TECHNISCHER BEREICH
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Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich elektrischer
Schutzschaltungen der Art, die eine elektrische Sicherung und
eine in Serie mit der Sicherung verbundene elektrische
Widerstandsschleife einschließen, wobei die Sicherung und
Schleife auf einem Substrat befestigt sind. Die
Schutzschaltung kann vorteilhaft in Leitungsschnittstellen-
Schalteinrichtungen von Telekommunikationssystemen verwendet
werden.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
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Die Telefonleitungen von Telekommunikationssystemen sind mit
Telefonvermittlungen oder Schalteinrichtungen durch das
ffi Medium einer sogenannten Leitungsschnittstellen-
Schalteinrichtung verbunden, die Leitungsfunktionen wie
beispielsweise einen Sprachempfang und Übertragung, ein
Überwachen des Abhebens von Telefonhörern und die Übertragung
von Telefonrufsignalen einschließt. Da
Leitungsschnittstellen-Schalteinrichtungen elektrische
Schaltungen einschließen, die in der unmittelbaren Umgebung
von Telefonleitungen angeordnet sind, ist es notwendig, die
elektrischen Schaltungen gegen solche Spannungen zu schützen,
die in den Leitungen durch Blitzschlag induziert werden
können, und auch gegen solche Spannungen, die durch direkte
Kurzschlüsse in dem Spannungsversorgungs-Energienetzwerk
erzeugt werden können.
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Die an Schutzschaltungen in Hinblick auf Spannungen
angelegten Anforderungen werden von Land zu Land
unterschiedlich sein, in Abhängigkeit von Klima,
Einbauvorschriften etc. Beispielsweise sind in bestimmten
Ländern Stromleitungen und Telefonleitungen und ein und
demselben Einbaukanal eingebaut. In unglücklichen Umständen
können Kurzschlüsse zwischen den Stromleitungen und den
Telefonleitungen auftreten.
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Die gefährlichen Überspannungen, die dafür verantwortlich
sind, über die Telefonleitungen einzutreten, können in
Übereinstimmung mit dem folgenden in drei verschiedene
Gruppen aufgeteilt werden:
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1. Blitzschlaginduzierte Pulse, die meistens eine Dauer von
weniger als einer Millisekunde und eine Spitzenspannung
haben, die meistens weniger als 2500 Volt ist.
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2. Kurzschlüsse zwischen Stromleitungen und
Telefonleitungen, mit Spannungen zwischen 220 Volt und
600 Volt über einem Zeitabschnitt von mehreren Stunden.
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3. Interne Kurzschlüsse in der Telekommunikationssystem-
Versorgungsspannung von 50 Volt über einem Zeitraum von
einigen Stunden.
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Gasentladungsröhren, Thermistoren und Widerstände sind
Beispiele von den Sicherungen, die für einen Schutz gegen
solche Überspannungen verwendet werden.
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Die angelegten Anforderungen sind für die verschiedenen Typen
von Überspannungen verschieden. Im Falle von Überspannungen,
die in die erste Gruppe fallen, d.h. blitzinduzierte Pulse,
müssen die Schaltungen in der Lage sein, bis zu etwa 100
Pulsen ohne Schaden zu widerstehen. Im Falle von
Überspannungen, die in die zweite Gruppe fallen, Kurzschlüsse
zwischen Stromleitungen und Telefonleitungen, soll eine der
Komponenten oder Schaltungen, die auf der
Leitungsschnittstellen-Schalteinrichtung vorhanden sind, als
eine Sicherung arbeiten und den Strompfad unterbrechen, bevor
ausreichend Zeit ist, daß die Schalteinrichtung oder andere
Teile des Telekommunikationssystems schwerwiegend beschädigt
werden. Wenn ausreichend Wärme erzeugt worden ist, wird das
als Sicherung arbeitende Bauelement brechen, wodurch der
Strompfad unterbrochen wird und die erwünschte
Sicherheitsfunktion eingeführt wird. Im Falle von
Überspannungen, die in die dritte Gruppe fallen, d.h. interne
Kurzschlüsse in Telekommunikationssystem-
Spannungsversorgungsschaltungen, soll das Bauteil fähig sein,
über eine gegebene beschränkte Zeitperiode unbeschädigt zu
bleiben, soll jedoch auch eine Sicherheitsfunktion einleiten,
sollte der Kurzschluß über eine längere Zeitperiode
vorherrschen. Weniger Hitze wird in diesem Fall in dem
Bauteil erzeugt, da der Kurzschlußstrom geringer ist. Wenn
jedoch Wärme in einem längeren Zeitraum erzeugt wird, wird
das Bauteil in solch einem Ausmaß erwärmt, daß die erwünschte
Sicherheitsfunktio« wirksam wird.
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Es ist bekannt, daß bestimmte Überlastfälle mit einem
Widerstand gehandhabt werden können, der als eine Sicherung
arbeitet. Die US-Patentbeschreibung 3,978,443 beschreibt
einen Überlastschützer in der Form eines Widerstands, der
zwischen Verbindungsplatten verbunden ist, die auf einem
Substrat befestigt sind. Wenn ein ausreichend großer Strom
durch den Widerstand fließt, wird der Widerstand und das
Substrat erwärmt. Das Substrat ist aus brüchigem Material
hergestellt, beispielsweise einem keramischen Material, und
wird daher bei hohen Temperaturen brechen. Die Sicherung ist
so aufgebaut, daß das Substrat bricht, wodurch der Strompfad
unterbrochen wird und die erwünschte Sicherheitsfunktion
eingeleitet wird.
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Es ist ebenso bekannt, eine Sicherung mit der Hilfe einer
kleinen Metallasche oder einem kleinen Stück eines
Lötlegierungsdrahtes herzustellen, welche fest zwischen zwei
Lötanschlüssen in einem Widerstandsnetzwerk gelötet ist. Der
Draht oder die Lasche wird geeigneterweise aus einem niedrig
schmelzenden Lötmittel bestehen. Wenn das Substrat in dem
Widerstandsnetzwerk durch die von den Widerständen abgegebene
Wärme erwärmt wird, wird das Lötmittel schmelzen und sich auf
die Lötmittelanschlüsse zurückziehen, wodurch der Strompfad
unterbrochen wird und die erwünschte Sicherheitsfunktion
bereitgestellt wird.
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Ein Problem, das mit dieser Lösung auftritt, ist, daß das in
der Sicherung bereitgestellte Lötmittel oxidiert, wenn es
erwärmt wird. Wenn die Eigenschaft der Last dergestalt ist,
daß das Lötmittel auf eine relativ hohe Temperatur über einen
relativ langen Zeitabschnitt erwärmt wird, wird das Lötmittel
in solch einem Ausmaß oxidieren, daß das Inkrafttreten der
erwünschten Sicherheitsfunktion verhindert wird. Dies kommt
daher, daß die Oxidschuppe oder -film, die das Lötmittel
umgibt, so stark ist, daß sie verhindert, daß sich das
geschmolzene Lötmittel auf die Lötanschlüsse zusammenzieht,
wodurch ein Einleiten der erwünschten Sicherheitsfunktion
ausgeschlossen wird. Prinzipiell bedeutet dies, daß die
Oxidschuppe bewirkt, daß das Lötmittel, wenn es erwärmt
wird, in seiner anfänglichen Form erhalten bleibt. Es stimmt,
daß das tatsächliche Lötmittel schmelzen wird, jedoch wird
die Schaltung nicht unterbrochen, da sich das Lötmittel nicht
zusammenzieht.
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Die US-Patentspezifikation 4,973,932 beschreibt eine
elektrische Sicherung. Die Sicherung schließt eine
Kurzschlußsicherung und einen sicherbaren Ausschnitt ein. Der
sicherbare Ausschnitt ist teilweise mit einem
thermoplastischen Material überdeckt, das, wenn eine Überlast
auftritt, in die in dem Lötmittel in der Sicherung
auftretenden Höhlungen eintritt, wodurch der Strompfad als
eine Folge eines in die Sicherung eintretenden Plastiks
unterbrochen wird.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Schutzschaltung bereitzustellen, die eine Sicherung
einschließt, die vor Überspannungen oder übermäßigen
Spannungen schützt und die nicht für die oxidierende Wirkung
der Luft empfänglich ist, und eine Widerstandsschleife, die
in Serie mit der Sicherung verbunden ist, und die auch gegen
induzierte Pulse schützt, wie beispielsweise blitzinduzierte
Pulse. Diese Aufgabe wird durch einen sicherbaren Ausschnitt
erzielt, der ein Lötmittel einschließt, das gegen die
oxidierende Auswirkung von Luft bei erhöhten Temperaturen
geschützt ist, mit Hilfe eines temperaturstabilen Materials
und durch Ausstatten der Sicherung mit einer
Widerstandsschleife, die die Energie in den induzierten
Pulsen absorbiert, wodurch die Pulse gedämpft werden.
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Das temperaturstabile Material hat auch die Eigenschaft eines
schwachen Flußmittels, so daß das bei Raumtemperatur auf dem
Lötmittel-Metall gebildete Oxid sich zersetzt. Das Material
ist auf der Sicherung abgelagert, um eine schützende
Beschichtung auf der Lötmittellegierung zu bilden. Auch ist
eine Barriere in Form von Wällen um die Sicherung
bereitgestellt, um zu verhindern, daß das temperaturstabile
Material aus dem Bereich um die Sicherung herum wegfließt.
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Einer der Vorteile der Erfindung ist es, daß die Sicherung
nicht oxidieren wird, wodurch eine hochzuverlässige Sicherung
bereitgestellt wird. Ein weiterer Vorteil ist, daß die
Schutzschaltung auf einer Schaltungseinrichtung integriert
werden kann.
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Die Erfindung wird nun detaillierter mit Bezug auf ein
bevorzugtes, beispielhaftes Ausführungsbeispiel beschrieben
und auch mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Fig. 1 zeigt eine Ansicht von oben einer
Sicherungsanordnung, die in eine erfindungsgemäße
Schutzschaltung eingeschlossen ist.
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Fig. 2 zeigt ein Schnittbild der Sicherungsanordnung
entlang der Linie A-A in Fig. 1.
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Fig. 3 veranschaulicht von oben die Sicherungsanordnung
gemäß Fig. 1 nach einem Einleiten der
Sicherheitsfunktion.
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Fig. 4 zeigt ein Schnittbild entlang der Linie B-B der in
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Fig. 3 gezeigten Sicherungsanordnung.
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Fig. 5 veranschaulicht eine erfindungsgemäße
Schutzschaltung, die die in Fig. 1 gezeigte
Sicherungsanordnung einschließt, und eine in Serie
mit der Sicherung verbundene Widerstandsschleife,
die gegen induzierte Pulse schützt.
BESTE AUSFÜHRUNGSMODEN DER ERFINDUNG
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Fig. 1 zeigt eine Sicherungsanordnung, die zwei zueinander
identische Sicherungen 1 und 2 einschließt. Die
Sicherungsanordnung ist auf einem Substrat 11 befestigt, und
die Sicherungsanordnung kann vorteilhaft in
Telekommunikationssystemen verwendet werden. Da eine
Telefonleitung zwei physikalische Leiter einschließt, ist die
Sicherung dupliziert, wie in Fig. 1 gezeigt. Um der
Einfachheit willen wird nur die rechts in Fig. 1 gezeigte
Sicherung 1 im folgenden betrachtet werden.
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Die tatsächliche Sicherung besteht aus einem Lötmittel 3, das
eine Verbindung zwischen zwei Verbindungsanschlüssen 4a und
4b darstellt. Die Verbindungsanschlüsse 4a, 4b sind wiederum
mit stromleitenden Pfaden 5a, 5b verbunden. Wenn die
Sicherung in einer elektrischen Schaltung verbunden ist, wird
ein elektrischer Strom, beispielsweise von dem Strompfad 5a
durch den entsprechenden Verbindungsanschluß 4a, durch das
Lötmittel 3 und dann durch den Verbindungsanschluß 4b zu dem
anderen, 5b, der stromleitenden Pfade verlaufen. Wenn das
Lötmittel 3 ausreichend erwärmt wird, wird das Lötmittel
schmelzen und sich auf die Verbindungsanschlüsse
zurückziehen, wodurch der Strompfad unterbrochen wird und die
erwünschte Sicherungsfunktion bereitgestellt wird. Ebenso ist
in Fig. 1 ein Begrenzungswall 7 gezeigt, der das Lötmittel
umgibt und einen Bereich 9 bestimmt. Der Begrenzungswall 7
und seine Funktion wird detaillierter unten mit Bezug auf
Fig. 2 beschrieben. Das Lötmittel kann die Form einer
Metallplatte aufweisen und kann verschiedene
Lötmittellegierungen einschließen. Eine passende Legierung
wird 96,5% Zinn und 3,5% Silber einschließen. Jedoch ist das
Lötmittel vorzugsweise eine besondere
Lötmittelpastenmischung, die gesintert ist, um eine
metallische, elektrisch leitende Sicherung zu bilden und
gleichzeitig fest mit den Verbindungsanschlüssen verlötet zu
sein. Eine der durch diesen Aufbau bereitgestellten Vorteile
ist der, daß die gesinterte Sicherung Poren einschließen
wird, in der ein Schlußmittel eingeschlossen sein kann,
wodurch ein Zersetzen eines Oxidfilms auf dem Lötmittel
unterstützt wird und die Sicherheitsfunktion der Sicherung
verbessert wird, wie oben beschrieben.
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Fig. 2 zeigt ein Schnittbild der in Fig. 1 gezeigten
Sicherungsanordnung entlang der Linie A-A in, der Figur. Wie
in Fig. 1 gezeigt, ist das Lötmittel durch einen
Begrenzungswall 7 umgeben, der den Bereich oder das Gebiet 9
um die Sicherung bestimmt. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist ein
temperaturstabiles Material 8 in dem durch den Barrierewall 7
bestimmten Gebiet 9 abgelagert, wobei das Lötmittel
vollständig mit diesem Material bedeckt ist. Das Material 8
hat eine antioxidative Wirkung bei erhöhten Temperaturen, mit
anderen Worten, es schützt gegen die oxidierende Auswirkung
von Luft bei Temperaturen über Raumtemperatur. Das Material
weist auch die Eigenschaft eines schwachen Flußmittels auf,
so daß es in der Lage ist, das Oxid zu zerlegen, das sich auf
dem Lötmittel bei Raumtemperatur gebildet hat. In diesem
Zusammenhang passende Materialien sind organische Substanzen,
die bei normalen Betriebstemperaturen fest sind und die bei
erhöhten Temperaturen flüssig oder fließend werden.
Materialien dieser Art werden beispielsweise innerhalb der
folgenden Gruppe gefunden: Wachse, Harze, Thermoplaste und
synthetische Flußmittel Ein bevorzugtes Flußmittel ist ein
thermoplastisches Harz, auf der Basis Athylenvinylacetat.
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Das Material 8 ist bei normalen Betriebstemperaturen in einem
festen Zustand, so daß das Material nicht von dem Lötmittel
wegfließen wird oder verdampft. Wenn ein hoher Strom durch
die stromleitenden Pfade hindurchfließt und die Sicherung 1
als eine Folge davon heiß wird, wird das Material 8 ebenso
erwärmt und wird damit flüssiger. Der Begrenzungswall 7
verhindert, daß das antioxidative Material 8 von dem Bereich
9 wegfließt. Die in dem Bereich 9 abgelagerte Menge des
Materials 8 wird ausreichend sein, um sicherzustellen, daß
das Lötmittel durch das Material 8 sicher vollständig und
insgesamt überdeckt ist.
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Im Fall von Telefonstationen oder Schaltzentren ist es
beispielsweise beabsichtigt, daß Sicherungen und
Schutzschaltungen für lange Zeiträume vor Ort bleiben, ohne
ersetzt zu werden. Es ist möglich, daß während dieser Zeit
die Sicherung in solch einem Ausmaß oxidiert worden ist, daß
sie eine Oxidschuppe oder einen Film über dem Lötmittel
bildet, wobei diese Oxidschuppe ausreichend stark ist zu
verhindern, daß die erwünschte Sicherungsfunktion wirksam
wird, obwohl die Sicherung Temperaturen über oder
beträchtlich über normalen Betriebstemperaturen ausgesetzt
worden ist. Die Oxidschuppe würde verhindern, daß das
Lötmittel sich in Bereiche auf den Verbindungsanschlüssen
zusammenzieht, wodurch der stromleitende Pfad intakt bleiben
würde und die erwünschte Sicherungsfunktion ausgeschlossen
werden würde. Das Problem des oxidierten Lötmittels und
allmählichem Überdecken durch eine Oxidschuppe einer Stärke,
die die erwünschte Sicherheitsfunktion ausschließt, kann
verhindert werden, indem das Lötmittel mit einem
antioxidierenden Material 8 überdeckt wird.
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Fig. 3 veranschaulicht die Sicherungsanordnung von Fig. 1,
nachdem die Sicherheitsfunktion wirksam geworden ist. Wenn
Strom durch die Sicherung fließt, wird im Substrat 11 Wärme
erzeugt, als eine Folge des Widerstands in den stromleitenden
Pfaden, die zu den Verbindungsanschlüssen und dem Lötmittel
führen. Falls dieser Strom für eine genügend lange
Zeitperiode genügend hoch ist, wird das Substrat 11 so heiß,
daß es das Lötmittel 3 bis zu einem Ausmaß erwärmt, in dem
das Lötmittel schmelzen wird und sich zusammenziehen wird, um
Lötmittelbereiche 6a, 6b auf den Verbindungsanschlüssen 4a,
4b zu bilden, wodurch der Strompfad unterbrochen wird und die
erwünschte Sicherheitsfunktion erhalten wird. Obwohl Fig. 3
die Lötmittelbereiche 6a und 6b von gleicher Größe zeigt,
wird darauf hingewiesen, daß in der Praxis die
Lötmittelbereiche 6a und 6b nicht immer die gleiche Größe
haben und nicht so symmetrisch sind, wie in Fig. 3 gezeigt.
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Eine einfache Erklärung, warum das Lötmittel sich
zusammenzieht, ist, daß die Oberflächenspannung das
Lötmittelmaterial zu den Verbindungsanschlüssen zieht, als
eine Folge des die Anschlüsse nässenden Lötmittels
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Fig. 4 zeigt ein Schnittbild der in Fig. 3 gezeigten
Sicherungsanordnung entlang der Linie B-B in Fig. 3. Fig. 2
zeigt die vollständig mit Material 8 bedeckte Sicherung, mit
einem verhältnismäßig guten Spielraum. Es ist wichtig, daß
die Schichtdicke des abgelagerten Materials 8 ausreichend
ist, daß das Material wirksam die ganze Sicherung bedeckt.
Wenn die Sicherheitsfunktion der Sicherung wirksam wird und
das Lötmittel sich auf die Verbindungsanschlüsse
zusammenzieht, wird das Material 8 verformt, wie durch die in
Fig. 4 gezeigte Kurve 18 veranschaulicht.
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Fig. 5 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der
Erfindung. In diesem Fall schließt die Anordnung, zusätzlich
zum in Fig. 1 veranschaulichten, sicherbaren Ausschnitt, eine
Widerstandsschleife 10 ein, die auf dem Substrat 11 befestigt
ist und mit der der sicherbare Ausschnitt zusammen eine
elektrische Schutzschaltung bildet. Der sicherbare Ausschnitt
und die Widerstandsschleife sind in der Figur aus dem
gleichen Grund, wie vorher erwähnt, dupliziert, d.h., da
solch eine Anordnung für eine Verwendung im Zusammenhang mit
Telefonie geeignet ist, um eine Telefonleitung zu schützen,
die zwei physikalische Leiter beinhaltet. Im Fall des
Ausführungsbeispiels in Fig. 5 ist der in Fig. 1 gezeigte
sicherbare Ausschnitt in Serie mit der Widerstandsschleife 10
verbunden, um so eine Schutzschaltung bereitzustellen, deren
Enden mit Verbindungsanschlüssen 15 bzw. 16 verbunden sind.
Die Widerstandsschleife 10 dient dazu, gegen induzierte Pulse
zu schützen, beispielsweise blitzinduzierte Pulse. Die
Sicherungsanordnung schließt auch die in Fig. 1 gezeigte
Sicherung 1 ein, die, wie vorher erwähnt, eine Sicherung mit
einem sicherbaren Ausschnitt ist, die den Strompfad
unterbricht, wenn das Substrat 11 ausreichend erwärmt wird.
Dieses Ausführungsbeispiel schließt daher den vorhergehend
genannten sicherbaren Ausschnitt ein und auch eine
Schutzfunktion in der Form einer Widerstandsschleife.
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Die Widerstandsschleife 10 schließt stromführende Pfade mit
einem gegebenen erwünschten Widerstand ein, beispielsweise
einem Widerstand von 20 Ohm. Die stromleitenden Pfade
erstrecken sich in einer Ebene und schneiden einander nicht.
Die Widerstandsschleife 10 absorbiert die in den Pulsen
enthaltene Energie, die in ein Ende der Schleife 10
eintreten.
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Die Widerstandsschleife 10 schließt eine Vielzahl von
stromleitenden Pfaden 12 ein, die mit Überbrückungselementen
13 an jeweiligen Enden verbunden sind, um so eine
einheitliche Schleife zu erhalten. Die stromleitenden Pfade
bilden den tatsächlichen Widerstand. Um Stromkonzentrationen
in den Enden der stromleitenden Pfade 12 zu vermeiden, ist
der Widerstand in den Brückenelementen 13 viel geringer als
der Widerstand in den stromleitenden Pfaden. Wenn der
Widerstand in den Brückenelementen 13 genauso groß wie der
Widerstand in den stromleitenden Pfaden 12 ist, neigt der
Strom dazu, sich in dem Ecken zwischen den Pfaden 12 und den
Elementen 13 zu konzentrieren. Die Elemente 13 haben daher
einen geringeren Widerstand als die Pfade 12, so daß der
Strom gleichförmig verteilt wird, wenn er von einem
stromleitenden Pfad zu einem anderen hinübertritt.
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Einige der stromleitenden Pfade 12 sind auch paarweise mit
einem oder mehreren Trimmelementen 14 verbunden, wie in
Fig. 5 gezeigt. Der Gesamtwiderstand in der Schleife 10
zwischen verbindenden Anschlüssen 16 und 4b kann durch ein
Abkuppeln der erforderlichen Anzahl von Trimmelementen 14
eingestellt werden. Trimmelemente können abgekuppelt oder
entfernt werden, indem sie einfach losgeschnitten werden. Ein
Trimmen wird teilweise bewirkt, um eine erwünschte Toleranz
bezüglich des Widerstandes in der Widerstandsschleife zu
bewirken, und teilweise, um die Widerstandsschleife 10 mit
dem gleichen Widerstand wie die entsprechende andere
Widerstandsschleife in Fig. 5 zu versehen, um so die
erwünschte Toleranz des Quotienten zwischen den Widerständen
der zwei Widerstandsschleifen zu erhalten. Beispielsweise
kann der Widerstand in der Schleife 10 20 Ohm mit einer
Toleranz von 1% sein, und der Quotient zwischen den
Widerständen der zwei Schleifen kann 1 mit einer Toleranz von
0,1% sein. Die Trimmelemente 14 sind vom gleichen Typ wie die
Brückenelemente 13.
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Das Ausführungsbeispiel der Fig. 5 wirkt als Schutzschaltung
gegen Überspannungen, die über Telefonleitungen eintreten
können. Die Schaltung schützt gegen blitzinduzierte Pulse,
wobei die Dauer der Pulse oft weniger als 1 Millisekunde und
die Spitzenspannung meistens weniger als 2500 Volt ist, und
teilweise gegen interne Kurzschlüsse von der
Telekommunikationssystem-Spannungsversorgung von 50 Volt.
Diese Kurzschlüsse treten meistens während einer Zeitperiode
von einigen Stunden auf.
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Da blitzinduzierte Pulse von kurzer Dauer sind, besteht kein
Risiko, daß ausreichend Zeit besteht, um die Sicherung bis zu
solch einem Ausmaß zu erwärmen, daß das Lötmittel 3 schmilzt
und damit seine Sicherungsfunktion auslöst.
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Die Sicherung und die Schutzschaltung kann einfach auf einer
Schalteinrichtung integriert werden und hat sehr kleine
Ausmaße. Die Sicherung 1 kann einfach hergestellt werden, mit
einer Weite von 1 mm und einer Länge von 3 mm. Die Schleife
10 bedeckt wenig mehr Raum, kann jedoch auch, sehr klein
gehalten werden. Die Sicherung und die Schutzschaltung sind
gut geeignet für Stapelherstellung.
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Da die Sicherung und die Schutzschaltung dupliziert sind und
da zwei Sicherungen und zwei Schutzschaltungen für jede
Telefonleitung erforderlich sind, kann die erfindungsgemäße
Sicherung und Schutzschaltung vorteilhaft in
Leitungsschnittstellen-Schalteinrichtungen in
Telekommunikationssystemen verwendet werden.
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Das Substrat 11 kann aus einem keramischen Material bestehen.
Ein in diesem Zusammenhang passendes Material ist ein
keramisches Substrat, das 90-100% Aluminiumoxid enthält.
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Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die
vorhergehend beschriebenen und veranschaulichten
beispielhaften Ausführungsbeispiele beschränkt ist und daß
Abwandlungen innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche
vorgenommen werden können.