DE670325C - Zusaetzliche Schmierung fuer die Zylinder von Brennkraftmaschinen - Google Patents

Zusaetzliche Schmierung fuer die Zylinder von Brennkraftmaschinen

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DE670325C
DE670325C DEG95538D DEG0095538D DE670325C DE 670325 C DE670325 C DE 670325C DE G95538 D DEG95538 D DE G95538D DE G0095538 D DEG0095538 D DE G0095538D DE 670325 C DE670325 C DE 670325C
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DE
Germany
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engine
internal combustion
lubrication
cylinder
supply
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Expired
Application number
DEG95538D
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English (en)
Inventor
Walter Gothe
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WALTER GOTHE
Original Assignee
WALTER GOTHE
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01MLUBRICATING OF MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; LUBRICATING INTERNAL COMBUSTION ENGINES; CRANKCASE VENTILATING
    • F01M9/00Lubrication means having pertinent characteristics not provided for in, or of interest apart from, groups F01M1/00 - F01M7/00
    • F01M9/02Lubrication means having pertinent characteristics not provided for in, or of interest apart from, groups F01M1/00 - F01M7/00 having means for introducing additives to lubricant

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lubrication Of Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zusätzliche Schmierung für die Zylinder von Brennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf die. zusätzliche Schmierung der Zylinder und Kolben von Brennkraftmaschinen. Sie geht von der Erkenntnis aus, daß beim Betriebe von Brennkraftmaschinen zwei verschiedenartige Betriebszustände auftreten, welche die normale Schmierung der Zylinder und Kolben, die üblicherweise durch Spritzöl aus der Kurbelwanne oder von den Pleuellagern oder Kolbenbolzen erfolgt, ungünstig beeinflussen und eine vollkommene Schmierung zwischen Kolben und Zylinder zeitweise sogar unmöglich machen.
  • Der erste dieser ungünstigen Betriebszustände besteht beim Start des kalten Motors nach längerem Stillstand. Beim Stillsetzen des Motors fließt das an den Kolben und Zylinderwandungen haftende 01 teilweise wieder in das Kurbelgehäuse zurück. Das vom Betriebe her warme Öl kühlt in der Öl- wanne ab und wird zähflüssiger. Wird der kalte Motor nuntnehr angedreht, so wird bei Vergasermotoren ein reiches Brennstoff-Luft-Gemisch in den Zylinder angesaugt, von dem sich ein erheblicher Teil an den kalten Zy- linderwandungen niederschlägt. Die Folge ist, daß der nur noch schwache Ölfilm von den Zylindern teilweise abgewaschen und derartig verdünnt wird, daß beim Start des kalten Motors trockene Reibung zwischen Kolben und Zylinder entsteht, so lange, bis die Schmierung durch das Spritzöl von unten her einsetzt. Beim Start des kalten Motors dauert es eine geraume Zeit, bis das kalte und zähflüssige Motorenöl von der Ölpumpe durch die engen Schmierkanäle des Schmiersystems gefördert wird, und während dieser Zeit herrscht zwischen Kolben und Zylinder ungenügende Schmierung, welche zum Verschleiß dieser Gleitflächen führt. Zu der trockenen Reibung zwischen Kolben und Zy- linder beim Start des kalten Motors kommt noch eine weitere Verschleißwirkung hinzu, nämlich die ätzende Wirkung der sich im kalten Motor bildenden Verbrennungskondensate, welche auf die ungenügend -eschmiert.--n Zylinderlaufbahnen ungehindert einwirken können.
  • Die zweite ungünstige Beeinflussung der Schmierung zwischen Kolben und Zylinder tritt bei längerem Lauf des Motors unter Vollast ein. Eine lange andauernde hohe Belastung der Brennkraftmaschinen, insbesondere der Kraftfahrzeugmotoren, führt zu starker Erwärmung, welche sich naturgemäß auf die Viscosität des Motorenschrnieröles ungünstig auswirkt. Das Motorenschmieröl wird beim längeren Vollastlauf dünnflüssig und kann nicht mehr genügenden Schutz gegen ein Berühren der Gleitflächen, insbesondere zwischen Kolben und Zylinder, bieten, so daß unter dieser Betriebsbedingung sehr leicht ein hoher Verschleiß und Kolbenheißlauf, Kolbenfressen u. dgl. eintritt.
  • Es sind Vorrichtungen bekannt, welche während des Motorenbetriebes ein zusätzliches Schmiermittel durch die Ansaugleitung an die Zylinder von Verbrennungsmotoren fördern und welche die Zufuhr des zusätzlichen Schmiermittels in Abhängigkeit von der Motorentemperatur und von der Motorendrehzahl bzw. von der Drosselklappenstellung bzw. von der Höhe des Unterdruckes in der Ansaugleitung steuern. Bei diesen Vorrichtungen erfolgt die Zufuhr des zusätzlichen Schmiermittels ohne Unterbrechung während der gesamten Betriebsdauer des Motors, wobei der Umstand außer acht gelassen ist, daß der Motor bei normaler Drehzahl und Belastung bereits konstruktionsbedingt genügend Schtnieröl von unten her an die Zylinderwandungen fördert. Sie haben daher den Nachteil, daß bei normaler Motorendrehzahl und -temperatur im - Verbrennungsraum ein Überfluß an Schmierrnittel entsteht, welcher zu Störungen, wie erhöhte Ölkohlebildung, verölte Kerzen u. dgl., führt.
  • Die Erfindung dagegen geht von der Erkenntnis aus, daß während des normalen Motorenbetriebes, d. h. nachdem der Motor eine ausreichende Erwärmung erreicht hat und sofern nicht eine übermäßig hohe Beanspruchung durch Belastung auf Vollast stattfindet, die vorgesehene Schmierung mit dem üb- lichen Motorenschmieröl vorn Kurbelgehäuse oder vom Olsumpf her durchaus genügend ist und daß während dieser Betriebsperiode eine weitere zusätzliche Schmierung der Zy- linder überflüssig und unzweckmäßig ist.
  • Dagegen berücksichtigt die Erfindung die Vorzüge, die darin bestehen, daß beim Start des kalten Motors, solange mangels genügender Erwärmung des Motors eine ausreichende Schmierung der Zylinder und Kolben vom Kurbelgehäuse her nicht erfolgt, sowie auch bei längerer Vollastbelastung des Motors ein zusätzliches Schmiermittel, insbesondere kolloidaler Grapliit, in ausreichender Menge an die Zylinderwandungen herangeführt wird.
  • Die Zufuhr des kolloidalen Graphits oder eines sonstigen die Schmierung verbessernden Mittels wird gemäß Erfindung selbsttätig gesteuert, und zwar in direkter Abhängigkeit von den beiden eingangs erwähnten, für die Zylinderschmierung ungünstigen Betriebszuständen. Dies geschieht in der Weise, daß die -Zufuhr des zusätzlichen Schmiermittels vorn Start des kalten Motors an bis zur ausreichenden Erwärmung durch ein ther-mostatisch betätigtes Absperrorgan offen gehalten wird und nach genügender Erwärmung des Motors geschlossen wird.
  • Eine zweite Steuerung, welche gleichfalls selbsttätig arbeitet, wird in Abhängigkeit von der Drehzahl des Motors betätigt, und zwar in der Weise, daß beim Überschreiten einer bestimmten Drehzahl die bisher abgesperrte Zufuhr des zusätzlichen Zylinderschmiermittels geöffnet wird und so lange offene bleibt und das Schmiermittel an die Zvlinder vordringen läßt, bis diese bestimmte hohe Drehzahl wieder unterschritten wird.
  • Der Vorteil -der Erfindung besteht darin, daß die an sich bekannten Möglichkeiten der Steuerung von Schmiermitteln durch ein thermostatisches Absperrorgan sowie durch eine von der Motorendrehzahl abhängige Steuerung, beispielsweise in Verbindung mit der Drosselklappensteuerung, auf einfachste Weise zu einer selbsttätig wirkenden Zylinderschmierung benutzt wird, weiche sowohl durch die Wahl des Schmiermittels als auch durch die neuartige Anordnung und Wirkungsweise der Steuerung den eingangs erwähnten, für die Zylinderschmierung ungünstigen Betriebszuständen angepaßt ist und einen sicheren Schutz gegen Schäden durch ungenügende Schmierung gewährleistet.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung wiedergegeben, welches die Anwendungsmöglichkeit der selbsttätig gesteuerten zusätzlichen Schmierung gemäß Erfindung veranschaulicht. Es bezieht sich auf die Zufuhr von flüssigem Kolloid-Graphit-Öl in die Ansaugleitung.
  • Auf dem Motorengehäuse i ist ein Gestell 4 angeordnet, welches in einer Aussparung den Thermostaten 5 trägt. Dieser ist in direkter Berührung mit dem Motorengehäuse, um die Motorenwärme aufzunehmen. Die Schmiermittelleitung6, 7 führt vermittels eines Mündungsnippels 8 in die Ansangleitung 2, und zwar in den Vergaserstutzen 3 möglichst nahe vom Vergaser ein. Der Durchfluß von Leitung 6 zu Leitung 7 ist durch ein Ventil 9 unterbrochen.
  • Das Ventil 9 wird durch einen Hebel 13 über den Druckstift 12 gesteuert. Durch- die Stellschraube 15 ist der Hebel 13 mit dem Thermostaten 5 in Berührung. Der Hebel 13 schwingt um die Achse 14 in Richtung i8-ig und wird durch die Zugfe#der 16 über die Stellschraube 15 stets in direkter Berührung mit dem Thermostaten 5 gehalten.
  • Bei ausgekühltem Motor schrumpft der Thermostat5 zusammen und stößt durch die Spannung der Zugfeder ig über den Hebel 13 und den Druckstift 12 den Kegel des Ventils 9 von seinem. Sitz hoch, so daß der Durchfluß des Schmiermittels durch das Ventil 9 geöffnet ist. Diese Stellung besteht beim Start des kalten Motors, so daß der Zufluß des Schmiermittels in die Ansaugleitung offen ist. 2vlit zunehmender Erwärmung des Mo,-tors delint sich der Thermostat 5 aus und läßt über den Hebel 13 den Druckstift 12 zurückweichen, so daß sich das Ventil 9 bei einer bestimmten Erwärmung unter dem Drucke der Feder io schließt. Der Zeitpunkt für das Schließen des Ventils 9 in Abhängigkeit von der fortschreitenden Erwärmung des Motors kann durch Einstellen der Regelschraube 15 genau dargestellt werden. Mithin ist also bei warmem Motor das Ventil geschlossen und k' die Zufuhr des Schmiermittels durch die Leitung 7 in die Ansaugleitung des Motors unterbrochen.
  • Für das Ventil 9 ist eine zweite Steuerung vorgesehen, und zwar durch den Nocken i i, der sich an einer drehbaren Achse befindet. Die Achse des Nockens ii ist vermittels des HeheIS 20 in der Richtung 21-22 schwenkbar angeordnet. Der Hebel 2o ist durch ein Gestänge mit dem Öffnungshebel für die Drosselklappe derart verbunden, daß er von einer bestimmten Drosselklappenöffnung an in Richtung 22 bewegt wird. Hierbei hebt der Nocken ii den Ventilke'gel 9 an und gibt den Durchfluß von Leitung 6 zu Leitun- 7 frei. Folglich ist die Zufuhr des Schmiermittels zum Motor bei hoher Drehzahl geöffnet. Bei abnehmender Drehzahl schließt sich entsprechend der Bewegung des Hebels der Drosselklappe durch Zurückweichen des Nockens i i das Ventil 9 und sperrt den Zufluß des Schmiermittels von Leitung 6 zu Leitung 7 ab.
  • Somit ist also bei normalem Motorenbetrieb, d. h. wenn der Motor genügend erwärmt ist und wenn keine besonders hohe Drehzahl durch entsprechende Öffnung der Drosselklappe hervorgerufen wird, die Zufuhr des zusätzlichen Schmiermittels in die Motorenzvlinder unterbrochen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zusätzliche Schmierung für die Zylinder von Brennkraftmaschinen, insbesondere mit kolloidalem Graphit, bei welcher die Zufuhr des Schmiermittels in Ab- hängigkeit von zwei verschiedenen Betriebszuständen der Brennkraftmaschine geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei kalter Maschine ein thermostatisch betätigtes Absperrorgan (9) die Zufuhr so lange offen hält, bis die Maschi-nie eine bestimmte Betriebstemperatur erreicht hat, dann unterbricht, und daß eine zweite auf das Absperrorgan (9) wirkende Einrichtung (i i) die Zufuhr bei hoher Drehzahl bzw. offener Drosselklappe öff- net, bei abnehmender Drehzahl bzw. Drosselklappenöffnung wieder unterbricht.
DEG95538D 1937-05-28 1937-05-28 Zusaetzliche Schmierung fuer die Zylinder von Brennkraftmaschinen Expired DE670325C (de)

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DE670325C true DE670325C (de) 1939-01-16

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DE (1) DE670325C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE859546C (de) * 1945-02-01 1952-12-15 Frank Metcalf Aspin Vorrichtung zum selbsttaetigen Regeln des Foerderdruckes von Schmiervorrichtungen fuer Brennkraftmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE859546C (de) * 1945-02-01 1952-12-15 Frank Metcalf Aspin Vorrichtung zum selbsttaetigen Regeln des Foerderdruckes von Schmiervorrichtungen fuer Brennkraftmaschinen

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