DE65568C - Verfahren zur Herstellung von Glasplatten mit Metallüberzug - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Glasplatten mit MetallüberzugInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Bei dem in neuerer Zeit bekannt gewordenen Drahtglas, bei welchem ein Drahtgewebe direct
in die Glasmasse eingebettet ist, macht sich als sehr empfindlicher und die Qualität bedeutend
schädigender Uebelstand bemerkbar, dafs beim Zerschlagen bezw. Zerspringen einer derartigen
Glasplatte sich mehr oder weniger von dem unterhal6 des Drahtes befindlichen Theil des
Glases J öst und herabfällt. Es wird nämlich die Glasmasse nicht nur durch das Drahtgewebe
an sich, sondern vor allem durch die verschiedene Ausdehnung gegenüber dem Metall
und durch die bei der Abkühlung innerhalb des Glases entstehenden Spannungen in zwei
Theile getheilt, welche zwar durch die Oeffnungen im Gewebe bezw. im Metall zusammenhängen,
aber sehr leicht aus einander gehen, sobald die Platte einen Schlag oder Stofs erhält.
Man hat dies dadurch zu vermeiden gesucht, dafs man bei der Herstellung solcher Platten
den einen Theil der nothwendigen und geschmolzenen Glasmasse in die betreffende Form
eingofs, walzte und preiste, dann die Metalleinlage darauf legte, den Rest der geschmolzenen
Glasmasse darauf gofs, wiederum walzte und preiste und schliefslich das Ganze temperte;
doch hat die Erfahrung . gezeigt, dafs eine Besserung auch durch dies Verfahren nicht erreicht
worden ist, eher noch- das Gegentheil, da durch die bereits von vornherein eingetretene
Zweitheilung bei der Herstellung das spätere Ablösen noch begünstigt wird.
Es hat sich nun nach vielfachen Versuchen gezeigt, dafs das Ablösen und Herabfallen von
Glasstücken mit Sicherheit verhindert werden kann, wenn man das Drahtgewebe bezw. die
Metalleinlage nicht innerhalb, sondern aufserhalb der Glasmasse anordnet, d. h. die Verbindung
des Metalles mit dem Glas nicht durch das Glas selbst, sondern durch einen anderen
Stoff, durch eine andere Masse bewirkt, welche die Oeffhungen des Gewebes ausfüllt, letzteres
mehr oder minder überdeckt und es gewissermafsen an das Glas anklebt.
Die Masse zur Verbindung der beiden Theile kann eine sehr verschiedene Zusammensetzung
haben und besteht in der Hauptsache aus Leinöl, welches verdickt und event, mit geeigneten
Harzen und sonstigen Stoffen versetzt ist, wobei man natürlich darauf zu sehen hat, dafs
die Masse möglichst lichtdurchlässig ist, entsprechend der Verwendung solcher Glasplatten
für Oberlichtdächer, Wintergärten, Hof kellerfenster u. dergl.
In der beiliegenden Zeichnung sind einige Ausführungsformen von nach dem neuen Verfahren
hergestellten Glasplatten dargestellt.
Die Fig. 1 bis ic zeigen vier Oberansichten
von Platten mit verschiedenartigen Drahtnetzen, wobei zu bemerken ist, dafs an Stelle der
Netze oder Gewebe auch gitterartige Gerippe aus stärkeren Drähten und event, auch gelochte
Bleche Verwendung rinden können. Die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Platte
einfachster Ausführung, bei welcher die Glasplatte α auf der Unterseite mit der Verbindungsmasse b versehen ist, in welcher das Drahtgewebe
c liegt. In Fig. 3 ist dargestellt, dafs die Platte c auch noch von oben eine weitere
Ueberdeckung bl erhalten kann. Anstatt eine
Glasplatte zwischen zwei Drahtnetzen anzuordnen, ; kann man auch ein Drahtnetz zwischen zwei
Glasplatten α α1 anordnen, wie dies Fig. 4 zeigt. Diese Doppelglasplatte kann man dann entweder
noch von unten (Fig. 5) oder von oben (Fig. 6) oder auch von beiden Seiten (Fig. 7) mit weiteren
Drahtgeweben überziehen, je nachdem es besondere Verhältnisse erfordern. Den oberen
Ueberzug wird man naturgemäfs nur dann anwenden, wenn das betreffende Oberlicht noch
durch ein besonderes Glasdach gegen die Einwirkung von Atmosphärilien geschützt ist.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Ein Verfahren zur Herstellung von Glasplatten mit Metallüberzug, darin bestehend, dafs ein Drahtgewebe, Drahtnetz, Drahtgitter oder ein aus Stäben oder Streifen bestehendes Geflecht mittelst einer geeigneten OeI- oder Harzmasse einerseits oder beiderseits auf der Glasplatte befestigt bezw. mit dieser verbunden wird.
Bei dem unter 1. geschützten Verfahren der Ersatz der Drähte, Stäbe oder Streifen durch gelochte Platten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE65568T | 1892-05-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65568C true DE65568C (de) | 1892-11-19 |
Family
ID=34608287
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189265568D Expired DE65568C (de) | 1892-05-11 | 1892-05-11 | Verfahren zur Herstellung von Glasplatten mit Metallüberzug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65568C (de) |
-
1892
- 1892-05-11 DE DE189265568D patent/DE65568C/de not_active Expired
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