DE648073C - Spanndorn fuer Hohlkoerper - Google Patents
Spanndorn fuer HohlkoerperInfo
- Publication number
- DE648073C DE648073C DEF78557D DEF0078557D DE648073C DE 648073 C DE648073 C DE 648073C DE F78557 D DEF78557 D DE F78557D DE F0078557 D DEF0078557 D DE F0078557D DE 648073 C DE648073 C DE 648073C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mandrel
- spindle
- clamping
- workpiece
- working position
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 4
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000003110 molding sand Substances 0.000 description 1
- 239000002893 slag Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B31/00—Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
- B23B31/40—Expansion mandrels
- B23B31/404—Gripping the work or tool by jaws moving radially controlled by conical surfaces
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Turning (AREA)
Description
Zum Aufspannen von gepreßten oder gegossenen hohlen Werkstücken von größerer
Länge, die außen überdreht und dabei nach der Innenfläche bestimmt werden sollen,
verwendet man Spanndorne, die das Werkstück gewöhnlich in zwei Ebenen mittels Spannstifte o. dgl. mittig ausrichten, abstützen
und mitnehmen. In den meisten Fällen muß der Dorn (oder bei Werkstücken mit
ίο geschlossenem Boden dieses selbst) außerdem
noch durch den Reitstock gestützt werden. Bei üblicher Anordnung der Drehbank bedingt
dies, daß zum Laden und Entladen der Reitstock entweder um die ganze Länge des
Werkstückes zurückgefahren oder aber irgendwie seitlich wegbewegt wird. Das letztere ist schwer zu verwirklichen, wenn
man nicht Gefahr laufen will, die unbedingt notwendige Starrheit zu verlieren. Es sind
daher Drehbänke entworfen worden, bei denen statt dessen der Spanndorn in die
Spindel zurückgezogen werden kann. Hierbei kann also der Reitstock unverändert stillstehen,
das Werkstück wird zum Laden einfach zwischen Reitstock und Spindelnase gehalten,
und dann schiebt irgendein Antrieb den Dorn in das Werkstück hinein und
spannt' dasselbe darauf fest. Diese Arbeitsweise ergibt eine kräftige, gedrungene Maschine
und ein bequemes, sicheres Arbeiten. Seine vorteilhafte Durchführung hängt von dem schnellen, zuverlässigen und genauen
Arbeiten des zurückziehbaren Spanndornes ab. Dieser muß im wesentlichen die folgenden
Bedingungen erfüllen:
Das Werkstück muß in zwei Ebenen gegenseitig unabhängig mittig ausgerichtet werden,
die Mitnahme soll aber in der Hauptsache durch die näher an der Spindel gelegenen
Stifte erfolgen. -
Der Dorn selbst muß in der gespannten Stellung sowohl achsig genau festgelegt und
gegen achsige Schnittdrucke starr abgestützt als auch gegen Ouerkrafte und insbesondere
zur Verhinderung des Ratterns in der Spindelbohrung fest verklemmt sein.
Die Mitnahme zwischen Spindel und Dorn soll zwangsläufig sein.
Da insbesondere bei gegossenen Werkstücken die Gefahr besteht, daß sich Fremd*
körper, wie Schlacken, Formsand usw., auf den Dorn legen und mit diesem in die Spindel
zurückgezogen werden, muß sich der · Dorn schließend in der Spindel führen, und die Spindelbohrung/ soweit sie freigegeben
wird, darf nach vorn z;i nicht enger werden, damit etwa eingedrungene Fremdkörper wieder
restlos hinausgeschoben werden können. Die Fremdkörper sollen auch möglichst beim
Zurückziehen des Dornes selbsttätig von diesem entfernt werden.
Der Körper des Dornes soll aus einem durchgehenden Stück bestehen, um größtmögliche
Starrheit zu erzielen.
Die sämtlichen nacheinander notwendigen Bewegungen, nämlich Vorfahren in die Arbeitsstellung,
Verriegeln daselbst und Spannen des Werkstückes, sollen möglichst durch
einen einzigen Antriebsteil bewirkt werden,, da der ganze Vorgang sich in der umlaufend
den Drehbankspindel abspielt und die Ah Ordnung mehrerer unabhängiger Antriebe an
derselben höchst verwickelt werden würde. to Es sind Spanndorne vorgeschlagen worden,
die die gestellten Forderungen mittels eines Druckflüssigkeitsantriebes erfüllen sollen.
Für die verschiedenen Bewegungen sollen verschiedene Kolben nacheinander in Wirkung treten, die sich gegenseitig steuern.
Nach einem noch nicht zum Stande der Technik gehörenden Vorschlage wird der Spanndorn
in der Maschinenspindel schließend geführt, die selbst als Verschiebezylinder dient
und wobei also der Dorn den Kolben bildet. Die Bewegung der Spannstifte zum Spannen
des Werkstücks erfolgt dann ebenfalls mittels Druckflüssigkeit, indem beim Anschlagen
des Domes in der vordersten Stellung ein Ventil geöffnet wird, das den Zutritt der
Druckflüssigkeit zu dem Antrieb der Spannstifte freigibt. Eine Verriegelung zwischen
Arbeitsspindel und Dorn fehlt bei dieser Vorrichtung. Der Dorn wird lediglich durch
die seiner Verschiebung dienende Druckflüssigkeit in seiner Arbeitsstellung gehalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Spanndorn, der die gestellten Aufgaben mit
rein mechanischen Mitteln auf einfachste Weise löst und der zu seinem Antrieb einen einzigen
Druckluft- oder Druckölzylinder erfordert.
Die Zeichnung stellt den neuen Spanndorn in zwei Stellungen dar, und zwar oben
in der Arbeitsstellung und unten in der zurückgezogenen Stellung. 1 ist die Drehbankspindel
und 2 das zu bearbeitende Werkstück. 3 ist der Stützzapfen des Reitstocks mit einer darin befestigten Körnerspitze
4. Der zurückziehbare Spanndorn besteht im wesentlichen aus dem Körper 5> dem
Bodenteil 6, Kopfteil 7 mit Anschlag 8, den Spannstiften 9 und den zur Erzeugung der
notwendigen Bewegungen dienenden Innenteilen.
Der Körper 5 ist in seinem vorderen in das Werkstück eintauchenden Teile etwas
kleiner als die Bohrung des Werkstückes gehalten. Daran schließt sich ein genau in die
zylindrische Bohrung der Maschinenspindel eingepaßtes Stück von etwas größerem Durchmesser und so großer Länge, daß alle
auftretenden Querkräfte sicher aufgenommen werden können. Nach hinten zu ist noch eine kurze, kegelige Erweiterung vorgesehen,
an die sich das Bodtnstück 6 anschließt, das sich in der hinten etwas größeren
Spindelbohrung führt. Der Körper ist der Länge nach durchbohrt und nach vorn zu durch das Kopfstück 7 verschlossen.
Die Spannstifte 9 sind in radialen Bohrungen oder Schlitzen des Körpers schließend
'geführt und liegen mit einer schrägen Grundfläche gegen Abschrägungen zweier
Kolben 10 und 11 an. Wenn sich die KoI-ben
nach rechts bewegen, werden die Spanntstifte nach außen gedrückt; bei der umgekehrten
Bewegung werden sie entweder durch darübergelegte Ringfedern oder durch Schwalbenschwänze (diese Teile sind
nicht gezeichnet) zurückgeführt. Die beiden Kolben 10 und 11 werden unabhängig voneinander
bewegt, und zwar erhält der zur Bewegung der hinteren Spannstifte dienende Kolben 11 seinen Antrieb unmittelbar vom
Hauptantriebskolben 12, während der Kolben 10 mittelbar durch Vermittlung der Feder
13 und der Stange 14 angetrieben wird.
Diese Art des Antriebes ist nur beispielsweise gewählt worden.
Die zwangsläufige Mitnahme zwischen Spindel und Dornkörper geschieht durch
einen Keil 15, der sich in einer Nut 16 der
Spindelbohrung führt. Damit die aus Wirt- , schaftlichkeitsgründen ungehärtete Spindel
durch den Arbeitsdruck nicht ausgeschlagen wird und gleichzeitig einen Schutz gegen die
beim Laden und Entladen unvermeidliche Berührung mit dem Werkstück erhält, trägt
sie vorn einen gehärteten Stirnring 17, der die eigentliche Kraftübertragung zum Keil
15 übernimmt. Dieser Keil dient gleichzeitig dazu, den Dorn in der Arbeitsstellung
in der Spindelbohrung zu verklemmen, damit kein Rattern eintreten kann. Er ist zu
diesem Zweck achsig beweglich und wird nach Erreichen der Arbeitsstellung nach vorn gedrückt und schiebt sich über eine
schräge Fläche 18 des Dornkörpers, wodurch die gewünschte Verklemmung erreicht
wird. Diese Achsbewegung geht ebenfalls von dem Hauptantriebskolben 12 aus und
wird durch die Feder 19 übertragen.
Das Bodenstück 6 trägt einen Riegel 20, der um einen Zapfen 21 schwenken kann.
Der Riegel trägt nach innen und außen je eine Nase. Die innere Nase liegt in der zurückgezogenen
Stellung des Domes in einer Nut des Hauptantriebskolbens 12 (untere
Abbildung) und verhindert dabei eine achsige Bewegung dieses Kolbens gegenüber dem Bodenstück und dem Dornkörper. Wird
also in dieser Stellung der Kolben 12 durch den links angedeuteten Verschiebezylinder
bewegt, so nimmt er den ganzen Dom t2o zwangsläufig mit. Beim Vorschieben des Domes in die Arbeitsstellung schlägt der
Dornkörper gegen den kegeligen Absatz der Spindelbohrung. Gleichzeitig liegt die
äußere Nase des Riegels 20 unter einer Ringnut 22 'der Spindelbohrung und wird bei der
weiteren Bewegung des Kolbens 12 in diese hineingedrückt. Damit ist der Dorn in der
Arbeitsstellung verriegelt, der Kolben 12 kann sich weiterbewegen und bewirkt nunmehr
mittels der vorher beschriebenen Teile das Festklemmen des Keiles 15 und das Festspannen
des Werkstückes durch die Stifte 9. Beim Zurückbewegen des Kolbens 12 verhindert
der Riegel 20 das Zurückgehen des Dornkörpers, bis die Stifte 9 und der Keil 15 entspannt sind. Dies ist notwendig, weil
andernfalls Beschädigungen eintreten könnten.
Claims (3)
1. Spanndorn für Hohlkörper von größerer Länge, der zum Laden bzw. Entladen
in die Maschinenspindel hineingeschoben wird, beim Spannen in ausgefahrener Arbeitsstellung steht und der
mit Spannstiften das Werkstück in zwei Ebenen gegenseitig unabhängig mittig ausrichtet und festspannt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorschieben des . Dornes (5) in die Arbeitsstellung, ein Festklemmen in dieser (Keil 15) und das
Spannen des Werkstückes (2) auf ' dem Dorn ebenso wie die umgekehrten Bewegungen
nach Beendigung der Arbeit durch einen einzigen achsig bewegten Steuerkolben (12) selbsttätig nacheinander
bewirkt werden.
2. Spanndorn nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Anordnung eines schwingenden Sicherh.eitsrie.gels im Dornkörper
(5) in Verbindung entweder mit einer Innennut (22) in der Maschinianspindel
(1) oder mit einer Aufiennuit im Steuerkolben (12), der durch den Eingriff
-in diesen Kolben verhindert, daß beim Vorwärtsgang des Dornes weder die
Klemmung des Dornes in der Spindel (Keil 15) noch die Spannstifte (9) für
das Werkstück (2) in Tätigkeit treten können, bevor der Dorn in der Arbeitsstellung
angelangt ist und der durch den Eingriff in die Spindel nach, der Dornverschiebung und dem Spannen
des Werkstückes den Dornkörper gegen Verschiebung gegenüber der Spindel durch innere oder äußere Kräfte
sichert und der endlich nach Beendigung der Arbeit den Dornkörper nicht eher zurückgleiten
läßt, bis die Werkstücksspannung und die Dornklemmung gelöst sind.
3. Spanndorn nach Anspruch 1, dessen Körper je an seinem vorderen und hinteren
Ende in der Maschinenspindel geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Längsabstützung durch einen
kegeligen Absatz der Spindelbohrung am hinteren Ende des Dornkörpers (5) eine schräge Klemmfläche (18) am vorderen
Ende des Dornkörpers" vorgesehen ist, an der ein zusammen mit der Längsabstützung
den Dornkörper in seiner Arbeitsstellung gegen die Spindel (1).
verspannender selbsthemmender Klemmkeil (15) angreift, der vom Steuerkolben
(12) her mittels einer Druckfeder (19)
verschoben wird und durch Eingriff in eine Nut (16) in der Spindel eine
zwangsläufige Mitnahme des Dornkörpers sichert.
Hierzu r Blatt Zeichnunfrei!
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF78557D DE648073C (de) | 1934-12-18 | 1934-12-18 | Spanndorn fuer Hohlkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF78557D DE648073C (de) | 1934-12-18 | 1934-12-18 | Spanndorn fuer Hohlkoerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE648073C true DE648073C (de) | 1937-07-21 |
Family
ID=7113106
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF78557D Expired DE648073C (de) | 1934-12-18 | 1934-12-18 | Spanndorn fuer Hohlkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE648073C (de) |
-
1934
- 1934-12-18 DE DEF78557D patent/DE648073C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1477578B2 (de) | Numerisch gesteuerte werkzeugmaschine | |
| DE1402986A1 (de) | Spannfutter | |
| DE2353845C2 (de) | Werkzeugmaschine | |
| EP0594103B1 (de) | Innenräummaschine, insbesondere Senkrecht-Innenräummaschine | |
| DE2935766C2 (de) | Tiefbohrmaschine | |
| DE648073C (de) | Spanndorn fuer Hohlkoerper | |
| DE1297438B (de) | Vorrichtung zum Ergreifen stabfoermiger Gegenstaende in einer drehbaren Spindel einer Werkzeugmaschine, insbesondere Fraesmaschine | |
| DE2221872B2 (de) | Werkzeugmaschine zum spanenden Bearbeiten der Außen- und/oder Innenseite von ringförmigen Werkstücken | |
| DE3400082A1 (de) | Verfahren zur bearbeitung eines werkstuecks in einer drehmaschine zwischen spitzen sowie spannvorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens | |
| DE2025227B2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Span nen und Festhalten langgestreckter Werk stucke, insbesondere auf Induktions Harte maschinen | |
| DE2516526A1 (de) | Presse zur spanlosen formgebung | |
| DE3411352A1 (de) | Raeumwerkzeug fuer drehmaschinen | |
| DE2811333A1 (de) | Vorrichtung zum schnellen wechseln und einspannen von werkzeugen an werkzeugmaschinen | |
| DE2737224C2 (de) | Spannfutter | |
| DE723067C (de) | Mitnehmer mit Koernerspitze | |
| DE870628C (de) | Selbsttaetiger Mitnehmer fuer Drehbaenke | |
| DE3105684A1 (de) | Vorrichtung zum zentrieren von werkstuecken | |
| DE3202852C2 (de) | ||
| DE1477578C3 (de) | Numerisch gesteuerte Werkzeugmaschine | |
| DE946617C (de) | Einer Ziehbank vorgeordnete Einstossvorrichtung fuer das zu ziehende Gut, z.B. Rohre | |
| DE948466C (de) | Drehbank mit Zentriervorrichtung | |
| DE975695C (de) | Drehbank mit starrem Bett und starrem Reitstock | |
| DE760784C (de) | Verschiebbare Koernerspitze | |
| DE284273C (de) | ||
| DE1552291A1 (de) | Spannvorrichtung fuer Werkzeugmaschinen |