DE688969C - Ventilsteuerung fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Ventilsteuerung fuer Brennkraftmaschinen

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Publication number
DE688969C
DE688969C DE1936D0072773 DED0072773D DE688969C DE 688969 C DE688969 C DE 688969C DE 1936D0072773 DE1936D0072773 DE 1936D0072773 DE D0072773 D DED0072773 D DE D0072773D DE 688969 C DE688969 C DE 688969C
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DE
Germany
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valve
internal combustion
piston
pressure
valve control
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Expired
Application number
DE1936D0072773
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Seyerle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Daimler Benz AG
Original Assignee
Daimler Benz AG
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Publication date
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L1/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. lift-valve gear
    • F01L1/12Transmitting gear between valve drive and valve

Description

  • Ventilsteuerung für Brennkrafttnäschinen Die Erfindung betrifft eine Verbesserung von Ventilsteuerungen für Breauikraftmaschinen mit einem durch einen federbelasteten Kolben beeinflußten Druckmittelpolster zwischen der mechanischen Antriebsvorrichtung und dem Ventilstößel.
  • Die Erfindung besteht darin, daß sich sowohl die Rückführfeder des Druckkolbens als auch der mit einer verstellbaren Anschlagmutter versehene Stößel an dem feststehenden Boden des Druckmittelzylinders abstützen. Weiterhin ist gemäß der Erfindung der Druckmittelzylinder an den Brennstoff- oder Schmierölkreislauf der Brennkraftmaschine angeschlossQn, so daß der Druckkolben in an sich bekannter Weise gleichzeitig als Fürderpumpe wirkt.
  • Gegenüber den bekannten Ventilstöß.elanordnungen ähnlicher Art, bei welchen sich die Rückholfeder oder eine Feder zwischen Druckkolben und Ventilschaft an einem an der Hubbewegung teilnehmenden Anschlag abstützen, besteht beim Erfindungsgegenstand der Vorteil, daß keine Verschiebung der Bewegungsphasen der beweglichen Ventilsteuerglieder auftreten kann. Auch arbeitet eine Ventilsteuerung nach der Erfindung geräusch= loser als die bekannten Ventilsteuerungen.
  • Der Vorteil der Ausbildung des Druckkolbens gleichzeitig, als Förderpumpe ist offensichtlich. Es werden dadurch besondre Förderpumpen aller Art und für alle Zwecke entbehrlich, für welche ein unter Druck stehendes Mittel in verhältnismäßig beschränkter Menge benötigt wird. So genügt eine solche Anordnung nach der Erfindung für die Zufuhr des Schmieröles oder des Brennstoffes oder zum Betrieb- von Scheibenwvischern usw. Weitere Vorteile der Erfindung sind kleine zu bewegende Massen sowie ein großer Zeitquerschnitt mit schlagartigem Offnen und Schließen des Ventils. Besonders bevorzugt ist die Anwendung des Erfindungsgegenstandes mit Ventilen, welche eine kragenartige, zur Bmvegungsrichtung des Ventils parallele Sitzfläche haben.
  • Weiterhin wirkt die Ventilsteuerung nach der Erfindung dämpfend auf die Endschliießbewegung des Ventils und verhindert ein hartes Aufschlagen des Ventilkörpers auf seinem Sitz. Abgesehen von der Geräuschdämpfung werden dadurrch Ventilsitz und Ventilkopf geschont.
  • Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen.: Abb. i ein durch einen Nocken gesteuertes Ventil für eine Brennkraftmaschine im Längsschnitt mit einer übersetzung zwischen Nocken und Ventilschaft. Abb. 2 zeigt eine Untersetzung für die Vorrichtung nach Abb. i.
  • Nach Abb. i ist :ein als Hohlkörper a. gebildetes und mittels Flüssigkeit gekühItes Tellerventil i angeordnet mit einer zur Bewe4 gungsrichtung des Ventils parallelen, kragenartigen Dichtfläche- 2, welche sich an die konische Sitzfläche 3 des Ventils anschließt. Der Ventilschaft i' führt sich in der üblichen Weise in :einer Büchse q. und steht an :einem unteren Anschlag 5 unter dem Einfluß einer Feder 6. Der Ventilschaft i' steht auf einem Stößel 7 auf, welcher in einer Hülse 8 eingeschraubt und dort durch eine Gegenmutter g gegen eine Verdrehung gegenüber der Hülse 8 gesichert ist: Durch mehr oder weniger tiefes Einschrauben des Stößels 7 in die Hülse 8 kann die Gesamtlänge L der Ventilschaftverlänge;rung 7, 8 geändert und damit die Wärmedehnung der Ventilst:euergliede r berücksichtigt werden. Die Hülse 8 gleitet in einer ortsfesten Führung io, welche sich zu einem Zylinder i o' erweitert. In dem Zylinder io' gleitet zügig und flüssigkeitsdicht ein Hohlkolben i i. Der Hohlkolben i i steht unter dem Einfluß einer Schraubenfeder 12, welche eine kraftschlüssige Berührung des Hohlkolbens mit einem Nocken 13 aufrechterhält und die sich ebenso wie die Anschlagmutter g des Stößels an dem feststehenden Boden des Zylinders io ,abstützt. Der von dem Zylinder i o' und dem Kolben i i eingeschlossene Raum ist mit Flüssigkeit angefüllt. Die Flüssigkeit strömt über den Kanal i q. zu und steht entweder unter dem bestimmten Druck einer Flüssigkeitspumpe oder eines natürlichen Gefälles, .oder sie ist durch ein aus der Zeichnung nicht ersichtliches Ventil an einem Entweichen aus dem Zylinder i o verhindert.
  • Die. Wirkungsweise der Anordnung nach Ab:b. i ist folgende: Angenommen, der Nocken hebt den Hohlkolben i i um den Betrag lt. Dann wird zunächst die Flüssigkeit irr Zylinder i o' unter der Anrechnung eines gewissen Spielraumes ein wenig nach dem Kanal 14 hin verdrängt, bis der :obere Rand des Kolbens i i die Mündung des Kanals 14 völlig abschließt. Von diesem Zeitpunkt an ,,wird die Flüssigkeit im Zylinder io zusammengepreßt, und ihr Druck pflanzt sich auf die Bodenfläche :der Hülse 8 fort. Dadurch werden die Büchse 8 mit dem Stößel 7 und der Ventilschaft i" mit .dem Ventil i angehoben. Der Hub von Hülse 8, Stößel 7 und Ventil i ist von dem Volumen der durch den Kolben i i verdrängten Flüssigkeitsmenge und dem Durchmesser :der in den Zylinder i o hineinragenden Hülse 8 abhängig. ;Je nachdem ,ob man den Durchmesser des Kolbens i i in bekannter Weise größer oder kleiner macht wie den Durchmesser des Stößels 8, erhält man eine Über- oder Unter-,setzung. Eine solche Untersetzung zeigt
    _-@ Anordnung nach Abb. 2. Dort weist die
    se 8 einen Kopf 15 auf, während der Kol-
    ' i i eine Einschnürüng 16 zeigt. Es liegt
    @so der größeren Angriffsfläche am Kopf
    15 die erheblich kleinere Angriffsfläche der Einschnürung 16 gegenüber. Die Hülse 8 mit dem Kopf 15 und der Kolben i i gleiten ,in einer :ortsfesten zylindrischen Führungshülse 17. Der Zylinderraum 18 dieser Führungsbüchse ist mit Flüssigkeit gefüllt, welche durch die Kanäle i 9 zufließt und durch die D:rosselbohrung:en 2o auch in den Raum der Feder i i eintritt.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Ab:b. 2 ist im Prinzip die gleiche wie diejenige der Vorrichtung nach Abb. i, nur mit dem Unterschied, daß nunmehr :durch eine größere Bewegung des Kolbens i i eine kleinere Bewegung der Hülse 8 und des Ventils i erzeugt wird.
  • Als Druckmittel wird zweckmäßig das Schmieröl der Brennkraftmaschine verwendet. Es können aber auch deren Kühlwasser :oder Brennstoff verwendet werden. Durch einen abgestimmten Leerhub des Druckkolbens kann der Zeitpunkt der Ventileröffnung ebenso beeinflußt werden wie durch ein mehr oder weniger tiefes Einschrauben des Stößels 7 in die Hülse B. Wie bereits eingangs erwähnt, steht nichts im Wege, als Druckmittel Luft zu benutzen und ganz allgemein den Druckkolben gleichzeitig als F:örderpumpe wirken zu lassen. In diesem Falle saugt der Druckkolben zweckmäßig das Druckmittel durch :eine mit einem Rückschlagventil versehene Leitung an und schiebt dieses durch eine zweite, ebenfalls mit einem Rücks:chlagventil versehene Leitung wieder aus. In einem solchen Falle wirkt das Rückschlagventil der Saugleitung natürlich nur bei Saugzug und dasjenige .der Druckleitung nur bei Druck im Zylinderraum i o bzw. 18. Durch die Druckleitung wird :das Druckmittel entweder nach einem Speicherbiehälter geleitet und dort unter Druck in Betriebsbereitschaft gehalten oder seinem Verwendungszweck unmittelbar zugeführt.
  • Die Erfindung ist natürlich auch für oben gesteuerte Ventile verwendbar. Durch die Anordnung von Drosselbohrungen in dem Zylinderraum (z. B. Abb. 2, Bezugszeichen 2o) wird eine z:ewisse Bremswirkunz- erzielt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Ventilsteuerung .für Brennkraftmaschinen mit einem durch einen federbelasteten Kolben beeinflußten Druckmittelp:olster zwischen der mechanischen Antriebsvorrichtung und dem Ventilstößel, dadurch gekennzeichnet, daß sich sowohl die' Rückführfeder (12) des Druckkolbens (i i) als auch der mit einer einstellbaren Anschlagmutter (9) versehene StÖßel (7) an dem feststehenden Boden des Druckmittelzylinders (io) abstützen.
  2. 2. Ventilsteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckmittelzylind-er (i o) in bekannter Weise an den Brennstoff- oder Schmierölkreislaufder Brennkraftmaschine angeschlossen ist und in Verbindung mit dem Druckkolben (i i) als Förderpumpe wirkt.
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