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Scheinwerferanordnung für Fahrzeuge Die Erfindung richtet sich auf
Scheinwerfer für Kraftfahrzeuge.
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In der folgenden Beschreibung werden die Ausdrücke rechts und links
unter der Voraussetzung angewandt, daß Rechtsfahren vorgeschrieben ist; die Ausdrücke
sind also vertauscht anzuwenden, wenn Linksfahren gilt.
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Von den bekannten Scheinwerfern haben sich diejenigen am besten bewährt,
welche mindestens zwei verschiedene Lichtkegel aussenden können, einen hohen für
volle Fahrt, wenn keine Wagen entgegenkommen, und 'einen anderen niedrigen für den
Fall einer Begegnung, damit der Führer des entgegenkommenden Fahrzeuges nicht geblendet
wird. Es genügt, den Lichtkegel der linken Fahrzeugseite abzublenden, da es nur
dieser Teil des Lichtes ist, der den Führer eines entgegenkommenden Wagens blendet.
Es hat sich ferner als sehr erwünscht erwiesen, daß die Höhe des Lichtkegels der
rechten Seite beibehalten wird, um bei den heutigen Geschwindigkeiten sicher vorbeikommen
zu können und um eine ausreichende Beleuchtung des Grabens und derjenigen Seite
der Straße zu geben, wo gewöhnlich Leute wandern.
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Es sind Scheinwerferanordnungen bekannt, welche die Aufgabe allein
durch Verwendung mehrfädiger Lampen bzw. mehrerer Einzellampen je Scheinwerfer zu
lösen suchen. Andere arbeiten mit mechanischen Blenden.
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Es ist auch schon bekannt, eine vorteilhafte Lichtverteilung durch
Anwendung von Prismen an dem Deckglas oder von Rippen an dem Reflektor zu erzielen.
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Hiervon ausgehend, besteht die Erfindung in einer besonders günstigen
Wahl der Lichtkegelform und kennzeichnet sich wesentlich dadurch, daß brechende
Teile der Deckgläser oder gleichwertige Teile von Reflektoren das Licht so lenken,
daß .der untere Teil des Lichtkegels jeder Lampe sich beiderseits der Längsmittellinie
des Fahrzeuges ausbreitet, während der obere Teil des Lichtkegels der einen Lampe
vorzugsweise auf diejenige Seite der Mittellinie des Fahrzeuges beschränkt ist,
die den entgegenkommenden Fahrzeugen abgewandt ist, und der obere Teil des Kegels
der anderen Lampe auf die andere Seite der Mittellinie gerichtet ist, jedoch den
Kegel der ersten Lampe um so viel überlappt, daß ein vereinigter Lichtkegel entsteht,
dessen größte Beleuchtungszone wesentlich an der Mittellinie liegt und dessen oberer
Teil durch Veränderung der Lage der Lichtquelle so niedergedrückt wird,
daß
ein vereinigtes Strahlenbündel beider Scheinwerfer entsteht, das auf der den entgegenkommenden
Fahrzeugen zugewandten Seite niedriger ist als auf der anderen un:d dessen Höhe
an oder nahe bei der Mittellinie` des Fahrzeuges scharf abbricht.
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Weitere Merkmale richten sich auf die vor=: teilhafte Ausgestaltung
des Grundgedankens. Auf der Zeichnung ist die Erfindung, beispielsweise veranschaulicht;
es sind: Fig. i und 2 Schema des Strahlenganges bzw. Schaulinie der Lichtverteilung
bei einer bekannten Scheinwerferanordnung, Fig.3 und 4: entsprechende Darstellungen
für die Anordnung der Erfindung, Fig. 5 und 6 Darstellungen ähnlich wie Fig.3 und
4, jedoch bei Verwendung einer Linse mit unsymmetrischen Kehlungen, Fig. 7 und 8
Vergleichsdarstellung für eine bekannte Anordnung, bei welcher eine dunkle Mittelzone
des Lichtkegels entsteht, Fig. 9 und io entsprechende Darstellung für die Anordnung
gemäß der Erfindung, bei welcher die dunkle Zone beseitigt ist, Fig. i i bis 23
Einzeldarstellungen, und zwar Fig. i i bis 17 für den rechten, 18 bis 23
für den linken Scheinwerfer, von verschiedenen Scheinwerfern mit parabolischem Reflektor
und besonderen Linsen, die sowohl Kehlungen als auch Prismen besitzen, wovon ini
einzelnen zeigen: -Fig. i i Längsschnitt durch den rechten Scheinwerfer, Fig. 12
Vorderansicht derLinse des-rechten Scheinwerfers, Fig. 13 Rückansicht- der rechten
Linse, Fig. 14 senkrechter Schnitt gemäß der Linie 14-14 der Fig. 12, Fig. 15 waagerechter
Schnitt gemäß den Linien 15-15 der Fig. 13 oder i g, Fig. 16 waagerechter Schnitt
gemäß der Linie 16-16 der Fig. 13, Fig. 16A waagerechter Schnitt durch eine der
unsymmetrischen Kehlungen der° rechten Linse aus Fig. 13 zur Veranschaulichung der
Wirkung der Kehlungem auf die Lichtstrahlen, Fig. 17 waagerechter Schnitt gemäß
der Linie 17-17 der Fig. 13, Fig. 18 Vorderansicht der Linse des linken Scheinwerfers,
Fig. i9 Rückansicht dazu, Fig. 2o und 21 senkrechte Schnitte entsprechend den Linien
2o-2o und,21-2i der Fig.18. Fig.2z waagerechter Schnitt gemäß der Linie 22-22 der
Fig. ig, Fig.22A waagerechter Schnitt durch eine der unsymmetrischen Kehlungen der
linken Linse aus Fig. ig zur Veranschaulichung der Wirkung der Kehlungen auf die
Lichtstrahlen, Fig.23 waagerechter Schnitt gemäß der entsprechenden Linie der Fig.ig.
Fig. 24 Bild des Lichtkegels, der von dem unteren Leuchtfaden der linken Lampe erzeugt
wird, :' Fig. 25 Bild des Lichtkegels des unteren Leuchtfadens der rechten Lampe,
Fig. 26 und 27 Bilder der Lichtkegel der oberen Leuchtfäden der .linken bzw. rechten
Lampe, Fig.28 Bild des Lichtkegels von den unteren Leuchtfäden der beiden Lampen,
Fig. 29 Bild des Lichtkegels von den oberen Leuchtfäden der Lampen, Fig.3o Bild
des Lichtkegels von dem unteren Leuchtfaden der linken Lampe in Vereinigung mit
den oberen Leuchtfäden beider Lan@pen, , Fig.31 Bild des Lichtkegels des oberen
Leuchtfadens der rechten Lampe zusammen mit dem unteren Leuchtfaden der linken Lampe,
Fig. 32 his 4o Ausführungsformen der Erfindung bei Scheinwerfern mit einem besonderen
Reflektor und einer besonderen Linse, Fig. 32 senkrechter Schnitt durch einen der
Scheinwerfer, Fig. 33 Vorderansicht der Scheinwerferlinse, Fig. 34 bis 37 waagerechte
Schnitte gemäß den entsprechenden Linien der Fig.33 zur Veranschaulichung der Bauart
der Linse des rechten Scheinwerfers, Fig. 38 bis 40 waagerechte Schnitte durch die
Linse des linken Scheinwerfers entsprechend den zugehörigen' Linien der Fig. 34
bis 36, Fig. 41 bis 43 Darstellungen der Erfindung an einem Scheinwerfer mit einem
besonderen Reflektor und einem ebenen Deckglas, .
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Fig.41 Vorderansicht des Reflektors, Fig.42 senkrechter Schnitt durch
den Scheinwerfer, Fig.43 waagerechter Schnitt durch den Reflektor in der Nähe seines
Mittelpunktes. In den Fig. i bis io sind die Grundgedanken der Erfindung veranschaulicht,
die in der Überlappung der Lichtkegel besteht, welche ein wesentliches Merkmal der
Erfindung bildet.
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Fig. i stellt in übertriebener Form die Spiegelung des Bildes des
Leuchtfadens F einer gewöhnlichen Ausführung dar, wobei der Leuchtfaden im Brennpunkt
eines parabolischen Reflektors R angeordnet ist. Das Bild des Leuchtfadens ist mit
I wiedergegeben.
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Fig.2 ist eine Schaulinie der Lichtstärke über die Länge des Bildes
hiri. Man erkennt, daß die Lichtstärke schnell an den Enden des Bildes abnimmt:
An demjenigen Ende, wo
sich die Schleife des Leuchtfadens befindet,
beruht diese Abnahme auf der kleineren Menge an Leuchtdraht und darauf, daß die
hervorstehende Schleife etwas besser gekühlt wird. An dem anderen Ende des Leuchtfadens
beruht die Abnahme der Leuchtstärke auf der Kühlung infolge der Leitfähigkeit der
Zuleitungsdrähte.
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Fig. 3 veranschaulicht schematisch die Wiedergabe des Bildes I aus
Fig. i bei Anwendung einer Linse L mit vollen Kehlungen. Die Kehlungen breiten das
Bild einer jeden Windung des Leuchtfadens aus, so daß diese Bilder sich überlappen,
wodurch ein gemischter Lichtkegel entsteht, wie es die Zeichnung andeutet. Die Zone
der größten Lichtstärke bleibt in der Mitte des Lichtkegels, wie es in Fig. i der
Fall ist.
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Fig. ¢ zeigt die Schaulinie der Lichtstärke über die Länge des Bildes
hin.
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Fig. 5 stellt in ähnlicher Weise die Wirkung einer Linse L1 mit halben
Kehlungen dar. Die halben Kehlungen haben die Wirkung, daß sie das Bild des Leuchtfadens
nach rechts von der Mittellinie verschieben. Die Schaulinie der Fig. 6 gibt die
Lichtverteilung wieder.
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Die Bilder, die in Fig. i, 3 und 5 wiedergegeben sind, stellen nur
die von einem kleinen Teil des Reflektors gespiegelten Bilder dar. Der von irgendeinem
Reflektor ausgesandte Lichtkegel setzt sich nun aus einer sehr großen Anzahl solcher
Bilder zusammen. Da notwendig jedes Bild in seinem Mittelpunkt die höchste Lichtstärke
aufweist, wird auch der Lichtkegel, der sich aus allen diesen Bildern zusammensetzt,
in gleicher Weise die hnchste Lichtstärke in einer von seinen Rändern entfernten
Zone aufweisen. Diese Eigentümlichkeit ergibt sich aus der Bauart der Leuchtfäden
selbst.
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Das in Fig. 5 wiedergegebene Bild des Leuchtfadens soll außerdem dazu
dienen, den von dem Scheinwerfer der Fig. 5 ausgesandten Lichtkegel im ganzen wiederzugeben,
denn es ergibt sich, daß die Verteilung des Lichtes durch den Lichtkegel wesentlich
die gleiche ist wie die bei einem einzelnen Lichtbild.
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Bei der Anordnung eines unsymmetrischen Scheinwerfersystems ist es
wesentlich, daß das Licht am Oberteil der rechten Seite des Lichtkegels wesentlich
auf diesen Bereich beschränkt wird, so daß beim Abblenden der linken Seite des Oberteils
des Lichtkegels der entgegenkommende Wagenführer vor Blendung geschützt wird. Um
das zu erreichen, ist es wesentlich, daß die den Oberteil des rechten Lichtkegels
bildenden Bilder der Leuchtfäden innerhalb praktischer Grenzen vollständig rechts
von der Mittellinie liegen. Das macht es unvermeidbar, daß der Teil des Lichtkegels
von größter Stärke nach rechts von der Mittellinie hin etwas verschoben wird, wobei
diese Verschiebung gewöhnlich z bis q.° beträgt.
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Wenn der Oberteil des linken Lichtkegels in ähnlicher Weise gestaltet
sein soll, so verschiebt sich die Gegend der größten Lichtstärke von 2 bis .4° nach
links von der Mittellinie. Das Ergebnis ist ein Lichtkegel, dessen größte Stärke
auf den Seiten der Straße liegt, wobei sich ein verhältnismäßig dunkler Raum in
der Mitte der Straße befindet, also gerade dort, wo die größte Helligkeit benötigt
wird. Dieser Vorgang ist schematisch in Fig. 7 angedeutet. Hier wirft der rechte
Scheinwerfer H einen Lichtkegel auf die 'linke Seite der Straße mit größter Helligkeit
in der durch T angedeuteten Gegend. Der linke Scheinwerfer H' wirft einen Lichtkegel,
dessen größte Stärke bei T1 liegt. Die daraus sich ergebende dunkle Stelle ist in
Fig. 8 durch die Einsenkung in dem Mittelteil der Schaulinie wiedergegeben. Dieser
Teil des Lichtkegels geht gerade über die Straße entlang und ist diejenige Stelle;
welche die Gegenstände auf größte Entfernung beleuchtet, also eigentlich die höchste
Lichtstärke haben sollte. Bei dem Lichtkegel gemäß Fig. 7 liegt also die größte
Lichtstärke nicht im Mittelpunkt: es besteht also ein Mangel an Licht gerade dort,
wo es am meisten benötigt wird.
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Die Grundlage des Scheinwerfers gemäß der Erfindung ist in Fig.9 veranschaulicht.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß das Licht größter Stärke wesentlich über
die Mitte der Straße niedergeworfen wird, wobei gleichzeitig bewirkt wird, daß der
Oberteil der rechten. Seite des Lichtkegels aus Bildern des Leuchtfadens zusammengesetzt
ist, von denen sich keins nach links von der Mittellinie ausdehnt. In Fig.9 wirft
der linke Scheinwerfer sein Licht nach rechts auf die Straße in wesentlich gleicher
Weise wie der Scheinwerfer Hl der Fig. 7. Der rechte Scheinwerfer H= wirft jedoch
sein Licht nicht nur auf die linke Seite der Straße, wie es der Scheinwerfer H der
Fig. 7 tut, sondern außerdem noch um etwa i bis 5° nach rechts von der Mittellinie.
Dieser Grad von Überlappung macht es möglich, den rechten Scheinwerfer so auszubilden,
daß der ausgesandte Lichtkegel seine größte Stärke wesentlich in der Mittellinie
besitzt. Das Ergebnis ist ein kombinierter Lichtkegel, wie er in Fig. io veranschaulicht
ist. Es ergibt sich, daß die größte Lichtstärke des Kegels beträchtlich gesteigert
worden ist und daß der Punkt der größten Stärke sehr nahe bei der Mittellinie liegt.
Die Leuchtstärke über die Mittellinie entlang liegt also sehr nahe bei der höchsten
Leuchtstärke
überhaupt im Gegensatz mit der geringen Leuchtstärke, die sich gemäß der Anordnung
nach Fig. 7 ergibt. Der entfernte Bereich der Straße ist also in befriedigender
Weise beleuchtet.
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In den beiliegenden Zeichnungen wird eine Anzahl von Ausführungsformen
der Erfindung erläutert, -wobei es sich um ein Scheinwerfersystem handelt, das entweder
einen hohen Lichtkegel, einen unsymmetrischen Kegel oder einen -niedrigen Kegel,
je nach Wunsch, erzeugen kann.
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Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäß Fig. i i bis 23, insbesondere
bei der Bauart des rechten Scheinwerfers gemäß Fig. i i bis 17, ist das Lampengehäuse
mit io bezeichnet, in dem ein wesentlich voller parabolischer Reflektor 12 untergebracht
ist, der mit einer zweifädigen Lampe ausgerüstet ist. Der untere Leuchtfaden 14
liegt im Brennpunkt des Reflektors, während der obere Faden 15, ungefähr 3,5 mm,
oberhalb des Brennpunkts liegt. An der Vorderseite des Reflektors ist eine besondere
Linse 16 angebracht, die mit waagerechten Prismen versehen ist. Die Prismen 17,
17' und 18, 18' an der Ober- und Unterseite besitzen vorzugsweise die größte Stärke,
während die Prismen ig über der Mitte des Reflektors eine geringere Stärke aufweisen.
Die Prismen 2o an den Seiten der Linse sind ebenfalls ziemlich schwach. Das in der
Zeichnung veranschaulichte Ausführungsbeispiel der Prismen kann in vielfacher Weise
geändert werden; beispielsweise mögen die Prismen, wenn es gewünscht wird, abwechselnd
stark und schwach sein, wobei jedoch der Hauptgedanke durchgeführt sein muß, daß
sich schwächere Prismen über dem Mittelteil des Scheinwerfers verbinden. Die Prismen
besitzen vorzugsweise eine schwache Krümmung im lotrechten Schnitt, so daß das Licht
von benachbarten Prismen sich überlappt und gemischt wird.
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Das obere Segment des Scheinwerfers ist mit U bezeichnet, das
mittlere Segment mit T und das untere Segment mit L. Das obere Segment umfaßt die
Prismen 17 und 17' sowie den entsprechenden Teildes Reflektors. Das mittlere Segment
umfaßt die Prismen ig und 2o und die zugehörigen Teile des Reflektors. Das untere
Segment umfaßt die Prismen 18 und 18' und die entsprechenden Teile des Reflektors.
Tatsächlich ist keine scharfe Trennung eines Segments vom anderen vorhanden, da
die Krümmung der Prismen das Licht von benachbarten Teilen vermischt. Die Unterteilung
des Scheinwerfers in Segmente dient zur' Veranschaulichung des Grundsatzes der Erfindung.
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Das von den Seiten des Mittelteils ausgesandte Licht geht durch die
Prismen 2o und bildet den Oberteil des Lichtkegels. Diese Prismen können wegfallen,
wenn der Scheinwerfer so beschaffen sein soll, daß wesentlich keine .Lichtstrahlen
über die waagerechte Ebene hinausgehen. ` Das Licht von den oberen und unteren Segmenten
wird durch die Prismen 17, 17' und 18, 18' nach dem Unterteil des Lichtkegels gerichtet,
während das- Licht aus dem Mittelteil des mittleren Segments auf eine Zwischenstellung
zwischen dem Licht aus den Seiten und dem Licht von oben und unten durch Vermittlung
der Prismen ig geworfen wird.
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Bei den Linsen gemäß Fig. ii bis 23 sind waagerechte Prismen auf der
einen Seite der Linse angebracht, während sich auf der anderen Seite lotrechte Kehlungen
befinden. Es versteht sich, daß man die Kehlungen und Prismen gemeinsam auf der
Innenseite oder Außenseite der Linse anbringen kann.
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In Fig. 15 sind die symmetrischen Kehlungen q. veranschaulicht, die
an dem oberen und unteren Teil der Linsen angewandt sind. Diese Kehlungen breiten
das Licht quer über die ganze Straßenbreite in Verbindung mit den heutigen Scheinwerfern
aus. Die Kehlengen mögen in ihrer Breite und dem Krümmungsradius geändert werde,
so daß die gewünschte Überlappung und Vermischung der Strahlenbündel erreicht wird.
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In Fig. 16 sind die unsymmetrischen Kehlengen 6 wiedergegeben, die
an den Stellen der Linse angewandt sind, die dem oberen bzw. unteren Teil benachbart
sind. Diese Kehlengen haben die Aufgabe, das Licht auf die linke Straßenseite zu
lenken.
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Fig. 17 zeigt die schmalen.unsymmetrischen Kehlengen 5, die an den
Seiten der mittleren Zone der Linse angewandt sind, und die größeren unsymmetrischen
Kehlengen 7, die sich in der Mitte der Linse befinden. Durch die Anwendung der schmalen
Kehlengen an den Seiten wird das Licht nur wenig ausgebreitet, so daß eine Verdichtung
des Lichtes im Oberteil des Kegels erzielt wird. Vorzugsweise können auch noch einige
wenige schmale symmetrische Kehlengen 8 auf den Seiten der Linse angewandt werden,
die das Licht einige wenige Grade nach rechts und links von der Mittellinie ausbreiten,
dadurch die Lichtstärke über die Mitte der Straße hernieder verstärken.
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Die unsymmetrischen Kehlengen 5, 6 und 7 sind größer als halbe Kehlengen,
wie sie in Fig. i6.A veranschaulicht sind, so daß sie einen Teil des Lichtes nach
rechts von der Mittellinie ausbreiten, jedoch den Hauptteil der Strahlen nach links
werfen. Der nach rechts ausgebreitete Teil beträgt vorzugsweise i bis 5°, so daß-
das vom linken Scheinwerfer
nach dem Oberteil des Lichtkegels geworfene
Licht überlappt wird.
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Es sind beträchtliche Abweichungen in der Formstellung der Kehlungen
möglich, der Zweck ist jedoch immer, die Lichtstrahlen zu vermischen, damit. ein
gleichmäßiger Lichtkegel erzeugt wird.
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Die von dem beschriebenen rechten Scheinwerfer erzeugten Kegelbilder
sind in Fig. 25 und 27 dargestellt. Fig. 25 veranschaulicht den vom unteren Leuchtfaden
erzeugten Kegel, Fig. 27 den vom oberen Faden hervorgerufenen. Der breiteste Teil
:Io des Kegelbildes wird von demjenigen Teil der Lampe ausgesandt, welcher durch
die symmetrischen Kehlungen q. bedeckt ist. Das schmale Band 5o im Oberteil der
-linken Seite des Bildes wird von den Seitenteilen des mittleren Segments ausgesandt.
Der tiefere unsymmetrische Teil 6o des Kegelbildes wird von dem Rest des Scheinwerfers
erzeugt. Tatsächlich sind keine solchen scharfen Grenzlinien zwischen den Teilen
des Kegelbildes vorhanden, denn es soll in jedem Fall angestrebt werden, einen zusammenhängenden
Lichtkegel von abgestufter Stärke zu erzeugen. Die Bilder des Lichtkegels dienen
jedoch zur Verdeutlichung der Grundlagen der Erfindung.
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Die Linse des linken Scheinwerfers gemäß Fig. 18 bis 23 ist wesentlich
identisch mit der des rechten Scheinwerfers. Ausgenommen ist die Anordnung der unsymmetrischen
Kehlungen.
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In Fig. 22 sind die beiden unsymmetrischen Kehlungen 6' veranschaulicht,
die über die Teile der Linse zunächst bei den oberen und unteren Teilen angewandt
sind.
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In Fig. 23 sind die schwächeren unsymmetrischen Kehlungen 5' wiedergegeben,
die für die Seitenteile des mittleren Segments des Scheinwerfers benutzt werden,
sowie die stärkeren unsymmetrischen Kehlungen 7' auf dem Mittelteil des Scheinwerfers.
Die Kehlengen 7' sind vorzugsweise so beschaffen, daß sie das Licht weiter nach
rechts Werfen als die Kehlengen 5',. da der Mittelteil des Scheinwerfers empfindlicher
für Ungenauigkeiten in der Lage der Leuchtdrähte ist, so daß hier die Möglichkeit
stärker besteht, daß Licht nach links von der Mittellinie geworfen wird, wo es eine
Blendung erzeugen würde.
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Wenn es gewünscht wird, mögen einige wenige sehr schmale symmetrische
Kehlengen auf dem mittleren Segment der Linse angewandt werden, um Licht geradeaus
auf die Straße mit sehr geringer Streuung niederzuwerfen, wie es bei den Kehlengen
8 der rechten Linse der Fall ist. Da dieses Licht beim Begegnen Ursache zu einer
Blendung ergeben könnte, wird dieser Betrag so niedrig gehalten, daß er in dieser
Hinsicht keine Rolle spielt.
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Die unsymmetrischen Kehlungen 5', 6' und 7' breiten das Licht nur
nach der rechten Seite der Straße aus, wie es in Fig. 22A dargestellt ist.
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Die Bilder des von dem linken Scheinwerfer erzeugten Lichtkegels sind
in Fig. 24. und 26 wiedergegeben. Fig. 24 zeigt den von dem unteren Leuchtdraht
erzeugten Kegel und Fig. 26 den des oberen Leuchtdrahtes. Der breiteste Teil q.o'
des Kegelbildes wird von dem Teil des Scheinwerfers ausgesandt, der von den symmetrischen
Kehlungen bedeckt ist, wobei diese Kehlungen in der Form und Anordnung mit den Kehlungen
der Linse des rechten Scheinwerfers identisch sind.
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Der unsymmetrische Streifen 5o' im Oberteil des Lichtbildes wird von
den Seiten 2o des mittleren Segments des Scheinwerfers ausgesandt, der von den schmalen
unsymmetrischen Kehlungen 5' bedeckt ist. Das tiefere unsymmetrische Band 6o', das
die Streifen 40' und 5ö überlappt und miteinander vermischt, wird von dem übrigen
Teil der Lampe ausgesandt.
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In Fig. 28 ist das Bild des Lichtkegels wiedergegeben, der von dem
unteren Leuchtdraht beider Lampen hervorgerufen wird. Dieser Kegel erstreckt sich
bis zu der abschneidenden Linie H und wird für die Fahrt mit großer Geschwindigkeit
im Gelände benutzt.
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Fig. 29 veranschaulicht den von den oberen Leuchtdrähten beider Lampen
erzeugten Lichtkegel. Dieser entspricht dem unteren Kegel der heute üblichen Scheinwerfer
und kann für die Fahrt in der Stadt benutzt werden.
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In Fig. 30 ist der vom unteren Leuchtdraht des linken Scheinwerfers
und den oberen Leuchtdrähten. beider Scheinwerfer erzeugte Kegel wiedergegeben.
Durch diese Schaltung wird ein zum Begegnen im Gelände brauchbarer Lichtkegel geschaffen.
Der Lichtkegel enthält mehr Licht auf der rechten Seite als auf der linken, weil
- beide Leuchtdrähte in der linken Scheinwerferiampe erregt sind.
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Fig.3T veranschaulicht das Kegelbild des oberen Leuchtdrahtes des
rechten Scheinwerfers und des unteren Drahtes der linken Lampe.
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Bemerkenswert ist, daß die beiden zuletzt beschriebenen Kegelbilder
unsymmetrisch sind, und zwar auf der linken Seite niedriger als auf der rechten.
Dadurch wird verhütet, daß blendende Strahlen in die Augen des entgegenkommenden
Führers geworfen werden. Diese Sicherheitswirkung wird außerdem dadurch erhöht,
daß das Licht auf der rechten Seite des Kegels von dem linken Scheinwerfer erzeugt
wird.
Wesentlich die gleiche Lichtverteilung, wie in Fig. 24 bis
31 veranschaulicht, kann außerdem durch die Verwendung eines besonderen Reflektors
erzielt werden, der. so gestaltet ist, daß er die gleiche optische Wirkung hervorruft,
die durch die Anwendung der Prismen auf den Linsen gemäß Fig. i i bis
23 erzielt wird. Eine derartige Ausführungsform der Erfindung ist in Fig.
32 bis 4o dargestellt. Hierin ist mit 30 ein Reflektor wiedergegeben, der
zu der bekannten Bauart »Tiltray« gehört. Dieser Reflektor besitzt eine obere Zone
32 und eine untere Zone 34, die abwärts geneigt sind, so daß die entsprechenden
Strahlen unter die Oberseite des von dem im Brennpunkt stehenden Fadens geworfen
werden.
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Die punktierten Linien deuten den Umriß eines entsprechenden genauen
parabolischen Reflektors an, dessen Achse waagerecht liegt. Damit bei einem solchen
Reflektor das Licht unterhalb des Lichtes von den Seitenteilen gelenkt wird, muß
der Reflektor geneigt werden. Der Tiltray-Reflektor erzeugt einigermaßen die gleiche
Wirkung dadurch, daß der Oberteil und der Unterteil des Reflektors gegenüber der
Achse etwas geneigt. sind. Mit F' ist der .Brennpunkt der oberen Hälfte des Reflektors
bezeichnet, während F2 den Brennpunkt der unteren Hälfte des Reflektors wiedergibt.
Der untere Leuchtdraht 14 und der obere 16 sind Zwischen diesen beiden Brennpunkten
angeordnet.
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Bei dieser Bauart sind die. symmetrischen Kehlengen auf den beiden
Abschnitten der Lampe begrenzt, wie es Fig. 37 veranschaulicht. Der übrige Teil
der Linse des rechten Scheinwerfers ist mit Teilkehlungen nach Art von Fig. 34 bis
36 versehen, die einen Teil des Lichtes etwa i bis 5° nach rechts von der Straße
werfen, jedoch den größten Teil des Lichtes auf die linke Seite der Straße richten.
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Aus Fig. 35 erkennt man, daß die Halbkehlungen links von der Mittellinie
einen etwas größeren Winkel besitzen als die entsprechend gelagerten Kehlengen rechts.
Dies ist deshalb erforderlich, weil sich die Lichtquelle vor dem Brennpunkt des
oberen Teils des Reflektors befindet, wodurch bewirkt wird, daß die Strahlen, welche
die linke Seite des Reflektors treffen, weiter nach rechts gerichtet werden, während
die Strahlen, welche auf die rechte Seite auftreffen, weiter nach links gelenkt
werden, als es der Fall ist, wenn sich die Lichtquelle im Brennpunkt befinden würde.
Die beschriebene Anordnung der Halbkehlungen führt die notwendige Verbesserung herbei;
die starken Kehlengen der linken Seite richten dabei das Licht weiter nach links,
während die Kehlengen auf der rechten Seite einen hinlänglich beschränkten Winkel
besitzen, so daß sie die nach links gerichtete Wirkurig der aus dem Brennpunkt herausgerückten
Läge der Lichtquelle Wiederaufheben.
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Fig. 36 veranschaulicht die Kehlengen über die obere Hälfte der mittleren
Zone der Linse. Hier ist die Anordnung umgekehrt, die Kehlengen rechts von der Mitte
besitzen einen etwas größeren Winkel als die entsprechenden Kehlengen links. Dies
ist deshalb erforderlich, weil die Lichtquelle hinter dem Brennpunkt dieses Teils
des Reflektors liegt, so daß die Strahlen, welche die linke Seite des Reflektors
treffen, noch weiter nach links abgelenkt werden und daß die Strahlen, welche die
rechte Seite des Reflektors treffen, weiter nach rechts abgelenkt werden, als es
der Fall sein würde, wenn die Lichtquelle im Brennpunkt stände. Gemäß der neuen
Bauart werden die Kehlengen auf der linken Seite der Linse mit einem hinreichend
verminderten Winkel ausgebildet, wodurch die linksbiegende Wirkung aufgehoben wird,
die daraus hervorgeht, daß der Leuchtfaden aus dem Brennpunkt herausgerückt ist,
während die stärkeren Kehlengen rechts die Strahlen weiter nach links werfen, damit
die rechtsbiegende Wirkung der Hinausrückung des Leuchtfadens aus dem Brennpunkt
überwunden wird.
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Gemäß den Kegellichtbildern von Fig. 2,5
und 27 wird das symmetrische
Band 4o von dem Bodensegment der Lampe erzeugt. Das unsymmetrische Band
50 wird von den Seiten des mittleren Segments der Lampe hervorgerufen. Das
unsymmetrische Band 6o wird durch den übrigen Teil der Lampe erzeugt.
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Die Linse des linken Scheinwerfers ist wesentlich die gleiche wie
die des rechten, ausgenommen die Form der Kehlengen in den oberen und mittleren
Segmenten. Diese Formen sind umgekehrt und so angeordnet, daß kein Licht nach links
von der Mittellinie geworfen wird. Die Einzelheiten der Kehlengen sind in Fig. 38
bis 40 wiedergegeben.
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In Fig. 39 und 40 erkennt man, daß die schmäleren Kehlengen an den
Seiten des Seg-_ ments angeordnet sind, damit das Licht im Oberteil des Lichtkegels
zusammengezogen wird. Kehlengen von größerer Krümmung sind über die Mitte der Lampe
angewandt, weil die Bilder des Leuchtfadens von diesem Teil des Reflektors größere
Abmessungen hat, mehr Licht aufhalten und empfindlicher gegen Verschiebungen des
Leuchtfadens sind. Da sich der Leuchtfaden vor dem Brennpunkt dieses Teils des Reflektors
befindet, sind die Kehlengen rechts in Fig. 39 kräftiger als die entsprechenden
Kehlengen links aus dem erwähnten Grunde. In gleicher Weise sind die Kehlengen links
in Fig.4o kräftiger als die
entsprechenden Kehlungen rechts, weil
sich der Leuchtfaden hinter dem Brennpunkt befindet.
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Bei den entsprechenden Bildern des Lichtkegels nach Fig.,24 und 26
wird der Teil 40' des Kegelbildes durch das Bodensegment der Scheinwerfer erzeugt;
die helle Stelle.5ö wird von den Seiten des mittleren Segments geworfen und der
Teil 6o' von dem Rest der Lampe erzeugt.
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Die gleiche Kombination von Lichtkegeln mag erzeugt werden, wie es
bei der zuerst besprochenen Ausführungsform der Erfindung der Fall ist.
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Die zuletzt beschriebene Anordnung mag gewünschtenfalls abgeändert
werden, indem man den oberen Teil des oberen Segments der Lampe mit symmetrischen
Kehlungen anstatt mit unsymmetrischen versieht, wodurch derjenige Betrag des Lichtes
erhöht wird, welcher quer über die ganze Straßenbreite gestreut wird. Dabei wird
allerdings der Betrag des Lichtes, der auf die Mitte der Straße niedergeworfen wird,
herabgesetzt, so daß sich -die vorhin beschriebene Anordnung weniger empfiehlt.
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In Fig. 41 bis 43 ist geschildert, wie man die gleiche Lichtwirkung
mittels eines eigenartig gestalteten Reflektors erreichen kann. Der Reflektor besitzt
dieselbe Form wie in Fig. 32, der oberste und unterste Teil sind also abwärts
geneigt und die obere Hälfte des Reflektors ist axial gegenüber der unteren etwas
versetzt. Außerdem sind aber die obersten und untersten Teile mit vollen Kehlungen
51 versehen, während das mittlere Segment mit unsymmetrischen gebrochenen Kehlungen
53 ausgerüstet ist.
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Der linke Scheinwerfer ist gezeichnet. Der rechte unterscheidet sich
nur in der Anwendung der Kehlungen des Mittelteils des Reflektors, der das Licht
nach links anstatt nach rechts zu werfen hat, wie es bei den früher beschriebenen
linken Scheinwerfern der Fall ist.
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Die Erfindung kann in der Praxis in mannigfacher Weise abgeändert
werden, indem man die an sich bekannten Hilfsmittel verwendet. Beispielsweise können
die Lichtquellen im und über dem Brennpunkt entweder von unabhängigen Leuchtfäden
erzeugt werden oder von einem einzigen Leuchtfaden, der von dem Führer gemäß der
gewünschten Lichtverteilung von, einer Stellung in die andere verschoben wird.
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Alle beschriebenen Formen der Reflektoren und Linsen können ebenfalls
vielfach in der Anordnung der Kehlungen und Prismen abgeändert werden, wie es die
besonderen Wünsche der Lichtverteilung im einzelnen Fall fordern. Außerdem können
aus den beschriebenen und gezeichneten Ausführungsformen der Erfindung noch verschiedene
Zusämmenstellungen gebildet Werden. Beispielsweise kann ein Teil der Abwärtsbiegung
der Strahlen von dem Reflektor und ein anderer Teil von der Linse bewirkt werden;
auch kann ein Teil der seitlichen Ablenkung der Strahlen durch den Reflektor, ein
anderer Teil durch die Linse hervorgerufen werden usw. Es versteht sich, daß diese
Abänderungen nur einfache Maßnahmen darstellen und nicht in sich Abweichungen vom
Grundgedanken der Erfindung bilden.