DE69615901T2 - Differentialschutz - Google Patents

Differentialschutz

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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
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    • H02H3/32Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at corresponding points in different conductors of a single system, e.g. of currents in go and return conductors
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Fehlerstromschutzeinrichtung, die einen Stromwandler zur Messung eines über die Leiter eines elektrischen Leitungsnetzes fließenden Differenzstroms, Verarbeitungsmittel mit an den Stromwandler angeschlossenen Gleichrichtungsmitteln sowie ein an die Verarbeitungsmittel angeschlossenes Betätigungsglied umfaßt.
  • Die bekannten Fehlerstromschutzeinrichtungen schützen elektrische. Installationen gegen Erdfehlerströme. Sie umfassen im allgemeinen einen als Ringkernwandler ausgebildeten Stromwandler, dessen Primärwicklung von den Strömen der Leiter einer zu schützenden Installation durchflossen werden. Eine Sekundärwicklung des genannten Stromwandlers liefert ein Differenzfehlersignal, wenn die Summe der die Primärwicklungen durchfließenden Ströme nicht null ist. Das Fehlersignal ist dem Differenzfehlerstrom der zu schützenden Installation proportional.
  • Ein mit der Sekundärwicklung verbundenes Auslöserelais dient dazu, die Abschaltung eines der Fehlerstromschützeinrichtung zugeordneten Lastschalters oder Leistungsschalters zu steuern. Der Steuerung der Abschaltung muß erfolgen, wenn der Differenzfehlerstrom einen festgelegten Auslöseschwellwert überschreitet. Das Auslöserelais erfaßt das Fehlersignal und löst aus, wenn das Fehlersignal einen spezifischen Ansprechwert des Relais erreicht.
  • Die Genauigkeit des, Ansprechwerts hängt in erster Linie vom Aufbau des Relais ab. Die Herstellung eines Relais mit hoher Ansprechgenauigkeit ist schwierig und kostspielig. Zur Kompensation der Ansprechungenauigkeit der Relais verfügen die bekannten Schutzeinrichtungen über Mittel zur Einstellung des Ansprechwerts des Relais.
  • Die Einstellmittel für den Ansprechwert des Relais ermöglichen zwar eine genaue Auslösung, komplizieren und verteuern jedoch die Herstellung der Schutzeinrichtungen. Polarisierte Auslöserelais haben genauere Ansprechwerte, müssen jedoch eingestellt werden.
  • In der Schweizer Patentschrift CH656262 wird eine Verarbeitungsschaltung für eine Fehlerstromschutzeinrichtung mit einem, über eine Zenerdiode angesteuerten Unijunction- Transistor beschrieben, der ein Relais betätigt, wenn eine Spannung an einem Verzögerungskondensator einen bestimmten Schwellwert überschreitet. Bei dieser Einrichtung wird der Verzögerungskondensator über eine Strombegrenzerschaltung aufgeladen, um eine konstante Auslösezeit zu gewährleisten. Die Verwendung eines Strombegrenzers zwischen einem ersten Kondensator und dem Verzögerungskondensator verändert jedoch den Widerstand der Verarbeitungsschaltung und führt zu einem nichtlinearen Stromübertragungsverhalten. Darüber hinaus umfaßt diese Auslöseeinrichtung Mittel zur Einstellung der Verzögerungszeit und des Begrenzungsstroms, die den Auslöseschwellwert ebenfalls beeinflussen, da sie die Bürde des Stromwandlers verändern.
  • Ziel der Erfindung ist eine einfach und kostengünstig herzustellende Fehlerstromschutzeinrichtung, bei der kein Abgleich des Ansprechwerts des Auslöserelais erforderlich ist.
  • Eine erfindungsgemäße Fehlerstromschutzeinrichtung umfaßt die kennzeichnenden Merkmale gemäß Patentanspruch 1.
  • Nach einer vorzugsweisen Ausgestaltung umfassen die Verarbeitungsmittel kombinierte Gleichrichtungs- und Amplitudenbegrenzungsmittel mit einem ersten und einem zweiten Wechselstromeingang, einem positiven Ausgang, einem negativen Ausgang sowie vier Gleichrichterdioden, die als Gleichrichterbrücke zwischen die Wechselstromeingänge und den positiven und negativen Ausgang geschaltet sind, wobei mindestens zwei der vier Gleichrichterdioden als Begrenzerdioden ausgebildet sind.
  • Nach einer anderen Ausgestaltung umfassen die Verarbeitungsmittel kombinierte Gleichrichtungs- und Amplitudenbegrenzungsmittel mit einem ersten und einem zweiten Wechselstromeingang, einem positiven Ausgang, einem negativen Ausgang sowie einer Spannungsverdopplerschaltung, die zwischen die Wechselstromeingänge und den positiven und negativen Ausgang geschaltet ist.
  • Die Fehlerstromschutzeinrichtung kann einen, an den Ausgang des Stromwandlers geschalteten Abstimmkondensator umfassen, um den genannten Stromwandler auf eine Frequenz abzustimmen, die der Frequenz des zu messenden Fehlerstroms annähernd entspricht.
  • Die Steuermittel umfassen ein Halbleiterelement, das mit dem in Reihe zur ihm liegenden Betätigungsglied parallel zum Speicherkondensator geschaltet ist, wobei das genannte Halbleiterelement eine mit den Vergleichsmitteln verbundene Steuerelektrode umfaßt.
  • Nach einer besonderen Ausgestaltung umfassen die Vergleichsmittel eine Spannungsschwellendiode, die zwischen eine Klemme des Speicherkondensators und den Steuerausgang der genannten Vergleichsmittel geschaltet ist.
  • Nach einer Weiterbildung der genannten Ausgestaltungen umfassen die Vergleichsmittel eine elektronische Schaltung mit einem Spannungsvergleicher, der einen an eine Referenzspannung angeschlossenen ersten Eingang, einen an eine Klemme des Speicherkondensators angeschlossenen zweiten Eingang sowie einen dem Steuerausgang der genannten Vergleichsmittel entsprechenden Ausgang umfaßt.
  • Die elektronische Schaltung ist vorzugsweise in MOS-Technologie ausgeführt.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung umfaßt die Einrichtung ein Anzeigemodul, das an die Ausgänge zum Anschluß von Hilfsmodulen angeschlossen ist.
  • Mehrere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen beispielhaft dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer Vorteile und Merkmale näher erläutert. Dabei zeigen
  • Fig. 1 das Schaltbild einer Fehlerstromschutzeinrichtung bekannter Bauart;
  • Fig. 2 ein erstes Schaltbild einer Verarbeitungseinheit;
  • Fig. 3 ein zweites Schaltbild einer Verarbeitungseinheit;
  • Fig. 4 das Schaltbild einer Verarbeitungseinheit nach einer Ausgestaltung der Erfindung mit einer elektronischen Vergleichsschaltung;
  • Fig. 5 das Schaltbild einer elektronischen Vergleichsschaltung der Verarbeitungseinheit aus Fig. 4;
  • Fig. 6 eine, einem Leistungsschalter und einem Anzeigemodul zugeordnete Einrichtung mit einer Verarbeitungseinheit gemäß Figur.
  • Fig. 1 zeigt eine Fehlerstromschutzeinrichtung nach dem bisherigen Stand der Technik, die einem Schalter 1 zugeordnet ist. Über die Kontakte des Schalters 1 kann der Stromfluß in den Leitern N und P eines zu schützenden Leitungsnetzes hergestellt bzw. unterbrochen werden. Ein Stromwandler 3 mit einem ringförmig ausgebildeten Magnetkern 4 umfaßt eine durch sämtliche Leiter 2 des Leitungsnetzes gebildete Primärwicklung 1 sowie eine in mehreren Windungen um den Magnetkern gewickelte Sekundärwicklung 2. Die Sekundärwicklung ist an die Eingänge 6 und 7 einer Verarbeitungseinheit angeschlossen. Ein an die. Ausgänge 9 und 10 der Verarbeitungseinheit angeschlossenes Auslöserelais 8 bewirkt das Öffnen der Schalterkontakte, wenn es mit einem ausreichend hohen Stromsignal beaufschlagt wird. Das Relais ist in diesem Fall beispielsweise als Polrelais ausgebildet.
  • Die Verarbeitungseinheit umfaßt eine Diode 11, die zwischen die Eingänge 6 und 7 geschaltet ist. Eingang 7 ist mit dem Ausgang negativer Polarität 10 und Eingang 6 mit dem Ausgang positiver Polarität 9 verbunden. Die Diode 11 erlaubt eine Gleichrichtung des von der Sekundärwicklung gelieferten Signals sowie eine Begrenzung der Spannungs- Oberschwingungen, die zu ungewollten Auslösevorgängen führen könnten.
  • Bei Auftreten eines Erd- oder Differenzfehlerstroms im zu schützenden Leitungsnetz ist die Vektorsumme der die Primärleiter durchfließenden Ströme ungleich null, und die Sekundärwicklung erzeugt ein dem Erdfehlerstrom proportionales Signal. Der das Signal abbildende Strom wird dem Relais 8 zugeführt. Die Auslösung der Einrichtung muß bei einem festgelegten Wert des Fehlersignals erfolgen. Das Auslöserelais hat einen Ansprechwert, der um einen bestimmten Nennwert schwanken kann. Um diese Ungenauigkeit zu kompensieren, wird das Relais 8 so abgeglichen, daß sich ein genauer Auslöseschwellwert der Einrichtung ergibt.
  • Eine Verarbeitungseinheit einer Einrichtung gemäß Fig. 2 benötigt keine Mittel zum Abgleich des Ansprechwerts des Relais. Die Verarbeitungseinheit umfaßt eine aus vier Dioden D1, D2, D3 und D4 bestehende Gleichrichterbrücke, ein als RC-Glied ausgebildetes Filter mit einem Widerstand 12 und einem Kondensator 13, eine Schaltelement 14 zur Ansteuerung des Relais sowie eine in Sperrichtung geschaltete Spannungsschwellendiode 15.
  • Das bei dieser Ausgestaltung verwendete Relais ist empfindlich und muß gegen Überspannungen geschützt werden. Zur Realisierung dieser Schutzfunktion sind die Dioden D3 und D4 der Gleichrichterbrücke als Begrenzerdioden ausgebildet, welche die Ausgangsspannung der Brückenschaltung begrenzen. Die Kathoden der Dioden D3 und D4 sind miteinander verbunden und bilden den positiven Ausgang der Brückenschaltung. Die Anoden der Dioden D1 und D2 bilden den negativen Ausgang der Brückenschaltung, der einen Schaltungspfad V speist. Die Kathode der Diode D1 sowie die Anode der Diode D3 sind mit dem Wechselstromeingang 6 und die Kathode von D2 sowie die Anode von D4 mit dem Wechselstromeingang 7 verbunden.
  • Der Widerstand 12 des Filters ist zwischen den positiven Filterausgang und einen Schaltungspfad V+ geschaltet. Der Kondensator 13 ist zwischen die Schaltungspfade V- und V+ geschaltet. Das Relais 8 ist über seinen Ausgang 9 an den Pfad V+ angeschlossen und über seinen Ausgang 10 mit dem Steuerelement 14 verbunden. Das Steuerelement 14 ist bei dieser Ausgestaltung als programmierbarer Transistor oder als Unijunction- Transistor ausgebildet, der zwischen den Schaltungspfad V- und die Klemme 10 geschaltet ist. Die Anode der. Diode 15 ist an V- und ihre Kathode an eine Steuerelektrode des Transistors 14 angeschlossen. Durch ein RC-Glied, das als Parallelschaltung aus einem Kondensator 16 und einem Widerstand 17 zwischen den Ausgang 10 und die Steuerelektrode der Transistors 14 geschaltet ist, wird die Steuerelektrode des Transistors 14 vorgespannt und geschützt.
  • Das von der Sekundärwicklung des Stromwandlers gelieferte Wechselstromsignal wird durch die Diodenbrücke D1 bis D4 gleichgerichtet. Die durch die Dioden D3 und D4 in ihrer Höhe begrenzte Ausgangsspannung wird dem RC-Glied 12, 13 zugeführt. Das Filter dient dazu, das Signal so zu verzögern, daß die Auslösung nach zuvor festgelegten Auslösekurven erfolgt. Bei einem Fehlerstrom, der doppelt so hoch ist wie der Auslösewert, kann die Verzögerung beispielsweise 100 ms betragen. Der Speicherkondensator 13 dient neben der Filterung als Energiespeicher, um eine zuverlässige Funktion des Polrelais zu gewährleisten.
  • Übersteigt die Spannung an den Klemmen des Kondensators 13, zwischen V+ und V-, die Schwellenspannung der Diode 15, so fließt ein Strom über die Diode 15 und die Steuerelektrode. Der Transistor 14 wird angesteuert und schaltet durch. Die im Kondensator gespeicherte Energie sowie der von der Sekundärwicklung gelieferte Strom beaufschlagen das Relais, das dadurch auslöst. Die Schwellenspannung der Diode 15 ist deutlich höher als die Spannung, die an das Relais angelegt werden muß, damit dieses auslöst. Daraus folgt, daß die Relaisspannungen und -ströme keinen Einfluß mehr haben.
  • Die Genauigkeit des Auslöseschwellwerts hängt im wesentlichen von der Genauigkeit der Sperrspannung der Diode 15 ab, die als Zenerdiode oder Avalanchediode ausgebildet sein kann. Der zum Zeitpunkt der Auslösung über das Relais fließende Strom ist größer als dessen Ansprechwert. Es gibt daher keine Abhängigkeit mehr zwischen der Genauigkeit des Relais-Ansprechwerts und der Auslösegenauigkeit.
  • Fig. 3 zeigt eine zweite Ausgestaltung einer Verarbeitungseinheit. Die Gleichrichterbrücke ist hier durch eine Spannungsverdopplerschaltung ersetzt. Der Überspannungsschutz wird durch zwei Begrenzerdioden D5 und D6 gewährleistet, die mit entgegengesetzter Polarität in Reihe zwischen die Wechselstromeingänge 6 und 7 der Verarbeitungseinheit geschaltet sind. Der negative, Spannungspfad V- ist an den Eingang 7 sowie die Anode der Begrenzerdiode D6 gelegt. Die Spannungsverdopplerschaltung umfaßt einen Kondensator 18 und zwei Dioden 19 und 20. Der Kondensator 18 ist zwischen den Wechselstromeingang 6 und die Anode der Diode 19 geschaltet, deren Kathode mit dem Filterwiderstand 12 verbunden ist. Die Anode der Diode 20 mit dem Schaltungspfad V- und ihre Kathode mit der Anode der Diode 19 sowie mit dem Kondensator 18 verbunden.
  • Die Spannungsverdopplerschaltung dient zur Verstärkung des einen Fehler abbildenden Spannungssignals, das den Eingang des durch den Widerstand 12 und den Kondensator 13 gebildeten Filters beaufschlagt. Während der negativen Halbwelle ist Eingang 6 negativ und Eingang 7 positiv. Der von der Sekundärwicklung gelieferte Strom fließt über die Diode 20 und lädt den Kondensator 18 auf. Die Diode 19 sperrt den Sekundärstromfluß im übrigen Schaltungsteil der Verarbeitungseinheit.
  • Während der nachfolgenden positiven Halbwelle ist Diode 20 gesperrt und Diode 19 leitend. Das Filter wird mit einer Spannung beaufschlagt, die annähernd der Summe aus der Sekundärwicklungsspannung und der Spannung des geladenen Kondensators 18 entspricht. Der Strom fließt über den Kondensator 18, die Diode 19 sowie den Widerstand 12 und lädt den Kondensator 13 auf.
  • In der Verarbeitungseinheit gemäß Fig. 3 ist das Steuerelement 14 als Thyristor ausgebildet, dessen Anode mit dem Ausgang 10, dessen Kathode mit dem Schaltungspfad V- und dessen Gate mit dem als Vorspannungs- und Schutzschaltung dienenden RC-Glied 16, 17 verbunden sind. Die Spannungsschwellendiode 15 ist zwischen Anode und Gate des Thyristors 14 geschaltet.
  • Fig. 4 zeigt das Schaltbild einer Verarbeitungseinheit mit einem Abstimmkondensator 23 und einer elektronischen Vergleichsschaltung 24. Der zwischen die Eingänge 6 und 7 geschaltete Abstimmkondensator 23 liegt parallel zur Sekundärwicklung des Stromwandlers und bildet so mit dieser einen LC-Resonanzkreis. Der LC-Kreis ist auf eine Frequenz abgestimmt, die annähernd der Frequenz des zu schützenden Leitungsnetzes entspricht, so daß die Amplitude des Fehlersignals verstärkt und Störsignale unterdrückt werden.
  • Die elektronische Vergleichsschaltung 24 umfaßt einen an den Schaltungspfad V+ angeschlossenen ersten Eingang, einen an den Schaltungspfad V- angeschlossenen zweiten Eingang sowie einen über einen Widerstand 25 an die Gateelektrode des Thyristors 14 angeschlossenen Ausgang. Übersteigt die Spannung zwischen dem ersten und dem zweiten Eingang der Schaltung 24 einen festgelegten Wert, so schaltet der Ausgang der Schaltung 24 um und steuert die Durchschaltung des Thyristors 14.
  • Fig. 5 zeigt ein Schaltbild des internen Aufbaus einer Vergleichsschaltung 24. Diese Schaltung umfaßt einen Komparator 26 und eine Speicherzelle, die einen Ausgang des Komparators mit dem Ausgang der Schaltung 24 verbindet, wobei eine Referenzspannungsquelle 27 einen nichtinvertierenden Eingang des Komparators mit einer Referenzspannung. Vref beaufschlagt und eine Widerstandsbrücke 28 zwischen den ersten und den zweiten Eingang der Schaltung 24 geschaltet ist. Der gemeinsame Anschlußpunkt 28 der Widerstandsbrücke ist mit einem invertierenden Eingang des Komparators verbunden.
  • Liegt eine niedrige Spannung zwischen V+ und V- an, ist die Ausgangsspannung der Widerstandsbrücke kleiner als die Referenzspannung Vref und der Ausgang des Komparators liegt auf hohem Signalpegel, so daß er die Durchschaltung eines Transistors 30 der Speicherzelle 29 bewirkt und so den Ausgang der Schaltung 24 auf den Pfad V- schaltet. Das Gate des Thyristors 14 liegt auf Kathodenpotential. Der Thyristor 14 bleibt gesperrt.
  • Bei einem Anstieg der Spannung zwischen V+ und V- steigt auch die Ausgangsspannung der Widerstandsbrücke im gleichen Verhältnis an. Übersteigt die Ausgangsspannung der Widerstandsbrücke die Referenzspannung Vref, kippt der Ausgang des Komparators 26 auf seinen niedrigen Signalpegel und bewirkt das Sperren des Transistors 30 sowie die Durchschaltung des Transistors 31 der Speicherzelle 29. Der Transistor 31 schaltet den Ausgang der Schaltung 24 auf V+ und bewirkt die Durchschaltung des Thyristors 14. Bei dieser Ausgestaltung hängt der Auslöseschwellwert vom Wert der Referenzspannung Vref sowie den Widerständen der Brückenschaltung 28 ab.
  • Um die Stromaufnahme in den Pfaden V+ und V- zu verringern, ohne die Auslöseschwellwerte zu beeinträchtigen, sind die aktiven Bauelemente der Vergleichsschaltung vorzugsweise in CMOS-Technologie ausgeführt.
  • Nach dieser Ausgestaltung ist ein Widerstand R zwischen die Eingänge 6 und 7 geschaltet, mit dem der Nennstrom der Schutzeinrichtung verändert werden kann. So kann der Nennstrom beispielsweise entsprechend einem Schwellwert des Differenzfehlerstroms von 30 bis 300 mA gewählt werden.
  • Um die Genauigkeit von Fehlerstromschutzeinrichtungen zu verbessern, kann die Anzahl der Windungen der Sekundärwicklung 5 von Ringkernwandlern in Abhängigkeit von der Permeabilität des Magnetkerns sowie von der durch die Verarbeitungseinheit gebildeten Bürde gewählt werden.
  • Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Verarbeitungseinheit aus Fig. 4 zwei Ausgänge 32 und 33 auf, an die ein Hilfsmodul angeschlossen werden kann. Dabei sind die Ausgänge 32 und 33 jeweils über einen Entkopplungswiderstand 34 mit dem Schaltungspfad V+ bzw. über einen Entkopplungswiderstand 35 mit dem Pfad V- verbunden.
  • Die Spannung zwischen V+ und V- ist ein Abbild des in der Sekundärwicklung des Stromwandlers erzeugten Fehlersignals und wird durch die Stellwiderstände nicht verändert. Die Spannung an den Ausgängen 32 und 33 der Verarbeitungseinheiten ist bei einem gegebenen Fehlerstromwert unabhängig vom jeweiligen Relais für alle Schutzeinrichtungen, annähernd identisch, so daß eine Austauschbarkeit bezüglich der Hilfsmodule gegeben ist.
  • Die Entkopplungswiderstände 34 und 35 weisen hohe Widerstandswerte auf, die den Schutz der Verarbeitungseinheit ermöglichen.
  • Die Hilfsmodule können insbesondere Module zur Anzeige des Fehlerstromwerts sein. Fig. 6 zeigt eine Fehlerstromschutzeinrichtung 36, die einem Leistungsschalter 37 und einem Anzeigemodul 38 zugeordnet ist, welche modular angeschaltet sind.
  • Das Modul 38 umfaßt eine an die Ausgänge 32 und 33 angeschlossene Anzeige 39 sowie eine Stromversorgung 40, die die erforderliche Betriebsenergie für die Anzeige liefert. Die Anzeige kann auf bekannte Art, beispielsweise als Analog- oder Digitalanzeige oder als mechanische Anzeige ausgebildet sein.
  • Die Fehlerstromschutzeinrichtung aus Fig. 6 ist einem Zweipol-Leistungsschalter zugeordnet, kann jedoch genauso gut auch einem drei- oder vierpoligen Leistungsschalter zugeordnet werden. Dabei werden je nach Fall drei bzw. vier Leiter durch den Kern des Stromwandlers geführt.

Claims (9)

1. Fehlerstromschutzeinrichtung, die einen Stromwandler (5) zur Messung eines über die Leiter eines elektrischen Leitungsnetzes fließenden Differenzstroms, Verarbeitungsmittel mit an den Stromwandler angeschlossenen Gleichrichtungsmitteln (11), an die Gleichrichtungs- und Amplitudenbegrenzungsmittel angeschlossene Filtermittel (12, 13) mit einem Speicherkondensator (13), an den Speicherkondensator der Filtermittel angeschlossene Vergleichsmittel (15, 24), welche Vergleichsmittel einen Steuerausgang umfassen, der ein Auslösesignal liefert, wenn die Spannung des Kondensators einen festgelegten Schwellwert überschreitet, sowie über den Steuerausgang der Vergleichsmittel angesteuerte Steuermittel (14) zur Ansteuerung eines Betätigungsglieds umfaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens zwei Ausgänge (32, 33) zum Anschluß von Hilfsmodulen umfaßt und jeder Ausgang zum Anschluß eines Hilfsmoduls über einen Widerstand (34, 35) mit hohem Widerstandswert an eine Klemme des Speicherkondensators angeschlossen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungsmittel kombinierte Gleichrichtungs- und Amplitudenbegrenzungsmittel (D1, D2, D3, D4) mit einem ersten und einem zweiten Wechselstromeingang, einem positiven Ausgang, einem negativen Ausgang sowie vier Gleichrichterdioden umfassen, die als Gleichrichterbrücke zwischen die Wechselstromeingänge und den positiven und negativen Ausgang geschaltet sind, wobei mindestens zwei (D3, D4) der vier Gleichrichterdioden als Begrenzerdioden ausgebildet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungsmittel kombinierte Gleichrichtungs- und Amplitudenbegrenzungsmittel (19, 20, D5, D6) mit einem ersten und einem zweiten Wechselstromeingang, einem positiven Ausgang, einem negativen Ausgang sowie einer Spannungsverdopplerschaltung (18, 20, 19) umfassen, die zwischen die Wechselstromeingänge und den positiven und negativen Ausgang geschaltet ist.
4. Einrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen, an den Ausgang des Stromwandlers (5) geschalteten Abstimmkondensator (23) umfaßt, um den genannten Stromwandler auf eine Frequenz abzustimmen, die der Frequenz des zu messenden Fehlerstroms annähernd entspricht.
5. Einrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel ein Halbleiterelement (14) umfassen, das mit dem in Reihe zu ihm liegenden Betätigungsglied parallel zum Speicherkondensator geschaltet ist, wobei das genannte Halbleiterelement eine mit den Vergleichsmitteln (15, 24) verbundene Steuerelektrode aufweist.
6. Einrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuermittel eine Spannungsschwellendiode (15) umfassen, die zwischen eine Klemme des Speicherkondensators (13) und den Steuerausgang der genannten Vergleichsmittel geschaltet ist.
7. Einrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsmittel eine elektronische Schaltung (24) mit einem Spannungsvergleicher (26) umfassen, der einen an eine Referenzspannung (Vref) angeschlossenen ersten Eingang, einen an eine Klemme des Speicherkondensators angeschlossenen zweiten Eingang sowie einen dem Steuerausgang der genannten Vergleichsmittel entsprechenden Ausgang umfaßt.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die elektronische Schaltung (24) in MOS-Technologie ausgeführt ist.
9. Einrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Anzeigemodul (38) umfaßt, das an die Ausgänge (32, 33) zum Anschluß von Hilfsmodulen angeschlossen ist.
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