DE669281C - In waesserigen Fluessigkeiten quellbare und fuer Wasser durchdringbare Wunddecken - Google Patents

In waesserigen Fluessigkeiten quellbare und fuer Wasser durchdringbare Wunddecken

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DE669281C
DE669281C DEF80464D DEF0080464D DE669281C DE 669281 C DE669281 C DE 669281C DE F80464 D DEF80464 D DE F80464D DE F0080464 D DEF0080464 D DE F0080464D DE 669281 C DE669281 C DE 669281C
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wound
water
swellable
rubber
permeable
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
    • A61L15/40Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons containing ingredients of undetermined constitution or reaction products thereof, e.g. plant or animal extracts

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Description

  • In wässerigen Flüssigkeiten quellbare und für Wasser durchdringbare Wunddecken Die Erfindung bezüeht sich auf in wässerigen Flüssigkeiten quellbare und für Wasser durchdringbare Wunddecken.
  • Es ist bereits bekannt, resorbierbare Wunddecken aus der mittleren muskulösen Schicht von natürlichen Därmen durch Lockerung der Darmsubstanz mit salzsaurer P.epsinlösung, Trocknen und Erhitzen auf i¢0° herzustellen. Es werden hierbei sehr dünne Produkte erhalten, die weitgehend aus Gelatine bestehen und daher von ,geringer mechanischer Widerstandsfähigkeit sind. Sie sind weder wasserdurchlässig noch quellb.ar und müssen perforiert werden, um das Wundsekret abfließen zu lassen. Infolge dieser Perforationen bieten solche Wunddecken keinen Schutz gegen Bakterien.
  • Es wurde weiterhin vorgeschlagen, resorbierbare Tampo:naden, Fäden und Gewebe aus Fleisch, Haut 'u. dgl. durch Krempeln und Kardieren herzustellen. Solche Produkte sind als Wunddecken ungeeignet, da sie resorbierbar sind und keine geschlossene Oberfläche haben, vielmehr makroskopische Zwischenräume zwischen den einzelnen Fasern oder Fäden aufweisen, durch. die Bakterien in die Wunde gelangen können.
  • Nach verschiedenen bekannten Verfahren werden tierische faserhaltige Ausgangsstoffe, wie Haut oder Sehnen, durch chemische; biologische oder thermische Auflocke:riung und mechanische Zerteilung des aufgelockerten Materials in Fasermassen übergeführt, aus denen durch Pressen zwischen Walzen oder durch Düsen geschlossene Flächengebilde, wie Filme, Folien oder Bänder, hergestellt werden, die durch Trocknen -und Behandlung mit wasserentziehenden härtenden oder gerbenden Mitteln verfestigt und wasserfest gemacht werden können.
  • Es wurde nun gefunden, daß Flächengebilde, die auf diese Weise hergestellt und haltbar und so weit wasserfest gemacht worden sind, daß sie noch in Wasser quellbar sind, ,als Wunddecken zum Bedecken von Wunden, besonders von granulierenden Flächen verwendet werden können.
  • Nach :einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Herstellung der Flächengebilde aus den faserhaltigen tierischen Ausgangsstoffen unter Bedingungen, unter denen die Fasern möglichst unversehrt bleiben, wodurch die Flächengebilde eine besondere Festigkeit erhalten. Dies kann dadurch :erfolgen, daß das Aufschließen der Haut oder der Sehnen z. B. durch Behandlung mit quellend wirkenden Chemikalien. und schonende mechanische Zerteilung und Zerfaserung vorgenommen wird. Die hierbei erhaltene hochgequollene, plastische, faserhaltige Masse wird durch Pressen zwischen Walzen in Flächengebilde übergeführt oder durch Presseen durch Schlitz-oder Ringdüsen zu Folien, Bändern oder Schläuchen geformt, wobei letztere durch Aufschlitzen in Flächengebilde übergeführt werden. Vorzugsweise :erfolgt das Formen unter Erzeugung :einer künstlichen Lagerung der Fasern in sich kreuzenden Richtungen, wodurch die Festigkeit der Flächengebilde noch weitererhöht wird. Die erhaltenen Flächengebilde.werden getrocknet und haltbar und so weit w,asseifesf @gemacht, daß sie noch in ä.°=@ sei quellen können. Das Aufschließen der tierischen faserhaltigen Ausgangsstoffe, das Formen der erhaltenen Fasermasse und die Wasserfestmachung der erzeugten Flächengebilde verfolgt vorzugsweise nach den in den französischen - Patentschriften 764 642 und 7 66 o i 6 ,angegebenen Verfahren.
  • Auf -diese Weise können Gebilde hergestellt werden, die papierdünne, knitterige Blätter darstellen, die in kaltem Wässer langsam, in lauwarmem Wasser schnell zuerst weich werden, dann quellen und elastisch werden. Die völlig gequollene Folie läßt sich in kochendem Wasser sterilisieren. Hierdurch kann Fäulnis- und Schimmelbildung vermieden werden.
  • Die Flächengebilde können als solche zur Bedeckung von Wundmoder in Verbindung mit anderen geeigneten Verbandstoffen, z. B. Gümmimeinbranen, verwendet werden. So können z. B. Gummistrümpfe mit Fenstern aus den erfindungsgemäßen Flächengebilden zur Anwendung gelangen. Die Flächengebilde können vor oder bei ihrer Anwendung mit bekannten desinfizierenden, keimtötenden, heilwirkenden öder in sonstiger Weise die Wirkung der Verbandstoffe begünstigenden Stoffen, Pulvern, Salben oder Flüssigkeiten, z. B. Puder, Wismutverbindungen, Tanninpräpäraten, Schwefelsalbe, schwarze Salbe, Olivenöl usw., beladen, bedeckt oder imprägniert werden.
  • In beispielsweiser Ausübung der Erfindung bedeckt man mit der gequollenen Folie die Wundfläche weit über die Wundränder hinaus. Die Folie legt sich dank ihrer Schmiegsamkeit wie ,eine Kunsthaut der Körperfläche an.
  • Gegenüber Gummimembranen, Metallfolien u. dgl., die in ähnlicher Weise verwendet werden können, besitzen die aus tierischen faserhaltigen Ausgangsstoffen gewonnenen Folien den Vorzug, daß sie nicht wasserundurchlässig sind, sondern verhältnismäßig stark Wasser aktiv durchdffundieren lassen, wodurch die Wunden bis zu einem gewissen Grad ausgetrocknet werden. Außer Wasser treten nur kleinmolekulare Stoffe, wie Kochsalz, durch diese Kunsthaut, während sie für hochmolekulare Stoffe, wie Eiweiß, Fett u. dgl., undurchlässig ist.
  • Diese Eigenschaft der trennscharfen Durchlässigkeit wirkt sich besonders zweckmäßig aus, wenn man zwischen die Folie und die Wunde ,eine Salbe bringt. Die Salbe bleibt voll und ganz auf der Wunde und dringt nicht,., wie z. B. bei Anwendung von Gaze;.
    :crr@ Verbandstoff hinein. Die auf die
    -aufgelegte und mit Salbe bestrichene
    rocknet langsam aus, schrumpft dabei
    eltomprimiert dadurch mehr oder min-
    uer -cte Uranulationen,entspannt t)ei genahten Wunden die Naht -und stellt sie durch Hartwerden in gewissem Grade ruhig.
  • Zum Verbandwechsel feuchtet man die Kunsthaut an und macht sie hierdurch in wenigen Mixnuten wieder so@ geschmeidig, daB sie sich leicht abziehen läßt. Das bei Gazeverbänden unerwünschte Verletzen der Wunden beim Abziehen der .angeklebten Verbandstoffe wird, insbesondere wenn Salbe zwischen Wunde und Kunsthaut liegt, vermieden.
  • Den mit Salbe versehenen neuen Verbandstoff kann man auch bei nässenden oder eitrigen Granulationsflächen tagelang liegenlassen, weil durch den Trocknungsvorgang keine erhebliche Mazeration auftritt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHU: i. In wässerigen Flüssigkeiten quellbare und für Wässer durchdringbare Wunddecken, bestehend aus geschlossenen Flä-@chengebilden, wie Filmen, Folien oder Bändern, die aus tierischen faserhaltigen Stoffen, wie Hautoder Sehnen, durch chemische, thermische oder biologische Auflockerung, mechanische Zerteilung des aufgelockerten Materials und Überführung des freigelegten Fasermaterials z. B. durch Pressen durch Düsen. in geschlossene Flächengebilde hergestellt; getrocknet, durch Maßnahmen, wie Behandlung mit Gerbmitteln, Härtungsmitteln, Räuchergasen, haltbar und so. weit wasserfest gemacht sind, daß sie noch in Wasser quellbar sind und gegebenenfalls mit z. B. heilwirkenden, desinfizierenden, keimtötenden Stoffen beladen sind.
  2. 2. Wunddecken nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine künstlich erzeugte Lagerung der Fasern in sich kreuzenden Richtungen aufweisen.
  3. 3. Wunddecken nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus tierischem Fasermaterial bestehenden Membranen mit anderen zum Verbinden vorn Wunden geeigneten Steffen, insbesondere Gummi, so vereinigt sind, daß sie sich nicht überdecken, z. B. derart; daß die Membranenin Gummiverbände, z. B. Gummistrümpfe, fensterartig eingesetzt sind.
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