DE679458C - Flugmotor fuer Links- und Rechtslauf der Luftschraube - Google Patents

Flugmotor fuer Links- und Rechtslauf der Luftschraube

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DE679458C
DE679458C DEA83997D DEA0083997D DE679458C DE 679458 C DE679458 C DE 679458C DE A83997 D DEA83997 D DE A83997D DE A0083997 D DEA0083997 D DE A0083997D DE 679458 C DE679458 C DE 679458C
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DE
Germany
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propeller
engine
rotation
gear
aircraft engine
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Expired
Application number
DEA83997D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erwin Spiegel
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Argus Motoren GmbH
Original Assignee
Argus Motoren GmbH
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Publication date
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Publication of DE679458C publication Critical patent/DE679458C/de
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Classifications

    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B73/00—Combinations of two or more engines, not otherwise provided for

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Flugmotor für Links- und Rechtslauf der Luftschraube Die Erfindung betrifft einen Flugmotor mit zwei in entgegengesetzter Drehrichtung umlaufenden Kurbelwellen, die durch ein gemeinsames Stirnradgetriebe miteinander gekuppelt sind, und zwar sowohl einen Motor, bei dem die Triebwerke mit einem gemeinsamen Gehäuse versehen sind, als auch eine Vereinigung von zwei gleichartigen an sich selbständigen Motoren durch ein gemeinsames Getriebe zu einer Triebwerkseinheit.
  • Es wird im Flugwesen häufig gefordert, daß ein und dasselbe TriebWerksbaumuster sowohl für Links- als auch für Rechtsdrehung der Luftschraube geliefert wird. Im allgemeinen hat man bisher zu diesem Zweck zwei verschiedene Steuerungen vorgesehen, eitle für Links- und eine für Rechtslauf. Dies bedingt nicht nur die Anfertigung besonderer Steuerungsteile, sondern eine Rücksichtnahme auf den gesamten Motoraufbau. Ist z. B. für eine bestimmte Drehrichtung der Kurbelwelle auch der Drehsinn der einzelnen Nebenapparate, wie z. B. Zünder, Lichtmaschine, Brennstofförderpumpe und vor allem auch für Gebläse, festgelegt, so kann bei anderem Drehsinn der Kurbelwelle nicht derselbe Geräteträger Verwendung finden.
  • Nach der Erfindung werden die bisherigen Schwierigkeiten dadurch behoben, daß zur Umkehrung des Drehsinnes der Luftschraube das in einem gemeinsamen Gehäuse sitzende Getriebeaggregat ohne Auswechslung von Teilen am Motorgehäuse um z8o° umgesteckt wird. Um das Umstecken ohne große Montage durchführen zu können, ist zwischen Kurbelwellenende und Ritzel eine Torsionsstabkupplung vorgesehen, die für beide Ritzel gleiche Teilung hat.
  • Wird bei ein und derselben Lage des Motors im Flugzeug z. B. von Drehrichtung links auf Drehrichtung rechts eingestellt, so wird im ersten Fall die sich ergebende Exzentrizität der Luftschraube gegenüber der Motormitte nach oben bzw. im zweiten Fall nach unten verlegt. Dies ist bei den in Frage kommenden Exzentrizitäten nicht vorteilhaft. Es werden, um die Exzentrizität e bei zwei-oder mehrmotorigen Flugzeugen nach derselben Richtung zu bekommen, z. B. nach oben die Motoren mit verschiedener Drehrichtung der Luftschraube einfach um iSo° gedreht, so daß bei Anbau des Getriebes z. B. mit Exzentrizität der Luftschraubenwelle nach oben die verschiedenen Drehrichtungen erreicht werden. und das Getriebegehäuse stets in derselben Lage zur Flugmotorhorizontalebene zum Einbau gelangt. Dies bedeutet, daß der Motor bezüglich seiner Mittelebenen vollkommen spiegelbildlich ausgeführt ist. Bei der Wahl eines Zweiwellenmotors ist dies auch ohne weiteres möglich, zumal bei sternförmiger Lage der Zylinder die Schmierölverteilung und der Schmierölablauf symmetrisch angeordnet sein muß. Um jedoch die Lage der Ölabsaugpumpe immer an der tiefsten Stelle zu haben ohne Umbau des Aggregates, wird vorzugsweise die Olabsaugpumpe sowohl für Motor als auch Getriebe stets an eine tiefliegende Stelle des Getriebegehäuses gelegt, während die Frischöldruckpumpen richtigerweise ungefähr in der Horizontalmittelebene des Motorgehäuses eingebaut sind. Die Anordnung der Apparate kann, um gleiche Verhältnisse bei Schwenken des Motors um i8o° zu erhalten, ebenfalls in der Nähe der Horizontalebene bzw. mit parallel zu dieser liegenden Achse sein, so daß die Schmierbedingungen bzw. Ausbau- und Wartungsverhältnisse dieselben sind. Lediglich bei Wahl eines Vergasers in senkrechter Lage und gleichbleibender Lage des Ansaugkanals zum Gebläse müßte im einen Fall ein Fallstrom- im anderen Fall ein (im Gegensatz zu Fallstromvergaser) Steigstromvergaser gewählt werden. Auch diese Unannehmlichkeit fällt weg bei Wahl der Kraftstoffeinspritzung unmittelbar vor das Ansaugventil bzw. direkt in den `Brennraum, wie sie vorzugsweise für solch große Zylinder bzw. Motoreneinheiten angewendet werden.
  • Ein Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Als Beispiel ist ein Getriebe zum wahlweisen Umbau für Links- und Rechtsdrehung der Luftschraube bei einem nicht dargestellten Motor mit H-förmiger Zylinderanordnung gewählt.
  • Abb. i zeigt, in der Ebene der Motorwelle und der Luftschraubenwelle geschnitten, das Gehäuse mit den Zahnrädern des Untersetzungsgetriebes.
  • Abb.2 zeigt, in Achsrichtung gesehen, die Teilkreise der Zahnräder, wobei der gestrichelt dargestellte Teilkreis dem für die umgekehrte Drehrichtung versetzten Zwischenrad entspricht.
  • Aus Abb. i ist zu ersehen, daß zwischen die gegenläufigen Wellen i und 2 des Motors und die treibenden Zahnräder 5 und 6 j e eine Kupplung 3 bzw. q. eingeschaltet ist. Die treibenden Räder 5 und 6 'sind durch das mit der Luftschraubenwelle 7 befestigte Zwischenrad 8 miteinander verbunden. Dieses Zwischenrad ist insofern besonders ausgebildet, als es für den Eingriff mit dem Rad 6 einen Innenzahnkranz 9 und für den Eingriff mit dem Rad 5 einen Außenzahnkranz io von wenig größerem Durchmesser trägt. Die Luftschraubenwelle 7 liegt dadurch um ein gewisses Maße ,außerhalb der Mitte zwischen beiden Kurbelwellen.
  • In dem Schema (Abb.2) ist durch Pfeile die sich dabei ergebende Drehrichtung der einzelnen Räder angedeutet.
  • Soll nun derselbe Motor für die andere Drehrichtung der Luftschraube verwendet werden, so ist es nur notwendig, die beiden treibenden Zahnräder 5 und 6 zu vertauschen und das Zwischenrad 8 um das Maß 2 e (Abb.2) nach links zu versetzen, wie in Abb.2 durch den gestrichelt dargestellten Teilkreis gezeigt.
  • Aus den Abbildungen ist ohne weiteres .zu ersehen, daß sich dabei für die Luftschraubenwelle 7 die entgegengesetzte Drehrichtung ergibt.
  • Um die Versetzung des Zwischenrades 8 in der beschriebenen Weise zu ermöglichen, ist das Getriebegehäuse i i bezüglich seiner Schraubenverbindungen u. dgl. so ausgebildet, daß es sich um i8o° auf einem Befestigungsflansch versetzen läßt.
  • Zwangsläufig ergibt sich bei diesem Getriebe eine Exzentrizität e der Luftschraubenmitte L gegenüber der Motormitte M, die bei übereinanderlagerung der beiden Motorwellen in der Flugzeugzelle einen größeren Bodenabstand der Luftschraube und den damit verbundenen Vorteil eines möglichst großen Durchmessers, d. h. besseren- Wirkungsgrad derselben mit sich bringt.
  • Auf diese Weise ist es möglich, den Motor ohne zusätzliche Teile, insbesondere ohne besondere Steuerung für Links- und Rechtslauf, für beide Drehrichtungen zu verwenden. Der Bau der Motoren wird hierdurch wesentlich vereinfacht, ebenso die Ersatzteilhaltung. Es ist lediglich Sache des Zusammenbaues, die übereinstimmenden Teile zur Herstellung von links- oder rechtslaufenden Motoren zu verwenden.
  • Der Motor mit zwei gegenläufigen Wellen hat außerdem noch Vorteile hinsichtlich des Massenausgleichs insofern, als et@va vorhandene freie Massenkräfte, vor allem auch Fliehkräfte, nur noch in einer Richtung nach außen wirken, während die Kräfte in jeder anderen Richtung sich aufheben.
  • Die Kupplungen 3, 4 können zweckmäßig als Torsionsstabkupplungen ausgebildet werden, so daß der gleichmäßige Zahneingriff gesichert ist und ein ruhiger Gang erzielt wird.
  • Die Versetzung der Luftschraubenmitte L gegenüber der Motormitte M um das Maße bringt den Vorteil mit sich, daß bei übereinanderliegenden Motorwellen die Luftschraubenwelle 7 höher gelegt werden kann als die Motormitte, wobei es möglich ist, den Luftschraubendurchmesser größer zu wählen oder das Fahrgestell niedriger zu bauen. Auch ist es vorteilhaft, bei gegebener Luftschraubenlage zum Flügelprofil den die Strömung an der Flügeloberseite beeinflussenden Teil des Motorvorbaues möglichst gering zu halten und die tiefere Lage des Motorvorbaues nach unten für die bessere Unterbringung des Einziehfahrwerkes zu erhalten.
  • Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die nur beispielsweise und schematisch dargestellte und beschriebene Ausführungsform, kommt vielmehr für alle Isekannten Motorenbauarten in Frage.
  • Zusätzlich wird bei Ausbildung der Kurbelgehäusehälften so vorgegangen, daß nur mit einem Modell bzw. Gehäuseabguß die untere und obere Hälfte des Gehäuses hergestellt werden kann bzw. daß auch die Bearbeitungs- und Verbindungsflansche horizontal und vertikal spiegelbildlich ausgeführt werden, so daß beide Gehäusehälften in der Bearbeitung und Beschaffung vollkommen gleich sind. Dies bedeutet für den Getriebeanschluß bzw. das Gerätegehäuse dieselben Flanschabmessungen,was auch ohne weiteres erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Flugmotor mit zwei entgegengesetzt umlaufenden Kurbelwellen und einem Getriebe für verschiedene Drehrichtungen der Luftschraube, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwisdhenrad des Getriebes mit je einer Innen- und Außenverzahnung versehen ist, so'daß wahlweise das Stirnrad der einen Kurbelwelle mit der Innenverzahnung und das Stirnrad der anderen Kurbelwelle mit der Außenverzahnung des Zwischenrades in Eingriff steht. a. Flugmotor mit zwei Kurbelwellen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptteile des Motors bezüglich seiner beiden zueinander senkrechten Hauptlängsebenen spiegelgleich sind und daß er um 18o° um seine Längsmittelachse gedreht werden kann.
DEA83997D 1937-08-22 1937-08-22 Flugmotor fuer Links- und Rechtslauf der Luftschraube Expired DE679458C (de)

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