DE651085C - Vorrichtung zum Waschen, Mischen oder Aufloesen von koernigen Stoffen, z. B. Salzen - Google Patents

Vorrichtung zum Waschen, Mischen oder Aufloesen von koernigen Stoffen, z. B. Salzen

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DE651085C
DE651085C DES99898D DES0099898D DE651085C DE 651085 C DE651085 C DE 651085C DE S99898 D DES99898 D DE S99898D DE S0099898 D DES0099898 D DE S0099898D DE 651085 C DE651085 C DE 651085C
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Description

  • Vorrichtung zum Waschen, Mischen oder Auflösen von körnigen Stoffen, z. B. Salzen Zum Waschen, Mischen oder Auflösen von körnigen Stoffen hat man als einfachste Vorrichtung bisher einen langgestreckten Behälter von möglichst großer Länge benutzt, auf dessen Grund sich etwa eine Mischschnecke dreht, die. den Stoff dauernd durchrührt bzw. aufwirbelt, wobei der Stoff gleichzeitig in der Längsrichtung des Behälters vorwärts bewegt wird. Hierbei kann eine Bewegung des Stoffes im Gleich- oder Gegenstrom zu der verwendeten Flüssigkeit erhalten werden. Bekenntlich weisen solche Vorrichtungen den Nachteil auf, daß die über der Mischschnecke befindliche Flüssigkeit mit dem Stoff nur ungenügend in Berührung kommt, so daß die Auflösung langsam vor sich geht.
  • Es ist daher auch schon bekannt, die Flüssigkeit in einer Vorrichtung eine auf und ab steigende Bewegung ausführen zu lassen. Zu diesem Zweck wird innerhalb eines Behälters ein mit einem Schraubenschaufler versehenes Ansaugrohr angeordnet, wobei der Stoff zusammen mit der Flüssigkeit nach oben gesaugt und dann außerhalb des Rohres wieder nach unten gefördert wird, worauf ein neues Ansaugen stattfindet. Sofern solche Vorrichtungen große Leistungen haben sollen, müssen sie verhältnismäßig groß ausgeführt werden, oder es müssen mehrere Einheiten hintereinandergeschaltet werden, was jedoch umständlich ist. Nach der Erfindung wird vorgeschlagen, in einen langgestreckten Behälter mehrere der erwähnten Schraubenschaufler hint, er, einand, erzuschalten, die jeweils in bekannter Weise innerhalb von Ansaugrohren angeordnet sind, und es werden ferner zwischen den Ansaugrohren in ihrer Neigung verstellbare Leitflächen vorgesehen. Eine solche Ausbildung einer Wasch-, Misch- oder Auflösungsvorrichtung zeichnet sich zunächst dadurch aus, daß infolge der Hintereinanderschaltung innerhalb eines einzigen Behälters ein einfacher Aufbau vorhanden ist, und darüber hinaus kann infolge der verstellbaren Leitflächen der Durchgang des Stoffes durch die Vorrichtung in beliebiger Weise geregelt werden. Je nach der Schnelligkeit, mit der z. B. eine Auflösung vor sich geht, kann der Stoff schneller oder langsamer gefördert werden, und es kann schließlich durch entsprechendes Verstellen der Leitflächen sowohl im Gegenstrom als auch im Gleichstrom gearbeitet werden.
  • Langgestreckte Behälter sind, wie eingangs erwähnt wurde, in Verbindung mit den Rührschnecken schon bekannt. Es ist auch an sich bekannt, mehrere Schraubenschaufler in einem gemeinsamen Behälter anzuordnen; jedoch handelt es sich hier nicht um Hiptereinanderschaltung, sondern es sind bei der bekannten Anordnung mehrere Schraubenschaufler etwa auf einem Kreise innerhalb eines kreisförmigen Behälters vorgesehen.
  • Verstellbare Leitflächen, obwohl diese in der Technik an sich auch bekannt sind, finden sich bei der bekannten Anordnung ebenfalls nicht, so daß die gekennzeichnete Wirkungsweise der Erfindung, nämlich die Möglichkeit der Beeinflussung des Durchganges des Stoffes, nicht vorhanden ist.
  • Auf der Zeichnung sind schematisch einige Ausführungsbeispiele der Erfindung im Quer-und Längsschnitt dargestellt.
  • Die neue Anordnung besteht in der Anwendung mehrerer Schraubenschaufler A (Fig. I und 2) mit senkrechter oder geneigter Achse von bekannter Bauart, die einzeln oder im ganzen in beliebiger Weise angetrieben werden und in Reihe in den Wasch- oder AuflösungstrogB eingebaut sind, um einen dauernd erneuerten innigen Kontakt des zu waschenden oder aufzulösenden Stoffes mit der Flüssigkeit zu sichern.
  • Der Wasch- oder Auflösungstrog B kann in der Richtung der waagerechten Bewegung der Flüssigkeit und des Stoffes eine einzige oder mehrere Kammern umfassen.
  • Jede Kammer hat eine nach unten konisch zulaufende Form, derart, daß das Material, welches sich absetzt, die Neigung hat, sich nach der Mitte der Kammern anzusammeln, d. h. längs einer Linie zu den untersten Stellen der Kammern (Fig. I und 2).
  • In jeder Kammer sind ein oder mehrere SchraubenschauflerA eingebaut, welche durch Zwischenschaltung eines Rohres C aus dem unteren Teil der Kammer Flüssigkeit ansaugen. Das untere Ende des Rohres C hat einen solchen Querschnitt, daß die durch den Schraubenschaufler bewirkte Geschwindigkeit der Flüssigkeit den Stoff, welcher sich abgesetzt hat, in eine aufsteigende Bewegung versetzt und eine solche Form, daß kein Teil des Stoffes der Saugwirkung entgehen und auf dem Boden des Troges verbleiben kann.
  • Die unteren Teile der Kammern sind konisch, in ein, er Richtung parallel zu der waagerechten Fortbewegung des Stoffes gehalten, derart, daß der Boden der Vorrichtung sich der Form einer fortlaufenden Rinne nähert.
  • Die Saugmündung hat eine in der Richtung der Vorwärtsbewegung des Stoffes verlängerte Form, derart, daß dîeaufeinanderfolgenden Mündungen der Ansaugrohre C sich berühren, um in ihrer Gesamtheit eine über die ganze Länge des Wasch- oder Auflösungstroges B verteilte Saugwirkung zu sichern, wie es beispielsweise in Fig. 2 dargestellt ist.
  • Während die Länge der Mündungen in irgendeiner beliebigen Art oder im besonderen durch die Länge der Kammern bestimmt ist, wird die Breite der Mündungen durch die notwendige Sauggeschwindigkeit bestimmt, und von dieser Breite hängt die Form ab, die dem unteren Teil des Troges gegeben werden muß, wie dies aus Fig. hervorgeht.
  • Die Schraubenschaufler, welche aus dem unteren Teil des Troges die Flüssigkeit ansaugen, fördern die Flüssigkeit und den festen, aufsteigenden Stoff nach dem oberen Teil des Troges B, von wo aus der feste Stoff durch Schwerkraft wieder nach unten sinkt, td. h. es ergibt sich ein beschleunigtes - Absetzen durch die absteigende Geschwindigkeit der Flüssigkeit.
  • Der den Schraubenschaufler jeder Kammer umgebende Teil arbeitet als Abscheider, und der Schraubenschaufler dient dazu, den abgeschiedenen bzw. abgesetzten Stoff wieder bis zur Oberfläche der Flüssigkeit zu bewegen, und zwar mit der geringst möglichen Menge an Flüssigkeit, die gerade notwendig ist, um den Stoff anzusaugen.
  • Da diese Flüssigkeitsmenge verhältnismäßig gering ist und der Querschnitt des Wasch- oder Auflösungstroges genügend groß gewählt werden kann, geht das Absetzen des Stoffes leicht vor sich. Dies ermöglicht eine waagerechte Strömung der Flüssigkeit in der Vorrichtung, und zwar entweder im Gegen- oder Gleichstrom mit dem Stoff, ohne daß der feste Stoff hierdurch in waagerechter Richtung mitgezogen wird.
  • Um den Stoff von einer in die andere Kammer in den Vorrichtungen, die mehrere in Reihe gesch altete Kammern umfassen, fortzubewegen, ist bei der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung die Geschwindigkeit des festen Stoffes benutzt, welche dieser beim Heraustreten aus der oberen Offnung des Schraubenschauflers besitzt, ohne Anwendung irgendeiner anderen-schneckenartigen o. dgl. Vorrichtung.
  • Zu diesem Zweck sind KlappenD vorgesehen, welche die Vorrichtung in einzelne Kammern unterteilen und die nach Belieben sämtlich oder teilweise geneigt werden können, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Der feste Stoff, welcher über- den ganzen Umfang aus der oberen Offnung des Schraubenschauflers austritt und von dem also ein Teil gegen die Klappe D geworfen wird, kann nach der Mittelachse dem entsprechenden Schraubenschaufler zugeführt werden, wenn die Klappe nach diesem Schraubenschaufler hin geneigt ist, oder der Stoff kann andererseits von dem Schraubenschaufler entfernt werden, d. h. dem nächsten Schraubenschaufler genähert werden, wenn die Klappe im entgegengesetzten Sinne geneigt ist, wie dies in Fig. 3 für mehrere nacheinanderfolgende Kammern dargestellt ist. Die Änderung der Neigung dieser Klappe, welche während des Betriebes der Vorrichtung bewirkt werden kann, erlaubt es, nach Belieben die Geschwindigkeit der waagerechten Fortbewegung des festen Stoffes aus einer Kammer in die andere Kammer zu vermehren oder zu vermindern.
  • Diese Fortbewegungsgeschwindigkeit kann für die verschiedenen Kammern, die in Reihe arbeiten, verschieden geregelt werden, entsprechend der den Klappen D gegebenen Neigung.
  • Diese Abänderung der Geschwindigkeit der waagerechten Bewegung des festen Stoffes kann während des Betriebes bewirkt werden, ohne das Absetzen des Stoffes und die beiden Bewegungen der Flüssigkeit, d. h. die senkrechte Bewegung innerhalb jeder Kammer und die waagerechte fortschreitende Bewegung durch die ganze Vorrichtung im Gegen-oder Gleichstrom mit dem festen Stoff, zu bleeinträchtigen.
  • Bei einem Stillsetzen der Vorrichtung oder aus irgendeinem anderen Grunde ist es möglich, daß sich der Stoff am Grunde des Troges in Klumpen ansammelt, so daß also der Schraubenschaufler keine genügende Geschwindigkeit mehr bewirken kann, um das Salz zum Aufsteigen zu bringen.
  • Um diesen Übelstand zu vermeiden, ist bei der Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung jedes Ansaugrohr am unteren Ende mit einer oder mehreren kleinen Öffnungen versehen, die in einer gewissen Nähe über dem Boden zu liegen kommen, damit der Schraubenschaufler durch diese Öffnungen eine genügende Geschwindigkeit entwickeln kann, um nach und nach die Haufen des festen Stoffes durchspülen und die normale Bewegung des Stoffes wieder herstellen zu können. Ein Beispiel für diese Ausführung ist in Fig. 2 gegeben, wo diese Offnungen aus einem oder mehreren Schlitzen F bestehen, die eine geeignete Breite und Länge aufweisen. Es können indessen auch runde Löcher vorgesehen sein.
  • Die neue Anordnung gibt ferner die Möglichkeit, das Ansaugrohr C senkrecht zu verschieben, um auf diese Weise die Ansaugmündung vom Boden des Troges mehr oder weniger entfernen zu können.
  • Statt der einzelnen Klappen D können auch, um eine bessere Führung des Materials und der Flüssigkeit zu gewährleisten, Scheidewände vorgesehen sein, die geschlossene Kanäle bilden. Hierbei wird insbesondere beim Arbeiten nach dem Gegenstromprinzip eine Störung der Bewegung von Material und Flüssigkeit durch etwa auftretende Wirbel vermieden. Ein Ausführungsbeispiel zeigen die Fig. 3 und 4.
  • Die Scheidewände bestehen hier aus Wänden D, E, F, G, D1, E1, F1, Gt, D2, E2, F2, G-, welche die hintereinanderliegenden Schraubenschaufler voneinander trennen. Die Wände D, D1 und D2 erstrecken sich bis zum Grunde der Vorrichtung, und die Neigung eines Teiles dieser Wände oder der ganzen Wände kann nach Belieben geändert werden, um die Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung des festen Stoffes aus einer Kammer in die andere verändern und Wirbelwirkungen im unteren Teil der Vorrichtung zwischen zwei hintereinanderliegenden -Ansaugrohren verhindern zu können. Die Kammern E, F, Eql, fil, E2 und P sind nach Belieben unabhängig voneinander zu verschieben und schwenkbar. Die Wände E, E' und E2 liegen unter den festen oder schwenkbaren Wänden G, G1 und G2. Diese letzteren endlich liegen in einer gewissen Entfernung unter der Oberfläche der Flüssigkeit und leicht über den Austrittsöffnungen der Schraubenschaufler. Sie sollen über den von den Schraubenschauflern ausgesandten Strahl des festen Stoffes und der Flüssigkeit liegen und die Bildung von Wirbelbewegungen verhindern.
  • Das zwischen den Wänden E, F, Et, Ft, E", 1;2 enthaltene Volumen kann durch zweckmäßige Anordnung dieser beiden Wände mit Bezug aufeinander geregelt werden, derart, daß der Umlauf der Flüssigkeit zwischen diesen beiden Wänden keine Teilchen des festen Stoffes mitzieht, d. h. daß das Volumen, das zwischen den Wänden, F, Et, Ft, L2, F liegt, ein Absetzbeocken bildet. Die Flüssigkeit kann also aus einer Kammer zur anderen über die Wände G, G' und G2 strömen, ohne festen Stoff mitzuziehen. Dieser kann sich, wie angegeben, vollständig absetzen.
  • In den Zeichnungen ist die Umlaufbewegung durch Pfeile angegeben, und zwar vol! ausgezogen für den festen Stoff und gestrichelt für die Flüssigkeit. Als Beispiel wurde der Fall, wo die Vorrichtung als Lösungs- oder Waschvorrichtung nach dem Gegenstromprinzip arbeitet, angegeben.
  • Die Fig. 5 und 6 zeigen im Längsschnitt und waagerechten Schnitt in Höhe der Schaufelräder der Schraubenschaufler eine andere Ausbildung der Scheidewände. Bei dieser Anordnung haben die Scheidewände dieselbe Wirkung wie in der Ausführung genäß Fig. 4. Die Wände G, Gt und G2 sind aber anstatt eben in Form von Kappen ausgebildet, und die Wänden, D1 und D2 sind nicht beweglich, sondern fest und derart angeordnet, daß sie sich ohne Spiel an die Ausströmöffnungen der Schraubenschaufler anschließen, so daß die Kanäle zwischen den Wänden D, G, E, D', G1, E1, D2, Gs-lmd E2 vollständig geschlossen sind.
  • Die Änderung der Vorwärtsbewegung des festen Stoffes wird durch Drosselung der Ausströmöffnungen der Schraubenschaufler bewirkt, die mit den aus D, G und E, »1, G' und E', D2, G2 und F2 gebildeten Kanälen in Älerbindung stehen, und zwar mit Hilfe von beweglichen Schiebern beliebiger Art, die wie 11 und H1 gewölbt oder wie H2 eben gehalten sind. Diese Schieber verschieben sich in Gleitführungen oder sind um irgendwelche Gelenkeinrichtungen schwenkbar, so dal3 nach Belieben die Ausströmöffnung, durch welche der feste Stoff in die Kanäle ausströmt, vergrößert oder verkleinert werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Vorrichtung zum Waschen, Mischen oder Auflösen von körnigen Stoffen, z. B.
    Salzen, unter aufwärts und abwärts gerichteter Bewegung der Löseflüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß in einen langgestreckten Behälter in bekannter Weise mehrere Schraubenschaufler hintereinandergeschaltet sind, die jeweils in bekannter Weise innerhalb von Ansaugrohren angeordnet sind, und daß zwischen den Ansaugrohren in ihrer Neigung verstellbare Leitflächen (Klappen D) vorgesehen sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitflächen als verstellbare Scheidewände ausgebildet sind, die allseitig geschlossene Kanäle bilden.
  3. 3 Vorrichtung nach Anspruch I und, dadurch gekennzeichnet, daß-die Ansaugrohre (C) senkrecht verschiebbar ausgebildet sind.
DES99898D 1930-07-18 1931-07-19 Vorrichtung zum Waschen, Mischen oder Aufloesen von koernigen Stoffen, z. B. Salzen Expired DE651085C (de)

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DES99898D Expired DE651085C (de) 1930-07-18 1931-07-19 Vorrichtung zum Waschen, Mischen oder Aufloesen von koernigen Stoffen, z. B. Salzen

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DE (1) DE651085C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1126812B (de) * 1957-05-14 1962-04-05 United States Borax Chem Verfahren und Vorrichtung zum Gegenstrom-Extrahieren von Misch-Salzen
US4490335A (en) * 1979-08-16 1984-12-25 Vi Po Hranitelna I Vkussova Promishlenost Apparatus for the extraction of water soluble substances from fruit and vegetable pressings and vegetable raw materials
EP1366806A3 (de) * 2000-03-21 2004-06-09 Process Automation International Limited Mischvorrichtung

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