DE69614740T2 - Vorrichtung zum Sammeln und zur Entleerung von verschmutzten Flüssigkeiten aus zahnärztlichen Instrumenten während bzw. nach der Sterilisierung der Instrumente und zum Halten während der Sterilisierung - Google Patents
Vorrichtung zum Sammeln und zur Entleerung von verschmutzten Flüssigkeiten aus zahnärztlichen Instrumenten während bzw. nach der Sterilisierung der Instrumente und zum Halten während der SterilisierungInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Dentaleinheit mit einer Vorrichtung zum Sammeln und Entleeren von verschmutzten Flüssigkeiten aus zahnärztlichen Instrumenten während bzw. nach der Sterilisierung der Instrumente und auch zum Halten letzterer während der Sterilisierung.
- Aufgrund der geforderten sehr hohen Hygienestandards in der Zahnbehandlung ist es die normale Praxis, die zahnärztlichen Instrumente und Handstücke regelmässig zu sterilisieren.
- Ein Verfahren der Sterilisierung einer Dentalanlage, vorzugsweise angewandt, wenn die Dentaleinheit nicht in Betrieb ist, sieht einen unterbrochenen Zyklus vor (s. zum Beispiel Patentanmeldungen EP - 111.249 und EP - 317.521, letztere von der gleichen Anmelderin wie die der vorliegenden Anmeldung), während welchem die Wasserzufuhr aus dem Netz an die Handstücke gesperrt und eine Sterilisierflüssigkeit in die Leitungen der Handstücke zugeführt wird, und zwar durch einen dieser "gewidmeten" Leitungszweig des mit einem unabhängigen Behälter ausgestatteten Systems. Nach einer bestimmten Zeit, die von dem gewünschten Sterilisierungsgrad und der Menge der verwendeten Sterilisierflüssgkeit abhängt, wird die Wasserzufuhr wieder geöffnet und die verschmutzte Flüssigkeit wird durch die Handstücke selbst abgelassen.
- Um die Flüssigkeit aufzufangen und das Tropfen während der Zufuhr oder dem Ablassen der Sterilisierflüssigkeit zu verhindern, werden die Instrumente vor dem Beginn des Sterilisierverfahrens in einen speziell ausgelegten Behälter gegeben, in dem die durch das aus den Handstücken entfernte Material verschmutzte Sterilisierflüssigkeit aufgefangen wird.
- Die Patentveröffentlichung DE - 3.611.327 beschreibt ein Gerät zum Halten der Handstücke und zum Sammeln der verschmutzten Sterilisierflüssigkeit, das auf solche Weise ausgelegt ist, dass es auf einem, in einem Stück mit der Trägersäule der Dentaleinheit hergestellten Speibecken angeordnet werden kann, und zwar auf solche Weise, dass die Sterilisier- oder Ablassflüssigkeit aus einer in das Aufnahmeelement selbst eingearbeiteten ringförmigen Kammer oder Abscheider über- und in das Speibecken abläuft.
- Der Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass ein wichtiger Arbeitsgang wie die Sterilisation in dem Speibecken ausgeführt wird, wo das Risiko einer bakteriellen Verunreinigung auf jeden Fall sehr hoch ist. Ausserdem muss die ringförmige Kammer, um sie am Ende des Sterilisierzyklus vollkommen entleeren zu können, von der Dentaleinheit abgenommen werden, und zwar unter erheblicher Verlängerung der notwendigen Zeit zum Beenden des Sterilisierzyklus.
- Eine andere Lösung ist in den Patentveröffentlichungen IT - 212.161 und EP - 321.415 beschrieben, die von derselben Anmelderin wie die vorliegende sind, und welche ein Gerät beschreiben, das aus einem Behälter besteht, dessen Basis einen in die Halterung für einen Spülbecher hineinragenden Vorsprung aufweist, in welcher sich eine Vertiefung mit einem Sitz für den Spülbecher befindet sowie eine Auslassöffnung für die Leitung zum Füllen des Bechers. Der obere Teil des Gerätes hat Öffnungen, dazu bestimmt, die Handstücke aufzunehmen, deren Wasserleitungen sterilisiert werden sollen, während sich im Boden eine Öffnung zum direkten Ablassen, das heisst ohne das Auffangen, der verschmutzten Sterilisierflüssigkeit in Richtung des Ablasses des Bechers selbst befindet, oder als Alternative eine Öffnung, die zu einem indirekten Ablass führt, der an eine externe, in die Dentaleinheit eingebaute Absaugeinheit angeschlossen sein kann, um so eine indirekte Sterilisierung zu erlauben.
- Der Nachteil dieser Lösungen ist, dass der Behälter, in dem die Flüssigkeit gesammelt wird, stets ein platzraubendes Zubehör ist, das von dem Rest der Dentaleinheit getrennt bleibt und entfernt werden muss, wenn die Dentaleinheit benutzt wird.
- Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, die oben beschriebenen Nachteile zu vermeiden. Dieser Zweck ist erreicht durch eine Vorrichtung zum Sammeln und Entleeren von verschmutzten Flüssigkeiten aus zahnärztlichen Instrumenten während bzw. nach der Sterilisierung der Instrumente, das heisst also nicht nur sicher, zuverlässig und unabhängig von den Einheiten zum Zuführen und Sammeln der normalerweise während der Behandlung benutzten Flüssigkeiten, sondern auch ergonomisch auf solche Weise ausgelegt, dass sie nicht die Dentaleinheit belastet oder die Bewegungsfreiheit des Zahnarztes behindert.
- Die technischen Eigenschaften der Erfindung sind in den nachstehenden Ansprüchen erläutert und die Vorteile der Veröffentlichung gehen deutlich aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung hervor, und zwar unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, welche durch ein Beispiel eine vorgezogene Ausführung der Erfindung zeigen, und von denen
- - Abb. 1 eine von oben betrachtete perspektivische Ansicht der durch die vorliegende Erfindung beschriebenen Vorrichtung zum Sammeln und Entleeren von verschmutzten Flüssigkeiten ist, die an einer Dentaleinheit angebracht ist, mit einigen Teilen entfernt, um andere besser hervorzuheben;
- - Abb. 2 ist eine Seitenansicht von einem Teil der in Abb. 1 gezeigten Dentaleinheit, und zwar eine Basis von einem die beschriebene Vorrichtung enthaltenden oberen Teil, mit einigen Teilen entfernt, um andere besser hervorzuheben.
- Unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, insbesondere auf die Abb. 1, erlaubt die beschriebene Vorrichtung das Sammeln entleeren von verschmutzten Flüssigkeiten aus zahnärztlichen Instrumenten 12, so wie Handstücke von bekannter Art (zum Beispiel eine Spritze 12a, ein Mikromotor 12b und eine Turbine 12c). Die Vorrichtung hält ebenfalls die Handstücke 12, während diese sterilisiert werden.
- Die Vorrichtung wird an Dentaleinheiten 1 angebracht, welche unter anderem (s. Abb. 1 und 2) einen Hauptsockel 2 mit einem oberen Teil 3 enthalten, ausgestattet mit einem Speibecken 4 und einer Abstellplatte 5 zum Tragen eines Bechers 6 (durch eine unterbrochene Linie dargestellt), angeordnet unter einer Leitung, welche eine Flüssigkeit (normalerweise Wasser) zuführt.
- Das Speibecken 4 und die Abstellplatte 5 haben erste Ablassleitungen 8, die sich nach unten in einen Bereich unterhalb der Dentaleinheit 1 erstrecken und in einer Hauptablassleitung 9 zusammen laufen.
- Um nun auf die Vorrichtung zurückzukommen, besteht diese aus einem Behälter 10 mit einem Öffnungen aufweisenden Deckel 11, wobei die Öffnungen dazu vorgesehen sind, die Instrumente 12 in einer Ruhestellung aufzunehmen und so das Ablassen der verschmutzten Flüssigkeiten und das Spülen mit einer durch entsprechende Schläuche 13 zugeführten Flüssigkeit zu erlauben, die an jedes Handstück 12 angeschlossen sind.
- Wie deutlich in den Abb. 1 und 2 gesehen werden kann, bildet der Behälter 9 einen ergänzenden Teil des oberen Teiles 3 zum Halten und Sammeln der Flüssigkeit und ist unabhängig über eine zweite Ablassleitung 14 an die Hauptablassleitung 9 angeschlossen.
- Kurz gesagt ist der Zweck der durch die vorliegende Erfindung beschriebenen Lösung, für die Dentaleinheit 1 einen oberen Teil 3 herzustellen, und zwar mit einem zweckentsprechend ausgelegten Behälter 10 zum Sammeln und Entleeren von verschmutzten Flüssigkeiten, der in den oberen Teil 3 zusammen mit dessen anderen Standardausstattungen (nämlich Speibecken 4 und Abstellplatte 5) eingebaut ist.
- Um dies zu erreichen, wird der obere Teil 3 von dem Hauptsockel 2 getragen und kann durch eine Schwenkhalterung 15 teilweise um seine vertikale Achse geschwenkt werden, bezeichnet mit X in der Abb. 2 (s. auch Pfeile F). Die Schwenkhalterung 15 ist das einzige Teil, das sich mit dem Hauptsockel 2 in Kontakt befindet, wobei der obere Teil 3 im wesentlichen "V"-förmig ausgelegt ist und seine obere, horizontale Oberfläche 3a den Behälter 10, die Abstellplatte 5 und das Speibecken 4 aufnimmt.
- Der Behälter 10 und das Speibecken 4 sind an entgegengesetzten Enden der horizontalen Oberfläche 3a des oberen Teils 3 angeordnet und durch die Abstellplatte 5 voneinander getrennt, auf welcher der Spülbecher 6 steht. Der mit D bezeichnete Abstand zwischen dem Behälter 10 und der oben erwähnten vertikalen Drehachse X des oberen Teils 3 ist geringer als der mit D1 bezeichnete Abstand zwischen der genannten Drehachse und dem Speibecken 4.
- Diese besondere ergonomische Struktur und die Auslegung der verschiedenen Elemente erlauben es dem Zahnarzt, den oberen Teil 3 je nach Notwendigkeit zu drehen, entweder um das Speibecken 4 näher an den Patienten heranzuführen oder um den Behälter 10 dichter an die Konsole 16 zu bringen, welche die Handstücke 12 trägt, so dass letztere leicht von der Konsole entnommen und in den Behälter 10 getan werden können, wie durch die unterbrochene Linie in Abb. 2 gezeigt wird.
- Offensichtlich ist es das Speibecken 4, welcher über einen grösseren Abstand bewegt werden muss, um an den Patienten herangeführt zu werden, so dass dieser sich nicht zu sehr vornüber beugen muss, um das Mundspülwasser auszuspeien. Dieses klärt den grösseren Abstand von der Drehachse X und ist ebenfalls der Grund, weshalb sich der obere Teil 3 um seine Achse X um einen grösseren Winkel A als 90º drehen kann.
- Im Inneren des oberen Teils 3 münden die vorgenannten ersten und zweiten Ablassleitungen 8 und 14 gemeinsam in der Hauptablassleitung 9 (dargestellt durch eine unterbrochene Linie in Abb. 2), und zwar an einem Punkt stromabwärts der Schwenkhalterung 15, welche den oberen Teil 3 mit dem Hauptsockel 2 verbindet. Natürlich müssen die Ablassleitungen 8 und 14 auf solche Weise ausgelegt und angeordnet sein, dass sie nicht den oberen Teil 3 behindern, während dieser gedreht wird.
- Mit der Nummer 17 ist in Abb. 1 ein auf dem Behälter 10 anzuordnender Deckel bezeichnet, so dass dieser verschlossen ist, wenn er nicht zum Sterilisieren der zahnärztlichen Instrumente benutzt wird.
- Mit einer Vorrichtung, die auf die oben beschriebene Weise ausgelegt ist, werden daher die gewünschten Zwecke erreicht, das heisst sie bildet eine Vorrichtung, welche die Flüssigkeiten sammelt und entleert, während sie gleichzeitig die zu sterilisierenden Instrumente hält, und die in den Teil einer Dentaleinheit eingebaut ist, wo vorher getrenntes und für den gleichen Zweck benutztes Zubehör angebracht werden musste.
- Neben der Verbesserung des allgemeinen Aussehens der Dentaleinheit und der Reduzierung der Gesamtabmessungen letzterer, gewährleistet die Vorrichtung auch Sicherheit in dem Ablass- system, indem sie das Überlaufen von Sterilisier- und Schmutzflüssigkeit in Bereiche verhindert, in denen der Patient und der Zahnarzt normalerweise mit der Dentaleinheit in Kontakt kommen.
- Die beschriebene Erfindung kann Änderungen und Varianten unterliegen, ohne dabei von dem Zweck des erfinderischen Konzeptes abzuweichen. Ausserdem können alle Details der Erfindung durch technisch gleichwertige Elemente ersetzt werden.
Claims (6)
1. Dentaleinheit mit einer Vorrichtung zum Sammeln und
Entleeren von verschmutzten Flüssigkeiten aus zahnärztlichen
Instrumenten während bzw. nach der Sterilisierung der
Instrumente und zum Halten der Instrumente selbst während
der Sterilisierung, wobei die genannte Dentaleinheit (1) einen
Hauptsockel (2) enthält, welcher einen oberen Teil (3) trägt,
letzterer ausgestattet mit einem Speibecken (4) und einer
Abstellplatte (5) zum Halten eines Spülbechers (6),
angeordnet unter einer Leitung zur Zufuhr von Flüssigkeit;
wobei das genannte Speibecken (4) und die genannte
Abstellplatte (5) erste Ablassleitungen (8) aufweisen, die
zusammen in eine in dem Bereich unterhalb der Dentaleinheit
(1) angeordnete Hauptablassleitung (9) münden; wobei die
genannte Vorrichtung aus wenigstens einem Behälter (10)
besteht, der einen Deckel (11) mit eingearbeiteten Öffnungen
hat, wobei die Öffnungen dazu bestimmt sind, die Instrumente
(12) aufzunehmen und in einer Ruhestellung zu halten, so
dass das Ablassen der verschmutzten Flüssigkeiten und der
von entsprechenden Schläuchen (13) zugeführten
Spülflüssigkeiten erlaubt ist, die an jedes Handstück (12)
angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der
Behälter (10) einen ergänzenden Teil des oberen Teils (3)
zum Tragen und Sammeln der Flüssigkeit bildet und über eine
getrennte zweite Ablassleitung (14) an die genannte
Hauptablassleitung (9) angeschlossen ist.
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der genannte obere Teil (3) auf dem
Hauptsockel (2) steht und auf einer Schwenkhalterung (15)
teilweise um seine vertikale Achse (X) geschwenkt werden
kann.
3. Vorrichtung nach Patentanspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der genannte obere Teil (3) sich um
seine vertikale Achse (X) drehen kann, und zwar um einen
Winkel (A), der grösser ist als 90º.
4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Behälter (10) und das Speibecken
(4) an den entgegengesetzten Enden des oberen Teils (3)
angeordnet sind, voneinander getrennt durch die Abstellplatte
(5), auf welcher der Spülbecher (6) steht, und zwar um einen
Abstand (D) von der genannten vertikalen Drehachse (X) des
oberen Teils (3), welcher geringer ist als der Abstand
zwischen der genannten Drehachse und dem Speibecken (4).
5. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der genannte obere Teil (3) auf dem
Hauptsockel (2) steht und auf einer Schwenkhalterung (15)
teilweise um seine vertikale Achse (X) gedreht werden kann,
und dadurch, dass die genannte erste Ablassleitung (8) und
die genannte zweite Ablassleitung (14) zusammen in der
genannten Hauptablassleitung (9) münden, und zwar an einem
Punkt stromabwärts der Schwenkhalterung (15), welche den
oberen Teil (3) mit dem Hauptsockel (2) verbindet.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass sich der genannte obere Teil (3) sich
um seine vertikale Achse (X) drehen kann, und zwar um einen
Winkel (A), der grösser ist als 90º.
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