DE697131C - Schalter mit Lichtbogenloeschung durch einen Druckgasstrom - Google Patents

Schalter mit Lichtbogenloeschung durch einen Druckgasstrom

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DE697131C
DE697131C DE1935L0089324 DEL0089324D DE697131C DE 697131 C DE697131 C DE 697131C DE 1935L0089324 DE1935L0089324 DE 1935L0089324 DE L0089324 D DEL0089324 D DE L0089324D DE 697131 C DE697131 C DE 697131C
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/98—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being initiated by an auxiliary arc or a section of the arc, without any moving parts for producing or increasing the flow

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Description

  • Schalter mit Lichthogenlöschung durch einen Druckgasstrom Bei Schaltern mit Löschung des Lichtbogens durch einen selbst .erzeugten Dzuckgasstrom in einer allseitig geschlossenen Druckkammer, in der zwei nacheinander öffnende Unterbrechungsstellen vorgesehen sind, erfolgt die Löschung des Lichtbogens an den Löschkontakten. Die Drucksteigerung zur Erzeugung der Gasströmung wird durch den zuerst entstehenden Lichtbogen an den Kontakten erzeugt, die in einer besonderen Hilfskammer angeordnet sind. Dabei werden zuerst die Kontakte in der Hilfskammer getrennt, so daß der Lichtbogen beim Trennen der Löschkontakte eine Beblasung erfährt.
  • Um einem solchen Schalter einen recht großen Abschaltleistungsbereich zu geben, wählt man das Volumen der Druckkammer verhältnismäßig groß: Bei schwachen Strömen erfol;gt der Anstieg der Drucksteigerung verhältnismäßig sehr langsam. Da die Druckkammer mit einem kraftschlüssigen Absperrorgan versehen ist, so wird der Löschvorgang sehr verlängert werden, weil das für größere Drucksteigerungen eingestellte Absperrorgan erst nach längerer Zeit oder gar nicht anspricht und die Löschung erst erfolgen kann, wenn der Schaltstift aus der Kammer heraustritt. Zur Vermeidung langer Abschaltzeiten bei schwachen Strömen wird erfindungsgemäß nach dem Trennen der -Schaltstücke in der Hilfskammer und der Löschkontakte das Absperrorgan in Abhängigkeit von der Bewegung der Löschkontakte vorübergehend kurzzeitig gelüftet.
  • In der Abbildung ist. ein Ausführungsbeispiel eines eingeschalteten Schalters dargestellt, In einer Druckkammer i ist eine zweite innere Kammer 2 angeordnet. In der Druckkammer befinden sich die Löschkontakte 5 und 6, in der Hilfskammer die Kontakte 3 und q., an denen der erste Lichtbogen zur Erzeugung der Drucksteigerung gezogen wird. Der Kontakt 6 ist als Hohlkontakt ausgebildet und dient gleichzeitig als Gasaustrittsstelle 7, die durch ein kraftschlüssiges Absperrorgan 8 abgeschlossen ist. Der Kontakt 5 ist ein Stiftkontakt, der mit dem Buchsenkontakt q., der in der Hilfskammer 2 befestigt ist, fest verbunden ist. An dem beweglichen Stiftkontakt 3 ist ein Nocken 9 befestigt. An der inneren Kammer 2 ist noch ein Verbindungsstück io (Stange, geschlossenes Rohr o. dgl.) befestigt, welches zweckmäßig aus Isoliermaterial besteht. An dem Verbindungsstück io ist ein Gleitstück 12 angebracht, welches mit einer Einrichtung zum Verklinken und; zur Bewegung der inneren Kammer z bzw. des Löschkontaktes 5 dient. Am oberen Teil der Kammer 2 sind Führungsstangen 13 und ;i¢..-befestigt. Die Führungsstange 13 ist langer' ausgeführt und trägt am oberen Teil einen ' Nocken 15. Der Nocken 15 gleitet bei 1,6r` Bewegung der Kammer 2 über .einen Hebel 16 und dreht denselben um den Stützpunkt 17. Auf dem Hebel 16 ruht ein Ansatz 18 des Abschlußorgans-7. Die Führungsstange 13 wird von einem Abdichtungsring i 9 umschlossen.
  • Die Einrichtung wirkt wie folgt: Beim Trennen der Kontakte 3 und ¢ wird der bewegliche Stiftkontakt 3 aus dem Buchsenkontakt 4 gezogen. Der Buchsenkontakt 4, der an der inneren Kammer 2 befestigt ist, sitzt fest, weil diese durch das Verbindungsstück io und den Nocken i i durch die Klinke 17 fest verklinkt ist. Nachdem der Kontakt 3 einen bestimmten Weg zurückgelegt hat, wobei sich ein Lichtbogen gebildet hat, der eine Drucksteigerung erzeugt, erfährt durch den Nocken g das Gleitstück 1 ¢ eine Drehung, und die Kammer 2 wird in Richtung des Schaltstiftes 3 bewegt. Diese Bewegung wird auch von der Führungsstange 13 ausgeführt: Nach einer bestimmten Weglänge, wenn sich die Löschkontakte 5, 6 gerade =getre;nnt haben, gelangt der Anschlag 15 an den Hebel 16 und dreht diesen um den Stützpunkt 17. Dabei wird der Ansatz 18 des Absperrorgans 8 nach oben bewegt, so daß das Abschlußorgan 8 die Gasaustrittsstelle freigibt. Durch diese Freigabe der Gasaustrittsstelle entsteht eine Gasströmung; die bei kleinem Lichtbogen bzw. kleinem Strom unter dem Ansprechwert des Abschlußorgans 8 liegt. Bei einem Lichtbogen schiwachen Stromes genügt diese Gasströmung, um -den an den Kontakten 5 und 6. brennenden Lichtbogen zu löschen. Die Bewegung der Kammer 2 geht bis in die Endstellung, und der Nocken 15 gleitet an dem Hebeltb vorbei, so daß sich das Absperrorgan wieder schließt. Der Lichtbogen ist also an den Kontakten 5 und 6 schon gelöscht, ehe diese die Endstellung erreicht haben.
  • Handelt .es sich um das Unterbrechen sehr starker Ströme, so wird durch die Bewegung =fier Stange 13 und des Anschlags 15 das Ab-,sperrorgan ebenfalls gelüftet. Dieses bleibt aber unter der Einwirkung des hohen Drukkes in der Druckkammer geöffnet, bis der Löschvorgang beendet ist, und schließt sich dann wieder.
  • Die beschriebene mechanische Einrichtung kann man auch pneumatisch ausführen, indem man z. B. durch einen Kolben das Abschlußorgan durch Preßluft hebt.
  • Als Löschmedium kann man an Stelle der Luft .auch eine Flüssigkeit verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schalter mit Lichtbogenlöschung durch einen Druckgasstrom, dessen Druck in einer vollkommen geschlossenen Kammer, die mit einem von der Kontaktbewegung unabhängigen Absperrorgan versehen ist,* durch den Unterbrechungslichtbogen selbst und einen mit .diesem in Reihe liegenden Hilfslichtbogen erzeugt wird, welcher in einer innerhalb der Druckkammer ungeordneten Hilfskammer gezogen wird, nach Patent 685 244, dadurch gekennzeichnet, daß während der Stromunterbrechung nach dem Trennen der Schaltstücke in der Hilfskammer und.der Löschkontakte das Absperrorgan in Abhängigkeit von der Bewegung der Löschkontakte vorüber ,gehend kurzzeitig gelüftet wird. 2.- Schalter nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß an der mit dem beweglichen Löschkontakt (5) verbundenen Hilfskammer (2) Stangen (13) angeordnet sind, die mittels eines Anschlages (15) das Absperrorgan (8) lüften. 3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (15) an der Stange (13) einstellbar ist.
DE1935L0089324 1935-12-07 1935-12-07 Schalter mit Lichtbogenloeschung durch einen Druckgasstrom Expired DE697131C (de)

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