. Das Kältemittel strömt dann nach oben durch das Aufnahmerohr zu dem Auslassrohrstück.
- Eine Art von Trockenmittel für einen solchen Aufnahme/Trockner ist in einem Stoffbeutel vorgesehen, welcher das Trockenmittel zurückhält und während des Zusammenbaus das mühelose Positionieren des Trockenmittels im Kanister ermöglicht. Konstruktionen solcher Trockenmittelbeutel umfassen einen Beutel, eine Satteltasche oder eine Donut-Form und werden zum Beispiel in der Patentschrift US- A-5,245,842 für Searfoss, et al., der Patentschrift US-A-4,496,378 für Kish, et al., der Patentschrift US-A-5,179,780 für Wintersteen, et al., der Patentschrift US-A- 5,191,775 für Shiina, et al. und der Patentschrift US-A-5,215,660 für Mosher, et al. gezeigt.
- Ein Trockenmittelbeutel bietet sich insbesondere für einen mühelosen Zusammenbau in einem Aufnahme/Trockner an, welcher die untere Endwand des Kanisters in einem Stück (oder zumindest integral) mit den Seitenwänden des Kanisters ausgebildet aufweist. Die untere Endwand kann durch Schließen der Seitenwände des Kanisters an einem Ende mittels Ziehen, Schlagpressen oder Streckdrücken gebildet werden. Während alle folgenden Teile von dem offenen oberen Ende des Kanisters eingesetzt werden müssen, hat sich die Fertigung dieser Kanister für bestimmte Anwendungen als kostengünstig herausgestellt.
- Bei einem Aufnahme/Trockner mit einer integralen unteren Endwand werden der Trockenmittelbeutel und alle Filter, Prallflächen, etc. von dem oberen Ende in den Kanister eingesetzt. Das Aufnahmerohr wird dann mit der oberen Endabdeckung vormontiert und in den Kanister eingesetzt. Der Trockenmittelbeutel könnte auch anfangs um das Aufnahmerohr angeordnet sein und gleichzeitig mit dem Aufnahmerohr in den Kanister eingesetzt werden. Die obere Endabdeckung wird dann mit den Seitenwänden des Kanisters durch geeignete Mittel, z. B. Schweißen, Hartlöten, Löten, etc. fluiddicht abgedichtet und die Aufnahme/Trockner wird in der Kälteanlage angeschlossen. Durch Verwendung eines solchen Trockenmittelbeutels lässt sich das Aufnahmerohr relativ einfach nach unten durch den Kanister einführen, da das Trockenmittel in dem Beutel bleibt und nicht unkontrolliert im Kanister verstreut wird.
- Zwar haben die obigen Aufnahmen/Trockner auf dem Markt eine gewisse Akzeptanz gefunden, doch bringt das Einschließen des Trockenmittels in einem Beutel vermehrte Arbeit und Materialkosten für die Aufnahme/den Trockner mit sich und lässt keine Flexibilität bei der Verwendung der Beutel in einer Vielzahl von Anwendungen zu. Jeder Beutel ist zum Beispiel für eine spezifische Anwendung ausgelegt und besitzt vorbestimmtes Volumen, Porosität, Material und Trockenmittelzusammensetzung, etc. Zur Änderung des Aufbaus, des Materials oder der Zusammensetzung des Trockenmittelbeutels für andere Anwendungen müssen normalerweise neue Beutel gefertigt werden. Dies kann ein Werkzeugumrüsten und das Bestellen neuen Gewebes und Trockenmittelmaterials erfordern, was alles zeitaufwändig und teuer sein kann. Ferner müssen normalerweise Bestände unterschiedlicher Größen und Ausführungen von Trockenmittelbeuteln bereitgehalten werden, was die Lager- und Inventarkosten und somit die Gesamtkosten der Aufnahme/des Trockners erhöhen kann.
- Daher sind die Anmelder der Meinung, dass es wünschenswert wäre, in bestimmten Anwendungen loses Trockenmittelmaterial für die Aufnahme/den Trockner zu verwenden. Ein solches loses Trockenmittelmaterial kann günstiger im Kauf sein und lässt sich mühelos an eine Vielzahl von Anwendungen anpassen (d. h. unterliegt keinen Beschränkungen bezüglich Form oder Zusammensetzung). Das Trockenmittel kann einfach in der gewünschten Menge in den Kanister gegeben (geschüttet) werden, ohne zusätzliche Arbeits- oder Materialkosten.
- Bei Verwendung von losem Trockenmittelmaterial ist die Montage der Aufnahme/des Trockners jedoch eventuell schwierig, wenn der Kanister mit einem integralen unteren Ende ausgebildet wird. Zuerst wird das Aufnahmerohr normalerweise mit der oberen Endabdeckung vormontiert und daran z. B. durch Prägen, Anpressen oder Gesenkarbeit befestigt, um so eine fluiddichte Verbindung zu gewährleisten. Dabei muss das Trockenmittel vor dem Einsetzen des Aufnahmerohrs in den Kanister eingebracht werden, ansonsten versperrt die Endabdeckung das mühelose Befüllen des Kanisters sowie das Einsetzten der folgenden Teile, wie obere Prallfläche und Massekuchen. Es kann jedoch schwierig (bzw. gar unmöglich) sein, das Aufnahmerohr in den Kanister einzubringen, wenn das lose Trockenmittel unkontrolliert im Kanister verteilt ist. Insbesondere ist es nicht wünschenswert, das Aufnahmerohr durch ein loses Bett von Trockenmittelmaterial zu zwängen. Das Trockenmittel kann auch durch die Aufnahmerohröffnung in die untere Prallfläche strömen, bevor das Aufnahmerohr in den Kanister eingesetzt wird, und somit in den unteren Absetzbereich der Aufnahme/des Trockners gelangen.
- Ferner sind die Anmelder der Meinung, dass das Aufnahmerohr bisher im Wesentlichen gerade und vertikal ausgebildet wurde, damit das Aufnahmerohr durch die verschiedenen Prallflächen und Massekuchen in dem Kanister eingesetzt werden kann. Dabei wird das obere Ende des Aufnahmerohrs notwendigerweise mit der oberen Endabdeckung entlang der Mittelinie des Kanisters verbunden. Bei einigen Anwendungen kann es jedoch wünschenswert sein, mehrere Teile an der oberen Fläche der Endabdeckung anzubringen. Wenn das Aufnahmerohr entlang der Mittellinie verbunden werden muss, kann dies die Möglichkeit des Anbringens weiterer Außenteile an der Endabdeckung beschränken und kann somit die Brauchbarkeit der Aufnahme/des Trockners für einige Anwendungen beschränken. Während das Ausbilden des Auslasskanals nicht mittig an der Endabdeckung bekannt ist, müssen dann Querbohrungen quer durch die Endabdeckung gebohrt werden, um den Auslasskanal mit dem Aufnahmerohr zu verbunden, was die Bearbeitungsschritte, die Arbeitskosten und den Materialverbrauch erhöht.
- Daher sind die Anmelder der Meinung, dass auf dem Markt Nachfrage nach einer Aufnahme/einem Trockner besteht, welcher, auch wenn er ein integrales unteres Ende umfasst, einfach zu montieren ist und für die Aufnahme losen Trockenmittelmaterials besonders geeignet ist, was die Gesamtkosten der Aufnahme/des Trockners senkt. Die Anmelder sind ferner der Meinung, dass Nachfrage nach einer Aufnahme/einem Trockner besteht, der eine nicht mittige Verbindung zwischen dem Aufnahmerohr und der Endabdeckung zulässt, so dass Flexibilität bei der Anbringung von Außenteilen an der Endabdeckung gegeben ist.
- Nach einer Ausgestaltung der Erfindung wird eine Aufnahmelein Trockner mit einem Kanister mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden zylindrischen Seitenwand, einer integral und einstückig mit einem Ende der Seitenwand ausgebildeten ersten Endabdeckung und einer Öffnung am anderen Ende der Seitenwand; einem sich in Längsrichtung in dem Kanister erstreckenden Aufnahmerohr mit einem ersten Ende des Aufnahmerohrs benachbart zur ersten Endabdeckung und einem zweiten Ende des Aufnahmerohrs entfernt von der ersten Endabdeckung beabstandet; einem Trockenmittelrohr, das in umgebender, fluiddichter Beziehung zu dem Aufnahmerohr angeordnet ist, einer ersten ringförmigen Prallfläche, die ein einem Innenmaß der Seitenwand nahekommendes Umfangsmaß aufweist und gegenüber dem Trockenmittelrohr fluiddicht ist, wobei die erste Prallfläche in dem Kanister benachbart zur der ersten Endabdeckung angeordnet ist; einer zweiten ringförmigen Prallfläche mit einem Umfangsmaß, das dem Innenmaß der Seitenwand nahe kommt, und einer das Trockenmittelrohr aufnehmenden mittleren Öffnung, wobei die zweite Prallfläche in dem Kanister angeordnet ist und um das Trockenmittelrohr fern der ersten Endabdeckung aufgenommen ist; losem Trockenmittelmaterial, das in dem Kanister angeordnet und direkt durch die Kanisterseitenwand gelagert ist und das Trockenmittelrohr zwischen der ersten und zweiten Prallfläche umgibt, vorgesehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme/der Trockner weiterhin eine zweite Endabdeckung mit ersten und zweiten Kanälen umfasst, die sich durch die zweite Endabdeckung erstrecken, damit das Kältemittel in den Kanister hinein und aus diesem heraus strömen kann, wobei die zweite Endabdeckung das andere Ende der Seitenwand einschließt und das zweite Ende des Aufnahmerohrs in einem der Kanäle in fluiddichter Beziehung dazu aufnimmt, und das Trockenmittelrohr und das Aufnahmerohr einen zusammenwirkenden, mechanisch verformten Aufbau aufweisen, welcher eine fluiddichte Abdichtung zwischen dem Aufnahmerohr und dem Trockenmittelrohr erzeugt.
- Die vorliegende Erfindung sieht einen neuen und einzigartigen Aufnahme/Trockner sowie ein Verfahren für das Zusammenbauen eines solchen Trockners vor, welches das Einfüllen von losem Trockenmittel von der Oberseite der Aufnahme/des Trockners ermöglicht. Nach einer Ausgestaltung kann ein gebogenes oder gekrümmtes Aufnahmerohr so verwendet werden, dass eine nicht mittige Verbindung an der oberen Endabdeckung erzielt werden kann. Die Aufnahme/der Trockner ist einfach zusammenzubauen, ist kostengünstig in der Herstellung und besitzt Flexibilität beim Anbringen von Außenteilen an der oberen Endabdeckung der Aufnahme/des Trockners.
- Erfindungsgemäß besitzt die Aufnahme/der Trockner eine Endabdeckung bzw. Wand, die einstückig mit der Seitenwand des Kanisters ausgebildet ist. Der Kanister kann gezogen, schlaggepresst, streckgedrückt werden oder anderweitig mit dem geschlossenen unteren Ende ausgebildet werden. Dann wird ein Aufnahmerohr durch das offene obere Ende des Kanisters eingesetzt. Nach einer bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung weist das untere Ende des Aufnahmerohrs eine kerb- oder keilförmige Konstruktion auf und liegt an dem unteren geschlossenen Ende des Kanisters an. Die Kerbe lässt das Kältemittel in das Aufnahmerohr (oder aus diesem heraus) strömen. Das obere Ende des Aufnahmerohrs weist eine äußere ringförmige Nut bzw. einen ringförmigen Kanal auf, welcher eine O-Ringdichtung aufnimmt.
- Eine untere Prallfläche und ein unterer Massekuchen, welche beide eine mittlere Öffnung aufweisen, werden dann über dem Aufnahmerohr positioniert und werden hin zum unteren geschlossenen Ende des Kanisters angeordnet. Die Prallfläche hat vorzugsweise eine Gleitpassung zum Aufnahmerohr sowie eine Gleitpassung zur inneren Seitenwand des Kanisters und kann, falls erforderlich oder wünschenswert, an dem Aufnahmerohr und/o der dem Kanister durch Prägen vernietet werden. Vorzugsweise wird der Umfang der Prallfläche durch einen keilförmigen Vorsprung im Kanister gelagert, welcher zwischen der Seitenwand und dem unteren geschlossenen Ende des Kanisters ausgebildet ist und im Wesentlichen einen fluiddichten Sitz erzeugt. Loses Trockenmittel wird dann in der gewünschten Menge in den Kanister geschüttet und wird durch die untere Prallfläche und den unteren Massekuchen gelagert.
- Ein oberer Massekuchen und eine obere Prallfläche, die beide auch eine mittlere Öffnung aufweisen, werden dann über dem Aufnahmerohr aufgenommen und lagern das obere Ende des Trockenmittelmaterials. Die obere Prallfläche hat vorzugsweise ebenfalls eine Gleitpassung zum Aufnahmerohr und dem Kanister und kann an dem Aufnahmerohr und/oder dem Kanister durch Prägen vernietet werden. Die oberen und unteren Prallflächen (und Massekuchen) verhindert eine Schwingung bzw. Bewegung des Trockenmittelmaterials.
- Eine obere Endabdeckung mit Einlass- und Auslasskanälen wird dann über dem oberen offenen Ende des Kanisters positioniert. Das obere Ende des Aufnahmerohrs wird in dem Auslasskanal der Endabdeckung aufgenommen und hat vorzugsweise eine Gleitpassung hierzu. Das Aufliegendes Aufnahmerohrs an dem unteren Ende des Kanisters zwängt das obere Ende des Rohrs in den Auslasskanal. Der O-Ring an dem oberen Ende des Aufnahmerohrs sieht eine fluiddichte Abdichtung in der oberen Endabdeckung vor. Die obere Endabdeckung wird dann mit einer fludidichten Abdichtung zum Beispiel durch Hartlöten, Schweißen, Löten, etc. an dem Kanister befestigt.
- Vorzugsweise hat das um das Aufnahmerohr vorgesehenes Trockenmittelrohr eine fluiddichte Presssitzabdichtung zu diesem. Das Trockenmittelrohr erstreckt sich mindestens zwischen der unteren Prallfläche und der oberen Prallfläche und ist von dem Trockenmittelmaterial umgeben. Die unteren und oberen Prallflächen haben eine Gleitpassung zu dem Trockenmittelrohr und können durch Prägen damit vernietet werden. Die untere Prallfläche ist vorzugsweise zwischen einer ringförmigen Wulst und einem nach außen ragenden Flansch an dem unteren Ende des Trockenmittelrohrs gehalten. Der Wulst und die Flansch an dem Trockenmittelrohr können während des Ausbildens so gesteuert werden, dass einer (oder beide) einen Presssitz zum Aufnahmerohr erzeugen, wenn das Aufnahmerohr später in das Trockenmittelrohr eingesetzt wird. Alternativ könnte die untere Prallfläche einstückig mit dem Trockenmittelrohr ausgebildet werden und das Rohr könnte fließgedrückt werden, um den Presssitz zu dem Aufnahmerohr zu erzeugen.
- Bei dieser Ausgestaltung kann das Trockenmittelrohr mit der unteren Prallfläche und dem unteren Massekuchen zuerst in den Aufnahme-/Trocknerkanister eingesetzt werden und dann kann das lose Trockenmittel in den Kanister geschüttet werden, während die untere Prallfläche und der untere Massekuchen das untere Ende des Trockenmittelmaterials lagern. Der obere Massekuchen und die obere Prallfläche können dann über dem Trockenmittelrohr positioniert werden, so dass sie das obere Ende des Trockenmittelmaterials lagern. Das Aufnahmerohr wird dann mit der oberen Endabdeckung vormontiert und durch das Trockenmittelrohr eingesetzt. Das Aufnahmerohr kann mit der oberen Endabdeckung verbunden werden, zum Beispiel durch Anpressen oder Prägen des Aufnahmerohrs mit der Endabdeckung. In diesem Fall kann das Aufnahmerohr von dem unteren geschlossenen Ende des Kanisters beabstandet sein. Alternativ kann das Aufnahmerohr wie in der ersten Ausgestaltung der Erfindung verbunden werden, d. h. eine Gleitpassung in dem Auslasskanal der Endabdeckung, wobei ein O-Ring eine fluiddichte Abdichtung vorsieht.
- In dieser weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das Aufnahmerohr gebogen oder gekrümmt sein, so dass das untere Ende des Aufnahmerohrs mit dem Trockenmittelrohr ausgerichtet ist, aber das obere Ende in einer nicht mittigen Beziehung zu dem Auslasskanal in der Endabdeckung verbunden ist. Dies ermöglicht Flexibilität bei dem Verbinden der Außenteile an der Endabdeckung.
- In jeder der vorstehend beschriebenen Ausgestaltungen sieht die vorliegende Erfindung eine einfache und kostengünstige Aufnahme bzw. Trockner sowie ein Verfahren für das Zusammenbauen dieser Aufnahme/dieses Trockners vor. Es kann loses Trockenmittelmaterial an Stelle von Trockenmittelbeuteln mit der Aufnahme/dem Trockner verwendet werden, was die Gesamtkosten der Aufnahme/des Trockners senkt und Flexibilität bei der individuellen Festlegung der Menge, Zusammensetzung, etc. des Trockenmittelmaterials bei der jeweiligen Anwendung vorsieht. Ferner wird eine nicht mittige Verbindung an der Endabdeckung vorgesehen, was die Flexibilität der Anbringung von Außenteilen an der Endabdeckung der Aufnahme/des Trockners erhöht.
- Die Erfindung wird beispielhaft in den Begleitzeichnungen veranschaulicht. Hierbei sind:
- Fig. 1 eine Querschnittseitenansicht eines nicht erfindungsgemäßen Aufnahme/Trockners.
- Fig. 2 eine vergrößerte Querschnittansicht des oberen Endes des Aufnahmerohrs und der oberen Endabdeckung von Fig. 1.
- Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Prallfläche für die Aufnahme/den Trockner von Fig. 1.
- Fig. 4 eine Querschnittansicht der Prallfläche im Wesentlichen entlang der durch die Linien 4-4 von Fig. 3 beschriebenen Ebene.
- Fig. 5 eine Querschnittseitenansicht eines Massekuchens für die Aufnahme/den Trockner von Fig. 1.
- Fig. 6 eine Querschnittseitenansicht eines erfindungsgemäß konstruierten Aufnahme/Trockners.
- Fig. 7 eine vergrößerte Querschnittseitenansicht der Aufnahme/des Trockners von Fig. 6, welche aber bestimmte Teile der Aufnahme/des Trockners in einer ersten Phase des Zusammenbaus zeigt, und
- Fig. 8 eine Querschnittseitenansicht einer Aufnahme/eines Trockners ähnlich zu Fig. 6, welche aber ein gebogenes bzw. gekrümmtes Aufnahmerohr zeigt.
- Unter Bezug auf die Zeichnungen und eingangs auf Fig. 1 und 2 wird eine Aufnahmelein Trockner im Allgemeinen bei 10 gezeigt. Die Aufnahme/der Trockner umfasst einen zylindrischen Kanister 12 mit einer Seitenwand 13 mit einem unteren geschlossenen Ende 14 und einem oberen offenen Ende 16. Der Kanister 12 ist vorzugsweise aus einem geeigneten Material gebildet, wie zum Beispiel Aluminium (Typ 6061) gebildet und das geschlossene untere Ende 14 ist vorzugsweise in einem Stück mit der Seitenwand zum Beispiel durch Ziehen, Schlagpressen oder Streckdrücken des unteren Endes der Seitenwand ausgebildet. Das untere Ende 14 könnte auch an der Seitenwand 13 angeschweißt, hartgelötet, angelötet oder in einer anderen Weise so angebracht werden, dass die untere Endwand zumindest integral (d. h. nicht entfernbar) mit der Seitewand ist. Der Kanister könnte auch aus anderen Materialien, zum Beispiel Stahl, ausgebildet werden. Die vorliegende Erfindung ist jedoch besonders geeignet für Aluminiumkanister, die einteilig mit einer unteren Endabdeckung oder Wand ausgebildet werden. Die Techniken für das Formen von Aluminium (oder anderen Metallen) durch die obigen Verfahren sind dem Fachmann bekannt. In jedem Fall bildet der Schließvorgang vorzugsweise einen ringförmigen keilförmigen Vorsprung 17 zwischen der Seitenwand 13 und dem unteren Ende 14 aus, was hier eingehender beschrieben wird.
- Die Aufnahme/der Trockner 10 umfasst ein Aufnahmerohr 18, welches in dem Kanister 16 angeordnet ist und sich entlang der mittleren Längsachse desselben erstreckt. Das Aufnahmerohr 18 wird ebenfalls vorzugsweise aus Aluminium (Typ 3003) gebildet und weist ein unteres stromabwärtiges Ende 19 mit einer keil- oder kerbenförmigen Konfiguration auf. Das untere Ende 19 des Aufnahmerohrs 18 und insbesondere der "Punkt" des Keils bzw. der Kerbe ist hin zum unteren Ende 14 des Kanisters angeordnet. Das keil- oder kerbenförmige Design lässt Fluid in die hohle mittlere Bohrung des Aufnahmerohrs eindringen (bzw. austreten). Das obere Ende 20 des Aufnahmerohrs weist einen ringförmigen Kanal bzw. Nut 21 auf, die zum Beispiel durch Fließdrücken gebildet wird und welche das benachbarte Ende 20 des Rohrs umgibt. Die Nut 21 besitzt eine Tiefe, die groß genug ist, um eine O-Ringdichtung 22 aus Elastomer aufzunehmen, wobei die Dichtung 22 in ihrem natürlichen bzw. entspannten Zustand aus der Nut leicht nach außen ragt.
- Wie in den Fig. 1, 3 und 4 gezeigt umfasst die Aufnahme/der Trockner ferner eine untere bzw. stromabwärtige ringförmige Prallfläche 23, welche das Trockenmittelmaterial 24 lagert. Die untere Prallfläche 23 weist einen flachen ringförmigen Körper 25 mit einem inneren ringförmigen Kragen oder Flansch 26, welcher eine mittlere Öffnung 27 bildet, sowie einen äußeren ringförmigen Kragen oder Flansch 28, welcher sich um den Umfang herum erstreckt, auf. Sowohl der innere Flansch 26 als auch der äußere Flansch 28 erstrecken sich von dem Körper 25 stromabwärts. Der äußere Flansch 28 entspricht vorzugsweise stark dem Innendurchmesser der Kanisterseitenwand 13, so dass der äußere Flansch mit mindestens Gleitpassung (falls möglich Presssitz) an der Seitenwand befestigt ist. Der innere Flansch 26 entspricht ebenfalls stark dem Außendurchmesser des Aufnahmerohrs 18, so dass der innere Flansch ebenfalls mit einer Gleitpassung (falls möglich Presssitz) an dem Aufnahmerohr 18 befestigt ist. Alternativ könnte die untere Prallfläche 23 mit dem Aufnahmerohr 18 vormontiert werden und könnte zum Beispiel durch Prägen oder Anpressen des inneren Flansches 26 an dem Aufnahmerohr oder durch Vorsehen einer oder mehrerer eng beabstandeter ringförmiger Wülste an dem Aufnahmerohr fester angebracht werden, um die Prallfläche in einer bestimmten Position zu halten. Die Prallfläche könnte auch ohne die inneren und/oder äußeren Flansche 26, 28 ausgebildet werden und lediglich den Innendurchmesser und Außendurchmesser des Körpers 25 aufweisen, um den Körper zwischen dem Aufnahmerohr und dem Kanister zu halten. In jedem Fall könnte die Aufprallfläche an dem Aufnahmerohr und/oder dem Kanister, falls nötig oder erwünscht, durch Prägen vernietet werden, um die Prallfläche fester zwischen diesen Teilen zu sichern. Schließlich werden mehrere Perforationen oder Öffnungen, wie zum Beispiel bei 36 gezeigt, in dem flachen Körper 25 der Aufprallfläche 23 gebildet, damit Fluid hierdurch strömen kann. Die Aufprallfläche 23 wird mit Hilfe herkömmlicher Metallformverfahren, wie zum Beispiel Stanzwerkzeuge und Stempel oder solchen, die dem Fachmann bekannt sein sollten, aus einem geeigneten Material gebildet, zum Beispiel Aluminium.
- An der stromaufwärtigen Fläche der Prallfläche 23 und sich zwischen dem inneren Flansch 26 und dem äußeren Flansch 28 erstreckend befindet sich ein unterer ringförmiger Massekuchen 40. Der Massekuchen 40 umfasst eine mittlere Öffnung 46, welche der mittleren Öffnung 27 der Prallfläche 23 entspricht. Der Massekuchen 40 verhindert ein Wandern von Trockenmittelmaterial 24 durch die untere Prallfläche 23 und sieht das Filtern von hierdurch strömenden Kältemittel vor. Wie insbesondere in Fig. 4 gezeigt wird, weist der untere Massekuchen vorzugsweise eine stromaufwärtige, porösere (weniger dichte) Schicht 42 in Kontakt mit der stromabwärtigen Fläche der Prallfläche 23 sowie eine stromabwärtige, weniger poröse (weniger dichte) Schicht 44, die von der Prallfläche 23 abgewandt ist, auf. Der Massekuchen 40 ist aus einem geeigneten porösen Material gebildet, zum Beispiel Glasfaser, wenngleich die untere Prallfläche 23 auch aus einem solchen Material gebildet werden könnte, um das Kältemittel zu filtern, in welchem Fall der untere Massekuchen nicht nötig wäre.
- Das Trockenmittelmaterial 24 ist vorzugsweise ein herkömmliches Trockenmittel, welches von einer Vielzahl von Lieferanten erhältlich ist. Ein geeignetes Trockenmittelmaterial wird zum Beispiel von UOP unter den Warenzeichen/Bezeichnungen XH7 und XH9 hergestellt. Andere Arten von Trockenmittelmaterial können natürlich verwendet werden und es wird darauf verwiesen, dass die vorliegende Erfindung, wie in den Fig. 6-8 veranschaulicht, vorrangig auf ein "lose eingefülltes" Trockenmittel gerichtet ist, d. h. ein Trockenmittel, welches nicht in einem Beutel Enthalten ist, sonder sich in einem losen Zustand befindet und nur durch die Seitenwand des Kanisters sowie die oberen und unteren Prallflächen (unter Massekuchen) gehalten wird. Ein derartiges lose eingefülltes Trockenmittel ist meist preisgünstiger als Trockenmittelmaterial, das in Beutelform erhältlich ist, wenngleich offensichtlich sein sollte, dass Trockenmittel in Beutelform natürlich bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden könnte, wenngleich es auch teurer ist. Die Menge des für die Aufnahme/den Trockner erforderlichen Trockenmittels hängt von der jeweiligen Anwendung ab und kann von einem Fachmann leicht ermittelt werden. Die vorliegende Erfindung bietet die Flexibilität der einfachen und mühelosen Verwendung unterschiedlicher Volumen oder Zusammensetzungen von Trockenmittelmaterial durch einfaches Befüllen des Kanisters auf den erwünschten Stand. Die Aufnahme/der Trockner ist nicht auf ein bestimmtes Volumen bzw. Zusammensetzung eines Trockenmittels beschränkt und kann in unterschiedlichen Anwendungen verwendet werden, ohne dass Trockenmittelbeutel unterschiedlicher Volumen, Größen oder Zusammensetzung bestellt oder gelagert werden müssen.
- Die obere ringförmige Prallfläche 44 ähnelt der unteren Prallfläche 23 und umfasst einen perforierten flachen Körper 45, der vorzugsweise an seiner Innenseite durch einen inneren ringförmigen Flansch oder Kragen 46 und an seinem Umfang durch einen äußeren ringförmigen Flansch oder Kragen 48 begrenzt ist. Die inneren und äußeren Flansche 46, 48 erstrecken sich wieder vom Körper 45 stromabwärts. Die Prallfläche 44 könnte wie die untere Prallfläche 23 ebenfalls ohne den inneren Flansch 46 und den äußeren Flansch 48 ausgebildet sein. Ein oberer ringförmiger Massekuchen 54 weist eine mittlere Öffnung auf und ist an der stromaufwärtigen Fläche der Prallfläche 44 vorgesehen, um ein Wandern von Trockenmittelmaterial durch die Prallfläche zu verhindern und um das hierdurch strömende Kältemittel zu filtern. Die obere Prallfläche 44 und der Massekuchen 54 haben vorzugsweise die gleiche Konfiguration und sind aus dem gleichen Material wie die untere Prallfläche 23 und der Massekuchen 40 gebildet, die in Fig. 3-5 gezeigt sind, um das obere Ende des Trockenmittelmaterials zu lagern. Der äußere ringförmige Kragen 48 ist vorzugsweise mit mindestens einer Gleitpassung an dem Innendurchmesser des Kanisters 12 befestigt, während der innere ringförmige Flansch 46 mit mindestens einer Gleitpassung an dem Aufnahmerohr 18 befestigt ist. Die inneren und äußeren Flansche der oberen Prallfläche könnten auch, falls nötig oder erwünscht, an dem Aufnahmerohr und/oder dem Kanister durch Prägen angenietet sein. Die obere und untere Prallfläche (und Massekuchen) halten das Trockenmittelmaterial zuverlässig, um eine unerwünschte Bewegung oder Schwingung desselben zu verhindern.
- Eine obere ringförmige Endabdeckung 60 umschließt das offene obere Ende 16 des Kanisters 12. Die Endabdeckung 60 weist vorzugsweise eine im Wesentlichen flache Außenfläche 62 mit Befestigungslöchern 63 für das Anbringen von Außenteilen auf. Ein Auslasskanal 64 und ein Einlasskanal 66 erstrecken sich durch die Endabdeckung. In dieser Ausgestaltung der Erfindung ist der Auslasskanal 64 vorzugsweise um die Längsmittellinie des Kanisters aufgenommen und nimmt im zusammengebauten Zustand das obere Ende 20 des Aufnahmerohrs auf. Der Auslasskanal und der Einlasskanal könnten auch in bestimmten Anwendungen umgedreht werden, d. h. der Einlasskanal könnte mit dem Aufnahmerohr verbunden werden, und die vorliegende Erfindung soll nicht darauf beschränkt werden, dass ein Kanal für den "Einlass" oder "Auslass-"Kältemittelstrom dient. In den meisten Anwendungen wird jedoch der Auslasskanal mit dem Aufnahmerohr verbunden, um das Kältemittel aus dem unteren Ende der Aufnahme/des Trockners herauszuleiten. In jedem Fall ist das Aufnahmerohr 18 mit einer Gleitpassung in dem Kanal 64 aufgenommen. Der O-Ring 22 an dem Ende des Rohrs sieht eine fluiddichte Abdichtung zwischen dem Aufnahmerohr und der Endabdeckung vor, wenn die Endabdeckung an dem Kanister angebracht ist, ohne dass eine mechanische Dichtung (zum Beispiel durch Prägen, Anpressen, etc.) an der Endabdeckung nötig wird. Die Endabdeckung wird dann mit der Seitenwand 13 des Kanisters fluiddicht abgedichtet, zum Beispiel durch Schweißen, Hartlöten, Löten, etc. wie z. B. bei 70a.
- Beim Zusammenbauen der Aufnahme/des Trockners ist der Kanister 12 anfangs mit der integral damit und vorzugsweise einteilig dazu ausgebildeten unteren Endabdeckung 14 versehen. Das Aufnahmerohr 18 ist in dem Kanister 12 eingesetzt, wobei das untere Ende 19 des Aufnahmerohrs das geschlossene untere Ende 14 des Kanisters berührt. Als Nächstes werden die untere Prallfläche 23 und der untere Massekuchen 40 um das Aufnahmerohr aufgenommen und gleiten hin zum unteren Ende 19. Die untere Prallfläche 23 ist durch Gleitpassung hierzu an dem Aufnahmerohr angebracht oder könnte alternativ, wie vorstehend beschrieben, mit dem Aufnahmerohr vormontiert und daran zum Beispiel durch Prägen oder Anpressen oder durch eine oder mehrere ringförmige Wülste angebracht sein. Die untere Prallfläche 23 ist vorzugsweise an ihrem Umfang durch den nach innen verjüngten Vorsprung 17, der an der Schnittstelle des Kanisters 13 mit dem unteren Ende 14 ausgebildet ist, gelagert. Der Kontakt zwischen dem Umfang der unteren Prallfläche und dem Vorsprung erzeugt eine im Wesentlichen fluiddichte Abdichtung mit dem Kanister. Die untere Fläche der Prallfläche 23 ist dem unteren Ende der Aufnahme/des Trockners zugewandt und bildet zusammen mit dem unteren Ende eine Absetzkammer 67.
- Als Nächstes wird loses Trockenmittelmaterial 24 durch das offene Ende des Kanisters 12 eingefüllt (z. B. eingegossen), um einen entsprechenden Teil des Kanisters zu füllen. Die untere Prallfläche 23 lagert das untere Ende des Trockenmittelmaterials, während der untere Massekuchen 40 verhindert, dass das Trockenmittel durch die Öffnungen in die untere Prallfläche gelangt.
- Als Nächstes werden der obere Massekuchen 50 und die obere Prallfläche 44 um das Aufnahmerohr 18 aufgenommen und gleiten nach unten, um das obere Ende des Trockenmittelmaterials zu lagern. Der obere Massekuchen 50 verhindert, dass Trockenmittel durch die Öffnungen in der oberen Prallfläche gelangt, während sowohl die obere als auch die untere Prallfläche (und die Filterkuchen) eine unerwünschte Bewegung oder Schwingung des Trockenmittelmaterials verhindern.
- Die obere Endabdeckung 60 wird dann über dem offenen oberen Ende 16 des Kanisters angeordnet, wobei das obere Ende 20 des Aufnahmerohrs 18 in dem Auslasskanal 64 aufgenommen ist. Durch Lagern des unteren Endes 19 des Aufnahmerohrs 18 an dem unteren Ende 14 des Kanisters wird das Aufnahmerohr in den Kanal 64 gezwängt, wobei der O-Ring 22 eine fluiddichte Abdichtung dazwischen vorsieht. Die durch den O-Ring 22 erzeugte fluiddichte Abdichtung kann überall entlang der Länge des Kanals 64 vorgesehen werden, was größere Toleranzen zwischen diesen Teilen erlaubt. Die obere Endabdeckung wird dann in entsprechender Weise fluiddicht mit dem Kanister abgedichtet, zum Beispiel durch Hartlöten, Schweißen, Löten, etc. Die Auslass- und Einlasskanäle 64, 66 werden dann in der Kälteanlage in herkömmlicher Weise fluidverbunden und es wird Kältemittel (normalerweise von dem Kondensator) durch den Einlasskanal und nach unten durch die Prallflächen, die Massekuchen und das Trockenmittelmaterial zu der Absetzkammer eingeleitet, um Wasser und suspendierte Partikel zu entfernen. Das Kältemittel wird dann durch das Aufnahmerohr nach oben gesaugt und durch den Auslasskanal zu der Kälteanlage (normalerweise zur Expansionsvorrichtung) geleitet.
- Erfindungsgemäß umfasst die Aufnahme/der Trockner 10, wie in den Fig. 6 und 7 gezeigt, ein Trockenmittelrohr 70 koaxial mit und aufgenommen um das Aufnahmerohr 18, wobei sich das Trockenmittelrohr 70 zwischen der unteren Prallfläche 23 und der oberen Prallfläche 44 erstreckt. Die untere Prallfläche 23 weist mindestens eine Gleitpassung (wenn möglich Presssitz) mit dem Trockenmittelrohr 70 auf Bevorzugt ist, dass das Trockenmittelrohr 70 eine ringförmige Wulst 72 und einen nach außen gedrehten ringförmigen Flansch 74 am unteren Ende des Trockenmittelrohrs aufweist. Der Wulst 72 und der Flansch 74 sind nahe zueinander beabstandet und berühren gegenüberliegende Seiten der unteren Prallfläche 23. Insbesondere berührt die Wulst 72 die obere, sich radial erstreckende Endfläche des Flansches 26 an der Prallfläche 23, während der Flansch 74 an dem Trockenmittelrohr 70 der Biegung des Flansches 26 folgt und den Körper 25 entlang des Innendurchmessers an der unteren stromaufwärtigen Fläche der Prallfläche lagert, wodurch die Prallfläche an dem Trockenmittelrohr befestigt wird.
- Der Innendurchmesser des Trockenmittelrohrs kann mühelos und genau gesteuert werden, wenn die Wulst und/oder der Flansch an dem Trockenmittelrohr ausgebildet sind. Endform- oder Flanschfließdrückmaschinen können die Wulst bzw. den Flansch erzeugen und gleichzeitig den Innendurchmesser des Rohrs an der Position der Wulst bzw. des Flansches verengen. Wenn das Aufnahmerohr eingeführt wird, wird zwischen dem Trockenmittelrohr und dem Aufnahmerohr an der Position der Wulst bzw. des Flansches eine fluiddichte Presssitz-Dichtung vorgesehen.
- Alternativ könnte der innere Flansch 26 an der unteren Prallfläche in Eingriff mit dem Trockenmittelrohr 70 fließgedrückt werden oder es könnte an Stelle einer Wulst und eines Flansches ein eng beabstandetes Paar Wülste in dem Trockenmittelrohr ausgebildet werden. Das Trockenmittelrohr 70 und die untere Prallfläche 23 könnten auch zusammen einstückig ausgebildet werden. In diesem Fall könnte das Trockenmittelrohr einfach fließgedrückt werden, wobei der Innendurchmesser präzis gesteuert wird, um einen Presssitz mit dem Aufnahmerohr vorzusehen, wenn das Aufnahmerohr später in das Trockenmittelrohr eingesetzt wird. In jedem Fall sind Endform-, Flanschfließdrück- und Fließdrückmaschinen, die derartige Wülste und Flansche erzeugen, herkömmliche Maschinen und sollten dem Fachmann bekannt sein. Es sollte auch vermerkt werden, dass der Rest des Trockenmittelrohrs lediglich eine Gleitpassung mit dem Aufnahmerohr haben kann, was Toleranzen entlastet und die Herstellkosten des Trockenmittelrohrs und des Aufnahmerohrs verringert.
- Nach dieser Ausgestaltung der Erfindung werden die untere Prallfläche 23 und das Trockenmittelrohr 70 vorzugsweise zuerst in den Kanister 12 eingesetzt. Die untere Prallfläche 23 ist vorzugsweise an ihrem Umfang durch den zwischen der Kanisterseitenwand 13 und dem unteren Ende 14 ausgebildeten Vorsprung 17 gelagert. Der untere Massekuchen 40 wird dann mit der unteren Prallfläche 23 montiert. Das Trockenmittel 24 wird dann in den Kanister eingebracht und an seinem unteren Ende durch die Prallfläche 23 (und den unteren Massekuchen 40) gelagert. Der obere Massekuchen 50 und die obere Prallfläche 44 werden dann in den Kanister eingebracht und über dem Trockenmittelrohr 70 aufgenommen, um das andere Ende des Trockenmittelmaterials 24 zu lagern. Die obere Prallfläche 44 weist zum Trockenmittelrohr 70 eine Gleitpassung auf und kann ebenfalls an dem Trockenmittelrohr durch Prägen vernietet werden, wenn dies nötig oder erwünscht ist. Mit der engen Passung zwischen der unteren Prallfläche 23 und dem Trockenmittelrohr 70 (oder der einteiligen Ausbildung dieser Teile) und einem Presssitz zwischen dem Trockenmittelrohr 70 und dem Aufnahmerohr 18 wird im Wesentlichen eine fluiddichte Abdichtung über der gesamten unteren Prallfläche und dem gesamten Aufnahmerohr ohne weitere Abdichtteile, wie Dichtungen, Ringe, etc. vorgesehen. Wie in der ersten Ausgestaltung weist der Außenumfang der unteren Prallfläche 23 mindestens eine Gleitpassung (falls möglich Presssitz) zum Kanister 12 auf, während die obere Prallfläche 44 eine Gleitpassung zum Kanister 12 aufweist.
- Das Aufnahmerohr 18 kann dann mit der Endabdeckung 60 vormontiert und durch das Trockenmittelrohr 70 eingeführt werden. Vorzugsweise weist das Aufnahmerohr eine Wulst 78 an seinem oberen Ende auf, welche in einem den Kanal 64 umgebenden Kragen 80 aufgenommen ist. Der Kragen wird dann um die Wulst geprägt bzw. angepresst, um eine fluiddichte Verbindung zwischen dem Aufnahmerohr und der oberen Endabdeckung vorzusehen. Ein (nicht abgebildeter) O-Ring kann in dem Kragen (an der oberen oder unteren Seite der Wulst 79) vorgesehen werden, um die fluiddichte Verbindung zu verbessern. Ferner kann, wie in Fig. 8 gezeigt, das Aufnahmerohr 18 unmittig zur Endabdeckung 60 verbunden werden und dann entlang der Mittellinie des Kanisters gebogen oder gekrümmt werden, so dass es mit dem Trockenmittelrohr 70 ausgerichtet ist. Dies bietet Flexibilität bei dem Positionieren des Auslasskanals 64 in einer unmittigen Beziehung an der Endabdeckung und daher beim Anbringen weiterer Teile an der Außenfläche der Endabdeckung. Die Endabdeckung 60 wird dann an der Kanisterseitenwand 13, wie vorstehend beschrieben, zu m Beispiel durch Schweißen, Hartlöten, Löten, etc. befestigt.
- Es wird vermerkt, dass bei Befestigung des Aufnahmerohrs 18 an der Endabdeckung 60 in der obigen Weise (d. h. durch Anpressen oder Prägen) das untere Ende 19 des Aufnahmerohrs von dem unteren Ende 14 des Kanisters beabstandet sein kann, denn das obere Ende des Aufnahmerohrs ist an der Endabdeckung angebracht, was in der ersten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung nicht der Fall ist. Alternativ wenn das Aufnahmerohr wie in der ersten Ausgestaltung an der oberen Endabdeckung befestigt werden kann, d. h. durch eine Gleitpassung mit einem O- Ring, was die fluiddichte Abdichtung liefert. In diesem Fall kann sich das Aufnahmerohr nach unten erstrecken und durch das untere Ende 14 des Kanisters gelagert werden, so dass das obere Ende des Aufnahmerohrs bei der Montage durch den Auslasskanal in der oberen Endabdeckung geschoben wird.
- Somit gibt, wie vorstehend beschrieben, die vorliegende Erfindung eine neue und einzigartige Aufnahme/Trockner sowie ein Verfahren für das Zusammenbauen einer solchen Aufnahme/eines solchen Trockners zur Hand, welcher einfach und kostengünstig herzustellen ist. Die Aufnahme/der Trockner ist in Verbindung mit losem Trockenmittel, welches verwendet werden kann, auch wenn die Aufnahme/der Trockener ein integrales unteres Ende besitzt und von oben befüllt werden muss, besonders brauchbar. Die Aufnahme/der Trockner bietet ferner Flexibilität, da er problemlos unterschiedliche Volumen bzw. Zusammensetzungen von Trockenmittelmaterial für unterschiedliche Anwendungen bewältigen kann und ohne zusätzliche Arbeit, Material bzw. Kosten die nicht mittige Verbindung des Aufnahmerohrs mit der Endabdeckung zulässt.
Claims (8)
1. Aufnahme/Trockner (10) mit einem Kanister (12) mit einer sich in Längsrichtung
erstreckenden zylindrischen Seitenwand (13), einer integral und einstückig mit
einem Ende der Seitenwand ausgebildeten ersten Endabdeckung (14) und
einer Öffnung am anderen Ende (16) der Seitenwand;
einem sich in Längsrichtung in dem Kanister erstreckenden Aufnahmerohr (18
mit einem ersten Ende (19) des Aufnahmerohrs benachbart zur ersten
Endabdeckung und einem zweiten Ende (20) des Aufnahmerohrs entfernt von
der ersten Endabdeckung beabstandet;
einem Trockenmittelrohr (70), das in umgebender, fluiddichter Beziehung zu
dem Aufnahmerohr angeordnet ist, einer ersten ringförmigen Prallfläche (23),
die ein einem Innenmaß der Seitenwand nahekommendes Umfangsmaß
aufweist und gegenüber dem Trockenmittelrohr fluiddicht ist, wobei die erste
Prallfläche in dem Kanister benachbart zur der ersten Endabdeckung
angeordnet ist;
einer zweiten ringförmigen Prallfläche (44) mit einem Umfangsmaß, das dem
Innenmaß der Seitenwand nahe kommt, und einer das Trockenmittelrohr
aufnehmenden mittleren Öffnung, wobei die zweite Prallfläche in dem Kanister
angeordnet ist und um das Trockenmittelrohr fern der ersten Endabdeckung
aufgenommen ist;
losem Trockenmittelmaterial (24), das in dem Kanister angeordnet und direkt
durch die Kanisterseitenwand gelagert ist und das Trockenmittelrohr zwischen
der ersten und zweiten Prallfläche umgibt;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahme/der Trockner (10) weiterhin eine zweite Endabdeckung (60) mit
ersten und zweiten Kanälen (64, 66) umfasst, die sich durch die zweite
Endabdeckung erstrecken, damit das Kältemittel in den Kanister hinein und aus
diesem heraus strömen kann, wobei die zweite Endabdeckung das andere
Erde der Seitenwand einschließt und das zweite Ende (20) des Aufnahmerohrs
in einem (64) der Kanäle (64, 66) in fluiddichter Beziehung dazu aufnimmt, und
das Trockenmittelrohr und das Aufnahmerohr einen zusammenwirkenden,
mechanisch verformten Aufbau (72, 74) aufweisen, welcher eine fluiddichte
Abdichtung zwischen denn Aufnahmerohr (18) und dem Trockenmittelrohr (70)
erzeugt.
2. Aufnahme/Trockner (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
erste Prallfläche (23) eine das Trockenmittelrohr (70) aufnehmende mittlere
Öffnung (27) aufweist und mit dem Trockenmittelrohr in Gleitpassung steht,
wobei das Trockenmittelrohr ferner eine ringförmige Wulst (72) und einen
ringförmigen Flansch (74) aufweist, der ringförmige Flansch (74) und die
ringförmige Wulst (72) entlang des Trockenmittelrohrs beabstandet sind und
entgegengesetzte Flächen der ersten Prallfläche (23) berühren, um die erste
Prallfläche an dem Trockenmittelrohr zu halten, wobei ein Presssitz zwischen
dem Trockenmittelrohr und dem Aufnahmerohr an dem Ort der Wulst bzw. der
Flansch vorgesehen ist.
3. Aufnahme/Trockner (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
erste Prallfläche (23) einen ringförmigen, sich radial erstreckenden Körper (25)
mit einer ersten Fläche und einen die mittlere Öffnung in der ersten Prallfläche
umgebenden und sich in Längsrichtung in dem Kanister weg von einer zweiten
Fläche des Körpers erstreckenden Kragen (26) umfasst, wobei der Kragen eine
sich radial erstreckende ringförmige Endfläche aufweist, die ringförmige Wulst
des Trockenmittelrohrs mit der ringförmigen Endfläche des Trockenmittelrohrs
greift und der ringförmige Flansch mit der ersten Fläche des Körpers greift, um
die erste Prallfläche an dem Trockenmittelrohr zu befestigen.
4. Aufnahme/Trockner (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der zusammenwirkende Aufbau (72, 74) eine fluiddichte
Presssitzabdichtung entlang eines Teils des Trockenmittelrohrs vorsieht, wobei
der Rest des Trockenmittelrohrs mit dem Aufnahmerohr in Gleitpassung steht.
5. Aufnahme/Trockner (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das
Aufnahmerohr (18) koaxial mit dem Trockenmittelrohr (70) entlang einer
Längsachse des Kanisters ist und dann weg von der Längsachse gebogen und
in der zweiten Endabdeckung an einem Ort weg von der Längsachse
aufgenommen ist.
6. Verfahren für das Montieren der Aufnahme/des Trockners (10) nach Anspruch
1, welches durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
Vorsehen der ersten Prallfläche (23) in dichter umgebender Beziehung zu dem
Trockenmittelrohr (70);
Einsetzen des Trockenmittelrohrs (70) und der ersten Prallfläche (23) durch das
offene Ende (16) des Kanisters (12), wobei eine erste Fläche der Prallfläche der
ersten Endabdeckung (14) zugewandt ist und der Umfang der ersten Prallfläche
eng in dem Kanister aufgenommen ist;
anschließendes Einbringen des losen Trockenmittelmaterials (24) in den
Kanister, wobei das Trockenmittelmaterial durch eine zweite Fläche der ersten
Prallfläche und die Seitenwand (12) des Kanisters getragen wird;
Einsetzen der zweiten Prallfläche (44) über das Trockenmittelrohr, wobei die
zweite Prallfläche die das Trockenmittelrohr aufnehmende mittlere Öffnung
aufweist, wobei die erste Fläche der zweiten Prallfläche das lose
Trockenmittelmaterial trägt und der Umfang der zweiten Prallfläche eng in dem
Behälter aufgenommen ist;
Einsetzen des Aufnahmerohrs (18) durch das offene Ende (16) des Kanisters
und in das Trockenmittelrohr (70) und
anschließendes Anbringen der zweiten Endabdeckung (60) an dem offenen
Ende des Kanisters, wobei die zweite Endabdeckung den sich durch die
Endabdeckung erstreckenden ersten Kanal (64) aufweist, das Aufnahmerohr
(18) in dem Kanal (64) aufgenommen ist, wobei eine fluiddichte Abdichtung
zwischen dem Aufnahmerohr (18) und der zweiten Endabdeckung (60)
vorgesehen ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, welches weiterhin den Schritt des derartigen
Ausbildens des Trockenmittelrohrs umfasst, dass ein Innendurchmesser
vorgesehen wird, welcher mit einem Außendurchmesser des Aufnahmerohrs
pressgepasst ist, wenn das Aufnahmerohr später in das Trockenmittelrohr
eingesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, welches weiterhin den Schritt
des Vormontierens der ersten Prallfläche (23) und des Trockenmittelrohrs (70)
vor dem Einführen der ersten Prallfläche und des Trockenmittelrohrs in den
Kanister umfasst, wobei das Trockenmittelrohr ein Paar mechanisch verformter
Teile (72, 74) aufweist, welche so zusammenwirken, dass sie die erste
Prallfläche an dem Trockenmittelrohr halten.
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