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Die vorliegende Erfindung betrifft Hosen, insbesondere Hosen mit einer hervorragenden
Bewegungsfunktion und ästhetischen Wirkung, insbesondere eine Verbesserung bislang
bekannter geraffter bzw. gekräuselter bzw. elastischer Hosen, sowie ein Verfahren zu
ihrer Herstellung.
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Es gibt Hosen, die für das Schifahren, Reiten, Golfspielen, Motorradfahren, Radfahren
u.dgl. geeignet sind, und es wurden einige Hosen vorgeschlagen, die zur Gänze oder
teilweise aus einem elastischen Stoff zur Verbesserung ihrer Bewegungsfunktion
bestehen, siehe z.B. die japanischen Gebrauchsmuster-Registrierungsveröffentlichungen
Nr.52-3.813, 56-1.683, 60-6.402, 62-11.923, 62-11.924 usw. Da sie ein besonderes
elastisches Gewebe und ein schwieriges Nähverfahren erfordern, ist die Herstellung der
meisten von ihnen mit Nachteilen verbunden, z.B. mit hohen Produktionskosten und
mit einer Zunahme der Ermüdung des Trägers, die auf die enge Paßform
zurückzuführen ist, die durch das elastische Gewebe auf den Körper ausgeübt wird,
wodurch der Tragekomfort beeinträchtigt wird. Außerdem sind die meisten dieser
Hosen Sporthosen, die als Heim-, Freizeit- oder Bürobekleidung ungeeignet sind.
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Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, diese Probleme zu lösen und
kostengünstige Hosen beliebiger Größe bereitzustellen, die sich zur Verwendung als
Heim-, Freizeit- oder Bürobekleidung eignen, für angenehmen Tragekomfort sorgen,
ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken, ein hervorragendes optisches
Erscheinungsbild bieten und leicht zu pflegen sind. In der offengelegten japanischen
Gebrauchsmuster-Registrierungsanmeldung Nr.63-1 70.41 2 schlug der Erfinder geraffte
Hosen vor, die zumindest zwei, vorzugsweise vier Raffungen pro Hosenbein an
symmetrischen Positionen in bezug auf den Querschnitt des Hosenbeins aufweisen,
wobei sich die Raffungen von der Stulpe des Hosenbeins bis zur Saumlinie des Bunds
oder des Schritts der Hosen erstrecken.
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In einer bevorzugten Ausführungsform solcher herkömmlicher geraffter Hosen wie in
Figuren 5 und 6 werden ein Stoff 21 der Vorderhälfte und ein Stoff 22 der hinteren
Hälfte, die ein Hosenbein bilden, geschnitten, um eine Länge von etwa 130-160% der
Standardlänge von Hosen zu besitzen, und miteinander vernäht. Dann werden die
zusammengenähten Hosen entlang der vorderen und hinteren Mittellinien 23 und 24,
der Seitennähte 25 und 25 und der Innennähte 26 und 26 mit vier Raffungen pro
Hosenbein versehen, um die Länge der Hosen durch Zusammenziehen auf die
Standardgröße zu verkürzen. Obwohl diese gerafften Hosen die beabsichtigten Ziele im
allgemeinen erreichten, ergaben sich bei der tatsächlichen Fertigung einige
Schwierigkeiten.
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Da die oben beschriebenen herkömmlichen gerafften Hosen nämlich aus einem viel
längeren Stoff bestehen, als dies bei herkömmlichen Hosen der Fall ist, und sie gerafft
werden, um einheitliche, horizontale Falten über die gesamte Hose zu bilden, kann die
Funktion der Hosen je nach Abschnitt ziemlich eingeschränkt sein. Beispielsweise ist (a)
an der Hosenschlitz-Vorderseite um eine Schlitztasche od.dgl. herum ein Nähvorgang
aufgrund der Raffungen schwierig durchzuführen, sodaß der Stoff vorher in Abschnitten
zusammengezogen werden muß, wo Schlitztaschen, Seiten schlitze, Zippverschlüsse,
Zippverschlußabdeckungen oder Hosenschlitz-Vorderseiten vorgesehen oder
zusammengenäht sind, wobei die Arbeit sehr zeitaufwendig ist und das äußere
Erscheinungsbild beeinträchtigt wird; (b) wenn eine Raffung vor allem entlang der
Innennähte vorhanden ist, ist bei der Einstellung der Zusammenziehungskraft eines
Raffbands besonderes Geschick erforderlich, wobei durch unsachgemäße Einstellung
der Schrittabschnitt zu locker und lose wird, sodaß die Körperform des Trägers seltsam
anmutet; (c) man kann allgemein den Eindruck bekommen, daß die durch die Raffungen
gebildeten Falten so zahlreich sind, daß man sich zu rasch an den Stil gewöhnt; (d) die
notwendige Länge des Stoffs muß zur Bildung der Raffungen extrem gesteigert werden,
wodurch die Produktionskosten anwachsen. Aus den obigen Gründen erhöhen die
zahlreichen Abschnitte, die die Nähvorgänge schwierig machen, und die zahlreichen
vorzunehmenden Raffungen die Näh- und Herstellungskosten.
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Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, geraffte Hosen problemlos und wirtschaftlich
bereitzustellen, die ein verbessertes und optisch ansprechenderes Aussehen aufweisen,
ohne die Vorteile der herkömmlichen gerafften Hosen zu schmälern, sowie die oben
beschriebenen Probleme mit herkömmlichen gerafften Hosen zu eliminieren. Ein
weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, modische und mit einer Vielfalt an Stilen
entworfene geraffte Hosen bereitzustellen, die fast keinen Einschränkungen in bezug auf
das Entwerfen und die Auswahl von Materialien unterliegen, indem die Anzahl an
Raffungen minimiert wird.
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Die vorliegende Erfindung umfaßt geraffte Hosen, umfassend ein Paar Hosenbeine, die
durch eine Vordernaht oder einen Vorderschlitz und eine Schrittnaht begrenzt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Hosenbeine zwei äußere Viertel, die durch eine
vordere oder hintere Mittelliniennaht und eine Seitennaht definiert sind, und zwei
innere Viertel, die durch die vordere oder hintere Mittelliniennaht, eine Innennaht und
die Vordernaht oder den Vorderschlitz oder die Schrittnaht definiert sind, umfaßt, wobei
die vier Viertel bei gedehnten Schnittmustern die Form einer gekrümmten Fläche
aufweisen, welche gekrümmte Flächenform die Seitennaht, die eine Länge besitzt, die
mit einer Standardlänge der Hosen übereinstimmt, oder die Innennaht, die eine Länge
besitzt, die mit einer Standard-Unter-Schritt-Länge übereinstimmt (als kurzen
Innenbogen), und die Mittelliniennähte, die eine Länge besitzen, die 110-160% der
Länge der Seitennaht beträgt (als langen Außenbogen) aufweist, welche
Mittelliniennähte entlang der gesamten Länge mit einer Raffung darauf versehen sind
und durch die Raffung zu einer Länge zusammengezogen werden, die in einem
spannungslosen Zustand im wesentlichen gleich ist wie die Länge der Seitennaht.
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Ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen gerafften Hosen umfaßt die
folgenden Schritte:
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(a) Herstellen zweier Gruppen an Schnittmusterstoffen für eine Hose in einer
spiegelbildlichen Beziehung zueinander, wobei jede Gruppe vier sich längsseitig
erstreckende Viertel eines Hosenbeins umfaßt, wobei die vier Viertel vordere und
hintere, äußere und innere Viertel sind, das Ausbilden jedes von ihnen in eine Form
einer gekrümmten Ebene in ihrem gedehnten Schnittmuster, mit einem inneren kurzen
Bogen und einem äußeren langen Bogen mit einer Länge im Bereich von 110-160 %
einer Hosen-Standardlänge, wobei der kurze Bogen für die inneren Viertel eine
Standard-Unter-Schritt-Länge besitzt und der kurze Bogen für die äußeren Viertel eine
Standard-Hosenlänge besitzt;
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(b) das Vernähen der vorderen äußeren und inneren Viertel bzw. der hinteren äußeren
und inneren Viertel an den langen Bögen, um vordere und hintere Hälften zu bilden,
die mit einer Längs-Mittelliniennaht entlang des langen Bogens versehen sind;
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(c) das Bilden einer Raffung auf und entlang der gesamten Länge der Mittelliniennähte,
um diese zusammenzuziehen, sodaß sie in einem spannungslosen Zustand eine
scheinbare Länge besitzen, die im wesentlichen die gleiche ist wie die Standardlänge
der Hose;
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(d) das Kombinieren der so gebildeten gerafften hinteren Hälfte eines Hosenbeins mit
einer anderen ähnlichen Hälfte in einer spiegelbildlichen Beziehung damit am Schritt,
um eine hintere Hosenhälfte zu bilden; und
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(e) das Vernähen eines Paars der gerafften vorderen Hälften von Hosenbeinen mit der
hinteren Hosenhälfte an korrespondierenden kurzen Bögen, um Innennähte und
Außennähte zu bilden.
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In der vorliegenden Beschreibung und den Patentansprüchen bedeutet der Ausdruck
"Raffen" das Zusammenziehen von Stoff in einem spannungslosen Zustand, indem der
Stoff entlang einer Stepplinie gezogen und mit einem länglichen elastischen
Regulierband wie z.B. einem Gummifaden od.dgl. unter Spannung gesteppt wird.
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Die obigen und andere Ziele, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen in
Verbindung mit den beigelegten Abbildungen, worin:
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Fig.1 eine Draufsicht eines gedehnten Schnittmusters der Stoffteile der
erfindungsgemäßen gerafften Hose ist;
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Fig.2 eine Draufsicht einer vorderen und hinteren Hälfte eines Hosenbeins ist, die durch
das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren für geraffte Hosen erzeugt werden;
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Fig.3 eine Draufsicht einer hinteren Hälfte der gerafften Hose ist, die durch das
erfindungsgemäße Herstellungsverfahren für geraffte Hosen erzeugt wird;
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Fig.4 eine Schrägansicht einer fertiggestellten erfindungsgemäßen gerafften Hose ist;
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Fig.5 eine Draufsicht eines gedehnten Schnittmusters von Stoffteilen einer bekannten
gerafften Hose ist;
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Fig.6 eine Schrägansicht einer fertiggestellten bekannten gerafften Hose ist.
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In Fig.1, die ein gedehntes Schnittmuster von Stoffteilen eines Hosenbeins der
erfindungsgemäßen Hose zeigt, sind eine vordere Hälfte F und eine hintere Hälfte R des
Hosenbeins entlang Längs-Mittellinien 5 bzw. 6 in ein vorderes äußeres Viertel 1 und
ein vorderes inneres Viertel 2 bzw. ein hinteres äußeres Viertel 3 und ein hinteres
inneres Viertel 4 unterteilt. Für ein Hosenbein werden zwei Gruppen solcher Stoffteile
in spiegelbildlicher Beziehung zueinander hergestellt.
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Diese sich längsseitig erstreckenden Viertel 1, 2, 3 und 4 werden als Stoffteile zu einer
bogenförmig gekrümmten Ebene mit einer Mittellinienseite 5 oder 6 als äußerer langer
Bogen und einer Seitennahtseite 7 oder Innennahtseite 8 als innerer kurzer Bogen im
gedehnten Schnittmuster geformt.
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Die Seitennahtseite 7 besitzt eine Länge, die einer Standard-Hosenlänge entspricht,
nämlich einer Unter-Gürtel länge der Hose, die an die Größe des Trägers angepaßt ist.
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Die Innennahtseite 8 besitzt eine Länge, die einer Standard-Unter-Schrittlänge
entspricht, die sich vom unteren Ende des Schritts 10 bis zu einer Stulpe 11 des
Hosenbeins gemäß der Größe des Trägers erstreckt.
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Die Krümmung der gebogenen Form wird so bestimmt, daß die Länge der
Mittellinienseiten 5 und 6 im Bereich von 110-160% der Länge der Seitennahtseite 7
liegt, obwohl dies von der Breite des Hosenbeins und dem vorgesehen Streckungs- und
Zusammenziehungsausmaß des Raffens abhängt. Innerhalb des obigen Bereichs kann
die gebogene Form bogenförmig, ein Teil einer Ellipse, parabolförmig od.dgl. sein,
wobei das Ausmaß des Zusammenziehens durch Raffung in Längsrichtung entsprechend
geändert wird.
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Wie aus Fig.2 ersichtlich, werden das vordere äußere Viertel 1 und das vordere innere
Viertel 2 sowie das hintere äußere Viertel 3 und das hintere innere Viertel 4 an ihren
Mittellinienseiten 5 bzw. 6 miteinander vernäht, um eine Vorderhälfte F und eine
Hinterhälfte R eines Hosenbeins zu erhalten; anschließend wird auf und entlang der
gesamten Länge jeder Mittellinie 5 oder 6 eine Raffung 12 mit einem elastischen
Regulierband vorgenommen, dessen zusammengezogene Länge so bestimmt wird, daß
es im wesentlichen die gleiche Länge aufweist wie jene der Seitennahtseite 7. Man
beachte, daß der Ausdruck "im wesentlichen die gleiche Länge" auch Längen umfaßt,
die sich etwas voneinander unterscheiden, soferne die Mittellinie die Hose nicht
übermäßig lose erscheinen läßt, sie spannt bzw. ihr optisches Erscheinungsbild
beeinträchtigt oder ihre Bewegungsfunktion einschränkt.
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Wie aus Fig.3 ersichtlich, werden die somit geraffte hintere Hälfte R eines aus den
Vierteln 3 und 4 bestehenden Hosenbeins und eine zweite, getrennt gebildete ähnliche
Hälfte R' in spiegelbildlicher Beziehung zueinander am Schritt 10 miteinander vernäht,
um eine hintere Hosenhälfte zu bilden. Dann werden die geraffte Vorderhälfte F eines
Hosenbeins, bestehend aus den Vierteln 1 und 2 und eine weitere, getrennt gebildete
ähnliche Hälfte in symmetrischer Beziehung dazu mit der Vorderseite der obigen
hinteren Hosenhälfte an korrespondierenden Innennahtseiten 8 bzw. Außennahtseiten 7
zu einem einstückigen Hosenpaar vernäht. Die gerafften vorderen Hälften der
Hosenbeine können entweder an der vorderen Naht 9 miteinander verbunden werden
oder unvernäht bleiben, um einen vorderen Schlitz zu bilden, der vor dem Vernähen
mit der hinteren Hosenhälfte mit dem Hosenschlitz-Vorderteil oder der
Zippverschlußabdeckung versehen werden muß.
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In Fig.4 kann ein Haupt-Hosenkörper, der wie oben hergestellt wird, mit einem Bund 13
und - falls erforderlich - mit Schlaufen 14 auf den Stulpen versehen werden. Es ist
wünschenswert, zumindest einen Teil des Bunds 13 aus elastischem Material 15 zu
erzeugen.
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Die so entstandene erfindungsgemäße geraffte Hose ist mit Raffungen versehen, die sich
von den Stulpen 11 oder nahe davon bis hinauf zur Nahtine des Bunds 13 auf und
entlang der gesamten Länge der vorderen und hinteren Mittellinie 5 und 6 fortlaufend
erstrecken. Da die Seitennähte, Innennähte, die Schrittnaht, die Vordernaht usw.
herkömmliche Nähte ohne Raffungen oder Zusammenziehungen sind, können diese
Teile leicht beispielsweise mit Seitenzippverschlüssen auf den Stulpen, Schlitztaschen
oder Seitenschlitzen auf beiden Seiten der Taille od.dgl. in gleicher Weise wie bei
normalen Hosen versehen werden.
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Als bevorzugtestes Beispiel elastischer Regulierbänder, die in der vorliegenden
Erfindung zu verwenden sind, kann man die sogenannten "weichen elastischen Borten"
mit einer Breite von 4-8 mm und einer geeigneten Zusammenziehkraft verwenden, die
üblicherweise als Nähmaterial verwendet werden. Eine übermäßig große
Zusammenziehkraft könnte beim Anziehen der Hose deren Bewegungsfunktion
einschränken. Wenn hingegen die Zusammenziehkraft zu gering ist, kann sich das
Regulierband gegen die Steifigkeit oder Elastizität des Hosenstoffs nicht
zusammenziehen.
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Als Gewebe für die erfindungsgemäße geraffte Hose eignen sich fast alle
herkömmlichen geschmeidigen Hosengewebe, da die Zahl der Raffungen auf zwei pro
Hosenbein beschränkt ist. Es ist aufgrund der ästhetischen Wirkung vorzuziehen,
glänzende Stoffe zu verwenden, um dadurch die wellige Beschaffenheit des Stoffs zu
unterstreichen. Die Verwendung elastischer Gewebe, z.B. gewebter oder gestrickter
Stoffe mit texturierten Garnen, Polyurethangarnen, gemischten Gummigarnen usw. mit
wiederherstellbarer Streckbarkeit in Ketten- und/oder Schußrichtung kann gemeinsam
mit der Konfigurationselastizität der Raffungen die Bewegungsfunktionen weiter
verbessern.
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Die erfindungsgemäßen gerafften Hosen behalten ihre Form sehr gut bei, da sie aus
vorderen und hinteren, äußeren und inneren Vierteln bestehen, die zu Bogenformen
geschnitten und vernäht werden und dann nur auf und entlang der Mittellinien mit
Raffungen versehen werden, wo die längeren Außenbögen der äußeren und inneren
Viertel zusammenstoßen; auf und entlang der Seitennähe, Innennähte, der Schrittnaht
und der Vordernaht werden sie nicht mit Raffungen versehen.
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Die Raffungen, die sich von den Stulpen oder nahe davon bis hinauf zur Nahtlinie des
Bunds auf und entlang der gesamten Länge der vorderen und hinteren Mittellinien der
Hosenbeine fortlaufend erstrecken, dienen dazu, bei angezogener Hose eine
entsprechende Anzahl an horizontalen Falten fast einheitlicher Größe über die gesamte
Länge zu bilden. Da die Raffungen über die gesamte Länge der vorderen und hinteren
Mittellinien vorgesehen sind, stehen sie in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander
und ziehen sich zusammen, um eher unregelmäßige, doch horizontal verlaufende
Falten zu bilden.
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Ein relativ elastisches Gewebe kann die Falten eleganter erscheinen lassen. Ein
glänzender Stoff kann der Hose modischen Schick verleihen.
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Die erfindungsgemäße geraffte Hose beeinträchtigt dank einer entsprechenden
Elastizität des Regulierbands und einer konfiguralen Elastizität der durch die
Regulierbänder gestützten Gewebe keinesfalls die Bewegungsfreiheit, z.B. Biege- und
Streckbewegungen der Beine oder der Taille des Trägers od.dgl. Außerdem empfindet
der Träger der erfindungsgemäßen gerafften Hose zum Unterschied von herkömmlichen
Hosen, die nur aus strukturell elastischem Gewebe bestehen, kein Gefühl der Enge.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der bislang bekannten gerafften Hose
(geoffenbart in der offengelegten japanischen Gebrauchsmuster-
Registrierungsanmeldung Nr.63-170.412) wird ein viel längerer Hosenstoff verwendet
als bei Standardhosen und auf und entlang der gesamten Länge der vorderen und
hinteren Mittellinie, Seitennaht und Innennaht mit vier Raffungen pro Hosenbein
versehen, wodurch sich auf der gesamten Hose übermäßig viele Falten bilden. Im
Gegensatz dazu kann die erfindungsgemäße Hose, da keine Raffungen auf und entlang
der Seitennähe, Innennähte, Schrittnaht, Vordernaht u.dgl. vorhanden sind, eine eher
neutrale, doch sehr modische Wirkung erzielen, wobei die wunderschönen - aber
zahlenmäßig eingeschränkten - Falten bleiben, was auf das Zusammenwirken zwischen
der richtig ausgewählten Position und der begrenzten Anzahl an Raffungen
zurückzuführen ist. Das Aussehen der Hose wird durch das Nichtvorhandensein von
Raffungen auf der Hosenschlitz-Vorderseite, dem Schritt und auf beiden Seiten der
Beine verbessert, sodaß der Träger ein dauerhaftes, strapazierfähiges und ästhetisch
ansprechendes Kleidungsstück erhält.
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Außerdem war es aufgrund der störenden Raffungen schwierig, ein Hosenschlitz-
Vorderteil auf dem Vorderschlitz, Schlitztaschen oder Seitenschlitze auf den Seiten der
Taille, Stulpen-Zippverschlüsse u.dgl. auf herkömmlichen gerafften Hosen vorzusehen;
diese Elemente können jedoch auf der erfindungsgemäßen Hose leicht und sauber
eingefügt werden, wodurch man beim Entwerfen größere Freiheit hat.
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Die herkömmliche geraffte Hose braucht 130-160% des für normale Hosen
erforderlichen Stoffs, während die erfindungsgemäße Hose aus Schnittmustern besteht,
deren notwendige Stofflänge im Vergleich zu herkömmlichen gerafften Hosen stark
verringert werden kann. Die Herstellungskosten sinken mit der Verringerung der
notwendigen Stofflänge und der Zahl an Raffungen; die Durchführbarkeit der
Nähvorgänge wird erhöht.
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Da die erfindungsgemäße Hose auf und entlang der Innennähte und der Seitennähte,
insbesondere auf den Innennähten, keine Raffungen aufweist, verhindert man, daß der
Schrittabschnitt zu lose wird, sodaß die Zahl brauchbarer Stoffe steigt und die Breite der
Hosenbeine variiert werden kann.
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Neben den obigen Wirkungen besitzt die erfindungsgemäße Hose die gleichen Vorteile
wie die herkömmlichen gerafften Hosen.
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Die erfindungsgemäße geraffte Hose läßt sich leicht strecken und zusammenziehen,
wodurch die Bewegungsfreiheit nicht einmal dann eingeschränkt wird, wenn sich der
Träger hockt. Außerdem sorgt ein angenehmer Tragekomfort dafür, daß die Ermüdung
des Trägers stark verringert wird.
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Die großzügig geschnittene erfindungsgemäße Hose kann problemlos von etwas
fettleibigen Menschen getragen werden, soferne ihr Körpergewicht nicht zu sehr von
der Norm abweicht. Die Körperkonturen werden durch die Falten verwischt, die für
eine schlanke Silhouette des Trägers sorgen. Zudem erzielt die erfindungsgemäße Hose
dahingehend eine ansprechende optische Wirkung, als schöne Beine betont werden
und O- bzw. X-Beine normal erscheinen.
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Die erfindungsgemäße Hose weist im Gegensatz zu herkömmlichen Hosen keinerlei
Probleme wie Faltenbildung, Abflachen der Bügelfalte usw. auf, sie muß nicht gebügelt
werden und ist leicht zu waschen. Da man sie zusammengerollt transportieren oder im
Schrank aufbewahren kann, nimmt sie nicht viel Platz weg, erfordert keine Kleiderhaken
usw.
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Die erfindungsgemäße geraffte Hose eignet sich als Arbeits-, Heim- oder
Freizeitkleidung und kann außerdem Teil eleganter Straßenbekleidung sein.
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Wie bereits erwähnt, vermindert die erfindungsgemäße Hose die Vorteile
herkömmlicher geraffter Hosen in keiner Weise, sondern sie überwindet ihre Nachteile,
sie trägt zu einer Preisverringerung bei und ist herkömmlichen gerafften Hosen im
allgemeinen bei weitem überlegen.