DE650966C - Sekundaerstrahlenblende fuer Roentgenzwecke - Google Patents
Sekundaerstrahlenblende fuer RoentgenzweckeInfo
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- G—PHYSICS
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Description
- Sekundärstrahlenblende für-Röntgenzwecke Es ist bereits bekannt, zur Vermeidung der Streustrahlenwirkung bei Röntgenaufnahmen in der Nähe des Brennfleckes oder des Aufnahmeobjektes eine als Spalt wirkende Blende anzuordnen, durch die nur der dem Bildformat entsprechende Teil des Röntgenstrahlenbündels auf das Objekt und die Barunterliegende photographische Schicht hindurchgelassen wurde. Es ist andererseits auch bekannt, zwischen der Röhre und dem Aufnahmeobjekt einen schachtförmigen Tubus anzubringen. Dieser Tubus sollte einerseits das Bedienungspersonal gegen' wilde Röntgenstrahlen schützen und anderseits die außerhalb des .zur Bilderzeugung erforderlichen Strahlenkegels liegenden Sekundärzentren beseitigen.
- Diese bekannten Röntgentuben besitzen keine volle Wirksamkeit, da sie nicht das Streulicht abfangen, das von den von den Röntgenstrahlen getroffenen Luftmolekülen ausgeht.
- Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil durch eine neuartige Ausgestaltung des Röntgentubus.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Tubus für Röntgenzwecke, der allerseits geschlossen und im Innern praktisch luftleer ist.
- Im einfachsten Falle besteht derselbe aus einem zylindrischen Glasrohr, das an den beiden Endflächen mit einer flachen oder schwach gewölbten Glasplatte verschlossen ist. Als Baustoff für die Schachtwände können an Stelle von Glas auch keramische Massen, z. B. Hartporzellan oder Metall, verwendet werden. Bei der Verwendung von Metall besteht allerdings die Gefahr, daß schräg auf die Wandung auffallende Röntgenstrahlen eine schädliche Sekundärstrahlung erzeugen können. Man kann (diese Erscheinung dadurch verhindern, daß man im Innern des schachtartigen Körpers Schutzschichten aus einem Material anbringt, das Röntgenstrahlen, und zwar insbesondere. die weichen, absorbiert. Solches Schutzmaterial kann z. B. aus Glas bestehen. Diese Ausführungsform der Erfindung hat den besonderen Vorteil, daß man .die Schachtblende ziemlich groß bemessen kann, ohne daß die Gefahr einer Implosion auftritt, weil man die Metallwand in beliebiger Weise, z. B. durch außen angebrachte Rippen, versteifen kann.
- Die Abschlußplatten müssen aus Materialien bestehen, die möglichst röntgenstrahlendurchlässig sind. Besonders geeignet sind Glas, insbesondere solches, welches keine Schwermetalle enthält, fernerhin Quarz. Diese beiden Materialien können mit den Schachtwänden verschmolzen werden, wenn sie z. B. aus Glas oder Hartporzellan bestehen. Ein für praktische Zwecke ausreichendes Vakuum erhält sich aber schon dann, wenn man die Abschlußplatten mittels Dichtungsplatten an die Schachtwände angesetzt hat. Als Befestigungsmittel können Überwurfmuttern oder Überwurfflansche dienen. Der vakuumdichte Anschluß wird erzielt durch Zwischenlagen aus Gummi, Kitt, Harzen usw. Diese Materialien sind dem Vakuumfachmann bekannt.
- An Stelle von Glas oder Quarz kann man in Sonderfällen auch Kunstharzmassen verwenden. Als zweckmäßig hat sich beispielsweise ein Material erwiesen, das unter dem Warenzeichen Pertinax erhältlich ist. Es ist zweckmäßig, die! Innenseite einer solchen Kunstharzdeckplatte mit einer gasdichtehl* Schicht; insbesondere einer Glasplatte, 'zu=' bedecken, um eine Verschlechterung Vakuums durch Gasabgabe zu verhindern. Die Form und Materialdicke der Abschlußplatte hängt von der Größe der Fläche ab, die dem äußeren Luftdruck ausgesetzt ist. Für kleinformatige Aufnahmen wird man" einen Röhrentubus verwenden, dessen Abschlußplatten klein und flach ausgestaltet sind. Bei großformatigen Aufnahmen andererseits wird man die Materialstärke erhöhen und insbesondere der Abschlußplatte eine nach außen gehende Wölbung erteilen. Hierdurch wird bekanntlich die Druckfestigkeit sehr erhöht und damit, die Gefahr einer Implosion verhindert.
- Im allgemeinen wird man mehrere Röntgentuben unterschiedlichen Formats verwenden, um in jedem Falle eine möglichst geringe Materialstärke der Abschlußplatte und damit eine möglichst geringe Röntgenstrahlenschwächung zu erzielen. Im Sinne der Erfindung liegt es auch, den Tubus mit Zusatzblenden zu versehen, die die Einstellung eines beliebigen Formats zulassen. Diese Blenden können auch an der der Röntgenröhre benachbarten Seite des Tubus angeordnet werden, um bereits die Größe des eintretenden Strahlenbündels zu beeinflussen.
- Die übliche Gestalt des Röntgentubus gemäß der Erfindung ist die eines Kegels oder eines Prismas mit abgestumpfter Spitze. Bei einem solchen Röntgentubus ist die Gefahr, daß die Röntgenstrahlen auf die Seitenfläche auftreffen, am geringsten.
- Sofern das Wandmaterial des Röntgentubus nicht an und für sich röntgenstrahlenabsorbierend ist,: wird man zweckmäßigerweise zum Schutze des Bedienungspersonals gegen wilde Röntgenstrahlen die Schachtblende mit einer röntgenstrahlenabsorbierenden Hülle umgeben. Man kann hierzu Bleigummi oder Bleifolie verwenden.
- Dia Herstellung der Luftleere erfolgt nach den bekannten Verfahren der Vakuumtechnik. Im Sinne der Erfindung . liegt es auch, im Innern der Schachtblende sogenannte Gettersubstanzen unterzubringen, die die im Laufe der Zeit aus den Schachtwänden austretenden Gase absorbieren.
- In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung schematisch dargestellt.
- In der Fig. i besteht der Röntgentubus aus einem allseitig geschlossenen Glaszylinder i, der an den Stirnseiten durch schwach gewölbte, angeschmolzene Glasplatten :2 und 3 abgeschlossen ist. Stutzen 4 stellt den Rest deä Absaugrohres dar, das an die Vakuumpumpe angeschlossen war.
- In der Fig. 2 ist perspektivisch ein kegelförmiger Röntgentubus dargestellt. Die neuen Wände i bestehen aus Metallblech, das durch gitterartige Stützrippen 2 verstärkt ist. Die Stirnflächen sind durch Glasplatten 3 abgeschlossen, und zwar unter Verwendung einer Flanschdichtung 4.
- In der Fig. 3 ist eine der Fig.2 ähnliche Ausführungsform dargestellt. Die Seitenwände i bestehen aus Metall. Die Abschlußplatten 3 und 4 bestehen aus Kunstharzmassen (Pertinax). Die Befestigung der Stirnplatten erfolgt wieder mittels Flanschverbindung 4, wobei zweckmäßigerweise eine vakuumdichte Zwischenlage 5 verwendet wird. Zur Vermeidung von Streustrahlung und zur Verringerung der wilden Gasabgabe ist der Innenraum des Röntgentubus mit Glas ausgekleidet, und zwar an den Seitenwänden mittels des-Glaskonus 6 uizd an- den Stirnflächen mittels Glasplatten 7. Mit B. soll eine Getterschicht bezeichnet sein, die z. B. aus einem Bariumbeschlag bestehen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Sekundärstrahlemschachtblende für Röntgenzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem allseitig geschlossenen, luftleeren Hohlkörper besteht. z. Blende nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schachtblende aus keramischem Material und die Abschlußplatte aus Glas oder Quarz bestehen, die mit den . Schachtwänden verschmolzen sind. 3. Blende nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Schachtwände aus Metall bestehen. 4. Blende nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in ihrem Innern, ein die Schachtwände abdeckender Einsatz aus Glas oder keramischen Stoffen vorhanden ist. 5. Blende nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschlußplatten aus kunstharzhaltigem Material bestehen und auf der Vakuumseite mit einer Glasplatte bedeckt sind. 6. Blende nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erhaltung des Vakuums in ihrem Innern gashindende Gettersubstanzen untergebracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DEST54730D DE650966C (de) | 1936-04-10 | 1936-04-10 | Sekundaerstrahlenblende fuer Roentgenzwecke |
Publications (1)
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| DE650966C true DE650966C (de) | 1937-10-05 |
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| DEST54730D Expired DE650966C (de) | 1936-04-10 | 1936-04-10 | Sekundaerstrahlenblende fuer Roentgenzwecke |
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1936
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