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Die Erfindung betrifft eine Dekantierzentrifuge, die zur
Trennung von Feststoffen und Flüssigkeiten einer
suspendierten Partikel beinhaltenden Ausgangs-Flüssigkeit
verwendet wird.
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Wie in Fig. 1 dargestellt, umfaßt diese Art Zentrifuge eine
sich mit hoher Geschwindigkeit drehende Trommel 1, und
einen koaxial zur Trommel 1 in derselben angeordneten
Förderer 2, der in der Trommel 1 drehbar und angetrieben
gelagert ist. Um den Förderer 2 ist eine Förderschnecke 13
schraubenförmig angeordnet, wobei ein kleiner Spalt
zwischen der Innenfläche der Trommel 1 und dem äußeren Umfang
der Förderschnecke 13 verbleibt. Die Trommel 1 und der
Förderer 2 drehen sich zwar in gleiche Richtung, jedoch sind
unterschiedliche Umdrehungsgeschwindigkeiten zwischen
Trommel 1 und Förderer 2 erforderlich.
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Durch eine Zuführöffnung 10a eines Zuführrohrs 10 wird eine
Ausgangs-Flüssigkeit in die Trommel 1 geleitet. Durch die
bei der Rotation der Trommel 1 entstehende Zentrifugalkraft
wird die Ausgangs-Flüssigkeit auf die Innen-Oberfläche der
rotierenden Trommel 1 versprüht. Dabei bildet sich eine
Flüssigkeitsansammlung 14 in der Trommel 1. Die
verfestigten Partikel der suspendierten Partikel werden von der
geklärten Flüssigkeit getrennt und setzen sich auf dem Grund
der Flüssigkeitsansammlung 14 ab. Die verfestigten Partikel
der suspendierten Partikel werden durch die Förderschnecke
13 in Richtung der in der Figur rechten Seite
zusammengekratzt und ausgeworfen. Auf der anderen Seite läuft die
geklärte Flüssigkeit über einen am Trommelkopf 3 der Trommel
1 ausgebildeten Flüssigkeitsauslaß 4 und wird aus der
Trommel 1 entfernt.
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Nach dem Stand der Technik wird normalerweise, wie in Fig.
3 dargestellt, eine ring- oder brettförmige Überlaufkante
30 auf der Außenseite der Basis des Trommelkopfes 3 neben
dem Flüssigkeitsauslaß 4 angebracht, um das Niveau der
Flüssigkeitsansammlung 14 einzustellen.
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Allgemein ist die Beschleunigungsleistung durch die
folgende Gleichung (1) gegeben:
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hp = 7,61 x Q x (2r)² x N² x 10&supmin;&sup7; ..... (1)
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wobei hp: die Beschleunigungsleistung [KW],
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Q : der Volumenstrom [m³/h]
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r : der Radius [m] und
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N : die Anzahl der Umdrehungen [U/min] ist.
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Wie Gleichung (1) zeigt, kann, wenn der Radius (r) abnimmt,
d.h. das Niveau der Flüssigkeitsansammlung 14 steigt, die
Beschleunigungsleistung (P) verringert werden, wodurch ein
Teil der erforderlichen Leistung gespart wird. Zusätzlich
kann, abhängig von der Konstruktionsart des Förderers 2
oder der Wirksamkeit der Trennung Feststoff/Flüssigkeit,
die Aufnahmekapazität der rotierenden Trommel 1 für die
Ausgangs-Flüssigkeit erhöht werden, wenn das Niveau der
Flüssigkeitsansammlung 14 steigt. Dadurch wird eine
verbesserte Trenn-Wirkung erzielt.
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Um das Niveau der Flüssigkeitsansammlung 14 zu heben, wird,
wie in Fig. 4 gezeigt, der Flüssigkeitsauslaß 4 so
ausgebildet, daß er die Basis des Trommelkopfes 3 schräg
durchläuft.
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Ferner gibt es einige herkömmliche Vorrichtungen, die
jeweils über die Verfahren zur Entfernung der geklärten
Flüssigkeiten charakterisiert werden können. Beispielsweise
verwendet das JP-GM-60 31 793 ein Verfahren mit
Abstreifern, bei dem ein rohrförmiges Abstreifmegser in die
geklärte Flüssigkeit abgesenkt wird. Unter Verwendung der
Rotationsenergie der geklärten Flüssigkeit wird die
Flüssigkeit zum Entleeren entlang des Abstreifmessers geleitet.
Eine weitere Vorrichtung wird in der japanischen
Patentpublikation 63-31 261 gezeigt. Obwohl sich der Gegenstand
dieser herkömmlichen Vorrichtung vom Gegenstand der
Erfindung unterscheidet, wird ein Verfahren zum Anheben des
Niveaus der entfernten Flüssigkeit beschrieben. Bei dieser
herkömmlichen Vorrichtung werden an der Außenseite des
Förderers Kanäle zum Auswerfen des Feststoffes und zum
Entfernen geklärter Flüssigkeit vorgesehen. Sie verlaufen
strahlenförmig von der Achse des Förderers. Außerdem sind
Seitenkanäle vorgesehen, die mit den Kanälen, zur Entfernung
der Flüssigkeit, in Verbindung stehen. Die Seitenkanäle
sind mit Steuerungen ausgerüstet, die die Menge der
ablaufenden geklärten Flüssigkeit erfassen, wobei dadurch die
Menge abgegebener Flüssigkeit eingestellt werden kann.
Dadurch wird eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, durch
die das Niveau der zu entfernenden Flüssigkeit erhöht
werden kann.
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Um das Niveau der Flüssigkeitsansammlung zu erhöhen,
sollten die am Trommelkopf vorgesehenen Flüssigkeitsauslässe im
allgemeinen so ausgebildet sein, daß sie neben der Achse
des Trommelkopfes liegen (siehe auch US-PS-3,423,015).
Dadurch erhöht sich jedoch die Torsionsspannung an der Achse
und zusätzlich werden Dehnungsspannungen in Achsrichtung
erzeugt. Folglich ergeben sich häufig Probleme für die
Festigkeit des Trommelkopfes, wenn der Flüssigkeitsauslaß in
der Nähe der Rotationsachse liegt. Daher kann dieses
Verfahren zur Erhöhung des Niveaus der Flüssigkeitsansammlung
nicht immer, aufgrund der damit verbundenen
Festigkeitsprobleme, angewandt werden.
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Überdies kann das unter Bezugnahme auf Fig.4 erklärte
Verfahren, bei der der Flüssigkeitsauslaß die Basis des
Trommelkopfes schräg durchläuft, das Niveau der Ansammlung im
Vergleich zu der in Fig. 3 beschriebenen Vorrichtung etwas
erhöhen. Jedoch bestehen auch bei diesem Verfahren die mit
der Festigkeit verbundenen Probleme.
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Ferner benötigt die Vorrichtung des JP-GM-60 31 793 viel
Energie zum Ausbringen, so daß sie nicht eine Menge der
erforderlichen Leistung einsparen kann. Ferner ist die in
der japanischen Patentpublikation-63 31 261 gezeigte
Vorrichtung nicht für das Auswerfen von Feststoffen mit
geringem Wassergehalt geeignet, zusätzlich treten Probleme mit
dem Verschleiß des Abstreifmessers und andere durch die
komplizierte Konstruktion entstehende Probleme auf.
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Es ist daher vorrangig Ziel der Erfindung, eine Zentrifuge
zu schaffen, bei der keine Probleme mit der Festigkeit
entstehen, wenn das Niveau der Flüssigkeitsansammlung erhöht
wird, wodurch ein Teil der erforderlichen Leistung gespart
und eine hohe Trennungs-Effizienz erzielt werden können.
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In einer erfindungsgemäßen Dekantierzentrifuge wird eine
Trommel mit mindestens einem Feststoffauslaß und mindestens
einem Flüssigkeitsauslaß geschaffen. Koaxial mit der
Trommel und in derselben ist ein Förderer angeordnet. Die
Trommel und der Förderer drehen sich mit unterschiedlicher
Rotationsgeschwindigkeit in die gleiche Richtung. Eine zu
trennende Ausgangs-Flüssigkeit wird in einen ringförmigen
zwischen der Trommel und dem Förderer ausgebildeten Raum
eingeleitet. Die Ausgangs-Flüssigkeit wird kontinuierlich
durch die Zentrifugalkraft in Feststoff und Flüssigkeit
getrennt. Anschließend wird der Feststoff über den
Feststoffauslaß ausgeworfen und die Flüssigkeit über den
Flüssigkeitsauslaß abgeleitet. Diese Zentrifuge wird durch den
Einsatz einer Flüssigkeitsauslaßvorrichtung
charakterisiert, die einen Flüssigkeitsauslaß für geklärte
Füssigkeit, einen ringförmigen Überlauf und mehrere
Geschwindigkeitsreduktionsblätter umfaßt.
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Jeder Flüssigkeitsauslaß ist im Trommelkopf der Trommel so
untergebracht, daß er die Innenseite der Trommel mit der
Außenseite des Trommelkopfes verbindet.
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Der ringförmige Überlauf ist an der Außenfläche des
Trommelkopfes befestigt. In dem ringförmigen Überlauf ist ein
ringförmiger Überlaufhohlraum vorgesehen, der die
Verbindung mit jedem Flüssigkeitsauslaß herstellt. An der
Innenseite des koaxial verlaufenden ringförmigen Überlaufs
befind sich eine Randöffnung, die zur Rotationsachse der
Trommel ausgerichtet ist.
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Der ringförmige Überlaufhohlraum des ringförmigen Überlaufs
ist mit vielen, radial zur Rotationsachse der Trommel
ausgerichteten Geschwindigkeitsreduktionsblättern
ausgestattet. Dadurch wird der Hohlraum in mehrere Bereiche
unterteilt; die Geschwindigkeitsreduktionsblätter sind an
mindestens einer Innenfläche des ringförmigen Überlaufs und an
der Außenfläche des Trommelkopfes befestigt.
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Der Betrieb der Erfindung wird unter Bezugnahme auf Fig. 1
erklärt.
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Am Umfang des Trommelkopfes 3 ist mindestens ein,
vorzugsweise mehrere, Flüssigkeitsauslaß 4 mit vorbestimmtem
Abstand vorgesehen, der die Innenseite der Trommel 1 mit der
Außenseite des Trommelkopfes 3 verbindet. An der Basis der
Außenfläche des Trommelkopfes 3 ist ein ringförmiger
Überlauf 5 befestigt. Im Überlauf 5 besteht ein ringförmiger
Hohlraum- der mit jedem Flüssigkeitsauslaß 4 in Verbindung
steht und an der Innenseite, zur Rotationsachse des
Trommelkopfes 3 gerichtete koaxiale Randöffnung aufweist.
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Da das Niveau der Flüssigkeitsansammlung 14 durch die
Position des Überlaufhohlraums des Überlaufs 5 in radialer
Richtung bestimmt wird, kann das Niveau der
Flüssigkeitsansammlung 14 einfach erhöht werden. Auch wenn das Niveau
erhöht wird, entstehen Wirbelströmungen ohne den Einsatz
von Geschwindigkeitsreduktionsblättern, sobald die geklärte
Flüssigkeit den hinter dem Flüssigkeitsauslaß liegenden
Überlaufhohlraum des Überlaufs 5 erreicht hat. Danach
fließt die geklärte Flüssigkeit mit eine
Umfangsgeschwindigkeit, die größer oder gleich der Umfangsgeschwindigkeit
der geklärten Flüssigkeit am Flüssigkeitsauslaß 4 ist, über
den ringförmigen Überlauf 5. Folglich erhöht sich durch den
Überlaufhohlraum des ringförmigen Überlaufs 5 der
Druckabfall, der zu einer Mengenabnahme der überfließenden
geklärten Flüssigkeit führt. Um bei der Erfindung diese Situation
der Wirbelströmung ohne Einsatz von
Geschwindigkeitsreduktionsblättern 6 zu verhindern, wird die Oberkante des
ringförmigen Überlaufs 5 mit mehreren radial ausgerichteten
Blättern 6, die als Geschwindigkeitsreduktionsblätter 6
dienen, ausgestattet. Jedes der
Geschwindigkeitsreduktionsblätter 6 kann an der Innenfläche des ringförmigen
Überlaufs 5, an der Außenfläche des Trommelkopfes 3 oder
überkreuzend an beiden Flächen befestigt werden. Aufgrund der
Geschwindigkeitsreduktionsblätter 6 entspricht das
Verhältnis zwischen Umfangsgeschwindigkeit (v) und Radius (r) der
Gleichung:
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V = rω
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wobei ω die Winkelgeschwindigkeit ist. Ist die
Winkelgeschwindigkeit ω konstant, ist die Umfangsgeschwindigkeit V
proportional zum Radius r; die Umfangsgeschwindigkeit V
kann also verringert werden, indem der Radius r verkleinert
wird. Demzufolge wird der Druckabfall verringert. Als
Ergebnis kann eine geeignete Überlaufmenge erreicht werden.
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Theoretisch kann andererseits, abhängig vom Einsatz der
Geschwindigkeitsreduktionsblätter 6, der erzeugte Druckabfall
so verändert werden, daß die erforderliche Leistung, wie
nachfolgend erklärt, reduziert werden kann.
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In diesem Abschnitt werden die Umfangsgeschwindigkeit und
der Radius der Flüssigkeitsauslaß 4 mit V&sub4; und r&sub4; und die
Umfangsgeschwindigkeit und der Radius des ringförmigen
Überlaufs 5 mit V&sub7; und r&sub7; bezeichnet.
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im Fall einer Wirbelströmung ohne Einsatz von
Geschwindigkeitsreduktionsblättern gilt:
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daher ist
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im Fall eines Einsatzes von
Geschwindigkeitsreduktionsblättern 6 gilt:
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Weiter gilt für den Druckabfall:
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daher ist, im Fall einer Wirbelströmung ohne Einsatz
von Geschwindigkeitsreduktionsblättern:
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im Fall eines Einsatzes von
Geschwindigkeitsreduktionsblättern 6:
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Folglich ist ΔPA > ΔPB. Das heißt, bei Wirbelströmung ohne
Einsatz von Geschwindigkeitsreduktionsblättern nimmt der
Druckabfall zu und die Menge der abgeflossenen Flüssigkeit
ab.
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Andererseits gilt für die erforderliche Leistung:
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mit V =rω und T=QVr/g
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daher gilt:
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Im Fall des Einsatzes von
Geschwindigkeitsreduktionsblättern, bei gleichbleibender Menge ausgebrachter geklärter
Flüssigkeit, entspricht die eingesparte Leistung Δhp (kW)
der Gleichung:
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Folglich ist beim Einsatz von
Geschwindigkeitsreduktionsblättern 6 V&sub4; > V&sub7; und die erforderliche Leistung nimmt ab.
Bei Wirbelströmung ohne Einsatz von
Geschwindigkeitsreduktionsblättern ist V&sub7; > V&sub4; und die erforderliche Leistung
nimmt zu.
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Weitere Ziele und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung, unter Bezug auf die
Zeichnung, die die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
zeigt. Dabei zeigt
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Fig. 1 eine erfindungsgemäße Dekantierzentrifuge;
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Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II der
Fig. 1; und
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Fig. 3 und 4 eine herkömmliche Vorrichtung zum Ableiten
geklärter Flüssigkeiten.
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Nachfolgend wird die Erfindung genauer beschrieben. Die in
Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße Zentrifuge weist die
folgende
Konstruktion auf:
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Eine rotierende Trommel 1 ist eine Kombination aus einem
konischen und einem zylindrischen Abschnitt. Ein an der
Trommelseite mit dem größeren Radius angebrachter
Trommelkopf 3 schließt die Trommel 1 vollständig ab. Die Hohlwelle
8 des Trommelkopfes 3 erstreckt sich vom Trommelkopf 3
derart, daß sie mit dem Innenraum der Trommel 1 in Verbindung
steht. Auf der anderen Trommelseite mit dem kleineren
Radius erstreckt sich die Hohlwelle 9 der Trommel 1 vom
Endbereich der Trommel 1 in den Innenraum der Trommel 1, um eine
Verbindung herzustellen. Die Hohlwelle 8 des Trommelkopfes
3 und die Hohlwelle 9 der Trommel 1 wird in den Lagersitzen
18 bzw. 19 gedreht.
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Folglich kann die rotierende Trommel 1 horizontal gestützt
werden und sich aufgrund einer durch Rotationsantriebe
(nicht dargestellt) übertragenen Rotationskraft, mit hoher
Rotationsgeschwindigkeit drehen.
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Der Innenraum der rotierenden Trommel 1 ist mit einem
Förderer 2 ausgestattet. Der Förderer 2 wird in Lagern 16 und
17 koaxial zur horizontalen Rotationsachse der Trommel 1
gedreht. Ein Hohlrohr des Förderers 2 ist waagrecht in der
Mitte der rotierenden Trommel 1 vorgesehen. Eine
Förderschnecke 13 erstreckt sich über die gesamte Länge des
Hohlrohrs 12 bis fast zur Innenfläche der Trommel 1. In der
Hohlwelle 8 des Trommelkopfes 3 ist eine Übertragungswelle
20 vorgesehen, deren eines Ende mit der Endfläche des
Hohlrohrs 12 des Förderers 2 und deren anderes Ende mit einem
Getriebe 22 verbunden ist. Die Rotationskraft wird vom oben
erwähnten Rotationsantrieb (nicht dargestellt) durch das
Getriebe 22 auf die Welle 20 übertragen. Dadurch wird der
Förderer 2 mit hoher Rotationsgeschwindigkeit gedreht. Die
rotierende Trommel 1 und der Förderer 2 drehen sich, mit
einem kleinen, durch das Getriebe 22 verursachten
Unterschied in den Geschwindigkeiten, in gleicher Richtung.
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Ein Feststoffauslaß 11 ist an der in der Figur rechts
gezeichneten Trommelseite mit dem kleineren Radius
vorgegeben, so daß die zusammengeschabten verfestigten Partikel
gemeinsam durch den Feststoffauslaß 11 ausgeworfen werden
können. Auf der Trommelseite mit dem größeren Radius sind
an der Basis des Trommelkopfes 3 die Flüssigkeitsauslässe 4
ausgebildet.
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Der Abschnitt, in dem die geklärte Flüssigkeit durch den
Flüssigkeitsauslaß 4 fließt entspricht der
Flüssigkeitsauslaßvorrichtung. Da die Erfindung durch diesen Abschnitt
charakterisiert ist, wird der Abschnitt mit Bezug auf die
Fig. 2 näher erläutert.
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Die oben erwähnten vielen Flüssigkeitsauslässe 4 sind mit
vorbestimmtem Abstand und vorbestimmtem Radius vom
Rotationsmittelpunkt des Trommelkopfes 3 am Umfang der Basis des
Trommelkopfes 3 vorgesehen. Auf der dem Getriebe
zugewandten Seite der Basis des Trommelkopfes 3 ist ein
ringförmiger Überlauf 5 befestigt. Der Überlauf 5 weist einen
ringförmigen Überlaufhohlraum mit koaxial zur Rotationsachse
des Trommelkopfes 3 gerichteten Randöffnungen auf, der mit
jedem Flüssigkeitsauslaß 4 in Verbindung steht. Folglich
wird, wie in Fig. 1 gezeigt, durch Verbinden des
Überlaufhohlraums mit den Flüssigkeitsauslässen 4,4 einen
L-förmiger Querschnitt ausgebildet. Der vordere Bereich des
ringförmigen Überlaufs 5 ist mit mehreren radial ausgerichteten
Geschwindigkeitsreduktionsblättern 6 ausgestattet, die den
ringförmigen Überlaufhohlraum in mehrere Abschnitte
einteilen, wobei jedes Geschwindigkeitsreduktionsblatt 6 zwischen
einem Flüssigkeitsauslaß 4 und dem benachbarten
Flüssigkeitsauslaß 4 angeordnet ist. Zusätzlich wird eine
ringförmige Einstellüberlaufwand 7 an der dem Getriebe zugewandten
Seite des Überlaufs 5 lösbar angebracht. Diese
Einstellüberlaufwand 7 kann mit einer anderen, einen vorbestimmt
unterschiedlichen Innendurchmesser aufweisenden
Einstellüberlaufwand 7 vertauscht werden, wodurch das Niveau der
Flüssigkeitsansammlung 14 innerhalb einer vorgegebenen
Maximal- und Minimalgrenze eingestellt werden kann.
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Ferner wird ein Zuführrohr 10 zur Versorgung mit der zu
trennenden Ausgangs-Flüssigkeit in das Hohlrohr 12 des
Förderers 2 eingebracht. An der Außenfläche des Hohlrohrs 12
ist für die zu trennende Ausgangs-Flüssigkeit eine Öffnung
15 ausgebildet, die mit der Zuführöffnung 10a des
Zuführrohrs 10 in Verbindung steht. In der Trommel 1 kann die
Innenseite des Hohlrohrs 12 über die Öffnung 15 mit seiner
Außenseite in Verbindung stehen. Wenn die zu trennende
Ausgangs-Flüssigkeit über das Zuführrohr 10 eingeleitet wird,
während sich die rotierende Trommel 1 und der Förderer 2
mit jeweils hoher Rotationsgeschwindigkeit drehen, wird die
Ausgangs-Flüssigkeit über die Öffnung 15 im Hohlrohr 12 auf
der Außenseite des Hohlrohrs 12 der Trommel 1 eingebracht.
Durch die Zentrifugalkraft der sich drehenden Trommel 1
wird die Ausgangs-Flüssigkeit ständig in Richtung des
Umfangs der Trommel 1 gespritzt. Daher bildet sich eine
Flüssigkeitsansammlung 14 auf der Umfangsfläche der rotierenden
Trommel 1 aus. Die verfestigten Partikel der
Ausgangs-Flüssigkeit werden von der geklärten Flüssigkeit getrennt und
setzen sich auf dem Boden des Flüssigkeitsansammlung 14 ab.
Die Partikel werden durch die Förderschnecke 13 auf die in
der Fig. 1 rechts gezeichnete Seite geschoben und durch den
Feststoffauslaß 11 ausgeworfen. Andererseits läuft die
abgetrennte, geklärte Flüssigkeit über die im Trommelkopf 3
ausgebildeten Flüssigkeitsauslässe 4 ab und fließt über die
Einstellüberlaufwand 7 aus der sich drehenden Trommel 1.
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Eine Verkleidung 21 umschließt die sich drehende Trommel 1.
Die Verkleidung 21 bewahrt vor dem Austreten ausgebrachter
fester Bestandteile und geklärter Flüssigkeit.
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Bei dieser Ausführungsform werden die
Geschwindigkeitsreduktionsblätter 6 nur an der Innenfläche des ringförmigen
Überlaufs 5 befestigt. Jedoch können sie auch nur an der
Außenfläche des
Trommelkopfes 3 oder an beiden Flächen,
diese überkreuzend, befestigt sein.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann für die
Konzentrations-Trennung von Aufschlämmungen oder ebenso für die oben
erläuterte Trennung Fest/Flüssig verwendet werden. Daher
ist die Bedeutung des Begriffs verfestigte Bestandteile
erfindungsgemäß nicht auf Feststoffe beschränkt, sondern
beinhaltet auch konzentrierte Lösungen.
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Die Wirkung der Erfindung wird anhand von Beispielen noch
deutlicher gezeigt:
Beispiel I
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In diesem Beispiel wird eine Dekantierzentrifuge verwendet.
Aufgrund von Festigkeitsproblemen an den auslaßseitigen
Bereichen des Trommelkopfes 3 kann beim Stand der Technik die
Flüssigkeitsansammlung 14 nicht höher als 130 mm
eingestellt werden. Die Dekantierzentrifuge wurde verändert und
mit einer erfindungsgemäßen Flüssigkeitsauslaßvorrichtung
ausgestattet. Anschließend wird eine Aufschlämmung mit
einer Schlammkonzentration von 0,5-1,0 % mit einem
Durchflußvolumenstrom von 20 m³/h verwendet.
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Bei diesem Versuch kann das Niveau der
Flüssigkeitsansammlung 14 auf 180 mm erhöht werden. Daraus kann geschlossen
werden, daß die erforderliche Leistung um 15-25 %
verringert wird.
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Ein weiterer Versuch wird durchgeführt. Bei diesem
zusätzlichen Versuch wird eine Flüssigkeitsauslaßvorrichtung ohne
Geschwindigkeitsreduktionsblätter verwendet.
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Wenn die ringförmige Überlaufkante 5 der Vorrichtung mit
Geschwindigkeitsreduktionsblättern 6 ausgestattet ist,
liegt die Konzentration der durch den Feststoffauslaß 11
ausgebrachten konzentrierten Lösung bei den erwünschten
4-5 %. Bei der Vorrichtung ohne
Geschwindigkeitsreduktionsblätter 6 entsteht ein Druckabfall innerhalb des
Überlaufhohlraums, wodurch sich die Durchflußmenge der geklärten
Flüssigkeit verringert. Daher liegt die Konzentration der
durch den Feststoffauslaß 11 ausgebrachten konzentrierten
Flüssigkeit bei äußerst unerwünschten 1,5-2,0 %.
Beispiel II
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Hier wird eine herkömmlichen Dekantierzentrifuge und eine
verbesserte mit einer erfindungsgemäßen
Flüssigkeitsauslaßvorrichtung ausgestattete Dekantierzentrifuge verglichen.
Bei der herkömmlichen Zentrifuge kann das Niveau der
Flüssigkeitsansammlung nicht höher als 130 mm eingestellt
werden. Andererseits liegt bei der erfindungsgemäßen
Dekantierzentrifuge das Niveau der Flüssigkeitsansammlung bei
180 mm. Beide Zentrifugenarten werden mit der gleichen
Konzentration der eingeleiteten Aufschlämmung betrieben.
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Bei der Zentrifuge mit einem Niveau der
Flüssigkeitsansammlung von 130 mm liegt die
Aufschlämmungsbehandlungs-Kapazität (Q) bei 20 m³/h und die
Aufschlämmungs-Feststoff-Rückgewinnung bei ungefähr 90 %. Bei der Zentrifuge mit einem
Niveau der Flüssigkeitsansammlung von 180 mm die
Aufschlämmungsbehandlungs-Kapazität (Q) bei 25 m³/h und die
Aufschlämmungs-Feststoff-Rückgewinnung bei ungefähr 93-93 %.
Daraus kann geschlossen werden, daß sich die
Aufnahmekapazität der Trommel 1 vergrößert und somit die
Trennungs-Wirkung extrem verbessert.
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Es ist offensichtlich, daß die beschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen die Erfindung nicht auf diese speziellen
Ausführungsformen beschränkt.