DE69030992T2 - Verarbeitung und speicherung von dialyseparametern - Google Patents
Verarbeitung und speicherung von dialyseparameternInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verarbeitung und Speicherung von Dialyseparametern und eine zur Anwendung eines solchen Verfahrens geeignete Dialysevorrichtung.
- Das angesprochene Verfahren und die angesprochene Dialysevorrichtung eignen sich insbesondere gut, aber nicht ausschließlich für häusliche Dialysebehandlungen, bei denen im allgemeinen nicht vorgesehen ist, ununterbrochen einen Spezialisten (Arzt oder Krankenschwester) zur Überwachung des Behandlungsablaufs einzusetzen.
- Es versteht sich wenigstens aus theoritischer Sicht, daß unter Zuhilfenahme einer in einer zentralen Steuerungstelle befindlichen Empfangsvorrichtung, die mit der Dialysevorrichtung beispielweise mittels einer Telefonleitung verbunden ist, die Überwachung einer Dialysevorrichtung aus der Entfernung und ohne Unterbrechung durchgeführt werden kann.
- Die Schrift EP 0 251 520 beschreibt ein System zur Überwachung der Gesundheit eines Patienten, das einen in der Wohnung des Patienten befindlichen Personalcomputer umfaßt. Dieser Personalcomputer ist mit Mitteln zur Übertragung von Daten zu einer Zentraleinheit verbunden.
- Der Personalcomputer ist dazu programmiert, den Patienten entsprechend eines von einem Arzt erstellten Programms dazu aufzufordern, bestimmte Tests durchzuführen, insbesondere bestimmte Parameter zu messen sowie bestimmte Medikamente einzunehmen.
- Alle Werte der gemessenen Parameter werden gespeichert und alle gespeicherten Daten werden zur Zentraleinheit übertragen.
- Die Schrifft WO 80/02376 beschreibt eine von einem Rechner gesteuerte Vorrichtung zur medizinischen Behandlung, beispielweise eine Vorrichtung zur Blutbehandlung mittels eines extrakorporalen Kreislauf. Diese Vorrichtung umfaßt eine Mehrzahl von Einrichtungen zum Umwählzen von Flüssigkeiten, insbesondere Pumpen und Ventile, sowie eine Mehrzahl von Aufnehmern zum Messen von Parametern des Flüssigkeitskreifslaufs (Druck, Durchfluß) und zum Prüfen der Funktion der Einrichtungen zum Umwählzen von Flüssigkeiten. Die von den Aufnehmern abgegebenen Signale werden einem Rechner zugeführt, der auf der Basis dieser Signale und eines Behandlungsprogramme die Funktion der verschiedenen Einrichtungen der Vorrichtung steuert.
- Es können mehrere Vorrichtungen an ein zentrales Überwachungssystem angeschlossen werden, mittels dessen alle in derselben Einrichtung ablaufende Vorgänge überwacht und gegebenenfalls aufgezeichnet werden können. Das Problem, das die Übertragung der in jedem Moment von einer Vielzahl von Parametern angenommen Werte darstellt, ist in dieser Schrift weder angesprochen noch nahegelegt.
- Nun stellte es sich heraus, daß die ununterbrochene Überwachung der Dialysevorrichtung die Übertragung und Speicherung einer beträchtlichen Menge von Werten während einer vergleichsweise langen Zeitdauer von der Größenordung von drei bis vier Stunden, entsprechend der Gesamtdauer der Behandlung, erfordert. Die sich anschließende Auswertung der erhaltenen Werte hat wegen der Überwachung zahlreicher Werte, die sich während der gesamten Dauer der Behandlung wahrscheinlich nicht verändert haben werden, für die Vorrichtung wie für die Empfangseinrichtung einen beträchtlichen Zeitverlust zur Folge.
- Das eben Erläuterte macht die Notwendigkeit deutlich, über ein Verfahren zur Verarbeitung und Speicherung von Dialyseparametern verfügen zu können, das der Reihe nach die Übertragung und die Auswertung der digitalen Daten in wesentlich verkürzteren Zeiten als gegenwärtig erlaubt, um in einem Überwachungszentrum die Verwendung einer vergleichsweise einfachen, mäßig leistungsfähigen und folglich vergleichsweise preiswerten Auswerteinheit zu gestatten.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein Verfahren und eine Dialysevorrichtung bereitzustellen, die den obigen Erfordernissen Genüge tun.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist entsprechend der Erfindung ein Verfahren vorgesehen zur Überwachung einer medizinischen Behandlung, die mittels einer Dialysevorrichtung vorgenommen wird, welche mit einer zentralen Überwachungseinheit verbunden ist, die sich an einem vom Ort der medizinischen Behandlung entfernten Ort befindet, wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- - Messen und/oder Verarbeiten einer Mehrzahl das Betriebsverhalten der Dialysevorrichtung anzeigender Parameter am Ort der Behandlung;
- - Auswählen wenigstens eines besonders interessierenden Parameters aus der Mehrzahl der Parameter;
- - Anwenden wenigstens einer Speicherregel auf die von dem ausgewahlten Parameter angenommenen Werte am Ort der Behandlung, um aus diesen Werten eine Untergruppe zu speichernder Werte auszuwählen;
- - Speichern dieser Untergruppe von Werten am Ort der Behandlung; und
- - Übertragen der Untergruppe von Werten zu der vom Ort der Behandlung entfernten zentralen Überwachungseinheit
- Gemäß eines Kennzeichens der Erfindung schreibt die Speicherregel aufgrund eines zuvor bestimmten Bereichs zulässiger Werte des ausgewählten Parameters die Speicherung des Parameterwertes vor, entweder sobald er den Bereich zulässiger Werte verläßt oder sobald er dorthin zurückkehrt
- Gemäß eines weiteren Kennzeichens der Erfindung schreibt die Speicherregel die Speicherung des Zeitpunkts vor, zu dem der Wert eines ausgewählten Parameters den Bereich zulässiger Werte verläßt oder dorthin zurückkehrt.
- Gemäß noch eines weiteren Kennzeichens der Erfindung schreibt die Speicherregel die Werte vor, die der ausgewählte Parameter in bestimmten Zeitabstanden annimmt.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch eine Dialysevorrichtung mit:
- - Mitteln zum kontinuierlichen Messen und Verarbeiten einer Vielzahl den Betriebszustand der Dialysevorrichtung anzeigender Parameter;
- - erste Speichermittel zum Speichern von besonders interessierenden Parametern, die aus der Vielzahl von Parametern ausgewählt wurden;
- - zweite Speichermittel zum Speichern wenigstens einer Regel für das Abspeichern der von den besonders interessierenden Parameter angenommenen Werte;
- - dritte Speichermittel zum Speichern der von den besonders interessierenden Parametern angenommenen Werte nach Maßgabe der Speicherregel;
- - Verbindungsmittel zum Übertragen des Inhalts der dritten Speichermittel zu einer zentralen Überwachungseinheit außerhalb der Dialysevorrichtung;
- - Auswertemittel zum Empfangen der von den Parametermeß- oder -verarbeitungsmittel ausgesendeten Signale, um die Speicherung der zugehörigen Informationen in den Speichermitteln auszulösen und um die Übertragung des Inhalts des dritten Speichermittels zu der zentralen Überwachungseinheit durch die Verbindungsmittel auszulösen.
- Gemäß eines Kennzeichens der Erfindung weist die Dialysevorrichtung folgendes auf:
- - vierte Speichermittel zum Speichern von Bereichen zulässiger Werte für die interessierenden Parameter;
- - fünfte Speichermittel zum Speichern wenigstens eines von einem besonders interessierenden Parameter angenommenen Wertes, wenn dieser Wert entweder innerhalb oder außerhalb des Bereichs zulässiger Werte liegt.
- Gemäß eines weiteren Kennzeichens der Erfindung sind die Auswertemittel außerdem dafür vorgesehen, in dem fünften Speichermittel die Speicherung des Zeitspunkts auszulösen, zu dem ein von einem besonders interessierenden Parameter angenommener Wert den Bereich zulässiger Werte verläßt oder dorthin zurückkehrt
- Gemäß eines weiteren Kennzeichens der Erfindung sind die Auswertemittel außerdem dafür vorgesehen, die Übertragung des Inhalts des fünften Speichermittels zu der zentralen Überwachungseinheit durch die Verbindungsmittel auszulösen.
- Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird diese anhand einer bevorzugten Ausführungsform, als einem einfachen Beispiel, das den Schutzbereich nicht begrenzt, sowie unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben:
- - Figur 1 ist ein Funktionsschaltbild einer Dialysevorrichtung, in der nur die Elemente der vorliegenden Erfindung gezeigt sind.
- - Die Figuren 2 und 3 sind Flußdiagramme für Abfogen von Anweisungen einer bevorzugten Ausführungsform des Hauptprogramms in einer in der Dialysevorrichtung gemäß Figur 1 installierten Recheneinheit.
- Bezugnehemend insbesondere auf Figur 1, bezeichnet das Bezugszeichen 1 das Ganze einer Dialysevorrichtung, in der die verschiedenen Einrichtungen, die praktisch die Dialyse ausführen und überwachen, nicht gezeigt sind, insoweit von ihnen angenommen wird, daß sie einem Techniker bereits bekannt sind.
- Dahingegen sind die Einheiten für die Auswahl der für den Betrieb der Dialysevorrichtung 1 kritischen Parameter hervorgehoben und mit den Nummern 2 bis 7 versehen.
- Die Einheiten 2 und 3 verarbeiten die Signale analoger beziehungsweise digitaler Art und sind im wesentlichen aktiver oder mit anderen Worten "intelligenter" Art, indem sie Werte bereitstellen, die bereits von ihnen selbst oder von anderen nicht dargestellten Einheiten (beispielsweise Mikroprozessoren an verschiedenen Stellen der Vorrichtung 1 umfassend) ausgewertet wurden. Jede Einheit 2, 3 kann gleichzeitig mehrere Parameter verarbeiten und weist daher mehrere Auswahlkanale auf, die durch die Bezugszeichen 2a beziehungsweise 3a bezeichnet sind. Die von den Einheiten 2 und 3 ausgewählten Parameter können beispielsweise die Dialyseflüssigkeit (Leitfähigkeit, Temperatur, etc.) und/oder die Ultrafiltrationseinrichtung (stündliche Gewichtsabnahme des Patienten, etc.) betreffen.
- Die Einheiten 4, 5, 6, 7 sind Einheiten zur passiven Auswahl von Signalen digitaler (Einheiten 4, 5) beziehungsweise analoger Art (Einheit 6) sowie der Art, die Demodulatoren mit Digitalausgabe für Signale einer beliebigen Darstellungsart aufweisen (beispielsweise Frequenz-, Amplituden-, Phasenmodulation oder aber Pulsbreiten-, Pulsphasen-Modulation, oder auch im allgemeinen Spektraltransformationen, Schutz- oder Sicherheitscodes (Einheit 7).
- Die Einheit 4 besteht vorzugsweise aus Programmierungs- Mikroschaltern (dip-switches), die eine manuelle Programmierung jeder Betriebsfunktion der Vorrichtung 1 durch einen Spezialisten gestatten.
- Die Einheit 5 besteht im wesentlichen aus einer Vielzahl von "Ein/Aus"- Aufnehmern, die den Zustand eines einzelnen Parameters (beispielsweise den Druck der Dialyseflüssigkeit, einen Blutverlust, etc.), während einer von der Vorrichtung 1 durchgeführten Dialysebehandung anzeigen können.
- Die Einheit 6 umfaßt vorzugsweise Aufnehmer analoger Bauart, die ein Signal abgeben können, dessen Amplitude von einem entsprechenden, zu uberwächenden Parameter (beispielweise dem Venendruck, dem Durchfluß einer Blutpumpe, etc.) abhängt.
- Dieselben Überlegungen treffen auf Einheit 7 zu, deren Aufnehmer ein moduliertes oder kodiertes Signal als Funktion eines entsprechenden Parameters erzeugen können.
- Analog zu dem, was gerade zu den Einheiten 2, 3 gesagt wurde, verarbeitet jede der Einheiten 4, 5, 6, 7 andere Parameter und weist mit den Bezugszeichen 4a, 5a, 6a, 7a versehene Auswahlkanäle auf.
- Die Einheiten 2 und 3, die bereits mit einer Möglichkeit zur lokalen Verarbeitung ausgestattet sind, sind mittels entsprechender Schnittstellen 12, 13 an einen "Datenbus 10" angeschlossen.
- Die Einheiten 4, 5, 6, 7 sind dahingegen mittels entsprechender, spezifischer Auswahlschatungen 14, 15, 16, 17 im wesentlichen bekannter Art an den "Datenbus" 10 angeschlossen. Beispielsweise können die Schaltungen 14, 15 eine Mehrzahl von "Dreizustandschaltungen" aufweisen, die für eine periodische Betriebsweise geeignet sind und zum einen mit den vorgenannten Aufnehmern digitaler Art und zum anderen mit einer gemeinsamen, mehrpoligen Übertragungsleitung, die an den "Datenbus 10" angeschlossen ist, verbunden sind. Der Auswahlkanal 16 kann einen "Multiplexer" analoger Art mit jeweils mit analogen Aufnehmern verbundenen Eingangsanschlüssen sowie einen Analog/Digital- Wandler aufweisen, der zwischen dem Ausgangsanschluß des "Multiplexers" und dem "Datenbus 10" angeordnet ist. Schließlich weist die Schaltung 17 Kanäle auf, von denen jeder aus einem digitalen Demodulator bestehen kann, welcher einen Eingang, der ein moduliertes, von dem entsprechenden Aufnehmer erzeugtes Signal empfangen kann, und einen Ausgang aufweist, der über einen Wandler, der imstande ist ein Signal analoger Art zu erzeugen (zum Beispiel mit 16 Bit), mit dem "Datenbus 10" verbunden ist.
- Der "Datenbus 10" ist an eine zentrale Auswerteeinheit 20 angeschlossen, die beispielsweise einen Mikroprozessor aufweist, der mit einer Vielzahl von Speichervorrichtungen 21, 22, 23, 24, 25, 26 Signale unter den im folgenden erläuterten Bedingungen austauscht.
- Die Einheit 20 ist ebenso mit einer Verbindungsschnittstelle 28 verbunden, über die sie interaktiv mit der Umwelt kommunizieren kann. Die Schnittstelle 28 ist vorzugsweise mit einer Vorrichtung zur galvanischen Trennung (nicht dargestellt) ausgerüstet, um im Falle von Verbindungen zu anderen Verbindungseinrichtungen (Modem) oder Auswerteeinrichtungen, die bei weniger erschwerten Bedingungen vorgesehen sind, die Isolierung und Zurückweisung von Störungen, für welche die Dialysevorrichtung ausgelegt wurde, zu gewährleisten.
- Die Schaltungen 12 bis 17, die Einheit 20 mit den zugehörigen Speichern 21 bis 26 und die serielle Schnittstelle 28 bilden zusammen eine Vorrichtung 30 zur Verarbeitung und Speicherung (Auswahl, Verarbeitung, Speicherung, Übertragung) der den Dialyseparametern zugeordneten Signale, deren Funktionsmerkmale im folgenden unter Bezug auf die Figuren 2 und 3 beschrieben werden. Diese Gesamtheit kann im Normalbetrieb interaktiv mit einer beispielsweise entfernten, zentralen Überwachungseinheit 34 kommunizieren, die dazu geeignete Mittel einer telematischen Schnittstelle wie Modulator-Demodulatorvorrichtungen 31, 33 und eine offentliche Telefonleitung 32 verwendet.
- Figur 2 betrifft das Flußdiagramm einer Abfolge von Anweisungen für einige vorausgehende Einstelloperationen, die der Operator vornimmt, um die Vorrichtung 30 betriebsbereit zu haben, wenn die Dialysebehandlung beginnt.
- Zunächst gelangt man zu einem Block 40, bei dem überprüft wird, ob die Absicht besteht, die Uhr einzustellen, die anschließend die zeitliche Abfolge der Auswahl der Werte durch die Vorrichtung 30 bestimmt. Im Falle, daß die Zeit nicht eingestellt werden soll, gelangt man zu Block 41, der dafür sorgt, daß als Startzeit der Dialyse zum Beispiel festgelegt wird Stunde : 0 ; Minuten : 0; Sekunden : 0. Im Falle, daß man einen bestimmten Zeitpunkt festsetzen möchte, beispielsweise denjenigen, zu dem die Behandlung wirklich beginnt, gelangt man zu einem Block 42, der dafür vorgesehen ist, eine solche Anzeige zu bewirken. Anschließend gelangt man zu einem Block 43, der überprüft, ob die Voreinstellung des Zeitpunktes korrekt durchgeführt wurde. Bei einer Verneinung wird zum Eingang von Block 42 zurückgekehrt, bei einer Bejahung gelangt man, ebenso wie nach dem Verlassen von Block 41, zu Block 44.
- Der Block 44 hat die Aufgabe, eine Auswahl der Kanäle 2a, 3a, 4a, 5a, 6a, 7a der Figur 1 durchzuführen, um nur diejenigen beizubehalten, die von Signalen durchlaufen werden, an denen eine Interese besteht, das eine Speicherung rechtfertigt. Der Block 44 dient auch dazu, die ausgewählten Kanäle innerhalb des Speichers 21 zu speichern. Der Block 45 überprüft die Richtigkeit der Auswahl dieser Kanäle. Im Falle einer nicht korrekten Auswahl, veranlaßt der Block 45 eine neuerliche Eingabe, bis die Wahl korrekt ist.
- Wenn die Auswahl korrekt ist, gelangt man zu einem Entscheidungsblock 46, bei dem die Absicht des Operators überprüft wird, während der Dialysebehandung kritische Dialyseparameter in dem Speicher 25 zu speichern, insbesondere die Vorgaben oder Grenzwerte wenigstens eines der ausgewählten Parameter.
- Im Falle einer Bestätigung gelangt man zu einem Block 47, bei dem für jeden der zuvor erwählten Kanäle ein Bereich zulässiger Werte definiert werden muß, indem jeder Bereich durch Grenzwerte begrenzt wird und die Grenzwerte selbst innerhalb des Speichers 22 der Figur 1 gespeichert werden. Die Überprüfung der korrekten Wahl der Grenzwerte wird mittels eines Blocks 48 durchgeführt, der im Falle einer nicht korrekten Wahl eine neue Eingabe auf der Ebene des Blocks 47 veranlaßt.
- Wenn die Auswahl korrekt ist, gelangt man zu einem Überprüfungsblock 49, der die Absicht des Operators die periodische Speicherung der für die Dialyseparameter erfaßten Werte durchführen zu lassen überprüft. Bei einer Bejahung erfolgt eine Rückkehr zum Ausgang des Blocks 46 und zum Eingang eines Überprüfungshilfsblocks 51. Dieser überprüft die Absicht des Operators, während der Dialysebehandlung periodisch einige der im Speicher 26 gespeicherten Parameter abspeichern zu lassen.
- Im Falle einer Bejahung gelangt man zu einem Block 52 mittels dessen man für jeden betreffenden Kanal die Einzelheiten der Auswahl und der Abspeicherung des entsprechenden Parameters definiert. Beispielsweise gibt man die Werte bezüglich der Häufigkeit der periodischen Messungen, des zu einer Speicherung bei jedem Kanal zur Verfügung stehenden Speicherumfangs, eventueller Koeffizienten zum Durchführen einer linearen Transformation, falls erforderlich, der erfaßten analogen oder digitalen Signale, etc. an. Alle diese eben genannten Werte werden in dem Speicher 23 der Figur 1 gespeichert.
- Die Überprüfung der korrekten Erfassung der zuvor genannten Werte wird mittels eines Blocks 53 durchgeführt, der im Falle einer nicht korrekten Erfassung eine weitere Operation fordert, die eine neuerliche Eingabe bei Block 52 veranlaßt.
- Im Falle einer korrekten Vorgabe gelangt man ebenso wie nach dem Verlassen des Blocks 49 zum Eingang eines Blocks 55, der überprüft, ob wenigstens eine Speicherung der Werte innerhalb der Speicher 21, 22, 23 der Figur 1 durchgeführt wurde. Bei einer Verneinung - wobei dies bedeudet, daß keine wirksame Operation erfolgte (die Speicher 21, 22, 23 tatsächlich leer sind), obwohl ein Weg beschritten wurde, der eine Auswahloperation und eine Speicherung der für die Dialyseparameter erfaßten Werte vorsah - wird daher zum Eingang des Blocks 46 zurückgekehrt. Bei einer Bejahung gelangt man zur selben Zeit wie nach dem Verlassen des Blocks 51 zu einem Block 56, der den Beginn der Dialysebehandlung durch die Vorrichtung 1 auslöst.
- Die Figur 3 betrifft das Flußdiagramm einer Abfolge von Anweisungen, die von der Einheit 20 während der Dauer der Dialysebehandlung unbedingt periodisch durchlaufen wird, um die Werte der ausgewählten Parameter bei besonderen Betriebsbedigungen zu erfassen.
- Zunächst gelangt man zu einem Vergleichsblock 60, der überprüft, ob einer oder mehere der ausgewählten Parameter einen Wert außerhalb des Bereichs zulässiger und in der Vorrichtung 22 gespeicherter Werte haben.
- Bei einer Bestätigung, wird zu Block 61 übergegangen, der wenigstens einen der Parameter, die einen in Block 47 der Figur 2 definierten Grenzwert überschrifften haben, und außerdem ebenso den Zeitpunkt des Ereignisses in Speicher 25 speichert. Beispielsweise könnte die Speichervorrichtung 25 einfach kreis- oder stufenförmiger Art sein, um die Speicherung von 64 Gruppen von Parametern zu gestatten, wobei in diesem Fall die Speicherung einer 65-ten das automatische Löschen der in chronologischer Reihenfolge zuerst gespeicherten zur Folge hätte.
- Der Parameter (oder die Parameter), dessen Wert den von Grenzwerten definierten Bereich verlassen hat, wird anschließend mittels Block 62 innerhalb der Speichervorrichtung 24 der Figur 1 gespeichert, um die Rückkehr des Wertes in denjenigen Bereich überwachen zu können, der zulässigen Werten entspricht.
- Die Überwachung der oben genannten Rückkehr erfolgt unter Zuhilfenahme einer Reihe von Blöcken 65, 66, 67, 68. Zu dem Eingang des ersten von ihnen gelangt man direkt nach dem Verlassen der Blöcke 60 und 62. Der Block 65 überprüft insbesondere, ob wenigstens ein innerhalb des Speichers 24 gespeicherter Parameter existiert. Bei einer Verneinung, wird zu einer weiter definierte Stufe bei Block 70 übergegangen, während man im Falle einer Bestätigung zu einem Vergleichsblock 66 gelangt, dessen Funktion darin besteht, zu überprüfen, ob der Wert des gemessenen Parameters zu diesem Zeitpunkt in den Bereich zulässiger Werte zurückgekehrt ist oder nicht.
- Bei einer Verneinung wird zu einer weiter definierte Stufe bei Block 70 übergegangen, während bei einer Bestätigung mittels des Blocks 67 eine weitere Speicherung der zu diesem Zeitpunkt für wenigstens einen der Parameter, der einen Grenzwert überschritten hat, gemessenen Werte sowie des Zeitpunkts der Messung in einer Weise analog zu der zuvor in Bezug auf Block 61 beschriebenen Weise erfolgt. Anschließend gelangt man zu Block 68, der das Löschen desjenigen Parameters aus Speicher 24 bestimmt, dessen Wert in den Bereich zulassiger Werte zurückgekehrt ist.
- Nach dem Verlassen der Blöcke 65, 66, 68 gelangt man zu einem Vergleichsblock 70, der überprüft, ob der Zeitpunkt gekommen ist, um Behandlungsparameter nach Maßgabe der Merkmale, die mittels Block 52 der Figur 2 vorgesehen und im Speicher 23 der Figur 1 gespeichert wurden, zu speichern. Bei einer Verneinung wird Block 70 verlassen, während man bei einer Bestätigung zu einem Block 71 gelangt, der die Speicherung der vorgenannten Parameter innerhalb des Speichers 26 überprüft.
- Nach den Blöcken 70 und 71 gelangt man zum Eingang des Blocks 72, der nachprüft, ob über die Verbindungsschnittstelle 28 der Figur 1 eine beispielsweise von der zentralen Überwachungseinheit 34 ausgegebene Aufforderung zur Übermittlung von Meßwerten vorliegt.
- Bei einer Verneinung werden die in dem Flußdiagramm der Figur 3 vorgesehenen Überprüfungen durchlaufen, indem wieder bei Block 60 begonnen wird. Bei einer Bejahung wird zur Übertragung der Werte zur Einheit 34 unter der Überwachung des Blocks 73 übergegangen, der beispielsweise die gesamte Übertragung der in den Speichern 25 und/oder 26 enthaltenen Daten steuert, oder aber die Übertragung aller zu einem gegebenen Zeitpunkt gemessenen Werte der Dialyseparameter, die ausgewählt wurden, gemäß der von der Einheit 34 selbst ausgegebenen Aufforderung.
- Die Überwachung der Beendigung der Übertragung erfolgt mittels Block 74, der bei einer Bestätigung (in korrekter Weise beendete Übertragung) zum Eingang des Blocks 60 weiterleitet, während er bei einer Verneinung (laufende oder nicht korrekte Übertragung) unter Zuhilfenahme eines Warteblocks 75 zum Eingang des Blocks 73 (Analyse der Antwort) weiterleitet
- Die vorstehend unter Bezug auf die Blöcke 73, 74, 75 beschriebenen Operationen werden von der Einheit 28 geführt, um eine sichere Verfahrensweise bei der Datenübertragung gemäß eines gesicherten Protokolls sicherzustellen, da es äußerst wichtig ist, daß die Datenübertragung in überaus zuverlässiger Weise erfolgt. Ein Datensatz könnte beispielsweise zu äußeren intelligenten Einheiten übermittelt werden, die ihrerseits mit weiteren intelligenten Einheiten in Verbindung stehen oder einen späteren Datensatz mit Aufträgen zur Bereitstellung und/oder Inbetriebsetzung und/oder Abfragung zur Vorrichtung 30 zurückschicken könnten.
- Aus der Analyse des Verfahrens zur Verarbeitung und Speicherung sowie der Dialysevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ergeben sich in offensichtlicher Weise die erzielbaren Vorteile.
- Vor allem erkennt man, daß die Informationen bezüglich der auffälligsten Ereignisse (Überschreiten der Grenze des Bereichs zulässiger Werte) aufgezeichnet und sofort innerhalb eines ganz speziellen Speicherbereichs verfügbar gemacht werden.
- Weitere Informationen bezüglich der Entwicklung der Parameter während der Dialysebehandlung werden gemäß der vorherbestimmten Einzelheiten ausgewählt und ebenso leicht verfügbar gemacht und zur Übertragung aus einem weiteren speziellen Speicherbereich bereitgehalten.
- Die Verwendung entfernter Überwachungseinheiten, die mit gehobenen Speicherungs- und Auswertungsmöglichkeiten ausgestattet sind, ist daher nicht erforderlich. Es zeigt sich im Gegenteil, daß eine Überwachungseinheiteinheit mit begrenzten Möglichkeiten, beispielsweise ein Mikrocomputer, eine Vielzahl von Dialysevorrichtungen (nahe oder entfernte), die gleichzeitige Behandlungen durchführen, führen und die erhaltenen Daten in einem zentralen Speicher (Datenbank) verfügbar halten kann.
- Die Möglichkeit, die zu überwachenden und/oder zu speichernden Parameter vorauszuwählen, gestattet es, für die jeweiligen Patienten verschiedene Überwachungsstrategien zu entwerfen, und macht die Verwendung der gemäß der vorliegenden Erfindung ausgestatteten Dialysevorrichtung sehr anpassungsfähig und versetzt sie in die Lage, auf die verschiedensten Betriebserfordernisse einzugehen.
- Es versteht sich, daß an dem zuvor beschriebenen Verfahren und der zuvor beschriebenen Vorrichtung verschiedene Modifizierungen vorgenommen werden können, ohne den Schutzumfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Claims (14)
1. Verfahren zur Überwachung einer medizinischen Behandlung, die
mittels einer Dialysevorrichtung vorgenommen wird, welche mit
einer zentralen Überwachungseinheit (34) verbunden ist, die sich an
einem vom Ort der medizinischen Behandlung enifernten Ort befindet,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist :
- Messen und/oder Verarbeiten einer Mehrzahl das Betriebsverhalten
der Dialysevorrichtung anzeigender Parameter am Ort der Behandlung;
- Auswählen wenigstens eines besonders interessierenden
Parameters aus der Mehrzahl der Parameter;
- Anwenden wenigstens einer Speicherregel auf die von dem
ausgewählten Parameter angenommenen Werte am Ort der Behandlung,
um aus diesen Werten eine Untergruppe zu speichernder Werte
auszuwählen;
- Speichern dieser Untergruppe von Werten am Ort der Behandlung;
und
- Übertragen der Untergruppe von Werten zu der vom Ort der
Behandlung entfernten zentralen Überwachungseinheit (34).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Speicherregel aufgrund eines zuvor bestimmten Bereichs zulässiger
Werte des ausgewählten Parameters die Speicherung des
Parameterwertes vorschreibt, sobald er den Bereich zulässiger Werte
verläßt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Speicherregel aufgrund eines zuvor bestimmten Bereichs zulässiger
Werte des ausgewählten Parameters die Speicherung des
Parameterwertes vorschreibt, sobald er in den Bereich zulässiger
Werte zurückkehrt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Speicherregel die Speicherung des Zeitpunkts
vorschreibt, zu dem der Wert eines ausgewählten Parameters den
Bereich zulässiger Werte verläßt oder dorthin zurückkehrt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Speicherregel darüberhinaus die Speicherung
der Werte vorschreibt, die der ausgewählte Parameter in bestimmten
Zeitabständen annimmt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die ausgewählten Parameter aus den folgenden
Parametern ausgewählt werden: Leitfähigkeit der Dialyseflüssigkeit,
Temperatur der Dialyseflüssigkeit, Druck der Dialyseflüssigkeit,
Menge des entfernten Ultrafiltrats, Vorhandensein von Blut in dem
Kreislauf der Dialyseflüssigkeit, Druck in dem Kreislauf der
Blutrückgabe, Durchfluß einer Blutpumpe.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Übertragung der Untergruppe von Werten zu
der zentralen Überwachungseinheit (34) über eine Telefonleitung
durchgeführt wird.
8. Dialysevorrichtung mit:
- Mitteln zum kontinuierlichen Messen oder Verarbeiten (2, 3, 5, 6)
einer Vielzahl den Betriebszustand der Dialysevorrichtung
anzeigender Parameter;
- erste Speichermittel (21) zum Speichern von besonders
interessierenden Parametern, die aus der Vielzahl von Parametern
ausgewählt wurden;
- zweite Speichermittel (23) zum Speichern wenigstens einer Regel
für das Abspeichern der von den besonders interessierenden
Parameter angenommenen Werte;
- dritte Speichermittel (26) zum Speichern der von den besonders
interessierenden Parametern angenommenen Werte nach Maßgabe der
Speicherregel;
- Verbindungsmittel (28) zum Übertragen des Inhalts der dritten
Speichermittel (26) zu einer zentralen Überwachungseinheit (34)
außerhalb der Dialysevorrichtung;
- Auswertemittel (20) zum Empfangen der von den
Parametermeß- oder -verarbeitungsmittel (2, 3, 5, 6) ausgesendeten Signale, zum
Auslösen die Speicherung der zugehörigen Informationen in den
Speichermitteln (21, 23, 26) und zum Auslösen die Übertragung des
Inhalts des dritten Speichermittels (26) zu der zentralen
Überwachungseinheit (34) durch die Verbindungsmittel (28).
9. Dialysevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß sie folgendes aufweist:
- vierte Speichermittel (22) zum Speichern von Bereichen zulässiger
Werte für die interessierenden Parameter;
- fünfte Speichermittel (25) zum Speichern wenigstens eines von
einem besonders interessierenden Parameter angenommenen Wertes,
wenn dieser Wert entweder innerhalb oder außerhalb des Bereichs
zulässiger Werte liegt.
10. Dialysevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auswertemittel (20) außerdem dafür vorgesehen sind, in dem
fünften Speichermittel (25) die Speicherung des Zeitpunkts
auszulösen, zu dem ein von einem besonders interessierenden
Parameter angenommener Wert den Bereich zulässiger Werte veriäßt
oder dorthin zurückkehrt.
11. Dialysevorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswertemittel (20) außerdem dafür
vorgesehen sind, die Übertragung des Inhalts des fünften
Speichermittels (26) zu der zentralen Überwachungseinheit (34)
durch die Verbindungsmittel (28) auszuläsen.
12. Dialysevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Regel zur Speicherung der von einem
besonders interessierenden Parameter angenommenen Werte die
Häufigkeit der Messung oder der Verarbeitung des Wertes dieses
Parameters umfaßt.
13. Dialysevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Regel zur Speicherung der von einem
besonders interessierenden Parameter angenommenen Werte die
Definition des der Speicherung dieser Werte zugewiesenen
Speicherplatzes umfaßt.
14. Dialysevorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die gemessenen Parameter die Leitfähigkeit der
Dialyseflüssigkeit, die Temperatur der Dialyseflüssigkeit, den Druck
der Dialyseflüssigkeit, die Menge des entfernten Ultrafiltrats, das
Vorhandensein von Blut in dem Kreislauf der Dialyseflüssigkeit, den
Druck in dem Kreislauf der Blutrückgabe, den Durchfluß einer
Blutpumpe umfassen.
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