DE69009559T2 - Zahnimplantat. - Google Patents

Zahnimplantat.

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Zahnimplantat gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Ein solches Implantat ist aus EP-A- 0 178 448 bekannt.
  • Wenn aus irgendeinem Grund ein Zahnverlust aufgetreten ist, wird der vom fehlenden Zahn zurückgelassene Hohlraum allmählich durch neues Knochengewebe aufgefüllt, jedoch erfährt der Randbereich eine Knochenatrophie, da auf ihn kein Kaudruck wirkt, und schließlich wird der Kieferknochen dünn. Ein Zahnimplantat soll einen solchen fehlenden Zahn ersetzen und dieselbe Kaufunktion ergeben, wie ein natürlicher Zahn. Das Zahnimplantat muß mit dem Knochengewebe verträglich und ungiftig sein und dabei ausreichende Festigkeit aufweisen. Als solche Zahnimplantate wurden solche aus metallischem Material, wie rostfreiem Stahl, einer Kobalt-Chrom-Legierung, Titan oder einer Titanlegierung, einem keramischen Material wie Aluminiumoxid, Hydroxyapatit oder Bioglas, oder einem Kohlenstoffmaterial entwickelt. Einige davon wurden bereits in der Praxis verwendet.
  • Insbesondere sind Aluminiumoxid oder ein Kohlenstoffmaterial, das ein biologisch inaktives Material ist, chemisch stabil und sicher, mit geringer Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften in einem lebenden Körper und mit guter Verträglichkeit zu einem lebenden Körper.
  • Wenn ein Zahnimplantat aus einem solchen Material in Knochengewebe zu implantieren ist, wird bekannterweise ein Verfahren verwendet, bei dem derjenige Teil des Zahnimplantats, der in Berührung mit dem lebenden Körper steht, mit einer Gewindestruktur versehen ist, um die Verbindungsfestigkeit zwischen dem lebenden Körper und dem Zahnimplantat zu erhöhen, und das Zahnimplantat wird dadurch körperlich festgehalten, oder es wird ein Verfahren verwendet, bei dem eine poröse Keramikschicht oder eine poröse Kohlenstoffschicht dazu verwendet wird, eine Wucherung des Knochengewebes zu ermöglichen, damit das Zahnimplantat dadurch festgehalten wird (siehe z.B. Veröffentlichung Nr. 34731/1981 zu einem Geprüften Japanischen Gebrauchsmuster). Insbesondere haben einige der Erfinder ein Zahnimplantat mit einer speziellen porösen Schicht entwickelt, unter Nutzung des ausgezeichnet freundlichen Verhaltens von Kohlenstoff gegenüber einem lebenden Körper (Veröffentlichung Nr. 9859/1986 zu einem Geprüften Japanischen Patent). Es wurde bestätigt, daß dann, wenn ein solches Zahnimplantat verwendet wird, das Knochengewebe in die poröse Schicht hineindringt und hineinwuchert, um eine feste Verbindung zwischen dem lebenden Körper und dem Zahnimplantat herzustellen. Um eine Verbindung zwischen dem Kernmaterial und der poröse Schicht bei einem solchen künstlichen Zahnmaterial zu bewerkstelligen, wurde vorgeschlagen, einen Schweißvorgang zu verwenden, wenn beide Materialien aus Metall bestehen, oder eine Verbindung über eine Glasschicht oder durch ein mechanisches Befestigungsverfahren durch eine Gewindestruktur des Kernmaterials vorzunehmen, wenn beide Materialien aus Keramik bestehen (Veröffentlichung Nr. 34731/1981 zu einem Geprüften Japanischen Gebrauchsmuster).
  • Bei herkömmlichen Zahnimplantaten wurden jedoch keine anderen mechanischen Befestigungsverfahren als solche mit einer Gewindestruktur verwendet, um das Kernmaterial und die poröse Schicht miteinander zu verbinden, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung der Verbindungsfestigkeit an der Grenzfläche zwischen dem Kernmaterial und der porösen Schicht, eines Abschälens an der Grenzfläche, eines Lockerns oder Verdrehens des Kernmaterials und schließlich die Möglichkeit des Herausfallens des Kernmaterials wegen Erschütterungen zum Zeitpunkt des Einbettens des Zahnimplantats in den Kieferknochen oder wegen wiederholter Aufschläge durch Kauvorgänge für eine lange Zeitspanne nach der Implantation des Zahnimplantats bestehen.
  • Selbst wenn das Zahnimplantat eine Gewindestruktur aufweist, wie sie in DE-B-1 042 834 dargestellt ist, hilft eine solche Struktur nicht dazu, das Verdrehen des Kernmaterials zu verhindern.
  • Ferner ist bei herkömlichen Zahnimplantaten keine verriegelnde Verbindung mit dem lebenden Körper direkt nach der Implantation möglich, wodurch die Wahrscheinlichkeit besteht, daß sich die Zahnimplantate bewegen, was dazu führt, daß es zu Mängeln der Zahnbehandlung kommt.
  • Andererseits kann ein Zahnimplantat mit Gewindestruktur ausgezeichnete Befestigung im Anfangszustand aufweisen, jedoch besteht die Schwierigkeit, daß es dazu neigt, sich bei seinem Gebrauch über eine lange Zeitspanne vom lebenden Körper zu lösen.
  • Ferner weisen einige Zahnimplantate aus Aluminiumoxid eine poröse Gewindestruktur auf. Jedoch ist die Elastizität von Aluminiumoxid selbst mindestens das Zehnfache der Elastizität des Knochengewebes und es besteht die Wahrscheinlichkeit, daß sich Spannungen örtlich konzentrieren, wodurch die Wahrscheinlichkeit besteht, daß es über lange Sicht gesehen zu einem Lockern des Zahnimplantats kommt.
  • Unter diesen Umständen haben die Erfinder umfangreiche Forschung ausgeführt, um derartige herkömmliche Schwierigkeiten zu überwinden, und im Ergebnis haben sie herausgefunden, daß es möglich ist, diese Schwierigkeiten dadurch zu überwinden, daß das bereits entwickelte Zahnimplantat mit der speziellen porösen Kohlenstoffschicht so verbessert wird, daß es eine spezielle Außenform aufweist und das Kernmaterial eine spezielle Außenform aufweist. Die Erfindung wurde auf Grundlage dieser Erkenntnis erzielt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zahnimplantat anzugeben, mit dem die Behandlung einfach ist, eine gewünschte Funktion direkt nach der Behandlung erzielt wird, ein stabiler Befestigungszustand für eine lange Zeitspanne aufrecht erhalten werden kann, und bei dem das Kernmaterial nicht herausfällt oder sich verdreht.
  • Diese Aufgabe kann leicht durch ein Zahnimplantat gelöst werden, wie es durch Anspruch 1 beansprucht wird.
  • In den beigefügten Zeichnungen ist folgendes dargestellt:
  • Fig. 1 bis 8 veranschaulichen verschiedene Ausführungsbeispiele nichtkreisförmiger Querschnitte des Kernmaterials des erfindungsgemäßen Zahnimplantats.
  • Fig. 9 veranschaulicht ein Zahnimplantat, wie es bei einem Beispiel 1 verwendet wird.
  • Fig. 10, 11 und 12 veranschaulichen Ausführungsbeispiele für das Kernmaterial, den Kronenträger und die Überkappung des Zahnimplantats der Erfindung.
  • Fig. 13 ist ein Querschnitt, der ein erfindungsgemäßen Zahnimplantat nach dem Anbringen der Krone veranschaulicht.
  • Fig. 14 ist ein Querschnitt, der den Gewindeabschnitt des Zahnimplantats veranschaulicht.
  • Nun wird die Erfindung im einzelnen beschrieben. Das erfindungsgemäße Zahnimplantat weist ein Kernmaterial und eine poröse Schicht auf. Genauer gesagt, ist die poröse Schicht auf der Oberfläche des Kernmaterials ausgebildet. Hierbei ist die Form des Kernmaterials eine Stabform. Für das Material besteht keine besondere Beschränkung. Jedoch können im allgemeinen verschiedene kohlefaserverstärkte Kohlenstoffmaterialien, Sinterkohlenstoff oder glasartiger Kohlenstoff, oder Metalle wie Platin, Titan, Tantal oder Wolfram, oder Keramiken wie Aluminiumoxid, Zirkoniumdioxid, Kalziumphosphat, Titandioxid oder biologisch aktives Glas genannt werden. Es ist bevorzugt, ein kohlefaserverstärktes Kohlenstoffmaterial, Titan oder Aluminium zu verwenden, das biologisch inaktiv ist und hohe Festigkeit aufweist.
  • Für die poröse Schicht besteht keine spezielle Beschränkung, solange sie auf dem oben angegebenen Kernmaterial ausgebildet werden kann, und das lebende Gewebe in Poren der porösen Schicht eindringen kann, wenn das Zahnimplantat in einen lebenden Körper implantiert wird, und ein fest verbundes Gewebe durch die räumliche Struktur der Poren und des eingedrungenen lebenden Gewebes ausgebildet werden kann und das verbundene Gewebe verkalken kann, um Knochengewebe zu bilden. Speziell kann eine poröse Schicht aus Aluminiumoxid oder eine poröse Schicht vom Kohlenstofftyp genannt werden, die dadurch erzielt wird, daß Kohlenstoff pyrolytisch auf einem Vliesstoff, wie einem solchen aus Kohlenstoffasern abgeschieden wird. Als poröse Schicht aus Aluminiumoxid kann diejenige verwendet werden, wie sie in der Veröffentlichung Nr. 34731/1981 zu einem Geprüften Japanischen Gebrauchsmuster offenbart ist. Z.B. wird Al&sub2;O&sub3;-Pulver ein organisches Material (z.B. ein kugelförmiges Erzeugnis oder zerhackte Fasern aus PVA oder Polyethylen) zugemischt und dann wird das organische Material ausgebrannt und verdampft, bis die Sinter- oder Halbsintertemperatur der Keramik erreicht ist, um eine poröse Schicht mit durchgehenden Poren zu erhalten.
  • Als poröse Schicht vom Kohlenstofftyp kann diejenige verwendet werden, wie sie im einzelnen in der Veröffentlichtung Nr. 9859/1986 zu einem Geprüften Japanischen Patent beschrieben ist. Z.B. werden auf die Oberfläche des oben genannten Kernmaterials ein Gewebe, ein Vliesstoff, Filz oder Papier aus relativ langen Kohlenstoffasern oder zerhackte Stränge relativ kurzer Kohlenstoffasern aufgetragen und an derselben befestigt. Wenn ein Gewebe, ein Vliesstoff, ein Filz oder Papier verwendet wird, wird solches Material auf geeignete Größe geschnitten und durch einen organischen Kleber abhängig vom jeweiligen Fall befestigt, und falls erforderlich, wird es ferner durch lange Fasern aufgewickelt und fixiert. Wenn zerhackte Stränge verwendet werden, wird ein organischer Kleber auf den erforderlichen Teil der Oberfläche des Substrats aufgetragen und zerhackte Stränge werden darauf aufgespritzt und daran befestigt. Dann wird pyrolytischer Kohlenstoff ausgefällt und mit dem so erhaltenen Material integriert (nachfolgend als gestapeltes Kohlenstoffmaterial bezeichnet). Diese Behandlung mit pyrolytischen Kohlenstoff wird vorzugsweise auf solche Weise ausgeführt, daß der pyrolytische Kohlenstoff bei Bedingungen abgeschieden wird, bei denen die Temperatur des Substrats zwischen 600 und 2.300 ºC, vorzugsweise zwischen 700 und 1.100 ºC liegt, mit einem negativen Temperaturgradienten vom Substrat zur Oberfläche, wodurch eine ausgezeichnete poröse Kohlenstoffschicht ausgebildet wird.
  • Genauer gesagt, sind die vorstehend genannten Bedingungen dafür geeignet, daß das Kernmaterial und das Fasermaterial auf der Oberfläche desselben fest miteinander verbunden werden, und gleichzeitig eine poröse Schicht erzielt wird, die eine solche Porenverteilung aufweist, daß das Innere des Fasermaterials, d.h. die Kernmaterialseite, am dichtesten ist und die Porosität allmählich zur Schicht an der äußeren Oberfläche zunimmt.
  • Das erfindungsgemäße Zahnimplantat weist eine solche poröse Schicht und das Kernmaterial auf. Bei der Erfindung ist es wichtig, daß zumindeste ein Teil des Kernmaterials nichtkreisförmigen Querschnitt aufweist, damit das Kernmaterial sich nicht verdreht. Hierbei besteht für den nichtkreisförmigen Querschnitt keine besondere Beschränkung, solange es eine Form ist, aufgrund derer sich das Kernmaterial nicht verdreht. Insbesondere kann es eine der Formen sein, wie sie in den Fig. 1 bis 9 dargestellt ist. Demgemäß ist es erforderlich, daß es keine Gewindestruktur ist. Das Kernmaterial kann einen solchen nichtkreisförmigen Querschnitt insgesamt oder in einem Teil seiner selbst aufweisen. Die poröse Schicht bei der Erfindung wird auf einem solchen Kernmaterial so ausgebildet, daß ein Abschälen an der Zwischenschicht und eine Verdrehung zwischen dem Kernmaterial und der porösen Schicht verhindert sind.
  • Vorzugsweise verfügt das Kernmaterial über eine Form, wie sie in Fig. 8 dargestellt ist (1 : Kernmaterial, 2 : poröse Schicht), so daß es nicht nur gegen ein Verdrehen wirkungsvoll ist, sondern auch gegen ein Abscheren in Längsrichtung des Kernmaterials und der porösen Schicht. Bevorzugter wird zusätzlich zum nichtkreisförmigen Querschnitt durch z.B. eine Strahlbehandlung eine Oberflächenrauhigkeit mit einer Maximalhöhe (Rmax) von mindestens 10 um an der Oberfläche des Kernmaterials ausgebildet. Die Strahlbehandlung kann z.B. auf solche Weise ausgeführt werden, daß ein Schleifsand wie Aluminiumoxid (#100) oder SiC durch komprimierte Luft gegen die Oberfläche des Kernmaterials geblasen wird, um die Rauhigkeit der Oberfläche des Kernmaterials einzustellen.
  • Bei der Erfindung verfügt das Kernmaterial des Zahnimplantats über nichtkreisförmigen Querschnitt, wodurch die Krafteinwirkungen auf den Kieferknochen zum Zeitpunkt des Implantierens des Zahnimplantats sowie die Scherspannungen an der Grenzfläche zwischen dem Kernmaterial und der porösen Schicht aufgrund von Kauvorgängen für eine lange Zeitspanne nach der Implantation des Zahnimplantats verringert werden können. So können wesentliche Wirkungen erwartet werden, die einem Verdrehen oder Herausfallen des Kernmaterials entgegenwirken.
  • Ferner weist die poröse Schicht bei der Erfindung eine Porosität (Hohlraumanteil) von mindestens 10 % auf, und sie verfügt vorzugsweise über eine mittlere Porosität von 30 bis 40 %. Typischerweise weist sie z.B. eine Struktur auf, bei der Fasern zufällig aufeinandergestapelt und wechselseitig fest miteinander verbunden sind. Die so hergestellten Poren weisen vorzugsweise Porengrößen von mindestens 100 um, vorzugsweise von mindestens 200 um auf, und solche Porengrößen nehmen vorzugsweise allmählich zum Inneren hin ab.
  • Im allgemeinen muß ein Zahnimplantat geeignete Elastizität und Festigkeit aufweisen, damit es gegen erhebliche Schläge oder Kräfte beständig ist. Zum Erfüllen solcher Erfordernisse zeigt das erfindungsgemäße Zahnimplantat ausgezeichnet wirkungsvolle Leistungsfähigkeit durch das Vorhandensein der porösen Schicht, des darauf pyrolytisch aus der Dampfphase abgeschiedenen Kohlenstoffs und der Gewindestruktur an der Oberfläche des Zahnimplantats an einer Stelle, an der die Oberfläche des Zahnimplantats und das Knochengewebe in Kontakt stehen. Genauer gesagt, wird das Zahnimplantat von aus der Dampfphase pyrolytisch abgeschiedenem Kohlenstoff bedeckt, und es ist selbst extrem fest, und wenn es in einen lebenden Körper implantiert ist, dringt das lebende Gewebe in die Poren der porösen Schicht ein, und das eingedrungene, verbindende Gewebe erfährt Verkalkung und wird durch die knochenbildungshervorrufende Wirkung des Kohlenstoffs und die räumliche Struktur der Poren zu Knochengewebe umgewandelt. So bilden die Kohlenstoffasern und das lebende Gewebe eine wechselseitig verflochtene, doppelte Netzwerkstruktur, wodurch das Zahnimplantat fest mit dem lebenden Körper verbunden und in diesem befestigt ist.
  • Ferner ist der Gewindeabschnitt an einer Stelle vorhanden, die in Berührung mit dem Knochengewebe steht, ohne daß dort die vorstehend genannte poröse Schicht vorhanden ist. Anders gesagt, wird das erfindungsgemäße Zahnimplantat mit dem Knochengewebe durch den Gewindeabschnitt und den porösen Abschnitt verbunden und an diesen fixiert. Durch den Gewindeabschnitt wird das anfängliche Fixieren nach dem Implantieren des Zahnimplantats gewährleistet, und durch die poröse Schicht wird halbpermanentes Verbinden und Befestigen durch die Verkalkung am Rand des Zahnimplantats und die Umwandlung in Knochengewebe gewährleistet.
  • Falls erforderlich, wird das Zahnimplantat nach der Ausbildung der porösen Schicht durch z.B. ein Schleifwerkzeug in die endgültige Form gebracht. Wenn das erfindungsgemäße Zahnimplantat für die Zahnbehandlung verwendet wird, wird es einer Sterilisierbehandlung unterzogen und dann in einen lebenden Körper implantiert. Um das Eindringen des lebenden Gewebes in die poröse Schicht zu erleichtern, kann in die poröse Schicht eine biologisch aktive Keramik wie Apatit oder Bioglas oder eine Zellenwucherung begünstigende Substanz wie ein Knochenwachstum herbeiführender Faktor in die poröse Schicht imprägniert oder auf diese aufgetragen werden. Um eine Keramik aufzutragen, kann ein Verfahren wie das Eintauchen in eine Aufschlämmung, in der die Keramik dispergiert ist, ein Flammspritzen oder CVD (chemische Abscheidung aus der Dampfphase) verwendet werden. Die Anwendung einer das Zellwachstum fördernden Substanz kann durch ein Verfahren vorgenommen werden, wie es in der Veröffentlichung Nr. 125260/1988 zu einem Geprüften Japanischen Patent offenbart ist.
  • Ferner kann zum Verbessern der Anhaftung an das Zahnfleischepithel und das lebende Gewebe in Berührung mit dem Gewindeabschnitt die Oberfläche des Kernmaterials mit einer biologisch aktiven Keramik wie Apatit oder Bioglas beschichtet werden. Als Beschichtungstechnik können Flammspritzen oder Aufbrennen von Glas verwendet werden.
  • Wenn das erfindungsgemäße Zahnimplantat für eine Zahnbehandlung verwendet wird, können das Zahnimplantat und der Kronenträger einstückig oder getrennt vorliegen. Ein einstückigen Fall wird eine Krone angebracht, nachdem das Zahnimplantat nach Ablauf von zwei bis drei Monaten nach der Tmplantation in das Knochengewebe ausreichend befestigt und fixiert ist.
  • Im Fall einer lösbaren Verbindung ist der Mittelabschnitt des Kernmaterials hohl ausgebildet und vorzugsweise ist für den hohlen Abschnitt eine Abkappung vorhanden, um das Eindringen des lebenden Gewebes zu verhindern. Falls es zum Befestigen der Abkappung erforderlich ist, kann ein Kleber wie ein Knochenzement verwendet werden. Für das Material für die Abkappung besteht keine Beschränkung auf ein Polymer, ein Metall, eine Keramik oder Kohlenstoff, solange Stabilität im lebenden Körper vorliegt. Jedoch erfordert eine aus einem Polymeren mit hoher Genauigkeit hergestellte Abkappung keinen Kleber. Daher ist ein Polymer wie ein Polysulfonharz bevorzugt. Nach dem Anordnen der Abkappung wird das Epithel einmal vernäht. Nach Ablauf von zwei bis drei Monaten wird das Epithel wieder aufgeschnitten und die Abkappung wird herausgezogen und in das Loch 4 (Fig. 4) der Zahnwurzel wird ein Kronenträger eingesetzt und mit einem Knochenzement befestigt. Dann wird das Epithel erneut vernäht. Einige Tage später wird die Krone so am Kronenträger befestigt, daß ein Kaudruck ausgeübt wird. Das Zahnimplantat kann nach einem der Verfahren implantiert werden. Jedoch ist das letztere Verfahren bevorzugt, da bei diesem die Haltbarkeit in der Zeitspanne, bis das lebende Gewebe ausreichend eingedrungen ist, besser ist.
  • Nun wird die Erfindung unter Bezugnahme auf Beispiele mit weiteren Einzelheiten beschrieben. Jedoch ist zu beachten, daß die Erfindung in keiner Weise auf solche spezielle Beispiele beschränkt ist.
  • BEISPIEL 1
  • In einem Titanmetallstück mit einem Durchmesser von 2 mm wurde eine Nut von 150 um Tiefe ausgebildet, wie in Fig. 9 dargestellt, um ein Kernmaterial 1 mit nichtkreisförmigem Querschnitt zu erhalten. Um dieses Kernmaterial wurde ein Vliesstoff aus Kohlefasern mit einer Dicke von 0,5 mm aufgewickelt und Kohlenstoff wurde aus der Dampfphase pyrolytisch bei den folgenden Bedingungen mit Hilfe eines Hochfrequenz- Induktionsheizofens abgeschieden:
  • Organische Ausgangsmaterialsubstanz: Dichlorethylen
  • Trägergas: Argon
  • Pyrolysetemperatur: 900 ºC
  • Abscheidungszeitspanne: 1,5 Stunden.
  • Die Probe mit der Abscheidung wurde dann einer Oberflächenbehandlung unterzogen, um ein zylindrisches Zahnimplantat mit einer porösen Schicht 2 mit einer Dicke von 1.300 um mit einem Porositätsgradienten und einem Porengrößegradienten von der Oberfläche der porösen Schicht zur Kernmaterialseite hin zu erhalten.
  • Ein Kernmaterial mit einem kreisförmigen Querschnitt gemäß einem Vergleichsbeispiel 1 wurde derselben Behandlung unterzogen, um ein (nicht dargestelltes) zylindrisches Zahnimplantat zu erhalten.
  • Dann wurde der Bodenabschnitt jedes zylindrischen Zahnimplantats entfernt und es wurde ein Stanzversuch für das Kernmaterial und die poröse Schicht ausgeführt, der die Scherkraft zum Zeitpunkt des Einbettens des Zahnimplantats in den Kieferknochen simulierte.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1 Form des Kernmaterials Oberflächenrauhigkeit Stanzbelastung Bruchzustand Beispiel 1 nichtkreisförmiger Querschnitt Bruch der porösen Schicht Vegleichsbeispiel 1 kreisförmiger Querschnitt Bruch an der Grenzfläche
  • Beim Kernmaterial mit dem nichtkreisförmigen Querschnitt (Beispiel 1) war das Zahnimplantat beständig, bis die poröse Schicht brach. Demgegenüber brach beim kreisförmigen Querschnitt (Vergleichsbeispiel 1) die Grenzfläche.
  • Aus dem Vorstehenden ist erkennbar, daß beim nichtkreisförmigen Querschnitt die Scherspannungen zwischen dem Kernmaterial und der porösen Schicht gegenüber denjenigen beim kreisförmigen Querschnitt verringert werden können, wodurch wesentliche Auswirkungen gegen ein Verdrehen oder Herausfal-35 len des Kernmaterials erwartet werden können.
  • BEISPIEL 2
  • In Fig. 10 ist ein erfindungsgemäßes Zahnimplantat dargestellt. Ein Titanstab wurde so geschliffen, daß ein Halsabschnitt 14 mit einem Durchmesser von 4 mm und einer Länge von 4 mm sowie ein Trägerabschnitt 13 für eine poröse Schicht mit einem Durchmesser von 2 mm und einer Länge von 8 mm ausgebildet wurden. Drei Gewindegänge 3 mit einer Ganghöhe von 0,8 mm wurden ab 1 mm vom oberen Ende des Halsabschnitts nach unten ausgebildet. Dann wurde ein sechseckiges Loch (ein Loch 4 zum Befestigen eines Kronenträgers) im Halsabschnitt ausgebildet, um einen Kronenträger 5 aufzunehmen (Fig. 11). Dieses Beispiel zeigt einen Fall, bei dem das Zahnimplantat und der Kronenträger 5 voneinander trennbar sind. Jedoch können sie einstückig ausgebildet sein (6: Abschnitt zur Verbindung mit dem Loch 4).
  • Dann wurde ein Filz aus Kohlefasern um den Trägerabschnitt für die poröse Schicht gewickelt und Kohlenstoff wurde zwischen den Kohlenfasern unter den folgenden Bedingungen mit Hilfe eines Hochfrequenz-Induktionsheizers abgeschieden, um eine poröse Schicht herzustellen.
  • CVD-Bedingungen
  • Ausgangsmaterial: Dichlorethylen
  • Trägergas: Argon
  • Temperatur: 900 ºC
  • Zeit: 90 Minuten
  • Nach Formgebung durch einen Schleifer wies die poröse Schicht an der Oberfläche eine Porengröße von 200 um und eine Porosität von 60 % sowie eine Dicke von ungefähr 1 mm auf, wobei sich herausstellte, daß die Porosität und der Porendurchmesser zur Oberfläche hin zunahmen.
  • Das so hergestellte Zahnimplantat wurde in den Unterkiefer eines Affen mit einem Körpergewicht von ungefähr 4 kg geschraubt, während durch den Gewindeabschnitt ein Gewinde in den Knochen geschnitten wurde. In das Loch 4 des Zahnimplantats wurde eine Überkappung aus einem Polysulfonharz (Fig. 3; 7: Abschnitt zum Verbinden mit dem Loch 4) eingesetzt und und dann wurde das Epithel vernäht. Nach Ablauf von zwei Monaten wurde das Epithel erneut aufgeschnitten und die Harzüberkappung wurde aus dem Zahnimplantat herausgezogen und der Kronenträger 5 wurde in das Loch 4 des Zahnimplantats eingesetzt und mit einem Knochenzement fixiert. Danach wurde das Epithel erneut vernäht. Einige Tage später wurde eine Krone 9 so am Kronenträger 5 befestigt, daß Kaudruck ausgeübt wurde.
  • In Fig. 13 bezeichnet die Bezugsziffer 8 die poröse Schicht, die Ziffer 10 bezeichnet einen schwammförmigen Knochen, die Ziffer 11 bezeichnet einen dichten Knochen und die Ziffer 12 bezeichnet das Zahnfleischepithel.
  • Nach Ablauf von 3 Monaten wurde bestätigt, daß die Behandlung erfolgreich war.
  • Erfindungsgemäß ist zumindest ein Teil des Kernmaterials des Zahnimplantats mit einer porösen Schicht so ausgebildet, daß er nichtkreisförmigen Querschnitt aufweist, wodurch die Scherspannungen an der Grenzfläche zwischen dem Kernmaterial und der porösen Schicht verringert werden können und wesentliche Auswirkungen gegen ein Verdrehen oder Herausfallen des Kernmaterials erwartet werden können, und es ist Dauergebrauch des Zahnimplantats für eine lange Zeitspanne nach der Implantation möglich.
  • Ferner dringt wegen der porösen Schicht das lebende Gewebe in Poren ein und aufgrund der räumlichen Struktur der Poren verkalkt das eingedrungene, verbindende Gewebe und wird in Knochengewebe umgewandelt, wodurch ein Zahnimplantat erzielbar ist, das fest mit dem lebenden Körper verbunden und in diesem fixiert.
  • Ferner werden durch die in einem Teil des Kernmaterials geschaffene Gewindestruktur das Zahnimplantat und der Kieferknochen mechanisch direkt nach der Implantation miteinander verbunden, wodurch eine Bewegung des implantierten Zahnimplantats verhindert wird, bis das Zusammenfügen mit dem lebenden Körper errichtet ist. So nimmt die Erfolgsrate bei Zahnoperationen zu und die Periode, bis die Krone angebracht werden kann, kann verkürzt werden.

Claims (7)

1. Zahnimplantat mit einem Kernmaterial und einer auf diesem ausgebildeten porösen Schicht (8), wobei mindestens ein Teil des mit der porösen Schicht beschichteten Kernmaterials einen nicht kreisförmigen Querschnitt aufweist, um sich nicht relativ zur porösen Schicht zu verdrehen, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Teil des Zahnimplantats, der in Berührung mit dem Knochengewebe gebracht wird, einen Gewindeabschnitt (4) und die poröse Schicht (8) aufweist.
2. Zahnimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Schicht eine Porosität von mindestens 10 % aufweist.
3. Zahnimplantat nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem die poröse Schicht im wesentlichen aus einem Kohlenstoffmaterial besteht.
4. Zahnimplantat nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die poröse Schicht eine Dicke von mindestens 0,1 mm aufweist und die Porengröße an der Oberfläche der porösen Schicht mindestens 100 um beträgt und allmählich von der Oberfläche zur Kernmaterialseite hin abnimmt.
5. Zahnimplantat nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kernmaterial aus einem elektrisch leitenden Kohlenstoffmaterial oder einem metallischen Material besteht.
6. Zahnimplantat nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die poröse Schicht eine Porosität von 30 bis 40 % aufweist.
7. Zahnimplantat nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kernmaterial eine Oberflächenrauhigkeit Rmax von mindestens 10 um aufweist, die durch eine Strahlbehandlung erzielt wurde.
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