DE643720C - Verdampfervorrichtung fuer unter Druck verfluessigte, gasfoermige Motorbrennstoffe - Google Patents
Verdampfervorrichtung fuer unter Druck verfluessigte, gasfoermige MotorbrennstoffeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
- F02M21/00—Apparatus for supplying engines with non-liquid fuels, e.g. gaseous fuels stored in liquid form
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-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verdampfervorrichitung
für unter Druck verflüssigte gasförmige Motorbrennstoffe, die aus nacheinander zwischen Brennstoffvorratsbehälter
und Brennkraftmaschine angeordnetem Verdampfer für den Brennstoff, einem Druckminderventil
und einem Mischraum für Brennstoff und Luft besteht.
Während beim Betreiben von Brennkraftmaschinen mit flüssigen Brennstoffen der
Brennstoff in dem sog. Vergaser zerstäubt wird- und seine völlige Vergasung erst im
Verdichtungs- und Arbeitsraum der Maschine erfolgt, ist es beim Betreiben von Brennkraftmaschinen
mit gasförmigen Brennstoffen, die in verflüssigtem Zustande einem Vorratsbehälter entnommen werden, notwendig,
daß der Brennstoff in völlig gasförmigem Zustande in den Brennraum eintritt.
Es ist bekannt, zu diesem Zwecke eine zwischen dem Vorratsbehälter für die verflüssigten
Gase und der Brennkraftmaschine eingeschaltete Einrichtung zu benutzen, 'die aus einem 'durch die Abwärme der Brennkraftmaschine
geheizten Verdampfer, einem dahinter liegenden Druckminderventil und einem Mischraum besteht, in dem die Brenngase
mit Luft gemischt werden. Das Druckminderventil wird dabei selbsttätig durch den
Dampfdruck des vergasten Brennstoffes gesteuert. Gelangt dabei durch ungenügende
Erwärmung im Verdampfer Brennstoff in flüssigem Zustand in den Raum hinter dem D ruckminder ventil, so wird diese Steuerung
sehr ungenau, und es tritt dadurch eine weitere Menge flüssigen Brennstoffes durch das
Druckminderventil. Dadurch gelangt jedoch eine zu große Menge Brennstoff in flüssigem
Zustand in die Maschine, wodurch diese zum Stillstehen kommt. Diese Schwierigkeit ist
besonders beim Anfahren gegeben, da in diesem Zustand noch keine Abwärme für den
Verdampfer zur Verfügung steht. Aus diesem Grunde kommen auch die Abgase des
Motors als alleinige Heizquelle für den vorliegenden Zweck nicht in Frage. Der Einbau
einer Vorrichtung zur Beheizung des Verdampfers für das Anfahren der Maschine würde eine umständliche technische Anordnung
erfordern und wäre bei beschränkten Raumverhältnissen, wie sie z. B. im Fahrzeug
herrschen, überhaupt nicht durchführbar, da eine Vorrichtung, in der der gesamte
verflüssigte Brennstoff erwärmt werden soll, viel Platz beanspruchen würde.
Zur Behebung dieses Mißstandes ist schon vorgeschlagen worden, hinter dem Druckminderventil
ein Entspannuingsgefäß einzuschalten, in dem die flüssig übergetretenen
Brennstoffanteile mit Hilfe von feinmaschigen Sieben in feinste Teilchen zerlegt und so ihr
Übergang in Gasform erleichtert wird. Dieses
Entspannungsgefäß muß erhebliche Ausmaße haben, um der umgebenden Luft, aus der die
notwendige Verdampfungswärme entnommen werden soll, genügende Berührungsflächen zu bieten.
Es wurde nun gefunden, daß man in viel wirksamerer Weise und mit Hilfe einer
Einrichtung, die wesentlich weniger Raum erfordert, arbeiten kann, wenn man den ίο Brennstoff zwischen Druckminderventil und
Mischraum durch eine weitere, durch das Kühlwasser der Brennkraftmaschine und gegebenenfalls
noch durch zusätzliche Zuführung äußerer Wärme beheizte als Nachverdämpfer
wirkende Leitung schickt.
Eine solche Vorrichtung, bei der die Zufuhr der nötigen Verdampfungswärme auf
kleinem Raum möglich ist, kann, im Gegensatz zu der bekannten Vorrichtung, auch für
Fahrzeugmotoren Anwendung finden. Ferner besteht bei dieser Anordnung die Möglichkeit,
die Wärme der Verbrennungsgase für die Verdampfung der nach dem Entspannen noch flüssigen Brennstoffanteile zu verwenden.
Die Verwendung von Wasserwärme zur Verdampfung von verflüssigten Gasen ist
bekannt. Neu ist jedoch die Verwendung des Kühlwassers eines Motors zur Verdampfung
des durch das Druckminderventil hindurchgegangenen flüssigen Brennstoffes.
In Fig. ι ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung schematisch dargestellt. In ihr
bedeutet α den Verdampfer, b das selbsttätig gesteuerte Druckminderventil, c den Nachverdampfer,
d den Mischraum und e den Brennstofi'vorratsbehälter, aus dem das verflüssigte
Gas entnommen wird.
Das Anfahren der Brennkraftmaschine gestaltet sich nun folgendermaßen:
Das flüssige Gas wird dem Vorratsbehälter £>, in dem es sich unter einem erhöhten
Druck, z. B. von 5 Atm., befindet, entnommen, gelangt von da in den Verdampfer«,
der später mit der Abwärme der Brennkraftmaschine beheizt wird, zunächst aber noch
kalt ist, und von da in das selbsttätig gesteuerte Druckminderventil b, wo es auf einen
niedrigeren Druck, z. B. auf Atmosphärendruck, entspannt wird. Dieser Druck ist je
nach den Bedürfnissen des Motors einstellbar. Da beim Anfahren für den Verdampfer«
noch keine Abwärme der Brennkraftmaschine zur Verfügung steht, treten zunächst große
Mengen noch verflüssigten Gases mit durch das Druckminderventil. Diese werden in der
hinter dem Druckminderventil angebrachten als Nachverdampfer wirkenden Wärmeübertragungsfläche
c restlos verdampft. Hierzu genügt bei Gasen mit einem Siedepunkt, der tiefer als o° liegt, die Wärme des noch auf
Außentemperatur befindlichen Kühlwassers.
Verwendet man verflüssigte 'Gase, deren Siedetemperatur über o° liegt, so empfiehlt
es sich, die Wärmeübertragungsfläche c durch. ' zusätzliche Zuführung äußerer Wärme, zweckmäßig
durch eine elektrische Heizvorrichtung, zu beheizen. Man hat aber auch in diesem Fall den Vorteil, daß die Heizeinrichtung
wesentlich kleiner gehalten werden kann, als wenn die Erwärmung des zu verdampfenden
Gases beim Anfahren der Brennkraftmaschine durch eine Beheizung des Verdampfers vor dem Druckminderventil vorgenommen
wird.
Durch diese Vorrichtung ist die Sicherheit gegeben, daß auch beim Anfahren der Maschine
der Brennstoff in völlig verdampftem Zustand in die Brennkraftmaschine eintritt.
Erfolgt nach dem Anlauf der Maschine die Beheizung des Verdampfers a. durch die von
der Brennkraftmaschine abgegebene Wärme, so tritt immer weniger Gas in verflüssigtem
Zustand durch das Druckminderventil, bis zuletzt die Erwärmung im Verdampfer ausreicht,
um nur Gas durch das Druckminderventil treten zu lassen.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist in Fig. 2 dargestellt.
Durch die Leitung/ gelangt das verflüssigte Gas aus seinem Behälter zunächst in den
Verdampfer a, der spiralförmig um die Wärmeübertragungsfläche
c angeordnet ist und mit dem erwärmten Kühlwasser der Brennkraftmaschine beheizt wird. Das verflüssigte Gas
wird in der in Spiralen um die Verdampfungsfläche angeordneten Leitung g durch den Verdampfer
geführt und gelangt durch die Leitung A über einen Abscheider/ in das Druck-*
minderventil b und von da durch die Leitung k in den von der Wärmeübertragungs- »00
fläche c eingeschlossenen Raum, in dem die durch das Druckminderventil b hindurchgetretenen,
noch flüssigen Bestandteile restlös vergast werden. Durch die Leitung/ gelangt
das Gas in die beiden Mischräume d, wo es mit Luft gemischt wird. Das fertige Brenngemisch
tritt hierauf durch die Leitung m in die Brennkraftmaschine ein.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι . Verdampfervorrichtung für unter Druck verflüssigte, gasförmige Motorbrennstoffe, bestehend aus nacheinander zwischen Brennstoffvorratsbehälter und Brennkraftmaschine angeordnetem Verdampfer für den Brennstoff, einem Druckminderventil und einem Mischraum für Brennstoff und Luft, gekennzeichnet durch Führung der Brennstoffleitung zwischen Druckminderventil (b) und Mischraum (d) in iao eine weitere durch das Kühlwasser der Brennkraftmaschine und gegebenenfallsθ43720noch durch zusätzliche Zuführung äußerer Wärme beheizte, als Nachverdampfer wirkende Leitung (c).
- 2. Verdampfervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdampfer (ff) als spiralförmig um die beheizte Leitung (c) geführte Brennstoffleitung (g) in der vom Kühlwasser der Brennkraftmaschine durchströmten Heizkammer ausgebildet ist (Fig. 2).Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI50411D DE643720C (de) | 1934-08-19 | 1934-08-19 | Verdampfervorrichtung fuer unter Druck verfluessigte, gasfoermige Motorbrennstoffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI50411D DE643720C (de) | 1934-08-19 | 1934-08-19 | Verdampfervorrichtung fuer unter Druck verfluessigte, gasfoermige Motorbrennstoffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE643720C true DE643720C (de) | 1937-04-15 |
Family
ID=7192819
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI50411D Expired DE643720C (de) | 1934-08-19 | 1934-08-19 | Verdampfervorrichtung fuer unter Druck verfluessigte, gasfoermige Motorbrennstoffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE643720C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740151C (de) * | 1941-01-23 | 1943-10-13 | Berliner Verkehrs Betr E Bvg | Vorrichtung zur Erleichterung des Anlassens von mit Fluessiggas betriebenen Fahrzeugmotoren |
| DE885626C (de) * | 1941-11-18 | 1953-08-06 | Aral Ag B V | Verfahren zum Entspannen und Verdampfen von unter Druck bei gewoehnlicher Temperatur fluessigen, ohne Druck gasfoermigen Treibstoffen (Fluessiggase) |
-
1934
- 1934-08-19 DE DEI50411D patent/DE643720C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740151C (de) * | 1941-01-23 | 1943-10-13 | Berliner Verkehrs Betr E Bvg | Vorrichtung zur Erleichterung des Anlassens von mit Fluessiggas betriebenen Fahrzeugmotoren |
| DE885626C (de) * | 1941-11-18 | 1953-08-06 | Aral Ag B V | Verfahren zum Entspannen und Verdampfen von unter Druck bei gewoehnlicher Temperatur fluessigen, ohne Druck gasfoermigen Treibstoffen (Fluessiggase) |
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