DE665261C - Gasgefuellte Photozelle - Google Patents

Gasgefuellte Photozelle

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DE665261C
DE665261C DEA67526D DEA0067526D DE665261C DE 665261 C DE665261 C DE 665261C DE A67526 D DEA67526 D DE A67526D DE A0067526 D DEA0067526 D DE A0067526D DE 665261 C DE665261 C DE 665261C
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cathode
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gas
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DEA67526D
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J40/00Photoelectric discharge tubes not involving the ionisation of a gas
    • H01J40/02Details
    • H01J40/04Electrodes

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  • Hybrid Cells (AREA)

Description

  • Gasgefüllte Photozelle Die Erfindung bezieht sich auf gasgefüllte Photozellen.
  • Die Photozellen können nach der Art, wie sieh die Photoelektronen zur positiven Elektrode bewegen, in zwei Klassen eingeteilt werden. Zu der einen Klasse gehören diejenigen, die ein so hohes Vakuum besitzen, daß ein reiner Elektronenstrom vorhanden ist; zu der zweiten Klasse zählen diejenigen Zellen, bei denen innerhalb des Raumes zwischen den Elektroden eine Ionisation stattfindet, wie es bei einer Füllung der Zellen mit Gas der Fall ist. Photozellen der ersten Klasse werden dort benutzt, wo es auf ein gleichmäßiges Ansprechen ankommt. Sie haben jedoch den Nachteil, daß die in ihnen ausgelösten Photoströme nur sehr klein sind, so daß eine erhebliche Verstärkung nötig ist, um die Ströme auf brauchbare Werte zu bringen.
  • Gasgefüllte Zellen geben im Gegensatz dazu erheblich größere Photoströme, so daß die Verstärkung nicht zu groß zu sein braucht. Sie haben jedoch nicht so große Lebensdauer wie die Vakuumzellen. Dies ist offenbar darauf zurückzuführen, daß die in dem Gas gebildeten positiven Ionen die Kathode bombardieren und dadurch die lichtempfindliche Schicht angreifen bzw. zerstören. Außerdem sind die Zellen im Betrieb insofern kritisch, als bei Überschreitung eines gewissen Wertes der an der Zelle - liegenden Spannung der Strom in der Zelle in eine Glimm- bzw. Bogenentladung umschlägt.
  • Diese Nachteile der gasgefüllten Photozelle werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß die Anode als ein Netz oder Gitter ausgebildet ist, welches die Kathode so eng umschließt, daß der größte Teil der durch die Entladung entstehenden positiven Ionen außerhalb des von Kathode und Anode begrenzten Raumes gebildet wird und daß die vorzugsweise auf Kathodenpotential befindliche Hilfselektrode bzw. Elektroden außerhalb des Raumes Anode-Kathode angeordnet sind. Hierdurch wird zugleich eine erhöhte Stabilität der Photozelle erreicht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der gasgefüllten Photozelle nach der Erfindung beträgt die Entfernung der Hilfselektrode bzw. -elektroden von der Anode ein Mehrfaches der Entfernung Anode-Kathode. Die Hilfselektroden können die Form zweier Gitter besitzen, die symmetrisch zu beiden Seiten der das Kathodenblech als Gitter umgebenden Anode angebracht sind. Im allgemeinen sind diese beiden Gitter parallel geschaltet und vorzugsweise auf Kathodenpotential gebracht.
  • Gasgefüllte Photozellen mit einer oder meh--" reten Hilfselektroden sind an sich bekae-Bei diesen Hilfselektroden handelt es sich; jedoch meistens um Elektroden zur Erzeugung von Sekundärelektronen. Die Hilfselektroden erfüllen dabei den Zweck, bei niedrigen Spannungen eine möglichst große Sekundäremission zu geben, ohne daß die Photokathode durch lonenbombardement zerstört wird.
  • Im Gegensatz dazu sollen beim Gegenstand der Erfindung durch die Hilfselektroden die Ionen abgesaugt werden, uni die Kathode vor dem lonenaufprall zu schützen.
  • Weiter sind auch gasgefüllte Photozellen bekannt, bei denen eine besondere negativ vorgespannte Elektrode zum Auffangen der Ionen vorgesehen ist. Hier befindet sich jedoch diese zusätzliche Elektrode in dem Raum zwischen Kathode und Anode.
  • Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
  • Es bedeutet i eine kugelförmige Hülle"die in einem Sockel:2 sitzt. In der Hülle ist ein Quetschfuß 3 vorgesehen, der die verschiedenen Elektroden trägt. Die Kathode 4 befindet sich in der Mitte der Hülle und wird durch den Halter 5 getragen. Die Kathode kann in Form einer rechteckigen Platte aus Nickel oder Kupfer ausgebildet werden, die mit lichtempfindlichem Material bedeckt ist. Der aus dem Quetschfuß herausragende Teil des Halters 5 ist von einem Glasröhrchen 6 umgeben. Die Anode 7 kann aus einer flachen Drahtspirale bestehen, die die Kathode eng umgibt. Zu diesem Zweck kann ein Draht aus geeignetem Metall, z. B. Nickel, um zwei in den Quetschfuß eingelassene parallele Stäbe gewunden werden. Der Abstand der beiden Stäbe ist um einiges größer als die Breite der KathAenplatte. Außerdem ragen die Stäbe in vertikaler Richtung um einiges über die Kathode hinaus, so daß die Kathode von der Drahtwendel vollständig umgeben ist.
  • Der eine der Anodenstäbe ist durch den Quetschfuß hindurchgeführt und kann als Anodenzuleitung 12 dienen. Die Anode kann auch aus Metallgaze bestehen, da es im wesentlichen nur darauf ankommt, daß das Licht durch sie hindurchfallen kann. Das obere Ende eines der Stäbe kann eine kleine Metallkapsel 8 tragen, deren Zweck noch erläutert wird, Erfindungsgemäß enthält die Hülle nun noch zwei Elektroden 9, die vorzugsweise in Ebenen parallel zur Kathode und Anode liegen, und zwar symmetrisch zu letzterer in beträchtlichem Abstand von ihr. Diese Elektro-'den dienen als Sanimler für die positiven Ionen. Sie werden durch den Verbindungsdraht io auf gleichem Potential gehalten und -,durch die in den Quetschfuß eingelassenen Drähte ii getragen. Die Elektroden 9-können 5-auk. eifiem rechteckigen Rahmen bestehen, in .._Oh feine Drähte, z. B. aus Nickel, einge spannt sind. Einer der Haltedrähte ii ragt aus dem Quetschfuß heraus und dient als Zuleitung 13-Die Kathode kann in an sich bekannter Weise hergestellt werden, indem z. B. das Kathodenblech zunächst durch Elektroplattierung, chemischen Niederschlag oder elektrische Zerstäubung mit einem Silberüberzug versehen wird, der alsdann oxydiert wird zu dem Zweck, das aufzubringende lichtempfindliche Material besser haften zu lassen. Die Oxydation des Silberüberzuges kann in der Weise erfolgen, daß Sauerstoff in die Hülle eingelassen wird und zwischen Anode und Kathode eine holie Spannung angelegt wird, sei es durch eine Hochfrequenzspule oder eine Gleichrichteranordnung, Die Plattierung und Oxydation des Kathodenbleches kann gegebenenfalls auch in einem besonderen Gefäß vorgenommen werden.
  • Wenn der gewünschte Oxydationsgrad erreicht ist, wird das Kathodenblech zusammen mit der gitterförmigen Anode 7 in der Hülle montiert. Alsdann wird das lichtempfindliche Material, z. B. Cäsium, mittels Hochfrequenzerhitzung aus einer kleinen Pastille, die in der Kapsel 8 untergebracht ist, in Dampfform entwickelt. Der Cäsiumdampf schlägt sich alsdann auf allen Elektroden in der Röhre nieder, bleibt jedoch nur auf der Kathode haften, da diese eine oxydierte Fläche besitzt, die das lichtempfindliche Material bindet, während alles überschüssige Alkalimetall i aus der Hülle durch Destillation und Ab- pumpen entfernt wird. Nach völliger Evakuierung der Hülle wird ein träges Gas, z. B. Argon, eingelassen bis zu einem Druck zwischen 2o bis 300 Mikron.
  • Die Betriebsweise der Zelle ist folgende: Fällt ein Lichtstrahl auf die Kathode und liegt eine geeignete Spannung zwischen Kathode und Anode, so'fließt ein Photostrom in der Zelle, der sich über dem äußeren Stromkreis schließt. Die Funktion des Gases besteht darin, daß bei der Betriebsspannung die erforderliche Zahl positiver Ionen erzeugt wird, um den den normalen Elektronenfluß hemmenden Raumladungseffekt aufzuheben und dadurch den aus der Zelle entnehmbaren Strom zu vergrößern, mit anderen Worten, eine Gasverstärkung zu erzielen. Es hat sich herausgestellt, daß die positiven Ionen, besonders wenn sie in großer Zahl erzeugt werden, wie es bei hohen Betriebsspannungen der Fall ist, zur Kathode gezogen werden und diese heftig bombardieren. Unter diesem Bornbardement leidet die Kathode wahrscheinlich infolge der Zerstörung der bindendenSauerstoffschicht, so daß dieLebensdauer erheblich herabgesetzt wird.
  • Es hat sich ferner herausgestellt, daß der größte Teil der positiven Ionen, die zur Ka-" thode gelangen, außerhalb des Raumes, der von Kathode und Anode begrenzt wird, gebildet werden. Diese positiven Ionen kehren 7usaminen mit den in dem Raum zwischen Kathode und Anode gebildeten Ionen zur Kathode zurück und nehmen an dem Bombardement teil. Weiterhin können auch vagabundierende positive Ionen mit den verschiedenen Elementen innerhalb der Hülle kollidieren und dadurch Produkte erzeugen, die die Kathode schädigen.
  • Unabhängig von der genauen Erklärung für die Beeinträchtigung der lichtempfindlichen Schicht in gasgefüllten Zellen wurde gefunden, daß bei Anbringung einer negativ aufgeladenen Elektrode in dem Raum außerhalb der Strecke Anode-Kathode die angegebene zerstörende Einwirkung ausgeschaltet oder jedenfalls im wesentlichen ausgeschaltet wird. Zweckmäßigerweise werden die gitterförrnig ausgebildeten Elektroden 9 in beträchtlicher Entfernung von der Anode angebracht, so daß sie das Feld der Anode nicht stören. Wenn die Elektroden auch schon, wenn sie auf einem niedrigeren Potential gehalten werden als die Anode, eine abschirmende Wirkung ausüben, so sind sie doch besonders wirksam, wenn sie auf Kathodenpotential gebracht werden. Es kann zu diesem Zweck eine dauernde direkte Verbindung zwischen der Kathode und den Elektroden 9 vorgesehen sein. Zweckmäßigerweise wird jedoch eine besondere Zuleitung für die Elektroden 9 vorgesehen, damit mittels einer besonderen Batterie 14 die gewünschte Potentialdifferenz hergestellt werden kann. Wie bereits dargelegt, ist der Zweck der Elektroden 9 der, die in dein Raum außerhalb der Anode erzeugten positiven Ionen anzuziehen und zu sammeln, so daß die Ionen nicht zur Kathode gelangen können. Infolgedessen kann die zwischen Kathode und Anode zur Anwendung gelangende Spannung erheblich gesteigert werden, ohne daß zu befürchten ist, daß eine zu starke .ionisation stattfindet und der Strom in eine Glimm- bzw. Bogenentladung umschlägt. Die Elektroden 9 erhöhen also auch die Betriebssicherheit der Röhre gegenüber gewollten oder ungewollten Spannungserhöhungen.
  • Während in gewöhnlichen gasgefüllten Zellen die durch die Anwesenheit des Gases erzielbare Verstärkung etwa io beträgt, kann sie bei Anwen#dung des Ionenfängers gemäß der Erfindung bis etwa Ioo gesteigert werden. Diese Steigerung des Verstärkungsgrades wird ohne wesentliche Herabsetzung der Lebensdauer erkauft, da die Kathode vor (lern Bombardernent überschüssiger Ionen geschützt ist.

Claims (1)

  1. PATENT.ANSPRÜCHE: i. Gasgefüllte Photozelle, die außer Kathode und Anode eine zum Auffangen von positiven Ionen geeignete Hilfselektrode enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode als ein Netz oder Gitter ausgebildet ist, welches die Kathode so eng urnschließt, daß der größte Teil der durch die Entladung entstehenden positiven Ionen außerhalb des von Kathode und Anode begrenzten Raumes gebildet wird und die vorzugsweise auf Katliodenpotential befindliche Hilfselektrode bzw. -elektroden außerhalb des Raumes Anode-Kathode angeordnet sind. :2. Gasgefüllte Photozelle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dij Entfernung der Hilfselektrode bzw. -elektroden von der Anode ein Mehrfaches der Entfernung Anode-Kathode beträgt. 3. Gasgefüllte Photozelle nach All- spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfselektroden zwei Gitter vorgesehen sind, die symmetrisch zu beiden Seiten der das Kathodenblech als Gitter umgebenden Anode angebracht sind.
DEA67526D 1931-10-23 1932-10-25 Gasgefuellte Photozelle Expired DE665261C (de)

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US665261XA 1931-10-23 1931-10-23

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ID=583344

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DEA67526D Expired DE665261C (de) 1931-10-23 1932-10-25 Gasgefuellte Photozelle

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