DE69414367T2 - Steuerung von Frequenz- und/oder Phaseneigenschaften in einem (Audio) Verstärker - Google Patents

Steuerung von Frequenz- und/oder Phaseneigenschaften in einem (Audio) Verstärker

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  • Tone Control, Compression And Expansion, Limiting Amplitude (AREA)
  • Networks Using Active Elements (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung, wie sie in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, bezieht sich auf eine Schaltung zum Steuern der Frequenz- und/oder Phasenantwort eines Signalverstärkungssystems, insbesondere für Audiosysteme, zum Implementieren von Equalizer-Funktionen und/oder zum Erzeugen von Spezialeffekten bei der Audiowiedergabe, wie z. B. dem sogenannten "Surround"-Effekt in Stereosystemen. Das Dokument "Patent Abstracts of Japan", Bd. 17, Nr. 494 (E-1428), 7. September 1993, beschreibt eine solche Schaltung.
  • Die komplexen Equalizer-Anforderungen in analogen Signalverstärkungssystemen zum Kompensieren von inhärenten Frequenzantwortkennlinien von Systemkomponenten und/oder zum willkürlichen Optimieren von Frequenz- und/oder Phasenantwortkennlinien des Verstärkungssystems und/oder zum Verwirklichen von Spezialeffekten, wie z. B. dem sogenannten Surround- Effekt in Stereo-Audiosystemen, lassen gemeinsam den Bedarf für die Implementierung mehrerer Schaltblöcke entstehen, um die Übertragungseigenschaften zu modifizieren, deren Effekt speziell ausgewählt oder nicht ausgewählt werden kann, um ein bestimmtes Gesamtergebnis zu erreichen.
  • In Audiogeräten mit relativ kompakter Größe, wie z. B. in Magnetband- oder Compakt-Disc-Abspielgeräten, die in Kraftfahrzeugen oder tragbaren Systemen installiert werden sollen, werden gewöhnlich sogenannte verschachtelte, serielle Architekturen (hinsichtlich des Signalpfades) bevorzugt, da sie hinsichtlich der Schaltungskomplexität und der eingeführten Verzerrungen weniger belastend sind als vergleichbare parallele Architekturen. Parallele Architekturen erfordern tatsächlich Multiplizierer entlang des Signalpfades, die dazu neigen, eine Verzerrung mit zweiter Oberwelle einzuführen, die insbesondere in Audiosystemen störend ist.
  • Andererseits favorisiert die Notwendigkeit der Begrenzung der Anzahl der externen Komponenten einer integrierten Schaltung und gleichzeitig der Reduzierung der Größe der integrierten Schaltung selbst die Verwendung verschachtelter serieller Strukturen, in denen das behandelte Signal selektiv von irgendeinem Punkt einer Kette von Schaltungsblöcken von Equalizer/Modifizierer-Zellen der Frequenz- und/oder Phasenantwortkennlinie des Verstärkungssystems abgeleitet werden kann. In Abhängigkeit vom Typ des Effektes, der von der verschachtelten seriellen Modifikationsstruktur erzeugt werden soll, kann die letztere eine Serie von reinen Phasenschiebezellen und/oder von Emphasis-(Verstärker)- oder Deemphasis-(Dämpfungs)-Zellen enthalten.
  • Ein wichtiges Beispiel dieser Systeme wird von den Schaltungen repräsentiert, die verwendet werden, um einen sogenannten "Surround"-Effekt in Stereo- Audiosystemen zu implementieren. In diesem Fall unterliegt das Audiosignal bei der Übertragung durch einen der Stereokanäle einer Phasenverschiebung bei bestimmten Frequenzen des Audiospektrums gemäß einem ausgewählten Surroundmodus. Das Signal läuft durch eine Serie von Blöcken oder Zellen, die jeweils Phasenschiebeschaltungen mit einer bestimmten Übertragungskennlinie enthalten, d. h. eine bestimmte Grenzfrequenz der Intervention, allgemein durch ein RC-Netzwerk bestimmt. Das konditionierte Signal kann von irgendeinem Punkt der Kette der Phasenschiebezellen wahlweise vom Operator abgegriffen werden. Ein solches System ist in Fig. 1 schematisch gezeigt.
  • Die einzelnen Phasenschiebezellen (oder die die Frequenzantwort modifizierenden Zellen) können eine spezielle Konfiguration aufweisen. Die Fig. 2, 3, 4, 5 und 6 zeigen unterschiedliche Filter- und/oder Phasenschiebezellen, die gemäß den Bedürfnissen in Equalizer-Systemen und/oder für die Implementierung bestimmter Effekte verwendet werden können. Grundsätzlich umfaßt jede Zelle eine RC-Schaltung, die geeignet ist, eine bestimmte Frequenz- und/oder Phasenschiebeantwort zu erzeugen (d. h. eine bestimmte Übertragungsfunktion).
  • Wie in Fig. 1 gezeigt, erlaubt die Auswahl des "Anzapf"-Punktes des Signals von irgendeiner Zelle der Kette von (verschachtelten) Zellen, eine bestimmte Gesamtmodifizierungs- oder Optimierungskennlinie auszuwählen, hinsichtlich der Frequenz- und/oder Phasenantwort für den jeweiligen Kanal oder das Verstärkungssystem.
  • Im Fall einer verschachtelten seriellen Schaltung, die zum Implementieren eines "Surround"-Effekts in Stereo-Audiosystemen geeignet ist, kann jede Phasenschiebezelle aus einer Schaltung bestehen, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist.
  • Andererseits sind in einem Audiosystem die Frequenzen diejenigen eines sogenannten Audiobandes (d. h. ein Niederfrequenzspektrum), weshalb solche Frequenz- und/oder Phasenantwortmodifizierungsschaltungen normalerweise die Verwendung großer Kondensatoren erfordern, die gewöhnlich an integrierten Schaltungen extern angeschlossen sind, oder es sind spezielle Kapazitätsmultipliziererschaltungen integriert, um die Anzahl externer Komponenten zu beschränken.
  • In bekannten Systemen ist gewöhnlich jede Zelle so ausgelegt, daß sie einen bestimmten Effekt erzeugt, der einzeln oder in Kombination mit den von anderen ausgewählten Zellen der Kette erzeugten Effekten ermöglicht, einen bestimmten Gesamteffekt für die Frequenz und/oder Phasenantwortkennlinie des Verstärkers zu erreichen, indem der Punkt ausgewählt wird, an dem das Signal für die weitere Verarbeitung abgeleitet (angezapft) wird.
  • Im Fall der verschachtelten seriellen Strukturen beschränkt eine Gesamtoptimierung der Kette insgesamt die Möglichkeit einer speziellen Optimierung der einzelnen Zellen, da die Kennlinien der einzelnen Zellen untereinander kombinierbar sein müssen, um einen gewissen Gesamteffekt zu erzeugen, der unter unterschiedlichen Kombinationen ausgewählt werden kann, was durch eine Auswahlvorrichtung möglich ist.
  • Ein solcher Aspekt verschachtelter serieller Systeme des bekannten Typs ergibt Beschränkungen und Nachteile sowohl hinsichtlich der Leistungsfähigkeit als auch hinsichtlich einer reduzierten Flexibilität oder Regelung.
  • In integrierten Systemen diktiert normalerweise der Wert der integrierten Widerstände die Wahl des Wertes des externen Kondensators oder der Kondensatoren des RC-Netzwerks für die verschiedenen Zellen. Das Variieren des Wertes der extern angeschlossenen Komponenten (gewöhnlich ein Kondensator) einer bestimmten Zelle zum Optimieren seiner Kennlinien impliziert daher eine Modifizierung der Antwortkennlinie bezüglich der verschiedenen Kombinationen der gleichen Zelle mit anderen Zellen der verschachtelten Kette.
  • Immer wenn solche Beschränkungen verschachtelter serieller Systeme nicht tolerierbar sind, wird das Problem gewöhnlich vermieden, indem eine verschachtelte serielle Struktur (trotz ihrer Bequemlichkeit) durch eine parallele Struktur ersetzt wird, obwohl dies konstenaufwendiger ist und leichter harmonische Verzerrungsprobleme hervorruft.
  • Es besteht ein klarer Bedarf oder Nutzen an einer Schaltung zum Einstellen der Frequenz- und/oder Phasenantwortkennlinien eines Signalverstärkungssystems, die, obwohl sie eine verschachtelte serielle Architektur beibehält, eine verbesserte Flexibilität der Regelung oder Optimierung im Vergleich zu derjenigen eines parallelen Systems besitzt.
  • Diese Aufgabe wird vollständig gelöst durch die Schaltung gemäß der vorliegenden Erfindung, die gekennzeichnet ist durch die Tatsache, daß virtuell wenigstens eine Komponente der RC-Schaltung jeder Zelle einer verschachtelten seriellen Struktur in Form mehrerer Komponenten verwirklicht ist, die einen Teilwert eines bestimmten Entwurfswertes der Komponente besitzen, und die in Serie miteinander verbunden sind, wobei diesen mehrere Umleitungsschalter zugeordnet sind, von denen jeder funktionell wenigstens eine der Komponenten mit dem Teilwert kurzschließen kann. Die Konfiguration der Umleitungschalter wird gesteuert von einer dedizierten Steuerschaltung, die von der Bedienungsperson programmiert werden kann. Somit kann jede Zelle unabhängig von den anderen optimiert werden. Außerdem kann eine extrem große Anzahl von Antwortkennlinien implementiert werden, die sowohl durch die Auswahl des Anzapfpunktes des Signals der verschachtelten seriellen Kette sowie durch die Konfiguration dieser Schalter der RC-Netzwerke aller Zellen, die funktional längs des Signalpfades aktiv sind, bestimmt werden.
  • Die unterschiedlichen Aspekte und Vorteile des Systems der Erfindung werden deutlich beim Lesen der folgenden Beschreibung mehrerer wichtiger Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, in welchen:
  • Fig. 1 ein Schaubild eines verschachtelten seriellen Systems zur Modifikation/Optimierung der Frequenz- und/oder Phasenantwortkennlinien eines bestimmten Verstärkungssystems oder eines Kanals zeigt;
  • Fig. 2, 3, 5 und 6 Schaltungen zeigen, die für die Implementierung von einzelnen Zellen des verschachtelten seriellen Systems zur Signalverarbeitung der Fig. 1 geeignet sind, und die in Abhängigkeit vom Typ der erforderlichen Effekte verwendet werden können;
  • Fig. 7 eine Phasenschiebezelle zeigt, die funktionell der Zelle der Fig. 2 ähnlich ist und entsprechend der vorliegenden Erfindung modifziert ist;
  • Fig. 8 eine Emphasis-(Verstärkungs)- oder Deemphasis-(Dämpfungs)-Zelle zeigt, die funktional der Zelle der Figur ähnlich ist, jedoch eine integrierte Kapazität verwendet, die gemäß der vorliegenden Erfindung mittels einer Multipliziererschaltung, deren Verhältnis vom Operator programmiert werden kann, geeignet multipliziert wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltung zum Steuern einer Frequenz und/oder einer Phase der Antwortkennlinien eines Signalverstärkungssignals oder eines Systems mit einer verschachtelten seriellen Architektur, die mehrere Phasenschiebe- und/oder Emphasis- und/oder Deemphasiszellen enthält, wie es in Fig. 1 schematisch gezeigt ist. Selbstverständlich können die verfügbaren Auswahloptionen sich von den in Fig. 1 dargestellten unterscheiden, indem eine andere Auswahlvorrichtung oder funktional ähnliche Auswahlschaltungen verwendet werden. Es ist wichtig, zu unterstreichen, daß die in den Figuren gezeigten elektrischen Beispielschaltungen rein erläuternden Zweck haben und daß sie nicht als einschränkend für die speziellen Beispiele des Gebiets der Anwendung der Vorrichtung und/oder des Prozesses der Erfindung aufzufassen sind.
  • Wie bereits erwähnt, kann in Abhängigkeit von den beabsichtigten Effekten das verschachtelte serielle System für die Signalverarbeitung Zellen unterschiedlichen Typs verwenden, von denen Beispiele in den Fig. 2-6 gezeigt sind. Im Fall eines Systems, das dazu dient, einen sogenannten Surround- Effekt während einer stereophonen Wiedergabe zu erzeugen, kann die Schal tung mehrere Phasenschiebezellen z. B. des in Fig. 2 gezeigten Typs verwenden. Eine Zelle oder Schaltung dieses Typs ist im wesentlichen ein Allpaß- Filter, der eine Phasenverschiebung in einem Frequenzband bewirken kann, das bei einer bestimmten Frequenz f0 des Audiospektrums zentriert ist, die bestimmt wird durch:
  • Grundsätzlich hat jede der verschiedenen Zellen ihre eigene Grenz- oder Mittenfrequenz der Intervention, wobei die entsprechenden Frequenzen gemäß den Kriterien über das Audioband verteilt sein können.
  • Die bestimmte Auswahl des Punktes, von dem das Signal abgeleitet wird, durch den Operator bestimmt die Auswahl eines bestimmten Surround- Effektes unter mehreren auswählbaren Effekten.
  • Die in den Fig. 3 und 4 gezeigten Zellen sind offensichtlich biquadratische Zellen (d. h. Zellen mit einer Übertragungsfunktion, die quadratische Funktionen sowohl im Zähler als auch im Nenner enthält). Diese Zellen besitzen im wesentlichen eine glockenförmige Frequenzantwortkennlinie (Bandpaß) und werden gewöhnlich in Audioprozessoren verwendet, um z. B. eine Tonsteuerfunktion oder dergleichen zu implementieren. Die Übertragungsfunktionen der Zellen 3 und 4 sind im wesentlichen ähnlich.
  • Die in Fig. 5 gezeigte Zelle besitzt eine Übertragungsfunktion, die eine Frequenzantwortkennlinie des Bandpaßtyps zeigt, sowie einen Verstärkungsfaktor kleiner oder gleich 1. Dieser Typ von Zelle wird gewöhnlich in Deemphasis-(Dämpfer)-Schaltungen verwendet.
  • Die Zelle der Fig. 6 zeigt eine typische Emphasis-(Verstärkungs)-Schaltung für Hochfrequenztöne (d. h. mit der Kennlinie eines Hochpaßfilters), die geeignet ist, um eine In-Band-Verstärkung größer als 1 zu erzeugen.
  • Eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 7 schematisch gezeigt. Funktional ist die Zelle der Fig. 7 äquivalent zur Zelle der Fig. 2. Sie stellt eine Phasenschiebeschaltung des Allpaß-Typs dar (d. h. sie besitzt eine im wesentlichen flache Frequenzantwortkennlinie), die in einer Schaltung zum Erzeugen eines Surround-Effekts in einem stereophonen Wiedergabesystem verwendet werden kann, wie oben bereits erwähnt worden ist.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann jede Zelle (ZELLE1, ZELLE2, ZELLE3, ..., ZELLEn) der verschachtelten seriellen Schaltung der Fig. 1 eine Schaltung ähnlich der in Fig. 7 gezeigten Schaltung enthalten. Die integrierten Komponenten des RC-Netzwerks (im speziellen Beispiel der Widerstand R), der die Mittenfrequenz f0 bestimmt, wird in Form mehrerer integrierter Widerstände r1, r2, r3, ..., rN verwirklicht, die in Serie zueinander geschaltet sind. Jeder Widerstand besitzt einen Teilwert, bezogen auf einen bestimmten Entwurfswert des Widerstands R. Parallel zu jeder Teilkomponente ist ein integrierter Umgehungsschalter (S1, S2, S3, ..., SN) angeschlossen, der von der Bedienungsperson durch Programmieren oder Auswählen von einer Steuertafel gesteuert werden kann. Die Treiberschaltung der Umgehungsschalter ist in den Schaltbildern der Figuren nicht gezeigt und kann in irgendeiner geeigneten Weise leicht verwirklicht werden, wie Fachleuten sofort klar ist. Auf diese Weise kann die Mittenfrequenz f0 jeder Zelle des verschachtelten seriellen Systems von Zellen (Fig. 1) unabhängig optimiert werden, d. h. sie kann vom Operator innerhalb eines bestimmten Bereichs variiert werden, indem der Zustand der Umgehungsschalter S1, S2, S3, ..., SN, eingestellt wird, um einen bestimmten effektiven Wert des Widerstands R des RC-Netzwerks der Zelle zu bestimmen.
  • Das gesamte verschachtelte serielle System, wie es in Fig. 1 schematisch dargestellt ist, weist eine überraschende Flexibilität auf. Mit anderen Worten, eine extrem große Anzahl möglicher Kombinationen kann erzeugt werden, die relativ klein sind, wenn das Signal nach den "ersten" wenigen Zellen der Serie abgeleitet wird, und groß ist, wenn das Signal nach der "letzten" Zelle der Serie (ZELLEn) abgeleitet wird. Wenn die Schaltung der Fig. 1 eine Zahl n Zellen umfaßt und jede Zelle (Fig. 7) mit einer Anzahl N konfigurierbarer Widerstandsmodule verwirklicht ist, hat der Benutzer eine Anzahl von Kombinationen zur Verfügung, d. h. eine Anzahl unterscheidbarer Effekte, die frei ausgewählt werden können, die gegeben ist durch:
  • Selbstverständlich können die umgehbaren Widerstandsmodule: r1, r2, r3, ..., rN, sowie die Umgehungsschalter: S1, S2, S3, SN, vorteilhaft integriert sein. Die Konfigurierungsschalter S1, S2, S3, ... SN, können digital gesteuert werden und können somit mittels einfacher "Übertragungsgatter" realisiert werden, die, wenn sie richtig dimensioniert sind, das System hinsichtlich des Rauschens und/oder der Verzerrungen nicht beeinträchtigen.
  • Das Schaltbild der Fig. 8 zeigt eine biquadratische Zelle mit einer Bandpaß- Frequenzantwortkennlinie, die zum Erzeugen entweder einen Dämpfung oder einer Verstärkung des Signals innerhalb des Bandes ausgelegt sein kann und die funktional der in Fig. 4 gezeigten Zelle ähnlich ist. Die Kapazität C des RC-Netzwerks des Signals wird im gezeigten Beispiel der Fig. 8 durch eine integrierte Kapazität Ci gebildet, die einen relativ kleinen Wert hat, der mittels einer dedizierten, integrierten Kapazitätsmultipliziererschaltung geeignet multipliziert wird. Wie einem Techniker klar ist, ist die äquivalente Kapazität, die vom Kapazitätsmultiplizierer geschaffen wird, gegeben durch:
  • C = Ci · (R1/R2).
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist einer der zwei Zweige (R1) des Spannungsteilers R1-R2 der Kapazitätsmultipliziererschaltung in Form mehrerer integrierter Widerstände mit einem Teilwert: r1, r2 und r3 verwirklicht, wobei jedes Widerstandsmodul über einen entsprechenden integrierten Schalter: S1, S2, S3 kurzgeschlossen werden kann.
  • Auch in diesem Fall erlaubt ein verschachteltes serielles System (Fig. 1), das aus mehreren Zellen mit einer Schaltung wie in Fig. 8 gezeigt besteht, die Anzahl der auswählbaren Kombinationen zu "multiplizieren", um viele unterschiedliche Antwortkennlinien zu erhalten.
  • Die Erfindung ist insbesondere in Systemen und Geräten nützlich, die notwendigerweise ein geringes Konstenniveau und eine hohe Kompaktheit aufweisen müssen, wie im Fall tragbarer oder in Kraftfahrzeugen angewendeter Wiedergabe- und Radiosysteme. In diesen Fällen neigen Betrachtungen der Kosten, der Komplexität und der Größe der integrierten Vorrichtungen dazu, die Option des Anwendens einer parallelen Architektur auszuschließen, wobei unter diesen Umständen die vorliegende Erfindung ermöglicht, eine überraschend hohe Flexibilität der Regelung zu erreichen, während die Kosten, die Komplexität und die Größe der integrierten Schaltungen, die den Audioprozessor bilden, niedrige gehalten werden können. Die Beseitigung externer Komponenten (gewöhnlich Kondensatoren), die allgemein von Herstellern elektronischer Geräte beabsichtigt ist, gefährdet im speziellen Fall der Schaltungen für die Angleichung/Modifikation der Antwortkennlinien nicht die Möglichkeit des Herstellers des Geräts, spezielle Vorgabebedingungen zu implementieren, indem er z. B. Vorgabekonfigurationen der Schalter der einzelnen Zellen des verschachtelten seriellen Systems einrichtet, die die speziellen Kennlinien der anderen Komponenten der Tonwiedergabevorrichtung berücksichtigt. Eine solche individuelle Ausrichtung, die gewöhnlich ermöglicht wurde durch Auswählen der Werte der extern angeschlossenen Kondensatoren, ist in einem System der Erfindung genauer und einfacher zu implementieren, indem einfach eine oder noch besser mehrere auswählbare Vorgabekonfigurationen der Umgehungsschalter der einzelnen Zellen (RC- Netzwerke der Zellen) definiert werden.
  • Selbstverständlich sind mehrere alternative Ausführungsformen möglich. Insbesondere eine vorteilhafte Kapazitätsmultipliziererschaltung, die für die Implementierung von RC-Netzwerken einzelner Zellen eines gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten Systems nützlich sein kann, ist beschrieben in einer früheren europäischen Patentanmeldung Nr. 92830419.5, eingereicht am 28. Juli 1992 vom selben Anmelder.

Claims (4)

1. Steuerschaltung für die Frequenz- und/ oder Phasencharakteristik eines Signalverstärkungssystems oder -kanals, mit mehreren Akzentuierungs- und/oder Deakzentuierungs- und/oder Phasenverschiebungszellen, wovon jede ein spezifisches RC-Netzwerk besitzt, das eine bestimmte Antwortcharakteristik festlegen kann, wobei die Zellen in Kaskade geschaltet sind, und mit wenigstens einer Wähleinrichtung, die aus mehreren wählbaren Knoten der Kette von in Kaskaden geschalteten Zellen einen Knoten wählen kann, von dem ein Signal abgeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine Komponente des RC-Netzwerks der Zellen die Form einer Reihe von in Serie geschalteten Modulen mit einem Bruchteil- Wert in bezug auf einen bestimmten Entwurfswert der Komponente besitzt; und ferner durch :
mehrere Umgehungsschalter, wovon jeder wenigstens eines der Module mit Bruchteil-Wert kurzschließen kann;
eine Einrichtung zum Konfigurieren des Zustandes der Schalter.
2. Schaltung nach Anspruch 1, wobei das Signalverstärkungssystem ein Audiosystem ist und die Kondensatoren des RC-Netzwerks der Zellen diskrete Komponenten sind, die extern an eine integrierte Schaltung des Verstärkungssystem angeschlossen sind, und die Module mit Bruchteil-Wert einer Komponente des RC-Netzwerks der Zellen, die Schalter sowie die Konfigurationseinrichtung integriert sind.
3. Schaltung nach Anspruch 1, wobei sämtliche Komponenten der RC-Netzwerke der Zellen integriert sind.
4. Schaltung nach Anspruch 3, wobei das Verstärkungssystem ein Audiosystem ist und wenigstens ein Kondensator des RC-Netzwerks einer Zelle funktional aus einer integrierten Kapazität und aus einer integrierten Kapazitätsvervielfachungsschaltung aufgebaut ist, deren Multiplikationsfaktor durch einen ohmschen Spannungsteiler geschaffen wird, dessen Widerstand die in Module unterteilte Komponente bildet, wobei der Effektivwert durch eine bestimmte Konfiguration der Umgehungsschalter gesetzt wird.
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