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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Formen von
Sushi-Reis zur Verwendung bei der Herstellung von Nigiri-zushi
(leicht mit Essig versetzte ovale Reisbälle mit in Scheiben
geschnittenem rohem Fisch usw. darauf) und insbesondere eine
Vorrichtung für das Formen von Sushi-Reis, die eine mehrteilige Form,
welche ein unteres Form-Element mit mehreren Hohlräumen und ein
oberes Form-Element mit mehreren Hohlräumen umfaßt, und einen äußeren
Rahmen, in den die mehrteilige Form entnehmbar eingepaßt wird,
aufweist.
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Gekochter Sushi-Reis wird mit einer Vorrichtung des erwähnten Typs
geformt, indem man das untere Form-Element in den äußeren Rahmen
gibt, den Sushi-Reis in eine durch den äußeren Rahmen und das untere
Form-Element definierte Aussparung füllt, die Oberseite der Reismasse
z.B. mit Hilfe eines Stabes mit der Oberkante des äußeren Rahmens
bündig macht, das obere Form-Element in den äußeren Rahmen einsetzt
und das obere Form-Element nach unten drückt, bis das obere Form-
Element auf das untere Form-Element paßt, wodurch der Sushi-Reis der
Form des Formenhohlraums entsprechend geformt wird. Unter Verwendung
der Formgebungs -Vorrichtung kann leicht eine Mehrzahl im wesentlichen
einheitlich komprimierter Reis-Formstücke hergestellt werden. Das
Reis-Formstück wird aus der Formgebungs-Vorrichtung entnommen und
Fleisch oder Fisch, Meeresfrüchte oder dergleichen werden auf das
Formstück gelegt, um Nigiri-zushi zuzubereiten.
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Die sogenannte Formgebungs-Vorrichtung mit mehreren Hohlräumen weist
eine Mehrzahl von Formgebungshohlräumen in Reihen auf. In einem
Versuch, ein Sushi-Formstück mit einer Kontur herzustellen, die
derjenigen, die durch Rollen des Sushi-Reises von Hand erhalten wird,
ähnelt, kann jeder sich in vertikaler Richtung erstreckende
Eckbereich horizontal abgerundet oder abgeschrägt sein. Die horizontal
abgerundeten oder abgeschrägten Hohlraumecken werfen jedoch das
folgende Problem auf: Der Schnittpunkt einander kreuzender
Trennwände, die die Hohlräume begrenzen, weist eine Stirnfläche in Form
einer Raute oder dergleichen auf. Die rautenartige Stirnfläche des
Schnittpunkts ist so breit, daß der Sushi-Reis bei der
Abwärtsbewegung des oberen Form-Elements zum Teil zwischen den Stirnflächen
der Schnittpunkte in dem unteren und dem oberen Form-Element
hängenbleibt, wodurch er nicht in die gewünschte Form gebracht werden kann.
Herkömmlicherweise wurden die abgerundeten oder abgeschrägten Ecken
nicht verwendet, so daß das Problem des Hängenbleibens von Reis nicht
bewältigt wurde. Die mit Hilfe derartiger Formgebungs-Vorrichtungen
erhaltenen Sushireis-Formstücke weisen unerwünschterweise eine
Kontur auf, die auffallend den Eindruck von durch Formgebungs-
Vorrichtungen hergestellten Formstücken vermittelt.
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JP-A-56-064757 offenbart eine Vorrichtung mit mehreren Hohlräumen
zum Formen von Sushi-Reis, wobei die Vorrichtung aus einem
Hauptkörper mit einer Mehrzahl von voneinander durch Trennwände
getrennten flexiblen Hohlräumen und einer Abdeckung mit einer
Mehrzahl von Hohlräumen, die den Hohlräumen des Hauptkörpers
entsprechen und ebenfalls durch Trennwände voneinander getrennt sind,
zusammengesetzt ist. Die Ecken der Hohlräume können in vertikaler
Richtung abgerundet oder abgeschrägt sein.
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US-A-4437826 ist auf eine Reiskörper-Formgebungsvorrichtung für
gerolltes Sushi gerichtet, welche einen hohlen rechteckigen Rahmen,
eine Basis mit einer solchen Breite, daß sie in den hohlen Rahmen
eingesetzt werden kann, welche an der Unterseite stationär mit einem
Stopperelement von größerer Größe als der besagten Breite versehen
ist und an der Oberseite mit einer Mehrzahl halbzylindrischer
Einkerbungen in paralleler Anordnung versehen ist, ein Stößelelement,
welches eine solche Breite aufweist, daß es in das hohle Element
eingesetzt werden kann, und an dessen Unterseite eine Mehrzahl von
Vorsprüngen vorgesehen ist, die in solchen Abständen angeordnet
sind, daß die Vorsprünge beim Einsetzen in den Rahmen in der Mitte
der jeweiligen an der Basis vorgesehenen halbzylindrischen
Einkerbungen zu liegen kommen, und einen Druckverschluß mit einer
solchen Breite, daß er in das hohle Element eingesetzt werden kann,
welcher an der Unterseite mit zu den halbzylindrischen Einkerbungen
der Basis symmetrischen Einkerbungen versehen ist, umfaßt.
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Der in dieser Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen verwendete
Ausdruck "mit mehreren Hohlräumen" bezieht sich auf einen Typ von
Form oder Formgebungs-Vorrichtung mit Formgebungshohlräumen, die in
mehreren Reihen angeordnet sind und mindestens einen Schnittpunkt
von einander kreuzenden Trennwänden umfassen. Der hierin verwendete
Ausdruck "horizontal abgerundete oder abgeschrägte Ecke" bedeutet
einen Hohlraum-Eckbereich, der sich in vertikaler Richtung erstreckt
und horizontal abgerundet oder abgeschrägt ist.
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Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung mit mehreren
Hohlräumen zum Formen von Sushi-Reis zur Verwendung bei der
Herstellung von Nigiri-zushi bereit&sub1; wobei die Formgebungs-
Vorrichtung eine mehrteilige Form, welche ein unteres Form-Element
und ein oberes Form-Element umfaßt, und einen äußeren Rahmen, in den
die mehrteilige Form entnehmbar eingepaßt wird, aufweist, wobei das
untere und das obere Form-Element jeweils durch Trennwände begrenzte
Formgebungshohlräume aufweisen, wobei die Formgebungshohlräume einen
oder mehrere Schnittpunkte einander kreuzender Trennwände aufweisen
und die Ecken der Hohlräume zumindest in vertikaler Richtung
abgerundet oder abgeschrägt sind, wobei die Formgebungs-Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet ist, daß ein nach oben und unten bewegliches,
federgelagertes Ablenkstück aus der Stirnfläche des Schnittpunkts
in dem unteren und/oder oberen Form-Element herausragt.
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Der in der Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen verwendete
Ausdruck "federgelagertes Ablenkstück" bezieht sich auf ein
Ablenkstück mit einer darunter angeordneten Feder, um das Stück
nach gewaltsamem Herunterdrücken zur Ausgangsposition
zurückzubewegen.
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FIG. 1 ist eine Längsschnittansicht, die eine Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigt;
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FIG. 2, A ist eine perspektivische Ansicht, die das Innere eines
oberen Form-Elements in der in FIG. 1 gezeigten Ausführungsform, d.h.
Formgebungs-Vorrichtung, zeigt;
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FIG. 2, B ist eine perspektivische Ansicht, die das Innere eines
unteren Form-Elements in der Ausführungsform von FIG. 1 zeigt;
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FIG. 3, A ist eine perspektivische Ansicht, die das Innere einer
Modifikation des oberen Form-Elements zeigt;
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FIG. 3, B ist eine perspektivische Ansicht, die das Innere einer
Modifikation des unteren Form-Elements zeigt;
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FIG. 4, A ist eine perspektivische Ansicht, die das Innere einer
anderen Modifikation des oberen Form-Elements zeigt;
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FIG. 4, B ist eine perspektivische Ansicht, die das Innere einer
anderen Modifikation des unteren Form-Elements zeigt;
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FIG. 5, A ist eine perspektivische Ansicht, die Hohlraumecken mit
einer anderen Form in dem oberen Form-Element zeigt;
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FIG. 5, B ist eine perspektivische Ansicht, die Hohlraumecken mit
einer anderen Form in dem unteren Form-Element zeigt;
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FIG. 6 ist eine Längsschnittansicht, die einen äußeren Rahmen der
Ausführungsform von FIG. 1 zeigt; und
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FIG. 7 ist eine Draufsicht auf den in FIG. 6 gezeigten äußeren
Rahmen.
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FIG. 8 ist eine Längsschnittansicht, die ein an einem Trennwand-
Schnittpunkt in einem oberen Form-Element bereitgestelltes
Ablenkstück zeigt.
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Die zeichnungen zeigen eine Formgebungs-Vorrichtung, die eine
mehrteilige Form 1 und einen äußeren Rahmen 2 umfaßt. Die mehrteilige
Form 1 umfaßt ein unteres Form-Element 11 und ein oberes Form-
Element 12. Das untere Form-Element 11 und das obere Form-Element
12 weisen mehrere Hohlräume auf, wobei die Formgebungshohlräume 10
in mehreren Reihen angeordnet sind. Der äußere Rahmen 2 ist
rechteckig und seine Ober- und Unterseite sind offen, um die
mehrteilige Form 1 frei darin einsetzen oder daraus entnehmen zu
können.
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Bei der erläuterten Ausführungsform weisen das untere Form-Element
11 und das obere Form-Element 12 mehrere Hohlräume, nämlich eine
Anordnung von insgesamt 4 Hohlräumen, auf, wobei Formgebungshohlräume
10 in 2 Reihen mit 2 Hohlräumen angeordnet sind. Alternativ können
diese Form-Elemente mehrere Hohlräume aufweisen, wobei mindestens
3 Hohlräume in mindestens 3 Reihen angeordnet sind.
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Die durch Trennwände 3 begrenzten Hohlräume 10 in dem unteren Form-
Element 11 und dem oberen Form-Element 12 haben horizontal
abgerundete oder abgeschrägte Ecken. Die horizontal abgeschrägten
Ecken sind in FIG. 2, A, B, FIG. 3, A, B, FIG. 4, A, B gezeigt und
die horizontal abgerundeten Ecken sind in FIG. 5, A, B gezeigt. Es
ist bevorzugt, daß die Hohlraumecke, die horizontal als Grenze
zwischen der sich vertikal erstreckenden Seitenwand und dem
Hohlraumboden oder der -decke verläuft, abgerundet oder abgeschrägt
ist. Die erläuterten Ausführungsformen sind von diesem Typ.
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An einem Schnittpunkt 31 einander kreuzender Trennwände 3 in dem
unteren Form-Element 11 und/oder dem oberen Form-Element 12 ist
ein nach oben und nach unten bewegliches Ablenkstück 32 vorgesehen,
welches so angepaßt ist, daß es aus dem Schnittpunkt 31 herausragt.
FIG. 2, B zeigt eine Ausführungsform mit dem Ablenkstück 32 in dem
unteren Form-Element 11; FIG. 3, A zeigt eine Ausführungsform mit
dem Ablenkstück 32 in dem oberen Form-Element 12; und FIG. 4, A, B
zeigen eine Ausführungsform mit den Ablenkstücken 32, 32 in dem
unteren Form-Element 11 bzw. dem oberen Form-Element 12. Die
Ablenkstücke 32, 32 in dem unteren Form-Element 11 und dem oberen
Form-Element 12 sind jeweils so angeordnet, daß sie durch das
Einsetzen des unteren Form-Elements 11 und des oberen Form-Elements
12 in den äußeren Rahmen 2 aufeinandertreffen. Das Ablenkstück 32
ist mit einer Feder 6 federgelagert, so daß das Stück 32 im nicht
nach unten gedrückten Zustand in vertikaler Richtung hervorsteht.
Das Ablenkstück 32 kann in Form einer Platte vorliegen, wie in den
Zeichnungen gezeigt. Das Stück 32 kann eine ähnliche Stirnflächen-
Form wie der Schnittpunkt 31 haben oder kann eine abweichende Form,
z.B. eine stabartige Form, aufweisen. In jedem Fall kann das
Ablenkstück 32, wenn es sehr dick ist oder einen großen Durchmesser
hat, vorzugsweise in seiner Gesamtheit oder zumindest an seinem
vorderen Endabschnitt kegelförmig sein, um das Hängenbleiben von Reis
zwischen den Stirnflächen der Schnittpunkte 31, 31 ausreichend zu
verhindern.
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Das Ablenkstück 32 ist in den FIG. 5, A, B weggelassen. Es versteht
sich von selbst, daß das gleiche Ablenkstück wie oben beschrieben
an der Stirnfläche des Schnittpunkts 31 in dem unteren Form-Element
11 und/oder dem oberen Form-Element 12 mit horizontal ausgebildeten
Hohlraumecken, wie in FIG. 5 A, B gezeigt, vorgesehen ist. Die
Ablenkstücke 32 in dem unteren Form-Element 11 und dem oberen Form-
Element 12, die in FIG. 5, A, B gezeigt sind, sind an den
Schnittpunkten 31 in gleicher Weise angeordnet, wie dies für das
Stück 32 in dem unteren Form-Element 11 und dem oberen Form-Element
12, wie in FIG. 2 A, B, FIG. 3 A, B und FIG. 4 A, B gezeigt, der Fall
ist.
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Die Formgebungs-Vorrichtung der Erfindung, welche die mehrteilige
Form 1, die das untere Form-Element 11 und das obere Form-Element
12 umfaßt, und den äußeren Rahmen 2 aufweist, wird in der genannten
Weise verwendet, um den Sushi-Reis zu einer Mehrzahl von Sushi-
Formstücken zu formen.
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Aufgrund der horizontal abgeschrägten oder abgerundeten Ecken der
Hohlräume 10, die von den Trennwänden 3, 3 in dem unteren Form-
Element 11 und dem oberen Form-Element 12 begrenzt werden, erhält
das Sushi-Formstück eine solche Kontur, wie sie durch Rollen des
Sushi-Reises von Hand gebildet wird.
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Wenn das obere Form-Element 12 in dem äußeren Rahmen 2 nach unten
gedrückt wird, drückt das an dem Schnittpunkt 31 des unteren Form-
Elements 11 und des oberen Form-Elements 12 angeordnete Ablenkstück
32 den gegen das Ablenkstück 32 stoßenden Sushi-Reis weg, bis das
Ablenkstück 32 mit der gegenüber dem Ablenkstück 32 ausgebildeten
Stirnfläche 31 in Kontakt kommt. Die Oberseite des Ablenkstücks 32
in einem Form-Element kontaktiert die Stirnfläche des Schnittpunkts
31 in dem anderen Form-Element, woraufhin das Ablenkstück 32 durch
die Abwärtsbewegung des oberen Form-Elements 12 entgegen der Feder
6, die dadurch in einer bestimmten Richtung komprimiert wird,
allmählich in einer bestimmten Richtung zurückgezogen wird. Wenn die
Ablenkstücke 32, 32 in dem unteren Form-Element 11 und dem oberen
Form-Element 12 vorgesehen sind, drücken die Ablenkstücke 32, 32
während der Abwärtsbewegung des oberen Form-Elements 12 den
dagegenstoßenden Sushi-Reis weg.
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Gemäß der Erfindung kann der Sushi-Reis nach Bedarf im wesentlichen
ohne Hängenbleiben von Sushi-Reis zwischen den flachen und breiten
Stirnflächen der Schnittpunkte 31, 31 in dem unteren Form-Element
11 und dem oberen Form-Element 12 zu Nigiri-zushi geformt werden.
Im allgemeinen steht das Ablenkstück 32 um etwa 5 mm hervor, um den
Sushi-Reis in ausreichendem Maße wegzudrücken
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Die Formbarkeit der Sushi-Formstücke wird durch Herstellen der
mehrteiligen Form 1, des äußeren Rahmens 2 und des Ablenkstückes 32
aus einem Material mit hoher Ablösefähigkeit, wie z.B. einem
Fluorhaltigen Harz oder Polypropylen, oder durch Aufbringen eines
derartigen Materials mit hoher Ablösefähigkeit auf die mit dem Sushi-
Reis in Kontakt kommenden Oberflächen verbessert.