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Projektionslampengehäuse, insbesondere für Kinowiedergabegeräte Die
Erfindung bezieht sich auf Projektionslampengehäus@e, welche als Ausströmtuben für
die eingebauten Gebläse ausgebildet sind, und bezweckt eine Verbesserung der bekannten
Anordnungen dieser Art. Im. Gegensatz zu den bekannten Ausführungen ist die Anordnung
so getroffen, daß erfindungsgemäß der Lampenkolben von oben in das offene Ausströmende
des Tubus hineinragt und daß .der Tubus an der Durchtrittsstelle der optischen Achse
im Querschnitt verengt ist, so daß sich das Glühfadensystem in dem geringsten Querschnitt
des Tubus befindet. Vorzugsweise Au4führungsformen gemäß der Erfindurig bestehen
darin, daß die Fassung des Lampenkolbens außerhalb des Tubus angebracht ist, daß
die Fassung an einem klappbaren Ausleger angeordnet ist, an dem zugleich ein Teil
der Wandung des Tubus befestigt ist, der zwecks Freigabe des Aufklappweges des Lampenkolbens
aus der Tubuswand entfernbar ist, und daß .der um. ein Scharnier klappbare Ausleger
zugleich eine Wandung eines besonderen äußeren Projektorgehäuses bildet.
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Auf diese Weise wird .erreicht, daß der heißeste Teil der Lampe sich
im Querschnitt der größten Luftgeschwindigkeit befindet und dadurch besonders wirksam.
gekühlt wird.
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Das ist besonders wichtig bei Glühlampen, bei denen das Wendelsystem
nicht in -der Mitte des Kolbens angeordnet ist, sondern mit Rücksicht auf die Voraussetzungen
des optischen Beleuchtungssystems exzentrisch, d.h. in unmittelbarer Nähe der Kolbenwand,
sich befindet. Weiter wird durch die Anordnung nach der Erfindung erreicht, daß
die Lampenfassung oder der Lampenträger außerhalb,des eigentlichen Lampengehäuses,
d. h. außerhalb der. Luftführung, angeordnet werden kann,,
so daß
die Strömung :der Kühlluft an ihrer eigentlichen Wirkstelle nicht beeinträchtigt
wird, was wiederum eine sehr wirksame Küh= lang mit verhältnismäßig geringem Arbeits=
aufwand gestattet.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert,
und zwar zeigt Abb. i die Seitenansicht eines Kinowiedergabegerätes mit dem erfindungsgemäßen
Lampengehäuse, Abb. 2 die Vorderansicht der wesentlichen Teile dieses Lampengehäuses
und -Abb.3 einen Querschnitt durch das Lampengehäuse in der Ebene III-III der Abb.
2. Das Kinowiedergabegerät ist auf der Grundplatte i i .angeordnet, und zwar befindet
sich auf dieser Grundplatte :das Motorgehäuse 12 nebst dem oberhalb des Motorgehäuses
i-- in einem geeigneten Gehäuse eingeschlossenen Filmantriebswerk und ferner das
Gehäuse 14, in dem das erfindungsgemäße Lampengehäuse angeordnet ist. Das. Filmtriebwerk
ist in der üblichen Weise ausgebildet, so daß von einer näheren Beschreibung Abstand
genommen werden kann.
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In den Abb. 2 und 3 ist das Lampengehäuse 15 näher erläutert. Dieses
Gehläuse besteht in der Hauptsache aus einer senkrechten Röhre; deren unteres Ende
4o erweitert ist und in den Ventilatorl@a;nal ausmündet. In der Mitte i%t das Rohr
15 verengt, es ci-weite@rt sich jedoch nach oben wieder zu der Ausblaseöffnung 43.
Das Lampengehäuse bildet vom Querschnitt 42 bis zur Ausblaseöffnung 43 ein venturirohrartiges
Gebilde.
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Dieses Rohr ist mit ausgezogenen rohrförmigen Ansätzen 45 und 46 versehen,
deren Achsen unter sich und mit :der optischen Achse des Objektivs 48 des Projektors
zusammenfallen. In diesen rohrförmigen Ansätzen ist der Hohlspiegel5o bzw. die Kondensorlinsenfassung
5 i mit den Linsen 52 befestigt. Durch dieses optische System wird das vom Glühfadensystem
56 der Glühlampe 5 5 ausgestrahlte Licht auf den Film .geworfen, von wo das Bild
dann durch das Obj,eh-tiv 48 auf den Bildschirm geworfen wird.
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Wird beispielsweise als Lichtquelle seine Hochleitungslampe verwendet,
so wird eine große Wärmemenge ausgestrahlt, und, um diese Wärmemenge unschädlich
zu machen, ist es erforderlich, sie ebenso schnell abzuführen, wie sie .entsteht,
weshalb man zu diesem Zwecke bereits Gebläse im Projektor angeordnet und auch schon
das Lampengehause als Ausströmtubus für die eingebauten Gebläse ausgebildet hat.
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Es ist nun bekannt; d;aß die wirksamste Wärmeübertragung beim Gegenstromprinzip
erfolgt, d. h. die kälteste Luft muß mit der heißesten Stelle in Berührung kommen,
und außerdem ist es erforderlich, einen möglichst geringen Luftwiderstand zu erhalten.
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:-,Bei den bisher bekannten Anordnungen dkser Art kommt die Kühlluft
zunächst in Berührung mit dem Lampensockel, und, nachdem sie etwas eihitzt ist,
gelangt sie erst -in die Haupthitzezone der Lampe. Außerdem befindet sich bei den
bekannten Anordnungen der Lampensockel unmittelbar im Kühlluftstrom. Der Lampensockel
stört aber alsdann den Kühlluftstrom derart, daß keine glatte Strömung mehr möglich
ist. Dadurch wird nicht nur die I£ühl@virlr-ung beeinträcht@gtJ sondern auch in
erhöhter Arbeitsaufwand zum Betrieb des Gebläses notwendig.
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Trifft man :aber bei Projektionslampengehäusen, die als Ausströmtuhen
für ein Gebläse ausgebildet sind, die Anordnung erfindungsgemäß so, daß der Lampenkolben
von oben in das. offene Ausströmende des Tubus hineinragt und daß der Tubus
an der Durchtrittsstelle der optischen Achse im Querschnitt verengt ist, so daß
sich .das Glühfadensystem in dem geringsten Querschnitt des Tubus befindet, so wird
der vorher erwähnte Nachteil vermieden, weil dann der Lampensockel vollkommen außerhalb
des La.n-pengehäuses angeordnet ist und die Lampe umgekehrt innerhalb des Lampengehäuses
sich befindet, so da,ß sie unmittelbar in den Kühlluftstrom hineinragt, wobei die
heißeste Stelle der Lampe zuerst mit der Kühlluft in Berührung kommt.
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Wie insbesondere die Abb. 3 deutlich zeigt, ragt der Lampenkolben
55 durch die Ausblaseöffnung 33 axial in das Gebläserohr hinein. Das Glühfadensystem
56 befindet sich in engstem Querschnitt des Rohres 42 des Lampengehäu!ses und zugleich
in der optischenAchse des Systems 50,52. Die Lampe wird durch einen geeigneten
Sockel6o gehalten, der sich außerhalb des Lampengehäuses befindet.
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Der Sockel 6o ist zweckmäßig an einem Konsol6i angeordnet, das mit
seiner Abbiegung 62 mittels Nieten 63 o. dgl. in der Tür 64 des Gehäuses 14 befestigt
ist. Die Tür 64 ist mittels Scharnier 65 am Lampengehäuse angelenkt, so daß sie
zwecks Auswechslung der Lampe 55 oder zwecks Reinigung des Beleuchtungssystems 5o,
52 herausgeklappt werden kann. Der Sockel 6o ist an die Stromzuführung durch ;geeignete
nicht dargestellte Leitungen angeschlossen.
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Der Kühlluftstrom. wird durch das Ventilatorrad 68 erzeugt, das um
die Welle 69 in dem Gebläsegehäuse ¢o drehbar ist. Durch dieses Gebläserad wird
die Kühlluft nach oben durch das Rohr gedrückt und gelangt an dem Lampenkolben und
an dein Beleuchtungssystem vorbei durch die Ausblaseöffnung 63
wieder
ins Freie. Die Luft wird durch ein Gitter 70 in der Wandung des Gehäuses.
14 angesaugt (Abt. i).-Wie insbesondere aus Abb. 3 ersichtlich ist, taucht die Lampe
in der.Betriebsstellung in das Lampengehäuse so ein, daß die kalte Kühlluft zunächst
mit der heißesten Lampenzone, die der Lage des Glühfadensystem.s 56 entspricht,
in Berührung kommt. Es ist ferner ohne weiteres zu sehen, daß durch die Anordnung
des Lampensockels 6o außerhalb des Lampengehäuses kein Widerstand für den Kühlluftstrom.
erzeugt wird, ausgenommen durch den Lampenkolben selbst, ;der aber kugelförmig dem
Kühlluftstrom entgegengesetzt ist, so daß strömungstechnisch eine. sehr günstige
Anordnung erzielt ist, durch die nicht nur eine intensivere Kühlung, sondern; auch
ein größerer Wirkungsgrad des Gebläses herbeigeführt wird.
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Wie bereits erwähnt wurde, besitzt das Lampengehäuse die Form eines
Venturirohrs, und der Querschnitt 42 bildet den Einlaß. Da durch die Querschnittsverengung
bekanntlich die Geschwindigkeit des Luftstroms an dieser Stelle noch wesentlich
erhöht wird, erfolgt auch dort die Abführung der Wärme besonders schnell. Auch wird,
da der Lampenkolben 55 in dem Gebäuserohr 42 konzentrisch angeordnet ist, die Hitze
gleichmäßig abgeführt.
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Das gesamte Lampengehäuse 15 wird in geeigneter Weise in der Vertikalrichtung
innerhalb des Gehäuses 14 festgelegt. Um. ein Herausschwenken der Lampe 55 zu ermöglichen,
ist .ein Teil des Lampengehäuses 15 mit der Tür 64 zusammen schwenkbar. Bei der
vorliegenden Aulsführungsform ist das Lampengehäuse in der Fläche 8o ausgeschnitten,
und der herausgeschnittene Teil 8 i ist gemäß Abb. 2 starr mit der Tür 64 verbunden,
etwa mit Hilfe von Nieten 85.
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Wie aus Abb.2 ersichtlich ist, wird beim. Herausklappen der Tür 64
sowohl die Glühlampe ,als auch der Wandungsteil 8 i in die strichpunktiert dargestellte
Lage geschwenkt, in der sowohl die Glühlampe 5 5 bequem auswechselbar ,als auch
das optische Beleuchtu'ngssystem 50, 52 zwecks Reinigung leicht zugängig ist. Beim.
Zuklappen der Tür 64 wird dagegen die im. Lampengehäuse gebildete öffnung durch
den Teil 8 i wieder luftdicht abgeschlossen. Die klappbare Tür 64 wird durch :den
Riegelknopf 86 in ihrer Schließlage festgehalten.