DE69316331T2 - Beschleunigungsschalter - Google Patents

Beschleunigungsschalter

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    • G01P15/02Measuring acceleration; Measuring deceleration; Measuring shock, i.e. sudden change of acceleration by making use of inertia forces using solid seismic masses
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    • G01P15/135Measuring acceleration; Measuring deceleration; Measuring shock, i.e. sudden change of acceleration by making use of inertia forces using solid seismic masses with conversion into electric or magnetic values by making use of contacts which are actuated by a movable inertial mass
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    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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    • H01H35/14Switches operated by change of acceleration, e.g. by shock or vibration, inertia switch

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate und insbesondere solche Vorrichtungen zur Erfassung einer Fahrzeugverzögerung zur Aktivierung von Insassen- Sicherheitsrückhalte-Gurtstrammvorrichtungen.
  • Bei einem Fahrzeugsicherheitsrückhaltesystem wird gewöhnlich für den Benutzer des Sitzes ein Sicherheitsgurt bereitgestellt, der einen Hüftteil aus Gurtband umfaßt, der von einem Verankerungspunkt quer über die Hüfte des Insassen zu einer Verschlußzunge und danach von der Verschlußzunge diagonal über den Oberkörper des Insassen und über einen D-Ring in Schulterhöhe zu einem verzögerungssensitiven Aufroller verläuft. Ein derartiger Aufroller wird als Reaktion auf eine Gurtband- und/oder Fahrzeugerfassung entsprechend einer abnormalen Änderungsrate der Fahrzeuggeschwindigkeit verriegelt. Bei einem modernen Sicherheitsgurtaufroller handelt es sich um einen reibungsarmen Mechanismus, der nur eine leichte Wiederaufrollfeder erfordert. Dies trägt zu optimalem Komfort des Insassen bei, bedeutet aber, daß das Gurtband des Sicherheitsgurts möglicherweise nur leicht an dem Körper des Insassen anliegt. Zur Minimierung einer Vorwärtsbewegung eines Insassen nach der Verriegelung des Aufrollers ist es immer üblicher geworden, fahrzeugsensitive Mittel bereitzustellen, um eine Strammung des Gurtbands zu Beginn eines Aufprallzustands zu bewirken. Eine derartige Gurtstrammung kann zum Beispiel durch Mittel bewirkt werden, die auf den Aufroller wirken, oder durch Mittel, die zur Kürzung der Verschlußverankerung wirken.
  • Bei Gurtstrammern kann es sich um mechanische Vorrichtungen handeln, bei denen eine zusammengedrückte Feder eine Vorspannungskraft ausübt, oder andernfalls kann ein Gurtstrammer einen Kolben enthalten, der in einem Zylinder unter der Wirkung von sich entspannendem Gas beweglich ist.
  • In der Regel wird sich entspannendes Gas durch eine pyrotechnische Vorrichtung erzeugt, die durch eine mechanische oder elektrische Zündvorrichtung erregt wird. Mechanische Zündvorrichtungen können mit einem normalerweise festgehaltenen Zündglied versehen sein, das zum Auslösen eines Zündelements freigebbar ist, wenn vorbestimmte Fahrzeugverzögerungszustände erreicht sind. Als Alternative dazu kann die pyrotechnische Vorrichtung durch eine elektrische Verbindung von der Hauptbatterie des Fahrzeugs als Reaktion auf eine elektrische Erfassungsvorrichtung zum Schließen des Schaltkreises aktiviert werden.
  • Aus der DE 2 113 117 ist eine Erfassungsanordnung mit einer Trägheitsmasse bekannt, die zum Niedergedrückthalten eines Mikroschalterstößels federbelastet ist und den Stößel zur Aktivierung einer Fahrzeugsicherheitsvorrichtung freigibt, wenn die von einem Aufprall herrührende Verzögerung einer gegebenen Größe bewirkt, daß sich die Masse translatorisch von dem Stößel weg bewegt.
  • Des weiteren ist aus der FR 2 188 167 eine Erfassungsanordnung bekannt, bei der die Trägheitsmasse eine Kurvenfläche mitführt, die dahingehend wirkt, den Stößel eines Schalters als Reaktion auf eine vorbestimmte Geschwindigkeitsänderungsrate niederzudrücken.
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines verbesserten Erfassungsmittels, das ein elektrisches Signal liefern kann, wobei eine vorhersagbare Toleranzeinstellung des Änderungsratenwertes möglich und die Herstellung problemlos ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate bereitgestellt, die ein Gehäuse umfaßt, in dem eine träge Masse gegen die Kraft einer Kalibrierfeder beweglich ist, wobei die Bewegung der Masse dahingehend wirkt, einen normalerweise niedergedrückten Stößel eines Mikroschalters freizugeben, wenn eine vorbestimmte Geschwindigkeitsänderungsrate beibehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse in einem Führungskanal in dem Gehäuse beweglich angeordnet ist und eine Kurvenfläche mitführt, die normalerweise den Stößel des Mikroschalters niedergedrückt hält, wobei die Kurvenfläche durch die Bewegung der Masse gegen die Kalibrierfeder als Reaktion auf die vorbestimmte Geschwindigkeitsänderungsrate quer zum Stößel bewegt wird.
  • Ein Mikroschalter ist von Vorteil, da im niedergedrückten Zustand die von dem Betätigungsstößel oder -hebel ausgeübte Kraft bezüglich der im nicht niedergedrückten Zustand ausgeübten Kraft im niedergedrückten Zustand in der Regel relativ gering ist. Demgemäß kann eine vorhersagbare Toleranz der gesamten Erfassungsvorrichtung allein durch Auswählen der Kalibrierfeder leicht ziemlich eng einstellen.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung und zu deren leichterer Ausführung wird sie im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher beschrieben; es zeigen:
  • Figur 1 zwei als Schnitt ausgeführte schematische Ansichten einer Rate eines in einem Rohr angebrachten Geschwindigkeitsänderungssensors nach dem Stand der Technik;
  • Figur 2 eine weggeschnittene Teilansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Geschwindigkeitsänderungsratensensors;
  • Figur 3 eine andere Ausgestaltung eines Geschwindigkeitsänderungsratensensors von Figur 2;
  • Figur 4 eine Modifikation der Figuren 2 und 3;
  • Figur 5 einen Gurtbandaufroller eines Sicherheitsgurts, der einen Gurtstrammer mit einem Geschwindigkeitsänderungsratensensor enthält; und
  • Figuren 6 und 7 Geschwindigkeitsänderungsraten sensoren mit integrierter Energiequelle.
  • Auf Figur 1 der Zeichnung Bezug nehmend, umfaßt die Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate einen allgemein zylindrischen Formkörper 1 aus Kunststoff mit einem Kanal 2, der so dimensioniert ist, daß er eine eine Stahlkugel 3 umfassende träge Masse lose aufnehmen kann. Auf einer Seite der Kugel 3 nimmt das Kunststofformteil einen elektrischen Mikroschalter 5 auf, der so positioniert ist, daß die Kugel am Mikroschalterstößel ruhen kann. Auf der anderen Seite der Kugel 3 befindet sich eine zusammengedrückte Kalibrierfeder 4 zwischen dem Kunststofformteil und der Kugel. Die Kalibrierfeder 4 ist so ausgewählt, daß sie einerseits auf die Kugel eine ausreichende Kraft ausübt, so daß der Mikroschalterstößel normalerweise niedergedrückt gehalten wird, und andererseits durch die Trägheitskraft der Kugel durchgebogen werden kann, wenn eine vorbestimmte Verzögerung in einem den Sensor tragenden Körper in Richtung des Pfeils 7 auftritt.
  • Ein Durchbiegen der Feder 4 führt dadurch zum Schließen eines elektrischen Schaltkreises durch den Mikroschalter.
  • Der Sensor wird durch Einführen des Mikroschalters 5, der Feder 4 und der trägen Masse 3 in den Kanal 2 und dann Schieben der Anordnung in ein äußeres Rohr 6 zur Anordnung darin durch einen Durchgangsstift 8 montiert.
  • Der oben beschriebene Sensor kann in ein Rohr pyrotechnischer oder anderer Art der Gurtstrammvorrichtung montiert und so elektrisch verdrahtet werden, daß das Gurtstrammer-Betätigungsglied bei Schließen eines elektrischen Schaltkreises durch den Mikroschalter betätigt wird. Bei einer pyrotechnischen Vorrichtung erfolgt dies durch elektrische Zündung, aber bei einer mechanischen Vorrichtung kann ein Elektromagnet eine Federfreigabeklinke betätigen, um eine Stoßzündung auszulösen.
  • In Figur 2 wird eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeigt. Bei dieser Ausführungsform wird der Mikroschalter 9 durch eine Kurve 10 in niedergedrückter Position gehalten. Die Kurve 10 ist Teil einer trägen Masse 11. Bei dieser Ausführungsform umgibt die träge Masse 11 den Mikroschalter 9. Bei einer Beschleunigung über eine vorbestimmte Höhe bewegt sich die träge Masse 11 im Rohr 12 gegen die Kraft einer Kalibrier-Druckfeder 13.
  • Die verschiebbare träge Masse 11 wird zwischen der Druckfeder 13 und einem Endanschlag 14 axial fest im Rohr positioniert festgehalten, wobei die Feder selbst zwischen der Masse 11 und einem weiteren Endanschlag zusammengedrückt gehalten wird und durch geeignete zylindrische Vorsprünge 16 bzw. 17 in ihrer Position angeordnet wird. Die Fläche 10a der Kurve 11 ist U- förmig, um eine Ausrichtung auf den Stößel 9a des Mikroschalters aufrechtzuerhalten, wobei letzterer an einer eine (nicht gezeigte) Öffnung im Rohr 12 bedeckende Seitenplatte angebracht ist. Nachdem sich die träge Masse 11 über eine vorbestimmte Strecke in Richtung des Pfeils bewegt hat, gibt sie den normalerweise niedergedrückten Stößel 9a des Mikroschalters 9 frei. Dadurch wird ein elektrischer Schaltkreis durch den Mikroschalter geschlossen und die Gurtstrammvorrichtung wird gezündet.
  • Ein Vorteil der Ausführungsform nach Figur 2 besteht darin, daß bei gegebener Gesamthüllfläche eine viel größere träge Masse als in Figur 1 verwendet werden kann. Dieses Merkmal gestattet die Verwendung einer größeren Kalibrierfeder, wodurch die prozentuale Änderung der Freigabeschwelle aufgrund von Bauteiländerungen verringert wird.
  • Die Kurve 10 ist zwar einstückig mit der trägen Masse 11 ausgebildet, kann jedoch auch ein daran befestigtes separates Bauteil sein. In letzterem Fall kann eine standardmäßige Masse zusammen mit einer aus einem standardmäßigen Sortiment von alternativen Kurvenformen ausgewählte Kurve verwendet werden. Die Masse und die Kurve können auch aus verschiedenen Materialien hergestellt sein. Eine Masse aus Stahl kann verwendet werden, um eine große Masse in einem kleinen Raum bereitzustellen, zusammen mit einer Kurve aus Kunststoff, um eine reibungsarme Fläche zum Gleiten am Mikroschalterstößel bereitzustellen.
  • Bei bestimmten Anwendungen kann es wünschenswert sein, daß die gleiche Erfassungsvorrichtung empfindlich für vorbestimmte und möglicherweise verschiedene Verzögerungsraten aufgrund von (beispielsweise) Frontalaufprallen und Beschleunigung aufgrund von (beispielsweise) Heckaufprallen ist. Natürlich ist der Einsatz von zwei Erfassungsvorrichtungen, wie die oben beschriebene, möglich, die nebeneinander angebracht sind; bei einer Verbesserung oder Modifikation, wie zum Beispiel in Figur 3 dargestellt, kann die Erfassungsvorrichtung nach Figur 2 so modifiziert sein, daß sie die bewegliche träge Masse 21 und die Kalibrierfeder 23 in einer inneren Kapsel 26 aufnimmt, die selbst in dem äußeren Rohr 22 in einer entgegengesetzten Richtung gegen die entgegenwirkende Kraft einer weiteren Kalibrierfeder 28 verschiebbar ist. Der Mikroschalter 29 ist nunmehr an einer eine (nicht gezeigte) Öffnung des äußeren Rohrs 22 bedeckenden Seitenplatte angebracht und ragt durch ein offenes Fenster in der Seite der Kapsel 26 vor, um, wie oben, mit der trägen Masse 21 zusammenzuwirken. Die Endkappen 30 und 31 dienen dazu, die Kapsel 26 in dem äußeren Rohr zu halten, wobei die Kalibrierfeder 28 unter geeignetem Druck steht.
  • Im Betrieb bestimmt die Kalibrierfeder 23 die vorbestimmte Verzögerung in einer Richtung, und die Feder 28 bestimmt eine vorbestimmte Verzögerung in der entgegengesetzten Richtung, bei der der Mikroschalter aktiviert wird, um seine Kontakte herzustellen und eine pyrotechnische Vorrichtung zu zünden.
  • Bei einer Modifikation der Erfassungsvorrichtung nach Figur 1, Figur 2 oder Figur 3 kann die träge Masse so ausgeführt sein, daß sie eine elektrische Batterie aufnimmt, die mit (nicht gezeigten) Ausgangsleitungen zu einer über den Mikroschalter zu aktivierenden pyrotechnischen oder anderen Vorrichtung verbunden werden kann. Hier bildet die Masse der elektrischen Batterie einen Teil der trägen Masse.
  • Bei einer weiteren Modifikation der Vorrichtung nach Figur 2 oder Figur 3 kann die Fläche 9a der Kurve nach Figur 2, die den Mikroschalterstößel in Eingriff nimmt, eine gewellte oder periodische Form aufweisen, wie in Figur 4 gezeigt. Während der Bewegung schaltet der Mikroschalter daher periodisch zwischen Ein- und Aus- Zuständen. Dadurch kann ein zusätzlicher elektronischer Schaltkreis die Anzahl oder Rate von Schaltvorgängen zählen, um eine Diskriminierung zwischen Vorfällen (Aufpralle und Vorfälle "ohne Brand"), bei denen eine Betätigung des Gurtstrammers erforderlich ist, und Vorfällen, wie zum Beispiel ruckartigen Verstellungen des Fahrzeugsitzes, bei denen keine Betätigung des Gurtstrammers erforderlich ist, zu bewirken.
  • Die vorhergehend beschriebenen Erfassungsvorrichtungen sind in zylindrischen Rohren untergebracht, wobei sie jeweils in einem Gehäuse rechteckigen Querschnitts angeordnet sein können. Bei der Vorrichtung nach der Figur 2 oder Figur 3 kann dieses mit einer den Mikroschalter umgebenden allgemein rechteckigen trägen Masse ausgeführt sein, die in dem rechteckigen Gehäuse verschiebbar geführt wird.
  • Bei den vorhergehend beschriebenen Beispielen der Erfindung weist der Erfassungsmechanismus eine Form auf, die zur Verwendung in Verschluß-Gurtstrammern besser geeignet ist, jedoch kann für an Gurtbandaufrollern vorgesehene Gurtstrammer das gleiche Konzept verwendet werden.
  • Auf Figur 5 Bezug nehmend, umfaßt ein Gurtbandaufroller eines Sicherheitsgurtes einen Rahmen 41 zur Befestigung an das Chassis eines Fahrzeugs neben einem jeweiligen Insassensitz. Der Rahmen weist die Teile 42 und 43 auf, zwischen denen eine Gurtbandrolle 4 drehbar angebracht ist. Die Seite 42 enthält einen Fahrzeug- und Gurtbanderfassungsmechanismus bekannter Form, der zur Verriegelung der Rolle gegen Ausziehen des Gurtbands im Falle des Auftretens einer vorbestimmten Gurtband- bzw. Fahrzeuggeschwindigkeitsände rungs rate wirken kann. Die Seite 43 enthält eine (nicht gezeigte) Wiederaufrollfeder, die auf die Rolle eine leichte Spannung ausübt, die in der Regel zum Wiederaufrollen ausgezogenen Gurtbands 45 zurück auf die Rolle ausreicht, wenn es von dem Benutzer des Sitzes freigeben wird. Des weiteren enthält die Seite 43 eine pyrotechnische Gurtstrammvorrichtung, die einen Zylinder 46 umfaßt, der einen Kolben 47 enthält, welcher, wenn er durch den Druck eines sich darin nach der Zündung eines (nicht gezeigten) pyrotechnischen Elements entspannenden Gases getrieben wird, nach oben verschiebbar ist. Eine derartige Aufwärtsbewegung des Kolbens wird dann über ein Kabel und ein Kupplungsmechanismus in eine Drehung der Spule 44 in Gurtband-Wiederaufrollrichtung umgewandelt. Ein derartiger Mechanismus ist im allgemeinen wohlbekannt, jedoch ist gemäß dem vorliegenden Beispiel der Erfindung der Aufroller des weiteren mit einer unabhängigen elektromechanischen Erfassungs- und Zündvorrichtung 48 versehen.
  • Auf Figur 6 Bezug nehmend, umfaßt die Erfassungsvorrichtung 48 ein Gehäuse 49, das, falls erforderlich, einstückig mit der einen oder anderen Seitenabdeckung des Aufrollers aus Kunststoff geformt werden kann. Das Gehäuse 49 enthält eine verschiebbare Masse 50, die so geführt wird, daß sie parallel zur Ebene der Zeichnung in Richtung des Pfeils verschiebbar ist, und die normalerweise durch die Kraft einer Kalibrierfeder 56 gegen einen Anschlag 51 gehalten wird. Die Masse so ist mit einer inneren Aussparung oder Öffnung versehen, um einen Mikroschalter 52 zu umfassen, wobei das Innenprofil 53 von 50 derart ist, daß der Mikroschalterstößel 54, wie bei zuvor beschriebenen Ausführungsformen, normalerweise niedergedrückt gehalten wird, um die Mikroschalterkontakte geöffnet zu halten. Eine Bewegung von 50 bezüglich des Gehäuses 49 nach links aufgrund schneller Verzögerung des Gehäuses führt jedoch dazu, daß der das Profil 53 abtastende Stößel ein Anheben zum Schließen der Schalterkontakte gestattet. Des weiteren ist in dem Gehäuse 48 eine Lithium- oder andere geeignete galvanische Zelle 55 langer Lebensdauer angebracht, die mit dem Mikroschalter in Reihe geschaltet ist, um die (nicht gezeigte) pyrotechnische Vorrichtung des Gurtstrammers (6, 7) über die Leitungen 16 elektrisch zu zünden, wenn der Schaltkreis durch den Schalter 52 so geschlossen wird.
  • Bei einer alternativen Ausführung, wie sie in Figur 7 dargestellt ist, ist die galvanische Zelle 55 selbst an der verschiebbaren Erfassungsmasse 50 angebracht, wodurch sie zu deren Trägheitsmoment zur Erfassung einer vorbestimmten Geschwindigkeitsänderungsrate beiträgt.
  • Im Betrieb funktioniert der Aufroller nach Figur 6 oder 7 normalerweise auf herkömmliche Weise und erfaßt übermäßige Geschwindigkeitsänderungsraten des Herausziehens des Gurtbands oder erfaßt vorbestimmte Änderungsraten der Fahrzeuggeschwindigkeit zur Verriegelung der Aufrollerrolle. Jedoch reichen derartige Änderungsraten der Fahrzeuggeschwindigkeit nicht aus, eine bedeutende Bewegung der Masse 50 der elektromechanischen Erfassungsvorrichtung 48 zu bewirken. Bei Auftreten einer höheren Geschwindigkeitsänderungsrate des Fahrzeugs, die den Beginn einer Aufprallsituation anzeigt, bewegt sich die Masse 50 gegen die Kraft der Kalibrierfeder 56 und gestattet ein Anheben des Mikroschalterstößels 54 und dadurch ein Schließen der Schalterkontakte zum Schließen des Schaltkreises zur pyrotechnischen Vorrichtung. Ein Zünden der letzteren spannt deshalb das Gurtband um den Insassen herum.
  • Bei einer Modifikation der Erfassungsvorrichtung nach Figur 6 oder Figur 7 kann die den Stößel 54 des Mikroschalters in Eingriff nehmende Kurvenfläche gewellt sein, wie oben unter Bezugnahme auf Figur 4 beschrieben.

Claims (6)

1. Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate, die ein Gehäuse (6; 12; 22) umfaßt, in dem eine träge Masse (3; 11; 21) gegen die Kraft einer Kalibrierfeder (4; 13; 23) beweglich ist, wobei die Bewegung der Masse dahingehend wirkt, einen normalerweise niedergedrückten Stößel eines Mikroschalters (5; 9; 29) freizugeben, wenn eine vorbestimmte Geschwindigkeitsänderungsrate beibehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse (11; 21) in einem Führungskanal in dem Gehäuse (12; 22) beweglich angeordnet ist und eine Kurvenfläche mitführt, die normalerweise den Stößel (9a; 29a) des Mikroschalters (9; 29) niedergedrückt hält, wobei die Kurvenfläche (10a) durch die Bewegung der Masse gegen die Kalibrierfeder als Reaktion auf die vorbestimmte Geschwindigkeitsänderungsrate quer zum Stößel (9a; 29) bewegt wird.
2. Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse (21) aus einer normalen Position in dem Gehäuse in zwei Richtungen bewegt werden kann, wobei die Bewegung in die eine Richtung gegen die Kraft der Kalibrierfeder (23) verläuft und die Bewegung in die andere Richtung gegen die Kraft einer weiteren Kalibrierfeder (28) verläuft, um den normalerweise niedergedrückten Stößel (29a) des Mikroschalters freizugeben
3. Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse ein Rohr (6; 12; 22) umfaßt.
4. Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse gegen die Feder in einem weiteren Rohr in dem Gehäuse verschiebbar ist und das weitere Rohr und die Masse zusammen in dem Gehäuse gegen die weitere Feder verschiebbar sind.
5. Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse eine in Reihe mit dem Mikroschalter an die Ausgangsleitungen anschließbare elektrische Batterie enthält.
6. Vorrichtung zur Erfassung der Geschwindigkeitsänderungsrate nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Batterie einen Teil der trägen Masse bildet.
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