DE653422C - Verfahren zum Pruefen von Gehaeusen fuer elektrische Apparate und Maschinen auf Widerstandsfaehigkeit gegen Explosionsdruck - Google Patents

Verfahren zum Pruefen von Gehaeusen fuer elektrische Apparate und Maschinen auf Widerstandsfaehigkeit gegen Explosionsdruck

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DE653422C
DE653422C DES115577D DES0115577D DE653422C DE 653422 C DE653422 C DE 653422C DE S115577 D DES115577 D DE S115577D DE S0115577 D DES0115577 D DE S0115577D DE 653422 C DE653422 C DE 653422C
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DE
Germany
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explosion
housing
pressure
tested
explosives
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Expired
Application number
DES115577D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Herbert Weissheimer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/32Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying repeated or pulsating forces

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Pathology (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Prüfen von Gehäusen für elektrische Apparate und Maschinen auf Widerstandsfähigkeit gegen Explosionsdruck Die Prüfung von Gehäusen für elektrische Maschinen, Schalter, Transformatoren o. dgl. auf Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Explosionsdruck erfolgt im allgemeinen in der Weise, daß das zu prüfende Gehäuse unter Preßluft oder Flüssigkeitsdruck gesetzt oder mit einem explosiven Gasgemisch gefüllt wird, das innerhalb des Gehäuses zur Zündung gebracht wird. Bei allen diesen Verfahren sind Druckbehälter für die Luft, das Wasser oder das Gas erforderlich, die die Prüfanlage wesentlich verteuern und bei Anwendung von explosivem Gas oder hochgespannter Druckluft gefährlich machen.
  • Die Prüfung mit Preßluft oder Preßflüssigkeit setzt eine allseitige Abdichtung des Gehäuses voraus. Diese ist oft kaum möglich oder zum mindesten sehr umständlich. Bei der Verwendung von Preßflüssigkeit wird das ganze Gehäuse naß und muß nachträglich wieder ausgetrocknet werden. Bei Anwendung explosiver. Gasgemische kann durch undichte Stellen das Gas in die Umgebung austreten und zu unbeabsichtigten Explosionen führen.
  • Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung erfolgt die Prüfung zwar ebenfalls mittels eines im Innern des zu prüfenden Gehäuses wirkenden Prüfdruckes, der durch eine im Innern des zu prüfenden Gehäuses selbst oder in einem an dieses Gehäuse angeschlossenen Raum stattfindende Explosion erzeugt Wird, doch wird hierbei erfindungsgemäß die Explosion durch eine oder mehrere Ladungen von nicht gasförmigen Sprengstoffen, z. B. Patronen, hervorgerufen. Um eine möglichst gleichmäßige Druckverteilung zu erzielen., kann vorteilhafterweise die Sprengstoffladung räumlich verteilt angeordnet werden. Der durch die Explosion der nicht gasförmigen Sprengstoffe hervorgerufene Druck !kann entweder unmittelbar durch mehrere 'räumlich, getrennte öffnungen in das Innere des zu prüfenden Gehäuses weitergeleitet werden oder mittelbar durch Luftsäulen, die in einer druckfesten Leitung eingeschlossen sind. Werden die Ladungen in dem Maschinengehäuse selbst zur Explosion gebracht oder läßt man die Explosionsgase direkt in das Gehäuse auspuffen, so werden am besten nur solche Explosivstoffe verwendet, die keine zu heißen, gefährlichen und insbesondere keine korrodierenden Gase und keine Asche erzeugen. Unter Umständen kann man zum Schutze der Maschine gegen Verunreinigungen zwischen dem Explosionsraum und dem Maschinengehäuse ein die Asche abfangendes und die Explosionsgase abkühlendes Filter einschalten.
  • Die Erfindung soll an Hand der Abbildung näher erläutert werden.
  • i` ist eine elektrische Maschine, deren Gehäuse auf Widerstandsfähigkeit gegen Explosionsdruck geprüft werden soll. 2 ist ein Sicherheitsventil und 3 ein eine Ladung enthaltende:, mit elektrischer Zündung versehmer Kopf, der mit dem Gehäuse lösbar verbunden ist. Die Zündleitung, die beispielsweise durch einen Stecker mit dem Kopf 3 verbunden @v, den kann, wird durch Niederdrücken e, Knopfes 5 betätigt. Es empfiehlt sich, Lad' gen mit verhältnismäßig geringer Brisanz, also verhältnismäßig langsam abbrennende Ladungen, zu verwenden, damit sich bei der Explosion der Gasdruck gleichmäßig auf das ganze Gehäuse verteilen kann -und Zerstörungen von Maschinenteilen in der Nähe des Kopfes 3 verhütet werden. Unter Umständen kann in den Explosionsgas-veg zwischen dem Kopf 3 und dem Gehäuse i eine Drosseleinrichtung eingeschaltet werden, die ein allzu heftiges Auspuffen der Explosionsgase in das Maschinengebäuse verhütet. Der Kopf 3 kann auch mehrere getrennte Ladungen enthalten, die in bestimmten Zeitabständen nacheinander, beispielsweise durch einen Verteilerschalter, gezündet werden.
  • Eine solche Ausführung bietet den Vorteil, daß für die verschiedenen Gehäusetypen der Prüfdruck durch Zündung einer oder mehrerer Ladungen bequem eingestellt werden kann. Unter Umständen kann- man die Zahl der Zündungen durch ein- an das Gehäuse angeschlossenes Manometer derart steuern, - daß ein vorgeschriebener Prüfdruck nicht überstiegen wird. So kann man z. B. durch ein Manometer selbsttätig bei Erreichung eines bestimmten Druckes einen - Teil der Zündkontakte abschalten oder den Weg des über die Zündkontakte bewegten Schalterteiles begrenzen lassen.
  • Die Zündung kann auch wie bei. Gewehren oder Geschützen durch einen Abzugshahn oder eine Abzugsleine in bekannter Weise bewirkt werden. Unter Umständen kann man auch unter Fortlassung des Kopfes 3 bei der Prüfung des Gehäuses eine oder mehrere Patronen einlegen, die durch Zündschnur oder von außen her elektrisch zur Entladung gebracht werden. Durch Anwendung einer größeren .oder kleineren Patronenzahl läßt sich der Prüfdruck leicht auf die gewünschte Stärke einstellen; auch kann man durch richtige Verteilung der Patronen im Gehäuseinnern den Explosionsdruck darin an allen Stellen möglichst gleich groß halten.
  • Man kann das Eindringen der Explosionsgase ins Maschinengehäuse ganz oder teilweise vermeiden, wenn man zwischen dem Explosionsraum und dem Gehäuse eine genügend lange, mix Luft oder einem anderen unschädlichen Gas ausgefüllte Rohrleitung so großen Querschnittes einschaltet, daß sich der Explosionsdruck durch die Luft oder durch dieses Gas hindurch in "genügender Stärke bis ins Innere des Gehäuses fortpflanzen kann.
  • Am einfachsten wird der gewünschte" Fr Üf-,,druck dadurch erreicht, daß man für jede ehäusetype durch Versuche die erforderliche xplosionsstoffmenge feststel;t und, falls zwischen dem Explosionsraum und dem Gehäuse eine Drosselvorrichtung eingeschaltet ist, die richtige Einstellung dieser Drosseln ermittelt. Für die laufende Prüfung der Gehäusetypen kann die erforderliche Explosi.onssboffmenge durch Abmessen, Abwägen, Abzählen von Tabletten o. dgl. genau dosiert werden. So kann man z. B. für die verschiedenen Gehäusetypen Patronen oder sonstige Explosivstoffbehälter bestimmter Größe auf Vorrat halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Prüfen von Gehäusen für elektrische Apparate und Maschinen auf Widerstandsfähigkeit gegen Explosionsdruck mittels eines im Innern des zu prüfenden Gehäuses wirkenden Prüfdruckes; der durch eine im Innern des zu prüfenden Gehäuses selbst oder in einem an dieses Gehäuse angeschlossenen Raum stattfindende Explosion erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Explosion durch eine oder mehrere Ladungen von nicht gasförmigen Sprengstoffen, z. B. Patronen, hervorgerufen wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengstoffladungen räumlich verteilt angeordnet werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Explosionsdruck mittelbar, insbesondere mittels einer in einer druckfesten Leitung eingeschlossenen Luftsäule in das Gehäuseinnere weitergeleitet wird. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Explosionsdruck durch mehrere räumlich getrennte öffnungen-in das Innere des zu prüfenden Gehäuses weitergeleitet -wird. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Explosionsraum und dem zu prüfenden Gehäuse eine einstellbare Drosselvorrichtung eingeschaltet wird. 6. Verfahren nach Anspruch i oder folgenden, dadurch "gekennzeichnet, daß mehrere Teilladungen nacheinander gezündet werden. 7. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Explosionsraum und dem zu prüfenden Gehäuse ein Filter eingeschaltet -wird, das die bei der Explosion entstehenden schädlichen Verbrennungsstoffe aufnimmt. B. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Explosionsraum und dem Gehäuse ein Gitter o. dgl. aus wärmeleitendem Material eingeschaltet wird, das den Explosionsgasen wenigstens einen Teil der Hitze entzieht. g. Verfahren nach Anspruch i, dadurch'' gekennzeichnet, daß Explosionsstoffe verhältnismäßig ge_ingef Brisanz verwendet werden. io. Ve.fahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Explosi:stoffe, die ohne Asche bei verhä:tnismäßig niedri.-er Temperatur und ohne Erzeugung korrodierender oder gefährlicher Gase verbrennen, verwendet werden.
DES115577D 1934-10-03 1934-10-03 Verfahren zum Pruefen von Gehaeusen fuer elektrische Apparate und Maschinen auf Widerstandsfaehigkeit gegen Explosionsdruck Expired DE653422C (de)

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