DE69601005T2 - Ein eine gleitende Blende verwendender Verschlussmechanismus einer Flasche - Google Patents

Ein eine gleitende Blende verwendender Verschlussmechanismus einer Flasche

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf einen Verschlußmechanismus für mehrere Reagenzien enthaltende Flaschen in einem Flaschenhalter, wie er z. B. in einem klinischen Analysegerät verwendet wird.
  • Analysegeräte (sogenannte Naßprüf-Analysegeräte) füllen flüssige Reagenzien in Flaschen. In diese Flaschen, obwohl anfänglich verschlossen, werden notwendigerweise Aspiratorsonden eingeführt, wenn Reagenzien benötigt werden. Ein derartiges wiederholtes Einführen ruft eine wesentliche Qualitätsverminderung der Reagenzien aus folgenden Gründen hervor: Zunächst ist es praktisch unmöglich gewesen, die Flasche nach dem ersten Einführen wieder abzudichten. Bei Versuchen, dies zu vermeiden, wurden solche Dinge wie durchstoßbare Trennwände verwendet, von denen angenommen wurde, daß sie nach dem Durchstoßen wieder abdichten, aber wiederholtes Durchstoßen mehr oder weniger längs der gleichen Linie erzeugt ein sog. "Coring", das in der Trennwand einen dauerhaften Luftkanal, eine Verschlechterung des Reagenzes durch Luft und restliche Ablagerungen des Reagenzes auf der Dichtung zurückläßt, was zu einer Übertragung und zu einem Schimmelwachstum führen kann. Alternativ verursacht das Durchstoßen der Trennwand ein zweites Problem, nämlich die Ablagerung von Trennwandmaterial in der zu lagernden Reagenzflüssigkeit, und dies wiederum kann die Qualität des Reagenzes vermindern. Obwohl dieses zweite Problem durch Verwendung von Dichtungen wie z. B. einer Entenschnabel-Dichtung gemindert wird, ist mit jenen dennoch das erste Problem verbunden, nämlich das mangelhafte Wiederabdichten gegenüber einer Luftkontamination.
  • US 5 322 668 A beschreibt einen Flaschenhalter gemäß der Präambel von Anspruch 1.
  • Das Problem, dem man sich bei Naßprüf-Analysegeräten lange gegenüber sah, besteht darin, wie man die flüssigen Reagenzien mehr als eine oder zwei Wochen in dem Analysegerät halten kann, ohne daß die Flaschen ständig ersetzt werden müssen. D. h., wie kann eine große Reagenzmenge in einem Analysegerät für eine oder zwei Monate gehalten werden, ohne Zersetzung aufgrund des Kontaktes mit der Umgebungsluft (Verdampfung) oder Fremdstoffen ?
  • Wir haben einen Verschluß für Reagenzflaschen entworfen, der, weil es sich tatsächlich ein Verschlußproblem ist, die vorgenannten, lange vorhandenen Anforderungen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erfüllt. Genauer gesagt, ist gemäß der Erfindung eine Kombination vorgesehen, die einen Flaschenhalter und eine erste und zweite Flüssigkeitsflasche in dem Halter umfaßt, wobei jede Flasche einen Behälter mit einer offenen Mündung darstellt, und der Halter umfaßt Tragwände zum Halten der Flaschen, eine Gummitülle mit einer Durchlaßöffnung und von den Tragwänden an der Mündung jedes Behälters so angeordnet, daß die Mündung mit Ausnahme der Durchlaßöffnung verschlossen wird, und eine Schließvorrichtung zum Öffnen und Schließen der Gummitüllenöffnungen und daher der Behältermündung, falls gewünscht, wobei die Verschlußvorrichtung eine Blende, eine Vorrichtung in dem Flaschenhalter zum Befestigen der Blende im Sinne einer gleitenden Bewegung und in Berührung mit und relativ zu den Gummitüllen zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung umfaßt, wobei in einer der Stellungen mindestens eine der Gummitüllenöffnungen verschlossen wird und in der anderen der Stellungen mindestens eine der Gummitüllenöffnungen geöffnet wird, und die Blende ferner mindestens einen Dichtungslappen umfaßt, dessen Form und Größe zum Verschließen einer Gummitüllenöffnung dient, wenn der Blendenlappen sich in einer der Stellungen befindet, wobei der Lappen betriebsmäßig so angeordnet ist, daß er in die und aus den Stellungen in Abhängigkeit von der Bewegung der Blende bewegbar ist.
  • Demgemäß besteht ein vorteilhaftes Merkmal der Erfindung darin, daß Reagenzflaschen auf einem Analysegerät für eine viel längere Zeit als es bisher möglich war, und zwar selbst für Monate, ohne Zersetzung gelagert werden können.
  • Es ist eine dazu in Beziehung stehende, vorteilhafte Eigenschaft, daß solche Lagerung unter Verwendung eines Verschlußmechanismus möglich ist, der in seiner Konstruktion einfach ist und doch ein Wiederverschließen nach jeder Verwendung ohne Kontaminierung der Flasche mit Fremdmaterial und ohne Berührung der Dichtung mit dem Flaschenreagenz sichert.
  • Andere vorteilhafte Eigenschaften werden unter Bezugnahme auf die nachstehende detaillierte Beschreibung verständlich, wenn sie anhand der beigefügten Zeichnungen gelesen wird. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine geschnittene Seitenansicht der Kombination der Erfindung, wenn sie mit einem bevorzugten Flaschenhalter verwendet wird, wobei der Blendenmechanismus in seiner Offenstellung gezeigt ist;
  • Fig. 2 einen Schnitt im wesentlichen längs der Linie II-II in Fig. 1, mit der Ausnahme, daß die Blende in ihre geschlossene Stellung geschwenkt worden ist;
  • Fig. 3 eine weggebrochene perspektivische Ansicht der in Fig. 1 gezeigten Kombination von der gegenüberliegenden Seite, wobei der aktivierende Nocken nur in Phantomdarstellung dargestellt ist;
  • Fig. 4 eine Ansicht ähnlich Fig. 3, bei der jedoch die Blende in ihre geschlossene Stellung geschwenkt ist, wie Fig. 2 zeigt;
  • Fig. 5 eine alternative Ausführungsform in einer geschnittenen Draufsicht ähnlich Fig. 2;
  • Fig. 6 und 7 schematische Draufsichten, die die Arbeitsweise der Ausführungsform von Fig. 5 zeigen, so daß jede der beiden Flaschen, aber nicht beide, für einen Zugang offen ist und
  • Fig. 8 noch eine weitere Ausführungsform in einer Draufsicht ähnlich Fig. 5.
  • Die Erfindung ist hierin in Verbindung mit bestimmten bevorzugten Ausführungsformen beschrieben, bei denen Flaschen einer bevorzugten Form paarweise in einem bevorzugten Halter angebracht werden und ein Verschlußmechanismus darüber angeordnet ist, der um eine Achse schwenkbar ist, die in einer bevorzugten Winkelstellung in bezug auf die Flaschen angeordnet ist. Außerdem ist die Erfindung zweckmäßig ungeachtet der Form der Flaschen, solange sie Flaschen mit offener Mündung sind, ob sie paarweise oder in anderer Anzahl vorhanden sind, und ungeachtet der Form des Halters und dessen, ob der Flaschenmechanismus durch Verschwenken oder irgendeinen anderen Mechanismus bewegt wird. Falls Verschwenken angewendet wird, ist die Erfindung auch unabhängig von der besonderen Winkelstellung der Schwenkachse in bezug auf die vorhandenen Flaschen verwendbar.
  • Stellungen wie "oberhalb", "unterhalb", "oben", "Seite" u. dergl. beziehen sich auf die Ausrichtung der Teile in ihrer beabsichtigten Verwendung.
  • Somit handelt es sich bei dem bevorzugten Flaschenhalter zur Verwendung bei der Kombination um denjenigen, der in US-A- 5,322,668 beschrieben ist. Ein derartiger Halter 10 ist im allgemeinen birnenförmig (Fig. 2), damit er in ein Naßchemie- Analysegerät und aus diesem heraus gleiten kann, wie üblich (nicht gezeigt), im allgemeinen in einer kreisförmigen Anordnung solcher Halter. Ein derartiger Flaschenhalter 10 umfaßt gemäß Fig. 1 eine Basis 12, ein Kopfteil 30 und eine Seitenwand 60, die sich zwischen der Basis und dem Kopfteil erstreckt und diese verbindet.
  • Genauer gesagt, umfaßt die Basis 12 eine Plattform mit mindestens einer Ausnehmung und vorzugsweise Ausnehmungen 14 und 16, für jede von zwei Flaschen B1 und B2 mit offener Mündung, die von dem Halter 10 gehalten sind. Es ist ersichtlich, daß die Ausnehmungen 14 und 16 entlang dem Halter 10 angeordnet sind, der eine Abmessung hat, welche gegenüber einem Radius der kreisförmigen Anordnung solcher Halter in dem Analysegerät (nicht gezeigt) ausgerichtet ist. Die Ausnehmung 14 wird teilweise von einem aufragenden Ansatz 18 gebildet. Die Ausnehmung 16 besteht vorzugsweise aus aufragenden Seitenwänden. Die Basis 12 ist mit der Seitenwand 60 durch irgendwelche geeigneten Mittel, z. B. durch Verschweißen, durch Klebstoff, durch mechanische Laschen usw. verbunden. Die Flaschen B1 und B2 enthalten vorzugsweise zwei unterschiedliche Reagenzlösungen.
  • Bei der vorliegenden Erfindung umfaßt der Kopfteil 30 eine im allgemeinen ebene Platte 32, die mit Gummitüllen 34 versehen ist, sowie abwärts ragende Finger 36 mit Schnapplaschen 38 zum Verriegeln unter dem Rand der Mündung 40 einer Flasche B1 oder B2, wobei jede Gummitülle 34 an einer Mündung 40 anliegt. Wie in US-A-5,322,668 sind gegenüberliegende Enden 42 der Flaschen in den Ausnehmungen 14 und 16 gehalten. Bei der vorliegenden Erfindung sind Öffnungen 44 in den Gummitüllen 34 im allgemeinen gegenüber einer Mittelachse 46 jeder Mündung 40 ausgerichtet. Jede Gummitülle hat eine freiliegende Außenseite 47. Ein Seitenmantel 50 umgibt teilweise die Platte 32 und ist mit der Wand 60 durch Zähne 90 verbunden.
  • Die Seitenwand 60 kann eine beliebige Form und Dicke haben, hat vorzugsweise aber eine Mehrzahl von z. B. vier zylindrischen Öffnungen 62 in Fig. 2, die sich über die gesamte Höhe der Wand erstrecken. Ein Stapel von Reaktionsküvetten, die nicht gezeigt sind, ist vorzugsweise in jeder Öffnung 62 angeordnet. Die Küvetten sind vorzugsweise als Becher oder eingelassene Behälter ausgebildet. Sie sind ineinandergeschachtelt und die oberste Küvette ist vorzugsweise mit einer Dichtungskappe abgedeckt, um den Stapel gegenüber der Atmosphäre abzudichten. Die Unterseite des Stapels ist innerhalb der Öffnung 62 durch einen Reibsitz zwischen einem Flansch jeder Küvette und der Seitenwand der Öffnung 62 abgedichtet.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Verschlußvorrichtung für die Öffnungen 44 vorgesehen, die die oben erwähnten Probleme früherer Flaschenhalter vermeidet. Die Vorrichtung 100 umfaßt vorzugsweise eine Blende 102, Fig. 2, mit mindestens einem Dichtungslappen 104, der aktiv eine der Gummitüllen 34 (für Flasche B1) und einen Nockenstößel 120 auf dem Lappen umfaßt, wobei eine Steuerkurve 130 angeordnet ist, um den Nockenstößel zu erfassen oder freizugeben, sowie eine Vorrichtung 150, Fig. 3, um die Steuerkurve 130 zu aktivieren.
  • Zuerst wird die Blende 102 betrachtet, sie umfaßt einen Stutzen, der innerhalb einer Öffnung des Deckels 30 drehbar gelagert ist, so daß der Stutzen und die Blende 102 vorzugsweise gemäß Fig. 2-3 um eine Achse 110 drehbar sind, die vorzugsweise im wesentlichen mit einer Linie 112 ausgerichtet oder auf dieser angeordnet ist, die sich etwa von den Mitten der Mündungen 44 der Gummitüllen erstreckt, wie sie durch die Achsen 46 bestimmt sind.
  • Genauer gesagt, umfaßt die Blende 102 vorzugsweise einen zweiten Lappen 114 ebenso wie einen ersten Lappen 104. Bei der Ausführungsform in den Fig. 1-4 ist der Lappen 114 180º um die Achse 110 angeordnet, um sich aktiv an die andere Gummitülle 34 (für Flasche B2) in Fig. 2 anzulegen. Mit der Bezeichnung "aktiv anlegen" ist hier vorzugsweise eine Gleitbewegung jedes Lappens im Reibkontakt mit der Außenseite 47 der betreffenden Gummitülle in Fig. 1 gemeint. Auf diese Weise öffnet und schließt die Blende mit ihren Lappen den Zugang zum Inneren der Gummitülle und deshalb ihrer entsprechenden Flasche. Da die Lappen 104 und 114 um 180º um die Achse 110 gegeneinander versetzt sind, und da die Achse 110 im wesentlichen auf der Linie 112 liegt, werden sowohl die Gummitüllen als auch die Flaschen B1, B2 zur gleichen Zeit geöffnet (Fig. 3) und zur gleichen Zeit geschlossen (Fig. 2), wie ohne weiteres ersichtlich ist.
  • Von den Nockenstößeln 120 ist jeweils einer für jeden Lappen vorgesehen. Vorzugsweise haben sie eine L-Form mit einer inneren Abwinklung 122 und einem kurzen Schenkel 124 sowie einem längeren Schenkel 126, der sich von der Abwinklung erstreckt. Es sind diese Schenkel 124, 126, an die sich die Steuerkurve 130 anlegt, wie in Phantomdarstellung gezeigt, um die Blende 102 gemäß Pfeil 132 in die Offenstellung, oder gemäß Pfeil 133 in Fig. 3 in die Schließstellung zu drehen.
  • Wahlweise können die Nockenstößel andere Formen haben, z. B. diejenige eines 90º-Bogens um einen imaginären Mittelpunkt 134 in Fig. 2.
  • Die Steuerkurve 130 wird wiederum von einer geeigneten Vorrichtung 140, wie z. B. einer Antriebswelle 142 in Fig. 1, angetrieben, die durch einen geeigneten, nicht gezeigten Schrittmotor betätigt wird.
  • Wahlweise kann die Steuerkurve 130 durch eine Radscheibe oder durch ein Zahnstangengetriebe (nicht gezeigt) gedreht werden, wobei das Zahnritzel auf der Welle 142 angeordnet ist.
  • Um die Blende 102 bei ihrer Drehbewegung weiter zu führen, erstreckt sich ein Anschlagzapfen 150 vorzugsweise fest von der Oberseite 32 des Deckels 30 in Fig. 3 und 4. Dieser wirkt mit einem Schlitz oder einer Nut 152 zusammen, die in der Blende 102 ausgeformt sind, wobei der Schlitz 152 zwei gegenüberliegende Enden 154, 156 aufweist, die mit dem Anschlagzapfen 150 zusammenwirken, um ein Überdrehen entweder in die Offenstellung gemäß Fig. 3 oder in die geschlossene Stellung gemäß Fig. 4 zu verhindern.
  • Wahlweise muß der Schlitz 152 nicht vollständig von der Blende 102 umschlossen sein. Stattdessen kann ein Teil 158, der den Zapfen 150 vollständig umschließt, längs der gestrichelten Linie in Fig. 4 entfernt sein.
  • Wie oben erwähnt, stellt der Mantel 50 nur eine teilweise Umhüllung dar, um aufragende Schultern 51 zu bilden. D. h., ein Ausschnitt 160 ist in den Schultern vorgesehen, um einen Zutritt der Steuerkurve 130 zu dem Nockenstößel zu ermöglichen, ohne die Steuerkurve zu heben und abzusenken, Pfeil 161 in Fig. 2.
  • Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß, wenn die Blende 102 sich in der Position gemäß Fig. 1 und 3 befindet, eine Aspiratorsonde P durch das Analysegerät eingesetzt werden kann, indem der Halter 10 plaziert wird, um etwas von dem Inhalt jeder Flasche (wie bei B2 in Fig. 1 gezeigt) anzusaugen.
  • Es wurde ferner festgestellt, daß eine optimale Leistung bei der aktiven Berührung der Gummitüllen 34 durch die Blende 102 dann hervorgerufen wird, wenn die nachstehenden Materialien verwendet werden:
  • Die Gummitüllen 34 umfassen vorzugsweise ein Elastomer, das eine Härte von mindestens 45 Shore A-Härtegraden aufweist, gegenüber den Inhalten der Flaschen B1 und B2 inert ist, sich geringfügig verformt ohne auszuhärten, wie es in der Technik bekannt ist, und nicht klebrig ist, d. h. einen Reibungskoeffizienten von nicht größer als 0,5 hat, wenn sich eine Blende 102 aus Polypropylen oder Polyethylen an sie anlegt. Somit werden Shore-Härtegrade von 45, 60 und 75 als zweckmäßig angesehen, wobei ein Härtegrad von 45 besonders bevorzugt ist. Beliebige Elastomere erfüllen diese Bedingungen. Am bevorzugtesten ist das Elastomer der Wahl ein silikon- modifiziertes, thermoplastisches Elastomer, wie dasjenige, das unter dem Handelsnamen "C-Flex R70-081" von Concept Polymer Tech erhältlich ist. Ein weiteres nützliches Beispiel ist ein Polypropylen EPDM-Elastomer, das unter dem Handelsnamen "vista-flex" von Advanced Elastomer Systems erhältlich ist.
  • Aus dem Obenstehenden geht ohne weiteres hervor, daß das Material zumindest der Unterseite 162 der Blende 102 in Fig. 1, die mit den Gummitüllen 134 in Berührung kommt, vorzugs weise Polypropylen oder Polyethylen ist. Außerdem können andere polymere Materialien, die eine sehr geringe Feuchtigkeits-Dampf-Durchlässigkeit (Leckage) durch die untere Berührungsseite 162 aufweisen, verwendet werden, vorausgesetzt, sie weisen den gleichen Reibungskoeffizienten gegenüber dem Material der Dichtungsringe auf, wie oben angegeben.
  • Es ist nicht wesentlich, daß die Lappen der Blende 102 beide Flaschen gleichzeitig öffnen und schließen. Wahlweise kann die Blende 102 so konstruiert werden, daß sie zu einem Zeitpunkt eine Flasche öffnet und beide zusammen verschließt, Fig. 5-7. Teile, die ähnlich den vorhergehend beschriebenen sind, tragen die gleichen Bezugszeichen, denen der unterscheidende Zusatz "A" hinzugefügt wurde.
  • So hat gemäß Fig. 5 ein Deckel 30A einen Mantel 50A, eine Gummitülle 34A, die in Phantomdarstellung gezeigt ist, und eine Blende 102A, die um eine Achse 110A mittels einer Steuerkurve 130A verschwenkt wird, die auf Nockenstößel 120A einwirkt, die, wie zuvor, an entsprechenden Lappen 104A und 114A der Blende 102A, angeordnet sind. Indessen sind bei dieser Ausführungsform die Lappen 104A und 114A etwa 90º um die Achse 110A drehbar angeordnet, und die Achse ist im wesentlichen von einer Linie 112A weg verlegt, welche etwa die Mitte der Gummitüllen 34A miteinander verbindet. Genauer gesagt ist die Achse 110A in der Nähe einer der Schultern 51A angeordnet, die von dem Mantel 50A gebildet werden. Ausschnitte 160A sind dann angeordnet, damit entweder der Lappen 104A oder der Lappen 114A sich durch diese hindurchbewegen können (in Phantomdarstellung gezeigt), in Abhängigkeit davon, welcher Seite (Mantel 51A) die Achse 110A am nächsten liegt.
  • Wie in den drei Figuren schematisch dargestellt ist, ermöglicht diese Konstruktion, daß die Blende 102A entweder beide Gummitüllen (beider Flaschen) verschließt, wie in durchgezogener Linie in Fig. 5 gezeigt ist, um nur die Gummitülle der Flasche B1 in Fig. 6 zu öffnen, oder nur die Gummitülle der Flasche B2 in Fig. 7 zu öffnen, wenn sie von der Steuerkurve 130A betätigt und um die Achse 110A gedreht wird.
  • Ferner besteht keine Notwendigkeit für das gleitende Anliegen im Sinne einer Drehbewegung der Blende 102 oder 102A an den Gummitüllen. Eine lineare Verschiebung ist ebenfalls nützlich, wie Fig. 8 zeigt. Teile ähnlich den vorhergehend beschriebenen tragen die gleichen Bezugszeichen, denen die unterscheidende Bezeichnung "B" hinzugefügt wurde.
  • So sind Gummitüllen 34B in einem Deckel 308 angeordnet, der gleitend und unter Reibung an einer Blende 102B anliegt, die zwei Lappen 104B, 1148 umfaßt, von denen jeder einen Nockenstößel 120B aufweist, an denen eine Steuerkurve 130B anliegt, wobei die Blende 102B von einem Anschlagzapfen 1508 zurückgehalten wird, wie dies in den vorhergehenden Ausführungsformen erwähnt wurde. Indessen wird in diesem Fall die Blende 102B nur linear in Richtung des Pfeiles 300 entsprechend der linearen Bewegung der Steuerkurve 130 angetrieben (z. B. durch eine Zahnstange und ein Zahnritzel (nicht gezeigt), wobei die Zahnstange an der Steuerkurve 130A befestigt ist). Ein zusätzlicher Anschlagzapfen 150A' ist längs des zusätzlichen Schlitzes 152B' hinzugefügt. Das Ergebnis ist, daß die Gummitüllen beide verschlossen werden, wie in durchgezogener Linie gezeigt ist, oder eine oder die andere wird geöffnet, wie durch die beiden Phantomstellungen der entsprechenden Lappen dargestellt ist.

Claims (10)

1. Flaschenhalter (10) zum Halten einer ersten (B1) und zweiten (B2), Flüssigkeit enthaltenden Flasche, wobei jede Flasche (B1, B2) ein Behälter mit einer offenen Mündung (40) ist, und der Halter (10) umfaßt: Tragwände (60) zum Halten der Flaschen (B1, B2); wobei der Halter dadurch gekennzeichnet ist, daß er auch umfaßt: eine Gummitülle (34) mit einer Durchlaßöffnung (44) und getragen von den Tragwänden (60) zur Anordnung nahe der Mündung (40) jedes Behälters zum Verschließen der Mündung (40) mit Ausnahme der Durchlaßöffnung (44); und eine Verschlußvorrichtung (100) zum Öffnen und Schließen der Tüllenöffnungen (44) und daher, falls gewünscht, der Behältermündung (40),
die Verschlußvorrichtung (100) umfaßt eine Blende (102), Mittel in dem Flaschenhalter (10) zum Anbringen der Blende (102) für eine gleitende Bewegung in Berührung mit und in bezug auf die Gummitüllen (34) zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung, wobei eine der Stellungen diejenige ist, in der mindestens eine der Tüllenöffnungen (44) verschlossen wird und die andere der Positionen diejenige ist, in der mindestens eine Tüllenöffnung (44) geöffnet wird, die Blende (102) ferner mindestens einen Dichtungslappen (104) umfaßt, der geformt und dimensioniert ist, um eine Tüllenöffnung (44) zu verschließen, wenn der Blendenlappen (104) sich in einer der Stellungen befindet, wobei der Lappen (104) betriebsmäßig so angeordnet ist, daß er in die und aus den Positionen in Abhängigkeit von der Bewegung der Blende (102) bewegbar ist.
2. Halter (10) nach Anspruch 1, wobei die Verschlußvorrichtung (100) ferner umfaßt: einen Nockenstößel (120) auf der Blende (102), eine Steuerkurve (130), die für eine Bewegung oberhalb der Blende (102) in den und aus dem Kontakt mit dem Nockenstößel (120) angebracht ist, und Mittel (150) zum Bewegen der Steuerkurve (130) in den und aus dem Kontakt.
3. Halter (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Befestigungsvorrichtung für die Blende (102) so konstruiert ist, daß die Blende (102) zwischen den Positionen geradlinig verschiebbar ist.
4. Halter (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die Befestigungsvorrichtung für die Blende (102) so konstruiert ist, daß die Blende (102) um eine Achse (110) zwischen den Positionen drehbar ist.
5. Halter (10) nach Anspruch 4, wenn abhängig von Anspruch 2, wobei die Steuerkurve (130) um die Achse (110) drehbar angeordnet ist.
6. Halter (10) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, wobei die Blende (102) zwei Lappen (104, 114) umfaßt, die im Winkel zueinander um die Drehachse (110) angeordnet sind, so daß einer gegenüber dem anderen um 90º versetzt ist und die Achse (110) im wesentlichen von einer Linie (112) weg verlegt ist, die sich zwischen den annähernden Mitten der Tüllenöffnungen (44), so daß, wenn eine Tüllenöffnung (44) durch einen der Lappen geschlossen ist, die andere (44) offen sein kann.
7. Halter (10) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, wobei die Blende zwei Lappen (104, 114) umfaßt, die im Winkel zueinander um die Drehachse (110) angeordnet sind, so daß einer gegenüber dem anderen um 180º versetzt ist und die Achse (110) im wesentlichen auf einer Linie (112) angeordnet ist, die sich zwischen den annähernden Mitten der Tüllenöffnungen (44) erstreckt, so daß, wenn eine Tüllenöffnung (44) durch einen der Lappen (104) geschlossen ist, der andere (44) ebenfalls geschlossen ist.
8. Halter (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei die Achse (110) außerhalb einer Linie (112) angeordnet ist, die sich zwischen den Mitten der Tüllenöffnungen (44) erstreckt.
9. Halter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Tüllenöffnungen (44) vorgeformt sind, so daß sie keine Partikel erzeugen, die nach dem Einsetzen eines Saugers in das Reagenz hineinfallen.
10. Halter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei jede der Gummitüllen (34) ein Elastomer umfaßt, wie ein silikonmodifiziertes, thermoplastisches Elastomer, das eine Härte von mindestens 45 Shore A-Härtegraden aufweist, gegenüber dem Inhalt der Flaschen (B1, B2) inert ist, kein Gas abgibt, sich geringfügig verformt, ohne auszuhärten, und einen Reibungskoeffizienten von nicht größer als 0,5 hat, wenn an ihnen eine Blende aus Polypropylen oder Polyethylen anliegt.
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