-
Vorrichtung zum Mischen und Rühren von Flüssigkeiten, insbesondere
flüssiger Seife Die- Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Mischen und Rühren
von Flüssigkeiten, bei denen die mittels einer Pumpe angesaugten Flüssigkeiten durch
einen im Flüssigkeitsbehälter angeordneten, nach Art eines Segners chen Wasserrades
ausgebildeten Rührers vermischt werden, der durch den aus einem seiner beiden bohlen
Arme austretenden Flüssigkeitsstrahl in Drehung verb. setzt wird. Während bei den
bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art die Pumpe außerhalb des Flüssigkeitsbehälters
angeordnet und durch eine Rohrleitung mit der hohlen Nabe des im Flüssigkeitsbehälter
befindlichen Rührers verbunden ist, ist gemäß vorliegender Erfindung die hohle Nabe
des nach Art eines Segnerschen Wasserrades ausgebildeten Rührers als drehbares Pumperrgehäuse
einer Kugelkolbenpumpe ausgebildet. Die von der hohlen Rühremabe diametral vortretenden
Rohre des Rührers wirken hierbei, als Saug-und Druckstutzen der Pumpe. Durch diesen
Zusammenbau von Rührer und Pumpe wird die Misch- und Rührvorrichtung sowohl in ihrem
Aufbau als auch in ihrer Herstellung und Bedienung wesentlich vereinfacht, da die
sonst notwendigen Rohrleitungen in Wegfall kommen und auch das sonst bei getrennter
Aufstellung einer Pumpe notwendige Pumpengehäuse entfällt; denn nunmehr bildet die
Nahe des Segnerschen Wasserrades gleichzeitig, das Pumpengehäuse. Rührer und Pumpe
bilden eine geschlos-sene Einheit und können ohne erhebliche Montagearbeit bequem
und leicht in beiden beliebigen Rührbottich nachtäglich eingehängt werden. Der Kraftbedarf
der neuen Vorrichtung ist dabei gleichfalls ein viel geringerer, da die fortlaufend
angesaugte und ausgespritzte Flüssigkeit keine langen Rohrleitungen und insbesondere
Rohrkrümmungen zu durchlaufen hat. Die Reinigung des Flüssigkeitsbehälters sowie
die Bedienung der Vorrichtung ist außerordentlich bequem und einfach, da der Flüssigkeitsbehälter
nunmehr von allen Seiten frei zugänglich ist.
-
Da die Energie zur Drehung des Rührers innerhalb der Rührarme erzeugt
und das Mischgut nicht wie bei einer Vorrichtung mit außerhalb des Flüssigkeitsbehälters,
aufgestellter Pumpe ständig aus dem Behälter abgesaugt und in diesen wieder zurückgepumpt
wird, kann es nicht eintreten, daß das Mischgut b-ei seinem Kreislauf zwischen Behälter
und Pumpe durch in diese oder die Verbindungsrohrieitungen eingesaugte Luft schaumig
wird.
-
Auf der Zeichnung ist in der Abb. I ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Mis ch- und Rührvorrichtung im senkrechten Schnitt
und in der Abb. 2 im waagerechten Schnitt dargestellt.
-
Im Innern des zylindrischen oder auch anders geformten Flüssigkeitsbehälters
1 eine Kugelkolbenpumpe 2 angeordnet, und zwar an dem Mantelrohr 3 der abwärts hängenden
Welle
4 eines oberhalb des Behälters I oder an dessen Deckel 5 angebrachten Elektromotors
6. Das aus der hohlen Nabe 7 und zwei diametral von dieser ausgehenden gekrümmten
Rohren 8 bestechende, als Rührer wirkende Flügelrad bildet hierbei mit se Nabe das
Gehäuse des durch den ElektreX motor 6 in Umdrehung zu versetzenden Kolbens der
Pumpe 2.
-
Bei im Umlauf gesetzten Kolben der Pumpe wirken die beiden Rohre
8 des Flügelrades wie die Saug-und Druckstutzen einer Pumpe.
-
Durch die Saug- und Druckwirkung des unmittelbar in die Nabe des Flügelrades
eingebauten umlaufenden Kugelkolbens wie auch durch Rückstoß des aus dem einen der
Rohre 8 herausspritzenden Flüssigkeitsstrahls wird das Flügelrad nach Art eines
Segnerschen Wasserrades in der Richtung des Pfeiles der Abb. 2 in schnelle und kreisende
Umdrehung gebracht, dabei den Behälterinhalt auf- und durcheinanderwirbelnd. Diese
Drehung läßt sich bequem in die entgegengesetzte verwandeln, wenn man die gekrümmten
Rohrenden 9 nach der anderen Seite hinzeigend umlegt.
-
Sollte die durch das schnellaufende Flügelrad hervorgerufene Aufwirbelung
des Behälterinhaltes nicht voll befriedigen, so kann die Pumpe z. B. unter anderem
mittels einer Teleskopführung an der Welle 4 und am M,antelrohr 3 in gewissen Abständen
gehoben und gesenkt werden. Es können aber auch zum gleichen Zwecke mehrere Flügelräder
untereinander angeordnet werden.
-
Bei Änderung der Drehrichtung des Motors b;zw. des Kugelkolbens wechseln
auch die Saug- und Druckstutzen ihre Funktion und ohne weiteres kommt auch das Flügelrad
in entgegengesetzter Richtung in Umdrehung.
-
Dies führt zu einer besonders innigen Durchmischung des Behälterinhaltes,
wenn man die Drehrichtung des Flügelrades von Zeit zu Zeit in die entgegenigesetzte
ändert.
-
Natürlich kann die Welle des Kugelkolbens auch indirekt mittels Zahnradübersetzung
und Vorgelegewelle angetrieben werden.