DE653840C - Vorrichtung zur Ableitung der Abgase fuer Fahrzeuge mit Dampfmaschinen- oder Brennkraftmaschinenantrieb - Google Patents
Vorrichtung zur Ableitung der Abgase fuer Fahrzeuge mit Dampfmaschinen- oder BrennkraftmaschinenantriebInfo
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- DE653840C DE653840C DESCH109557D DESC109557D DE653840C DE 653840 C DE653840 C DE 653840C DE SCH109557 D DESCH109557 D DE SCH109557D DE SC109557 D DESC109557 D DE SC109557D DE 653840 C DE653840 C DE 653840C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C17/00—Arrangement or disposition of parts; Details or accessories not otherwise provided for; Use of control gear and control systems
- B61C17/04—Arrangement or disposition of driving cabins, footplates or engine rooms; Ventilation thereof
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Description
Es ist bekannt, bei Dampflokomotiven in Verbindung mit dem Schornstein eine düsenartig
wirkende Einrichtung zum Fortleiten der Rauchgase anzuordnen, um die Rauchgase nach Verlassen des Schornsteins möglichst
schnell zu verdünnen und dabei die Blasrohrwirkung zu unterstützen. Die Einrichtung
ist in der Weise ausgeführt, daß der Schornstein und das Blasrohr in der Fahrtrichtung
ίο der Lokomotive rückwärts geneigt und von
der Stirnseite der Lokomotive ausgehende Lenkbleche angeordnet sind, welche an der
Schornsteinmündung zusammen mit dem Kesselmantel einen düsenförmigen Spalt bilden.
Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß die äußere Begrenzung des düsenartigen
Spaltes durch einen etwa stromlinienförmigen Leitflügel gebildet wird, welcher mit der
entsprechend angeordneten und gestalteten Schornsteinmündung oder mit einem haubenförmigenTeil
des Abzugrohres eine strömungstechnisch wirksame Düse ergibt. Diese Einrichtung nach der Erfindung zeichnet sich
neben ihrem besseren Wirkungsgrade durch ihren geringen Raumbedarf aus. Infolgedessen
kann die Vorrichtung bei Kraftfahrzeugen entweder auf dem Fahrzeugdach oder auch
an der unteren Seite des Fahrzeuges eingebaut werden, ohne den Fahrwiderstand in. unerwünschter
Weise zu erhöhen. Der Luftleitflügel kann unter verschiedenen Winkeln einstellbar angeordnet werden, um die Spaltweite des Düsenraumes, etwa mit Rücksicht
auf verschiedene Fahrgeschwindigkeiten, verändern zu können.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des 'Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. ι zeigt in einem senkrechten Längsschnitt
die Vorrichtung nach der Erfindung bei dem Schornstein einer Dampflokomotive.
Abb. 2 ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie Π-Π der Abb. i.
Die Abb. 3 und 4 zeigen zwei Ausführungsformen der Vorrichtung für das Auspuffrohr
eines Kraftwagens.
' In Abb. ι und 2 bezeichnet 1 die Rauchkammer
der Lokomotive und 2 den Schornstein, dessen Oberteil 3 mit einer rückwärts gerichteten
Ausströmöffnung 4 versehen ist. Der „ haubenartig über den Rauchkammermantel
vorstehende Teil des Aufsatzes 3 ist angenähert stromlinienförmig gewölbt. Über dem
Schornsteinaufsatz 3 ist ein etwa stromlinienförmiger Luftleitflügel 5 angeordnet. Der
Leitflügel 5 bildet zusammen mit dem Schorn-Steinaufsatz 3 einen breiten düsenartigen Spalt
mit einer engsten Stelle 6 und einer sich verbreiternden Austrittsöffnung. Seitlich ist der
Spalt durch Leitbleche 7 begrenzt, welche den Leitflügel 5 tragen, der an den Blechen starr '60
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Willy Rieger in Kassel-Wilhelmshöhe.
befestigt oder mittels einer Achse 8 schwenkbar gelagert sein kann.
Bei höherer Fahrgeschwindigkeit \vird durch den Fahrtwind in dem düsenförmige.ir
Raum der Abzugsvorrichtung ein Unterdruck; erzeugt, dessen Höhe abhängig ist einerseits*
von der Fahrgeschwindigkeit, andererseits von der Form der Düse. Bei schwenkbarer
Lagerung des Leitflügels kann der Anstellwinkel der Leitfläche und damit auch die
Saugwirkung verändert werden. Eine solche Einrichtung kann z. B. in Frage kommen für
Fahrzeuge mit stark schwankenden Fahrgeschwindigkeiten oder auch, um den verl-S
schiedehen Windverhältnissen Rechnung zu tragen.
In der Haubenabdeckung des Schornsteinaufsatzes 3 ist etwa in der Verlängerung des
Schornsteins eine durch eine Klappe 9 verschlossene an sich bekannte Öffnung vorgesehen.
Die Klappe wird geöffnet, um bei Stillstand des Fahrzeuges, z. B. beim Aufenthalt
auf Stationen oder beim Anheizen im Schuppen, den Abzug deir Rauchgase nach
oben zu ermöglichen.
Bei Fahrzeugen, die durch Brennkraftmaschinen angetrieben sind, findet die Erfindung
Anwendung als Auspuffvorrichtung. Die Auspuffhaube, in welche das Auspuffrohr
einmündet, ist im wesentlichen stromlinenförmig begrenzt und bildet zusammen mit
dem etwa stromlinienförmigen Leitkörper den Düsenraum zur Ableitung der Abgase. Abb. 3
zeigt eine derartige auf dem Dach des Fahrzeuges angeordnete Auspuffvorrichtung. Es
bezeichnet 10 die Auspuffhaube, in welche das Auspuffrohr 12 einmündet, 13 den Leitflügel
und 14 die engste Stelle des Düsenraumes. Die Auspuffschlitze 13 führen in einen in der
40- Auspuffhaube 10 ausgebildeten Kanal 16, der
hinter der engsten Stelle 14 in den Düsenraum ausmündet. Durch entsprechende Bemessung
der einzelnen Bauteile kann schon bei gewöhnlicher Fahrgeschwindigkeit innerhalb
der Auspuffvorrichtung eine Mischung der Auspuffgase mit Luft im Verhältnis 1:50
erfolgen, so daß kurz nach dem Verlassen der Auspuffvorrichtung die Gase so stark verdünnt
sind, daß eine Geruchsbelästigung nicht mehr eintritt. Auch bei dieser Auspuffvorrichtung
kann der Luftleitflügel 13 einstellbar angeordnet werden.
Die neue Auspuffvorrichtung wird auch bei
hoher Fahrgeschwindigkeit den Luftwiderstand kaum nennenswert vergrößern. Dafür
wird aber, eine so wirksame Verdünnung der Auspuffgase erreicht,: daß auch bei Verwendung
von Schwerölen als Brennstoff, z. B. bei Dieselfahrzeugen, eine Belästigung durch die
Auspuffgase nicht mehr zu befürchten ist. Weiterhin wird durch den im Düsenraum erzeugten Unterdruck die Motorenleistung
gesteigert.
Um eine noch wirksamere Unterteilung '.und Dürchmischung der Auspuffgase zu er-
!^reichen, ohne die Abmessungen der Auspuff-■■
verrichtung nennenswert zu vergrößern, kann auch der Luftleitflügel 17 als Auspuffraum
ausgenutzt werden. Es wird dann ein Teil der Auspuffgase in den Hohlraum des Luftleitflügels
eingeführt. Bei dem Ausführungsbeispiel der Abb. 4 ist der Hohlraum des Flügels 17 durch eine Rohrleitung 18 mit der
Auspuffhaube 10 verbunden. Ebenso wie in
der Auspuffhaube ist im Leitflügel 17 ein in den Düsenraum der Auspuffvorrichtung aus-"
mündender Kanal 19 ausgebildet, in welchen die Auspuffgase durch Ausströmschlitze 20
austreten. Im Düsenraum wird zwischen die beiden Teilströme der Auspuffgase der von
der engsten Stelle 14 der Düse kommende Luftstrahl eingeleitet und dadurch eine sehr
wirksame Durchmischung und Verdünnung der Auspuffgase erreicht.
Die neue Auspuffvorrichtung kann anstatt auf dem Dache des Fahrzeuges gegebenenfalls
auch unter dem Fahrzeugrahmen angeordnet werden, wo sie nicht viel mehr Platz
beansprucht als die gebräuchlichen Auspufftöpfe.
Unter Umständen ist es vorteilhaft, die erfindungsgemäß düsenartig ausgebildeten, zur
Ableitung der Rauchgase dienenden Spalte seitlich vom Abzugsrohr anzuordnen. Eine
solche Ausführung kann z. B. mit Rücksicht auf das zur Verfügung stehende Durchgangsprofil
der Eisenbahn gewählt werden oder um bei Anordnung der Abzugsvorrichtung an der unteren Seite des Fahrzeuges eine bestimmte
Höhe oberhalb des Bodens einzuhalten. Die Ausführung erfolgt dann in der Weise, daß
seitlich vom Abzugsrohr hochkant stehende Luftleitkörper angeordnet werden. Mit den
beiden düsenartigen Spalten steht die hintere Austrittsöffnung der Haube des Abzugsrohres
in Verbindung. Gegebenenfalls kann zusätzlich zu den seitlichen Spalten ein Abzugsspalt
auch noch über bzw. unter der Haube des Abzugsrohres vorhanden sein.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zur Ableitung der Abgase für Fahrzeuge mit Dampfmaschinen- oder Brennkraftmaschinenantrieb mit einem an der Austrittsöffnung des Abzugsrohres durch Lenkwände ausgebildeten düsenartigen Spalt, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Begrenzung des düsenartigen Spaltes ein etwa stromlinienförmiger Leitflügel (5) bildet, der mit der entsprechend angeordneten und gestalteten Schornstein-053840mündung (4) oder mit einem haubenförmigen Teil des AbzUgsrohres eine strömungstechnisch wirksame Düse ergibt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 für Fahrzeuge mit Brennkraftmaschinen, da·5" durch gekennzeichnet, daß das Auspuff-· rohr in eine etwa als halber Stromlinienkörper ausgebildete Haube (10) ausmündet, die zusammen mit dem Leitflügel(13) den düsenartigen Spalt bildet, hinter dessen engster Stelle die Auspuffgase austreten.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Auspuffgase in den Hohlraum des Leitflügels (17) eingeführt wird, aus dem die Abgase ebenfalls hinter der engsten Stelle des Düsenraumes austreten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH109557D DE653840C (de) | 1936-03-21 | 1936-03-21 | Vorrichtung zur Ableitung der Abgase fuer Fahrzeuge mit Dampfmaschinen- oder Brennkraftmaschinenantrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH109557D DE653840C (de) | 1936-03-21 | 1936-03-21 | Vorrichtung zur Ableitung der Abgase fuer Fahrzeuge mit Dampfmaschinen- oder Brennkraftmaschinenantrieb |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE653840C true DE653840C (de) | 1937-12-04 |
Family
ID=7448928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH109557D Expired DE653840C (de) | 1936-03-21 | 1936-03-21 | Vorrichtung zur Ableitung der Abgase fuer Fahrzeuge mit Dampfmaschinen- oder Brennkraftmaschinenantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE653840C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3952823A (en) * | 1972-07-10 | 1976-04-27 | Hinderks M V | Vehicle gas extractor |
| US4465154A (en) * | 1979-06-29 | 1984-08-14 | Hinderks M V | Vehicle gas extractor |
| DE19705914A1 (de) * | 1997-02-19 | 1998-08-27 | Blaj Adrian | Aktiver Auspuff oder Verfahren (Motor) zur Erzeugung von Triebkraft und zur Optimierung der Energieausnutzung, insbesondere bei Brennkraftmaschinen |
-
1936
- 1936-03-21 DE DESCH109557D patent/DE653840C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3952823A (en) * | 1972-07-10 | 1976-04-27 | Hinderks M V | Vehicle gas extractor |
| US4465154A (en) * | 1979-06-29 | 1984-08-14 | Hinderks M V | Vehicle gas extractor |
| DE19705914A1 (de) * | 1997-02-19 | 1998-08-27 | Blaj Adrian | Aktiver Auspuff oder Verfahren (Motor) zur Erzeugung von Triebkraft und zur Optimierung der Energieausnutzung, insbesondere bei Brennkraftmaschinen |
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