DE659902C - Schmiervorrichtung fuer Gleitlager, bei der das Schmiermittel durch die Axialverschiebungen der Welle aus einer Schmierkammer zur Schmierstelle gedrueckt wird - Google Patents

Schmiervorrichtung fuer Gleitlager, bei der das Schmiermittel durch die Axialverschiebungen der Welle aus einer Schmierkammer zur Schmierstelle gedrueckt wird

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DE659902C
DE659902C DEN34879D DEN0034879D DE659902C DE 659902 C DE659902 C DE 659902C DE N34879 D DEN34879 D DE N34879D DE N0034879 D DEN0034879 D DE N0034879D DE 659902 C DE659902 C DE 659902C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N7/00Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Rolling Contact Bearings (AREA)

Description

  • Schmiervorrichtung für Gleitlager, bei der das Schmiermittel durch die Axialverschiebungen der Welle aus einer Schmierkammer zur Schmierstelle gedrückt wird Es ist bekannt, bei Lagern, insbesondere bei Achslagern von Eisenbahnfahrzeugen, die während der Fahrt auftretenden axialen Verschiebungen des Lagers auf der Achse dazu auszunutzen, Schmiermittel in die Schmiernut des Lagers zu fördern. Zu diesem Zweck ist vorgeschlagen worden, an der einen Seite des Lagers eine Kammer mit fester Wandung anzuordnen, Das bei axialer Verschiebung der Achse in Richtung nach dieser Kammer aus derselben durch das Achsende verdrängte Schmiermittel gelangt hierbei durch Bohrungen zur Schmierstelle.
  • Diese bekannte Anordnung hat den Nachteil, daß das Schmiermittel aus der Schmierstelle durch den Spalt zwischen dem Lager und der Radnabe entweichen kann, was insbesondere dann der Fall sein wird, wenn infolge heftiger axialer Schläge der Druck des Schmiermittels in der Kammer sehr hoch ansteigt. Neben diesem Ölverlust besteht weiterhin der Nachteil, daß bei umgekehrter Bewegungsrichtung der Achse in der Kammer ein Unterdruck entsteht, der das Eindringen von Luft auf dem gleichen Weg, auf dem das Öl austreten kann, zur Folge hat. Staub und Feuchtigkeit, die in der so in das Lager eintretenden Luft enthalten sind, beeinträchtigen die Schmierfähigkeit des Schmiermittels; außerdem bildet sich in der Kammer allmählich ein so großes Luftpolster, das bei Axialbewegung der Welle komprimiert wird, ohne daß hierdurch eine Schmiermittelförderung zur Schmierstelle hervorgerufen wird, da die Luft durch den Spalt zwischen dem Lager und der Radnabe entweichen kann.
  • Es ist fernerhin eine Schmiervorrichtung für Wälzlager bekannt, bei der beiderseits des Lagerkörpers je eine Schmiermittelkammer angeordnet ist und das Schmiermittel durch besondere Schmiernuten nach Art einer Förderschnecke den zu schmierenden Stellen zugeführt wurde. Bei Wälzlagern normaler Konstruktion kann jedoch keine nennenswerte Axialverschiebung, welche zur Schmiermittelförderung nutzbar gemacht werden könnte, auftreten, und außerdem haben derartige Schmiervorrichtungen den Nachteil, daß namentlich bei hohen Umlaufzahlen die Wälzkörper in dem Schmiermittelvorrat einen Hohlraum, den sogenannten Käfig, bilden, welcher eine ausreichende Schmiermittelversorgung unmöglich macht.
  • Die Erfindung betrifft eine Schmiervorrichtung für Gleitlager, bei der das Schmiermittel durch die Axialverschiebungen der Welle aus einer Schmierkammer zur Schmierstelle gedrückt wird, und besteht im wesentlichen darin, daß beiderseits des Lagerkörpers an sich bekannte Schmiermittelkammern angeordnet und durch Drosselkanäle miteinander verbunden sind und dem zu- und abnehmenden Druck des Schmiermittels Ausgleichsmöglichkeiten bieten.
  • Bei dem Lager nach der Erfindung wird in dieser Weise erreicht, daß das Schmiermittel durch die Axialbewegungen der Welle ständig über die Schmierstelle von einer Kammer zur anderen und umgekehrt gefördert wird. Ein ständiger Schmiermittelverlust, wie er bei den bekannten Lagern dieser Art mit, einerseits angeordneter Schmierkammer nicht zu vermeiden war, tritt demnach bei dem Lager nach der Erfindung nicht auf. Weiterhin kann bei dem Lager nach der Erfindung das Schmiermittel von einer Kammer in die andere auch auf einem anderen Weg als über die Schmierstelle gelangen, so daß bei heftigen Axialbewegungen oder sonstigen Drucksteigerungen das Auftreten zu hoher Drücke in den Kammern vermieden werden kann, da ein Druckausgleich von einer Schmierkammer zur an-deren über die Drosselkanäle eintreten kann.
  • Um jedoch zu vermeiden, daß der Schmiermittelstrom auch bei langsamer Axialbewegung der Welle in erster Linie durch diese Verbindungskanäle und nicht durch den zur Schmierstelle führenden Kanal strömt, kann gemäß der Erfindung dem Schmiermittel in den Drosselkanälen von einer Kammer zur anderen ein größerer Strömungswiderstand geboten werden als in den Verbindungskanälen von jeder Kammer zur Schmierstelle.
  • Eine besonders günstige Ausführungsforen der Erfindung besteht darin, daß mindestens eine der beiderseits des Lagerkörpers angeordneten Schmierkammern eine nachgiebige Wandung besitzt. Diese Ausführüngsform der Erfindung ist namentlich für Lager mit großer . Axialverschieburig geeignet, wobei sich der Vorteil ergibt, daß die nachgiebige Wandurig die durch Axialverschiebungen hervorgerufenen Drucksteigerungen teilweise aufnimmt und ausgleicht. Fernerhin wird hierdurch noch die gute Abdichtung der beiden Schmierkammern, welche für ein einwandfreies Arbeiten des Lagers nach der Erfindung sehr wichtig ist, erleichtert. Zu diesem Zweck kann gemäß einem weiteren Vorschlage der Erfindung die Wandung mindestens einer Schmierkammer membranartig gestaltet sein, um gegen axiale, radiale und schiefwinklige Bewegungen nachgiebig zu sein, so - daß sie allen Bewegungen der Achse leicht folgen kann und in jeder Achsstellung zuverlässig abgedichtet ist.
  • Gegebenenfalls kann bei der Erfindung auch ein Windkessel Anwendung finden, welcher mit den Drosselkanälen und den Verbindungskanälen verbunden ist. Dieser bietet bei großen Axialverschiebungen eine zuverlässige Sicherung gegen plötzlich auftretende Druckstöße und Überbeanspruchungen. Durch den im Windkessel erzeugten Druck wird das Schmiermittel allmählich wieder in die Kammern gedrängt.
  • Um zu vermeiden, daß aus den Kammern Schmiermittel austritt, ist es ferner notwendig, die Abdichtung der feststehenden Kammerwand gegen die umlaufende Welle so auszubilden, daß Dichtheit auch bei der eigenartigen Beanspruchung erzielt wird, der diese Dichtung beispielsweise bei den Kurbelzapfen dC Trieb- und Kuppelstangen von Lokoinotiven ausgesetzt ist. Diese Zapfen beschreiben bekanntlich eine Zykloide; die an den Umkehrpuhkten der Zykloide auftretenden Schläge würden bei einer üblichen, auf dem Zapfen laufenden Dichtung ein Abheben der Dichtflächen und damit nicht nur Ölverluste, sondern auch ein allmähliches Ausweiten der Dichtung hervorrufen. Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, daß die feststehende, mit der nachgiebigen Wand verbundene und die umlaufende, mit der Welle bzw. dem Zapfen verbundene Dichtfläche in an sich bekannter Weise senkrecht zur Achse der Welle bzw. des Zapfens stehen. Dadurch wird erreicht, daß beim Auftreten von Stößen die Dichtflächen nicht voneinander abgehoben werden, sondern aufeinander gleiten, ohne daß hierdurch ihre Dichtwirkung beeinträchtigt wird.
  • In den Abbildungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. z die Lagerung einer durchgehenden Welle im Längsschnitt, Abb.2 die Lagerung eines Zapfens im Längsschnitt.
  • Die Welle g wird in ihrem oberen Teil von der Lagerschale in umschlossen, die ein- oder zweiteilig ausgebildet sein kann und im Lagerkasten d angeordnet ist. Zu beiden Seiten des Lagers befindet sich je eine Kammer k bzw. k1, die durch die am Lagerkasten a befestigten nachgiebigen Membranen b und b1 begrenzt werden und mit Schmiermittel angefüllt sind. Gegen die umlaufende Welle sind diese Kammern abgedichtet, einerseits durch eine Verstärkung e der Membran b, über die zum Zwecke der Erhöhung der Dichtwirkung zwischen der Welle ä und der Verstärkung e eine Schlauchfeder f gelegt ist, andererseits durch eine Verstärkung ei der Membran b1, die auf einem Gleitring h des auf der Welle g sitzenden Rades i oder auch unmittelbar gegen das Rad i läuft. Die Verstärkungen e und e' oder der Gleitring h können auch besondere Dichtungen tragen.
  • Die beiden Kammern k und k1 sind durch einen Kanal L in der Lagerschale n1 verbunden, der aus den beiden Teilkanälen h und 12 besteht. Von diesem Kanal zweigt der zur Schmiernut r führende Kanal p ab. Der Kanal Z ist dicht an der Schmiernut r angeordnet und damit der zur Nut r führende Kanal p kurz. Infolgedessen kann auch der Strömungswiderstand auf dem Wege 1, p, r bzw. 1 2 , p, r von jeder Kammer zur Nut erfindungsgemäß kleiner gehalten werden als der Strömungswiderstand in der Gesamtlänge des Kanals L von einer Kammer zur anderen. Im Lagerkasten ist ein Schmi-ermittelbehälter q angeordnet, der mit dein Verbindungskanal L durch den Kanal p1 in Verbindung steht. Oberhalb des Schmiermittelbehälters q ist ein Windkessel t vorgesehen mit Schraubverschluß u und einem das Schmiermittel vom Luftpolster trennenden Kolben.
  • Die Wirkungsweise des Lagers nach Abb. i ist folgende: Bewegt sich die Welle g während des Betriebes beispielsweise nach links, so wird der Rauminhalt der Kammer lzl verringert. Der aus der Kammer k1 verdrängte Teil -des Schmiermittels strömt infolge des geringen Widerstandes, den er auf diesem Weg findet, durch den Kanalll und den Kanal p zur Schmiernut r, wo das Schmiermittel in der anschließenden Schmiertasche in bekannter Weise von der drehenden Welle mitgenommen wird und so zwischen Welle und Lagerschale gelangt. Der überschüssige Teil des verdrängten Schmiermittels strömt durch den Kanal 1, weiter zur anderen Kammer k und kann von dieser wegen der nachgiebigen Wandung b, b' aufgenommen werden. Erfolgt die Axialbewegung der Welle schlagartig, so wird das Schmiermittel in der sich verkleinernden Kammer unter einen solchen Druck gesetzt, daß es außerdem durch den Kanal p1 zum Schmiermittelraum q und weiter zum Windkessel t strömt, in welchem der Druckstoß durch das Luftpolster unter dem Schraubverschluß u abgefangen wird. Bei Axialbewegung der Welle in entgegengesetzter Richtung kehrt sich die Strömungsrichtung des Schmiermittels im Kanal l um, die Schmiernut r und der Windkessel t werden jedoch in gleicher Weise mit Schmierstoff versorgt. Bleibt die axiale Bewegung der Welle längere Zeit aus, so wird die Schmiernut infolge der Ausdehnung des Luftpolsters. aus den Behältern q und t durch die Kanäle p1 und p mit Schmierstoff versehen.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. z, die Glas Lager einer Lokomotivtreibstange darstellt, ist nur eine der beiden Schmiermittelkammern mit einer, nachgiebigen Wandung versehen. Diese Kammer wird gebildet durch die federnde Membran b, die einerseits am Stangenkopf a befestigt ist, andererseits sich mit ihrer Verstärkung e gegen einen an der den Zapfen g tragenden Wange i befestigten Ring f legt. Die Verstärkung c vermag sich infolge der Anordnung der Dichtflächen, die senkrecht zur Achse des Zapfens g verlaufen, gegen den Ring f zu verschieben, so daß bei den an den Umkehrpunkten der vom Zapfen g .,beschriebenen Zykloide auftretenden Schlägen die beiden Dichtflächen sich nicht voneinander ' abheben.
  • Die äußere Kammer k, ist bei diesem Ausführungsbeispiel mit starren Wänden versehen und wird gebildet durch den am Stangenkopf befestigten Zylinder c und den Deckel bi. In diesem ist ein Füllventil w für die Schmiermittelzuführung vorgesehen, die jedoch auch durch Bohrungen im Zapfen g oder durch den mittels der Schraube n verschlossenen Kanal q erfolgen kann. Die beiden Kammern k und hl sind, wie beim ersten. Ausführungsbeispiel, durch den aus den Teilabschnitten 1l und 12 bestehenden Kanal L verbunden, an den mittels des kurzen Kanals p die Schmiernut r angeschlossen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schmiervorrichtung für Gleitlager, bei der das Schmiermittel durch die Axialverschiebungen der Welle aus einer Schmierkammer zur Schmierstelle gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Lagerkörpers an sich bekannte Schmiermittelkammern angeordnet und durch Drosselkanäle miteinander verbunden sind und dem zu- und abnehmenden Druck des Schmiermittels Ausgleichsmöglichkeiten bieten. Lagerschmierung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schmiermittel in den Drosselkanälen (l) von einer Kammer zur anderen größerer Strömungswiderstand geboten wird als in den Verbindungskanälen (l, p, r; l2, p, r) von jeder Kammer zur Schmierstelle. 3. Lagerschmierung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der beiderseits des Lagerkörpers angeordneten Schmierkammern eine nachgiebige Wandung besitzt. Lagerschmierung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung mindestens einer Schmierkammer membranartig gestaltet ist. 5. Lagerschmierung nach Anspruch i bis 4., gekennzeichnet durch einen mit den Drosselkanälen und mit den Verbindungskanälen verbundenen Windkessel. 6. Lagerschmierung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsflächen der feststehenden Kammerwände gegen die umlaufende Welle senkrecht zur Umlaufachse liegen.
DEN34879D 1933-02-14 1933-02-14 Schmiervorrichtung fuer Gleitlager, bei der das Schmiermittel durch die Axialverschiebungen der Welle aus einer Schmierkammer zur Schmierstelle gedrueckt wird Expired DE659902C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2621987A (en) * 1946-02-23 1952-12-16 Augereau Gaston Georges Eugene Oil-lubricated bearing block
DE1073252B (de) * 1960-01-14 Loher S. Sohne GmbH, Ruhstorf/Rott Sicherungseinrichtung fur die Lager von Maschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1073252B (de) * 1960-01-14 Loher S. Sohne GmbH, Ruhstorf/Rott Sicherungseinrichtung fur die Lager von Maschinen
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