DE6809934U - Bremsbetaetigungsvorrichtung. - Google Patents
Bremsbetaetigungsvorrichtung.Info
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Description
Die Neuerung betrifft eine Bremsbetätigungsvorrichtung mit
einer auf die Bremsorgane einwirkenden Kurvenscheibe, die durch Drehen swangaläufig zum Anaiehen oder Lüften der Bremse
führt.
Derartige Bremsbetätigungsvorrichtungen. sind bekannt (vgl.
beispielsweise ü.S. Patentschrift 1 342 352).
Bei bestimmten angetriebenen Organen beispielsweise Wellen für Stellantriebe, ist es häufig üblich, daß der Antrieb
einerseits durch einen Motor und andererseits von Hand über
ein Handrad erfolgen kann, wobei sum Anhalten des von dem Motor angetriebenen Organes eine Bremse mit zugeordneter
Bremsbetätigungsvorrichtung dient. Bei derartigen Anordnungen besteht die Gefahr, daß nach dem Lüften der Bremse der
Motorantrieb direkt auf das Handrad einwirkt und dieses antreibt, wenn das Handrad vorher nicht von dem angetriebenen
In der deutschen Gebrauchsmusterschrift Nr1 1 980 46? ist
eine Handradanordnung zum Verstellen von Bauteilen in Maschinen u. dgl. beschrieben, wobei das Handrad von dem angetriebenen
Organ weggerückt werden kann.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bremsbetätigungsvorrichtung,
insbesondere für Stellantriebe, zu schaffen, die entweder durch einen Motor oder von Hand über ein Handrad
betätigbar sind, wobei die Bremsbetätigungsvorrichtung derart beschaffen sein soll; daß z.B. nach Lüften der Bremse der
Motorantrieb des Stellantriebes ausgeschaltet ist und andererseits eine Handbetätigung des Stellantriebes möglich ist, ohne
daß die Gefahr besteht, daß nach dem Lüften der Bremse der Motorantrieb direkt auf das Handrad einwirkt und dieses antreibt.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die neuerungsgemäße Bremsbetätigungsvorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe
ausser den auf die Bremsorgane einwirkenden Kurvenbahnen zusätzliche Nockenbahnen zur Betätigung eines Schalters
für den Strom eines Stellantriebmotors und eines Stößels zum Ein- bzw. Auskuppeln eines Handrades mit der Antriebswelle
eines Stellantriebes aufweist, wobei die Kurven- bzw. Nockenbahnen derart aufeinander abgestimmt sind, daß in der Lösestellung
der Bremse der Strom des Stellantriebmotors abgeschaltet und das Handrad mit der Antriebswelle gekuppelt ist.
Eine derartige Vorrichtung zeichnet sioh bei einfacher Konstruktion
durch eine hohe Betriebssicherheit aus, da gleichzeitig mit der Betätigung der Bremsorgane auoh die Umschaltung
von Motorantrieb auf Handantrieb und umgekehrt erfolgt, wobei ein Antreiben des Handrades durch den Motor ausgeschaltet
ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Neuerung ist dadurch
gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Nockeubs^inen am Aussenumfang
der Kurvenscheibe vorgesehen sind, und daß der durch eine Feder angedrückte Stößel einen doppelarmigen Hebel betätigt,
durch welchen über eine kerbverzahnte Kupplung das Handrad mit der Antriebswelle ein- bzw. ausgekuppelt werden
kann. Dabei kann vorzugsweise die Kraft der Feder im Sinne des Einkuppeins der Kupplung wirken.
Die Neuerung wird im folgenden anhand der Zeichnunger näher beschrieben, in denen eine mögliche Ausführungsform der
Neuerung in beispielhafter Weise dargestellt ist. Ss zeigen:
Pig. 1 einen teilweisen Axialschnitt der Bremsbetätigungsvorrichtung
eines Stellantriebes;
Fig. 2 eine Ansicht, teilweise i? Schnitt, der beiden Bremsorgane
eines Premsbackenpaares mit den zugehörigen Einstell- und Betätigungsorganen, und
Fig. 5 eine scnematisohe Stirnansieht der zur Betätigung der Bremse dienenden Kurvenscheibe, einschließlich
der von dieser Kurvenscheibe beeinflußten zusätzlichen
Betätigungselemente.
Sie Neuerung wird tut folgenden in Verbindung mit einem Stellantrieb beschrieben, der zur Betätigung von Absperrschiebern,
Ventilen, Drosselklappen und sonstigen Abeperrorganen verwendbar
ist.
Der elektro-meohaniaohe Stellantrieb besteht im wesentlichen
aus fünf Hauptbestandteilen9 und zwar Motor, Untersetzungsgetriebe
, Schneckentrieb, Planetengetriebe und Drahmomentkupplung,
von denen im vorgegebenen Fall nur die Drehmoment kupplung bzw. Bremsanordnung von Interesse ist, durch welche die
Größe der von dem Antriebsmotor auf die Ab^riebswelle 31
(Pig. 1) abgeleiteten Drehmomente zum öffnen und Seal ie ssen
bestimmt wird.
Die Bremsanordnung besteht im wesentlichen aus den Bremstrommeln 1 und 2, denen keilriemenfö*rmige Bremsorgane 3a,
3b und 4a, 4b zugeordnet sind. Die Bremstrommel 1 mit den zugeordneten Bremsorgbnen 3a, 3b ist dabei in beiden Drehrichtungen
wirksam, während die Bremstrommel 2 mit den zugeordneten Bremsorganen 4a, 4b nur in einer Drehrichtung auf
die Abtriebswelle 31 einwirkt, während sie in der anderen Drehrichtung für die Abtriebttwelle 31 unwirksam ist, wofür
ein in einer Richtung wirkender Freilauf 32 vorgesehen ist. Die beiden Bremstrosssieln sind in geeigneter, nicht sum Gegenstand
der Erfindung gehörender Weise gelagert und stehen über die Freilauf anordnung 32 in Verbindung miteinander.
Die Eremaorgane 3a, 3b uuü 4a» 4b sind gemäß Fig. 2 an ihren
linken Süden mittels Stellschrauben 51» 52 miteinander verbunden. An der gegenüberliegenden Seite sind die in axialer
Richtung nebeneinanderliegenden Bremaorgane 3a, 4a bzw« 3b,
4b miteinander verbunden und münden in einen gemeinsamen Zapfen 5a bzw. 5b. Diese Zapfen 5a und 5b greifen in Kurven bzw.
Kurvebbahnen 7a, 7b einer Kurvenscheibe 7 βit, die einen sich
von der Drehachse 6 der Kurvenscheibe 7 ändernden Radialabstand haben, derart, daß bei Verdrehen der Kurvenscheibe 7
in der einen oder anderen Richtung die Zapfen 5a und 5b aufeinander ssu bzw. voneinander weg bewegt werden, wodurch die
Bremsorgane 3a8 3b bzw. 4a, 4b kraftschlüssig angezogen bzw.
gelüftet werden. Das Verdrehen der Kurvenscheibe 7 erfolgt mittels des Betätigungsgriffes 8.
Die Bremsmomente der aus der Bremstrommel 1 und Bremsbackenpaar 3a, 3b bestehenden Bremse bzw. der aus BremstroBael 2
und Bremsbackenpaar 4a, 4b bestehenden Bremse sind unabhängig voneinander mittels der Stellschrauben 51» 52 einstellbar.
Die Kurvenscheibe 7 weist an ihrem Aussenumfang weitere
Hockenbahnen auf, die beim Verdrehen der Kurvenscheibe zur Betätigung von zusätzlichen Schaltelementen, z.B. Stößel
10 und Schalter 15 dienen·
Bei Verdrehen der Kurvenscheibe 7 wird der auf der äu&seren
Hockenbahn der Kurvenscheibe 7 laufende Stößel 10 in radialer Richtung verschoben und wirkt auf das eine Ende eines
doppelarmigen Hebels 12 ein, der an seinem anderen Hebelende
mit einer Kerbverzahnung 13b -versehen ist, die je nach Stellung
des Hebels 12 mit einer Kerbverzahnixng 13a zusaunenwirken
kann, die an einem Handrad 14 angebracht ist. Sine feder
11 wirkt auf das dem Stößel zugeordnete Hebelende ein, wobei die Kraft der feder 11 so wirkt, daß durch diese feder 11 in
Abhängigkeit von der Stellung des Stößels 10, d.h. in Abhängigkeit von der Drehstellung der Kurvenscheibe 7, die Kerbverzahnung
13a in Eingriff gebracht wird.
Wenn z.B. gemäß fig. 3 die Kurvenscheibe 7 in Richtung des Pfeiles f.. gedreht wird, und zwar in die durch die Länge der
Kurvenbahnen 7a, 7b bestimmte Endstellung, dann läuft der Stößel 10 auf den Seil der ihm zugeordneten Hockenbahn auf,
der den geringsten Radialabstand zur Drehachse 6 hat, wobei der Stößel 10 durch die feder bzw. Druckfeder 11 gegen die
Kurvenscheibe 7 gedruckt und dabei der Hebel 12a ebenfalls verschwenkt wird, wodurch das Einkuppeln der Kerbverzahnung
13a mit Car Kerbverzahnung 13b bewirkt wird. Das die Kerbver~
zahnung 13b aufweisende Element ist im übrigen seinerseits mit der Bremstrommel 1 gekoppelt. Wenn die Kurvenscheibe 7
sich in der in fig. 3 dargestellten, dem Handbetrieb zugeordneten Radstellung befindet, wird ausserdem der Schalter 15
betätigt, wodurch der Motorstrom unterbrochen wird.
Durch verdrehen der Kurvenscheibe 7 in Richtung des Pfeiles
f„ erfolgt die Umstellung von Handbetrieb auf Notorbetrieb,
wobei das Auskuppeln des Handrades und die Betätigung
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Schalters 15 in umgekehrter Weise erfolgt wie oben beschrieben.
1. Durch Drehen des Betätigungsgriffes 8 und damit der Kurvenscheibe
7 in Richtung des Pfeiles f 1 werden infolge der zwangsläufigen Führung der Zapfen 5a, 5b durch die
Kurvenbahnen 7a, 7b die Bremsen gelüftet;
2. gleichzeitig wird durch den Stößel 10, welcher auf der äusseren Nockenbahn läuft, die auf das eine Ende des Hebels
12 einwirkend3 Druckfeder 11 einspannt, woduroh die kerbverzahnte
Kupplung 13a, 13b zum Einrasten kommt;
3. durch die äussere Nockenbahn wird der Schalter 15 betätigt,
wodurch der Steuerstrom unterbrochen wird.
Claims (3)
1. Bremsbetätigungsvorrichtung mit einer auf die Bremsorgane
einwirkenden Kurvenscheibe, die durch Drehen zwangsläufig zum Anziehen oder Lüften der Bremse führt,,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (7) außer
den auf die Bremsorgane (3a, 4a; 3b, 4b) einwirkenden Kurvenbahnen (7a, 7b) zusätzliche Nockeubahnen zur Betätigung
eines Schalters (15) für den Strom eines Stellantriebmotors
und eines Stößels (10) zum Sin- bzw* Auskuppeln
eines Handrades (14) mit der Antriebswelle (31) eines Stellantriebes aufweist, wobei die Kurven- bssw.
Nockenbahnen derart aufeinander abgestimmt sind, daß in der Lösestellung der Bremse der Strom des Stellantriebsmotors
abgeschaltet und das Handrad ait der Antriebswelle gekuppelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliches Nockenbahnen am Aussenumfang der Kurvenscheibe (7) vorgesehen sind, und daß der durch
eine Feder (11) angedrückte Stößel (10) einen doppelarmigen
Hebel (12) betätigt, durch welchen über eine kerbverzahnte Kupplung (13&, 13b) das Handrad (14) mit der
Antriebswelle (31) ein- bzw. ausgekuppelt werden kann,
3. Torrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kraft der Feder (11) im Sinne des Einkuppeins der
Kupplung (13a, 13b) wirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6809934U DE6809934U (de) | 1968-12-05 | 1968-12-05 | Bremsbetaetigungsvorrichtung. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6809934U DE6809934U (de) | 1968-12-05 | 1968-12-05 | Bremsbetaetigungsvorrichtung. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6809934U true DE6809934U (de) | 1972-01-20 |
Family
ID=33559496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE6809934U Expired DE6809934U (de) | 1968-12-05 | 1968-12-05 | Bremsbetaetigungsvorrichtung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6809934U (de) |
-
1968
- 1968-12-05 DE DE6809934U patent/DE6809934U/de not_active Expired
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