DE658201C - Elektrostatischer Umformer zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom - Google Patents
Elektrostatischer Umformer zur Umformung von Gleichstrom in WechselstromInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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Description
Man kann Wechselstrom nach dem elektrodynamischenPrinizip
erzeugen, indem man eine Spule in einem Magnetfeld rotieren läßt. Dieser Weg der Erzeugung von Wechselstrom ist
jedoch für die Erzielung höherer Frequenzen ungeeignet, weil bei höheren Frequenzen die
Eisenverluste unerträglich groß werden. Man hat infolgedessen bereits sogenannte elektrostatische
Hochfrequenzmaschinen gebaut, bei
ίο denen ein mit Längsnuten versehener Läufer
im Innern eines ebenfalls mit Längsnuten versehenen Ständers gedreht wird. Wenn zwischen
Läufer und Ständer ein Gleichspannungsfeld aufrechterhalten wird, so ruft die
bei der Drehung periodisch sich ändernde Größe der Kapazität zwischen den Stegen des
Läufers und des Ständers einen Wechselstrom hervor, dessen Frequenz durch die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Läufers und die
ao Zahl der parallel zur Läuferachse verlaufenden
Stege gegeben ist.
Gemäß der Erfindung sind zwischen den Oberflächen von Ständer und Läufer Stoffe
mit höherer Dielektrizitätskonstante und höherer Durchschlagsfestigkeit als die Luft vorgesehen.
Dadurch erreicht man eine Vergrößerung der Maschinenleistung in doppelter Hinsicht. Einerseits nämlich ergibt die Anwendung
eines Dielektrikums, dessen Dielektrizitätskonstante größer ist als die der Luft,
eine Vergrößerung der wirksamen Kapazität, ohne daß zu diesem Zweck die Abmessungen
der Maschine vergrößert werden müssen. Andererseits aber kann man infolge der
höheren Durchschlagsfestigkeit der verwendeten Oberflächenschicht entweder bei gegebener
Höhe der Gleichspannung die Abstände zwischen den wirksamen Stirnflächen der Zähne
des Läufers und des Ständers verringern, wodurch ebenfalls die wirksame Kapazität der
Maschine erhöht wird. Wenn man zur Vermeidung der Luftreibung den Abstand zwischen
den Läuferzähnen und den Ständerzähnen nicht entsprechend der höheren Durchschlagsfestigkeit,
welche durch die Oberflächenschicht erzielt wird, verringern will, so kann man zur Vergrößerung der Maschinenleistung
eine Erhöhung des Gleichspannungsfeldes anwenden. Die Größe des von der Maschine
erzeugten Wechselstromes ist nämlich nicht allein von der Größe der Kapazität, sondern
in gleichem Maße auch von der Höhe der angewendeten Gleichspannung abhängig.
Auch die Erhöhung des Druckes im Kapazitätsraum ist geeignet, die Leistungsfähigkeit
einer Maschine bei gleichbleibender Größe ihrer Abmessungen zu erhöhen. Die Dielektrizitätskonstante
gasförmiger Stoffe steigt mit dem Druck, außerdem aber steigt vor allem die Durchschlagsfestigkeit mit dem
Druck, so daß die Anwendung eines erhöhten Druckes eine weitere Steigung der Höhe der
angelegten Spannung und damit eine Vergrößerung der Leistungsabgabe der Maschine
zuläßt.
In Abb. ι sind beispielsweise die wesentlichen Teile eines Umformers nach der Erfindung
erläutert. Der Ständer ist mit St bezeichnet, die Zahne bzw. Zahnlücken im Ständer
tragen die Zeichen Zs bzw. Ls. Der Läufer ist mit R bezeichnet, und !entsprechend haben
die Zähne und die Zahnlücken des Läufers die Bezugszeichen Zr und Lr. Der Ständer ist
mit dem Fuß F fest verbunden. Der Läufer ist mit der Achse A genau laufend im Innern
des Ständers gelagert, beispielsweise durch beiderseits am Ständer befestigte Lagerschilder.
Läufer und Ständer bilden die beiden Pole oder Belege der Maschinenkapazität, die sich
durch Vorbeilaufen der Zähne Zr des Läufers an den Zähnen Zs des Ständers periodisch
ändert. Die dabei sich ergebende Periodenzahl beträgt Zähnezahl mal Umdrehungen pro
Sekunde.
Die Form der Schwingung hängt ab von der Form der Zähne und kann beliebig gestaltet
werden, so daß es möglich ist, entweder eine bestimmte Form der Grundschwingung
zu erzielen oder aber eine bestimmte Form der Grundschwingungen und Oberschwingungen
zueinander zu schaffen.
Läufer und Ständer müssen gegeneinander isoliert sein, beispielsweise durch eine isolierende
Buchse / zwischen Achse und Läufer. Die Isolierung kann auch an anderen Stellen
angebracht sein/z.B. zwischen Ständer und Lagerdeckel, in öder zwischen Lagern und
Lagerdeckeln. -
Die Verwendung der Maschine ist naturgemäß für alle Zwecke möglich, für welche
Ströme der erzeugten Periodenzahl und der gegebenen Leistung verwendet werden können.
Sie kann beispielsweise als Stromquelle für HocMrequenzschmelz- und -glüheinrichtungen
verwendet werden, die zur Erhitzung von Metallen, für Walz-, Zieh-, Preßverfahren
dienen.
Die Leistung wird durch die drei Großen-Ordnungen
Kapazitätsänderung, zugeführte Gleichspannung und PeriodeazaM der Maschine
bestimmt.
Die Kapazitätsänderung ist bekanntermaßen um so großer, je geringer der Abstand
zwischen den Zähnen und je größer der Abstand zwischen den Zahnlücken der Maschine
ist. Die Kapazität in den Zahnlücken ist in geschlossenen Gebilden wie in dem vorliegenden
Fall allerdings beträchtlich. Kapazität und zuzuführende Gleichspannung können aber
wesentlich gesteigert werden durch isolierende Schichten mit hoher Durchschlagsfestigkeit
und hoher Dielektrizitätskonstante, die zwischen den Zähnen eingefügt werden. t "--Hierzu eignet eich z. B. Celluloid, insbe-/JSQttdere
in flüssiger Form (Zapponlack). Da bei der hohen Umdrehungszahl des Läufers
-eine solche Schicht auf dem Läufer zu hohen Beanspruchungen ausgesetzt wäre, ist es
zweckmäßig, sie nur auf der Ständerseite anzubringen (vgl. Abb. 2). Das Auftragen der
Flüssigkeit .erfolgt zweckmäßig in zerstäubter Form auf die zu überziehenden Flächen
des Ständers. Dabei entstehende Unebenheiten können durch nachträgliche Bearbeitung
(Schleifen, Drehen usw.) wieder ausgeglichen werden. Der erforderliche Luftabstand zwischen
Ständer und Läufer läßt sich also auch in diesem Falle mit sehr hoher Genauigkeit
herstellen.
Falls die Adhäsion der angewendeten dielektrischen Isoliierschicht auf dem Läufer nicht
ausreichend ist, empfiehlt sich die Anwendung dünner Zwischenschichten, die als Bindemittel
geeignet sind. x
Die Erhöhung der Durchschlagsfestigkeit und der Dielektrizitätskonstante der Maschine
läßt sich auch auf anderem Wege erreichen. Z. B. kann die Durchschlagsfestigkeit durch
Erhöhung des Gasdrucks in der Maschine erhöht werden, die zu diesem Zwecke genügend
gasdicht abgeschlossen sein muß. Geringe Verluste durch leichte Undichtigkeiten lassen
sich bequem durch Anwendung einer ständig mitlaufenden Druckpumpe ausgleichen. Für 9S
die Erhöhung der Dielektrizitätskonstante kommt z. B. die Anwendung bestimmter Gase
in Frage, wieSchwe£eldioxyd, Ammoniak usw. Diese Gase können selbstverständlich auch wieder
unter höherem Druck verwendet werden.
Die Berechnung der Kapazitätsänderung der Maschine ist wegen der Streuung der
Kapazität, die durch die Zahnlücken hervorgerufen wird, umständlich. Um über die Wirkungsweise
der Maschine ein Bild zu geben, sei auf bereits vorliegende praktische Erfahrungen
zurückgegriffen. Bei Zahnbreiten von ι mm und· Zahnlücken von 1,4 mm und einer
Zahnlückentiefe von 2 mm und einem Gesamtabstand zwischen den Zähnen von 0,3 mm,110
wovon O',2 mm Luftabstand und 0,1 mm dielektrische
Schicht (Celluloid) sind, sind pro Zahn und ι cm Zahnlänge eine Maximalkapazität
von 2 cm mit einer Wechselkapazität von 0,5 cm zu erwarten. Bei solchen Verhältnissen 11S
ist die nutzbare Wechselspannung etwa gleich 50 °/o der zugeführten Spannung.
Ein Modell mit den angegebenen Zahnverhältnissen, einem Läuferdurchmesser von
137 mm und einer Läuferlänge von 95 mm,
ergab bei 30000 Perioden (gleich einer Wellenlänge von 10 000 mm) und einer zugeführ-
ten Spannung von 600 Volt eine Nutzleistung von 8 Watt. Eine Vergrößerung der Maschine
auf die zehnfachen Dimensionen ergibt unter Beibehaltung der gleichen Umdrehungsgeschwindigkeit
die hundertfache Kapazität und die zehnfache Periodenzahl (also ι ooo m
Wellenlänge). Die Leistung ist dann bereits iooomal so groß = 8 kW. Die Vergrößerung
der Kapazität durch Anwendung von
ίο Gasen höherer Dielektrizitätskonstante und
die Steigerung der zugeführten Spannung durch Anwendung höherer Drucke ist dabei
noch nicht in Betracht gezogen.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Elektrostatischer Umformer zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom, dessen Ständer und Läufer an ihren einander zugekehrten, die Belegungen eines Kondensators bildenden Oberflächen mit Zähnen versehen sind, die eine der Kurvenform der abzugebenden Wechselströme angepaßte Flächenform aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Oberflächen von Ständer und Läufer Stoffe mit höherer Dielektrizitätskonstante und höherer Durchschlagsfestigkeit als die Luft vorgesehen sind.
- 2. Elektrostatischer Umformer nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Einfügung fester Schichten in den Kapazitäts- - raum der Maschine.
- • 3. Elektrostatischer Umformer nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine feste Verbindung der festen Zwischenschicht mit einer oder mit beiden Kapazitätsflächen der Maschine.
- 4. Elektrostatischer Umformer nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch die Anwendung i solierender Lackschichten mit hoher Dielektrizitätskonstante und erhöhter Durchschlagsfestigkeit, gegebenenfalls unter Einführung von Bindemitteln zwischen der Lackschicht und ihrer Unterlage.
- 5. Elektrostatischer Umformer nach An-Spruch i, gekennzeichnet durch die Anwendung eines gasförmigen Stoffes mit erhöhtem Druck im Kapazitätsraum, insbesondere eines Gases mit hoher Dielektrizitätskonstante, so
- 6. Elektrostatischer Umformer nach Anspruch s, gekennzeichnet durch die Anwendung eines Druckbehälters, z. B. eines Gasbehälters oder einer Druckpumpe, zum Ausgleich von Druckverlusten in der Maschine.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM122904D DE658201C (de) | 1933-02-14 | 1933-02-14 | Elektrostatischer Umformer zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEM122904D DE658201C (de) | 1933-02-14 | 1933-02-14 | Elektrostatischer Umformer zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE658201C true DE658201C (de) | 1943-03-01 |
Family
ID=7330173
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM122904D Expired DE658201C (de) | 1933-02-14 | 1933-02-14 | Elektrostatischer Umformer zur Umformung von Gleichstrom in Wechselstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE658201C (de) |
-
1933
- 1933-02-14 DE DEM122904D patent/DE658201C/de not_active Expired
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