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Paarweise nebeneinander angeordnete Schneckentröge zum Schälen, Trocknen
und Vorbereiten von Getreide und Hülsenfrüchten a Die Erfindung bezieht sich auf
eine Vorrichtung zum Schälen, Trocknen und Vorbereiten von Getreide und Hülsenfrüchten.
Die Vorrichtung zum Schälen, Trocknen und, Vorbereiten von Getreide und Hülsenfrüchten
war bisher so durchgebildet,- daß man die Schäl-, Trocken- und Vorbereitungselemente
senkrecht übereinander schaltete. Diese Bauweise bringt große :Fachteile mit sich,
bezogen auf den Bau selbst, auf den Werkstoffverbrauch und Preisbildung sowie auch
der Vorrichtung selbst im Betriebe. Neben einer großen Bauhöhe, durch die die Vorrichtung
schlecht unterzubringen ist, entstanden auch Schwierigkeiten im Antrieb. Die einzelnen
Organe müssen heizbar sein, und es zeigten sich auch Schwierigkeiten in der Isolierung
und Erhaltung einer möglichst gleichmäßigen Temperatur. Diese ist aber nicht nur
zum Schälen und Vorbereiten, sondern vor allen Dingen zum Trocknen unerläßlich.
Auch hat man von den Schäl-, Trocken- und Vorbereitungseinrichtungen schon je zwei
nebeneinander und diese dann übereinander angeordnet.
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Dadurch ergeben sich sehr erhebliche Vorteile, und zwar i. bautechnisch:
geringe Bauhöhe, Einsparung von wertvollem Werkstoff und Vereinfachung des Antriebes;
betriebstechnisch: leichte Einbaumöglichkeit, günstige Isoliermöglichkeit, daher
Einsparung von Heizstoff und Erzielung einer sehr gleichmäßigen Temperatur, daher
eine viel bessere Leistungsfähigkeit, bezogen auf Menge und Güte; betriebswirtschaftlich:
billiger Anschaffungspreis, daher geringe Verzinsung und Abschreibung, Erzielung
einer günstigeren Gesamtnutzwirkung durch Einsparung in der Anschaffung und im Betriebe,
dabei aber bessere Leistungen in Menge und Güte.
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Um aber die Schäl-, Trocken- und Vorbereitungseinrichtungen paarweise
nebeneinander und dann übereinander betriebssicher zu machen, dürfen gemäß der Erfindung
die Wellenmittel der nebeneinander gelagerten Einrichtungen nicht in einer Ebene
liegen. Sie müssen so durchgebildet sein, daß eine der Einrichtungen tiefer liegt,
und zwar so, daß das Schäl-, Trocken--und Vorbereitungsgut ohne Störungsgefahr überlaufen
kann. :Nur so ist bei dem feuchten Gut eine Betriebssicherheit zu erwarten. Dabei
müssen aber die beiden nebeneinander gelagerten Einrichtungen in sich wiederum so
ausgebildet sein, daß sie eine gemeinsame Heizung und eine gemeinsame Isolierung
erhalten. Die gemeinsame Beheizung zweier Einrichtungen ist ein sehr großer Vorteil.
Einerseits wird das Heizwasservolumengrößer, so daß eine konstantere Temperatur
von selbst schongegeben ist, und andererseits sind die Isolierflächen günstiger,
was wiederum auf Erhaltung
einer gleichmäßigen Temperatur einen
großen Einfluß hat. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Fig. i (Schnitt C-D der Fig. 4) zeigt im -' Durchschnitt die Quell-,
Schäl-, Vorberotungs- und Trockeneinrichtungen mit dein Überlaufrohr. Es ist i der
Zulauf, 2 die Duellschnecke, 3 die Schälvorrichtung mit den Staukörpern, 4 die Vorbereitungs-
und 5 die Trockenschnecke, 6 das Überlaufrohr und 7 das Auslaufrohr.
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Fig. 2 (Schnitt A-B der Fig. 4) zeigt die dem Einlauf entgegengesetzte
Stirnwand mit der eingebauten Umlaufklappe und dem Umlaufrohr. Es sind wiederum
2, 3 und 4, 5 die Duell-, Schäl-, Vorbereitungs- und Trockeneinrichtungen, 8 die
Umschaltklappe, 9 das Umlaufrohr. Ist die Klappe 8 geöffnet, dann ist die Schälvorrichtung
mit den Staukörpern abgeschaltet, was beispielsweise dann der Fall ist, wenn mit
der ganzen Vorrichtung nur vorbereitet oder naturfeuchtes Getreide getrocknet wird.
Das Gut läuft dann gleich von der Einrichtung :2 über das Umlaufrohr 9 nach der
Einrichtung 5.
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Fig. 3 (Schnitt E-F der Fig. 4) zeigt einen Querschnitt durch die
Einrichtungen und die sie umgebende Heizwasser- und Isoliervorrichtung. Es sind
wiederum 2, 3 und 4, 5 die Duell-; Schäl-, Vorbereitungs- und Trockeneinrichtungen,
io das Heizwasser, II die Isolierräume und 12 die Isolierwände. Fig. 4 (Schnitt
G-H der Fig. z) zeigt einen Längsschnitt durch den Antrieb der'Einlaufstirnwand,
der Einrichtungen und der dem Einlauf entgegengesetzten Stirnwand 14 mit der eingebauten
Umlaufklappe 8 und dem Umlaufrohr 9. Es sind hier i der Einlauf, 2, 3 und 4, 5 die
Arbeitseinrichtungen, 6 das Überlaufrohr, 7 das Auslaufrohr, io das Heizwasser,
i i der rsolierraum, 1ä die Isolierwände.
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Das kegelige Vorgelege 15 mit den beiden Kettenrädern 16 und
17 und die endlose Kette 18 sind mit dem öldichten Kasten i9 umkleidet.
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Das Ausführuilgsbeispiel zeigt klar die einfache, niedrige Bauart,
die günstige Heiz-und Isoliermöglichkeit sowie die einfache Art des Antriebes mit
einer kurzen, endlosen Kette, die in einem geschlossenen ölkasten laufen kann.