DE690804C - Vorrichtung und Verfahren zum elektrischen Blankgluehen von langgestreckten Metallgegenstaenden - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum elektrischen Blankgluehen von langgestreckten MetallgegenstaendenInfo
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- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
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Description
- Vorrichtung und Verfahren zum elektrischen Blankglühen von langgestreckten Metallgegenständen M Beim elektrischen Blankglühen, insbesondere beim Blanknormalisieren vo# langgestreckten Metallgegenständen, wie Blechen, Bänderno.dgl., istesbekannt, daszuglühende Gut in Kontaktkleinmen einzuspannen und durch direkte Stromzufuhr kurzzeitig, z. B. in wenigen Sekunden, auf die für-das AusglÜhen erforderliche Temperatur zu erhitzen. Hierbei gestaltet sich das Ein- und Ausbringen des zu glühenden Gutes in die Kontaktklemmen, das durchwe- von Hand erfolgt. mühsam und zeitraubend und dadurch imwirtschaftlich. Außerdem wird bei den bekannten Kontaktklemmen das von ihnen erfaßte dut nicht gestreckt, so daß ein Verwerfen desselben wilirend des Ausglühens erfolgt, g wodurch das Gut insbesondere bei Blechen uneben, wird.
- Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Einrichtung zum elektrischen Blank-"lühen, CI insbesondere zum Blanknormalisieren von laiIggestreckten Metallgegenständen, wie Blechen, Bändern o.dgl., durch die die vorerwähnten Schwierigkeiten vermieden werden- und wodurch das Blankglühen wirttschaf tlich gestaltet wird, da das Ein- und Ausbringen des Glühgutes in die im Glühofen befindlichen, besonders ausgebildeten Kontaktkleminen vollständig" maschinell und ohne jede besondere Handliabungr erfolgt, das Blank lühen also am laufenden Band -e-9 schieht. In der beiliegenden Zeichnung ist die Einrichtung gemäß der Erfindung zur Ausführung des an sich bekannten Verfahrens in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch die neue Einrichtung, während Abb. 2 einen Querschnitt nach Linie IJ der Abb. i darstellt.
- Die zum Blankglühen bestimmten Gegenstände i, z. B. Bleche, die in der Nähe der Einrichtung in Stapeln gelagert sind, werden mittels einer Schleuse 2 einzeln oder auch zu mehreren erfaßt und in den zum bekannten Zwecke mit Schutzgas ausgefüllten Glühofen 3 eingeführt, wo sie von einem herausziehbaren Rollgang.4 aufgenommen werden. Ein Anschlag 5 im Innern des Ofens gewährleistet ein richtiges und gleichmäßiges Auflaufen der Bleche i auf den Rollgang -1. Das Einführen der Bleche i in die Schleuse 2 und in den Ofen 3 erfolgt durch Elektromagnete, wobei es zweckmäßig ist, die gestapelten Bleche i auf einen von Hand, mechanisch, pneumatisch oder hydraulisch betätigten Hubzylinder 6 zu lagern, so daß die Bleche jeweils in die für das Einbringen in die Schleuse 2 richtige Lage gehoben werden. Das Einführen des Glühgutes kann aber auch auf einem in der Schleuse 2 gut abdichtenden Tisch erfolgen, der nach dein Einspannen des Glühgutes abgesenkt und zurückgezogen wird. Nach erfolgtem Aufbringen der Bleche auf den im Ofen befindlichen Rollgan94 werden die Bleche i von zwei oder mehreren mit der Stromzufuhr in Verbindung stehenden Kontaktklemmen 7 erfaßt und eingespannt gehalten, zu welch letzterem Zwecke eine der Kontaktklemmen 7 mit Hilfe einer nicht dargestellten mechanischen, hydraulischen oder pneumatischen Vorrichtung bis zur Beendigung des Glühvorganges unter Zugspannung gehalten wird. Nach dem Erfassen und Einspannen der Bleche i- durch die Kontaktklemmen 7 wird der Rollgang 4 durch Zahnantrieb 8 o. dgl. aus dem Ofen 3 herausgefahren, so daß die Bleche i frei zwischen den Kontaktklemmen 7 liegen und von letzteren gehalten werden. Hierauf werden die Kontaktklemmen 7 und somit auch die Bleche i durch Einschalten der Stromzufuhf unter Strom gesetzt, so daß in an sich bekannter Weise eine schnelle Erhitzung der Bleche auf 2n.
- die für das Blankglühen notwendige Temperatur erfolgt. Nach erfolgtem Glühen wird der Strom ausgeschaltet, und die Kontaktklemmen 7 geben die Bleche i frei, die dann auf einen im Ofen 3 angeordneten, zweckmäßig vorerwärrnten und auf Rollen 9 laufenden Wagen io fallen und sich hier aufstapeln, wobei es ebenfalls zweckanäßig ist, diesen Wagen io auf einen hydraulisch, mechanisch oder pneumatisch betätigten Hubzylinder ii zu lagern, wodurch der vorher gehobene Wagen io nach Aufnahme der Bleche nach und nach langsam abgesenkt und somit ein Z, Cyleichmäßiges Ablegen der Bleche i auf ihn ohne Schrammen ermöglicht wird. Hat der Wagen io die genügende Anzahl von Blechen i aufgenommeii, so werden die Schieber 12 und 13 des Glühofens 3 geöffnet, und es wird ein neuer vorgewärmter, auf dem Rolle, alang 9 laufender zweiter Wagen 14 von Hand oder auch mechanisch mittels Drückers 15 in den Ofen 3 eingeführt, der dann gleichzeitig den mit den Blechen i beladenen Wagen io aus dem Ofen 3 heraus in die Abkühlkammer 16 schiebt, in der sich die Bleche abkühlen, wobei die Abkühlung durch Wärmeabfuhr bzw. Wärmezufuhr beliebig geregelt werden kann.
- Sowohl im Glühofen 3 als auch in der Abkühlkammer' 16 können Temperaturausgleichsvorrichtungen beliebiger Bauart angeordnet werden, um hierin jeden beliebigen Ternpe-,raturverlauf zu erzielen.
- Durch geeignete Ausbildung des dieBleche i aufnehmenden Abstreiferrollganges 4, z. B. durch Anbringen von Kühlrippen, kann noch erreicht -,verden, daß das geglühte Blech schnell abgekühlt wird, wodurch man es in der Hand hat, jede beliebige Ko#ngröße des Bleches zu erzielen.
- Dadurch, daß die Einrichtung verhältnismäßig wenig Platz in Anspruch nimmt, können zwei oder mehrere öfen nebeneinander angeordnet werden, die dann gemeinsam von einem Transformator bedient werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum elektrischen Blankglühen von lang- streckten Metallgegenständen, insbesondere von Blechen, Bändern o. dgl., bei der die zu glühenden Gegenstände in einem Glühofen. durch direkte Stromzufuhr kurzzeitig auf die für das Blankglühen notwendige Teinperatur erhitzt und anschließend abgekühlt werden, gekennzeichnet durch eine mit einer Fördervorrichtung versehene Schleusenkammer (2) zum Einschleusen der vor dem Ofen in Stapeln gelagerten Gegenstände, durch einen im Glühofen (3)'- im Anschluß an die Schleusenkammer angeordneten herausziehbaren Rollgang (4) sowie beidseitig im Ofen angeordnete Kontaktklemmen (7) zum Erfassen und Einspannen der Gegenstände, von denen die Klemmen der einen Ofenseite während des Erhitzungsvorganges unter Zugspannung stehen. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen im Glühofen (3) derart vorgesehenen Anschlag (5), daß die eingeschleusten Gegenstände gleich-ZD mäßig auf den Rollgang (4) aufgebracht Z> , Z5 werden. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen vbn einem durch Hand, mechanisch, livdraulisch oder pneurnatisch betätigten Hubzylinder (ii) getragenen Wagen (io) zur Aufnahme der geglühten Gegenstände. ZD ;Z 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch am Rollgang (4) angeordnete Kühlrippen. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, gekennzeichnet durch einen die in Stapeln gelagerten, in den Glühofen (3) einzuschleusenden Gegenstände tragenden und durch Hand, hydraulisch, pneurnatisch oder mechanisch betätigten Hubzyliiider (6). 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch einen gemeinsamen Transformator für mehrere nebeneinander angeordnete Glühöfen. 7. Verfahren zum Betriebe des Ofens nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach dein Erfassen der züi glühenden Gegenstände durch die Kontaktklemmen (7) der Rollgang (4) aus dem Glühofen (3) lierausgefahren und hierauf die Kontaktklemmen (7) und somit die Gege nstände unter Strom gesetzt werden, worauf nach erfolgtem Glühen durch Ausschaltung der Stromzufuhr die Kontaktklemmen (7) die Gegenstände freigeben, die dann auf den im Glühofen (3) angeordneten und auf Rollen (9) laufenden Wagen (io) atiffallen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937H0153563 DE690804C (de) | 1937-11-09 | 1937-11-09 | Vorrichtung und Verfahren zum elektrischen Blankgluehen von langgestreckten Metallgegenstaenden |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE690804C true DE690804C (de) | 1940-05-08 |
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ID=7181686
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1937H0153563 Expired DE690804C (de) | 1937-11-09 | 1937-11-09 | Vorrichtung und Verfahren zum elektrischen Blankgluehen von langgestreckten Metallgegenstaenden |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE690804C (de) |
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1937
- 1937-11-09 DE DE1937H0153563 patent/DE690804C/de not_active Expired
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