DE69504635T2 - Vorrichtung zur automatischen einspritzung gelöster oder verdünnter produkte - Google Patents

Vorrichtung zur automatischen einspritzung gelöster oder verdünnter produkte

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Description

  • Die vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum automatischen Injizieren von gelösten oder verdünnten Produkten zum Gegenstand.
  • Tatsächlich verwenden Analyselaboratorien die Gaschromatographie zur Bestimmung der Zusammensetzung und des Vorhandenseins bestimmter Körper.
  • Die Gaschromatographie wird mit Hilfe einer speziellen Säule ausgeführt, die die Trennung der verschiedenen Komponenten auf einem Substrat ermöglicht.
  • Solche Vorrichtungen funktionieren automatisch und liefern aufgrund einer Datenverarbeitung sehr schnelle und überaus deutliche Ergebnisse.
  • Solche chromatographischen Analysegeräte werden außerdem bei sehr hohen Arbeitstakten eingesetzt.
  • Diese hochentwickelten Geräte sind sehr teuer und amortisieren sich nur bei intensiver Anwendung.
  • Es muß deshalb nicht nur ein verbessertes chromatographisches Gerät, sondern auch eine Vorrichtung zum Einführen der in der chromatographischen Säule zu analysierenden Produktprobe vorgesehen werden. Es ist außerdem bekannt, daß diese Mittel zum Einführen die Leistung der chromatographischen Geräte einschränken.
  • Die existierenden Mittel schlagen hinsichtlich der chromatographischen Säule ein automatisiertes Einführen eines Trägers, im vorliegenden Fall einer Glasnadel, vor, an dessen Ende vor seinem Einführen ein Tropfen des Produktes in flüssigem Zustand aufgebracht wird, der analysiert werden soll.
  • Dieses Aufbringen geschieht mit Hilfe einer Spritze, während die Glasnadel gehandhabt wird.
  • Diese Nadel wird in einen erwärmten Behälter eingesetzt, der die Verdampfung der flüchtigen Komponenten des am Ende der Nadel aufgebrachten Produktes bewirkt.
  • Es sei eine erste mit dieser Vorrichtung verbundene Randbedingung angegeben: dieser Behälter muß ständig beheizt werden, damit er eine konstante Temperatur bewahrt. Ferner ist je nach Analyse eine Verschmutzung dieser Glasnadel festzustellen, die sich für die Genauigkeit der Analyse der Vorrichtung nachteilig auswirkt.
  • Außerdem ist die Bedienungsperson gehalten, diese Nadel zu reinigen oder gar auszutauschen, was neben den Materialkosten Arbeitskosten und aufgrund nicht verfügbarer Analysemittel Betriebsausfälle mit sich bringt.
  • Ferner ist die Phase des manuellen Aufbringens der Probe selbst eine nicht vernachlässigbare Einschränkung, die bei dem Betrieb dieser Art von Analysemitteln zu berücksichtigen ist. Tatsächlich verschlechtert sich zwangsläufig die Reproduzierbarkeit. Die Aufgabe ist nicht mehr motivierend und das Personal muß ständig in unmittelbarer Nähe dieser Analysemittel sein, um eingreifen und die Produktprobe auf die Glasnadel setzen zu können, sobald die vorhergehende Analyse beendet ist.
  • Es ist ferner eine auf KOTAKI SEISAKUSHO lautende Patentanmeldung JP-A-57 182 164 bekannt, die ein Injektionsvorrichtung beschreibt, die horizontal ausgerichtet ist. Mechani sche Mittel ermöglichen ein horizontales Verschieben des Probenträgers. Die Injektionsnadel ist vertikal ausgerichtet und ist senkrecht zur Bahn des Probenträgers orientiert.
  • Der Stand der Technik kann mit dem Patent US-A-5 009 591 vervollständigt werden, das eine Pyrolyse-Vorrichtung für Gaschromatographen betrifft, die zwei Kammern enthält: die eine zur Verdampfung und die andere zur Pyrolyse.
  • Die vorliegende Erfindung ist auf das vollständige Automatisieren des Aufbringens der Proben, der Injektionsmittel sowie ihrer Reinigung gerichtet, so daß ein kontinuierlicher Einsatz des Analysegerätes mit einer besseren Reproduzierbarkeit ermöglicht wird, wodurch das Personal für wichtigere Aufgaben frei wird.
  • Zu diesem Zweck ist die in der vorliegenden Erfindung vorgesehene, für gaschromatographische Trennsäulen anwendbare Vorrichtung zum automatischen Injizieren von in einem Lösungsmittel gelösten oder verdünnten Produkten dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Konzentrations-/Kalzinierkammer, eine Verdampfungskammer, die beide vertikal in Verbindung mit der chromatographischen Trennsäule orientiert sind, einen Probenträger, der freibeweglich ohne mechanische Verbindung zwischen einer ersten Position, in der die Probe in der Konzentrations-/Kalzinierkammer ist, und einer zweiten Position, in der die Probe in der Verdampfungskammer ist, beweglich ist, ebenso wie ein System zum Spülen der beiden Kammern durch einen Gasstrom, insbesondere durch Injektion des Gases zwischen die Konzentrations-/Kalzinierkammer und die Verdampfungskammer und durch Zirkulation oder durch Schließen oder Öffnen eines Ventils an der Verdampfungskammer umfaßt.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung umfaßt der Probenträger einen beweglichen Fuß, an dem ein Heizdraht mon tiert ist, und elektrische Versorgungen, die mit dem Draht verbunden sind, und enthalten die Konzentrations-/Kalzinier- und Verdampfungskammern jeweils elektrische Versorgungen, die vorgesehen sind, um mit den elektrischen Klemmen des Fußes in Kontakt zu treten, wenn der Fuß sich in der einen oder der anderen der Kammern befindet.
  • Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung sind die elektrischen Versorgungen leistungsregelbar.
  • Die Anordnung der erfindungsgemäßen automatischen Injektionsvorrichtung ist so vorgesehen, daß die Konzentrations/Kalzinierkammer derart vertikal orientiert ist, daß sie den Fuß unter Schwerkraft gleitend und zwischen einer oberen Position und einer unteren Position beweglich aufnimmt. Diese Kammer umfaßt auch Mittel zum Blockieren/Deblockieren des Fußes in oberer Position.
  • Ein solcher Fuß kann ein Weicheisenkern mit einem Elektromagneten als Mittel zum Blockieren/Deblockieren sein, wobei dieser Elektromagnet im oberen Teil der Konzentrations-/Kalzinierkammer angeordnet ist.
  • Das System zum Spülen umfaßt einen ersten Zweiganschluß zum Einführen von Gas zwischen die Konzentrations-/Kalzinier- und Verdampfungskammern und einen abzweigenden Gasaustritt von der Konzentrations-/Kalzinierkammer ausgehend, wobei der Austritt einen ersten und einen zweiten Weg umfaßt, wobei der erste Weg mit einem Anschlußstutzen und der zweite Weg mit großem Durchtrittsquerschnitt mit einem Elektroventil versehen ist.
  • Die Anordnung der automatischen Injektionsvorrichtung der Erfindung sieht gemäß einer Ausführung vor, daß der Ausgang unmittelbar unter dem Fuß angeordnet ist, wenn sich dieser in seiner oberen Position befindet.
  • Die Konzentrations-/Kalzinierkammer umfaßt außerdem im oberen Teil eine Einführöffnung für eine Nadel oberhalb des Fußes, wenn sich dieser in seiner oberen Position befindet, wobei der Fuß eine Durchtrittsbohrung umfaßt, die derart vertikal orientiert und mit der Einführöffnung koaxial ist, daß sie den Durchgang der Spritzennadel durch den Fuß und somit den Zugang zum Draht und die Verteilung der Probe ermöglicht.
  • Gemäß einer speziellen Anordnung der zweiten Ausführung umfaßt die Konzentrations-/Kalzinierkammer eine obere und eine untere Platte, einen oberen und einen unteren Fuß, ein oberes und ein unteres Rohr aus isolierendem Material, insbesondere Glas, eine obere und eine untere metallische Elektrode, die jeweils mit zwei Überbohrungen zur Aufnahme einerseits des oberen und unteren Rohrs und andererseits eines Zwischenrohrs, das ebenfalls aus transparentem isolierendem Material, insbesondere Glas besteht, versehen ist.
  • Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die beigefügten Figuren beschrieben, wovon:
  • Fig. 1 eine allgemeine schematische Schnittansicht einer ersten Ausführung der erfindungsgemäßen automatischen Injektionsvorrichtung ist, wobei sich der bewegliche Fuß in der oberen Position befindet,
  • Fig. 2 eine Detailansicht der Injektionsvorrichtung nach Fig. 1 ist, wenn sich der bewegliche Fuß in der unteren Position befindet,
  • Fig. 3 mit den Schritten A, B, C und D ein Funktionsplan der erfindungsgemäßen automatischen Injektionsvorrichtung ist,
  • Fig. 4 eine Ansicht einer zweiten Ausführung der erfindungsgemäßen automatischen Injektionsvorrichtung ist und
  • Fig. 5 eine Detailansicht einer Ausführungsvariante der Elektroden in bezug auf das untere Rohr und das Zwischenrohr der zweiten, in Fig. 4 gezeigten Ausführung der Vorrichtung ist.
  • In Fig. 1 ist eine Konzentrations-/Kalzinierkammer 10, eine Verdampfungskammer 12 in Verbindung mit einer gaschromatographischen Säule 14, ein Probenträger 16, der vertikal in der Konzentrations-/Kalzinierkammer beweglich ist, sowie ein System 18 zum Spülen der Konzentrations-/Kalzinier- und Verdampfungskammern durch ein Schleppgas 20 gezeigt.
  • Die Konzentrations-/Kalzinierkammer 10 enthält ein zylindrisches Rohr 22, dessen Längsachse vertikal ausgerichtet ist und dessen unteres Ende 24 mit der Verdampfungskammer 12 und der chromatographischen Säule 14 verbunden ist, während das obere Ende 26 einen Injektionskopf 30 aufnimmt.
  • Dieser Injektionskopf enthält eine auf dem oberen Ende 26 vorgesehene Verschlußkappe 32 mit einer Dichtung 34.
  • Die Verschlußkappe 32 enthält eine Injektionsbohrung 36, die durch eine Scheibe 38 aus polymerem Material verschlossen, in einer Überbohrung 40 mit Innengewinde angeordnet und zur Aufnahme einer Verschlußschraube 42 vorgesehen ist, und die selbst mit einem Kanal 44 versehen ist, der sich zur Oberfläche der Scheibe 38 öffnet und in seinem oberen Teil in Trichterform 46 ausgebildet ist, um eine Nadel 48 einer Spritze (nicht gezeigt) aufzunehmen.
  • Diese Verschlußkappe 32 ist außerdem mit zwei elektrischen Versorgungen 50, 52 versehen, die mit den Polen wenigstens eines Generators verbunden sind, wobei die Klemmen auf der Innenfläche der Verschlußkappe in direktem Kontakt mit dem Inneren der Konzentrations-/Kalzinierkammer 10 hervorstehen.
  • Das untere Ende 24 der Konzentrations-/Kalzinierkammer 10 enthält in seinem unteren Teil eine Isolierscheibe 54, die durch zwei Klemmen 56 bzw. 58 durchbrochen ist, die jeweils mit den Polen wenigstens eines Stromgenerators verbunden und auf Kompressionsfedern 60 bzw. 62 montiert sind; siehe Fig. 2.
  • Eine isolierende Manschette 64 ist am Umfang der mit dem positiven Pol des Stromgenerators verbundenen Versorgung 58 vorgesehen.
  • Der untere Teil 24 ist auf das Ende 66 der Verdampfungskammer 12 geschraubt, wobei eine Dichtung 67 die Dichtheit gewährleistet.
  • Der bewegliche Probenträger 16 enthält einen metallischen Fuß 68, in dem ein mit einer Mittenbohrung 72 versehener, isolierender Kern 70 vorgesehen ist, wobei die äußere Form des Fußes bis auf ein Spiel der Form der Konzentrations- /Kalzinierkammer entspricht.
  • Dieser Fuß, der in Fig. 2 besser zu erkennen ist, ist mit oberen elektrischen Klemmen 74 und 76 und unteren elektrischen Klemmen 78 und 80 versehen, die paarweise elektrisch verbunden sind.
  • Ferner ist ein Draht 82 mit diesem Fuß verbunden, genauer sind dessen Enden mit den unteren elektrischen Klemmen 78 und 80 des beweglichen Fußes verbunden.
  • Dieser Draht 82 besitzt die Form einer Spitze und an seinem Ende eine Wicklung 84.
  • Der bewegliche Probenträger 16 enthält ferner einen um das obere Ende 26 der Konzentrations-/Kalzinierkammer 10 angeordneten Elektromagneten 73, wobei die Stärke dieses Elektromagneten derart ist, daß die erzeugten elektromagnetischen Kräfte den Fuß 68, indem sie seinem Eigengewicht entgegenwirken, stabil in oberer Position halten.
  • Die Verdampfungskammer 12 eines herkömmlichen Typs enthält im wesentlichen einen Rohrabschnitt 86, der sich mit einer Querschnittsverminderung 88 zur chromatographischen Säule 90 hin öffnet, die in einem mit Widerständen ausgestatteten Heizbehälter 92 angeordnet ist.
  • Das System zum Spülen enthält einen ersten Zweiganschluß 96, der das Einführen von Gas 20 in die Verdampfungskammer 12 zwischen den Konzentrations-/Kalzinierkammern 10 und der chromatographischen Säule 90 ermöglicht.
  • Dieses System zum Spülen wird durch einen zweiten Zweiganschluß 98 für den Austritt des Gases vervollständigt, der von der Konzentrations-/Kalzinierkammer 10 ausgehend unmittelbar unterhalb des Fußes 68, wenn sich dieser, wie in Fig. 1 gezeigt ist, in der oberen Position befindet, nach außen führt.
  • Dieser zweite Zweiganschluß 98 umfaßt einen ersten, mit einem Anschlußstutzen 102 versehenen Weg 100, der in ein Rohr 104 mündet, und einen zweiten, mit einem Elektroventil 108 versehenen Weg 106 mit großem Durchtrittsquerschnitt.
  • Die Funktionsweise dieser ersten Ausführung ist im folgenden genau beschrieben, insbesondere im Hinblick auf die Übersicht in Fig. 3.
  • In Schritt A wird der Elektromagnet 73 gespeist, wobei er den Fuß 68 in der oberen Position, d. h. am Ende 26 der Konzentrations-/Kalzinierkammer 10, hält, und wobei die oberen Klemmen 74 und 76 dieses Fußes mit den in der Verschlußkappe 32 vorgesehenen elektrischen Versorgungen 50 und 52 zusammenwirken.
  • Es ist anzumerken, daß die Masse (negative Klemme) durch das metallische Material, das den Fuß 68 bildet, verwirklicht wird, so daß die obere Klemme 74 und die untere Klemme 78 auf gleichem Potential liegen.
  • Die Klemmen 76 und 80 liegen ebenfalls auf gleichem, hier positivem, Potential, da sie über den isolierenden Kern 70 miteinander verbunden sind.
  • Die chromatographische Säule ist im Wartezustand, während das System zum Spülen mit einem relativ schwachen Durchsatz über den ersten Zweiganschluß 96 versorgt wird, wobei das Gas 20 nach oben durch die Konzentrations-/Kalzinierkammer 10 und danach durch den zweiten Zweiganschluß 98 strömt, um über den ersten Weg 100 durch den Anschlußstutzen 102 bis in die Evakuierungsleitung 104 zu entströmen, während das Elektroventil 108 geschlossen ist.
  • Dieses Schleppgas wird entsprechend dem zu analysierenden Produkt gewählt, wobei diese Wahl keinen Teil der Erfindung darstellt und im Bereich des Wissens des Fachmanns liegt.
  • Bei geschlossenem Elektroventil wird die Nadel 48 einer nicht gezeigten Spritze durch die Bohrung 44, begünstigt durch die Trichterform 46, eingeführt, wobei die Bohrung für die Führung bis zum Ende des Drahtes 82, insbesondere bis zur Wicklung 84, nach dem Durchdringen der elastomeren Dichtungsscheibe 38 sorgt.
  • Dieses Einführen der Spritzennadel kann durch einen Automaten herkömmlichen Typs erfolgen, der keinen Teil der Erfindung darstellt.
  • Während dieses Schrittes A wird die Spritze betätigt, um kraft der Nadel einen Tropfen des verdünnten oder gelösten Produktes auf die Wicklung 84 des Drahtes 82 aufzubringen, auf der er aufgrund der Kapillarkräfte haftet.
  • In Schritt B wird der Elektromagnet 73 noch immer gespeist, um den Fuß 68 in oberer Position zu halten, während die Nadel 48 zurückgezogen worden ist und das Schleppgas bei einem geringen Durchsatz gehalten wird.
  • Wenn die Dampfspannung des Lösungsmittels bei Arbeitstemperatur zu gering ist, wird kraft der elektrischen Versorgungen 50 und 52 durch die oberen Klemmen 74 und 76 Strom geschickt, die wiederum die Klemmen 78 und 80 versorgen und eine Zirkulation des Stroms durch den Draht 82 ermöglichen. Die Stärke wird so berechnet, daß, der Draht unter Berücksichtigung seines Querschnitts erwärmt wird und somit die Verdampfung des Lösungsmittels bewirkt, ohne das aufgetragene Produkt zu beeinträchtigen.
  • Der Strom des Schleppgases saugt das Lösungsmittel über den Anschlußstutzen 102 ab.
  • In Schritt C wird die Versorgung des Elektromagneten 73 getrennt, was durch die Schwerkraft das Absinken des Fußes 68 bis in seine untere Position und das Eindringen des Drahtes 82 in die Verdampfungskammer 86 bewirkt, wobei der Fuß auf den elektrischen Versorgungen 56 und 58 aufliegt und die Federn 60 und 62 den Aufprall des Fußes abfangen.
  • Die elektrischen Klemmen 78 und 80 des Fußes sind somit an die Versorgungen 56 und 58 angeschlossen.
  • Die Schleife 84 des Drahtes 82 befindet sich unmittelbar oberhalb der chromatographischen Säule, deren Wände 110 in Fig. 2 angedeutet sind.
  • Der Strom des Schleppgases 20 ist vor allem auf die gaschromatographische Säule gerichtet, da der Fuß und der Draht den unteren Teil 24 der Konzentrations-/Kalzinierkammer versperren.
  • Die elektrischen Versorgungen 60 und 62 ermöglichen das Schicken eines Stroms durch den Draht 82, der auf einer oberen Temperatur gehalten wird, die die Verdampfung des Lösungsmittels in der Weise ermöglicht, daß die Verflüchtigung des konzentrierten Produktes und die Phasentrennung in der chromatographischen Säule bewirkt werden.
  • Die Heizleistung wird in Abhängigkeit von dem zu analysierenden Produkt berechnet und erzeugt.
  • Der Behälter 92 wird ebenfalls beheizt, so daß er eine in Abhängigkeit von der Produkteigenschaft abgestimmte Temperatur erreicht.
  • Die Temperaturen, die Art des Schleppgases, die Dauer der Heizperioden sowie sämtliche Steuerparameter sind geläufig und dem Fachmann, der die Gaschromatographie anwendet, wohlbekannt.
  • Es besteht somit kein Anlaß, Beispiele für eine Analyse anzugeben.
  • Sobald die Chromatographie ausgeführt ist, ermöglicht der Schritt D den Fuß in die obere Position zurückzuziehen, und zwar durch Öffnen des Elektroventils 108 und Injektion des Schleppgases 20 mit einem großen Durchsatz.
  • Somit bewirkt die Zirkulation des Gases sowohl die Verschiebung des Fußes 68 in Richtung des Pfeils des Schrittes D als auch das gleichzeitige Spülen der gesamten Verdampfungs- und Konzentrations-/Kalzinierkammern.
  • Sobald in Schritt E der bewegliche Fuß die obere Position erreicht hat, wird dieser durch den Elektromagneten, der erneut mit elektrischer Energie gespeist wird, gehalten.
  • Während dieses Schrittes ist das Elektroventil geschlossen.
  • Während dieses Schrittes E, der dem Reinigen des Drahtes 82 entspricht, ist die Versorgung der Klemmen 74 und 76 durch einen elektrischen Strom einer hohen Stärke vorgesehen, so daß der Draht auf eine hohe Temperatur erhitzt und die Kalzinierung der Produkte bewirkt wird, die auf dem Draht fortbestehen konnten.
  • In diesem Fall wird die Zirkulation des Schleppgases auf einen geringen Durchsatz reduziert, indem einfach die durch die Kalzinierung einer sehr geringen Menge des Produktes erzeugten Gase abgesaugt werden.
  • Die automatische Injektionsvorrichtung wird dann in ihre ursprüngliche, durch den Schritt A repräsentierte Position zurückgeführt, so daß sie für einen neuen Zyklus bereit ist.
  • Die vorliegende Erfindung schlägt außerdem eine weiterentwickelte und industrielle Ausführungsvariante vor, die in Fig. 4 gezeigt ist. Die Elemente, die mit denen der Hauptausführung identisch sind, sind unter Dazuzählen von 200 mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • Das Gestell der Vorrichtung enthält eine obere Platte 402 und eine untere Platte 404, die über Spannstangen 405 mit einander verbunden sind. Jede dieser Platten enthält einen zylindrischen Fuß 406 bzw. 408, der zusammen mit der Platte maschinell bearbeitet wurde, wobei sich die Füße gegenüberliegen. Diese beiden Füße 406 und 408 sind zur Aufnahme der Konzentrations-/Kalzinierkammer 210 vorgesehen.
  • Diese Kammer enthält ein oberes Rohr 410 und ein unteres Rohr 412, die mit den Füßen 406 und 408 durch einfaches Einpassen zusammenwirken, wobei wulstförmige Dichtungen für die Dichtheit sorgen. Diese Dichtungen sind speziell aus einem handelsüblichen, mit VITON bezeichneten Material gewählt.
  • Zwei zylindrische, metallische obere bzw. untere Elektroden 414 bzw. 416 sind jeweils mit zwei Überbohrungen 418, 420 und 422, 424 versehen, wobei die Überbohrungen 418, 422 zur Einpassung des oberen Rohrs 410 und des unteren Rohrs 412 vorgesehen sind.
  • Die zwei anderen Überbohrungen 420, 424 sind zur Aufnahme durch Einpassen der Enden eines Zwischenrohrs 426 vorgesehen. Dichtungen des obengenannten Typs sind zur Gewährleistung der Dichtheit vorgesehen.
  • Ein Elektromagnet 273 ist im oberen Teil unmittelbar unterhalb der oberen Platte 402 angeordnet. Die untere Platte 404 ist mit einem Innenkanal 296 zur Versorgung mit dem Schleppgas 220 versehen. Es ist eine auf dieser unteren Platte befestigte Verdampfungskammer 212 vorgesehen, die von einem Ofen 292 umgeben ist, der auf gleiche Weise wie die Ausführung nach Fig. 1 mit einer Reihe von Widerständen 294 versehen ist.
  • Die obere Platte 402 ist mit einem Innenkanal 298 versehen, der mit einer Evakuierungsleitung 304 mit einem Anschluß stutzen 300 eines für einen gegebenen Druck voreingestellten Durchtrittsquerschnitts verbunden ist.
  • Diese obere Platte ist außerdem mit einem Elektroventil 308 ausgestattet, das mit dem Elektroventil 108 der ersten Ausführung identisch ist und in den Innenkanal 298 eingesetzt ist.
  • Der bewegliche Probenträger 216 umfaßt vier konzentrische Abschnitte: einen äußeren Ring 268 aus leitendem Material, einen ersten Ring 271 aus isolierendem Material, einen inneren Ring 270 aus leitendem Material und einen zweiten Ring 273 aus isolierendem Material, der mit einer Mittenbohrung 272 versehen ist. Diese vier Ringe werden bei einer Drehung nicht gegeneinander versetzt.
  • Der zweite Ring 273 aus isolierendem Material enthält zwei Blindbohrungen, die zur Aufnahme der Quetschkabelschuhe an den Enden des Drahtes, der die Drahtvorrichtung 282 bildet, vorgesehen sind. Zwei Klemmschrauben sind vorgesehen, die in zwei Gewinde eingeschraubt werden, wovon das eine in dem inneren Ring und das andere in dem äußeren Ring vorgesehen ist. Der innere Ring enthält eine Durchgangsbohrung für die Schraube, die mit dem äußeren Ring zusammenwirkt, um jeden elektrischen Kontakt zwischen den zwei Ringen zu verhindern, und der äußere Ring enthält eine Durchgangsbohrung für die Schraube, die mit dem inneren Ring in der Weise zusammenwirkt, daß jeder elektrische Kontakt zwischen den zwei Ringen verhindert wird.
  • Der erste Ring aus isolierendem Material ist mit Bohrungen versehen, die so beschaffen sind, daß sie das Einschrauben der zwei Schrauben in den inneren Ring ermöglichen.
  • Der Außendurchmesser des beweglichen Probenträgers ist bis auf ein kleines Arbeitsspiel gleich dem Innendurchmesser der Konzentrations-/Kalzinierkammer. Die zylindrische Form scheint die geeignetste, einfachste und preiswerteste Form zu sein.
  • Es ist anzumerken, daß der innere Ring einen vorstehenden oberen und unteren Teil 250 umfaßt, der mit der oberen bzw. unteren Platte, die mit Masse (dem negativen Pol) verbunden sind, in Kontakt kommt, und daß der äußere Ring mit der oberen bzw. unteren Elektrode (dem positiven Pol) in Kontakt ist, wenn der bewegliche Probenträger in oberer bzw. unterer Position ist.
  • Ein solcher Aufbau ist vorteilhaft, da er ein Sichtbarmachen des Drahtes durch das Zwischenrohr aus Glas ermöglicht, was eine unmittelbare Überwachung der automatischen Operationen der Injektion zuläßt. Ferner ermöglicht dies, den Zustand der langfristigen Abnutzung oder Verschmutzung des Drahtes abzuschätzen. Die Operationen zum Aufbau oder Abbau der Vorrichtung sind leicht vorzunehmen, da es ausreicht, zum Abbauen die Spannstangen abzuschrauben, die verschiedenen anderen Elemente abzumontieren und im Fall des Aufbauens das Gegenteil zu tun.
  • Die Wartung ist noch einfacher durchzuführen. Es ist vor allem anzumerken, daß das Austauschen des Drahtes sehr einfach ist, da es ausreicht, die obere Platte abzunehmen, um auf den beweglichen Probenträger zugreifen zu können, die zwei Schrauben teilweise zu lösen, um die Kabelschuhe des defekten Drahtes herauszuziehen, die Kabelschuhe eines Ersatzdrahtes einzusetzen und die Schrauben festzuziehen. Nach dem Wiederaufsetzen der oberen Platte ist die Vorrichtung erneut betriebsbereit.
  • Ferner ist der bewegliche Probenträger auf sichere Art in oberer Position mit der oberen Elektrode und in unterer Position mit der unteren Elektrode in Kontakt.
  • Um den Kontakt des Fußes mit den Elektroden weiter zu verbessern, kann ein Aufbau, wie er in Fig. 5 gezeigt ist, vorgesehen werden, bei dem die Elektrode im oberen oder im unteren Teil für die Führung sorgt, indem sie durch eine äußere Senkung in das obere Rohr 410 bzw. in das untere Rohr 412 eindringt.
  • Die Funktionsweisen der zweiten Ausführung und der ersten Ausführung sind genau gleich. Die überwachte Änderung der Strommenge in den verschiedenen Phasen der Konzentration, der Verdampfung und der Kalzinierung wird beibehalten.
  • Der Sachverhalt, den Ausgangsanschluß 298 über den beweglichen Probenträgers zu versetzen, wird durch die vorgeschlagene industrielle Anordnung erzwungen, da die obere Platte ohne weiteres mit einem Innenkanal versehen werden kann. Dies führt zu einer kompakteren Vorrichtung.
  • Das mit einem großen Durchsatz zugeführte Schleppgas 220 bewirkt das Anheben des beweglichen Probenträgers aus der unteren in die obere Position. Die Wirksamkeit des Hubeffektes wird ebenfalls dadurch verstärkt, daß sich der Auslaßpunkt des Schleppgases oben befindet.

Claims (10)

1. Vorrichtung zum automatischen Injizieren von Proben aus in einem Lösungsmittel gelösten oder verdünnten Produkten für eine gaschromatische Trennsäule, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Konzentrations-/Kalzinierkammer (10), eine Verdampfungskammer (12), die beide vertikal in Verbindung mit der chromatographischen Trennsäule (14) orientiert sind, einen Probenträger (16), der freibeweglich ohne mechanische Verbindung zwischen einer ersten Position, in der die Probe in der Konzentrations-/Kalzinierkammer ist, und einer zweiten Position, in der die Probe in der Verdampfungskammer ist, beweglich ist, ebenso wie ein System (18) zum Spülen der beiden Kammern durch einen Gasstrom, insbesondere durch Injektion des Gases zwischen die Konzentrations-/Kalzinierkammer und die Verdampfungskammer und durch Zirkulation oder durch Schließen oder Öffnen eines Ventils an der Verdampfungskammer umfaßt.
2. Automatische Injektionsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Probenträger einen beweglichen Fuß (28), an dem ein Heizdraht (82) montiert ist, und elektrische Klemmen (74, 76, 78 und 80), die mit dem Draht verbunden sind, umfaßt und die Konzentrations-/Kalzinier- und Verdampfungskammern (10, 12) jeweils elektrische Versorgungen (50, 52, 56 und 58) enthalten, die vorgesehen sind, um mit den elektrischen Klemmen des Fußes in Kontakt zu treten, wenn der Fuß sich in der einen oder anderen der Kammern befindet.
3. Automatische Injektionsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Versorgungen (50, 52, 56 und 58) leistungsregelbar sind.
4. Automatische Injektionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; daß die Konzentrations-/Kalzinierkammer (10) derart vertikal orientiert ist, daß sie den Fuß (28) unter Schwerkraft gleitend und zwischen einer oberen Position und einer unteren Position beweglich aufnimmt und daß diese Kammer auch Mittel (73) zum Blockieren/Deblockieren des Fußes (28) in oberer Position umfaßt.
5. Automatische Injektionsvorrichtung nach Anspruch 4, da durch gekennzeichnet, daß der Fuß (28) eine Hülle aus Weicheisen umfaßt und die Mittel zum Blockieren/Deblockieren des Fußes in oberer Position einen Elektromagneten (73) umfassen.
6. Automatische Injektionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das System (18) zum Spülen einen ersten Zweiganschluß (96) zum Einführen von Gas in die Verdampfungskammer (12) zwischen den Konzentrations-/Kalzinierkammern (10) und der chromatographischen Säule (14), einen abzweigenden Gasaustritt (98) von der Konzentrations-/Kalzinierkammer ausgehend umfaßt, wobei der Austritt einen ersten (100) und einen zweiten Weg (106) umfaßt, wobei der erste Weg (100) einen Anschlußstutzen (102) und der zweite Weg (106) mit großem Durchtrittsquerschnitt mit einem Elektroventil (108) versehen ist.
7. Automatische Injektionsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (98) unmittelbar unter dem Fuß (28) angeordnet ist, wenn sich dieser in seiner oberen Position befindet.
8. Automatische Injektionsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrations-/Kalzinierkammer (10) im oberen Teil eine Einführöffnung (44) für eine Spritzennadel (48) oberhalb des Fußes aufweist, wenn sich dieser in seiner oberen Position befindet und daß der Fuß (28) eine Durchtrittsbohrung (72) umfaßt, die derart vertikal orientiert ist, daß sie den Durchgang der Nadel (48) und den Zugang zum Draht (82) ermöglicht.
9. Automatische Injektionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Versorgungen (50, 52, 56 und 58) Elemente umfassen, die Kompressionsfedern bilden.
10. Automatische Injektionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrations-/Kalzinierkammer (210) eine obere Platte (402) und eine untere Platte (404), eine obere Fußplatte (406) und eine untere Fußplatte (408), ein oberes Rohr (410) und ein unteres Rohr (412) aus isolierendem Material, insbesondere Glas, eine obere und eine untere metallische Elektrode (414, 416), die jeweils zwei Überbohrungen (418, 420, 422, 424) zur Aufnahme einerseits des oberen und unteren Rohrs (410, 412) und andererseits eines Zwischenrohrs (426), das ebenfalls aus transparentem isolierendem Material, insbesondere Glas, besteht, versehen ist, umfaßt.
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