DE695973C - Anwaermevorrichtung fuer Motorkolben - Google Patents
Anwaermevorrichtung fuer MotorkolbenInfo
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- DE695973C DE695973C DE1938T0049923 DET0049923D DE695973C DE 695973 C DE695973 C DE 695973C DE 1938T0049923 DE1938T0049923 DE 1938T0049923 DE T0049923 D DET0049923 D DE T0049923D DE 695973 C DE695973 C DE 695973C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23P—METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
- B23P11/00—Connecting or disconnecting metal parts or objects by metal-working techniques not otherwise provided for
- B23P11/02—Connecting or disconnecting metal parts or objects by metal-working techniques not otherwise provided for by first expanding and then shrinking or vice versa, e.g. by using pressure fluids; by making force fits
- B23P11/025—Connecting or disconnecting metal parts or objects by metal-working techniques not otherwise provided for by first expanding and then shrinking or vice versa, e.g. by using pressure fluids; by making force fits by using heat or cold
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)
Description
Das Anbringen der Kolben von Brennkraftmaschinen an der Pleuelstange erfolgt
in der Weise, daß der Kolben angewärmt und dann der Kolbenbolzen durch den Kolben
und die Pleuelstange leicht hindurchgetrieben wird; beim Erkalten preßt sich der Kolben
auf dem Kolbenbolzen fest. Zum Auswechseln eines an der Pleuelstange sitzenden Kolbens
muß dieser ebenfalls erwärmt werden, bis sich der Kolbenbolzen entfernen läßt. Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anwärmen der Kolben von Brennkraftmaschinen,
die sowohl beim Anbringen der Kolben an der Pleuelstange als auch beim Entfernen
bzw. Auswechseln der Kolben anwendbar ist. Zum Erwärmen der Kolben von Motoren sind bereits die verschiedensten Hilfseinrichtungen
und Arbeitsmethoden angewendet worden, sie erfüllen jedoch ihren Zweck nur teilweise und sind mit einer ganzen Anzahl
von Nachteilen behaftet, ja, bei einigen besteht sogar bei ihrem Gebrauch Gefahr für
die Umgebung.
Vielfach wird auch heute noch der Kolben vor dem Anbringen oder Abnehmen mit einer
offenen Gasflamme oder im Reparaturbetrieb mit einer Lötlampe angewärmt. Dies führt
häufig zu großen Unfällen, die auf das Hantieren mit offener Flamme in der Nähe von
Benzindämpfen zurückzuführen sind.
Im Motorenbau ist man daher dazu übergegangen, zum Anwärmen des Kolbens vor
dem Einbau besondere Heizplatten zu verwenden. Diese Heizplatten sind-ortsfest und
können daher nur für den Zusammenbau verwendet werden; beim Entfernen der Kolben
bedient man sich in der Regel nach wie vor der Anwärmeflamme.
Um auch beim Auswechseln der Kolben die offene Flamme zu vermeiden, ist eine mit
Handgriff versehene Heizplätte vorgeschlagen
worden. Diese tragbare Heizplatte hat jedoch folgende großen Nachteile: Sie hat
ein sehr großes Gewicht, so daß der Arbeiter!;: sehr bald von Ermüdungserscheinungen jjt&£
plagt wird. Bei Motoren mit hängend^.,:', Zylindern und bei Sternmotoren ist die Ve&S?
wendung der Anpreßplatte sehr umständlich. Da der Kolben nur durch Anpressen der
ίο Platte an den Kolbenboden erwärmt werden '
kann, ist die Platte bei Kolben mit gewölbtem Boden so gut wie nicht verwendbar. Bei
ganz schwach gewölbten Kolbenböden ist die, Wärmeübertragung von der Platte auf den
Kolben so schlecht, daß eine sehr lange Anwärmezeit erforderlich ist und die Platte sehr
leicht überhitzt werden kann, so daß auch bei dieser Ausführung in besonderen Fällen
Brand- und Explosionsgefahr besteht. Durch die ungünstigen Erwärmungsmöglichkeiten
des Kolbens ist bei der Verwendung der Platte ein großer Wärmeverbrauch vorhanden;
die Verwendung der Platte ist daher teuer und unwirtschaftlich. Durch die große
«5 Masse der Platte ist die erforderliche Eigenwärme
so hoch, daß die Platte im Gebrauch sehr träge ist und ein schnelles Auswechseln
der Kolben hindert. Man muß nach wie vor mit einem oder mehreren Lappen und Tüchern
hantieren, um die Finger beim Wegnehmen bzw. Anfassen des Kolbens nicht zu verbrennen.
Die Beseitigung aller dieser Nachteile ist der Zweck der vorliegenden Erfindung. Es
wird dies dadurch erreicht, daß als Anwärmevorrichtung ein streifenförmiger, um den
Motorkolben spannbarer biegsamer Heizkörper verwendet wird, dessen freie Enden an
einer scheren- oder zangenartigen Halteeinrichtung angelenkt sind.
Um den Kolbenbolzen auch bei angepreßtem Heizkörper einführen und entfernen zu
können, ist dieser gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung mit schlitzförmigen
Fenstern für den Kolbenbolzen versehen; diese Fenster sind vorzugsweise durch längliche
Schlitze gebildet. Die Innenfläche des Heizkörpers ist vorzugsweise aus weichem
Leichtmetall ausgeführt, so daß Beschädigungen der empfindlichen Kolbenlauffläche
beim Festpressen der Manschette ausgeschlossen sind. Die Beheizung der Manschette erfolgt
zweckmäßig elektrisch.
Damit der Heizkörper in der angepreßten Lage, von selbst festhält und der Motorkolbenanwärmer
bei allen vorkommenden Zylinderstellungen gleich gut verwendbar ist, sieht die Erfindung ferner vor, daß der Heizkörper
mit einer Einrichtung zum selbsttätigen
fio Versperren in der angepreßten Lage ausgerüstet
ist, die aus einem, an der scheren- oder zangenartigen Halteeinrichtung , sitzenden
Zahnsegment nebst Sperrklinke besteht.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung
igum Anwärmen von Motorkolben gemäß der 'jSMndung in einem Ausführungsbeispiel schau-
■jijtidlich dargestellt.
|if'r Die Heizmanschette 1 besteht aus einem
streif enf örmigen, biegsamen elektrischen Heizkörper, dessen Stromzuführung bei 2 angedeutet
ist. Der Heizkörper ist ummantelt, und zwar besteht die innere Ummantelung
der Manschette aus einem weichen Leichtmetall. In der Manschette sind auf gegenüberliegenden
Seiten Öffnungen 3 vorgesehen, die als Fenster zum Einführen und Entfernen der Kolbenbolzen dienen, während die
Manschette den Kolben umschließt und erwärmt. ,
Die freien Enden der Manschette sind bei 4, 5 an einer Zange angelenkt, deren Arme
6, 7 mit Handgriffen 8, 9 versehen sind. An dem Arm 7 ist ein Zahnsegment 10 befestigt
Und an dem Arm 6 eine Sperrklinke 11, die
in die Zähne des Zahnsegmentes 10 eingreift.
Zum Anwärmen des Motorkolbens wird die Manschette 1 über den Kolben geschoben, und
zwar derart, daß die Bohrung für den Kolbenbolzen mit den Fenstern 3 der Manschette
ausgerichtet ist. Hierauf werden die Handgriffe 8, 9 der Zange 6, 7 zusammengedrückt,
so daß sich die Manschette fest an die Zylinderwand des Kolbens anlegt. Hierbei gleitet
die Sperrklinke 11 über die Zähne des Zahnsegmentes 10 und verhindert das Öffnen der ö5
Manschette. Nunmehr wird der Strom für den Heizkörper der Manschette eingeschaltet,
so daß sich der Motorkolben erwärmt. Diese Erwärmung hat eine Ausdehnung der Manschette
zur Folge; um eine Lockerung der Manschette und ein Nachlassen der Anpressung an den Motorkolben zu verhindern, ist
die ganze Anwärmevörrichtung mit so viel Federung ausgeführt, daß das Federungsvermögen
die Ausdehnung der Manschette aus- ion
gleicht. ■
Die erfindungsgemäße Anwärmevorrichtung ermöglicht, mit einem einzigen Handgriff die
Heizmanschette ringsum an die Zylinderfläche des Kolbens zu pressen. Das Zahnsegment
und die Sperrklinke entlasten die Hände heim Anpressen der Heizmanschette. Da die
Manschette mit Fenstern für den Kolbenbolzen versehen ist, kann sie auch während des
Ein- und Ausbaues am Kolben verbleiben. Die Fenster werden zweckmäßig als längliche
Schlitze ausgebildet, so daß bei Kolben mit den verschiedensten Durchmessern die Stelle
der Bolzenbohning frei zugänglich ist. Die Biegsamkeit der Manschette ermöglicht ihre
Verwendung für das Anwärmen von'Kolben mit den verschiedensten Durchmessern. Das
Federungsvermögen der Schere gewährleistet immer eine innige Berührung zwischen Manschette
und Kolben, so daß die Wärme vom Heizkörper auf den Kolben sehr schnell übertragen
wird. Der Strom kann am'Heizkörper direkt ein- und ausgeschaltet werden.
Ferner hat die Anwärmevorrichtung das denkbar geringste Gewicht, da sie aus Leichtmetall
herstellbar ist. Die Kolben werden nicht beschädigt, da die innere Heizkörperummantelung
aus weichem Leichtmetall besteht. Infolge des guten Wärmeleitvermögens von Leichtmetall zu Leichtmetall und·- der
innigen gegenseitigen Berührung von Manschette ,und Kolben ist keine Überhitzung
möglich und der Stromverbrauch außerordentlich gering. Bei der Anwärmevorrichtung
gemäß der Erfindung besteht keine Gefahr , der Überhitzung und damit keine Brandge-
ao fahr. Die Vorrichtung ist bei jeder Lage und
Stellung des Kolbens gleich gut anwendbar, da sie sich am Kolben.allein festhält. Während
des Entfernens des zuerst erwärmten Kolbens kann der nächste Kolben schon an-
as gewärmt werden, ohne daß eine Hilfskraft
notwendig ist. Ein Verbrennen der Hände ist ausgeschlossen. Infolge des geringen Gewichtes
der. Heizmanschette ist die denkbar kürzeste Anheizzeit gewährleistet. Außerdem ist die erfindungsgemäße Vorrichtung für
jede Kolbenausführung anwendbar und so
leicht und stabil herstellbar, daß sie bei leichtester
Handhabung dem robustesten Betrieb gewachsen ist.
Claims (5)
1. Anwärmevorrichtung für Motorkolben, gekennzeichnet durch einen streifenförmigen,
um den Motorkolben spannbaren biegsamen Heizkörper, dessen freie Enden an einer scheren- oder zangenartigen
Halteeinrichtung angelenkt sind. ,
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper
mit Fenstern für den Kolbenbolzen versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fenster
durch längliche Schlitze gebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche
des Heizkörpers aus weichem Leichtmetall besteht. -
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper mit einer Einrichtung zum selbsttätigen'
Versperren in der angepreßten Lage ausgerüstet ist, die aus einem an der scheren- oder zangenartigen Halteeinrichtung
sitzenden Zahnsegment nebst Sperrklinke besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938T0049923 DE695973C (de) | 1938-02-09 | 1938-02-09 | Anwaermevorrichtung fuer Motorkolben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938T0049923 DE695973C (de) | 1938-02-09 | 1938-02-09 | Anwaermevorrichtung fuer Motorkolben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE695973C true DE695973C (de) | 1940-09-07 |
Family
ID=7563265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938T0049923 Expired DE695973C (de) | 1938-02-09 | 1938-02-09 | Anwaermevorrichtung fuer Motorkolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE695973C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765883C (de) * | 1941-07-06 | 1953-11-09 | Jakob Ackermann | Kolbenwaermvorrichtung |
-
1938
- 1938-02-09 DE DE1938T0049923 patent/DE695973C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765883C (de) * | 1941-07-06 | 1953-11-09 | Jakob Ackermann | Kolbenwaermvorrichtung |
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