DE685481C - Auf einer Seite glatte Spundwand, bei der die Wulst des Schlosses in eine Tasche eingreift - Google Patents
Auf einer Seite glatte Spundwand, bei der die Wulst des Schlosses in eine Tasche eingreiftInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
- Auf einer Seite glatte Spundwand, hei der die Wulst des Schlosses in eine Tasche eingreift Die Schlösser der eisernen Spundwandbohlen sollen dicht sein, dabei aber auch eine gewisse Beweglichkeit der Bohlen gegeneinander gestatten. Hierzu ist vorgeschlagen worden, die Schenkel von Spundbohlen durch langgestreckte und offene Klammern zu umfassen. Die sich dabei ergebenden Spundwände sind mehr oder weniger gewinkelt. Die klammerartigen Taschen haben breite öffnungen, die einen großen Aufwand an Baustoff verursachen und bei der hakenartigen Umbiegung ihrer Enden bei Abweichungen aus der Rammrichtung nicht mehr kraftschlüssig wirken.
- Die Erfindung betrifft eine auf einer Seite glatte Spundwand, bei der die Wulst des Schlosses in eine Tasche eingreift, und kennzeichnet sich dadurch, daß die nur etwa in der Wandstärke des Spundwandeisens geöffnete Tasche verhältnismäßig langgestreckt ausgebildet ist und daß die Wulst der Länge und der Weite der Tasche durch Umschlagen oder durch mehrfaches Wellen der Bohlenränder angepaßt ist.
- In weiterer Ausbildung besteht die Erfindung noch darin, daß auch der die Tasche bildende angesetzte Teil gewellt ist und mit den gewellten oder umgebogenen Rändern der Wulst in Eingriff steht.
- Der Wulst des Schlosses wird also eine Form gegeben, um die die Klaue so weit herumgreift, daß die Wulst beim Schiefstellen einzelner Spundbohlen teilweise aus der Klaue heraustreten kann, ohne daß die kraftschlüssige Verbindung oder die Dichtigkeit verlorengehen.
- Die Zeichnung stellt in Abb. i bis 3 waagerechte Schnitte durch drei Ausführungsbeispiele dar.
- In den Abbildungen ist die gerammte Spundbohle mit 3 und die kraftschlüssig an sie anzusetzende Bohle mit i bezeichnet.
- In Abb. i ist an Bohle i eine Tasche 2 angesetzt. In diese greift Bohle 3 mit der langgestreckten, im Querschnitt schleifenförmigen Wölbung q.. Die Dichthaltung erfolgt auf langen Flächen und nimmt zu, je stärker z. B. der Zug von Bohle i oder Bohle 3 wird. Die Schleife q. wirkt wie ein Keil, da die Tasche des Spundwandeisens ursprünglich nur etwa ,in der Wandstärke des Spundwandeisens geöffnet ist. Auch bei Aufbiegungen der Klauentasche 2 durch Zug von Bohle 3 wird die Dichtung aufrechterhalten. Zugleich aber wird die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Bohlen i und 3 verstärkt.
- In Abb.2 ist an Bohle i die gleiche taschenartige Klaue 2 angesetzt wie in Abb. i, die Bohle 3 greift aber mit der gewellten Kante 5 in die Klaue. Was über die Festigkeit und Dichtigkeit der Bohlenverbindung bei Abb. i gesagt worden ist, trifft auch für das Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 zu.
- In Abb. 3 ist auch die an die Bohle i angesetzte Tasche durch eine gewellte Wand 6 gebildet. Die in diese einseitig gewellte Klaue eingreifende Wulst ist etwa gleichlaufend gewellt wie die Seite 6 der Klaue. Die mehrfachen, beim Walzen leicht herstellbaxerm Wellen gewährleisten auf breiter Fläche .meWF dichtes, inniges und festes Ineinandergreif' der Stoßstellen der Bohlen i und 3.
- Die Taschen können durch Aufschweißen von Blechstreifen hergestellt oder während des Walzvorganges aufgeschlitzt werden.
- In die gewellten Taschen der Abb. z und 3 können auch Wulste eingreifen, die ähnlich der Abb. i zu Ösen ausgebildet sind. Bei großen Beanspruchungen können diese ösenartig umgelegten Wulste aus einer Welle der Klaue in die andere Welle rutschen. Die durch Anpressung entstehende Dichtung bleibt dabei erhalten. Die Bohlenverbindung hat eine gewisse Nachgiebigkeit. Die Wellentaschen wirken als eine Art Dehnungskörper.
- Bei besonderen Beanspruchungen können alle Wände der taschenartigen Klaue gewellt hergestellt werden.
- Je nach Boden und baulicher Beanspruchung wird man die Abmessungen des Schlosses wählen. Schlösser der dargestellten Art können als Pfeiler der Wandkonstruktion dienen.
- Die senkrechten Wellen parallel zu den senkrechten Kanten der Bohlen verstärken gleichzeitig die Bohlen an den am meisten beanspruchten Stellen. Das ist besonders beim Rammen von Vorteil. Durch die langgestreckte Form und die mehrfachen Wände des Schlosses wird auch dem Verdrehen beim Rammen vorgebeugt. Von Vorteil ist ferner der Umstand, daß die Schlösser ohne weiteres so vorgesehen werden können, daß sie auf der Rückseite der Wand liegen. Die Bohlenwand wird glatt, frei von Winkeln und Kanten. Darin liegen Vorteile beim Wasserbau, denn alle Ecken und Kanten sind die Stellen für den Beginn von Korrosionen und Erosionen.
- Die Schlösser lassen sich leicht mit wasserabweisenden Dichtungsstoffen, z. B. bituminösen Massen, füllen. Das kann von der glatten Wandseite aus ohne weiteres geschehen.
- Vorteilhaft ist die Schloßverbindung auch für Blechdielen, die man bisher nicht kraftschlüssig und vielfach ohne Dichtung an den Stoßstellen verlegte. Mit den dargestellten Spundwandbohlen können alle Linienführungen hergestellt werden, eckige, runde, ovale sowie regellos ge-@orrrite Fundamente, Pfeiler usw. umschlossen «erden.
- Die bei Wasserbauten oft erforderliche Anbringung von Ankern an den .Spundwänden ist leicht und sicher möglich unter Benutzung der durch die Schlösser gebildeten Säulen mit mehrfach übereinanderliegenden Blechstreifen. Bei Wasserbauten, in Kanälen, bei Bollwerken, Pfählen u. dgl. ist die große Elastizität der Schloßverbindungen wichtig, da Schiffsstöße wirken können, ebenso Wasserschläge usw. Die Elastizität hat auch Vorteile in Gebieten mit Erdbewegungen, Bodensenkungen, in Erdbebenzonen, Bergschädengebieten u. dgl.
- In die gewellten Taschen können auch Bleche oder Formeisen eingreifen, die an der senkrechten Kante z. B. hakenförmig umgebogen oder hakenförmig verdickt sind. Auch hierbei hat die einseitig oder beiderseitig gewellte Tasche den Vorteil, daß die Wulst bei zu hohen Beanspruchungen aus einer Welle in die andere rutschen kann und daß immer eine gute Dichtung erfolgt.
- Das Herausziehen der Bohlen erfolgt vorteilhaft, indem an zwei benachbarten Schlössern angefaßt wird..Diese stellen die stärksten Konstruktionselemente dar und verhindern ein Einreißen, weil die Wandstärke eine mehrfache ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Auf einer Seite glatte Spundwand, bei der die Wulst des Schlosses in eine Tasche eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß die nur etwa in der Wandstärke des Spundwandeisens geöffnete Tasche verhältnismäßig langgestreckt ausgebildet ist und daß die Wulst der Länge und der Weite der Tasche durch Umschlagen oder durch mehrfaches Wellen der Bohlenränder (4 oder 5) angepaßt ist. z. Spundwand nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Tasche bildende angesetzte Teil (6) gewellt ist und mit den gewellten oder umgebogenen Rändern der Wulst in Eingriff steht.
Priority Applications (1)
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| DEK139019D DE685481C (de) | 1935-08-20 | 1935-08-20 | Auf einer Seite glatte Spundwand, bei der die Wulst des Schlosses in eine Tasche eingreift |
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| DE685481C true DE685481C (de) | 1939-12-18 |
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1935
- 1935-08-20 DE DEK139019D patent/DE685481C/de not_active Expired
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