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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Heizapparat, wie
einen Mikrowellenofen, bei dem der Heizvorgang aufgrund der Dichte des
Wasserdampfes und dergleichen, der von den in einer Kochkammer enthaltenen
Nahrungsmitteln austritt, ausgeführt wird.
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Beispielsweise wird bei einem Mikrowellenofen mit einer automatischen
Kochfunktion die Ausgangsleistung eines Magnetrons aufgrund der Dichte
eines Gases, wie Wasserdampf, das aus den zu kochenden Nahrungsmitteln
austritt, eingestellt. Um die Gasdichte zu fühlen, ist ein Gasfühler in
einem Auslaßkanal vorgesehen, über den das Gas aus der Kochkammer
ausströmt. Die Gasdichte wird durch ein von dem Gasfühler erzeugtes
elektrisches Signal gemessen. Eine solche Anordnung ist in JP-A-62-218734
beschrieben.
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Bei dem oben beschriebenen Gasfühler ist die Alkoholempfindlichkeit
auf einen relativ niedrigen Wert eingestellt, so daß der Gasfühler von dem
aus den Nahrungsmitteln austretenden Alkohol nicht beeinflußt wird. Sein
Widerstand variiert vielmehr entsprechend der Änderung der relativen
Feuchtigkeit infolge des aus den Nahrungsmitteln austretenden
Wasserdampfes, und hängt außerdem von der Temperatur ab. Folglich wird die
Ansteuerung des Magnetrons unterbrochen, wenn das Pegeländerungsverhältnis
des von dem Gasfühler erzeugten Signals, das heißt, das Verhältnis der
Pegeländerung des von dem Gasfühler erzeugten Signals zwischen dem
gegenwärtigen Zeitpunkt und dem Zeitpunkt des Beginns des Heizvorgangs,
einen vorgegebenen Wert erreicht. Wahlweise wird das Magnetron während
einer darauf folgenden Dauer angesteuert. Der Heizvorgang für die
Nahrungsmittel wird also automatisch ausgeführt.
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Während des Heizvorgangs werden die Änderungen der relativen
Feuchtigkeit infolge des Wasserdampfes und dergleichen, der aus den
Nahrungsmitteln austritt, jedoch sowohl durch die relative Feuchtigkeit in
der Umgebung, in der der Mikrowellenofen angeordnet ist, als auch durch die
Umgebungstemperatur in der Umgebung beeinflußt. Folglich variiert die
scheinbare Empfindlichkeit des Gasfühlers entsprechend den
Umgebungsbedingungen. Insbesondere ist es bei Beginn des Heizvorgangs in
der Kochkammer feucht, wenn die Umgebungstemperatur hoch ist und die
Feuchtigkeit hoch ist, wie in der Regenzeit im Frühsommer in Japan. Selbst
wenn mit zunehmender Erhitzung der Wasserdampf aus den zu kochenden
Nahrungsmitteln austritt, ist der Grad der Änderung der Dichte des
Wasserdampfes in der Kochkammer gering, da sowohl die Temperatur, als auch
die Feuchtigkeit hoch sind. Daher wird die Empfindlichkeit des Gasfühlers
scheinbar niedriger, und folglich wird die Kochdauer gegenüber der
richtigen Kochdauer verlängert, was eine übermäßige Erhitzung zur Folge
hat.
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Andererseits ist es in der Kochkammer trocken, wenn die
Umgebungstemperatur niedrig ist und die Feuchtigkeit niedrig ist, wie im
Winter. Wenn der Wasserdampf mit zunehmender Erhitzung aus den zu kochenden
Nahrungsmitteln austritt, variiert die Dichte des Wasserdampfes in der
Kochkammer in hohem Grade, da sowohl die Temperatur, als auch die
Feuchtigkeit in der Umgebung niedrig sind. Daher wird die Empfindlichkeit
des Gasfühlers scheinbar höher, und folglich wird die Kochdauer gegenüber
der richtigen Kochdauer verkürzt, was eine ungenügende Erhitzung zur Folge
hat.
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Die scheinbare Empfindlichkeit des Gasfühlers ändert sich also in
Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur und der relativen Feuchtigkeit zum
Zeitpunkt des Beginns des Heizvorgangs. Bei der Anordnung, bei der die
Dauer des Heizvorgangs aufgrund des Pegeländerungsverhältnisses des von dem
Gasfühler erzeugten elektrischen Signals bestimmt wird, variiert folglich
infolge des Einflusses der Umgebungstemperatur und der relativen
Feuchtigkeit die Heizdauer innerhalb eines Bereichs zwischen den Zeiten ta
und tb in der Figur 14, was das Problem zur Folge hat, daß die Erhitzung
nicht in gleichbleibender Weise ausgeführt werden kann.
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Außerdem ist die Dichte des aus den Nahrungsmitteln austretenden
Wasserdampfes in Abhängigkeit von dem Gewicht der Nahrungsmittel
verschieden, selbst wenn sich weder die Umgebungstemperatur, noch die
relative Feuchtigkeit ändert. Folglich ist die endgültige Zubereitung der
Nahrungsmittel je nach dem Gewicht der Nahrungsmittel verschieden.
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Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher, einen Heizapparat
vorzuschlagen, bei dem der Heizvorgang aufgrund der Pegeländerung des von
dem Gasfühler erzeugten Signals automatisch ausgeführt werden kann, ohne
Beeinflussung durch die Umgebungstemperatur und die relative Feuchtigkeit,
und ohne Beeinflussung durch das Gewicht der zu kochenden Nahrungsmittel.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Heizapparat
vorgeschlagen, mit einer Kochkammer, einem Heizmittel, das in der
Kochkammer vorgesehen ist, zum Erhitzen von darin enthaltenen
Nahrungsmitteln, einem Gasfühler, der auf die Dichte von aus den
Nahrungsmitteln und dergleichen austretendem Wasserdampf empfindlich ist,
zum Erzeugen eines elektrischen Signals, das der Dichte des Wasserdampfes
und dergleichen entspricht, und einem Steuermittel zum Steuern der
Ausgangsleistung des Heizmittels aufgrund des Pegels des von dem Gasfühler
erzeugten elektrischen Signals, gekennzeichnet durch einen auf die Raum-
Umgebungstemperatur ansprechenden Temperaturfühler zum Erzeugen eines der
Raum-Umgebungstemperatur entsprechenden, elektrischen Signals, ein
Speichermittel zum Speichern der Daten einer Korrekturfaktor-
Berechnungsgleichung, bei der die Raum-Umgebungstemperatur als Variable
vorgegeben ist, wobei die Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung dazu
bestimmt ist, den Pegel des von dem Gasfühler erzeugten elektrischen
Signals so zu korrigieren, daß dieser Pegel mit dem Pegel des elektrischen
Signals übereinstimmt, das von dem Gasfühler während des Heizvorgangs unter
den Bedingungen einer Bezugs-Raumumgebungstemperatur erzeugt wird, ein
Berechnungsmittel zum Berechnen eines Korrekturfaktors mittels der
Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung, deren Daten in dem Speichermittel
gespeichert sind, aufgrund des elektrischen Signals von dem
Temperaturfühler, wenn der Kochvorgang eingeleitet wird, und ein
Korrekturmittel, das den Pegel des elektrischen Signals von dem Gasfühler
mit dem von dem Berechnungsmittel ermittelten Korrekturfaktor
multipliziert, wodurch das Ergebnis der Multiplikation auf das Steuermittel
gegeben wird.
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Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ein Heizapparat
vorgeschlagen, mit einer Kochkammer, einem Heizmittel, das in der
Kochkammer vorgesehen ist, zum Erhitzen von darin enthaltenen
Nahrungsmitteln, einem Gasfühler, der auf die Dichte von aus den
Nahrungsmitteln und dergleichen austretendem Wasserdampf empfindlich ist,
zum Erzeugen eines elektrischen Signals, das der Dichte des Wasserdampfes
und dergleichen entspricht und einem Steuermittel zum Steuern der
Ausgangsleistung des Heizmittels aufgrund des Pegels des von dem Gasfühler
erzeugten elektrischen Signals, gekennzeichnet durch einen auf die Raum-
Umgebungstemperatur ansprechenden Temperaturfühler zum Erzeugen eines der
Raum-Umgebungstemperatur entsprechenden, elektrischen Signals, einen
Gewichtsfühler, der empfindlich auf das Gewicht der in der Kochkammer
enthaltenen Nahrungsmittel ist, zum Erzeugen eines dem Gewicht der
Nahrungsmittel entsprechenden, elektrischen Signals, ein Speichermittel zum
Speichern von Daten einer Vielzahl von Korrekturfaktor-
Berechnungsgleichungen, bei denen in jeder die Raum-Umgebungstemperatur als
Variable vorgegeben ist, wobei die Gleichungen verschiedenen Werten des
Gewichtes der Nahrungsmittel entsprechen, und die Korrekturfaktor-
Berechnungsgleichung dazu bestimmt ist, den Pegel des von dem Gasfühler
erzeugten elektrischen Signals so zu korrigieren, daß dieser Pegel mit dem
Pegel des elektrischen Signals übereinstimmt, das von dem Gasfühler während
des Heizvorgangs unter den Bedingungen einer Bezugs-Raumumgebungstemperatur
erzeugt wird, ein Berechnungsmittel, das aufgrund des elektrischen Signals
von dem Gewichtsfühler eine der Korrekturfaktor-Berechnungsgleichungen, die
dem Gewicht der Nahrungsmittel entspricht, aus dem Speichermittel auswählt,
wenn der Heizvorgang eingeleitet wird, wobei das Berechnungsmittel mittels
der Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung, deren Daten in dem Speichermittel
(10b) gespeichert sind, einen Korrekturfaktor berechnet aufgrund des
elektrischen Signals von dem Temperaturfühler, wenn der Kochvorgang
eingeleitet wird, und ein Korrekturmittel, das den Pegel des elektrischen
Signals von dem Gasfühler mit dem von dem Berechnungsmittel ermittelten
Korrekturfaktor multipliziert, wodurch das Ergebnis der Multiplikation auf
das Steuermittel gegeben wird.
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Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, die Folgendes darstellen:
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die Figur 1 ist ein schematisches Blockdiagramm eines
Mikrowellenofens gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
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die Figur 2 ist ein Flußdiagramm, in dem die Funktionsweise des bei
dem Mikrowellenofen verwendeten Steuermittels erklärt wird;
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die Figur 3 ist ein Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen dem
Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler erzeugten elektrischen
Signals und der Heizdauer wiedergibt;
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die Figur 4 ist ein Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen dem
Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler erzeugten elektrischen
Signals und der Umgebungstemperatur wiedergibt;
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die Figur 5 ist ein Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen den
Korrekturfaktor und der Umgebungstemperatur wiedergibt;
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die Figur 6 ist ein weiteres Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen
dem Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler erzeugten Signals und
der Heizdauer wiedergibt;
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die Figur 7 ist ein weiteres Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen
dem Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler erzeugten Signals und
der Heizdauer wiedergibt;
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die Figur 8 ist eine ähnliche Ansicht wie die Figur 1 und gibt den
Mikrowellenofen einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wieder;
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die Figur 9 ist ein Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen dem
Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler erzeugten Signals und der
Heizdauer für verschiedene Gewichte der Nahrungsmittel wiedergibt;
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die Figur 10 ist ein ähnliches Diagramm wie die Figur 4, mit
verschiedenen Gewichten der Nahrungsmittel als Parameter;
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die Figur 11 ist ein ähnliches Diagramm wie die Figur 5, mit
verschiedenen Gewichten der Nahrungsmittel als Parameter;
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die Figur 12 ist ein Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen dem
Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler erzeugten Signals und der
Heizdauer bei Aufwärmung einer Schale Reis wiedergibt;
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die Figur 13 ist ein ähnliches Diagramm wie die Figur 12 für den Fall
der Aufwärmung von drei Schalen Reis;
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die Figur 14 ist ein Diagramm, das die Zusammenhänge zwischen dem
Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler erzeugten Signals und der
Heizdauer gemäß dem Stand der Technik wiedergibt.
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Eine erste Ausführungsform, bei der die vorliegende Erfindung bei
einem Mikrowellenofen angewandt wird, wird nun unter Bezugnahme auf die
Figuren 1 bis 7 beschrieben. In der Figur 1 ist eine elektrische Anordnung
des Mikrowellenofens wiedergegeben, wobei der Mikrowellenofen eine
Kochkammer 1 enthält, in der ein Drehtisch 2 drehbar angebracht ist. Ein
Magnetron 3, das als Heizmittel dient, und ein Ofen-Thermistor 4, der als
Temperaturfühler dient, sind so angeordnet, daß sie in das Innere der
Kochkammer 1 gerichtet sind. Die Kochkammer 1 ist mit einem Auslaßkanal 5
versehen, in dem ein Gasfühler 6 angebracht ist. Der Gasfühler 6 ist
vorgesehen, um die Dichte des Wasserdampfes und dergleichen, der über den
Auslaßkanal 5 aus der Kochkammer 1 ausströmt, zu fühlen, wobei dieser
Gasfühler ein elektrisches Signal Vs entsprechend der gefühlten Dichte des
Wasserdampfes und dergleichen erzeugt.
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Die Primärwicklung eines Hochspannungstransformators 7 ist über ein
GS-Relais 8 mit einem Netzanschluß 9 verbunden. Die Sekundärwicklung des
Transformators 7 ist mit dem Magnetron 3 verbunden.
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Das auf einem Mikrocomputer basierende Steuermittel 10 bewirkt die
Wiedergabe eines eingestellten Kochmenüs oder einer eingestellten
Kochbedingung auf einer Anzeige 12, und führt den Heizvorgang entsprechend
dieser Einstellung aus, wenn eine Starttaste 11 eingeschaltet wird. Das
Steuermittel 10 ist mit einem "Random Access Memory" (RAM) 10a, und einem
"Read-Only-Memory" 10b versehen. Die Daten einer Korrekturfaktor-
Berechnungsgleichung, die die Temperatur als Variable hat, ist in dem ROM
10b gespeichert. Diese Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung wird verwendet,
um den Pegel des von dem Gasfühler 6 erzeugten elektrischen Signals Vs zu
korrigieren, wie weiter unten im einzelnen beschrieben wird.
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Die Funktionsweise der obigen Anordnung wird nun unter Bezugnahme auf
die Figur 2 beschrieben. Die zu kochenden Nahrungsmittel werden zunächst
in die Kochkammer 1 eingebracht, und dann wird ein geeignetes Kochmenü
ausgewählt. Wenn die Starttaste 11 eingeschaltet wird, geht das
Steuermittel 10 von dem Schritt S1 nach dem Schritt S2 weiter, bei dem das
von dem Gasfühler 6 erzeugte elektrische Signal Vs0 ein gegeben wird. Die
Daten des Pegels des Eingangssignals Vs0 werden in dem RAM 10a gespeichert
(Schritt S3). Das Steuermittel 10 bewirkt dann aufgrund eines von dem
Thermistor 4 erzeugten Temperatursignals die Erfassung der
Umgebungstemperatur oder der Raumtemperatur (Schritt S4). Die
atmosphärische Temperatur in der Kochkammer 1 ist dabei gleich der
Umgebungstemperatur, wenn der Heizvorgang noch nicht lange andauert.
Folglich kann angenommen werden, daß die atmosphärische Temperatur in der
Kochkammer 1 mit der Umgebungstemperatur übereinstimmt. Danach gibt das
Steuermittel 10 die Daten der Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung aus dem
ROM 10b ein (Schritt S5), und bewirkt die Berechnung des Korrekturfaktors
zum Korrigieren des Ausgangssignals des Gasfühlers 6, wozu die gefühlte
Umgebungstemperatur in die Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung eingesetzt
wird (Schritt 56).
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Die obenerwähnte Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung wird nun im
einzelnen beschrieben. Der Gasfühler 6 besitzt die Eigenschaft, daß sein
Widerstand variiert, wenn der Gasfühler in Kontakt mit dem aus den
Nahrungsmitteln oder dergleichen austretenden Wasserdampf gebracht wird.
Diese Eigenschaft wird durch die folgende Gleichung ausgedrückt:
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R(t) = R&sub0;×exp{α(Tx-T&sub0;) + β(Hx-H&sub0;)}
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wobei R&sub0; der anfängliche Widerstand des Gasfühlers ist, α der
Temperaturfaktor des Gasfühlers ist, β der Feuchtigkeitsfaktor des
Gasfühlers ist, T&sub0; und H&sub0; die Umgebungstemperatur bzw. die relative
Feuchtigkeit sind, wenn der Heizvorgang eingeleitet wird, und Tx und Hx die
atmosphärische Temperatur in der Kochkammer bzw. die relative Feuchtigkeit
während des Heizvorgangs sind. Wie aus der obigen Gleichung ersichtlich
ist, wird der Widerstand des Gasfühlers 6 von dem anfänglichen Widerstand
R&sub0;, der Umgebungstemperatur T&sub0; zum Zeitpunkt der Einleitung des
Heizvorgangs, und der relativen Feuchtigkeit H&sub0; beeinflußt.
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Die Figur 3 gibt die Zusammenhänge zwischen dem
Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler 6 erzeugten Signals Vs und
der Heizdauer wieder, wobei die Umgebungstemperatur und die relative
Feuchtigkeit von Fall zu Fall verschieden sind. In der Figur 3
veranschaulicht die Kurve R&sub1;(t) das Pegeländerungsverhältnis ΔV des Signals
Vs für eine Temperatur von 5ºC und eine relative Feuchtigkeit von 50%, die
Kurve R&sub2;(t) das Pegeländerungsverhältnisses ΔV des Signals Vs für eine
Temperatur von 25ºC und eine relative Feuchtigkeit von 70%, und die Kurve
R&sub3;(t) das Pegeländerungsverhältnis ΔV des Signals Vs für eine
Umgebungstemperatur von 35ºC und eine relative Feuchtigkeit von 70%. Wie
aus der Figur 3 ersichtlich ist, wird die scheinbare Empfindlichkeit des
Gasfühlers 6 vermindert, wenn die Umgebungstemperatur ansteigt.
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Aus der Figur 3 ist ersichtlich, daß jedes der Verhältnisse der durch
R&sub1;(t), R&sub2;(t) und R&sub3;(t) wiedergegebenen Pegeländerungsverhältnisse bei einer
vorgegebenen Heizdauer über die gesamte Heizdauer ungefähr konstant ist.
Folglich können die Pegeländerungsverhältnisse für die verschiedenen
Bedingungen mit dem Pegeländerungsverhältnis für die Bezugsbedingung in
Übereinstimmung gebracht werden, wenn das Pegeländerungsverhältnis ΔV
bezüglich der vorgegebenen Umgebungstemperatur und relativen Feuchtigkeit
mit einem vorgegebenen Korrekturfaktor (Verhältnis) multipliziert wird.
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Betrachten wir nun den Fall, daß die obenerwähnten Kurven R&sub1;(t) und
R&sub3;(t) bezüglich R&sub2;(t) korrigiert werden. Aufgrund der oben beschriebenen
Zusammenhänge kann R&sub2;(t) durch die folgenden Gleichungen ausgedrückt
werden:
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R&sub2;(t) = K&sub1;×R&sub1;(t) und
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R&sub2;(t) = K&sub2;×R&sub3;(t)
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wobei K&sub1; ein Korrekturfaktor ist, um R&sub1;(t) in R&sub2;(t) umzuwandeln, und K&sub2; ein
Korrekturfaktor ist, um R&sub3;(t) in R&sub2;(t) umzuwandeln. Der Korrekturfaktor K&sub1;
ist das Verhältnis zwischen R&sub1;(t) und R&sub2;(t), und der Korrekturfaktor K&sub2; ist
das Verhältnis zwischen R&sub3;(t) und R&sub2;(t). Diese Verhältnisse sind konstant
und hängen nicht von der Heizdauer ab. Folglich können K&sub1; und K&sub2; durch die
Gleichungen mit der Umgebungstemperatur bzw. der relativen Feuchtigkeit als
Variable dargestellt werden. Da die relative Feuchtigkeit durch eine
Gleichung mit der Umgebungstemperatur als Variable dargestellt werden kann,
können außerdem die Korrekturfaktoren K&sub1; und K&sub2; durch die
Berechnungsgleichung K(T) (=K&sub1;=K&sub2;) mit der Umgebungstemperatur als Variable
dargestellt werden. Folglich kann K(T) aus den jeweiligen Verhaltnissen von
R&sub1;(t), R&sub2;(t) und R&sub3;(t) bei den Zeiten t&sub1;, t&sub2; und t&sub3; erhalten werden, wie in
der Figur 3 gezeigt ist. Der Korrekturfaktor K&sub1;(T) bei der Zeit t&sub1; wird nun
aufgrund des Pegeländerungsverhältnisses ΔV&sub1;&sub1; des elektrischen Signals Vs
bei der Zeit t&sub1; und der Umgebungstemperatur von 5ºC erhalten. In diesem
Fall kann der Zusammenhang zwischen dem Pegeländerungsverhältnis ΔV&sub1;&sub1; des
Signals Vs und der Umgebungstemperatur T aufgrund experimenteller
Untersuchüngen wie folgt ausgedrückt werden:
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ΔV&sub1;&sub1; = -0,0042 T + 0,245
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Aus der vorstehenden Gleichung wird eine Pegeländerung ΔV&sub1;&sub1; erhalten.
Um das Pegeländerungsverhältnis ΔV&sub1;&sub1; so zu korrigieren, daß es dem
Pegeländerungsverhältnis ΔV&sub2;&sub1; der Bezugsbedingung bei der
Umgebungstemperatur von 25ºC entspricht, wird R&sub1;(t) mit dem Verhältnis
ΔV&sub2;&sub1;/ΔV&sub1;&sub1;
multipliziert (siehe Figur 4). ΔV&sub2;&sub1;/ΔV&sub1;&sub1; ist also der
Korrekturfaktor K&sub1;(T) bei der Zeit t&sub1;.
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Die Korrekturfaktoren K&sub2;(T) und K&sub3;(T) bei den Zeiten t&sub2; bzw. t&sub3; können
im wesentlichen als identisch mit dem Korrekturfaktor K&sub1;(T) bei der Zeit
t&sub1; angesehen werden. Folglich wird der Korrekturfaktor K(T) zum Umwandeln
der Pegeländerung R&sub1;(t) bei der Umgebungstemperatur von 5ºC in die
Pegeländerung R&sub2;(t) bei der Bezugs-Umgebungstemperatur von 25ºC wie folgt
erhalten:
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K(T) = ΔV&sub2;&sub1;/ΔV&sub1;&sub1; = ΔV&sub2;&sub1;/(-0,0042 T + 0,245).
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In diesem Fall wird der Korrekturfaktor K(T) bei der Umgebungstemperatur
von 25ºC gleich 1, und folglich kann der Wert von ΔV&sub2;&sub1; aus dem Wert des
Korrekturfaktors K(t) bestimmt werden.
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Die Figur 5 gibt die Kennlinie des Korrekturfaktors K(T) wieder, die
mit der Umgebungstemperatur als Variable wie oben beschrieben erhalten
wurde. Wie aus der Figur 5 ersichtlich ist, muß das
Pegeländerungsverhältnis ΔV des Signals Vs in höherem Grade korrigiert
werden, wenn die Umgebungstemperatur von der Bezugstemperatur weiter
abweicht.
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Kehren wir nun zu der Figur 2 zurück. Das Steuermittel 10 bewirkt,
daß das GS-Relais 8 eingeschaltet wird, wenn der Korrekturfaktor K(T)
aufgrund der Umgebungstemperatur erhalten wurde (Schritt 7). Dann wird eine
hohe Wechselspannung auf das Magnetron 3 gegeben, und Hochfrequenzwellen
werden von dem Magnetron 3 ausgesendet, wodurch die Nahrungsmittel erhitzt
werden. Daraufhin gibt das Steuermittel die Daten des von dem Gasfühler 6
erzeugten elektrischen Signals Vs ein (Schritt S8), und vergleicht das
Signal Vs mit dem elektrischen Signal Vs0, dessen Daten in dem RAM 10a
gespeichert sind, wodurch das Pegeländerungsverhältnis ΔV berechnet wird
(Schritt S9). Das Steuermittel 10 bewirkt dann, daß das
Pegeländerungsverhältnis ΔV des Signals Vs korrigiert wird, wozu das
Verhältnis mit dem Korrekturfaktor K(T) multipliziert wird (Schritt S10).
Das Steuermittel 10 überprüft dann, ob das korrigierte
Pegeländerungsverhältnis ΔV den vorgegebenen Wert erreicht hat oder nicht
erreicht hat (Schritt S11). Wenn das Steuermittel 10 feststellt, daß das
korrigierte Pegeländerungsverhältnis ΔV den vorgegebenen Wert erreicht hat,
geht es zu dem Schritt S12 weiter, wo das GS-Relais 8 ausgeschaltet wird.
Dies hat zur Folge, daß das Magnetron 3 abgeschaltet wird, wodurch der
Heizvorgang beendet wird.
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In der Figur 6 ist das Pegeländerungsverhältnis ΔV des von dem
Gasfühler 6 erzeugten Signals Vs für die Fälle wiedergegeben, in denen beim
Aufwärmen von gekochtem Reis die Umgebungstemperatur hoch und niedrig ist,
und die Korrektur gemacht und nicht gemacht wurde. In der Figur 7 ist das
Pegeländerungsverhältnis ΔV des Signals Vs in den Fällen wiedergegeben, in
denen beim Aufwärmen von japanischer "Miso"-Suppe die Umgebungstemperatur
hoch und niedrig ist, und die Korrektur gemacht oder nicht gemacht wurde.
Wie aus den Figuren 6 und 7 ersichtlich ist, kann das
Pegeländerungsverhältnis ΔV durch die Korrektur mittels des
Korrekturfaktors K(T), unabhängig von der Umgebungstemperatur, in einen
ungefähr konstanten Wert umgewandelt werden.
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Gemäß der oben beschriebenen Anordnung wird das
Pegeländerungsverhältnis ΔV des von dem Gasfühler 6 erzeugten Signals Vs
in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur so korrigiert, daß es dem
Bezugs-Pegeländerungsverhältnis ΔV des von dem Gasfühler 6 erzeugten
Signals Vs bei der Umgebungstemperatur von 25ºC entspricht. Obwohl gemäß
dem Stand der Technik das Pegeländerungsverhältnis des von dem Gasfühler
erzeugten Signals in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur variiert,
kann bei der obigen Ausführungsform der Erfindung die Heizung mittels des
Magnetrons ohne Beeinflussung durch die Umgebungstemperatur mit der
gewünschten zeitlichen Steuerung ausgeführt werden.
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Die Figuren 8 bis 13 veranschaulichen eine zweite Ausführungsform der
Erfindung. Gleiche Teile sind dabei mit der gleichen Kennziffer wie bei der
vorhergehenden Ausführungsform bezeichnet. Bei der zweiten Ausführungsform
ist ein Gewichtsfühler 13 vorgesehen, um das Gewicht der auf den Drehtisch
2 des Mikrowellenofens gelegten Nahrungsmittel zu bestimmen. Der
Gewichtsfühler 13 fühlt das Gewicht der Nahrungsmittel und erzeugt ein
entsprechendes Gewichtssignal, das auf das Steuermittel 10 gegeben wird.
Das Steuermittel 10 bewirkt auf die gleiche Weise wie bei der
vorhergehenden Ausführungsform die Berechnung des Korrekturfaktors K(T) für
das Pegeländerungsverhältnis ΔV des von dem Gasfühler 6 erzeugten Signals
Vs
aufgrund der Umgebungstemperatur zum Zeitpunkt des Beginns des
Heizvorgangs. Der Korrekturfaktor K(T) wird schließlich aufgrund des von
dem Gewichtsfühler 13 gefühlten Gewichts der Nahrungsmittel bestimmt. Im
einzelnen sind in der Figur 9 die verschiedenen Werte des von dem Gasfühler
6 erzeugten Signals Vs unter den verschiedenen Bedingungen wiedergegeben,
durch die sich die Werte der Umgebungstemperaturen und des Gewichts der
Nahrungsmittel voneinander unterscheiden, wie aus der Figur 9 ersichtlich
ist. Die Dichte des aus den Nahrungsmitteln austretenden Wasserdampfes
nimmt in Abhängigkeit von den verschiedenen Gewichten der Nahrungsmittel
verschiedene Werte an. Daher ändert das Gewicht der Nahrungsmittel die
zeitabhängigen Merkmale des Signals Vs, selbst wenn sich die
Umgebungstemperatur nicht ändert. Folglich variiert das
Pegeländerungsverhältnis ΔV des Signals Vs in Abhängigkeit von dem Gewicht
der Nahrungsmittel, wie in der Figur 10 gezeigt ist. Der Korrekturfaktor
K(T) wird so eingestellt, daß er entsprechend den verschiedenen Gewichten
der Nahrungsmittel verschiedene Werte annimmt. In diesem Fall bestimmt das
Steuermittel 10 das Gewicht der Nahrungsmittel aufgrund des von dem
Gewichtsfühler 13 erzeugten Signals, wenn die Starttaste 11 eingeschaltet
wird. Wenn das gefühlte Gewicht der Nahrungsmittel kleiner als ein
vorgegebenes Gewicht ist, wird der Korrekturfaktor K(T) mittels der
Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung K(T) = ΔV&sub2;&sub1;/(-0,0042×T + 0,245)
berechnet. Wenn andererseits das Gewicht der Nahrungsmittel größer als das
vorgegebene Gewicht ist, wird der Korrekturfaktor K(T) mittels der
Korrekturfaktor-Berechnungsgleichung K(T) = ΔV&sub2;&sub2;/(-0,0075×T + 0,416)
berechnet. Beispielsweise ist das Gewicht einer zu erhitzenden Schale Reis
kleiner als das vorgegebene Gewicht, und das Gesamtgewicht von drei Schalen
Reis größer als das vorgegebene Gewicht.
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In der Figur 12 sind für die Aufwärmung einer Schale Reis die
Pegeländerungsverhältnisse ΔV des von dem Gasfühler 6 erzeugten Signals Vs
in den Fällen wiedergegeben, in denen die Umgebungstemperatur hoch und
niedrig ist, und die Korrektur gemacht und nicht gemacht wurde. In der
Figur 13 sind für die Aufwärmung von drei Schalen Reis die
Pegeländerungsverhältnisse ΔV des Signals Vs in den Fällen wiedergegeben,
in denen die Umgebungstemperatur hoch und niedrig ist, und die Korrektur
gemacht und nicht gemacht wurde. Wie aus den Figuren 12 und 13 ersichtlich
ist, kann verhindert werden, daß die scheinbare Empfindlichkeit des
Gasfühlers 6 in Abhängigkeit von dem Gewicht der zu erhitzenden
Nahrungsmittel variiert.
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Gemäß der zweiten Ausführungsform wird das Pegeländerungsverhältnis
ΔV des von dem Gasfühler 6 erzeugten Signals aufgrund des Gewichts der
Nahrungsmittel, und ebenfalls aufgrund der Umgebungstemperatur korrigiert.
Folglich kann der Heizvorgang bei geeigneter zeitlicher Steuerung
unabhängig von dem Gewicht der Nahrungsmittel ausgeführt werden.
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Obwohl bei den vorhergehenden Ausführungsformen die
Umgebungstemperatur von dem Ofen-Thermistor 4 gefühlt wird, kann ein
unabhängiger Temperaturfühler zum Fühlen der Umgebungstemperatur vorgesehen
werden.