DE66066C - Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl - Google Patents

Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl

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Publication number
DE66066C
DE66066C DENDAT66066D DE66066DA DE66066C DE 66066 C DE66066 C DE 66066C DE NDAT66066 D DENDAT66066 D DE NDAT66066D DE 66066D A DE66066D A DE 66066DA DE 66066 C DE66066 C DE 66066C
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DE
Germany
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slide
drilling
routes
driving tunnels
shaft
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Expired
Application number
DENDAT66066D
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English (en)
Original Assignee
F. IMMECKENBERG, L. Pionier-Hauptmann a. D., in Berlin N., Schlegelstrafse 22 II
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE66066C publication Critical patent/DE66066C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/06Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining
    • E21D9/08Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield
    • E21D9/0875Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield with a movable support arm carrying cutting tools for attacking the front face, e.g. a bucket
    • E21D9/0879Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining with additional boring or cutting means other than the conventional cutting edge of the shield with a movable support arm carrying cutting tools for attacking the front face, e.g. a bucket the shield being provided with devices for lining the tunnel, e.g. shuttering

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

KAISERLICHES
Die nachstehend beschriebene Erfindung stellt eine Vorrichtung dar, welche, bei Durch-, fahrung von Erdschichten in waagrechter Richtung zwecks Herstellung von Tunnels für Eisenbahnen oder Entwässerungszwecke,, von Strecken oder Stollen in Bergwerken u. dergl. die Strecke in dem Augenblick genügend dicht abschliefst, in welchem wasserführende Schichten angefahren werden, die durch Hereinbrechen in die Strecke das Leben der dort befindlichen Beschäftigten bedrohen und die daselbst stehenden Maschinen und Apparate verschlammen und unbrauchbar machen würden. Dieser Schutzschrämer soll nur da zur Verwendung kommen, wo es sich um fein- oder grobkiesigen, scharfen, meist, thonfreien oder auch Thonschmitze führenden Sand — Alluvial- oder Diluvialsand, sogen. Thalsand — und sonstiges Gebirge mit Alluvialdecke, Bacillarienerde etc., überhaupt um Gebirgsschichten jüngster Formation handelt.
Beiliegende Zeichnung stellt in .
Fig. ι den Längsschnitt des Tunnels mit der Bohrmaschine dar;
Fig. 2 ist ein Schnitt durch Fig. 1 in Richtung f-i,
Fig. 3 ein Schnitt durch Fig. ι in Richtund x'6~xs, und
Fig. 4 bis 11 sind Einzelheiten der Verschlufsvorrichtung.
Die aus einem Stück oder vier Quadranten hergestellte Bohrscheibe D trägt eine für das Durchfallen des geschrämten Gebirges bestimmte, die Form eines Kreisausschnittes besitzende Oeffnung 1, 2, 3, Fig. 2 und 8, und ist auf der Welle A mittelst Nuth und Keil befestigt. Zum Verschlufs genannter Oeffnung im geeigneten Augenblick dient der Schieber F, der während der Arbeit in der durch Fig. 2 angedeuteten Lage seitlich von der Oeffnung i, 2, 3 liegt, während das für das Schrämen des Gebirges bestimmte Messer d in der aus Fig. 2 und 8 ersichtlichen Weise an der Bohrscheibe D leicht. auswechselbar befestigt ist. Auf derselben Achse A befinden sich vor der Bohrscheibe D die Vorschrämflügel D1 und Z)2, die das von ihnen geschrämte Gebirge mit der vom Schrämmesser d gelösten Erdmasse nach hinten und in den Tunnel werfen, von wo es mittelst eines Becherwerkes und kleiner Eisenbahnwagen fortbewegt wird.
Da der Stahlcylinder E mit seinem Ansatz e gegen den Ansatz dl der Bohrscheibe D drückt, so wird die Bohrvorrichtung in dem Mafse, als der Stahlcylinder E durch Wasserdruck vorwärts bewegt wird, das entgegenstehende Erdreich fortnehmen und mit vorrücken. Auf diese Weise findet ein durchaus gleichmäfsiges Vortreiben der Bohrmaschine statt, bis genügend Raum zum Einbauen eines gufseisernen Tunnelringes gewonnen ist. Die Bohrarbeit wird dann unterbrochen, der Tunnelring wird eingebaut und die zum Betrieb der Bohrmaschine nöthigen Maschinen etc. werden um die Breite eines Tunnelringes vorwärts ge-
bracht und eingebaut, worauf die Bohrarbeit wieder aufgenommen wird.
Es wird auf diese Maschinen und Apparate nicht naher eingegangen, da sie mit vorliegender Erfindung direct nichts zu thun haben.
Zur Erleichterung der Arbeit sind im Vorstofsring kleine Bohrungen angebracht, welche aus den Wasserdruckpressen den auf einander sich bewegenden Gleitflächen des Stahlcylinders E und der Scheibe D Wasser zur Schmierung zuführen bezw. die Flüchen rein halten.
An ihrem vorderen Ende ist die Welle A in der Buchse H gelagert, an ihrem hinteren Ende geschieht dies durch das Lager H1, welches durch die Spannanker H"1 in entsprechender und durchaus stabiler Lage erhalten wird, die je nach Bedarf, d. h. je nach beabsichtigter Aenderung der Bohrrichtung, entsprechend verstellt werden können. Wird z. B. beabsichtigt, dem Tunnel eine rechts abweichende Richtung zu geben, so wird durch Anziehung der Anker auf der linken Seite das Lager Hi derart verrückt, dafs die Bohrmaschine in ihrer Vorwärtsbewegung eine Curve nach rechts beschreibt.
Um im Augenblick des Eindringens von Wasser, Schlamm oder Sand den erbohrten Tunnel vermittelst der Bohrscheibe D sofort wasserdicht abschliefsen zu können, ist dieselbe derart eingerichtet, dafs der in derselben befindliche sectorartige Ausschnitt i, 2, 3, Fig. 8, durch einen entsprechend geformten Schieber geschlossen werden kann. In beiliegender Zeichnung bedeutet Fig. 4 eine Draufsicht dieses Schiebers in Richtung des Pfeiles I der Fig· ι-
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht,
Fig. 6 die Unteransicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1, und
Fig. 7 ist ein Schnitt der Fig. 6 nach x-x
Wie aus Fig. 1, 4, 5,6 und 7 ersichtlich, trägt der Schieber F eine Nabe f, welche auf der Hauptwelle sitzt und gegen eine Verschiebung in der Richtung der WeIIe^ einerseits durch die Nabe G der Bohrscheibe D, andererseits durch den Stellring G1 gehalten wird, so dafs die Dichtleisten f1/1 des Schiebers F dicht auf den entsprechenden Leisten Dx der Bohrscheibe D gleiten. Der Schieber F ist ferner in der Bohrscheibe D durch die im Kranz dx desselben ausgefräste - förmige Nuth <f3, Fig. 8, 9 und 10, derartig geführt, dafs bei einem durch Hereinbrechen von Wasser auf den den Ausschnitt 1, 2, 3 abschliefsenden Schieber F ausgeübten Druck der Schieber nicht von der Bohrscheibe abgedrückt werden kann. . j
Das Abschliefsen des Ausschnittes 1, 2, 3 geschieht durch Bremsung des Schiebers F, welcher bisher die Bewegung der Bohrscheibe, i unmittelbar seitlich vor der Oeffnung derselben liegend (Fig. 2), mitmachte, durch eine Reibungskupplung, deren einer Frictionsteller h sich mit der Welle .4 bewegt, während der andere hl mittelst seiner sechskantigen Buchse H, die in der Nabe H3 des Kreuzes Hi ruht, in der Längsrichtung der Wellenachse verschiebbar, jedoch nicht drehbar gelagert ist. Durch Vor- schrauben der Druckspindeln /ι2 Λ2, Fig. ι, mittelst der durch Umdrehung des Zahnkranzes /is bewirkten Drehung der Drehlinge Λ4 Λ4, Fig. ι und 2, werden die Reibscheiben h und /11 fest gegen einander geprefst, wodurch der Schieber F festgehalten wird, während die Bohrscheibe D sich weiter und an ihm so lange vorbeibewegt, bis er mit seiner in Fig. 10 links liegenden Dichtkante f1 gegen diejenige D1 der Bohrscheibe am Ausschnitt 1, 2, 3, Fig. 8 und 10, stöfst und diesen Ausschnitt ■ somit dicht abschliefst.
In diesem Augenblick bleibt entwedef der die Bohrscheiben in Drehung versetzende Motor stehen, falls die Kraft des Motors kleiner ist , als das Reibungsmoment der beiden Reibscheiben der Kupplung oder erstere überwiegt, und die Scheibe D dreht sich — auf jeden Fall sehr verlangsamt — in geschlossenem Zustande weiter. . ·
Um ein Hin - und Hergleiten des Schiebers während der Arbeit zu vermeiden, wird derselbe an der Welle A mittelst einer Stellschraube / so festgehalten, dafs die Reibung der Nabe f des Schiebers F auf der Welle A grofs genug ist, um das Drehmoment des Schiebers zu eliminiren, ohne aber die Wirkung der Reibungskupplung im Augenblick der Gefahr zu beeinträchtigen. Zur Schonung , der Welle, die durch Handhabung der Stellschraube Eindrücke erhalten könnte, kann die Spindel, anstatt unmittelbar auf die Welle A zu wirken, ihre Pressung unter Vermörtelung einer Backe auf dieselbe übertragen, wenn es' überhaupt nicht für das Zweckmäßigste gehalten wird, den Schieber F während der Arbeit durch einen schwachen Holzstift in seiner Lage zu erhalten, der, beim Einstellen der Reibungskupplung zerbrechend, ein Anhalten der Scheibe gestatten und damit den Verschlufs der Oeffnung 1, 2, 3 zulassen würde.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1.. Vorrichtung zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl. in Gebirgsschichten jüngster Formation, bei welcher die als Schrämwerkzeug ausgebildete Bohrscheibe (D) bei der Drehung' einen sectorartigen Schie-
ber (F) in einer Stellung mitnimmt, welche die Ausschüttöffnung (i, 2, 3) freiläfst, während bei einem Durchbruch schwimmenden Gebirges der Schieber dadurch über die Oeffnung geschoben wird, dafs er durch die Reibungskupplung (h h') mit dem festen cylindrischen Theil der Maschine verbunden und dadurch gebremst wird.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Lagerung des hinteren Achsentheiles (A) in einer Buchse (H1), welche mit der fertigen Auskleidung durch in der Länge verstellbare Zugstangen verbunden ist, so dafs die Achse (A) eine Schrägsteilung der Bohrscheibe zu bewirken vermag. ■
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT66066D Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl Expired DE66066C (de)

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Publication Number Publication Date
DE66066C true DE66066C (de) 1900-01-01

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DENDAT66066D Expired DE66066C (de) Schutzschrämer zum Vortreiben von Tunneln, Strecken u. dergl

Country Status (1)

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DE (1) DE66066C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4113208A1 (de) * 1991-04-23 1992-10-29 Herrenknecht Gmbh Tunnelvortriebsmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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