DE69534714T2 - Verfahren und vorrichtung zum steuern der zufuhr von wasserbehandlungschemikalien unter verwendung eines voltametrischen sensors - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum steuern der zufuhr von wasserbehandlungschemikalien unter verwendung eines voltametrischen sensors Download PDF

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Description

  • ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft das Steuern der Zufuhr von Wasserbehandlungschemikalien. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung den Einsatz einer voltamperemetrischen Messung als ein Rückmeldesignal für eine Steuereinrichtung, die eine Ein-/Abschalte- oder Proportionierungs-Steuerung der Einleitung von Chemikalien zur Behandlung von Wasser und Abwasser bereitstellt.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • Eine große Vielfalt von Chemikalien wird zu industriellem Brauch-, Kessel- und Kühlwasser zur Verwendung als Mikrobizide, Korrosionsschutzmittel, Kesselsteinverhütungsmittel usw. hinzugefügt. Chemikalien werden ebenfalls zu Abwasser für ähnliche Zwecke oder als Aufbereitungsmittel hinzugefügt, wie beispielsweise Schwermetall-Fällungsmittel, Flockungsmittel usw.
  • Es gibt mehrere Gründe, warum es wünschenswert ist, den Anteil dieser Verbindungen in einem Wassersystem zu steuern. Das Hinzufügen von zu viel von der Behandlungschemikalie (Überschusseinspeisung) ist Verschwendung und kann verhindern, dass das Behandlungsprogramm wirtschaftlich ist. Eine Überschusseinspeisung kann dazu führen, dass inakzeptabel hohe Anteile von Behandlungschemikalien in dem Abflusswasser auftreten, was wiederum zu Umweltbelastungs-Problemen führen und sich störend auf den Betrieb von biologischen Aufbereitungsanlagen auswirken kann. Auf solche Weise kann eine Überschusseinspeisung verursachen, dass eine Industrieanlage gegen ihre Genehmigungen für die Abwasserentsorgung verstößt.
  • Des Weiteren verursacht die Zufuhr der Behandlungschemikalien mit einem zu niedrigen Anteil, d.h. mit Untereinspeisung, dass das Behandlungsprogramm wirkungslos ist.
  • Im Fall eines Mikrobizid-Einsatzes ist eventuell nicht genügend von der Chemikalie vorhanden, um das Wachstum von Mikroorganismen zu steuern. Im Fall von Abwasserbehandlung unter Verwendung eines Fällungsmittels für die so genannten "schweren" Metalle, d.h. diejenigen Übergangsmetalle, die toxisch sind und Umweltschäden verursachen, wenn sie in Flüsse, Seen oder andere natürliche Wasserquellen eingeleitet werden, wird es durch eine Untereinspeisung des Fällungsmittels möglich, dass toxische Anteile der Schwermetalle in den Abfluss gelangen. Auf diese Weise kann eine unzureichende Zufuhr ebenfalls verursachen, dass eine Industrieanlage gegen die Genehmigungen für die Abwasserentsorgung verstößt. Daher kann das Fehlen einer Steuerung der Anteile von Wasserbehandlungschemikalien offensichtliche schädliche Folgen für die Umwelt haben.
  • Zwei Techniken zum Steuern der Zufuhr einer Wasserbehandlungschemikalie sind vorgeschlagen worden. Bei der ersten Steuertechnik wird die Behandlungschemikalie hinzugefügt, bis ein kleiner Überschuss erfasst wird, und dann wird die Beimengung der Chemikalie so bald wie möglich gestoppt, um die Überschusseinspeisung zu minimieren. Idealerweise würde keine überschüssige Behandlungschemikalie verwendet werden. Diese Technik ist einer Titration sehr ähnlich. Ein Beispiel für eine Situation, in der diese Technik angewendet wird, umfasst die Ausfällung von Blei (Pb++) oder Kupfer (Cu++) aus einem Abwasserstrom unter Verwendung von Natrium-Dimethyldithiocarbamat. Es würde die exakte Menge der Behandlungschemikalie, die durch die Stöchiometrie der Metall-Dithiocarbamat-Reaktion erforderlich ist, verwendet, da kein nennenswerter Anteil an überschüssigen Dimethyldithiocarbamat-Ion benötigt wird, um ein vollständiges Entfernen dieser Metalle aus dem Abwasser sicherzustellen. Da es unnötig ist, den tatsächlichen Anteil von überschüssiger Behandlungschemikalie in dem Wasser zu kennen, muss das zum Erfassen der Behandlungschemikalie verwendete Verfahren nicht sehr präzise oder genau sein; und ein breiter linearer Bereich ist nicht wesentlich. Allerdings muss die Reaktionszeit sehr schnell sein, um eine Überschusseinspeisung zu minimieren; und das Verfahren muss empfindlich genug sein, um eine erfassbare Reaktion auf einen kleinen Anteil von überschüssiger Behandlungschemikalie zu gestatten.
  • Bei der zweiten vorgeschlagenen Steuertechnik wird die Wasserbehandlungschemikalie hinzugefügt, bis ein spezifischer Konzentrationsgrad der Chemikalie in dem Wasser vorhanden ist, und zusätzliche Chemikalie wird nach Bedarf beigemengt, um diesen Anteil aufrechtzuerhalten. Ein Beispiel für eine Situation, in der diese Technik verwendet würde, ist die Beimengung eines Mikrobizids zu Siebwasser in einer Papiermaschine. Ein gewisser Anteil des Mikrobizids (oft 100 ppm oder weniger) wird benötigt, um das Wachstum von Mikroorganismen zu unterdrücken, und es ist notwendig, diesen Anteil innerhalb gewisser Grenzen aufrechtzuerhalten. Wenn der Mikrobizid-Anteil zu weit abfällt, kann die Population von Mikroorganismen auf Anteile zu wachsen beginnen, die sich störend auf den Betrieb der Papiermaschine auswirken. Wenn der Mikrobizid-Anteil andererseits zu hoch ist, wird durch den übermäßigen Chemikalien-Einsatz Geld verschwendet; es kann bei der Papierherstellung zu Problemen kommen (wie beispielsweise Verfärbung); und die Chemikalie kann in dem Abwasser von der Papierfabrik auftreten und damit Probleme bei der Abwassereinleitung verursachen. Das Verfahren, das zum Messen des Anteils der Behandlungschemikalie in Wasser verwendet wird, muss ausreichend präzise sein, um genau zu ermitteln, ob der Anteil der Behandlungschemikalie innerhalb des gewünschten Bereichs liegt. Zwar sind Reaktionszeit und Empfindlichkeit genau so wichtig, doch sind diese Merkmale im Allgemeinen für diese Situation nicht so entscheidend wie für die Titrations-Steuertechnik, die oben beschrieben wurde. Die Empfindlichkeit muss nur hoch genug sein, um eine genaue Bestimmung der Verbindung für den gewählten Einsatzanteil vorzunehmen. Sobald der erforderliche Anteil der Behandlungschemikalie in dem System hergestellt ist, erfolgen Änderungen an dem Anteil relativ langsam, und die rasche Reaktionszeit, die zum Stoppen der Beimengung der Behandlungschemikalie in dem oben beschriebenen Verfahren erforderlich ist, ist nicht notwendig. Die Auslegung der Steuer-Ausrüstung und -Techniken, die zum Ausführen beider dieser Steuerprozeduren verwendet werden können, ist eine wichtige Aufgabe dieses Patents.
  • Wie in 1 gezeigt, sind für das Steuern jedes Wasserbehandlungsprozesses, wie beispielsweise das Ausfällen von Schwermetallen aus Abwasser, drei grundlegende Komponenten erforderlich:
    • 1. Es ist eine Chemikalien-Zufuhrvorrichtung 102, für welche die Geschwindigkeit (Zufuhrgeschwindigkeit) elektrisch gesteuert werden kann, notwendig. Die Zufuhrvorrichtung wird normalerweise eine Pumpe zum Einleiten von flüssigen Behandlungschemikalien aus beispielsweise einem Behandlungschemikalien-Massenspeicher 104 sein, aber es kann eine Dosierschnecke verwendet werden, die mit einem Motor mit regelbarer Drehzahl ausgestattet ist, um feste Behandlungschemikalien einzuleiten.
    • 2. Es werden ein Sensor 106 und dazugehörige Elektronik 108 benötigt, um die Menge der Behandlungschemikalie zu erfassen, die sich im System befindet oder vom System benötigt wird. Dieser Sensor 106 erzeugt ein Rückmeldesignal, das an eine Steuereinrichtung gesendet wird.
    • 3. Es wird eine Steuereinrichtung 110 benötigt, um (a) das Rückmeldesignal vom Sensor 106 mit einem Signal zu vergleichen, das dem gewünschten Anteil der Behandlungschemikalie entsprechen würde, und (b), um Korrekturen an der Geschwindigkeit der Chemikalien-Zufuhrvorrichtung 102 so vorzunehmen, dass der im Wasser erfasste Anteil der Behandlungschemikalie dem gewünschten Anteil entspricht.
  • Diese drei Komponenten müssen in irgendeiner Form vorhanden sein, um die Kontrolle über den Anteil der verwendeten Wasserbehandlungschemikalien aufrechtzuerhalten. Es ist insbesondere richtig, dass bei fehlender Rückmeldung keine effektive Steuerung erreicht werden kann. In einigen Fällen kann eine Person die Funktion von einer oder mehreren der Komponenten übernehmen. In der einfachsten Auslegung, die möglich ist, kann eine Person beispielsweise eine Wasserprobe entnehmen, sie chemisch analysieren (die Funktion des Sensors), die Menge der benötigten Behandlungschemikalie berechnen und abwiegen (die Funktion der Steuereinrichtung), und die Behandlungschemikalie manuell hinzufügen (die Funktion der Chemikalien-Zufuhrvorrichtung). Für viele Vorgänge wäre es jedoch zu bevorzugen, diese Funktionen automatisch ausführen. Eine automatisierte Steuerung ist in vielen Fällen weniger teuer als eine manuelle Steuerung, und ein sachgemäß ausgelegtes automatisiertes System sollte in der Lage sein, die Anteile der Behandlungschemikalien präziser und zuverlässiger zu steuern als menschliche Bedienpersonen. Automatische Steuereinrichtungen, die zu diesem Zweck verwendet werden können, implementieren EIN/AUS oder Proportional-/Integral-/Differenzial-(PID) Steueralgorithmen und sind von einer Reihe von Herstellern erhältlich, wie beispielsweise Honeywell, Inc. in Minneapolis, Minnesota und Fenwal, Inc. in Ashland, Massachusetts. Es ist eine primäre Aufgabe dieses Patents, eine automatische Steue rang durch den Einsatz von voltamperemetrischen Sensoren für die Bereitstellung des erforderlichen Rückmeldesignals zu ermöglichen.
  • Es gibt zwei grundlegende Ansätze, die verwendet werden können, um ein Rückmeldesignal für die Steuereinrichtung zu generieren. Bei der ersten dieser zwei Vorgehensweisen spricht der Sensor 106 direkt auf die Konzentration der Behandlungschemikalie an, die im Wasser vorhanden ist, und generiert ein Rückmeldesignal, das sich direkt proportional zu der Konzentration der Behandlungschemikalie verhält. Mit anderen Worten, das Rückmeldesignal wird stärker, wenn sich der Anteil der Behandlungschemikalie erhöht. Ein Beispiel für eine derartige Anwendung könnte den Einsatz von Glutaraldehyd oder Dithiocarbamat-Salz umfassen, um das Wachstum von Mikroorganismen im Wasser zu steuern. Ein zweckmäßiger Sensor 106 würde direkt auf den Anteil des Mikrobizids im Wasser ansprechen.
  • Bei der zweiten Vorgehensweise kann der Sensor 106 auf eine Substanz im Wasser ansprechen, mit der die Behandlungschemikalie reagieren soll, statt auf den Anteil der Behandlungschemikalie. Auf diese Weise würde der Sensor 106 ein Rückmeldesignal generieren, das umgekehrt proportional zu dem Anteil der Behandlungschemikalie ist. Mit anderen Worten, das Rückmeldesignal würde schwächer werden, wenn sich der Anteil der Behandlungschemikalie erhöht. Ein Beispiel für eine derartige Anwendung könnte den Einsatz von Natrium-Dimethyldithiocarbamat umfassen, um gewisse spezifische Schwermetalle aus einem Abwasserstrom auszufällen. In einem System, das eine sehr begrenzte Vielfalt von Metallen enthält, wäre es möglich, ein Rückmeldesignal für jedes Metall unter Verwendung von anodischer Stripping-Voltammetrie (anodic stripping voltammetry) bereitzustellen. Eine On-Line-Einrichtung zur Durchführung dieser Art von Messung ist von Ionics, Inc. in Watertown, Massachusetts erhältlich.
  • In einigen Situationen ist der Einsatz von Rückmeldesignalen erforderlich, die direkt proportional zum Anteil der Behandlungschemikalie in dem System sind. Ein Beispiel für diesen Fall würde das Aufrechterhalten eines vorgegebenen Anteils von Mikrobizid umfassen, wie oben beschrieben. Ein weiteres Beispiel würde den Einsatz eines Dimethyldithiocarbamat-Salzes zum Ausfällen einer Reihe von Metall-Ionen aus einem Abwasserstrom umfassen. In diesem Fall wäre es unnötig, den Anteil jedes der Metall-Ionen in dem Abwasser zu bestimmen, um die Menge des hinzugefügten Dithiocarbamats zu korrigieren; es wäre nur notwendig, einen vorgegebenen Anteil von überschüssigem Dithiocarbamat in dem Abwasserstrom herzustellen und aufrechtzuerhalten. Wenn ein genügender Anteil von überschüssigem Dithiocarbamat in dem Abwasser vorhanden ist, kann davon ausgegangen werden, dass alle der gelösten "schweren" Metalle ausgefällt worden sind. Die Bestimmung der Dithiocarbamat-Konzentration wäre weitaus einfacher als die Bestimmung der Anteile aller Schwermetalle in dem Abwasser.
  • Andererseits erfordern gewisse Situationen den Einsatz eines Rückmeldesignals, das in indirektem Bezug zu dem Anteil der Behandlungschemikalie in dem System steht. Bei Situationen, die das Entfernen einer toxischen Substanz aus einem Abwasserstrom umfassen, ist diese Technik wünschenswert, da das Rückmeldesignal nicht nur die Zufuhr der Behandlungschemikalie steuert, sondern auch einen direkten Messwert für den Anteil der toxischen Substanz in dem Abwasserstrom bereitstellt, der aufgezeichnet werden kann. Aufzeichnungen von diesen Messungen lassen sich zum Dokumentieren der Beachtung oder Nicht-Beachtung der Abwasser-Entsorgungsgenehmigung der Anlage verwenden. Beispielsweise kann die Entsorgungsgenehmigung einer Abwasser-Aufbereitungsanlage, die mit Natrium-Dimethyldithiocarbamat zum Ausfällen von Schwermetallen arbeitet, einen Grenzwert in Bezug auf den Anteil von Dimethyldithiocarbamat-Ion aufweisen, der in dem endgültigen Abwasser vorhanden sein kann. Ein Sensor 106, der direkt auf den Anteil von überschüssigem Dimethyldithiocarbamat-Ion in dem Abwasserstrom anspricht, kann zum Generieren eines Rückmeldesignals zum Steuern der Zufuhr einer Lösung von gelöstem eisenhaltigen Ion verwendet werden, das mit dem überschüssigen Dithiocarbamat-Ion reagiert und es daher ausfällt. Eine Aufzeichnung des Anteils von erfasstem Dithiocarbamat-Ion, d.h. das Rückmeldesignal, überprüft, dass das Dithiocarbamat-Ion in angemessener Weise aus dem Abwasserstrom entfernt worden ist. Leider können nicht alle toxischen Substanzen, die aus abfließendem Abwasser entfernt werden müssen, auf bequeme Weise durch analytische On-Line-Verfahren bestimmt werden. Es ist eine weitere wichtige Aufgabe dieser Erfindung, ein Verfahren zum Generieren von Rückmeldesignalen bereitzustellen, die zum direkten oder indirekten Steuern der Zufuhr von Wasserbehandlungschemikalien und Dokumentieren der Einhaltung der Abwasser-Entsorgungsgenehmigung verwendet werden können.
  • Zum Generieren eines effektiven Rückmeldesignals muss der Sensor 106 eine quantitative Analyse des Brauchwassers oder Abwasserstroms vornehmen, um den gewünsch ten Anteil der Behandlungschemikalie zu steuern. Viele herkömmliche Labortechniken sind so automatisiert worden, dass sie für On-Line-Messungen verwendet werden können. On-Line-Ausrüstung für farbmetrische Analysen ist von Hach Co. in Loveland, Colorado erhältlich. On-Line-Ausrüstung für turbidimetrische Analysen wurde ebenfalls in dem U.S.-Patent Nr. 4,923,599 beschrieben.
  • Elektrochemische Messungen sind als eine Grundlage zum Generieren eines Rückmeldesignals aus mehreren Gründen gut geeignet:
    • (1) Viele der Chemikalien, die bei der Wasser- und Abwasserbehandlung verwendet werden, lassen sich unter Verwendung elektrochemischer Techniken bestimmen.
    • (2) Die für elektrochemische Messungen benötigte Ausrüstung ist preiswert im Vergleich zu der Ausrüstung, die für farbmetrische On-Line-Messungen oder chromatografische (HPLC) Messungen benötigt wird.
    • (3) Elektrochemische Sensoren sind ziemlich einfach und im Allgemeinen robust und zuverlässig. Im Gegensatz zu den farbmetrischen und turbidimetrischen On-Line-Messungen, für die Pumpen erforderlich wären, um einen Teil des Brauch- oder Abwasserstroms ständig durch die Küvetten fließen zu lassen, weisen elektrochemische Sensoren keine beweglichen Teile auf, die eine hohe Störanfälligkeit besitzen.
    • (4) Elektrochemische Sensoren sind einfacher zu warten als farbmetrische oder turbidimetrische, für die zeitaufwändiges und arbeitsintensives Zerlegen und Reinigen erforderlich ist. Dieses Merkmal ist wichtig, weil durch das Ausgesetztsein in Brauchwasser- oder Abwasserströmen, insbesondere denjenigen, die einen hohen Anteil an Schwebstoffen enthalten, die Oberfläche jeder Messvorrichtung schnell verunreinigt wird. Wenn der elektrochemische Sensor zugänglich ist, kann einfaches manuelles Abwischen für die Elektrodenwartung ausreichend sein. Für unzugängliche Sensoren ist eine andere Reinigungstechnik erforderlich.
  • Eine vorgeschlagene Technik zum Ausführen von elektrochemischen Messungen umfasst potenziometrische Verfahren, zu denen die Messung der Spannung gehört, die sich auf der Oberfläche einer Elektrode aufbaut, wenn sie in eine Lösung getaucht ist. Die Spannung wird im Vergleich zu einer Bezugselektrode gemessen, wie beispielsweise der Silber/Silberchlorid-(Ag/AgCl) Koppelelektrode oder einer gesättigten Calomel-Elektrode (SCE). Spannungsmessvorrichtungen, die für diese Technik verwendet werden, müssen so wenig Strom durch die Elektroden aufnehmen wie möglich, so dass die Elektrodenspannungen durch die Messungen nicht verändert werden. Mit anderen Worten, es muss eine sehr hochohmige Messschaltung verwendet werden. Bei einer idealen potenziometrischen Messung sollte überhaupt kein Strom durch die Elektroden fließen. In der Praxis sind die normalerweise verwendeten Spannungsmessschaltungen so ausgelegt, dass sie weniger als ein Pico-Ampere (1 pA oder 10–12 Ampere) durch die Elektroden aufnehmen. Maximale Eingangsströme im unteren Femto-Ampere-(fA oder 10–15 Ampere) Bereich können unter Verwendung von gegenwärtig erhältlichen Elektrometerverstärkern erhalten werden, wie beispielsweise dem Verstärker AD549L, der von Analog Devices, Inc. in Norwood, Massachusetts hergestellt wird.
  • Allerdings hat die Verwendung von potenziometrischen Messungen zum Generieren eines Rückmeldesignals in einem Steuersystem keine zufriedenstellende Ergebnisse erbracht. Zum einen ist die Spannung, die in einer potenziometrischen Bestimmung gemessen wird, direkt proportional zu dem Logarithmus der Konzentration der Substanz, die erfasst wird. Dieses logarithmische Verhältnis erfordert eine komplizierte elektronische Ausrüstung, um eine Anzeige der gemessenen Konzentration zu erhalten, z.B. %, ppm usw. Daher mindert das logarithmische Verhältnis, das in potenziometrischen Messungen erhalten wird, die Genauigkeit und Auflösung der Konzentrationsbestimmung, und diese Einschränkung reduziert die Genauigkeit, mit welcher der Konzentrationsanteil gesteuert werden kann. Mit anderen Worten, das Steuersystem ist unter Umständen nicht in der Lage, Änderungen in der Konzentration der Behandlungschemikalie im Wasser zu erkennen und auf diese anzusprechen, es sei denn, diese Änderungen sind groß, d.h. weisen Änderungen um Faktoren 2–3 oder mehr auf.
  • Des Weiteren kann die Ansprechzeit für potenziometrische Messungen sehr langsam sein, insbesondere für ionenselektive Elektroden, die in Lösungen eingesetzt werden, die sehr niedrige Analyt-Konzentrationen enthalten. Diese Ansprechzeit kann in der Größenordnung von Minuten liegen, und ein Rückmeldesignal mit einer derartig langsamen Ansprechzeit kann der Steuereinrichtung unter Umständen nicht ausreichend Zeit ge ben, um auf eine Konzentrationsänderung in dem System zu reagieren, insbesondere in einer Durchström-Auslegung. Zu dem Zeitpunkt, zu dem ein derartiger Sensor auf eine plötzliche Änderung des Bedarfs an der Behandlungschemikalie anspricht, könnte es für die Steuereinrichtung zu spät sein, die Geschwindigkeit der Chemikalien-Zufuhrvorrichtung zu korrigieren, um einen entsprechenden Anteil der Behandlungschemikalie in dem Strom beizubehalten. Während der Zeit, in welcher der Sensor auf die Bedarfsänderung für die Behandlungschemikalie anspricht, wird das Abwasser, das abgelassen wird, unsachgemäß behandelt oder enthält einen hohen Überschuss der Behandlungschemikalie. In jedem Fall kann gegen die Entsorgungsgenehmigung für die Anlage verstoßen werden.
  • Außerdem kann die Leistung der extrem hochohmigen Messschaltungen, die für potenziometrische Messungen erforderlich sind, durch das Vorhandensein von Feuchtigkeit oder chemische Verunreinigung schwer beeinträchtigt werden, was in einer industriellen Umgebung häufig vorkommt.
  • Schließlich ist eine Mischspannungsmessung, wie beispielsweise eine Redox-(ORP) Bestimmung, das Nettoergebnis des Einflusses von mehreren Faktoren, wie beispielsweise von pH-Wert und dem Vorhandensein von Oxidations- oder Reduktionsmitteln. Es gibt keine Möglichkeit, die verschiedenen Komponenten, welche die gemessene Spannung bestimmen, voneinander zu unterscheiden oder aufzulösen.
  • KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung eine Steuereinrichtung, die im Wesentlichen eines oder mehrere der Probleme verhindert, die auf Einschränkungen und Nachteile des Stands der Technik zurückzuführen sind.
  • Diese und andere Vorteile werden durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 und eine Vorrichtung gemäß Anspruch 6 erzielt.
  • Es sollte klar sein, dass die vorhergehende allgemeine Beschreibung und die folgende ausführliche Beschreibung beispielhaft und erläuternd sind und dafür bestimmt sind, eine weitere Erläuterung der Erfindung, wie sie beansprucht wird, bereitzustellen.
  • Die begleitenden Zeichnungen sind beigefügt, um für ein weiteres Verständnis der Erfindung zu sorgen, und sind in diese Spezifikation integriert und bilden einen Bestandteil davon, sie veranschaulichen mehrere Ausführungsformen der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erläuterung der Prinzipien der Erfindung.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die folgenden begleitenden Zeichnungen, die in diese Spezifikation integriert sind und einen Bestandteil davon bilden, veranschaulichen Ausführungsformen der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung zur Erläuterung der Aufgaben, Vorteile und Prinzipien der Erfindung.
  • 1 ist ein Blockschaltbild eines Chemikalien-Zufuhrsystems;
  • 2 ist ein Schaltbild eines Zwei-Elektroden-Voltammetriesystems, das in Übereinstimmung mit einer ersten Ausführungsform der Erfindung konstruiert ist;
  • 3 ist ein Schaltbild eines Gleichstrom-Potenziostats, der in Übereinstimmung mit einer zweiten Ausführungsform der Erfindung konstruiert ist;
  • 4 ist ein Schaltbild einer Elektrodenreinigungsschaltung, die in Übereinstimmung mit einer dritten Ausführungsform der Erfindung konstruiert ist;
  • 5 ist ein Schaltbild einer Redox-Elektrodenreinigungsschaltung, die in Übereinstimmung mit einer vierten Ausführungsform der Erfindung konstruiert ist; und
  • 6 ist ein Schaltbild eines Differenzial-Gleichstrom-Potenziostats, der in Übereinstimmung mit einer fünften Ausführungsform der Erfindung konstruiert ist
  • BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • In einem System zum Steuern der Zufuhr von Wasserbehandlungschemikalien kann eine Rückmeldung bestimmt werden, indem elektrochemische Messungen unter Verwen dung von voltamperemetrischen Techniken vorgenommen werden, welche das Anlegen einer Spannung über zwei Elektroden in einer Lösung und das Messen des Stroms umfassen, der zwischen den Elektroden fließt. Die Elektrode, an der die gewünschte Oxidation oder Reduktion stattfindet, wird als die Arbeitselektrode bezeichnet, und das an die Oberfläche dieser Elektrode angelegte Potenzial (die Spannung) wird im Vergleich mit der gleichen Art von Bezugselektrode gemessen, die zum Durchführen potenziometrischer Messungen verwendet wird. In dem Beispiel, das den Einsatz von Dimethyldithiocarbamat-Ionen zum Ausfällen von Metall-Ionen aus Abwasser umfasst, werden Dimethyldithiocarbamat-Ionen an der Arbeitselektrode bei einer angelegten Spannung von +300 Millivolt gegen Ag/AgCl oxidiert. Die Arbeitselektrode misst einen elektrischen Strom, der als Ergebnis dieser Oxidationsreaktion durch die Lösung fließt, wobei dieser zu dem Anteil der Dithiocarbamat-Ionen in dem Wasser direkt proportional ist und daher zur Verwendung als ein Rückmeldesignal verstärkt werden kann, um die Pumpe zu steuern, die dem System Dithiocarbamat-Ionen zuführt. Auf gleiche Weise kann durch Korrigieren der angelegten Spannung ein elektrischer Strom, der zu der Konzentration eines Aldehyds proportional ist, wie beispielsweise Formaldehyd, Glutaraldehyd oder einer Verbindung, die eine der beiden Verbindungen in den Prozess oder das Abwasser freisetzen kann, auf diese Weise gemessen werden. Dieser Strom kann in eine Spannung umgewandelt und für die Verwendung als ein Rückmeldesignal verstärkt werden, um die Pumpe zu steuern, die dem System das Aldehyd zuführt.
  • In einigen Fällen kann die Gleichstrom-(DC) Messausrüstung, die für die oben beschriebene voltamperemetrische Technik verwendet wird, jedoch ein unregelmäßiges Signal liefern, wodurch es schwierig wird, einen spezifischen Anteil der Behandlungschemikalie in dem System zu messen und herzustellen. Das erratische Verhalten dieses Messsignals ist auf die Bewegung der Probenlösung über die Oberfläche der Arbeitselektrode hinaus zurückzuführen. Diese Bewegung kann auf Temperaturkonvektion sowie das Mischen des behandelten Wassers durch ein mechanisches Rührwerk zurückzuführen sein. Das Vorhandensein eines hohen Anteils an Schwebstoffen in dem Wasser, das behandelt werden soll, wie beispielsweise eine Lehmaufschlämmung, fügt beiden Steuertechniken insofern eine zusätzliche Komplikation hinzu, als die Schwebstoffe eine Diffusion der Moleküle der Behandlungschemikalie auf der Elektrodenoberfläche verhindern, was im Lauf der Zeit zu einer Verschlechterung des Messsignals führt.
  • Beide dieser Probleme können unter Verwendung der Chronoamperometrie-Technik gemindert werden, in der die angelegte Spannung eine Impulsfolge statt einer stetigen Gleichstromspannung ist. Zwischen den Impulsen wird die angelegte Spannung auf einem Pegel gehalten, auf dem wenig oder keine Oxidation oder Reduktion der Behandlungschemikalie stattfindet, und damit ist der gemessene Zellenstrom vernachlässigbar klein. Während der Impulse wird die angelegte Spannung jedoch auf einen Pegel geändert, auf dem die Behandlungschemikalie oxidiert oder reduziert wird. Der Strom, der während des Anlegens des angelegten Spannungsimpulses gemessen wird, ist anfänglich sehr hoch und fällt rasch auf einen eingeschwungenen Pegel ab. Die Komponente des Signals, die mit der Zeit abfällt, ist die Summe eines nicht-Faradayschen Ladestroms und eines Faradayschen Signals, das eine Funktion der Konzentration der Behandlungschemikalie ist, die gemessen wird. Zu jedem vorgegebenen Zeitpunkt nach dem Anlegen des Spannungsimpulses wird das Faradaysche Stromsignal direkt proportional zu der Konzentration der Behandlungschemikalie im Wasser. Der nicht-Faradaysche Ladestrom fällt rasch ab (innerhalb von Millisekunden bei Elektroden mit freiliegenden Bereichen von nicht mehr als einigen Quadratmillimetern), so dass er ignoriert werden kann, indem man einige Millisekunden nach dem anfänglichen Anlegen des Impulses wartet, bevor der Zellenstrom gemessen wird. Der Zellenstrom sollte zu einem bestimmten Zeitpunkt nach dem anfänglichen Anlegen des Spannungsimpulses gemessen werden, und das Stromsignal, das zu dem Zeitpunkt gemessen wird, muss gespeichert werden, bis es während des nächsten Spannungsimpulses aktualisiert wird. Es werden exakte Zeitsteuerungsschaltungen benötigt, um die Spannungsimpulse zu erzeugen und den Abtast- und Haltekreis zu steuern, der die Zellenstrommessung zwischen Spannungsimpulsen speichert.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform eines Zwei-Elektroden-Schaltkreises zum Erzeugen eines Rückmeldesignals in einem Steuersystem ist in 2 gezeigt. Der Operationsverstärker U1, wie beispielsweise eine Vorrichtung AD549 von Analog Devices, wird als ein Strom-Spannungs-Wandler verwendet, für den eine negative Rückmeldung durch den Widerstand R3 bereitgestellt wird. Die am Ausgang des Verstärkers U1 auftretende Spannung ist gleich R3 x dem Strom, der durch die Arbeitselektrode gemessen wird, die an dem Anschluss 10 angeschlossen ist. Da der gemessene Strom in kleinen voltamperemetrischen Zellen eine Größenordnung von Nano-Ampere oder weniger aufweisen kann, ist der Einsatz eines Operationsverstärkers mit niedrigem Eingangsstrom (vor zugsweise weniger als 1 Pico-Ampere) erforderlich. Die an die Arbeitselektrode angelegte Spannung wird in Bezug auf Masse gemessen, den Anschluss 12, mit dem die Bezugselektrode verbunden ist, und tritt an Anschluss 2 des Verstärkers U1 auf. Da der Verstärker U1 mit negativer Rückmeldung arbeitet, sind die Spannungen an den Anschlüssen 2 und 3 (den jeweils invertierenden und nicht-invertierenden Eingängen) einander gleich und werden durch den Ausgang des Spannungsfolgers U2 bestimmt, wie beispielsweise eine Vorrichtung AD707 von Analog Devices. Die Widerstände R4, R5 und R6 bilden einen Spannungsteiler, der zum Auswählen der Eingangsspannung und damit der Ausgangsspannung des Spannungsfolgers U2 verwendet wird. Der Widerstand R7 begrenzt den Stromfluss in den nicht-invertierenden Eingang des Spannungsfolgers U2.
  • Die Trimmerwiderstände R1 und R8 werden verwendet, um die Eingangs-Offset-Spannungen für den Verstärker U1 und den Spannungsfolger U2 jeweils auf Null zu setzen. Die Widerstände R2 und R9 begrenzen den Stromfluss durch die Eingangs-Offset-Korrekturschaltungen (input offset adjustment circuit) jeweils für den Verstärker U1 und den Spannungsfolger U2. Die Kondensatoren C1, C2, C3 und C4 werden verwendet, um Stromversorgungs-Rauschen (power supply noise) und Schwingung zu verhindern.
  • Die Zwei-Elektroden-Schaltung von 2 ist eine einfache Schaltung, die ein effektives Rückmeldesignal am Anschluss J1 für ein Steuersystem erzeugt.
  • Wenn Strom durch die Bezugselektrode fließt, die am Anschluss 12 angeschlossen ist, kann eine Oxidations- oder Reduktions-Reaktion eintreten, welche die Komponenten der Bezugselektrode ändern kann. Abhängig von der Elektrodenauslegung kann die Änderung die Spannung der Bezugselektrode ändern, mit der im Vergleich die Spannung gemessen wird, die an die Arbeitselektrode angelegt wird. Somit ändert sich die Spannung, die an die Arbeitselektrode angelegt wird, wenn Strom durch die Zelle geleitet wird, und diese Änderung in der angelegten Spannung kann den gemessenen Zellenstrom ändern. Auf diese Weise kann ein Fehler in die Zellenstrom-Messung eingeführt werden, wodurch wiederum ein Fehler in das Rückmeldesignal eingeführt wird.
  • Wenn des weiteren Strom durch die Probenlösung zwischen den Elektroden fließt, entwickelt sich ein Spannungsabfall zwischen den Elektroden, der proportional zu dem Zel lenstrom ist. Nach dem Ohmschen Gesetz ist dieser Spannungsabfall gleich dem Widerstand der Lösung multipliziert mit dem Zellenstrom. Offensichtlich reduziert dieser Spannungsabfall die Spannung, die an die Arbeitselektrode angelegt wird, und das Ausmaß dieser Reduzierung hängt von der Größe des Zellenstroms ab. Wie oben beschrieben, wird der Fehler in der angelegten Spannung in einen Fehler im Zellenstrom umgesetzt, und infolgedessen tritt ein Fehler in dem Rückmeldesignal auf, das an die Steuereinrichtung für die Chemikalien-Zufuhrvorrichtung gesendet wird.
  • In einer zweiten Ausführungsform wird die in 3 gezeigte Drei-Elektroden-Schaltung zum Erzeugen eines Rückmeldesignals in einem Steuersystem bereitgestellt. In dieser Messschaltung, (die auch als ein Potenziostat bezeichnet wird), wird eine externe Spannung zwischen einer Gegenelektrode und einer Arbeitselektrode angelegt, die in 3 in die Lösung eingetaucht dargestellt sind. Diese externe Spannung wird automatisch so korrigiert, dass die Spannung an der Oberfläche der Arbeitselektrode, gemessen im Vergleich mit der Bezugselektrodenspannung, gleich einem gewünschten Wert ist. Der Strom, der durch die Arbeitselektrode fließt, wird gemessen und wird als der Zellenstrom bezeichnet. Wie oben beschrieben, ist der Zellenstrom direkt proportional zu der Konzentration der Substanz, die an der Oberfläche der Arbeitselektrode oxidiert oder reduziert wird. Die Messung der Spannung an der Oberfläche der Arbeitselektrode wird unter Verwendung einer hochohmigen Spannungsmessschaltung vorgenommen, so dass ein Strom von einem Mikro-Ampere (10–6 Ampere) oder weniger durch die Bezugselektrode fließen kann. Obwohl es nicht notwendig ist, den extrem hohen Eingangswiderstand der Schaltung zu verwenden, der bei potenziometrischen Messungen eingesetzt wird, ist der Eingangswiderstand immer noch hoch genug, um beträchtliche Änderungen in der Beschaffenheit der Bezugselektrode zu verhindern und den Spannungsabfall in der Lösung vernachlässigbar zu machen. Diese Verbesserungen in der Genauigkeit, mit der die angelegte Spannung gesteuert wird, rechtfertigt die Erhöhung der Komplexität der Messschaltung.
  • Die in 3 gezeigte Schaltung vergleicht die Spannungsdifferenz zwischen den Bezugs- und Arbeitselektroden, die durch den hochohmigen Spannungsfolger U2 gepuffert werden, mit einer gewünschten angelegten Spannung und korrigiert die Spannung, die an die Gegenelektrode, die an Anschluss J1 angeschlossen ist, angelegt wird, so dass die gewünschte angelegte Spannung zwischen der an Anschluss J3 angeschlossenen Arbeitselektrode und der Bezugselektrode auftritt. Die Spannung der Arbeitselektrode im Vergleich zur Bezugselektrode wird von der gewünschten angelegten Spannung subtrahiert, indem die durch den Widerstand R3 zugeführte gewünschte angelegte Spannung zu der Spannung der Bezugselektrode hinzugefügt wird, die unter Bezugnahme auf die auf Massespannung (ground potential) gehaltene Arbeitselektrode gemessen und durch den Widerstand R4 zugeführt wird. Dieses Differenzsignal am invertierenden Eingang von U1 wird mit der Spannung an dem nicht-invertierenden Eingang verglichen, der über den Widerstand R5 geerdet ist, und das sich daraus ergebende Fehlersignal wird durch die Leerlauf-Spannungsverstärkung von U1 verstärkt, um der Gegenelektrode die entsprechende Spannung zuzuführen. Die Größe der gewünschten angelegten Spannung wird durch den Spannungsteiler R1 und R2 festgelegt, und die Polarität wird durch den Schalter S1 gewählt. Der Kondensator C3 wird benötigt, um eine Schwingung des Operationsverstärkers U1 zu verhindern, da dieser Verstärker ohne eine Rückmeldeschleife verwendet wird.
  • Die Trimmerwiderstände R6, R7 und R9 werden verwendet, um die Eingangs-Offset-Spannungen für die Verstärker U1, U2 und U3 jeweils auf Null zu setzen. Die Widerstände R10 und R11 begrenzen den Stromfluss durch die Eingangs-Offset-Korrekturschaltungen jeweils für die Verstärker U3 und U1. Die Kondensatoren C1, C2, C4, C5, C6 und C7 werden verwendet, um Stromversorgungs-Rauschen und Schwingung zu verhondern.
  • Voltamperemetrische Messungen im Fall von Wasserbehandlungs- oder Abwasserbehandlungssystemen können unter Verwendung der oben beschriebenen Zwei-Elektroden- oder Drei-Elektroden-Techniken vorgenommen werden. Die Arbeits- und Gegenelektroden sollten aus chemisch-trägen, elektrisch-leitfähigen Materialien bestehen. Der Oberflächenbereich der Gegenelektrode sollte viel größer sein als bei der Arbeitselektrode, so dass der Zellenstrom auf jeden Fall durch die Reaktion an der Arbeitselektrode und nicht die Reaktion an der Gegenelektrode begrenzt wird. Normalerweise werden Platin, Gold oder irgendeine Form von Kohlenstoff, wie beispielsweise glasähnlicher Kohlenstoff oder pyrolytisches Graphit verwendet. Ein Nickel- oder Graphitstab kann als eine Gegenelektrode verwendet werden. Voltamperemetrische Bestimmungen von organischen Verbindungen, wie beispielsweise Dithiocarbamat-Salzen, die Schwefel in reduzierter Form enthalten, sollten unter Verwendung einer Kohlstoffelektrode als der Ar beitselektrode vorgenommen werden, da diese Verbindungen oft mit der Oberfläche von metallischen Elektroden reagieren und sie beschichten.
  • In einer dritten Ausführungsform der Erfindung können metallische oder Kohlenstoff-Arbeitselektroden in der Schaltung der ersten und zweiten Ausführungsformen in situ durch Elektrolyse gereinigt werden. Ein Beispiel einer Schaltung, die zum Reinigen dieser Elektrode verwendet werden kann, ist in 4 gezeigt. In dieser Schaltung schaltet ein Zeitschaltwerk T1 die Messelektroden zwischen der Messschaltung und der Reinigungsschaltung um, wodurch während des Reinigungszeitraums ungefähr 150 Milli-Ampere durch die Arbeits- und Gegenelektroden gezwungen werden. Die Arbeitselektrode ist an Anschluss 14 als der Anode angeschlossen, und die Oxidation von Wasser zum Erzeugen von Sauerstoffbläschen kocht Ablagerungen von ihrer Oberfläche ab, wodurch die Oberfläche effektiv gereinigt wird.
  • Die in 4 gezeigte Schaltung wird verwendet, um die Arbeitselektrode und die Gegenelektrode, (die an Anschluss 16 angeschlossen ist), von einer voltamperemetrischen Zelle zwischen der Messschaltung und einer Gleichstromquelle umzuschalten, die das Wasser an der Oberfläche der Elektroden elektrolysiert. Die zum Umschalten der Elektroden verwendeten Relais müssen einen extrem hohen Isolationswiderstand (1011–1012 Ohm oder höher) aufweisen, um zu verhindern, dass Streukriechstrom (stray leakage current) von der Gleichstromversorgung in die Messschaltung gelangt und Fehler verursacht. Die Relais K1 und K4 verbinden jeweils die Gegen- und Arbeitselektroden mit der Messschaltung, wenn Relais K5 abgeschaltet wird, und die Relais K2 und K3 verbinden jeweils die Gegen- und Arbeitselektroden mit der Gleichstromquelle zur Reinigung, wenn Relais K5 mit Strom versorgt wird. Die Spule von Relais K5 wird während des Reinigungszeitraums durch das Zeitschaltwerk T1, wie beispielsweise Omron H5LA, das ein Intervall-Zeitschaltwerk ist, welches einen variablen Arbeitszyklus und eine variable Zykluszeit aufweist, mit Strom versorgt. Der Transistor Q1 und die Widerstände R1 und R2 bilden die Gleichstromquelle, die mehrere hundert Milli-Ampere durch die Elektroden zwingen kann, um den gewünschten Reinigungsvorgang zu erzeugen.
  • In einer vierten Ausführungsform der Erfindung wird eine ähnliche Schaltung zum Reinigen von Elektroden bereitgestellt, die ebenfalls für Redoxpotenzial-(ORP) Messungen verwendet werden. Ein Beispiel für diese Schaltung ist in 5 gezeigt. In dieser An wendung müssen die Relais K1–K4, die zum Umschalten der Elektroden zwischen den Mess- und Reinigungsschaltungen verwendet werden, einen sehr hohen Isolationswiderstand (mindestens 1012 Ohm) aufweisen. Relais dieses Typs sind von Coto Wabash, Inc. in Providence, Rhode Island erhältlich. Da die Bezugselektrode in vielen ORP-Überwachungseinrichtungen und -Steuereinrichtungen geerdet ist, ist es wichtig, ein Relais zum Abschalten der Bezugselektrode während des Reinigungszeitraums zu verwenden, um zu verhndern, dass schädlicher Strom durch sie hindurchfließt.
  • Die in 5 gezeigte Schaltung wird verwendet, um eine Redoxpotenzial-(ORP) Elektrode, (die an Anschluss 18 angeschlossen ist), und eine Bezugselektrode, (die an Anschluss 20 angeschlossen ist), in einer potenziometrischen Zelle zwischen der hochohmigen Messschaltung und einer Gleichstromquelle umzuschalten, die das Wasser an der Oberfläche der Elektroden elektrolysiert. Die zum Umschalten der Elektroden verwendeten Relais K1–K4 müssen einen extrem hohen Isolationswiderstand (1011–1012 Ohm oder höher) aufweisen, um zu verhindern, dass Streukriechstrom von der Gleichstromversorgung in die Messschaltung gelangt und Fehler verursacht. Ebenso sollten sich die Elektroden-Signalpfade nicht auf der Oberfläche der gedruckten Schaltung befinden, sondern zwischen Kontakten, die auf PTFE-Abstandsvorrichtungen befestigt sind, Punkt-zu-Punkt-verdrahtet sein. Die Relais K1 und K4 verbinden jeweils die Bezugs- und ORP-Elektroden mit der Messschaltung, wenn Relais K5 abgeschaltet wird, und die Relais K2 und K3 verbinden jeweils die Gegen- und ORP-Elektroden mit der Gleichstromquelle zur Reinigung, wenn Relais K5 mit Strom versorgt wird. Die Spule von Relais K5 wird während des Reinigungszeitraums durch das Zeitschaltwerk T1, das ein Intervall-Zeitschaltwerk ist, das einen variablen Arbeitszyklus und eine variable Zykluszeit aufweist, mit Strom versorgt. Der Transistor Q1 und die Widerstände R1 und R2 bilden die Gleichstromquelle, die mehrere hundert Milli-Ampere durch die Elektroden zwingen kann, um den gewünschten Reinigungsvorgang zu erzeugen.
  • Obwohl es oft möglich ist, Interferenzen in voltamperemetrischen Messungen durch Korrektur der angelegten Spannung so zu minimieren, dass störend beeinflussende Substanzen nicht oxidiert oder reduziert werden, können störende Hintergrund-Einflüsse des Weiteren reduziert werden, indem das Hintergrundsignal gemessen wird, bevor die Chemikalie zur Wasserbehandlung eingeleitet wird, und indem dieses Hintergrundsignal von dem Signal subtrahiert wird, das erhalten wird, nachdem die Behandlungschemikalie hinzugefügt worden ist. In Durchflusssystemen wird das Hintergrundsignal von einer Gruppe von voltamperemetrischen Elektroden an dem Einlass zu dem Behandlungstank erhalten, und eine zweite Gruppe von Elektroden an dem Auslass des Tanks kann verwendet werden, um das Gesamtsignal zu messen, das sich aus Hintergrund und hinzugefügter Behandlungschemikalie ergibt. Der Unterschied zwischen diesen Signalen ist direkt proportional zu dem Anteil der gewünschten Behandlungschemikalie, und dieses Differenzsignal kann als ein Rückmeldesignal zum Steuern der Geschwindigkeit verwendet werden, mit der die Behandlungschemikalie hinzugefügt wird. Das Differenzsignal wird unter Verwendung eines Differenzialmessverstärkers (differential instrumentation amplifier), wie beispielsweise AD524, hergestellt von Analog Devices, Inc. in Norwood, Massachusetts, erhalten. Ein Beispiel einer Schaltung, die zum Erzeugen einer hintergrundkorrigierten (background-corrected) voltamperemetrischen Messung verwendet werden kann, die als ein Rückmeldesignal für eine Steuereinrichtung verwendet werden kann, ist in 6 gezeigt. In dieser Schaltung sind zwei Drei-Elektroden-Potenziostaten vorhanden, einer für den Einlass des Behandlungstanks und einer für den Auslass, und die Ausgänge der Strom-Spannungs-Wandler in diesen Potenziostaten werden in einen Differenzialmessverstärker eingespeist, dessen Ausgang wiederum als ein Rückmeldesignal verwendet wird. In vielen Fällen muss dieses Rückmeldesignal in ein Signal von 4–20 Milli-Ampere umgewandelt werden, damit es zu der Steuereinrichtung übertragen werden kann, und diese Umwandlung kann unter Verwendung der integrierten Schaltung AD694 von Analog Devices ausgeführt werden. Diese Schaltung kann zur Verwendung in Chronoamperometrie-Messungen modifiziert werden, indem (1) eine Folge von an Anschluss J7 angelegten Spannungsimpulsen, die an die Einlasszelle über R21 und an die Auslasszelle über R24 angelegt werden, und (2) Abtast- und Haltekreise zwischen den Ausgängen der Strom-Spannungs-Wandler (die Anschlüsse 6 der Verstärker U3 und U6) und den +/–-Eingängen des Messverstärkers (die Anschlüsse 1 und 2 des Verstärkers U7) hinzugefügt werden. Diese Abtast- und Haltekreise können unter Verwendung der integrierten Schaltungen AD7569 von Analog Devices implementiert werden. Das Lese-/Halte-Steuersignal für die Abtast- und Haltekreise wird mit der angelegten Spannungsimpulsfolge synchronisiert. Der Arbeitszyklus der angelegten Spannungsimpulsfolge wird ausreichend niedrig gehalten, damit die Lösung an der Oberfläche der Elektroden zwischen den Spannungsimpulsen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann.
  • Die in 6 gezeigte Schaltung wird zum Bestimmen der Differenz zwischen den voltamperemetrischen Signalen verwendet, die in einem Prozess oder Abwasserstrom gemessen werden, bevor eine Behandlungschemikalie hinzugefügt wurde, und nachdem sie hinzugefügt wurde. Die Differenz in den Messsignalen ist allein auf das Vorhandensein der Behandlungschemikalie zurückzuführen, und Signale, die auf störend einwirkende Substanzen zurückzuführen sind, die in dem Strom vor dem Hinzufügen der Behandlungschemikalie vorhanden sind, werden ignoriert.
  • Für die voltamperemetrische Zelle an dem Einlass oder der stromaufwärts liegenden Seite des Punkts, an dem die Behandlungschemikalie hinzugefügt wird, wird die Spannungsdifferenz zwischen der an Anschluss J2 angeschlossenen Bezugselektrode und der an Anschluss J3 angeschlossenen Arbeitselektrode, die durch den hochohmigen Spannungsfolger U2 gepuffert werden, mit der gewünschten angelegten Spannung verglichen, und die Spannung, welche an die an Anschluss J1 angeschlossene Gegenelektrode angelegt wird, wird so korrigiert, dass die gewünschte angelegte Spannung zwischen der Arbeitselektrode an Anschluss J3 und der Bezugselektrode an Anschluss J2 auftritt. Die Spannung der Arbeitselektrode und der Bezugselektrode wird von der gewünschten angelegten Spannung subtrahiert, indem die durch R3 zugeführte gewünschte angelegte Spannung zu der Spannung der Bezugselektrode an Anschluss J2 hinzugefügt wird, die unter Bezugnahme auf die auf Massespannung gehaltene Arbeitselektrode gemessen und durch den Widerstand R4 zugeführt wird. Dieses Differenzsignal am invertierenden Eingang von Verstärker U1 wird mit der Spannung an dem nicht-invertierenden Eingang des Verstärkers U1 verglichen, der über R5 geerdet ist, und das sich daraus ergebende Fehlersignal wird durch die Leerlauf-Spannungsverstärkung von Verstärker U1 verstärkt, um der Gegenelektrode an Anschluss J1 die entsprechende Spannung zuzuführen. Die Größe der gewünschten angelegten Spannung wird durch den Spannungsteiler R1 und R2 festgelegt, und die Polarität wird durch Schalter S1 gewählt. Der Kondensator C3 wird benötigt, um eine Schwingung des Operationsverstärkers U1 zu verhindern, da dieser Verstärker ohne eine Rückmeldeschleife verwendet wird.
  • Für die voltamperemetrische Zelle an dem Auslass oder der stromabwärts liegenden Seite des Punkts, an dem die Behandlungschemikalie hinzugefügt wird, wird die Spannungsdifferenz zwischen der Bezugselektrode an Anschluss J5 und der Arbeitselektrode an Anschluss J6, die durch den hochohmigen Spannungsfolger U5 gepuffert werden, mit der gewünschten angelegten Spannung verglichen, und die Spannung, die an die Gegenelektrode an Anschluss J4 angelegt wird, wird so korrigiert, dass die gewünschte angelegte Spannung zwischen der Arbeitselektrode an Anschluss J6 und der Bezugselektrode an Anschluss J5 auftritt. Die Spannung der Arbeitselektrode und der Bezugselektrode wird von der gewünschten angelegten Spannung subtrahiert, indem die durch R18 zugeführte gewünschte angelegte Spannung zu der Spannung der Bezugselektrode an Anschluss J5 hinzugefügt wird, die unter Bezugnahme auf die auf Massespannung gehaltene Arbeitselektrode an Anschluss J6 gemessen und durch den Widerstand R17 zugeführt wird. Dieses Differenzsignal am invertierenden Eingang von Verstärker U4 wird mit der Spannung an dem nicht-invertierenden Eingang verglichen, der über R23 geerdet ist, und das sich daraus ergebende Fehlersignal wird durch die Leerlauf-Spannungsverstärkung von Verstärker U4 verstärkt, um der Gegenelektrode an Anschluss J4 die entsprechende Spannung zuzuführen. Der Kondensator C16 wird benötigt, um eine Schwingung des Operationsverstärkers U4 zu verhindern, da dieser Verstärker ohne eine Rückmeldeschleife verwendet wird.
  • Die Differenz zwischen den Ausgangssignalen der Strom-Spannungs-Wandler für die voltamperemetrischen Eingangs- und Ausgangszellen (jeweils Verstärker U3 und U6) wird durch einen Messverstärker U7 mit einem Verstärkungsgrad von 1:1 (unity-gain) bestimmt, und die Ausgangsspannung von diesem Verstärker an Anschluss J8 kann als Rückmeldesignal für eine Steuereinrichtung verwendet werden.
  • Die Trimmerwiderstände R6, R7 und R9 werden verwendet, um die Eingangs-Offset-Spannungen für die Verstärker U1, U2 und U3 jeweils auf Null zu setzen, und die Trimmerwiderstände R19, R22 und R12 werden verwendet, um die Eingangs-Offset-Spannungen für die Verstärker U4, U5 und U6 jeweils auf Null zu setzen. Die Widerstände R10 und R11 begrenzen den Stromfluss durch die Eingangs-Offset-Korrekturschaltungen jeweils für die Verstärker U3 und U1. Die Widerstände R13 und R20 begrenzen den Stromfluss durch die Eingangs-Offset-Korrekturschaltungen jeweils für die Verstärker U6 und U4. Die Trimmerwiderstände R15 und R16 werden verwendet, um die Offset-Spannungen für den Messverstärker U7 auf Null zu setzen. Die Kondensatoren C1–C2 und C4–C15 werden verwendet, um Stromversorgungs-Rauschen und Schwingung zu verhindern.
  • Für den Fachmann ist es offensichtlich, dass verschiedene Modifizierungen und Variationen an der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Es ist daher vorgesehen, dass die vorliegende Erfindung die Modifizierung und Variationen dieser Erfindung abdeckt, vorausgesetzt, sie befinden sich innerhalb des Umfangs der Ansprüche im Anhang und deren Entsprechungen.

Claims (8)

  1. Verfahren zum Steuern der chemischen Behandlung einer Lösung, umfassend die folgenden Schritte: (a) Einleiten einer Behandlungschemikalie in die Lösung; (b) Anlegen einer externen Spannung über eine Bezugselektrode und eine Arbeitselektrode eines voltamperemetrischen Sensors, während die Elektroden in die Lösung eingetaucht sind; (c) Messen eines Stroms, der durch die Arbeitselektrode fließt; (d) Umwandeln des gemessenen Stroms in ein Rückmeldesignal, das für die Konzentration einer Substanz in der Lösung indikativ ist; und; (e) Verwenden des Rückmeldesignals zum Steuern der Einieitungsgeschwindigkeit der Behandlungschemikalie in Schritt (a); dadurch gekennzeichnet, dass ein Hintergrundsignal gemessen wird, bevor die Behandlungschemikalie in die Lösung eingeleitet wird; und das Hintergrundsignal von dem Rückmeldesignal subtrahiert wird, nachdem die Behandlungschemikalie in die Lösung eingsleitet worden ist
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei beim Schritt (b) des Anlegens von Spannung eine Gleichspannung angelegt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei beim Schritt (b) des Anlegens von Spannung eine Spannungsimpulsfolge angelegt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei beim Schritt (c) des Messens von Strom der Strom nach dem Anlegen eines Spannungsimpulses der Impulsfolge gemessen wird, um nicht-Faradaysches Laden zu gestatten.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, des Weiteren umfassend die folgenden Schritte: (f) Anlegen eines Stroms an die Arbeitselektrode, der ausreichend ist, um Ablagerungen von der Elektrode zu entfernen.
  6. Vorrichtung zum Steuern der Menge von Behandlungschemikalien, die zu einer Lösung hinzugefügt werden sollen, umfassend; Mittel zum Einleiten einer Behandlungschemikalie in die Lösung; einen voltamperemetrischen Sensor mit: einer Bezugselektrode, einer Arbeitselektrode, Mittel zum Anlegen einer Spannung über die Bezugselektrode und die Arbeitselektrode, während die Elektroden in die Lösung eingetaucht sind und sich mit ihr in Berührung befinden, Mittel zum Messen eines Stroms, der durch die Arbeitselektrode fließt, Mittel zum Umwandeln des gemessenen Stroms in ein Rückmeldesignal, das für eine Konzentration einer Substanz in der Lösung indikativ ist und Mittel zum Anlegen des Rückmeldesignals an die Mittel zum Einleiten, um dadurch eine Zuleitungsgeschwindigkeit der Behandlungschemikalie zu steuern; gekennzeichnet durch Mittel zum Messen eines Hintergrundsignals, bevor die Behandlungschemikalie in die Lösung eingeleitet wird; und Mittel zum Subtrahieren des Hintergrundsignals von dem Rückmeldesignal, nachdem die Behandlungschemikalie in die Lösung eingeleitet worden ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, des Weiteren umfassend: Mittel zum Anlegen eines Stroms an die Arbeitselektrode, der ausreichend ist, um Ablagerungen von der Arbeitselektrode zu entfernen
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6, des Weiteren umfassend: eine Gegenelektrode und Mittel zum Anlegen einer externen Spannung über die Gegenelektrode und Arbeitselektrode, während sie in die Lösung eingetaucht sind.
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