DE695388C - Brandschutzeinrichtung fuer oelgesteuerte Waermekraftmaschinen - Google Patents
Brandschutzeinrichtung fuer oelgesteuerte WaermekraftmaschinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B25/00—Regulating, controlling or safety means
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B2250/00—Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
- F01B2250/004—Devices for draining or idling of steam cylinders or for uncoupling piston and connecting rod
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Description
J- A 80268
Die Erfindung bezieht sich auf eine Brandschutzeinrichtung für ölgesteuerte Wärmekraftmaschinen.
Bei Wärmekraftmaschinen, seien es Dampfturbinen- oder Hochdruckäampfmaschinen, deren Ventile von durch Drucköl
angetriebene Hilfsmotoren gesteuert werden, liegen letztere vielfach unmittelbar über den
Ventilen und den Dampfleitungen bzw. über dem Maschinengehäuse. Infolge des hohen
Dampfdruckes nehmen die einzelnen Teile der Wärmekraftmaschine.eine verhältnismäßig
hohe Temperatur an. Sobald ■ nun, sei es durch Erschütterungen oder durch Anfressungen,
die zum Hilfsmotor eines Ventils geführte· Ölleitung undicht wird, fließt das Öl
auf die erhitzten Teile der Wärmekraftmaschine, kann sich dort entzünden und ruft
dann einen die gesamte Anlage gefährdenden Brand hervor.
Es ist bekannt, zur Verhinderung von Ölbränden die Öldruckrohrleitung mit einem
Ringmantel zu umgeben und den Ringraum mit einem Löschgas, ζ. Β. Stickstoff, zu füllen.
Der Druck des Gases wird höher gehalten als der Druck des Öls. Sobald nun der Gasdruck sinkt, wird ein Umschaltelement
in Tätigkeit gesetzt, um die Zuleitung des Öls zur Druckleitung abzuschalten und damit auch
die Maschine stillzusetzen. Das Abfallen des Druckes in dem Löschgasmantel sollte nur
dann erfolgen, wenn die Ölleitung· undicht wird, so daß ein Ausgleich des Druckes zwischen
Öl und Gas erfolgt.
Diese bekannte Anordnung hat nun aber den Nachteil, daß auch durch Undichtwerden
der Gasleitung der Druck fällt und nun das Umschaltglied betätigt wird. Die Maschinenanlage
wird somit stillgesetzt, weil in der - Sicherungseinrichtung eine Undichtigkeit vorhanden
ist, nicht aber, weil durch 'eine Undichtigkeit
in der Ölleitung Brandgefahr besteht.
Bei der bekannten Sicherungseinrichtung" der oben beschriebenen Art sind aber nun
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Emanuel Paulus in Pilsen.
auch Teile vorhanden, die nicht von einem Gasschutzmantel umgeben sind, z.B. die
Flanschverbindungen der Rohrleitungen, diey Regutierventile u· dgl. Gerade an diesen Stell^ß:
ist es möglich, daß durch auftretende W* dichtigkeiten Öl nach außen gelangt und einen
Brand hervorruft. Zur Verhinderung der Weiterausbreitung des Brandes ist bei der
bekannten Anordnung ein Schmelzglied vor· ίο gesehen, welches infolge der Wärme, die bei
der Entflammung des Öls erzeugt wird, eine Vorrichtung steuert, die die Druckleitung· von
der Pumpe abschließt. Eine Löschwirkung kann aber nicht eintreten, da das im Ringmantel
der Rohrleitung befindliche Löschgas an keiner Stelle entweichen kann, weil nämlich
die Öldruckleitung selbst an den Stellen, wo sie vom Schutzgasmantel umgeben ist,
nicht undicht ist. Der Brand, welcher durch das zwischen undichten Flanschen austretende
Öl erzeugt wird, wird daher von dem immer weiter ausfließenden Öl so lange genährt, bis
die Ölzufuhr versiegt. Inzwischen können wertvolle Teile der Maschine vernichtet sein und
vor allen * Dingen sich aus dem weiter zufließenden Öl ein großer Brand entwickelt
-haben.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch behoben, daß sowohl in der
für die einzelnen Steuereinrichtungen gemeinsamen Druckölzuleitung als auch in der gleichfalls
gemeinsamen Ölrückleitung zum Sammelbehälter je ein bei Rohrbruch sich selbst schließendes Absperrorgan angeordnet ist.
Außerdem sind in der Strömungsrichtung des Drucköls hinter dem Absperrorgan in der
Zuleitung sowie vor dem Absperrorgan in der Rückleitung besondere Anschlüsse vorgesehen,
durch die im Gefahrfalle in an sich bekannter Weise Löschgas in die abgeschalteten
Steuerleitungen eingeführt wird.
Diese Anordnung hat gegenüber den bekannten
Einrichtungen den besonderen Vorteil, daß aus der Rohrleitung durch die undichten
Stellen hindurch, sei es nun ein Loch in der Leitung selbst oder sei es eine undichte
Flanschverbindung, auf die brennenden Stellen das Löschmittel geführt wird, d. h. das Feuer
wird an der Stelle geloscht, wo· es entstanden
ist.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung" beispielsweise und schematisch dargestellt.
Mit ι ist der Ölbehälter bezeichnet, aus dem das Öl mittels der Zahnradpumpe 2 unter
Verwendung des .Rückschlagventils 3 in die Leitung A gedruckt wird. In die Leitung· A
ist ein Drosselventil 4 eingebaut. Hinter dem Drosselventil befindet sich der Ölkühler 5 und
die Abzweigleitungen 6, 7, 8, 9, die das Öl zu den Lagern der Turbine führen. In der Leitung
10 läuft das Öl dann zurück in den Behälter 1. Ein Überströmventil 11 zwischen
Druckleitung und Abfalleitung· dient zur Auf- ,- rechterhaltung eines gleichmäßigen Druckes
;-in der Druckleitung. Es ist außerdem in den
^-Behälter r noch eine Hilf spumpe 12 mit einer
Druckleitung C und einem Rückschlagventil 13
eingebaut, im Falle die Pumpe 2 versagt. Diese Einrichtungen sind jedoch nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung.
Mit 14, 15, 16,17 und 18 sind die einzelnen
Hilfsmotoren bezeichnet, die mit Öl gespeist werden und - die zur Steuerung von Ventilen
o. dgl. dienen. Das Öl strömt den Hilfsmotoren durch die Abzweigleitung· B erfindungsgemäß
über ein Absperrventil 19 zu. Die Hilfsmotoren 14 bis 18 sind, wie die
Zeichnung erkennen läßt, parallel an die Druckleitung und an die Abfalleitung· angelegt,
welche mit D bezeichnet ist. In der Abfalleitung befindet sich wieder gemäß der
Erfindung ein Absperrventil 20; das durch das Ventil 20 von den Hilfsmotoren abströmende
Öl gelangt schließlich in die Hauptabfalleitung 10. Die Ventile 19 und 20 können
entweder von Hand oder auch in bekannter Weise elektrisch unter Verwendung von Wärmesicherheitsgliedern, welche an der Turbine
der Dampf rohrleitung oder der Ölrohrleitung angeordnet sind, bedient werden.
Die Leitung 21 ist, wie bereits bekannt ist,
an einen Löschgasbehälter oder an einen Behälter, der mit Schaumfiüssigkeit gefüllt ist,
angeschlossen. Die Leitung mündet unter Vorschaltüng der beiden Absperrventile 22 und 23
in die Zu- und Ableitung der Hilfsmotoren.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung· ist die folgende:
Die Ventile 22 und 23 sind geschlossen. Die Ventile 19 und 20 sind geöffnet. Das
Drosselventil 4 ist entsprechend eingestellt. Das Öl wird durch die Pumpe 2 über den
Kühler 5 den Lagerstellen 6 bis 9 zugeführt. Gleichzeitig strömt das Öl durch die Leitung
B über das Ventil 19 den Hilfsmotoren zu und von diesen durch die Rohrleitung D
und das Ventil 20 in die Abfalleitung 10 zurück zum Behälter C.
Angenommen, in der Zuleitung· zum Hilfsmotor
15 entsteht eine Undichtigkeit, das Öl strömt aus und entzündet sich an den darunterliegenden
heißen Maschinenteilen. Durch eine Wärmefühlvorrichtung werden die beiden
Ventile 19 und 20 sofort geschlossen und die Ventile 22 und 23 geöffnet. Die geringe ölmenge,
welche in den verhältnismäßig· kurzen Zuleitungen zu den Hilfsmotoren vorhanden
ist, strömt aus der undichten Stelle· der Leitung des Hilfsmotors 15 aus, so daß diese
Leitung in kurzer Zeit entleert ist. Darauf strömt Löschgas oder Schaumflüssigkeit, zugeführt
von der Leitung 21, über das Ventil
in die Druckleitung zum Hilfsmotor 15 und
strömt nun an der gleichen Stelle -aus, wo der
Brand entstanden ist. Das Feuer wird durch
das Löschgas oder durch die Schaumflüssigkeit in kurzer Zeit gelöscht.
strömt nun an der gleichen Stelle -aus, wo der
Brand entstanden ist. Das Feuer wird durch
das Löschgas oder durch die Schaumflüssigkeit in kurzer Zeit gelöscht.
Claims (1)
- Patentanspruch:Brandschutzeinrichtung für ölgesteuerte
Wärmekraftmaschinen, bei der im Falle
eines Rohrbruches das. ölführende Leitungssystem von der Druckölqifelle selbsttätig
abgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl in der für die einzelnen Steuereinrichtungen (14, 15,16, 17, 18) gemeinsamen Druckölzuleitung (B) als auch in der gleichfalls gemeinsamen Ölrückleitung (D) zum Sammelbehälter (1) je ein bei Rohrbruch sich selbst schließendes Absperrorgan (19,20) angeordnet ist und in Strömungsrichtung des Drucköls hinter dem Absperrorgan (19) in der Zuleitung (B) sowie vor demjenigen (20) in der Rückleitung (D) Anschlüsse (23, 22) vorgesehen sind, durch die im Gefahrfalle in an sich bekannter Weise Löschgas in die abgeschalteten S'teuerleitijngien einge- - führt wird.Hierzu ι Blatt ZeichnungenGEDRUCKT IN DER
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS695388X | 1935-11-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE695388C true DE695388C (de) | 1940-08-23 |
Family
ID=5454866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936A0080268 Expired DE695388C (de) | 1935-11-05 | 1936-08-19 | Brandschutzeinrichtung fuer oelgesteuerte Waermekraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE695388C (de) |
-
1936
- 1936-08-19 DE DE1936A0080268 patent/DE695388C/de not_active Expired
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