DE665873C - Verfahren zur Gewinnung lezithinhaltiger, oxydasefreier OElkuchen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung lezithinhaltiger, oxydasefreier OElkuchen

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DE665873C
DE665873C DEK142501D DEK0142501D DE665873C DE 665873 C DE665873 C DE 665873C DE K142501 D DEK142501 D DE K142501D DE K0142501 D DEK0142501 D DE K0142501D DE 665873 C DE665873 C DE 665873C
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oil
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/06Production of fats or fatty oils from raw materials by pressing

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung lezithinhaltiger, oxydasefreier Ölkuchen Es ist bekannt, Ölfrüchte und -samen durch Pressung unter Zusatz von Lösungsmitteln zu entfetten, z. B. wird nach einem bekannten Verfahren das zu entfettende Material mehrfach unter Verwendung ausreichender Mengen Alkohol bei 4o bis 50' C gepreßt. Auch ist bekannt, Lezithin und Vitamin enthaltendes Rohfett aus Keimlingen und ähnlichen Stoffen durch Pressung unter Zusatz reichlicher Mengen Alkohol zu erhalten und aus diesem in besonderem Verfahren eine Emulsion herzustellen, die mit dem gesichteten Preßrückstand verarbeitet wird. Nach einem weiteren bekannten Verfahren finden Mischungen von' Alkohol und Benzin sowie von Alkohol und Benzol zur Extraktion des Fettes im Pressungsverfahren Verwendung. Auch die Verwendung von Aceton als Extraktionsmittel für pflanzliche Rohstoffe ist bekannt.
  • Es wurde gelegentlich von Lezithinuntersuchungen die Beobachtung gemacht, daß ohne jegliches Erhitzen gewonnene Acetonauszüge von zerkleinerten Sojabohnen beim Stehen an der Luft dunkeln. Es wurde dabei gefunden, daß durch das Aceton aus fetthaltigen Samen Oxydase und noch nicht in Farbkörper verwandelte Chromogene extrahiert werden, daß aber bereits durch Oxydase in Farbkörper verwandelte Chromogene nicht mehr extrahierbar sind. Durch Aceton kann das gesamte Lezithin aus dem lezithinhaltigen Preßgut nicht entfernt werden, vielmehr sind die nach Acetonextraktion verbleibenden Rückstände noch immer lezithinhaltig (vgl. Pharmazeutische .-Zentralhalle 1932, S.627). Es wurde gefunden, daß bei der Leinölpressung die dunkel gefärbten, sehr festen Preßkuchen, wenn sie zerkleinert und mit etwa 14% Aceton durchfeuchtet nochmals in üblicher Weise gepreßt wurden, stark aufgehellt waren. Diese Aufhellung ist darauf zurückzuführen, daß in der bei 35o Atm. Druck erfolgenden Pressung noch etwa 2,5"/, Leinöl ausgepreßt werden und daß eine Entfernung der in. Gegenwart von Luftsauerstoff dunkel gefärbte Farbkörper bildenden Oxydasen stattfindet.
  • Die nach der Acetonpressung verbleibenden stark aufgehellten Preßkuchen lassen sich in bekannter Weise vermüllern, d. h. in verschiedene Anteile trennen. Die feinen Siebungen bestehen zur Hauptsache aus Roheiweiß, das durch ein außerordentliches Quellvermögen ausgezeichnet ist. Die feinen Siebungen enthalten Lezithin und Phytin.
  • Die Eigenschaft, Lezithine nur zum Teil zu lösen, zeigen auch andere Fettlösungsmittel, jedoch besitzen sie nicht die Fähigkeit, auch die Farbstoff bildenden Enzyme mit herauszulösen und so eine nachträgliche Verfärbung des Ölkuchens bzw. des daraus gewonnenen Mehls zu verhindern. Beispiel zoo kg Leinölpreßkuchen werden in einer geeigneten Mühle zerkleinert und in einem gut bedeckbaren Behälter mit 14 Gewichtsprozent Aceton durchfeuchtet. Nach mehrstündigem Abstehen wird das Gut in bekannter Weise einmalig bei etwa 35o Atm. Druck gepreßt. Das abfließende, in Aceton gelöste 01 wird von diesem durch Abdestillieren im Vakuum befreit.
  • Die in üblicher Weise ausgestoßenen Preßkuchen können leicht und rasch zerkleine; und ebenfalls durch Erhitzen im Vakuum b= j. etwa 55' C vom anhaftenden Aceton befrei'. werden. Die vom Aceton befreiten, leicht zer-, fallenden Preßrückstände werden über einen Auflösungsstuhl, zweckmäßig einen Porzellanwalzenstuhl mit geraubten Flächen, und anschließend über einen Plansichter geschickt, der drei Siebbespannungen besitzt, und zwar ein grobmaschiges Sieb zur Abscheidung der an Schalen reichen Kleie, ein feineres Sieb zur Abscheidung der noch Stärke und feine Schalen enthaltenden Teile und endlich eine feine Siebbespannung zur Gewinnung des Roheiweißes.
  • In gleicher Weise lassen sich feste Palmkuchen erfindungsgemäß aufschließen. Während bei den Leinölkuchen 2,50/0 Öl abgepreßt werden, gelingt es, aus Palmölkuchen weitere 4°/° Fett zu gewinnen.
  • Ohne bedeutende Herabsetzung des Futter-
    es der nach der Pressung und Sichtung ver-
    enden Kleierückstände sind je nach dem
    ngsstoff 2,5 °/° bis 40/0 Fett für die mensch-
    'e Ernährunz und 1"- bis 2o0%, Roheiweiß zu
    gewinnen, das lezithin- und gegebenenfalls vitaminhaltig ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: .Verfahren zur Gewinnung lezithinhaltiger, oxydasefreier Ölkuchen, dadurch gekennzeichnet, daß die in normaler Pressung aus Olsamen und Ölfrüchten erhaltenen Ölkuchen maschinell zerrissen, mit etwa 14% Aceton durchfeuchtet und nach 2- bis 3stündigem Stehen in bedeckten Behältern einer Pressung bei etwa 35o Atm. Druck unterzogen werden.
DEK142501D 1936-06-10 1936-06-10 Verfahren zur Gewinnung lezithinhaltiger, oxydasefreier OElkuchen Expired DE665873C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3016877A1 (de) * 1980-05-02 1981-11-05 Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen Fettabtrennung
DE3741642A1 (de) * 1987-12-09 1989-06-22 Stephan Dieter Aufbereitungsverfahren fuer leinsamen
US5939571A (en) * 1995-04-27 1999-08-17 Sucher & Holzer Bauplanungs --und Device and process for the production of oils or other extractable substances

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