DE646298C - Piezoelektrischer Kristall mit tiefen longitudinalen Eigenfrequenzen, insbesondere fuer Tonfrequenz - Google Patents
Piezoelektrischer Kristall mit tiefen longitudinalen Eigenfrequenzen, insbesondere fuer TonfrequenzInfo
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- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03H—IMPEDANCE NETWORKS, e.g. RESONANT CIRCUITS; RESONATORS
- H03H9/00—Networks comprising electromechanical or electro-acoustic elements; Electromechanical resonators
- H03H9/15—Constructional features of resonators consisting of piezoelectric or electrostrictive material
- H03H9/17—Constructional features of resonators consisting of piezoelectric or electrostrictive material having a single resonator
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Description
Bekanntlich lassen sich aus dem Ouarzrohkristall im allgemeinen nur Stäbe von etwa
8 bis 10 cm Länge schneiden, die deswegen in der praktisch so einfach zu verwendenden
Iongitudinalen Erregungsweise jedoch nur die Erreichung von etwa 30 kHz für die Grundschwingung
gestatten.
Daher wird im'folgenden eine neue Form eines- Kristallstabes angegeben, die es ermöglicht,
longitudinal bis herab zu etwa 10 kHz zu erregen, d. h. bis herab zu dem dritten
Teil des bisher möglichen.
Dieser neue piezoelektrische Kristall ist erfindungsgemäß als gekrümmter Stab aus
dem Rohkristall herausgeschnitten. Er hat also z. B., wie die Abb. 1 zeigt, die Form
eines aufgeschnittenen Kreisringes, der aus einer parallel zur optischen Achse geschnittenen
Platte herausgeschliffen ist. Die Versuche haben den Grundgedanken der Erfindung bestätigt, daß sich dieser Stab in der bisher
üblichen Weise longitudinal, d. h. hier in der Längsrichtung des Stabes erregen läßt, indem
die Schwingung der Krümmung des Stabes folgt. Daher ist leicht ersichtlich, daß bei
genügend großem Durchmesser die obengenannten Frequenzen zu' erreichen sind. Während
die bereits bekannten piezoelektrischen Kristalle in Form geschlossener Kreisringe
sich nur zu Eigenschwingungen mit mindestens zwei Knotenpunkten (als Grundschwingung)
erregen lassen, hat der vorliegende offene Kreisring den wesentlichen Vorteil, daß die Grundeigenschwingung mit einem
Knotenpunkt erregbar ist in demselben Sinne, als wenn der Stab ausgestreckt wäre.
Diese Schwingung hat daher den größenordnungsmäßig halben Frequenzwert wie ein geschlossener Ring.
Bei der Berechnung der Eigenfrequenz von Stäben vorliegender Art ist zu beachten, daß
diese Stäbe der bekannten Formel für die longitudinale Eigenfrequenz nicht gehorchen,
weil der Elastizitätsmodul längs des Stabes sich ändert, und zwar in bekannter Weise als
Funktion der jeweiligen Richtung der Stabachse zu den Kristallachsen. Es hat sich
gezeigt, daß die longitudinale Eigenfrequenz / der neuen Stäbe im wesentlichen einer Formel
gehorcht von der Form
wenn
ist; darin ist/die mittleres tablänge, ρ dieDichte,
s ist der Elastizitätsmodul in der Voigtschen Bezeichnungsweise abhängig von dem Winkel
φ, 2 α ist der Winkel, den der Kristall
einschließt. Die Richtungsabhängigkeit des Elastizitätsmoduls hat zur Folge, daß die
Schallgeschwindigkeit längs des Kristalls verschieden ist. Wird daher über sämtliche
Geschwindigkeiten integriert, so erhält man die mittlere Schallgeschwindigkeit, aus welcher
sich der mittlere Elastizitätsmodul sm ergibt. Wird für alle Stäbe derselbe Öffnungswinkel
2 α vorgeschrieben, so genügt es natür-Hch, sm ein für allemal zu bestimmen.
Außer in der in der Abb. ι dargestellten
Weise läßt sich der Kristallstab, und das ist sehr wichtig, auch in der Ebene senkrecht
zur optischen Achse Z Uus dem Naturquarz
herausschneiden, wie in Abb. 2 angegeben ist.
In diesem Fall muß der Stab die Form eines kurzen Zylinders haben, und die Elektroden
müssen der Stabkrümmung angepaßt werden.
Für beide Hauptorientierungen kann natür-Hch die Richtung der polaren Achse längs
oder quer zur Stabrichtung gewählt werden.
Selbstverständlich braucht die Krümmung des Stabes nicht kreisförmig zu sein; diese
Form ist hervorgehoben worden, weil sie bei der praktischen Herstellung keine besonderen
Schwierigkeiten bereitet.
Claims (2)
1. Piezoelektrischer Kristall mit tiefen longitudinalen Eigenfrequenzen, insbesondere
für Tonfrequenz, dadurch gekennzeichnet, daß er als gekrümmter Stab,
z. B. in der Form eines aufgeschnittenen Kreisringes, aus dem Naturkristall herausgeschnitten
ist.
2. Piezoelektrischer Kristall nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittelachse und die Krümmungsradien des gekrümmten Stabes in einer parallel
oder senkrecht zur optischen Kristallachse gelegten Ebene liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG91713D DE646298C (de) | 1935-12-07 | 1935-12-07 | Piezoelektrischer Kristall mit tiefen longitudinalen Eigenfrequenzen, insbesondere fuer Tonfrequenz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG91713D DE646298C (de) | 1935-12-07 | 1935-12-07 | Piezoelektrischer Kristall mit tiefen longitudinalen Eigenfrequenzen, insbesondere fuer Tonfrequenz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE646298C true DE646298C (de) | 1937-06-12 |
Family
ID=7139527
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG91713D Expired DE646298C (de) | 1935-12-07 | 1935-12-07 | Piezoelektrischer Kristall mit tiefen longitudinalen Eigenfrequenzen, insbesondere fuer Tonfrequenz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE646298C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1441630B1 (de) * | 1963-04-30 | 1972-08-31 | Clevite Corp | Piezoelektrischer resonator |
-
1935
- 1935-12-07 DE DEG91713D patent/DE646298C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1441630B1 (de) * | 1963-04-30 | 1972-08-31 | Clevite Corp | Piezoelektrischer resonator |
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