DE675236C - Ausscheidungshaerten von Stahllegierungen mit mehr als 0,3% Kohlenstoff - Google Patents

Ausscheidungshaerten von Stahllegierungen mit mehr als 0,3% Kohlenstoff

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DE675236C
DE675236C DE1930675236D DE675236DD DE675236C DE 675236 C DE675236 C DE 675236C DE 1930675236 D DE1930675236 D DE 1930675236D DE 675236D D DE675236D D DE 675236DD DE 675236 C DE675236 C DE 675236C
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DE1930675236D
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Dr-Ing Eduard Houdremont
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Krupp Stahl AG
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Krupp Stahl AG
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/16Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing copper

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Description

Bisher war die Möglichkeit, die Eigenschaften, insbesondere die Härte, von Kupfer, Titan oder Bor enthaltenden Eisen- und Stahllegierungen durch Ausscheidungshärtuiig zu verbessern, stets an die Voraussetzung gebunden, daß der Kohlenstoffgehalt der Legierungen verhältnismäßig gering war. Das Ausscheidungshärtungsverfahren für kupferlegierte Stähle mit bis zu 0,50/0 Kohlenstoff ist bekannt; jedoch trat bei diesen kupferhaltigen Stählen eine praktisch nutzbar zu machende Ausscheidungshärtung nicht mehr in die Erscheinung, wenn der Kohlenstoffgehalt der Legierungen etwa 0,3 0/0 oder mehr betrug.
x5 Auf Grund der vorliegenden Erfindung ist es jedoch möglich, Kupfer, Titan oder Bor enthaltende Stahllegierungen, deren Kohlenstoffgehalt mehr als 0,3 0/0 beträgt, ausscheidungshärtungsfähig zu machen. Dieser Zweck wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man die Legierungen außer mit den die Ausscheidungshärtung hervorrufenden Elementen Kupfer, Titan oder Bor, noch mit Vanadium, Titan, Niob, Tantal, Zirkon, Cerium einzeln oder gemischt legiert. Der Gehalt an diesen Elementen beträgt zweckmäßig bis zu 3 o/o, und zwar wird die Menge dieser zwecks Abbindung des Kohlenstoffs zuzusetzenden Elemente zweckmäßig so bemessen, daß praktisch der gesamte Kohlenstoff an diese EIemente gebunden ist. So läßt sich beispielsweise durch Zugabe von etwa 0,8 Oj0 Titan zu kupferhaltigen Stahllegierungen mit Kohlenstoffgehalten von 0,3 0/0 und mehr der Kohlenstoff in einer stabilen Form abbinden, so daß beispielsweise in diesen durch Kupferausscheidung dieselbe Ausscheidungshärtung erzielt werden kann, die bei den entsprechenden Legierungen ohne Zusatz eines derartigen Elementes nur bei Kohlenstoffgehalten von etwa ο, ι ο o/o zu erreichen ist.
Unter Stahllegierungen ist in an sich bekannter Weise eine schmiedbare Eisen-Kohlenstoff-Legierung verstanden.

Claims (3)

45 Patentansprüche:
1. Verfahren, um Stahllegierungen mit mehr als 0,3 0/0 Kohlenstoff ausscheidungshärtungsfähig zu machen, dadurch gekennzeichnet, daß ihnen außer den die Ausscheidungshärtung hervorrufenden Elementen Kupfer, Titan oder Bor noch mindestens eine solche Menge an Vanadium, Titan, Niob, Tantal, Zirkon oder Cer einzeln oder gemischt zugesetzt wird, daß der 0,3 o/o übersteigende Kohlenstoffgehalt an diese Elemente gebunden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Eduard Houdremont in Essen.
gekennzeichnet, daß die Elemente Vanadium, Titan, Niob, Tantal, Zirkon oder Cer in solcher Menge zugesetzt werden, daß praktisch der gesamte Kohlenstoff an diese Elemente gebunden isijr ,-iijjj j*'<
3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente Vanadium, Titan, Niob, Tantal, Zirkon oder Cer einzeln oder gemischt in einer Menge bis zu 3 0/0 zugesetzt
DE1930675236D 1930-07-26 1930-07-26 Ausscheidungshaerten von Stahllegierungen mit mehr als 0,3% Kohlenstoff Expired DE675236C (de)

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