DE69714740T2 - Faltverschluss für armbänder - Google Patents
Faltverschluss für armbänderInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft einen Faltverschluss gemäss den Ansprüchen. Sie betrifft insbesondere einen Faltverschluss für ein Uhrenarmband mit zumindest einem Faltarm, der an einem elastischen, in einem Basisbügel angeordneten Verriegelungsglied verriegelt werden kann.
- Das Dokument EP 0 509 938 beschreibt einen Faltverschluss mit zwei gelenkig an den Enden eines zentral angeordneten Schlittens befestigten Faltarmen. Jeder Arm umfasst eine Vertiefung, die eine Verriegelung zulässt, indem die benannte Vertiefung auf einen Bolzen oder Stift des zentral angeordneten Schlittens aufgedrückt wird. Die Arme sind massive Teile von begrenzter Elastizität, während die Vertiefungen ihre Biegsamkeit unter der Wirkung eines wiederholten Zusammendrückens verlieren. Um diesen Verlust von Biegsamkeit auszugleichen, kann man die Breite einer hinter der Vertiefung gelegenen Nut mit Hilfe einer Schraubenzieher- oder Messerspitze verändern. Diese Veränderung der Biegsamkeit ist unsicher und birgt die Gefahr einer Beschädigung des Faltarms in sich.
- Das Dokument EP 0 115 740 zeigt einen weiteren Faltverschluss mit grossen Reibungsflächen, um das Einrasten der Faltarme zu bewirken. Man bemerke hier die bedeutende Kraft, die erforderlich ist, um das Armband sowohl zu schliessen als auch zu öffnen. Dies stellt einen weiteren Nachteil dar, da der Benutzer sich die Fingernägel ramponieren kann, wenn er den Einschnitt betätigt.
- Ein dritter Nachteil liegt in der Zuverlässigkeit und Sicherheit von bekannten Schliessen mit Falt- und Einrastverschluss. Die Verriegelungskräfte sind schwer einstellbar und bergen die Gefahr einer ungewollten Öffnung des Faltverschlusses in sich. Als Beispiel sei das Problem der asymmetrischen Einrastkraft eines Verschlusses mit zwei Faltarmen erwähnt, die sich über einer gemeinsamen Öse schliessen. Beim ersten Einrasten eines der Faltarme wird diese Öse geringfügig verformt, so dass der andere Faltarm mit einer anderen Einrastkraft einrastet.
- Ein weiterer Nachteil ist der Mangel an Langzeitstabilität der bekannten Faltverschlüsse. Die Befestigungen der verschiedenen Elemente unterliegen oft unerwünschten Einwirkungen wie der Korrosion, was eine Bruchgefahr für den Faltverschluss in sich birgt.
- Der Einsatz identischer Werkstoffe wie rostfreier Stahl auf rostfreiem Stahl, dem man bei bestimmten Verschlüssen begegnet, birgt die Gefahr des Festfressens der Verschlussteile in sich, wenn die spezifischen Drucke zu bedeutend werden.
- In FR 2 705 873 ist bereits ein Verschluss des oben erwähnten Typs vorgeschlagen worden, der eine Basis und einen Arm umfasst, dessen eines Ende gelenkig an dieser Basis befestigt ist und sich in der Schliessstellung des Verschlusses zwischen zwei parallele Schenkel der Basis legt. Dieser Arm und diese Basis haben somit zwei Paare von Seitenflächen, die in der Schliessstellung des Verschlusses paarweise einander gegenüber stehen. Jede dieser benachbarten Seitenflächen hat eine längs verlaufende Vertiefung, die zusammen ein zylindrisches Lager bilden. Eine Spiralfeder ist in einer der längs verlaufenden Vertiefungen untergebracht und greift beim Schliessen des Verschlusses elastisch in die andere längs verlaufende Vertiefung ein. Die Tatsache, eine seitliche Einrastkraft auszuüben, kann Verformungen hervorrufen, die dazu tendieren, die Schenkel der Basis voneinanderzuspreizen. Übrigens muss die Spiralfeder, wenn sie in einer der längs verlaufenden Vertiefungen gehalten wird, sich an die Gestalt dieser Vertiefung anpassen, so dass ihr Freiheit fehlt, sich beim Öffnen oder Schliessen des Verschlusses zu verformen.
- Aus diesen Gründen besteht das Ziel der vorliegenden Erfindung darin, eine Lösung für diese Probleme zu schaffen, indem ein Faltverschluss zum Beispiel für eine Armbanduhr geschaffen wird, der einen besonders kompakten und mit den bekannten und bewähren Fertigungstechniken verträglichen Aufbau besitzt.
- Dieses Ziel wird durch die Erfindung erreicht, wie sie in den Ansprüchen definiert wird.
- Die Erfindung wird nachstehend mit Hilfe von Figuren beschrieben, die schematisch und beispielhaft verschiedene Ausführungsformen des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verschlusses veranschaulichen.
- - Fig. 1a und 1b sind eine Seitenansicht und eine Draufsicht eines Details einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Faltverschlusses,
- - Fig. 2a und 2b sind eine Seitenansicht und eine Draufsicht eines Details einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Faltverschlusses,
- - Fig. 3a und 3b sind teilweise geschnittene Draufsichten eines Details der ersten Ausführungsform des Verriegelungsgliedes eines Faltverschlusses gemäss den Fig. 1a und 1b,
- - Fig. 4 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht eines Details der zweiten Ausführungsform des Verriegelungsgliedes eines Faltverschlusses gemäss den Fig. 2a und 2b,
- - Fig. 5 ist eine perspektivische, auseinandergezogene Ansicht einer dritten Ausführungsform,
- - Fig. 6 ist eine perspektivische Ansicht eines Details einer vierten Ausführungsform des erfindungsgemässen Faltverschlusses,
- - Fig. 7 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht eines Details der vierten Ausführungsform gemäss Fig. 6,
- - Fig. 8 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Details einer fünften Ausführungsform des Verriegelungsgliedes eines Verschlusses,
- - Fig. 9a und 9b sind teilweise geschnittene Draufsichten eines Details einer fünften Ausführungsform gemäss Fig. 8,
- - Fig. 10 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht eines Details einer sechsten Ausführungsform des Verriegelungsgliedes eines erfindungsgemässen Verschlusses,
- - Fig. 11 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Details gemäss Fig. 10.
- Die sichtbaren Elemente des erfindungsgemässen Faltverschlusses sind bevorzugt aus Metall, sie sind zum Beispiel aus rostfreiem Stahl und/oder Gold gefertigt. Der Einsatz anderer Basiswerkstoffe ist natürlich möglich. Der Faltverschluss umfasst zumindest einen bezüglich eines Basisbügels 3 schwenkbar angebrachten Faltarm 1, 2 und ein Verriegelungsglied 4. Den in Fig. 1 bis 11 gezeigten bevorzugten Ausführungsformen zufolge setzt sich der Basisbügel 3 aus zwei seitlichen Bügeln zusammen, die durch zwei quer verlaufende Stifte 3.10 miteinander verbunden sind. Weiter den bevorzugten Ausführungsformen zufolge dienen die benannten, quer verlaufenden Stifte 3.10 auch als Scharnier für zwei Faltarme 1, 2. Durch positiven Eingriff an den Faltarmen 1, 2 angeordnete Befestigungsglieder 1.1, 2.1 erlauben die Befestigung eines Armbandes am Faltverschluss, die benannten Befestigungsglieder 1.1, 2.1 erlauben zum Beispiel die Befestigung eines Gliederarmbandes. Endglieder können vorgesehen werden, die zugleich zu einem Gliederarmband und zum Faltverschluss gehören. Solche Endglieder gehen über den Rahmen der vorliegenden Erfindung hinaus und werden in den Figuren nicht gezeigt.
- Das Verriegelungsglied 4 ist fest in zumindest einer Öffnung 3.1, 3.1' des Basisbügels 3 verankert. Dieses Verriegelungsglied 4 erlaubt eine Verriegelung zumindest eines Faltarmes 1, 2, indem dieser Faltarm 1, 2 auf das Verriegelungsglied 4 umgelegt wird. Jeder Faltarm 1, 2 umfasst zumindest eine Berührungsfläche 1.4, 2.4, die sich unter Druck auf das Verriegelungsglied 4 legen kann. Sechs bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemässen Faltverschlusses werden gezeigt, in denen:
- Das Verriegelungsglied 4 mehrere elastische röhrenförmige Elemente und Kombinationen solcher elastischer Elemente umfasst. Den Fig. 1a, 1b, 3a, 3b, 5 bis 11 zufolge umfasst das Verriegelungsglied 4 eine Spiralfeder 4.1 und zumindest einen Kern 4.2, der der Spiralfeder 4.1 als Träger und als Verbindung zum Basisbügel 3 dient, wobei die Spiralfeder 4.1 um den zumindet einen Kern 4.2 herum angeordnet ist, was ein Zusammendrücken der Windungen 40 der Feder 4.1 in einer ersten Richtung gestattet, was sie dem Kern 4.2 näher bringt, und was es gestattet, diese Windungen 40 in einer zweiten, quer verlaufenden Richtung durch Gleiten auf dem Kern 4.2 auseinanderzuziehen. Eine Berührungsfläche 1.4, 2.4 des zumindest einen Faltarmes 1, 2 drückt gegen das Verriegelungsglied 4 und übt eine Kraft in Richtung des Kerns 4.2 aus, und zwar entlang einer Ebene, die die Achse dieses Kerns 4.2 und die quer verlaufende Schwenkachse 3.10 des Armes 1, 2 enthält. Die Berührungsflächen 1.4, 2.4 der Faltarme mit der Spiralfeder 4.1 erstrecken sich über die gesamte Breite dieses Feder. Fig. 3a, 3b, 9a und 9b zeigen deutlich das Zusammenrücken eines Abstandes e in der Richtung TT' der Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 unter der Einwirkung einer Schliesskraft F. Die Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 sind biegsam, sie werden oval und sie können sich quer dehnen, was eine automatische Zentrierung und einen Ausgleich einer eventuellen Asymmetrie der Faltar ne 1, 2 bezüglich des Verriegelungsgliedes 4 ermöglicht. Dieses Schliessen wird begleitet von einer Dehnung der Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 auf dem Kern 4.2. Fig. 3a und 3b zeigen deutlich die Dehnung eines Abstandes e in der Richtung LL' des Verriegelungsgliedes 4 unter der Einwirkung der Schliesskraft F.
- Den Fig. 2a, 2b, 4 bis 11 zufolge umfasst das Verriegelungsglied 4 ein elastisches Rohr 4.3 und zumindest einen Kern 4.2. Das elastische Rohr 4.3 hat eine elastisch verformbare, dünne Wand 400. Unter der Einwirkung einer Schliesskraft F kann sich die Wand 400 des elastischen Rohres 4.3 verformen und oval werden. Diese Verformung erfolgt insbesondere im mittleren Abschnitt des elastischen Rohres 4.3, da die Enden des benannten elastischen Rohres 4.3 durch auf den Kern 42 montierte Abstandsringe 4.4 mit dem Basisbügel 3 verbunden sind. Die Berührungsflächen 1.4, 2.4 der Faltarme 1, 2, die sich durch reversible Verformung an das benannte elastische Rohr 4.3 anschmiegen können, haben eine Gestalt und Breite, die dieser Verformung des mittleren Abschnitts des elastischen Rohres 4.3 angepasst sind. Da die Breite der Wechselwirkungsfläche mit den Faltarmen 1, 2 gegenüber der Wechselwirkungsfläche der Spiralfeder 4.1 auf praktisch die Hälfte verringert ist, ist auch die Auswirkung einer eventuellen Asymmetrie in der Ausrichtung der Faltarme 1, 2 bezüglich des Verriegelungsgliedes 4 verringert. Das elastische Rohr 4.3 ist bevorzugt aus Metall, und seine Wand 400 hat bevorzugt eine Stärke von 0.15 mm. Bei einer geringeren Stärke wird die maximale Biegebeanspruchung zu bedeutend (die Verformungskraft ist zu gross und die Verriegelung wird schwierig), während bei einer grösseren Stärke die elastische Konstante des elastischen Rohres 4.3 zu bedeutend wird (die Wand 400 verformt sich über die Fliessgrenze hinaus und die Verriegelung ist nicht gut). Somit stellt für ein elastisches Rohr 4.3 aus Metall, zum Beispiel aus rostfreiem Stahl, eine Stärke von 0.15 mm eine ideale Wahl dar, die eine wohldefinierte Schliesskraft (die gut zu fühlen ist, ohne zu stark oder zu schwach zu sein) und gleichzeitig eine leichte maschinelle Bearbeitung des Verriegelungsgliedes 4 ermöglicht.
- Um eine Verformung des elastischen Rohrs 4.3 in seinem mittleren Abschnitt zu erlauben, muss der Aussendurchmesser des Kerns 4.2 kleiner als der Innendurchmesser des elastischen Rohres 4.3 sein. Um eine Verbindung der Enden des elastischen Rohres 4.3 mit dem Kern zu realisieren, können Abstandsringe 4.4 vorgesehen werden.
- Die Schliesskraft F kann durch eine Vielzahl unterschiedlicher Mittel abgewandelt werden. Es ist zum Beispiel möglich, eine Spiralfeder 4.1 mit einem elastischen Rohr 4.3 zu kombinieren, wie in Fig. 5 bis 7, 10 und 11 gezeigt. Bevorzugt ist die Spiralfeder 4.1 um einen oder zwei Kerne 4.2 herum angeordnet, und das elastische Rohr 4.3 ist um die Spiralfeder 4.1 herum angeordnet. Das hat den Vorteil, dass die Spiralfeder 4.1 fast ganz versteckt ist, was den ästhetischen Anforderungen nachkommt, dabei aber dem Faltverschluss Halt gibt, da die Windungen 400 dem Aussehen des Faltlverschlusses abträglich sein können und nicht verschmutzen können.
- Das Öffnen des Faltverschlusses erfolgt, indem zumindest ein Abschnitt eines Endes 4.5 von zumindest einem Kern 42 gedruckt wird, um die Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 zusammenzudrücken und/oder um die Wand 400 des elastischen Rohres 4.3 in der zweiten Richtung LL' zu verformen und so die Berührungsflächen 1.4, 2.4 der Faltarme 1, 2 aus dem Verriegelungsglied 4 zu befreien. Die zusammengedrückten Windungen 40 und die verformte Wand 400 üben über den benannten Kern 4.2 eine Öffnungskraft auf die Berührungsflächen 1.4, 2.4 der Faltarme 1, 2 aus und gestatten es, den Faltverschluss zu öffnen. Der Benutzer kann den Faltverschluss einfach entriegeln, indem er bevorzugt mit zwei Fingern auf die Enden 4.5 der Kerne 42, die über die Seitenwände des Basisbügels 3 herausstehen, drückt.
- Es ist somit möglich, einen erfindungsgemässen Faltverschluss einzusetzen, der ein Verriegelungsglied 4 besitzt, in dem entweder eine Spiralfeder 4.1 oder ein elastisches Rohr 4.3 oder eine Kombination einer Spiralfeder 4.1 mit einem elastischen Rohr 4.3 die elastischen Elemente sind. Wenn die beiden Faltarme 1, 2 zum Basisbügel 3 hin umgelegt werden, müssen die Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 und/oder die Wand 400 des elastischen Rohres 4.3 quer mit Hilfe der Berührungsflächen 1.4, 2.4 oder der konkaven Enden der Faltarme 1, 2 zusammengedrückt werden, um die Faltarme 1, 2 einrasten zu können und die Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 zu dehnen, oder durch elastische Verformung der Wand 400 des elastischen Rohres 4.3 mit den konkaven Enden der Faltarme 1, 2. Fig. 3a, 3b und 9a, 9b zeigen das Zusammenrücken eines Abstandes e der Spiralfeder 4.1 under der Einwirkung der Schliesskraft F. Fig. 4 zeigt die Verformung des elastischen Rohres 4.3 unter der Einwirkung der Schliesskraft F.
- Der Hauptvorteil der erfindungsgemäss eingesetzten elastischen Elemente 4.1, 4.3 der Verriegelung 4 liegt in der Art und Weise, in der diese elastischen Elemente 4.1, 4.3 auf die Schliesskraft F ansprechen:
- - Die Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 werden oval und können sich auf einem oder zwei Kernen 4.2, die der Verbindung mit dem Basisbügel 3 dienen, dehnen. Die Windungen 40 können dadurch automatisch zentriert werden und erlauben einen Ausgleich einer eventuellen Asymmetrie in der Ausrichtung der Faltarme 1, 2 bezüglich des Verriegelungsgliedes 4. Das Schliessen der Faltarme 1, 2 wird begleitet von einer Dehung der Windungen 40 ausserhalb des Kernes 4.2. Die. Wechselwirkung zwischen den Faltamen 1, 2 und der Spiralfeder 4.1 erfolgt über die ganze Länge der Spiralfeder 4.1 hinweg.
- - Die Wand 400 des elastischen Rohres 4.3 kann oval werden. Diese Verformung erfolgt insbesondere im mittleren Abschnitt des elastischen Rohres, da die Enden dieses Rohres über die Abstandsringe 4.4 mit dem Basisbügel 3 verbunden sind. Die Berührungsfläche 1.4, 2.4 der Faltarme 1, 2, die sich an das elastische Rohr 4.3 anschmiegen, haben eine Gestalt und Breite, die der Verformung des mittleren Abschnitts des elastischen Rohres 4.3 angepasst sind. Da die Breite der Wechselwirkungsfläche im Verhältnis zu der Spiralfeder 4.1 verringert ist, ist die Auswirkung einer eventuellen Asymmetrie in der Ausrichtung der Faltarme 1, 2 bezüglich des Verriegelungsgliedes 4 ebenfalls verringert.
- - Die Kombination eines elastischen Rohres 4.3 mit einer Spiralfeder 4.1, die auf einem oder zwei Kernen 4.2 angeordnet ist, erlaubt eine automatische Zentrierung und zugleich einen Ausgleich einer eventuellen Asymmetrie in der Ausrichtung der Faltarme 1, 2 bezüglich des Verriegelungsgliedes 4 sowie eine begrenzte Verformung des mittleren Abschnitts des elastischen Rohres 4.3. Die Spiralfeder 4.1 wird fast ganz versteckt, was somit den ästhetischen Anforderungen nachkommt, während sie aber dem Schliessen des Faltverschlusses dient.
- Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Einstellung der Schliesskraft F durch den Ersatz eines oder mehrerer Verriegelungselemente 4 zu gestatten. Damen- und Herrenmodelle unterscheiden sich nur durch die Kraft oder Elastizität der Feder. Der Faltverschluss gestattet eine rasche Veränderung der Schliesskraft F, indem das Verriegelungsglied 4 durch Verriegelungsglieder 4 mit anderen Schliesskräften F ersetzt wird. Das kann erfolgen, indem man einen mehr oder weniger grossen Durchmesser des röhrenförmigen Verriegelungsgliedes 4 oder eine Spiralfeder 4.1 oder ein elastisches Rohr 4.3 mit einer mehr oder weniger grossen Elastizität auswählt.
- Der erfindungsgemässe Faltverschluss kann ein Sicherungsglied 5 umfassen, das bezüglich eines Faltarmes 1, 2 schwenkbar angebracht ist und eine Sicherheitsverriegelung des Faltarms 1, 2 gestattet, indem dieses Sicherungsglied 5 auf das Verriegelungsglied 4 umgelegt wird. Das Sicherungsglied 5 umfasst zumindest eine Berührungsfläche 5.4, die sich unter Druck in einer zweiten Richtung LL' an das Verriegelungsglied 4 anschmiegen kann. Fig. 8 bis 11 zeigen, dass das Sicherungsglied 5 bevorzugt die Gestalt einer Kappe besitzt. Diese Kappe ist abnehmbar an einem (nicht dargestellten) endständigen Glied befestigt, das ein Teil des Armbandes ist. Ein Bolzen 5.6 dient als Scharnier für diese Befestigung.
- Den Fig. 8 bis 11 zufolge schmiegt sich zumindest eine Berührungsfläche 5.4 zumindest eines Sicherungsorgans 5 an das Verriegelungsglied 4 an, indem zumindest ein Abschnitt eines Endes 4.5 zumindest eines Kernes 4.2 gedrückt wird und indem die Windungen 40 einer Spiralfeder 4.1, die in der zweiten Richtung LL' des Verriegelungsgliedes 4 ausgerichtet sind, zusammengedrückt werden. Fig. 8, 9a und 9b zeigen eine Ausführungsform eines Faltverschlusses mit einem Verriegelungsglied 4, das eine Spiralfeder 4.1 und zwei Kerne 4.2 besitzt, Fig. 10 und 11 zeigen eine Ausführungsform eines Faltverschlusses mit einem Verriegelungsglied 4, das eine Spiralfeder 4.1, zwei Kerne 4.2 und ein elastisches Rohr 4.3 besitzt.
- Wie durch die Fig. 5, 7 und 10 veranschaulicht, ist der Kern 4.2 fest mit einem Element 4.5 verbunden, das in der Lage ist, zwei axiale Stellungen einzunehmen, eine, in der dieses Element 4.5 sich gänzlich im Inneren des Basisbügels 3 befindet (Fig. 7), und die andere, die es einnimmt, nachdem es mit dem Sperrgliedern 5.4 des Sicherungsorgans 5 in Eingriff gebracht worden ist (Fig. 10), und in der es sich quer zwischen dem Basisbügel 3 und den schwenkbar an diesem Basisbügel 3 angebrachten Armen 1, 2 befindet.
- Diese Sicherheitsverriegelung erfolgt, indem das Sicherungsglied 5 in Gestalt einer Kappe in Richtung auf die Faltarme 1, 2 umgelegt wird. Zumindest ein Abschnitt eines Endes 4.5 zumindest eines Kernes 42 wird gedrückt und die Windungen 40 der Spiralfeder 4.1 werden durch die Berührungsflächen 5.4 der seitlichen Arme der Sicherheitskappe längs zusammengedrückt, um diese Kappe durch elastisches Einrasten der Berührungsflächen 5.4 der seitlichen Arme der Sicherheitskappe 5 schliessen zu können. Fig. 8, 9a und 9b zeigen zwei Schritte des Schliessens der Sicherung. Sie zeigen das Zusammenrücken eines Abstandes d in der Richtung LL' des Verriegelungsgliedes 4 unter der Einwirkung der Sicherungskraft F'. Wenn sich die Windungen 40 berühren, werden sie weiter zusammengedrückt, wobei sich die Sicherungskraft F' zur Schliesskraft F addiert. Diese Sicherungskraft F' bleibt jedoch kleiner als die Öffnungskraft des Faltverschlusses, wodurch eine Sicherheitsverriegelung ohne Entriegelung der Faltarme 1, 2 ermöglicht wird.
- Der Faltverschluss wird mit einer minimalen Anzahl von Elementen realisiert, wobei eine grosse Symmetrie und Stabilität sowie eine sichere Funktion und leichte Wartung gewährt werden. Der oder die Faltarme 1, 2 und das Sicherungsglied 5 werden bevorzugt jeweils aus einem einzigen Metallstück gearbeitet. Fig. 2a und 2b zeigen beispielhaft eine bevorzugte Ausführungsform des Faltarms 1, 2 und eines Befestigungsgliedes 1.1, 2.1, das mit Hilfe eines Stiftes 1.10, 2.10 mit dem Arm 1 verbunden ist. Dies ermöglicht eine leichte maschinelle Bearbeitung und eine rasche Veränderung des Aussehens des Faltverschlusses. Da das Befestigungsglied 1.1, 2.1 der Befestigung eines Armbandes dient, wird durch eine Veränderung der Gestalt des Armbandes und der Glieder kein vollständiger Austausch der Faltarme 1, 2 erforderlich, sondern nur ein Austausch der Befestigungsglieder 1.1, 2.1.
- Ein zusätzlicher Vorteil liegt in der Abwesenheit von Verschweissungen. Angesichts der für eine leichte und wiederholte Betätigung des Verschlusses erforderlichen hohen Präzision und angesichts der technischen Schwierigkeiten bei der Behandlung der gewählten Werkstoffe (Verringerung der Härte bei einem Schweissen, asymmetrische Verformung bei einem Schweissen) hat es sich als vorteilhaft erwiesen zu vermeiden, die Befestigungsstücke 1.1, 2.1 auf die Faltarme 1, 2 aufzuschweissen. Für andere Basiswerkstoffe können andere Befestigungsmittel in Betracht gezogen werden, zum Beispiel die Heissverschmelzung für heissschmelzbare Kunststoffe usw.
- Das Verriegelungsglied 4 ist bevorzugt aus Metall. Es hat sich als klug erwiesen, eine Spiralfeder 4.1 oder ein elastisches Rohr 4.3 aus einem unterschiedlichen Werkstoff zu wählen (zum Beispiel Nivaflex, Phynox usw.), während die Faltarme 1, 2 und der Basisbügel 3 aus Stahl sind, was einen guten Reibungskoeffizienten gewährleistet. Der Einsatz eines solchen Paares von Werkstoffen, die sich in ihrer molekularen Struktur und in ihrer Härte unterscheiden, ist ideal. Der erfindungsgemässe Verschluss mit Faltarmen 1, 2 aus rostfreiem Stahl, einer Spiralfeder 4.1 und einem elastischen Rohr 4.3 aus einem anderen Werkstoff ergibt grosse Veränderungen beim Einrasten, da die Elastizität von rostfreiem Stahl nicht konstant ist und seine chemische Zusammensetzung nicht die einer Spiralfeder oder eines elastischen Rohres ist. Zum Unterschied zu bekannten Verschlüssen, die ein solches Paar unterschiedlicher Werkstoffe nicht einsetzen, ist es möglich, identische Einrastkräfte an den beiden Faltarmen zu erhalten. Der Einsatz anderer Basiswerkstoffe ist natürlich möglich und keineswegs ausserhalb des Schutzbereiches.
Claims (9)
1. Faltverschluss mit einem Basisbügel (3), an dem zumindest ein Arm (1, 2) um
eine Querachse (3.10) schwenkbar angebracht ist, elastischen röhrenförmigen
Verriegelungsgliedern (4), die mit dem benannten Basisbügel (3) fest verbunden sind, sowie
Berührungsflächen (1.4, 2.4), die mit dem benannten Arm (1, 2) fest verbunden und so
gestaltet sind, dass sie mit den benannten elastischen röhrenförmigen
Verriegelungsgliedern (4) in Eingriff kommen, wenn der benannte Arm (1, 2) gegen den benannten
Basisbügel (3) umgelegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die benannten elastischen
röhrenförmigen Verriegelungsglieder (4) mit dem benannten Basisbügel (3) mittels eines
Kerns (4.2) verbunden sind, dessen Achse quer zu dem benannten Basisbügel verläuft, und
dadurch, dass die benannten Berührungsflächen (1.4, 2.4) so am freien, querstehenden
Ende des benannten Arms (1, 2) eingearbeitet sind, dass in der umgelegten Stellung dieses
Armes die benannten elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder (4) eine
Verformung erleiden, die von einer Kraft verursacht wird, die von den benannten
Berührungsflächen (1.4, 2.4) in einer die Achse des benannten Kerns (4.2) und die querverlaufende
Gelenkachse (3.10) des benannten Arms (1, 2) enthaltenden Ebene in Richtung auf den
benannten Kern ausgeübt wird.
2. Verschluss gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Schutzsperrorgan (5) bezüglich des benannten Faltarms (1, 2) gelenkig befestigt ist und Sperrglieder
(5.4) umfasst, die so eingerichet sind, dass sie mit dem Ende des benannten Kerns (4.2) in
Eingriff kommen, der seiner Achse entlang gleitend montiert ist, wobei die Axialstellung
des benannten Kerns durch die benannten elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder
(4) bestimmt ist, und die in der Lage sind, nachdem sie mit den benannten
Berührungsflächen (1.4, 2.4) des benannten Armes (1, 2) in Eingriff gekommen sind, sich längs zu
dehnen.
3. Verschluss gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die benannten
elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder (4) so ausgelegt sind, dass sie
zusammengedrückt werden, wenn sich der benannte Kern (4.2) mit den benannten
Sperrgliedern (5.4) des benannten Schutzsperrorgans (5) im Eingriff befindet.
4. Verschluss gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die benannten elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder eine Spiralfeder
(4.1) umfassen, so dass das Zusammendrücken der benannten Spiralfeder (4.1) zu ihrer
Ausdehnung entlang der quer verlaufenden Achse des benannten Kerns (4.2) führt.
5. Verschluss gemäss einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der benannte Kern (4.2) aus zwei Abschnitten besteht, die in der Lage sind, entlang ihrer
quer verlaufenden Achse in entgegengesetzten Richtungen verschoben zu werden, wenn
sich die benannten elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder (4) mit den benannten
Berührungsflächen (1.4, 2.4) im Eingriff befinden.
6. Verschluss gemäss einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der benannte Kern (4.2) fest mit einem Element (4.5) verbunden ist das in der Lage ist,
zwei Stellungen einzunehmen, eine, in der es sich ganz innerhalb des benannten
Basisbügels (3) befindet, und die andere, die der Axialverschiebung des benannten Kerns (4.2)
im Gefolge seines Eingriffs mit den benannten Sperrgliedern (5.4) des benannten
Schutzsperrorgans (5) entspricht und in der sich das benannte Element (4.5) zwischen dem
benannten Basisbügel (3) und dem benannten, gelenkig an diesem Basisbügel befestigten
Arm (1, 2) befindet.
7. Verschluss gemäss einem der vorangehenden Anspruche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein die benannten elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder (4) bildendes
Rohr (4.3) über zwei an den beiden Enden des benannten Rohrs (4.3) angeordnete
Abstandsringe (4.4) mit dem benannten Kern (4.2) verbunden ist.
8. Verschluss gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die benannten elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder (4) eine
Spiralfeder (4.1) umfassen, die im Inneren, eines Rohres (4.3) angeordnet ist.
9. Verschluss gemäss einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der benannte Basisbügel (3) zwei Längsschenkel umfasst, die koaxiale Queröffnungen
aufweisen, um den benannten Kern (4.2) aufzunehmen, und zwischen denen die
benannten elastischen röhrenförmigen Verriegelungsglieder (4) angeordnet sind.
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