DE2463045C2 - Gasdichtes Ventil für Maschinen zum thermischen Entgraten von Werkstücken - Google Patents
Gasdichtes Ventil für Maschinen zum thermischen Entgraten von WerkstückenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K11/00—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves
- F16K11/10—Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with two or more closure members not moving as a unit
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Description
Die Erfindung betrifft ein gasdichtes Ventil für Maschinen zum thermischen Entgraten von Werkstücken
mittels Temperatur- und Druckstößen, welches den Gaseinlaß zu einem Brennraum steuert, wobei dem
Brennraum wenigstens ein Brenngas einerseits und Sauerstoff andererseits über getrennt Zuleitungen mit getrennten
Ventilen zugeführt werden, die bei der explosionsartigen Verbrennung des Gas£ .misches geschlossen
sind.
Durch den Prospekt »Thermisches Entgraten von Metallen und Kunststoffen« der Robert Bosch Industrieausrüstung
GmbH, Ausgabe 9/73 ist eine thermische Entgratanlage mit einem Mischblock bekannt, der
u. a. zwei Zuführbohrungen für Wasserstoff und Sauerstoff aufweist. Diese münden in eine Stufenbohrung, in
welcher hydraulisch betätigte, gasdichte Hauptventile angeordnet sind. Der zentrale Teil der Stufenbohrung
dient als Misch- und Brennraum, in welchem sich die beiden Gaskomponenten miteinander vermischen und
das zündfähige Gemisch nach dem Schließen der Ventile gezündet wird. Die Länge der als Misch- und Brennraum
dienenden Bohrung beträgt ca. 2 cm. Bei dieser bekannten Baurt sind die Ventilsitze den bei der Explosion
des Gasgemisches auftretenden hohen Temperatur- und Druckbelastung praktisch unmittelbar ausgesetzt
und unterliegen daher einem sehr hohen Verschleiß.
Eine weitere bekannte Ventilanordnung nach der US-PS 11 54 868 dient zum Einlassen von Öl und Wasser
in eine Kammer, in welcher die Flüssigkeiten miteinander vermischt werden. Beim Austritt aus einer Kammerdüse
wird die Emulsion zu einem brennbaren Gemisch aus Wasser- und ölpartikeln zerstäubt. Die Ventile
dieses Brenners sind thermisch nicht oder nur unwe= sentlich belastet, da die Verbrennung kontinuierlich außerhalb
der Mischkammer erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ventil zu schaffen, welches auch unter extrem schwierigen Arbeitsbedingungen,
insbesondere bei höchsten Drücken und bei hohen thermischen Schockbeanspruchungen, eine
einwandfreie Betriebssicherheit auch nach längerer Betriebszeit noch gewährleistet und gegen leichte Verschmutzungen
unempfindlich ist. Weiterhin soll Vorsorge getroffen werden, daß Beschädigungen des Ventils,
insbesondere ein Ausbrand des Ventilsitzes, gar nicht auftreten können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen die Vermischungsstelle von Brenngas und
Sauerstoff und die Ventile Leitungsstücke von solcher Länge eingefügt sind, daß deren Inhalt an für sie'·; allein
nicht brennbarem Gas, das bei der Explosion des Gasgemisches im Brennraum komprimiert wird und ein die
Ventile von der Mischkammer thermisch isolierendes Schutzpolster bildet, eine direkte Berührung der Ventile
mit brennendem Gas verhindert
Bei einer gasdichten Ventilanordnung für Maschinen zum thermischen Entgraten von Werkstücken, bei dcnen
ein Brenngas und Sauerstoff über getrennte Zuleitungen mit getrennten Ventilen einem Brennraum zugeführt
werden, ist die erfindungsgemäße Ausbildung vorteilhaft da auf diese Weise ein Schutz der Ventile vor
direkter Berührung mit brennendem Gas erreicht wird.
Ein Ausbrennen der Ventile wird weitgehend verhindert. Bei der explosionsartigen Verbrennung des Gases
im Brennraum nach dem Schließen der Ventile wird die Gassäule in den Leitungen komprimiert und bildet ein
Schutzpolster zwischen heißem verbranntem Gas und Ventil.
Die Erfindung ist anhand der Abbildung in der folgenden Beschreibung näher erläutert. Die Abbildung zeigt
einen Schnitt durch eine Ventilanordnung für eine Maschine zum thermischen Entgraten.
In der Figur ist mit 10 ein Gehäuse der Ventilanordnung bezeichnet, welches mit Schrauben 11 beispielsweise
an einer nichtdargestellten Maschine zum thermischen Entgraten befestigbar ist. In dem Gehäuse 10 sitzen
zwei Ventile 12 und 13, von denen nur das Ventil 12 voiiständig dargesteiit ist. Weiterhin ist in dem Gehäuse
10 eine Zündkerze 14 befestigt, welche zum Zünden eines Gasgemisches aus Wasserstoff und Sauerstoff
dient.
Der Wasserstoff und der Sauerstoff werden über die Ventile 12 und 13 dosiert eingelassen, sie vermischen
sich in einem Raum 15, der über eine Zuleitung 16 mit einem nicht dargestellten Brennraum verbunden ist.
Die Ventile 12 und 13 sind gleich aufgebaut; es wird im folgenden nur das Ventil 12 beschrieben. Dieses bcsitzt
einen zylindrischen Stößel 17. der in einer fest im Gehäuse 10 verankerten Führung 18 geführt ist. Am
vorderen Ende des Stößels 17 befindet sich zunächst ein verjüngter Abschnitt 19, welcher lediglich zum leichteren
Einführen des Stößels in das Gehäuse leicht konisch ausgebildet ist. Hieran schließt sich ein zweiter konischer
Abschnitt 20 sowie ein zylindrischer Abschnitt 21 an. Mit einer Schulter 22 am vorderen Ende des Abschnitts
19 wird der Stößel 17 durch eine äußere Kraft P gegen ein ringfömiges Metallteil 23 gedrückt, an d;is
sich eine im wesentlich ringförmige Dichtung 24 aus Polytetrafluoräthylenharz (TEFLON) anschließt. Auf
die Dichtung 24 folgt wiederum ein Metallteil 25, das im Gehäuse 10 verschraubt ist.
Das Material der Dichtung 24 ist plastisch verformbar, der auf die Dichtung ausgeübte Druck P pflanzt sich
etwa nach allen Richtungen gleichmäßig fort. So wird eine einwandfreie Dichtung einerseits an dem konischen
Abschnitt 20 des Stößels 17 und andererseits an der Innenwandung der Bohrung 26 erreicht, in welcher der
Stößel 17 geführt ist. Der vordere Abschnitt 25a des Mctallteils 25 bildet eine Hülse, in die der zylindrische
Abschnitt 21 des Stößels 17 im geschlossenen Zustand des Ventils hneinnigt. Dieser vordere Abschnitt 25;/
,vird durch den von der Dichtung 24 ausgeübten Druck
eicht verformt und liegt ebenfalls fest an dem zylindriichen Abschnitt 21 des Stößels 17 an.
Zwischen das Ventil 13 und den Raum 15, in dem sich Jie zugeführten Gase vermischen, ist ein längeres Leilungsstück
27 eingefügt. In dieser Zuleitung wird das nicht vermischte Gas bei der Verbrennung komprimiert
und schützt das Ventil 13 vor den Verbrennungseinflüssen, d. h. bei der explosionsartigen Verbrennung des
Gases im Brennraum nach dem Schließen der Ventile wird die Gassäule in den Leitungen komprimiert und
bildet ein Schutzpolster zwischen dem heißen verbrannten Gas und den Ventilen.
Die erfindungsgemäße Ventilanordnung eignet sich in hervorragender Weise zum Abdichten des Brennr;iums
ei:.er Maschine zum thermischen Entgraten, es sind jedoch auch eine Anzahl weiterer Anwendungsfälle
möglich, in denen das Ventil mit ähnlich gutem Erfolg eingesetzt werden kann. Hierzu gehören neben Maschinen
zum Umformen oder Pressen auch Kraftmaschinen, insbesondere Gasmotoren, bei denen hohe Beanspruchungen
eines Ventils zwischen Brennraum und Zuleitung auftreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Claims (1)
- Patentanspruch:Gasdichtes Ventil für Maschinen zum thermischen Entgraten von Werkstücken mittels Temperatur- und Druckstößen, welches den Gaseinlaß zu einem Brennraum steuert, wobei dem Brennraum wenigstens ein Brenngas einerseits und Sauerstoff andererseits über getrennte Zuleitungen mit getrennten Ventilen zugeführt werden, die bei der explosionsartigen Verbrennung des Gasgemisches geschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Vermischungsstelle (15) von Brenngas und Sauerstoff und die Ventile (12, 13) Leitungsstücke (27) von solcher Länge eingefügt sind, daß deren Inhalt an für sich allein nicht brennbarem Gas, das bei der Explosion des Gasgemisches im Brennraum komprimier» wird und ein die Ventile (12,13) von der Mischkammer (15) thermisch isolierendes Schutzpolster bildet, eine direkte Berührung der Ventile mit brennendem Gas verhindert
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2463045A DE2463045C2 (de) | 1974-05-17 | 1974-05-17 | Gasdichtes Ventil für Maschinen zum thermischen Entgraten von Werkstücken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2463045A DE2463045C2 (de) | 1974-05-17 | 1974-05-17 | Gasdichtes Ventil für Maschinen zum thermischen Entgraten von Werkstücken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2463045C2 true DE2463045C2 (de) | 1986-03-13 |
Family
ID=5935087
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2463045A Expired DE2463045C2 (de) | 1974-05-17 | 1974-05-17 | Gasdichtes Ventil für Maschinen zum thermischen Entgraten von Werkstücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2463045C2 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1154868A (en) * | 1913-11-24 | 1915-09-28 | Clyde D Mchenry | Emulsifier. |
| US1230212A (en) * | 1916-04-06 | 1917-06-19 | Charles Petran | Oil-burner. |
-
1974
- 1974-05-17 DE DE2463045A patent/DE2463045C2/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1154868A (en) * | 1913-11-24 | 1915-09-28 | Clyde D Mchenry | Emulsifier. |
| US1230212A (en) * | 1916-04-06 | 1917-06-19 | Charles Petran | Oil-burner. |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Prospekt "Thermisches Entgraten von Metallen und Kunststoffen" der Robert Bosch IndustrieausrüstungGmbH, Ausgabe 9/73 * |
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