DE66066C - Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl - Google Patents
Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. derglInfo
- Publication number
- DE66066C DE66066C DENDAT66066D DE66066DA DE66066C DE 66066 C DE66066 C DE 66066C DE NDAT66066 D DENDAT66066 D DE NDAT66066D DE 66066D A DE66066D A DE 66066DA DE 66066 C DE66066 C DE 66066C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- slide
- drilling
- routes
- driving tunnels
- shaft
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 title description 2
- 238000005553 drilling Methods 0.000 claims description 14
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 2
- 239000011435 rock Substances 0.000 claims description 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 3
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 2
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000014277 Clidemia hirta Nutrition 0.000 description 1
- 241000069219 Henriettea Species 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000011499 joint compound Substances 0.000 description 1
- 238000005461 lubrication Methods 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
- E21D9/06—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining
- E21D9/08—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield
- E21D9/0875—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield with a movable support arm carrying cutting tools for attacking the front face, e.g. a bucket
- E21D9/0879—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield with a movable support arm carrying cutting tools for attacking the front face, e.g. a bucket the shield being provided with devices for lining the tunnel, e.g. shuttering
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
KAISERLICHES
Die nachstehend beschriebene Erfindung stellt eine Vorrichtung dar, welche, bei Durch-,
fahrung von Erdschichten in waagrechter Richtung zwecks Herstellung von Tunnels für
Eisenbahnen oder Entwässerungszwecke,, von Strecken oder Stollen in Bergwerken u. dergl.
die Strecke in dem Augenblick genügend dicht abschliefst, in welchem wasserführende Schichten
angefahren werden, die durch Hereinbrechen in die Strecke das Leben der dort befindlichen
Beschäftigten bedrohen und die daselbst stehenden Maschinen und Apparate verschlammen
und unbrauchbar machen würden. Dieser Schutzschrämer soll nur da zur Verwendung
kommen, wo es sich um fein- oder grobkiesigen, scharfen, meist, thonfreien oder
auch Thonschmitze führenden Sand — Alluvial- oder Diluvialsand, sogen. Thalsand — und
sonstiges Gebirge mit Alluvialdecke, Bacillarienerde etc., überhaupt um Gebirgsschichten
jüngster Formation handelt.
Beiliegende Zeichnung stellt in .
Fig. ι den Längsschnitt des Tunnels mit der
Bohrmaschine dar;
Fig. 2 ist ein Schnitt durch Fig. 1 in Richtung
f-i,
Fig. 3 ein Schnitt durch Fig. ι in Richtund x'6~xs, und
Fig. 4 bis 11 sind Einzelheiten der Verschlufsvorrichtung.
Die aus einem Stück oder vier Quadranten hergestellte Bohrscheibe D trägt eine für das
Durchfallen des geschrämten Gebirges bestimmte, die Form eines Kreisausschnittes besitzende
Oeffnung 1, 2, 3, Fig. 2 und 8, und ist auf der Welle A mittelst Nuth und Keil
befestigt. Zum Verschlufs genannter Oeffnung im geeigneten Augenblick dient der Schieber F,
der während der Arbeit in der durch Fig. 2 angedeuteten Lage seitlich von der Oeffnung
i, 2, 3 liegt, während das für das Schrämen des Gebirges bestimmte Messer d in der aus
Fig. 2 und 8 ersichtlichen Weise an der Bohrscheibe D leicht. auswechselbar befestigt ist.
Auf derselben Achse A befinden sich vor der Bohrscheibe D die Vorschrämflügel D1 und Z)2,
die das von ihnen geschrämte Gebirge mit der vom Schrämmesser d gelösten Erdmasse
nach hinten und in den Tunnel werfen, von wo es mittelst eines Becherwerkes und kleiner
Eisenbahnwagen fortbewegt wird.
Da der Stahlcylinder E mit seinem Ansatz e
gegen den Ansatz dl der Bohrscheibe D drückt,
so wird die Bohrvorrichtung in dem Mafse, als der Stahlcylinder E durch Wasserdruck
vorwärts bewegt wird, das entgegenstehende Erdreich fortnehmen und mit vorrücken. Auf
diese Weise findet ein durchaus gleichmäfsiges Vortreiben der Bohrmaschine statt, bis genügend
Raum zum Einbauen eines gufseisernen Tunnelringes gewonnen ist. Die Bohrarbeit wird dann unterbrochen, der Tunnelring
wird eingebaut und die zum Betrieb der Bohrmaschine nöthigen Maschinen etc. werden
um die Breite eines Tunnelringes vorwärts ge-
bracht und eingebaut, worauf die Bohrarbeit wieder aufgenommen wird.
Es wird auf diese Maschinen und Apparate nicht naher eingegangen, da sie mit vorliegender
Erfindung direct nichts zu thun haben.
Zur Erleichterung der Arbeit sind im Vorstofsring kleine Bohrungen angebracht, welche
aus den Wasserdruckpressen den auf einander sich bewegenden Gleitflächen des Stahlcylinders
E und der Scheibe D Wasser zur Schmierung zuführen bezw. die Flüchen rein
halten.
An ihrem vorderen Ende ist die Welle A in der Buchse H gelagert, an ihrem hinteren
Ende geschieht dies durch das Lager H1, welches durch die Spannanker H"1 in entsprechender
und durchaus stabiler Lage erhalten wird, die je nach Bedarf, d. h. je nach beabsichtigter
Aenderung der Bohrrichtung, entsprechend verstellt werden können. Wird z. B. beabsichtigt,
dem Tunnel eine rechts abweichende Richtung zu geben, so wird durch Anziehung
der Anker auf der linken Seite das Lager Hi derart verrückt, dafs die Bohrmaschine in ihrer
Vorwärtsbewegung eine Curve nach rechts beschreibt.
Um im Augenblick des Eindringens von Wasser, Schlamm oder Sand den erbohrten
Tunnel vermittelst der Bohrscheibe D sofort wasserdicht abschliefsen zu können, ist dieselbe
derart eingerichtet, dafs der in derselben befindliche sectorartige Ausschnitt i, 2, 3, Fig. 8,
durch einen entsprechend geformten Schieber geschlossen werden kann. In beiliegender
Zeichnung bedeutet Fig. 4 eine Draufsicht dieses Schiebers in Richtung des Pfeiles I der
Fig· ι-
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht,
Fig. 6 die Unteransicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1, und
Fig. 7 ist ein Schnitt der Fig. 6 nach x-x
Wie aus Fig. 1, 4, 5,6 und 7 ersichtlich,
trägt der Schieber F eine Nabe f, welche auf der Hauptwelle sitzt und gegen eine Verschiebung in der Richtung der WeIIe^ einerseits
durch die Nabe G der Bohrscheibe D, andererseits durch den Stellring G1 gehalten wird, so
dafs die Dichtleisten f1/1 des Schiebers F
dicht auf den entsprechenden Leisten Dx der Bohrscheibe D gleiten. Der Schieber F ist
ferner in der Bohrscheibe D durch die im Kranz dx desselben ausgefräste l· - förmige
Nuth <f3, Fig. 8, 9 und 10, derartig geführt,
dafs bei einem durch Hereinbrechen von Wasser auf den den Ausschnitt 1, 2, 3 abschliefsenden
Schieber F ausgeübten Druck der Schieber nicht von der Bohrscheibe abgedrückt
werden kann. . j
Das Abschliefsen des Ausschnittes 1, 2, 3
geschieht durch Bremsung des Schiebers F, welcher bisher die Bewegung der Bohrscheibe, i
unmittelbar seitlich vor der Oeffnung derselben liegend (Fig. 2), mitmachte, durch eine Reibungskupplung,
deren einer Frictionsteller h sich mit der Welle .4 bewegt, während der andere hl
mittelst seiner sechskantigen Buchse H, die in der Nabe H3 des Kreuzes Hi ruht, in der
Längsrichtung der Wellenachse verschiebbar, jedoch nicht drehbar gelagert ist. Durch Vor- schrauben
der Druckspindeln /ι2 Λ2, Fig. ι,
mittelst der durch Umdrehung des Zahnkranzes /is bewirkten Drehung der Drehlinge
Λ4 Λ4, Fig. ι und 2, werden die Reibscheiben h
und /11 fest gegen einander geprefst, wodurch der Schieber F festgehalten wird, während die
Bohrscheibe D sich weiter und an ihm so lange vorbeibewegt, bis er mit seiner in Fig. 10
links liegenden Dichtkante f1 gegen diejenige
D1 der Bohrscheibe am Ausschnitt 1, 2, 3,
Fig. 8 und 10, stöfst und diesen Ausschnitt ■
somit dicht abschliefst.
In diesem Augenblick bleibt entwedef der
die Bohrscheiben in Drehung versetzende Motor stehen, falls die Kraft des Motors kleiner ist ,
als das Reibungsmoment der beiden Reibscheiben der Kupplung oder erstere überwiegt,
und die Scheibe D dreht sich — auf jeden Fall sehr verlangsamt — in geschlossenem Zustande weiter. . ·
Um ein Hin - und Hergleiten des Schiebers während der Arbeit zu vermeiden, wird derselbe
an der Welle A mittelst einer Stellschraube / so festgehalten, dafs die Reibung
der Nabe f des Schiebers F auf der Welle A grofs genug ist, um das Drehmoment des
Schiebers zu eliminiren, ohne aber die Wirkung der Reibungskupplung im Augenblick
der Gefahr zu beeinträchtigen. Zur Schonung , der Welle, die durch Handhabung der Stellschraube
Eindrücke erhalten könnte, kann die Spindel, anstatt unmittelbar auf die Welle A
zu wirken, ihre Pressung unter Vermörtelung einer Backe auf dieselbe übertragen, wenn es'
überhaupt nicht für das Zweckmäßigste gehalten wird, den Schieber F während der
Arbeit durch einen schwachen Holzstift in seiner Lage zu erhalten, der, beim Einstellen
der Reibungskupplung zerbrechend, ein Anhalten der Scheibe gestatten und damit den
Verschlufs der Oeffnung 1, 2, 3 zulassen würde.
Claims (2)
1.. Vorrichtung zum Vortreiben von Tunneln,
Strecken u. dergl. in Gebirgsschichten jüngster Formation, bei welcher die als Schrämwerkzeug ausgebildete Bohrscheibe (D) bei
der Drehung' einen sectorartigen Schie-
ber (F) in einer Stellung mitnimmt, welche die Ausschüttöffnung (i, 2, 3) freiläfst, während
bei einem Durchbruch schwimmenden Gebirges der Schieber dadurch über die Oeffnung geschoben wird, dafs er durch
die Reibungskupplung (h h') mit dem festen
cylindrischen Theil der Maschine verbunden und dadurch gebremst wird.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung
die Lagerung des hinteren Achsentheiles (A) in einer Buchse (H1), welche
mit der fertigen Auskleidung durch in der Länge verstellbare Zugstangen verbunden
ist, so dafs die Achse (A) eine Schrägsteilung der Bohrscheibe zu bewirken vermag. ■
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66066C true DE66066C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=339803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66066D Expired DE66066C (de) | Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66066C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4113208A1 (de) * | 1991-04-23 | 1992-10-29 | Herrenknecht Gmbh | Tunnelvortriebsmaschine |
-
0
- DE DENDAT66066D patent/DE66066C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4113208A1 (de) * | 1991-04-23 | 1992-10-29 | Herrenknecht Gmbh | Tunnelvortriebsmaschine |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE66066C (de) | Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl | |
| DE19547170A1 (de) | Fräswalze für ein in beiden Fahrtrichtungen Gewinnungsarbeit leistendes Tagebaugewinnungsgerät | |
| DE1944514A1 (de) | Vorrichtung zum Konusschneiden der Enden von Schichtstoffrohren | |
| DE886287C (de) | Schraemmaschine | |
| DE2505299C3 (de) | Gesteins- und Erdbohrgerät | |
| DE1002775B (de) | Verfahren und Maschine zum Auffahren unterirdischer Strecken | |
| DE862584C (de) | Maschine zur bergmaennischen Gewinnung von Kohle oder sonstigen Mineralien | |
| DE1583027C3 (de) | Schälend arbeitende, insbesondere in Verbindung mit einem mehrgliedrigen Räumgerät einsetzbare Gewinnungseinrichtung | |
| DE2139143A1 (de) | Vorrichtung zur Erzeugung der Bewegung der Fadenführung bei Kreuzwickelmaschinen | |
| AT21458B (de) | Kohlenschrämmaschine. | |
| DE3202464C2 (de) | Ankerpfahlbetätigung | |
| DE22465C (de) | Stollen- und Schachtbohrmaschine | |
| DE804549C (de) | Schraemgeraet, insbesondere zum Tiefschraemen und Erweitern von Bohrloechern in Mineralien | |
| DE1907611C2 (de) | Arbeitsorgan für eine Streckenvortriebsmaschine | |
| DE2052794A1 (de) | Bohrmaschine | |
| DE2127390A1 (de) | Gesteinsschneidvorrichtung | |
| AT219529B (de) | Rollenmitnehmer für Mitnehmerstangen bei Rotary-Bohranlagen | |
| DE2340302C2 (de) | Zugmittelgezogene hobelartige Gewinnungsmaschine | |
| DE646544C (de) | Verfahrbare Vorrichtung zur Herstellung von Strecken usw | |
| AT82656B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Bohren von Stollen, Tunnels u. dgl. | |
| DE48122C (de) | Tunnelbohrmaschine | |
| DE94216C (de) | ||
| DE492956C (de) | Verfahren zur Ausfuehrung von Tiefbohrungen mit elektromotorischem Antrieb der Bohrwerkzeuge im Bohrloch | |
| DE442175C (de) | Bohr- und Erweiterungswerkzeug fuer Rotations-Tiefbohrungen | |
| DE1957877C (de) | Vortriebsschild für den Tunnelbau |