DE686174C - Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von Schwefel - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von SchwefelInfo
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- DE686174C DE686174C DE1935B0171457 DEB0171457D DE686174C DE 686174 C DE686174 C DE 686174C DE 1935B0171457 DE1935B0171457 DE 1935B0171457 DE B0171457 D DEB0171457 D DE B0171457D DE 686174 C DE686174 C DE 686174C
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus eisensulfidhaltigem
Stoff durch Oxydation des Schwefels zu Schwefeldioxyd, bei dem das so gewonnene Schwefeldioxyd durch eine durchlässige
Schicht von Pyrit oder suspendiertes, gemahlenes Pyrit zwecks Destillation des flüchtigen
Schwefels des Pyrits geleitet wird. Sie besteht darin, daß der eisensulfidhaltige Stoff in geschöiolzenern
Zustande so lange der Oxydation unterworfen wird, bis der in ihm enthaltene Schwefel im wesentlichen erschöpft ist, und
daß das hierbei gewonnene Gas dadurch im wesentlichen frei von freiem Sauerstoff gehalten
wird, daß es nach dem Austritt aus einem ersten Bade, wenn dessen Schwefelgehalt so
weit verbraucht ist, daß die Gase eine erhebliche Menge von freiem Sauerstoff enthalten,
durch ein zweites geschmolzenes Bad hindurchgeleitet wird, das den Schwefel in höherer
Konzentration enthält. In diesem zweiten Bade wird der freie Sauerstoff zum größten Teil in
Schwefeldioxyd umgewandelt, so daß die in der zweiten Stufe des Verfahrens stattfindende
Destillation des Pyrits nicht durch freien Sauerstoff beeinträchtigt wird.
Bei der Durchführung des Verfahrens werden die Schwefeldioxyd enthaltenden Gase so
langsam und bei einer so hohen Temperatur mit den Pyriten in Berührung gebracht, daß
das in ihnen enthaltene Schwefeldioxyd mit einem Teil des der Destillation unterworfenen
Pyrits freien Schwefel und Eisenoxyd bildet.
Die Oxydation des Schwefels erfolgt bei einer solchen Temperatur, daß die abströmenden
Gase eine Temperatur von 12000 besitzen. Diese Gase werden abgekühlt, ehe sie mit dem
Pyrit in Berührung gelangen.
Die in der Zeichnung gezeichnete Anlage enthält Röstkammern 10 und 11, in denen das
Röstgut in geschmolzenem Zustande verarbeitet wird, eine Reduzier- und Destillierkammer
12, Wärmeaustauscher 13 und 14, einen Staubabscheider 15, einen Kondensator 16
und einen elektrischen Abscheider 19. Diese Teile sind derart miteinander verbunden, daß
der' Eisensulfid enthaltende Rohstoff aus der Reduzier- und Destillierkammer in die Röstkammern
übergeführt wird und daß die aus den Röstkammern austretenden Gase nacheinander durch den Wärmeaustauscher geleitet,
reduziert, von Staub befreit, gekühlt oder kondensiert und schließlich in dem Abscheider
von den letzten Spuren von Schwefel befreit werden.
Die Röstkammern 10 und 11 gleichen in
ihrer Bauart den üblichen Kupferkonvertern. Eine solche Kammer enthält einen äußeren
Mantel aus Stahl, der ein Futter aus feuerfestem Stoff, beispielsweise aus Magnesitsteinen,
enthält. Oben stehen die Röstkammern durch Rohre 17 und 18 mit einer Förderschnecke
20 in Verbindung, durch die das - zn. 'behandelnde Gut vom Boden der Destillier
und Reduzierkammer in die Röstkammern übergeführt wird. Die Rohre 17 und 18 enthalten
Schieber oder Ventile 21 und 22, mittels
deren eine oder beide Röstkammern gegenüber der Förderschnecke 20 abgeschlossen
werden können. Mittels der Schnecke 20 kann das Gut aus der Reduzier- und Destillierkammer
in die Röstkammern ohne Zutritt von Luft zu einer der Kammern übergeleitet werden.
Am Boden der Röstkammern befinden sich Abstichrohre 23 und 24, durch die das geschmolzene
oxydierte Gut nach Beendigung der Oxydation abgezogen werden kann.
Die Röstkammern sind oben luftdicht durch Rohre 25 und 26 mit Wärmeaustauschern 13
und 14 verbunden. Sie sind mit ringförmigen Verteilern 27 und 28 ausgestattet, die mit
ihnen durch Düsen 30 und 31 verbunden sind und zur Zuleitung von Luft zu den Röstkammern
dienen.
Die Röstkammern können feststehend oder kippbar sein.
Die Wärmeaustauscher 13 und 14 enthalten
innere Kammern 32 und 33, deren Wandungen aus einem Werkstoff guter Wärmeleitfähigkeit
bestehen, und gegen Wärmeverlust isolierte Mantel 34 und 35, die mit der inneren
Kammer Kanäle bilden. Diese enthalten gegeneinander versetzte Stoßbleche 36 und 37,
vermöge deren den Gasen eine schlangenförmige Bahn gegeben wird. Den Kanälen wird
Luft durch die Rohre 38 und 40 zugeleitet, die nach Erwärmung durch die Rohre 41 und 42
den Verteilern 27 und .28 der Röstkammern zugeleitet wird. Die Rohre 41 und 42 enthalten
Lufteinlässe 43 und 44, die entweder nach außen offen sind oder an eine Druckluftleitung
angeschlossen sind. In ihnen liegen Gebläse 45 und 46, durch die die Luft durch die Wärmeaustauscher
und in die Röstkammern befördert wird.
Die heißen Gase werden von den inneren Kammern 32 und 33 der Wärmeaustauscher
der Reduzier- und Destillierkammer 12 zugeleitet. Das von der Röstkammer 10 und dem
Wärmeaustauscher 13 kommende Rohr 47 steht durch ein Rohr 2 mit Ventil 3 vor dem Gebläse
46 mit dem Rohr 42 in Verbindung1, durch das oxydierende Gase der Röstkammer
11 zugeleitet werden. In entsprechender Weise steht das Rohr 48, das von der Röstkammer 11
und dem Wärmeaustauscher 14 kommt, durch ein Rohr 4 mit Ventil S vor dem Gebläse 45
mit dem Rohr 41 in Verbindung, durch das oxydierende Gase der Röstkammer 10 zugeleitet
werden. Die Ventile 3, 5, 6 und 7 können derart eingestellt werden, daß die Gase aus
der RÖstkammer 10 durch das in der Kammer Ά ι befindliche Schmelzgut oder die von der
"Röstkammer 11 kommenden Gase durch das in der Kammer 10 befindliche Schmelzgut geleitet
werden.
Die Reduzier- und Destillierkammer wird
von einem rechteckigen Schacht mit erweitertem trichterartigem Boden gebildet. Sie enthält
ein Futter aus feuerbeständigem Stoff und einen gegen Wärmeverlust isolierten Mantel. Die Pyrite können durch ein Rohr 51
mit Schiebern 52 und 53 aus einem Trichter 50 in die Reduzier- und Destillierkammer befördert
werden. Die Ventile 52 und 53 können nacheinander geöffnet und geschlossen werden,
um den Pyrit in die Reduzier- und Destillierkammer ohne Zutritt von Luft überzuführen.
An gegenüberliegenden Wandungen der Reduzier- und Destillierkammer ist ein Rost 54
befestigt, auf dem eine poröse Schicht von Pyrit Platz findet. An den anderen Seiten
befindet sich der Rost in einem gewissen Abstände
von den Kammerwänden, so daß hier Durchtrittsöffnungen gebildet werden, durch
die die Rückstände des Pyrits in den unteren Teil der Kammer gelangen können. Ein durch
Wasserdruck betriebener Kolben 49 mit rechteckiger Arbeitsfläche 59, deren Länge etwa
der Weite der Kammer entspricht, dient zum Ausstoßen der Rückstände durch die Austrittsöffnungen zwischen Rost und Kammerwandung.
Um die Reduzier- und Destillierkam- 9^ mer ist ein Verteilrohr 55 angeordnet, das mit
der letzteren durch Düsen 56 in Verbindung steht. Durch diese werden heiße Gase aus
den von den Wärmeaustauschern kommenden Rohren 47 und 48 unterhalb des Rostes 54 in >
°° die Reduzier- und Destillierkammer geblasen.
Durch ein mit Gebläse 58 versehenes Rohr 57 werden die oben aus der Reduzier- und Destillierkammer
abströmenden Gase dem Staubabscheider 15 zugeführt. Dieser enthält eine
Reihe von Stoßblechen 60, vermöge deren dem Gase eine schlangenförmige Bahn erteilt wird.
Am Boden enthält der Staubabscheider Trichter 62, durch die der angesammelte Staub
durch mit Ventilen versehene Auslässe 63 ab- no
geleitet wird. Oben steht der Staubabscheider durch ein Rohr 61 mit dem unteren Teil des
Kondensators 16 in Verbindung.
Der Kondensator 16 ist nach Art eines Siederohrkessels gebaut. Er enthält ein Wassereinlaßventil
64 und ein Dampfauslaßventil 65. Das Kondensat kann vom Boden des Kondensators
durch ein Ventil 66 abgezogen werden. Die Gase können aus dem Kondensator
durch ein Rohr 67 mit Gebläse 68 dem elekirischen Abscheider 19 zugeleitet werden, der
jede geeignete Bauart besitzen kann.
An Stelle der in der Zeichnung dargestellten Destillationskammer 12 kann auch eine solche
benutzt werden, bei der der Pyrit in gemahlenem Zustande durch einen Strom des Schwefeldioxyds
geleitet wird.
Bei der Durchführung des Verfahrens in der Anlage nach der Zeichnung wird der dem
Trichter 50 durch das Rohr 51 entnommene Pyrit zu einem porösen Bett auf dem Rost 54
der Reduzier- und Destillierkammer 12 aufgehäuft. Durch die poröse Schicht von Pyrit
wird durch die Düsen 56 von unten nach oben ein Strom von heißem Gase geblasen, der von
den Röstkammern und den Wärmeaustau-
iS schern kommt. Der Pyrit wird dadurch so
weit erhitzt, daß der flüchtige Schwefel abdestilliert und das in den Gasen enthaltene
Schwefeldioxyd in bekannter Weise mittels des entstehenden Eisensulfids reduziert wird.
Auf diese Weise entstehen Gase, welche den aus dem Schwefeldioxyd gewonnenen und den
aus den Pyriten abdestillierten Schwefel enthalten, und ein festes Produkt, welches aus
dem Rückstand der Pyrite, einem Gemisch von Eisenoxyd und im wesentlichen Eisenmonosulfid,
besteht. Die Gase gelangen durch das Rohr 57 in den Staubabscheider 15. Durch
die Destillation des flüchtigen Schwefels der Pyrite und die Reaktion eines Teiles des entstehenden
Sulfids mit dem Schwefeldioxyd der Gase wird der ursprünglich eingeführte Pyrit in gewissem Maße aufgebrochen, so daß
der Rückstand sich in verhältnismäßig feinem Zustande befindet. Der so gewonnene feste
Rückstand gelangt zum Teil durch den Rost 54 und zum Teil durch den zwischen dem letzteren
und der Kammerwandung gebildeten Kanal zur Förderschnecke 20, welche ihn in die Röstkammern 10 und 11 befördern.
Der eisensulfidhaltige Stoff wird durch die Schnecke 20 durch die Rohre 17 und 18 in das
am Boden der Röstkammern befindliche geschmolzene Gut befördert.
Der Betrieb der Röstkammern kann dadurch eingeleitet werden, daß zunächst eine kleine
Menge von eisensulfidhaltigem Stoff in den Röstkammern verbrannt wird, oder dadurch,
daß ein Teil des geschmolzenen Bades des vorhergehenden Arbeitsganges zurückbehalten
wird.
Durch die Düsen 30 und 31 wird in das in den Röstkammern befindliche geschmolzene
Gut Luft eingeblasen. Dadurch entsteht gasförmiges Schwefeldioxyd und geschmolzenes
Eisenoxyd. Den Röstkammern kann eisensulfidhaltiges Gut während eines Zeitraumes von
einer bis mehreren Stunden zugeführt werden, bis der Fassungsraum jeder Röstkammer erschöpft
ist. Danach wird weitergeblasen, bis im wesentlichen der gesamte Schwefel abgeschieden
ist. Das geschmolzene Gut, das im wesentlichen aus Eisenoxyd besteht, wird nun abgestochen. Zweckmäßig wird der Betrieb
der beiden Röstkammern nacheinander eingeleitet, damit das Füllen und Abziehen in den
Röstkammern zu verschiedenen Zeitpunkten stattfindet und ein' ununterbrochener Betrieb
und Lieferung im wesentlichen gleichförmigen Schwefeldioxyds möglich ist. Das Rösten wird
in der Weise durchgeführt, daß die abströmenden Gase eine Temperatur von 1000 ° und
mehr, zweckmäßig sogar mehr als 1200 ° besitzen.
Das Schwefeldioxyd und die mit der Luft in die Röstkammern geblasenen neutralen Gase
gelangen durch die Rohre 25 und 26 in die Wärmeaustauscher 13 und 14 und verlassen
diese nach Abkühlung etwa auf 1000 ° durch die Rohre 47 und 48, durch die sie dem Verteiler
55 und der Destillierkammer durch die Düsen 56 zugeführt werden.
Die Oxydation in den Röstkammern wird zweckmäßig in der Weise durchgeführt, daß
im wesentlichen sauerstoff freies, Sc'hwefeldioxyd enthaltendes Gas in die Reduzier- und
Destillierkammer gelangt. Zweckmäßig enthalten die in die Reduzier- und Destillierkammer
übertretenden Gase nicht mehr als etwa 1% freien Sauerstoff.
Wenn der Schwefelgehalt einer Füllung einer Röstkammer im wesentlichen erschöpft
ist, steigt der Sauerstoffgehalt. Damit diese sauerstoffreichen Gase nicht in die Reduzier-
und Destillierkammer gelangen, können sie zunächst durch ein geschmolzenes Bad von
höherem Schwefelgehalt in einer anderen Röstkammer geleitet werden.
Wenn die Füllung der Röstkammern genügend schwefelreich ist, um ein im wesentlichen
sauerstofffreies Gas zu erzeugen, wird der Betrieb in der Weise geleitet, daß die
Ventile 6 und 7 offen, die Ventile 3 und 5 geschlossen und die mit den Lufteinlässen 43
und 44 und den Luftkanälen der Wärmeaustauscher zusammenhängenden Ventile derart
eingestellt sind, daß die richtige Menge von oxydierendem Gase der richtigen Temperatur
erzeugt wird. Wenn der Schwefelgehalt in einer Röstkammer so weit abfällt, daß der
Sauerstoffgehalt des Gases unerwünscht hoch wird, werden die Gase zunächst durch eine
andere Röstkammer geleitet. Wenn der Betrieb in den Röstkammern zeitlich nacheinander
erfolgt, steht immer in einer Röstkammer eine Füllung zur Verfügung, die so schwefelreich
ist, daß ein im wesentlichen sauerstofffreies Gas entsteht. Dieser versetzte Betrieb
wird deswegen durchgeführt, weil dadurch in einer Kammer eine Füllung vorhanden ist,
welche genügend Schwefel enthält, um ein im wesentlichen sauerstofffreies Gas zu erzeugen,
bis der Schwefelgehalt der Füllung einer an-
deren Röstkammer im wesentlichen abdestilliert und eine neue Füllung in Behandlung genommen
ist, nachdem zuvor die im wesentlichen schwefelfreie Füllung entfernt war,
Die in der Kammer io gebildeten Gase können durch eine geschmolzene Füllung in der Röstkammer ii dadurch geleitet werden, daß das Ventil 3 geöffnet, das Ventil 6 geschlossen und die mit dem Luftrohr 44 und
Die in der Kammer io gebildeten Gase können durch eine geschmolzene Füllung in der Röstkammer ii dadurch geleitet werden, daß das Ventil 3 geöffnet, das Ventil 6 geschlossen und die mit dem Luftrohr 44 und
»0 den Luftkanälen des Wärmeaustauschers 14
zusammenhängenden Ventile derart eingestellt werden, daß ein Gasübertritt aus dem Rohr 2
durch den Kanal 42 und-das* Gebläse 46 stattfindet. In entsprechender Weise können die in
»5 der Röstkammer 11 gebildeten Gase dadurch
durch das geschmolzene Bad der Röstkammer 10 geleitet werden, daß das Ventil 5 geöffnet,
das Ventil 7 geschlossen und die zu dem Lufteinlaß 43 und dem Luftkanal des Wärmeaustauschers
13 gehörigen Ventile derart eingestellt werden, daß Gase aus Rohr 4 durch das
Rohr 41 und das Gebläse 45 strömen.
Die oben aus der Reduzier- und Destillierkammer abströmenden schwefelhaltigen Gase
gelangen durch das Rohr 57 in den Staubabscheider 15 und zum Auslaß 61. Hierbei
wird aus den Gasen im wesentlichen der gesamte Staub abgeschieden. Die reinen Gase
werden aus dem Staubabscheider durch das Rohr 61 dem Kondensator 16 zugeleitet, dessen
Temperatur durch Regelung des Dampfdruckes so niedrig gehalten wird, daß der Schwefel
niedergeschlagen wird. Hierzu ist eine Temperatur von 115 bis 150° zweckmäßig. Aus
dem Kondensator strömen die nunmehr im wesentlichen schwefelfreien Gase durch das
Rohr 57 dem elektrischen Abscheider ig zu, in dem die letzten Spuren von Schwefel ausgeschieden
werden können. Der am Boden des
Kondensators angesammelte geschmolzene Schwefel kann durch das Rohr 66 abgelassen
werden.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus eisensulfidhaltigem Stoff durch Oxydation des Schwefels zu Schwefeldioxyd und durch Leiten des Schwefeldioxyds durch eine durchlässige Schicht von Pyrit oder durch suspendiertes gemahlenes Pyrit zwecks Destillation des fluchtigen Schwefels des Pyrits, dadurch gekennzeichnet, daß der eisensulfidhaltige Stoff in geschmolzenem Zustande so lange der Oxydation unterwarfen wird, bis der ihm enthaltene Schwefel im wesent-liehen erschöpft ist, und daß das gewonnene Gas dadurch im wesentlichen frei von freiem Sauerstoff gehalten wird, daß es nach dem Austritt aus einem ersten Bad, wenn dessen Schwefelgehalt so weit verbraucht ist, daß die Gase eine erhebliche Menge von freiem Sauerstoff enthalten, durch ein zweites geschmolzenes Bad hindurchgeleitet wird, das den Schwefel in höherer Konzentration enthält. 6S
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase so langsam und bei einer so hohen Temperatur mit den Pyriten in Berührung gebracht werden, daß das in dem Gase enthaltene 7" Schwefeldioxyd mit einem Teil des der Destillation unterworfenen Pyrits freien Schwefel und Eisenoxyd bildet.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation des Schwefels bei einer solchen Temperatur durchgeführt wird, daß die abströmenden Gase eine Temperatur von 1200 ° haben.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Bad gewonnene Gas abgekühlt wird, ehe es mit den Pyriten in Berührung gebracht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US748953A US2087894A (en) | 1934-10-18 | 1934-10-18 | Recovery of sulphur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE686174C true DE686174C (de) | 1940-01-04 |
Family
ID=25011606
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1935B0171457 Expired DE686174C (de) | 1934-10-18 | 1935-10-18 | Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von Schwefel |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2087894A (de) |
| CY (1) | CY48A (de) |
| DE (1) | DE686174C (de) |
| GB (1) | GB463122A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966803C (de) * | 1952-05-21 | 1957-09-12 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus diesen in elementarer Form enthaltenden im wesentlichen koernigen oder stueckigen Mineralien |
| DE1030819B (de) * | 1953-03-24 | 1958-05-29 | Inst Nac De Ind | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von arsenfreiem elementarem Schwefel und von arsenfreiem Schwefeldioxyd aus Arsenkieserzen |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2549367A (en) * | 1945-10-25 | 1951-04-17 | Noranda Mines Ltd | Method of recovering from pyrite the valuabe constituents thereof |
| US2708983A (en) * | 1952-11-10 | 1955-05-24 | Phillips Petroleum Co | Recovery of elementary sulfur from gases |
| US2780307A (en) * | 1953-05-28 | 1957-02-05 | Pacific Foundry Company Ltd | Recovery of elemental sulphur from a gas system |
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1934
- 1934-10-18 US US748953A patent/US2087894A/en not_active Expired - Lifetime
-
1935
- 1935-09-28 GB GB26896/35A patent/GB463122A/en not_active Expired
- 1935-10-18 DE DE1935B0171457 patent/DE686174C/de not_active Expired
-
1937
- 1937-09-01 CY CY4837A patent/CY48A/xx unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966803C (de) * | 1952-05-21 | 1957-09-12 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus diesen in elementarer Form enthaltenden im wesentlichen koernigen oder stueckigen Mineralien |
| DE1030819B (de) * | 1953-03-24 | 1958-05-29 | Inst Nac De Ind | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von arsenfreiem elementarem Schwefel und von arsenfreiem Schwefeldioxyd aus Arsenkieserzen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CY48A (en) | 1937-09-01 |
| US2087894A (en) | 1937-07-27 |
| GB463122A (en) | 1937-03-22 |
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