DE69320189T2 - Vorrichtung zur behandlung von flüssigkeit - Google Patents
Vorrichtung zur behandlung von flüssigkeitInfo
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Description
- Diese Erfindung betrifft eine Einheit zum Aufbereiten einer Flüssigkeit, mit einem geeigneten zylindrischen Behälter, der, in einer ersten bevorzugt oberen Kammer, einen Satz von vergleichsweise schlanken Rohren oder Kanälen aufweist, welche die Flüssigkeit auf ihrem Weg von einem Einlaß in dem Behälter zu einem Auslaß zwangsweise durchsetzt, so daß sie während ihres Zwangsdurchlaufs einer Aufbereitung, wie etwa einer Entionisierung unterworfen ist.
- Einheiten dieses Typs werden in der Kernkraftindustrie zum Reinigen des in den Reaktor einzutragenden Wassers verwendet, insbesondere durch Entionisation, primär in bezug auf FE- Ionen, jedoch auch unter Entfernung von unerwünschten Schmutzstoffen. Zu diesem Zweck sind die schlanken Aufbereitungsrohre mit Perforationen bzw. Durchbrüchen versehen und durch einen Stoff bzw. ein Gewebe umgeben, dessen Außenseite mit einem Ionenaustauschmedium beschichtet ist. Im tatsächlichen Einsatz werden die Aufbereitungsrohre derart in einer oberen Kammer montiert, daß sie von einer offenen unteren Kammer getrennt sind, wobei die Aufbereitungsrohre am Boden geschlossen und an der Oberseite offen sind. In die Rohre von der Außenseite zuströmendes Wasser dringt deshalb zunächst in die Außenschicht des Ionentauschmediums ein und durchsetzt daraufhin die kleinen Perforationen in den Umfangswänden der Rohre, bevor es in den oberen Teil des Behälters austritt, wo es in einem durchgehenden Auslaßrohr gesammelt wird, das sich zentral durch die untere freie Kammer erstreckt und aus dem Boden des Behälters heraus.
- Bei Einheiten dieses Typs gemäß dem Stand der Technik besteht der Einlaß aus einem Rohr, das direkt in die untere Kammer des Behälters mündet, insbesondere in die Zylinderwand, wobei das Rohr radial daraus vorsteht. Ein Problem, das in dieser bekannten Einheit schwer zu beherrschen ist, besteht darin, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers extrem ungleichmäßig außerhalb der separaten Aufbereitungsrohre aufgrund unkontrollierter Turbulenz in der unteren Kammer wird. Die Geschwindigkeit des Wassers, das hinter den Aufbereitungsrohren strömt, kann deshalb in einigen Rohren extrem hoch werden, während es in anderen relativ niedrig ist. Wenn das Wasser mit hoher Geschwindigkeit strömt, wird das Ionentauschmedium auf den Rohren rasch erudiert, wodurch die Betriebszeit verkürzt wird, die zwischen den erforderlichen Wiederaufbereitungsvorgängen des Mediums erforderlich ist. Bei diesen Wiederaufbereitungsvorgängen handelt es sich um mühsame und zeitaufwendige Vorgänge, wobei die viel zu kurzen Betriebszeiten dazwischen die Kosteneffektivität beeinträchtigen.
- Diese Erfindung zielt darauf ab, die vorstehend genannten Nachteile der Einheiten dieses Typs gemäß dem Stand der Technik zu überwinden und eine Einheit zu schaffen, die für einen Langzeitbetrieb geeignet ist, ohne daß irgendeine Notwendigkeit zur Wiederaufbereitung oder Ersetzung des Ionentauschmediums besteht. Eine Grundaufgabe der Erfindung besteht demnach darin, eine Einheit zu schaffen, in welcher der Wasser strom außerhalb der Aufbereitungsrohre gleichmäßig ist, wobei zwischen der höchsten und niedrigsten Strömungsgeschwindigkeit in der gesamten Anordnung der Rohre relativ geringe Abweichungen bzw. Schwankungen vorliegen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, nicht nur eine gleichmäßige Flüssigkeitsströmung durch die Aufbereitungsrohre in neuen Einheiten sicherzustellen, sondern auch Modifikationen vorhandener Einheiten zu diesem speziellen Zweck unter Verwenden vergleichweise einfacher Mittel zu ermöglichen.
- Zumindest die Grundaufgabe der Erfindung wird durch eine Einheit mit den Merkmalen gelöst, die im kennzeichnenden Teil des anhängigen Anspruchs 1 angeführt sind. Bevorzugt und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den anliegenden Ansprüchen 2 bis 15 festgelegt.
- In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1 einen Vertikalschnitt einer erfindungsgemäßen Einheit,
- Fig. 2 einen Horizontalschnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3 eine vergrößerte aufgeschnittene perspektivische Ansicht einer Hälfte eines Flüssigkeitsverteilungsgehäuses, welches einen Teil der erfindungsgemäßen Einheit bildet,
- Fig. 4 eine weitere vergrößerte Vertikalschnittansicht eines Teils des Gehäuses in Fig. 3, und
- Fig. 5 noch eine weitere vergrößerte Draufsicht eines Teils des Gehäusebodens.
- In Fig. 1 bezeichnet die Bezugsziffer 1 allgemein einen Behälter, der durch eine bevorzugt zylindrische Außenumfangswand 2, die vorliegend vertikal angeordnet ist, eine obere Endwand 3 und eine untere Endwand oder einen Boden 4 festgelegt ist. Bei der gezeigten Ausführungsform ist die Bodenwand 4 konvex oder domförmig, wobei ihre Konvexheit abwärtsgerichtet ist. Das Innere des Behälters 1 ist in einen oberen Teil oder eine Kammer 6 und einen unteren Teil 7 in Form einer im wesentlichen freien oder offenen Kammer unterteilt. In der oberen Kammer 6 sind mehrere vergleichsweise schlanke bzw. schmale oder enge Rohre 8 angebracht, deren obere Enden 8' offen sind und deren untere Enden 8" geschlossen sind, wie vorstehend angeführt. Die oberen Rohrenden 8! münden in eine Trennwand 5, die auf einem Niveau unter der oberen Endwand 3 angeordnet ist. In der Praxis sind die Umfangswände der Rohre 8 mit einer großen Anzahl von kleinen Perforationen bzw. Durchbrüchen (nicht gezeigt) versehen, durch welche Wasser von der Außenseite zu sowie einströmen kann. Auf der Außenseite jedes Rohrs ist ein Gewebe aufgebracht, das selbst mit einem Ionentauschmedium versehen ist. Wasser, welches durch die Rohre über das externe Ionentauschmedium getreten ist, sammelt sich im Raum unter der oberen Endwand 3, um durch ein zentrales vergleichsweise breites Auslaßrohr 9 auszutreten, welches sich durch den gesamten Behälter ausgehend von der oberen Öffnung 9' und hinaus durch die Bodenwand 4 erstreckt. Der Behälter weist ein Einlaßrohr 10 für unbehandeltes oder nicht aufbereitetes Wasser auf, das mit der zylindrischen Umfangswand 2 des Behälters verbunden ist, von welcher es radial auswärts vorsteht. Im tatsächlichen Ansatz kann der Behälter einen Durchmesser von 1 bis 3 m, bevorzugt etwa 1,5 m, und eine axiale Höhe von 3 bis 6 m auf weisen, wobei die obere Kammer 6 50% oder mehr des gesamten Behältervolumens einnimmt.
- In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform sind die schlanken Aufbereitungsrohre 8 im oberen Teil des Behälters angebracht, und die freie Kammer 2 ist im unteren Teil des Behälters angeordnet. Aus diesem Grund wird auf die Kammer 6 als die obere Kammer bezug genommen, während auf die Kammer 7 als die untere Kammer bezug genommen wird. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die umgekehrte Anordnung in keinster Weise ausgeschlossen ist, d. h., die Aufbereitungsrohre 8 können im unteren Teil des Behälters angeordnet sein, während die freie Kammer im oberen Teil angeordnet ist. Aus diesem Grund wird auf die Kammern 6 und 7 in den anliegenden Ansprüchen als erste bzw. zweite Kammer bezug genommen.
- Soweit bislang erläutert, ist die dargestellte Einheit bzw. der dargestellte Aufbau im Kern an sich bekannt.
- In Übereinstimmung mit der Erfindung ist ein ringförmiges Gehäuse oder eine Schale, das bzw. die allgemein mit 11 bezeichnet ist, in der freien Kammer 7 (vorliegend der unteren Kammer) angeordnet und dient dazu, das Wasser, welches in den Behälter durch den Einlaß 10 fließt bzw. strömt, zu verteilen. Wie aus Fig. 1 in Verbindung mit den weiteren Figuren hervorgeht, ist das Flüssigkeitsverteilungsgehäuse 11 durch innere und äußere Seitenwände 12 und 13 festgelegt, die entlang einem oberen Randabschnitt 14 dichtend miteinander verbunden sind, sowie durch zumindest eine Querwand 15 miteinander verbunden sind, die mit mehreren kleinen Löchern oder Öffnungen 16 versehen ist, durch welche das Wasser in Form einer großen Anzahl einzelner Strahlen zwangsweise ausgetragen werden kann. In der Praxis hat das Gehäuse 11 die Form eines geschlossenen Ringes (siehe Fig. 2). Fig. 3 zeigt eine Hälfte des Ringes, wobei ein erstes Ende dieser Hälfte in der Nähe des Einlasses 10 angeordnet und mit 17 bezeichnet ist, während das gegenüberliegende Ende mit 18 bezeichnet ist. In Übereinstimmung mit einer Eigenschaft der Erfindung nimmt die Querschnittsfläche des Flüssigkeitsverteilungsgehäuses ausgehend vom Einlaßende 17 in Richtung auf das gegenüberliegende Ende 18 kontinuierlich ab. Die Abnahme des Querschnitts oder des Strömungsquerschnitts des Flüssigkeitsverteilungsgehäuses verläuft im wesentlichen linear vom Einlaßende 17 in Richtung auf das diametral gegenüberliegende Ende 18.
- Theoretisch können die zwei Wände 12, 13, die den inneren Hohlraum 19 des Flüssigkeitsverteilungsgehäuses festlegen, idealerweise aus geeignet geformten einzelnen Metallplatten bestehen. In der Praxis ist eine derartige Anordnung jedoch nicht mit der Herstellungstechnik problemlos kompatibel und die dargestellte Ausführungsform besteht deshalb aus einer Anzahl von getrennten Metallblechabschnitten, die zusammengeschweißt wurden, um ein Gehäuse von ungefähr idealer Form zu bilden. Wie aus Fig. 3 und 4 hervorgeht, verläuft die äußere Metallblechwand 13 im wesentlichen vertikal bezüglich ihrer Ausdehnung zwischen dem oberen Randabschnitt 14 und der Bodenwand 15, während die Innenwand 12 zumindest im Bereich des Einlaßendes 17 auf einem Niveau unter dem oberen Endabschnitt 14 endet, um mit der äußeren Wand durch geneigte Metallblechabschnitte oder Sektionen 20 verbunden zu sein, die dem Gehäuse hier eine aufwärts sich verjüngende Querschnittsform verleihen. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, beruht die Verringerung der Querschnittsfläche des Gehäuses vom Ende 17 in Richtung auf das Ende 18 zumindest teilweise auf einer allmählichen Verringerung der Höhe des Gehäuses. Im praktischen Einsatz beruht die Verringerung der Querschnittsfläche des Gehäuses ausgehend vom Einlaßende 17 in Richtung auf das gegenüberliegende Ende 18 ebenfalls darauf, daß die Bodenwand 15 sich allmählich zumindest teilweise ausgehend vom Einlaß in Richtung auf das gegenüberliegende Ende verjüngt (siehe auch Fig. 2). Der Zweck, die Abdeckung derart zu konstruieren, daß ihr Querschnitt vom Einlaßende in Richtung auf das gegenüberliegende Ende allmählich abnimmt, besteht darin, daß die Strömungsgeschwindigkeit entlang ihrem Pfad so gleichmäßig wie möglich gemacht werden soll, und daß dadurch derselbe Austrag- bzw. Ausströmungskoeffizient und derselbe Austrag an sämtlichen der Löcher 16 in der Querbodenwand 15 erzielt wird. Herkömmlicherweise besteht die Bodenwand 15 aus einem vergleichsweise dikken Metallblech und die Löcher 16 weisen einen vergleichsweise kleinen Durchmesser auf. Das Metallblech 15 sollte deshalb eine Dicke von 8 bis 15 mm oder 9 bis 12 mm aufweisen, während der Durchmesser der Löcher 16 die Dicke des Metallblechs nicht übersteigen sollte. Wenn das Metallblech 10 mm dick ist, können die Löcher einen Durchmesser von 10 mm aufweisen. In der dargestellten und getesteten Ausführungsform beträgt die gesamte Fläche bzw. Querschnittsfläche der Löcher 16 ungefähr 0,045 m² und es liegen etwa 570 Löcher mit einem Durchmesser von 10 mm vor. Bei einem Durchsatz von 200 kg/s beträgt der Durchfluß durch die Löcher 4,4 m/s und der Druckabfall ist geringfügig größer als ein mvp. Dieser Druckabfall über der Strömungswiderstanderzeugungsbarriere, gebildet durch die perforierte Wand 15, ist zumindest doppelt so groß, bevorzugt zumindest fünfmal so groß, wie die Geschwindigkeit der mittleren Strömung in dem ringförmigen Gehäuse. Im Bereich des Einlasses 10 beträgt der Durchfluß des Wassers, das in der Abdekkung strömt, ungefähr 0,87 m/s (0,038 mvp). Die hohe Geschwin digkeit der die Löcher durchsetzenden Strahlen ergibt eine gleichmäßige Verteilung der Ausströmung bzw. des Austrags entlang dem ringförmigen Gehäuse (was in Tests durch die Tatsache verifiziert wurde, daß praktisch sämtliche Flüssigkeitsstrahlen ungefähr dieselbe Höhe aufweisen, wenn sie durch die Löcher in einem Gehäuse gespritzt werden, das auf dem Kopf steht).
- Die hohe Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeitsstrahlen, die im Hinblick auf eine gleichmäßige Verteilung des Wassers entlang dem ringförmigen Gehäuse angestrebt wird, hat in sich jedoch eine ungünstige Auswirkung auf das Strömungsmuster in der freien unteren Kammer 7. Um diese ungünstige Wirkung zu beseitigen oder dieser entgegenzuwirken, sind Mittel zum Verringern der Geschwindigkeit der Flüssigkeitsstrahlen in dem Bereich unter der perforierten Querwand 15 vorgesehen. Diese Mittel bestehen aus einer zweiten Querwand 21, die unter einer Distanz von der erstgenannten Querwand 15 angeordnet und ebenfalls mit mehreren kleinen Löchern 22 versehen ist. Die gesamte Fläche bzw. Querschnittsfläche der Löcher 22 ist größer, bevorzugt 2 bis 4 Mal größer als die gesamte Fläche bzw. Querschnittsfläche der Löcher in der ersten Querwand 15 (vorliegend ungefähr 0,140 m²). Die zweite untere Wand 21 verringert dadurch die Geschwindigkeit der Flüssigkeitsstrahlen, ohne einen merklichen Durchströmungswiderstand zu erzeugen.
- In Fig. 4 ist die untere Querwand 21 mit dem Gehäuse durch den unteren Abschnitt der inneren Wand 12 ebenso wie durch ein getrenntes marginales bzw. randseitiges Metallblech 23 verbunden, das einwärts von der Außenwand 13 angeordnet ist. Das randseitige Metallblech 23 liegt jedoch lediglich in dem vergleichsweise weiten bzw. breiten Bereich des Gehäuses vor, der dem Einlaß zugeordnet ist. Die Breite des Gehäuses nimmt an einem Punkt zwischen den zwei Enden 17 und 18 allmählich ab und das randseitige Metallblech 23 geht in einen Verlängerungsteil der Außenwand 13 über.
- Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist das Flüssigkeitsverteilungsgehäuse 11 derart positioniert, daß die Gruppierung von Löchern 22 in der unteren Querwand 21 in den unmittelbaren Bereich des Übergangsbereichs 24 zwischen der Umfangswand 2 und der Bodenwand 4 des Behälters mündet. Mehr im einzelnen ist die untere Querwand 21 in einer Ebene im wesentlichen horizontal oder senkrecht in bezug auf die Mittenachse des Behälters angeordnet. Infolge dieser Anordnung trifft das Wasser, welches in die untere Kammer 7 des Behälters ausströmt, auf die domförmige Bodenwand 4 des Behälters und strömt entlang dieser Wand einwärts in Richtung auf das Zentrum. Im Zentrum ist das Rohr 9 vorgesehen, das nicht nur als Auslaß für das aufbereitete Wasser dient, sondern auch als Führungsmittel zum Ablenken und Führen der Flüssigkeit, die ausgehend von dem Flüssigkeitsverteilungsgehäuse 11 einwärtsströmt, und zwar in einer kontrolliert aufwärtsgerichteten Strömung. Aus diesem Grund sollte das Rohr 9 einen vergleichsweise großen Durchmesser aufweisen, um eine nennenswerte Auftrefffläche für das Wasser bereitzustellen. Ein umfangsmäßiger Kragen 25 entfernt von der Bodenwand 4 ist auf der Außenseite des Rohrs 9 angeordnet und dient zum Ablenken des Wassers, welches entlang dem Rohr aufwärtsströmt und um es weg von dem Rohr in Richtung auf peripherere Bereiche der unteren freien Kammer des Behälters zu führen. Zwischen dem Kragen 25 und der Bodenwand 4 des Behälters ist außerdem eine Anzahl von vertikalen Flügeln 26 vorgesehen, die im wesentlichen radial ausgehend vom Rohr vorstehen und dazu ausgelegt sind, einer seitlich gerichteten erneuten Verteilung der Wasserströmung in dem Bereich zwischen dem Kragen und der Bodenwand entgegenzuwirken. Bei der dargestellten Ausführungsform liegen 8 Flügel vor; diese Anzahl kann jedoch selbstverständlich sowohl zu größeren wie zu kleineren Werten variieren. Das Wasser, welches in Richtung auf das zentrale Rohr 9 im Bodenbereich der Kammer 7 strömt, wird durch getrennte einwärts sich verjüngende Abteile unterbrochen, die zwischen den Flügeln festgelegt sind, worauf es aufwärts entlang dem Rohr in einer Anzahl von vertikalen Teilströmen strömt, welche, wenn sie auf den Kragen 25 auftreffen, auswärts von dem Rohr abgelenkt werden, um im oberen Teil der Kammer 7 im wesentlichen gleichmäßig über den gesamten Querschnitt des Behälters 1 verteilt zu werden, wodurch eine gleichmäßige und gleichförmige Wasserströmung über sämtliche der Aufbereitungsrohre 8 im oberen Teil des Behälters sichergestellt wird.
- Die Vorteile der Erfindung liegen auf der Hand. Das erläuterte Flüssigkeitsverteilungsgehäuse stellt eine gleichmäßige Wasserströmung auf der Außenseite der Aufbereitungsrohre 8 sicher, die mit Ionenaustauschmedium versehen sind, wodurch vermieden wird, daß die momentane Strömungsgeschwindigkeit in separaten Rohren diese Geschwindigkeit (in der Praxis etwa 0,4 m/s) übersteigt, bei welcher das Ionentauschmedium erodiert wird. Die Standzeit. des Ionentauschmediums ist deshalb deutlich erhöht, wodurch zwischen zur Überholung und Restauration erforderlichen Abschaltungen beträchtliche Betriebszeiten möglich sind.
- Es erübrigt sich darauf hinzuweisen, daß die Erfindung in keinster Weise auf die vorstehend erläuterte und in den Zeich nungen dargestellte Ausführungsform beschränkt ist. Die Erfindung kann deshalb auch zum Behandeln bzw. Aufbereiten anderer Flüssigkeiten als Wasser verwendet werden. Außerdem ist sie nicht auf eine Entionisations- oder Reinigungsbehandlung beschränkt. Ihr Kern besteht darin, daß die getrennten schlanken Aufbereitungsrohre in einem Satz eine gleichmäßige Flüssigkeitsströmung mit kontrollierter Geschwindigkeit erfordern. In der dargestellten Ausführungsform besteht das ringförmige Flüssigkeitsverteilungsgehäuse 11 aus zwei im wesentlichen identischen jedoch umgekehrten Hälften, die sich ausgehend vom Einlaß erstrecken, wo die Querschnittsfläche jeder Hälfte am größten ist, zu einem diametral gegenüberliegenden Ende, wo die Querschnittsfläche auf null geht. Es ist jedoch denkbar, jedoch nicht bevorzugt, das ringförmige Gehäuse als kohärente Einheit zu konstruieren, die sich im wesentlichen über 360º ausgehend von einem dicken Einlaßende zu einem gegenüberliegenden geschlossenen Ende in der Nähe des Einlaßrohrs erstreckt. Bei der dargestellten Ausführungsform handelt es sich bei dem Flüssigkeitsverteilungsgehäuse um eine getrennte Einheit, welche auch in existierenden Einheitsbehältern angeordnet werden kann, abgesehen davon, daß sie in neuen Einheiten montierbar ist. Bei dem Flüssigkeitsverteilungsgehäuse kann es sich um eine Einheit handeln, die integral mit dem Behälter gebildet ist, bevorzugt bei der Herstellung. Wenn dies der Fall ist, werden Teile der Umfangswand 2 des Behälters, wie etwa eine die gezeigte Außenwand 13 ersetzende Wand zum Festlegen des Innern des Gehäuses verwendet. Eine derartige Konstruktion hat den Vorteil, daß die Flüssigkeitsaustraglöcher 16, 22 des Gehäuses soweit wie möglich in Richtung auf den Rand bzw. Umfang des Behälters angeordnet sind, was auch in dem dargestellten Flüssigkeitsverteilungseinsatzgehäuse wünschenswert ist. Obwohl das zentrale Auslaßrohr 9 bei der gezeigten Ausführungsform den Vorteil hat, auch als Führungsmittel zum Ablenken der einwärtsgerichteten Flüssigkeitsströme in Aufwärtsrichtung zu dienen, kann auch ein anderes Führungsmittel verwendet werden. Das Auslaßrohr kann im oberen Teil des Behälters angeordnet oder durch eine spezielle Säule ersetzt sein, die in der unteren Kammer des Behälters zentral angeordnet ist. Wie einleitend kurz erwähnt, ist die räumliche Position bzw. Anordnung des Behälters nicht kritisch. Die Aufbereitungsrohre 8 können deshalb auch im unteren Teil des Behälters angeordnet sein, während die freie Kammer, welche das Flüssigkeitsverteilungsgehäuse enthält, im oberen Teil des Behälters angeordnet ist. Außerdem muß der Behälter nicht unbedingt vertikal angeordnet werden, wie in Fig. 1 gezeigt. Der Begriff "ringförmiges Gehäuse" ist im weitesten Sinne zu interpretieren und umfaßt auch Gehäuse mit geschlossener ebenso wie mit offener Ringform. Das untere perforierte Metallblech bzw. die Wand 21 kann beispielsweise durch ein Gitter oder ein anderes optionales Mittel ersetzt werden, das in der Lage ist, die Geschwindigkeit der Flüssigkeitsstrahlen zu verringern, die durch die Löcher in der Bodenwand 15 strömen.
Claims (15)
1. Einheit zum Aufbereiten einer Flüssigkeit, mit einem
geeigneten zylindrischen Behälter (1), der, in einer
ersten bevorzugt oberen Kammer (6) einen Satz von
vergleichsweise schlanken Rohren oder Kanälen (8)
aufweist, welche die Flüssigkeit auf ihrem Weg von einem
Einlaß (10) in dem Behälter zu einem Auslaß (9)
zwangsweise durchsetzt, so daß sie während ihres
Zwangsdurchlaufs einer Aufbereitung wie etwa einer Deionisation
unterworfen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß ein ringförmiges Gehäuse oder eine
Schale (11) in einer zweiten bevorzugt unteren Kammer
(7) in Gegenüberlage zur ersten Kammer (6) in dem
Behälter angeordnet ist und dazu dient, die Flüssigkeit
zu verteilen, die durch den Einlaß (10) zugeführt wird,
wobei das Gehäuse (11) durch Innen- und Außenwände (12,
13) festgelegt ist, die entlang einem Randabschnitt
(14) dicht miteinander verbunden sind, sowie durch
zumindest eine Querwand -(15) miteinander verbunden
sind, die sich in Gegenüberlage zu dem Randabschnitt
befindet und in der mehrere kleine Löcher oder
Öffnungen (16) gebildet sind, durch welche die Flüssigkeit in
Form einer großen Anzahl von getrennten Strahlen
zwangsweise ausgetragen werden können, wobei die
Querschnittsfläche des Flüssigkeitsverteilungsgehäuse (11)
ausgehend vom Einlaß (10) in Richtung auf das
gegenüberliegende Ende (18) des Gehäuses kontinuierlich
abnimmt, und daß eine Einrichtung (9) im wesentlichen
zentral in der zweiten Kammer (7) zum Ablenken und
Führen der Flüssigkeit angeordnet ist, die ausgehend von
dem Flüssigkeitsverteilungsgehäuse (11) einwärts
strömt, und zwar in einem kontrollierten und
gleichmäßigen Strom, der in Richtung auf den Satz von Rohren
(8) zum Aufbereiten der Flüssigkeit gerichtet ist.
2. Einheit nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Querschnitt oder
Strömungsquerschnitt des Flüssigkeitsverteilungsgehäuses in im
wesentlichen linearer Weise abnimmt.
3. Einheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß Einrichtung (21, 22) im
Bereich außerhalb der perforierten Querwand (15) zum
Verringern der Geschwindigkeit der Strahlen vorgesehen
ist, die durch die Löcher (16) in der Querwand
hindurchtreten, bevor die Strahlen in die freie zweite
Kammer (7) des Behälters austreten.
4. Einheit nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Geschwindigkeitsverringerungseinrichtung aus einer zweiten Querwand (21) bestehen,
die unter einem Abstand von der erstgenannten Querwand
(15) angeordnet und ebenfalls mit mehreren kleinen
Löchern (22) versehen ist, wobei die gesamte
Querschnittsfläche der Löcher in der zweiten Querwand (21)
jedoch größer, vorzugsweise 2 bis 4 mal größer ist als
die gesamte Querschnittsfläche der Löcher in der ersten
Querwand (15).
5. Einheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
die erste Querwand (15) in dem
Flüssigkeitsverteilungsgehäuse (11) aus einem dicken Metallblech,
beispielsweise mit einer Dicke von 8 bis 15 mm oder 9 bis 12 mm
besteht, und daß die Löcher (16) im wesentlichen
zylindrisch sind und senkrecht zur Ebene des Metallblechs
verlaufen und einen Durchmesser aufweisen, der die
Dicke des Metallblechs nicht übersteigt.
6. Einheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das
ringförmige Flüssigkeitsverteilungsgehäuse (11) zwei im
wesentlichen identische, jedoch umgekehrte Hälften
aufweist, die sich ausgehend von einem Ende (17) in der
Nähe zum Eingang (10) erstrecken, wo die
Querschnittsfläche jeder Gehäusehälfte am größten ist, zu einem
diametral gegenüberliegenden Ende (18), wo die
Querschnittsfläche in Richtung auf null verläuft, wobei die
Querschnittsfläche zumindest durch die Höhe des
Gehäuses abnimmt, die ausgehend vom Einlaßende (17) in
Richtung auf das diametral gegenüberliegende Ende (18)
abnimmt.
7. Einheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Flüssigkeitsverteilungsgehäuse (11) mit Löchern (16,
22) in den Querwänden versehen ist, welche in die
unmittelbare Umgebung eines Übergangsbereichs (24)
zwischen einer Seitenwand (2) und einer End- oder
Bodenwand (4) des Behälters münden.
8. Einheit nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Behälterendwand benachbart zu
der freien Kammer (7) eine konvexe oder domförmige Wand
(4) ist, wobei die Konvexität der Wand von der Kammer
(6) weggerichtet ist, wo die Rohre (8) zum Aufbereiten
der Flüssigkeit angebracht sind.
9. Einheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
perforierte Querwand (15) des
Flüssigkeitsverteilungsgehäuses (11) in einer Ebene im wesentlichen horizontal oder
senkrecht zu der Mittenachse des Behälters angeordnet
ist.
10. Einheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das
Flüssigkeitsverteilungsgehäuse (1) eine getrennte
Einheit ist, die in dem Behälter (11) angebracht ist
und deren Außenseitenwand (13) von der
Behälterseitenwand (2) durch einen Ringspalt getrennt
ist.
11. Einheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Flüssigkeitsführungseinrichtung eine Säule (9) ist, die
sich von der Endwand (4), die der freien Kammer (7) des
Behälters zugeordnet ist, zu demjenigen Teil des
Behälters erstreckt, wo die schlanken Rohre (8) zum
Aufbereiten der Flüssigkeit angebracht sind.
12. Einheit nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule ein zylindrisches Rohr
(9) ist, das in bekannter Weise als Auslaß für die
Flüssigkeit dient, welche die schlanken Rohre (8)
durchsetzt hat.
13. Einheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Säule oder das
Rohr (9) auf der Außenseite einen Umfangskragen (25)
aufweist, der unter einem Abstand von der Endwand (4)
angeordnet ist, und dazu dient, die Flüssigkeit
abzu
lenken, die entlang der Säule strömt, und sie von der
Säule in Richtung auf peripherere Bereiche der freien
Kammer (7) des Behälters wegzuführen.
14. Einheit nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Anzahl von, beispielsweise
acht, Schaufeln (26), die im wesentlichen radial von
der Säule (9) vorstehen, zwischen dem Kragen (25) und
der Endwand (4) angeordnet sind und dazu dienen, einer
seitlich gerichteten Wiederverteilung des
Flüssigkeitsstroms in dem Bereich zwischen dem Kragen und der
Endwand entgegenzuwirken.
15. Einheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenwand (13) des Flüssigkeitsverteilungsgehäuses (11) sich
vollständig im wesentlichen vertikal ausgehend vom
Gehäuseboden zu einem oberen Umfangsrand (14)
erstreckt, während die Innenwand (12) sich zumindest
teilweise ausgehend vom Gehäuseboden im wesentlichen
vertikal um lediglich eine begrenzte Strecke erstreckt,
um daraufhin in einen geneigten Wandabschnitt (20)
überzugehen, welcher sich mit dem oberen Rand (14)
derart vereinigt, daß ein Randabschnitt des Gehäuses
gebildet ist, der sich keilartig bezüglich dieses
Querschnitts verjüngt.
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