DE64069C - Dampfmaschine mit kreisförmig schwingendem halbkugelförmigem, geneigt an die Kraftwelle angeschlossenen Kolben - Google Patents
Dampfmaschine mit kreisförmig schwingendem halbkugelförmigem, geneigt an die Kraftwelle angeschlossenen KolbenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C9/00—Oscillating-piston machines or engines
- F01C9/005—Oscillating-piston machines or engines the piston oscillating in the space, e.g. around a fixed point
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
angeschlossenen Kolben.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine eigenartige Dampfmaschine, in welcher eine Scheibe
oder ein Kolben eine eigentümliche, theils
schwingende, theils kreisende Bewegung innerhalb eines einenKugelabschnitt bildenden Raumes
erhalt. .
Der Zweck dieser neuen Einrichtung ist der, die Leistung der Maschine zu erhöhen, die
Tlieile derselben behufs Rcgulirung u. s. w. leicht zugänglich zu machen, Reibung zu vermindern,
den selbsttätigen Regulator, wenn ein solcher Anwendung findet, sehr empfindlich
zu machen, sowie endlich die Dampfabsperrung und Umsteuerung zweckmäfsiger zu
gestalten, wenn die Maschine für Umsteuerung gebaut ist. - .
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Längenschnitt durch die Maschine, Fig. 2 ein Längenschnitt
des Hauptlagers, Fig. 3 ' eine Vorderansicht des Hauptlagers, Fig. 4 eine Vorderansicht
des am Rande eingekerbten oder gezahnten Ringes, der die Rollen des Hauptlagers
trägt; Fig. 5 ist ein Längenschnitt des Gehäuses und Kolbens, durch die Kolbenöffnungen- und:
Ventile genommen, nach der Linie x-x, Fig. 8; Fig. ό ist eine obere Ansicht, theilweise Schnitt,
des Kolbengehäuses, die Schnittlinie rechtwinklig zur Linie x-x, Fig. 8, genommen; Fig. 7 ist
eine Vorderansicht gegen den Kolben, abgebrochen, die Ventile sind im Querschnitt
nach x-x, Fig. 5, dargestellt; Fig. 8 ist eine
Vorderansicht des Kolbens; Fig. 9 ist ein Lä'ngenschnitt
durch den unteren Theil des Kolbengehäuses
und Kolbens; Fig. 10 ist eine Unteransicht der unteren zweitheiligen, gelenkig verbundenen
Platte mit den daranstofsenden Theilen dc's Kolbens im Schnitt; Fig. 11 ist eine perspectivische
Ansicht des Haupttheiles dieser Platte; Fig. 12 ist eine perspectivische Ansicht
eines Flügels derselben; Fig. 13 ist eine Seitenansicht des Packungsstreifens dieser Platte und
P'ig. 14 eine Unteransicht desselben; Fig. 1.5
ist eine Unteransicht des abnehmbaren Kopfes des Dichtungsringes; Fig. 16 ist eine Seitenansicht desselben; Fig. 1.7 ist ein Längenschnitt
der starren, zweitheiligen Platte; Fig. 18 ist eine Oberansicht derselben mit dem anstofsenden
Theil des Kolbengehäuses im Grundrifs und dem Kolben im Schnitt; Fig. ig ist eine
Endansicht der starren Platte, Fig. 20 ist eine Oberansicht des Dichtungsstreifens der starren,
zweitheiligen Platte; Fig. 21 ist eine Stirnansicht des höhlen Mitnehmerstiftes; Fig. 22 ist
ein Längenschnitt der Kurbelscheibe und der mit ihr zusammenhängenden Theile; Fig. 33
ist ein Querschnitt des Rollenlagers des Gelenkzapfens in der Linie x-x, Fig. 22; Fig. 24 ist
eine hintere Ansicht der Kurbelscheibe und des an derselben angebrachten Regulators;
Fig. 25 ist eine Seitenansicht eines der Regulatorgewichte; Fig. 26 ist eine Seitenansicht des
Hauptventils, das Rollenlager des Dampfabschlufsventils im Schnitt gezeigt; Fig. 27 ist
ein Querschnitt nach x-x, Fig. 26; Fig. 28 ist
eine Endansicht des Trägers, durch den das Hauptventil Drehung erhält; Fig. 29 ist ein
Querschnitt naclvj'-^· der Fig. 26; Fig. 30 ist
eine Seitenansicht des Dampfabschlufsvenlils;
Fig. 3 ι ist ein Querschnitt-nach x-x, Fig. 30;
Fig. 32 ist ein Längenschnitt der verbesserten Dampfmaschine mit-Umsteuerung; Fig. 33 ist
eine Endansicht des Umstcuerungshebels; Fig. 34 ist ein Längenschnitt der- Maschine in vergrößertem
Maisstabe, theihveise abgebrochen; Fig. 35 ist ein Querschnitt des den Gelenkstift
umgebenden, aufsen abgerundeten Gehäuses in der Linie x-x, Fig. 34; Fig. 36 ist,
ein Längenschnitt der hinteren Theile der Ventilspindeln und der zugehörigen Theile;
Fig. 37 ist ein Querschnitt nach x-x, Fig. 36; Fig. 38 ist ein Längenschnitt durch das Dampfabschlufssegment,
welches sich in den Ventilen befindet; Fig. 39 ist eine hintere Ansicht der
Trägerplatte, welche an der Spindel des Hauptventils befestigt ist; Fig. 40 ist eine hintere
Ansicht des: Ringes, welcher auf der Spindel des Dampfabschlufsventils sitzt. Fig. 41, 42,
43, 44 und 45 sind je eine hintere Ansieht
der Trägerplatte des Hauptventils, um die ver-' schiedenen Stellungen des letzteren zu ver-;
deutlichen. Fig. 46, 47, .48, 49 und 50 sind die diesen verschiedenen Stellungen entsprechen-,
den Querschnitte der Ventile.
In den Fig. 1 bis 31 ist angenommen, dafs
die den Gegenstand dieser Erfindung bildenden Einrichtungen sich an einer Maschine mit selbstthätigem
Regulator angebracht finden.
In diesen Figuren bezeichnet A das Gehäuse,* in welchem der, Kolben arbeitet und welches
die Form eines Kugelabschnittes besitzt. A1 ist der Kopf oder Deckel, welcher auf das weite
Ende dieses Gehäuses fest aufgesetzt und mit einem cylindrischen Ansatz A'2 in der Achsenrichtung
des Gehäuses A verseilen ist.
Die dem Cylinder A" gegenüberliegende kleinere Oeffnung al des Kugelabschnittes ist
von einem kreisförmigen Flantseh α umgeben, an welchen der Dampfkasten B angeschlossen
ist, in den der Dampf durch das Rohr b eintritt. Der Dampfkasten kann zweckmäfsig mit
dem Maschinengestell B1 zusammengegossen sein; letzteres trägt die Maschinenwelie B- in
einem Hauptlager B3, welches neben dem
Dampfkasten liegt, und in einem zweiten Lager B*. Die Riemscheibe .B5 oder ein anderes
Element zur Uebertragung der Bewegung von der Welle B- ist zweckmäfsig zwischen beiden
Lagern aufgesteckt. Die Triebwelle B2 liegt in der Achsenlinie des Gehäuses A und trägt
innerhalb des Dampfkastens eine Kurbelscheibe C, welche mit der Stahlwelle aus einem
Gufs geformt sein kann. .
D ist der Maschinenkolben in Gestalt eines Kugelabschnittes, dessen Rundung in die Rundung
des Gehäuses A pafst; die vordere Fläche des Kolbens ist jedoch convex gestaltet, so dafs,
da der Kolben schräg im Gehäuse liegt, das Geliäuse nur tlieilweise ausgefüllt wird und
zwischen dem Deckel A1 und dem abfallenden
Theil der vorderen Kolbenfläche ein Dampfraum verbleibt.
E ist ein Mitnehmer- oder Gelenkzapfen, welcher sich in dem cylindrischen Ansatz A2
des Deckels A1 befindet und mit seinem halbkugelförmigen Ende in das Gehäuse A hineinragt,
wo sich dieses Ende in einen Sitz oder eine Vertiefung in der Kolbenfläche einlegt.
Der Zapfen E ist hohl und hat an seinem vorderen runden Ende eine Oeffnung e, durch
welche der Abdampf in den Hohlraum des Zapfens eintritt, um von da durch das offene
hintere Ende des Zapfens in den mit einem Dampfauslafsrohr e1 verbundenen Cylinder A%
zu entweichen. *
Der Hohlzapfen E ist, um die Abnutzung auszugleichen, in der Längenrichtung nachstellbar durch eine Stellschraube ß2, welche
durch ein Muttergewinde im Deckel e3 des
Ansatzes .A2 hindurchführt. Die Schraube e2
steht mit dem Zapfen E durch einen Zapfen mit abgesetztem Hals e'1 und breiterem Kopf e5,
Fig. ι und 5, in Verbindung. Um diese Verbindung leichter herzustellen, hat der Boden
des Hohlzapfens (Fig. 21) einen Ausschnitt e",
der den Hals e4 des Zapfens aufnimmt, während der Kopf e5 innen gegen den Boden des
Zapfens anliegt; von aufsen legt sich der Absatz der Schraube gegen den.Zapfenböden an.
Diese Verbindung gestattet dem Zapfen E eine Gelenkbewegung auf der Stellschraube und eine
Drehbewegung im Gehäuse A, wodurch die Abnutzung sich auf die Fläche gleichmäfsig
vertheilt. ,
F und F1 sind zweitheilige Platten oder
Widerlager, welche am Deckel A1 des Gehäuses A befestigt sind und durch den Dampfraum
des letzteren in Taschen hineinragen, die im Kolben gebildet sind. Von diesen Platten
werden zwei oder mehrere benutzt; in der Zeichnung sind vier angenommen. Wenn vier
solcher Platten vorhanden sind, so sind zweckmäfsig zwei derselben, welche sich diametral
gegenüberstehen, starre Platten, die nur mit dem Deckel A drehbar oder beweglich verbunden
sind, während die beiden anderen Platten aus zwei mittelst biegsamen Gelenkes
oder radialen Drehzapfens verbundenen Theilen bestehen, wodurch diese Platten besser der
drehenden und schaukelnden Bewegung des Kolbens folgen können und einer Klemmung
weniger ausgesetzt sind.. In der Zeichnung ist F eine feste oder starre Platte im oberen Theil
des Gehäuses A, Fig. 1, und F1 eine gelenkig
zusammengesetzte Platte im unteren Theil des Gehäuses und an dessen Seiten. Es ist also
hier eine starre Platte gegenüber drei gelenkigen Platten dargestellt, welche Einrichtung jedoch
weniger zweckmäfsig erscheint, als die Anord-
nung von je zwei Platten jeder Art. Die starre Platte hält den Kolben in seiner Lage Und
verhindert, dafs er die gelenkigen Platten klemmt, während die letzteren durch ihre Gelenkigkeit sich allen Lagen anpassen, die der
Kolben durch die starre Platte anzunehmen gezwungen wird. ■
Jede der Platten F und F1 ist an dem
Deckel Ax durch ein konisches Gelenk / verbunden,
das in ein ahnlieh gestaltetes Lager/1 an der Innenseite des Deckels pafst. Das Gelenk
/ hat die Form eines steilen Kegelstumpfes, dessen Scheitel im Mittelpunkt des
Gehäuses -4 liegt. Das Gelenk befindet sich..
am vorderen Ende der Platte, und das Lager am Gehäusedeckel ist nach hinten hin orten, so
dais die Platte in den Dampfraum und Kolben hineinragen kann. Die Seiten der Platte sind
ebenso abgeschrägt wie das Gelenk /", und die Seiten der Tasche /2 im Kolben haben eine
entsprechende Neigung, wie aus Fig. - und 8 ersichtlich, so dafs Abnutzung durch; Nachstellen
der Platten nach innen ausgeglichen werden kann.
Jede der Platten wird gegen die Mitte des Gehäuses und gegen den Zapfen E hin durch
eine Feder/1·"1 gedrückt, die gegen das äufsere
Ende oder den Umfang des Gelenkes/ wirkt und in einer Vertiefung/* des Gehäuses liegt,
in welcher die Spannung der Feder mittelst Schraube /5, Fig. 9, stellbar gemacht ist.
Die feste Platte F legt sich mit ihren Seiten
dicht gegen die Seiten der Kolbentasche (Fig. 18) an; nur am. hinteren Ende ist die Tasche ein
wenig erweitert, um die Ausdehnung der Berührungsflächen und die entstehende Reibung
zu verringern. . .
G, Fig. 17 bis 20, stellt einen gebogenen
Abdichtungsstreifen dar, welcher auf den Umfang der festen Platte, an deren Ende, in eine
Vertiefung eingelegt wird, .die der Form dieses Streifens entspricht.
Gegen das vordere Ende hin ist der Streifen G mit einer ringförmigen Verbreiterung g
verseilen, welche das Ende des Gelenkes/ un-, bedeckt la'fst und die Feder/3 innerhalb dieses
Ringes gegen das Gelenk wirken la Ist. · Der Dichtungsstreifen G ist am anderen Ende mit
einem Querstück gl versehen, das von einer
Seite der Platte zur anderen reicht. Der Streifen G wird nach aufsen gegen die Kugelfläche
des Gehäuseinnern durch den Dampfdruck angeprefst und verhindert Undichtigkeit am Umfang
der Platte. In letzterer sind zweckma'fsig Federn g2 angebracht, welche gegen die Unterseite
des Dichtungsstreifens drücken und den Druck nach aufsen verstärken.
Die gelenkig zusammengefügten Platten F1
bestehen je aus einem Haupttheil F2, der mittelst
konischen Gelenkes/ am Gehäusedeckel A1 befestigt ist, und einem Flügel F3, welcher in
der Tasche des Kolbens sitzt und mit dem Theil F2 durch ein konisches Gelenk/° verbunden
ist, das an den Thcil F2 geformt ist
und in einen konischen Sitz /7 des Flügels einpafst (Fig. 9 und 10). Dadurch kann die
Winkelstellung des Flügels zur Platte sich verändern und letztere sich der Lage der Tasche
des Kolbens anpassen, ohne sich zu klemmen. Die Seiten des Flügels F3 passen dicht an die
Seiten der Tasche an, aber die Seiten der Platte F2 sind gegen das Gelenk / hin zusammengezogen,
um in der Tasche etwas Spiel zu haben. Jede der zusammengesetzten Platten
F1 hat einen Abdichtungsstreifen G1, welcher
sich über die Berührungsfläche der Platte gegen das Gehäuse erstreckt und mit einem
abnehmbaren Querstück g* versehen ist, das im Flügel F3 seinen Sitz hat und an der
/schwingenden Bewegung desselben iheilnimmt, die durch das Gelenk/" gestattet ist.
'· //, Fig. 5, 22 und 23, stellt den Gelenkzapfen dar, der über der Mitte des halbkugelförmigen Kolbens angeordnet ist und aus dessen Scheitel· in den Dampfkasten hineinragt, innerhalb dessen er in ein in der Kurbclscheibe C angebrachtes excentrischcs Lager eintritt, so dafs er mit der Kurbclscheibe rotirt. //' ist ein Ring, welcher zwischen dem Zapfen H und Kolben D angeordnet und mit einer geeigneten Anzahl von Dampfeintrittsöffnungcn /1 versehen ist. Das kreisrunde Loch im Scheitel des Gehäuses A ist grofs genug, um die Drehung des Zapfens und Ringes zu gestatten, es ist mit einer Packung h 1 versehen, die in einem Ausschnitt liegt und gegen den runden Rücken des Kolbens andrückt (Fig. 5 und 6).
'· //, Fig. 5, 22 und 23, stellt den Gelenkzapfen dar, der über der Mitte des halbkugelförmigen Kolbens angeordnet ist und aus dessen Scheitel· in den Dampfkasten hineinragt, innerhalb dessen er in ein in der Kurbclscheibe C angebrachtes excentrischcs Lager eintritt, so dafs er mit der Kurbclscheibe rotirt. //' ist ein Ring, welcher zwischen dem Zapfen H und Kolben D angeordnet und mit einer geeigneten Anzahl von Dampfeintrittsöffnungcn /1 versehen ist. Das kreisrunde Loch im Scheitel des Gehäuses A ist grofs genug, um die Drehung des Zapfens und Ringes zu gestatten, es ist mit einer Packung h 1 versehen, die in einem Ausschnitt liegt und gegen den runden Rücken des Kolbens andrückt (Fig. 5 und 6).
Der Zapfen H ist von einer Hülse / umschlossen, die aufsen kugelförmig abgerundet
ist, und der Sitz in der Kürbeischeibe C ist mit einem Lager i, Fig. 5, versehen, in welches
die Hülse / eingesetzt und mit einem 1 weichen Metall umgössen wird. Diese Kugelgelenkverbindung
gestattet dem Gclcnkzapfen und der Kurbelscheibe, sich trotz ungenauer Bearbeitung oder nicht ganz sorgfälliger Zusammensetzung
der Theile doch stets richtig einzustellen. , · .
Die Reibung des Gelenkzapfens // in seinem Sitz wird bedeutend herabgemindert, wenn
man das in Fig. 22 und 23 dargestellte Lager anwendet. Das Ende des Gelenkzapfens H ist
hier abgesetzt, wie durch j verdeutlicht, und mit einem auf diesem Theil befestigten Ring J
umgeben. Ein dünnerer Ring J1 umschliefst den stärkeren Theil jl des Zapfens; beide
Ringe haben aufsen gleichen Durchmesser. Zwischen den Umfang der Ringe / J' und
der Innenseite eines Ringes /3 sind Rollen J2
eingesetzt, welcher Ring J3 in den aufsen runden Ring / hineingedrückt ist. Die Rollen J2
haben in der Mitte" eine kreisförmige Aus-
sparung und werden von einem am Rand mit Einkerbungen versehenen .:'■ Ring J*- getragen,
der zwischen die Ringe J und J1 eingesetzt
ist und in dessen Ausschnitte die abgesetzten Mitteltheile f2 der Rollen lagern.. Die Schleuderkraft,
welche durch .die kreisende Bewegung des Gelenkzapfens hervorgerufen wird, hat das
Bestreben, die Rollen, gegen die Kurbelscheibe hin zu treiben, und um die durch diesen Druck
verursachte Reibung : zu vermindern, ist eine
Reihe Kugeln j3 in einer kreisförmigen Nuth
- an der Innenseite des Ringes J gelagert, neben dem eingekerbten Ring 7 \ so dafs letzterer
gegen die Kugeln andrückt. Der Ring Jh ist ebenso wie der in Fig. 4 dargestellte geformt.
Dieses Lager vermindert nicht nur die Reibung durch Einfügung der Rollen zwischen die
Laufflächen, sondern schwächt auch die Reibung dadurch ab, dafs es den einseitigen Druck
gegen das Gelenkzapfenlager verringert, welcher Druck in einem vollen Gelenkzapfenlager,'
wie in Fig. ι dargestellt, viel gröfser ist, weil
in einem solchen der Zapfen durch den Kolben gegen die Seite des Lagers gedrückt wird, wobei
auf der anderen. Seite des Zapfens■■'· ein
Hohlraum entsteht, in den der Dampf eintritt und den einseitigen Kolbendruck gegen das
Lager noch vergröfsert. Bei dem Rollenlager 'ist der Gelenkzapfen dem Dampfdruck · auf
seinem ganzen Umfang gleichmäfsig ausgesetzt, .so dafs sich der Druck ausgleicht.
Aus gleichen Gründen ist es in vielen Fällen
wünschenswerth, 'das Wellenlager, welches dem
Dampfkasten zunächst liegt und dem Druck des den Achsschenkel entlang entweichenden
Dampfes ausgesetzt ist, gleichfalls als Rollen-\
lager einzurichten. Ein solches ist in Fig. 2, 3 und 4 dargestellt; die Rollen sind darin mit K
bezeichnet, die inneren Reibflächenringe mit
KK, der eingekerbte Tragring mit K1 und
der die Rollen umschliefsende Ring mit K2.
L bezeichnet den cylindrischen Sitz für, das
Hauptventil, welches in der. Achsenrichtung des Kolbens angeordnet ist, und L1 sind die bogenförmigen
.Dampfkanäle ides Kolbens, welche von den Seiten des Ventilsitzes nach ' der
Kolbenfläche führen und zwischen den Taschen der Platten FF1 angeordnet sind, wie in Fig. 5·,
6, 7 und 8 gezeigt. .
M ist das cylindrische Hauptventil, welches
gegen das Dampfausgangsende der Maschine hin offen und am entgegengesetzten Ende· mit einer"
hohlen Spindel m versehen ist j die mit dem
einen sich nach aufsen hin erweiternden Ansatz m1 in den cylindrischen Sitz L mündet.
Der Ansatz, m1 ist mit Oeffnungen m2 versehen,
durch welche der Dampf aus dem
Hohlring H* eintritt, dessen Höhlung deri Ansatz m1 umschliefst und in welche der Dampf
durch die Oeffnungen h eintritt. . ms ist die Dampfeinlafsöffnung und m4 die
Dampfaustrittsöffnung im Cylinder des Hauptventiis, einander gegenüberstehend.
In Fig. 5, 7, 30 und 31 ist das cylindrische
Absperrventil iV 'ersichtlich,·-welches-im Hauptventil
angeordnet ist und mit einer Spindel η durch die Hohlspindel des Hauptventils hindurchführt. ■·'■'■.-
Das Absperrventil N ist auf einer Seite mit einer Dampfaustrittsöffnung κ1 versehen, welche
neben dem Auslafs w4 des Hauptventils liegt und aufsen etwas länger ist; gegenüber befindet
sich die Dampfeinlafsöffnung ;is, welche neben
der entsprechenden Oeffnung ms des Hauptventils
liegt. Die Eintritts- und Auslafsöffnungen der beiden Ventile sind durch eine
diagonale Scheidewand «;i getrennt, welche
sich im Absperrventil befindet und die Auslafsöffnungen mit dem Austrittsende des Hauptventils,
die Eintrittsöffnungen aber mit 3cm hohlen Ansatz hi1 in Verbindung setzt.
.M4 ist eine Rippe, welche die hintere Kante der Dampfeintrittsöffnung n2 des Absperrventils
bildet und nach aufsen in die Dampfeintrittsöffnung m3 des Hauptventils vorsteht, mit welcher
Oeffnung m3 die cylindrische Fläche der
Rippe abschneidet. Das Vorderende dieser Rippe vollzieht die Dampfabsperrung. Die
Dampfeintrittsöffnung ist ganz offen (Fig, 7), wenn die Rippe n* gegen die hintere Kante
der Eintrittsöffnung des Hauptventils anliegt, und sie ist mehr oder weniger geschlossen, je
nachdem sie das innere Absperrventil mehr oder weniger in der Richtung verschiebt, dafs
die Rippe /ι4 sich der vorderen Kante der
Hauptventilöffnung m3 nähert. Die Rippe ist
an das Dampfabsperrventil mittelst Schrauben oder auf sonstige Weise befestigt.
Das Hauptventil M erhält Drehung durch einen gegabelten Träger O, welcher an der
Hinterseite der Kurbelscheibe C befestigt ist (Fig. 22) und sich mit letzterer dreht. Beide
Ventilspindeln gehen durch diese Kurbelscheibe hindurch, und die äufsere Hohlspindel ist am
hinteren Ende abgeflacht (Fig. 26 und 28), um von der Gabel des Trägers O umspannt und
bei der Drehung der Kurbelscheibe C mitgenommen zu werden.
Der innere Dampfdruck gegen das Hauptventil wird von dieser Trägerplatte aufgenommen,
deren Gabelenden an der Rückseite abgerundet sind, wo sie mit den Endflächen der Ventilspindel
in Berührung treten, so dafs sich die Flächen entsprechend der vom Hauptventil eingenommenen Winkelstellung anpassen können.
Der Innendruck des Dampfes auf das Absperrventil N wird von einem Kugellager aufgenommen,
das aus Fig. 22 und 26 ersichtlich ist und aus einem Ring ρ besteht, der mit
einer Rinne versehen und auf dem vorstehenden Ende der Spindel des Absperrventils bu-
.lipt-
sc he
uptel /z
hin-
uptel /z
hin-
mit
;khe
liegt
η dot
L'ben
uptlats- ;
cine
:lche
Msiupt-
;khe
liegt
η dot
L'ben
uptlats- ;
cine
:lche
Msiupt-
!ante
■ntils
rittswelder
■ntils
rittswelder
ι, je
iehr
dafs
der
ist
iben
iehr
dafs
der
ist
iben
der
ist
eide
eibe
ist
eide
eibe
um
und.
mit-
und.
mit-
uptien,
idet
itildie
ein-,
ien.
err-,
nifV·,
lieh :
mit
en-'
be
idet
itildie
ein-,
ien.
err-,
nifV·,
lieh :
mit
en-'
be
festigt ist; in der Rinne liegen Kugeln p\
gegen welche das Ende der Hohlspindcl des Hauptventils andrückt. Die Kugeln werden
durch einen Ringjr in der Rinne festgehalten;
durch dieses Kugellager wird der Widerstand des Absperrventils sehr wesentlich vermindert
und das Spiel des Ventils sehr empfindlich gemacht.
Q Q1, Fig. 22, 24 und 25, sind die Regulatorgewichte, welche an der Rückseite der
Kurbelscheibe C drehbar befestigt sind; dieselben sind zu beiden Seiten der Hauptwelle,
sich diametral gegenüberstehend, angeordnet und mit der Spindel des Absperrventils durch
eine Kurbelscheibe R und Gelenkstücke q verbunden; Die Scheibe R ist auf dem vorstehenden
Ende der Ventilspindel befestigt und mit Vorsprüngen r/·' versehen, deren jeder an
seiner Innenseite ein Kugellager hat, in dem die Gelenkkugel des .Gelenkstückes q spielt.
Das andere Ende der Gelenkstücke q ist ebenfalls mittelst Kugel in einer Pfanne des Regulators Q bezw. Q1 eingesetzt. Die Gewichte
Q Q1 schwingen in einer Ebene rechtwinklig zur Welle B", während die Kurbelscheibe R
sich in einer schrägen Ebene, aber rechtwinklig zur Ventilspindel, dreht. Die Kugelgelenkverbindung
zwischen der Scheibe R und den Gewichten Q. Q1 gestattet eine freie Bewegung,
obgleich die Drehungsebenen einen ■Winkel gegen einander bilden. T ist eine
Feder, deren Druck sich der Schwungbewegung der Gewichte nach aufsen entgegenstellt. Die
beiden Federn T sind am Umfang der Kurbelscheibe C befestigt und drücken mit ■ ihrem
freien Ende gegen stellbare .Reibflächen i, welche aufsen an den Gewichten Q. Q1 vorstehend
befestigt sind. Diese Befestigung ist durch einen Bolzen s bewirkt, der dem Drehzapfen
des Gewichtes parallel steht und durch einen annähernd radialen Schlitz s1 im Gewicht
hindurchgeht, so dafs die Reibflächen t durch Verstellung des Bolzens s im Schlitz sl
gegen den Drehpunkt des Gewichtes hin verschoben bezw. davon mehr entfernt werden
können. Die Reibflächen t sind in Ausschnitte
am Umfang des Gewichtes eingelassen und können in diesen Ausschnitten mittelst Stellschrauben
s-., die im Gewicht eingeschraubt sind und gegen das die Reibfläche tragende
Stück wirken, gegen die Feder Zweiter herausgestellt
bezw. mehr zurückgezogen werden. Die Reibfläche selbst wird von einer kleinen
Rolle s3 gebildet, gegen welche die Feder drückt; durch Stellung der Reibfläche, wie beschrieben, kann der von der Feder T auf das
Gewicht ausgeübte Druck, der der Auswärtsbewegung entgegenwirkt, genau geregelt werden.
Der durch die Eintrittsöffnung des Hauptventils in den Kolben eingetretene Dampf
drückt gegen den der Eintrittsöffnung zunächst liegenden Theil des Ventils und drängt letzteres
nach der entgegengesetzten Seite seines Sitzes. Um diesem äufseren Druck auf. das Ventil entgegenzuwirken,
ist die cylindrische Fläche des Theiles T1 des Ventils neben der Dampfeintrittsoffnung
auf der gegenüberliegenden Seite des Ventils vertieft oder ausgespart, wie durch
t\ Fig. 26 und 29, gezeigt, so dafs ein enger
Raum zwischen der Vcntilfläche und dem Sitz, in den der Dampf aus dem Dampfkaslen eintritt,
verbleibt. . .
Der Dampf übt nun auf das Ventil einen Aufsendruck in entgegengesetzter Richtung zu
dem Druck aus, der auf der Eintrittsseite wirkt, wodurch der Aufsendruck auf das Ventil ganz
oder nahezu ausgeglichen wird. Um ein Entweichen von Dampf entlang des Ventils nach
den Kolbenöffnungen' zu verhüten, ist das Ventil mit einem Dichtungsring i"-, Fig. 5
und 26, zwischen der Aussparung tl und den
Kolbenöffnungen versehen. Das Absperrventil besitzt eine ähnliche Aussparung i3 und einen
Dichtungsring Γ' zu gleichem Zweck.
In den Fig. 32 bis 50 ist die Maschine mit Umsteuerung dargestellt. In diesen Figuren
ist A das Kolbengehäuse, Αλ dessen Deckel,
A- der cylindrische Ansatz desselben, B der Dampf kasten und C die Kurbelscheibe, welche
innerhalb des Dampfkastens arbeitet und mit der Hauptwelle zusammengegossen ist. c ist
ein Ring, welcher an die Welle innerhalb des Dampf kastens geformt ist und gegen das Ende
des Hauptlagers sich anlegt, um das Entweichen von Dampf in dieses Lager so weit als thunlich
zu verhüten, c1 ist eine ringförmige Nuth
in der Welle innerhalb des Lagers und c2 das Abzugsrohr, welches mit dieser Nuth in Verbindung steht. Der Dampf, der etwa entlang .
der Welle in das Hauptlager eindringt, gelangt in diese Nuth und wird durch das Rohr c2
abgeführt. Die, Nuth kann natürlich auch in die Lagerfläche anstatt in die Welle selbst eingedreht
sein.
D ist der Kolben, D1 sind die Scheideplatten, welche am Deckel des Gehäuses gelenkig
befestigt sind und durch den Dampfraum in Taschen des Kolbens eintreten. D2 ist
der Hohlzapfen im cylindrischen Ansatz A2 mit seinem halbkugelförmigen Sitz in der
Kolbenfläche.
JE ist der cylindrische Ventilsitz für das Hauptventil und E1 die Dampfeintrittsöffnung.
F ist das cylindrische Hauptventil mit konischem Ansatz. F1 und Hohlspindel F2.
G ist der hohle Gelenkzapfen, welcher vom
Scheitel des Kolbens rückwärts vorsteht und mit dem Kolben durch einen Hohlring G1 verbunden
ist, der den konischen Ansatz des Hauptventils umschliefst. Dieser Ring hat Oeffnungen
g, durch welche der Dampf aus dem Dampfkasten in die Höhlung des Ringes ge-
langt, um durch die Oetfnungen gl im Ventilansatz
in letzteres einzutreten. - Der Gelenkzapfen G ist von zwei cvlindrischen Ringen h /i1
und einer äufsercn Hülse Λ3 umgeben, die
aufsen kugelförmig gerundet und in eine entsprechende Pfanne der Kurbelscheibe eingesetzt
ist, die mit. Babbit-Metall oder ähnlichem
weichen Metall /i3 ausgegossen ist. Die Hülse /;2
umschliefst mit ihrem durchbohrten Boden die Hohlspindel des Hauptventils und -wird an der
Drehung um diese Spindel durch einen Stift /ί4
gehindert, der an der Kurbelscheibe befestigt ist und in eine Nuth /is der Hülse h~ eingreift.
Diese Nuth hat 'genügende Länge, um der Hülse eine Längenverschiebung in ihrem Sitz
zu gestatten und sich der Winkelstellung des Hauptventils anzupassen. .. '
/ ist das cylindrische Absperrventil, welches in das cylindrische Hauptventil eingesetzt ist
und genau in dessen Bohrung palst. Das Absperrventil hat eine Hohlspindel 71, welche
nach vorn über die Ventile hinausragt und rückwiirts über die Hohlspindel des Hauptventils
vorsteht.
J ist die Steuerstange, welche in der hohlen Spindel des Absperrventils liegt und hinten aus
derselben hervorsteht. Diese Stange tragt in der Längenrichtung eine Feder j, die in eine
Nuth der Spindel des Absperrventils eingreift und letztere zwingt, sich mit der Steüerstange
zu drehen. Die Nuth ist langer als die Feder und gestattet der Steuerstange eine Lä'ngenbewegung,
während das Absperrventil eine solche Bewegung nicht ausführen kann. Die Steuerstange hat an ihrem vorderen Ende eine
Kugelpfanne K, die in einer cylindrischen Erweiterung K1 geführt ist, welche sich am
vorderen Ende der Spindel des Absperrventils angeformt nndet und in dem hohlen Gelenkzapfen
D- angeordnet ist.
L ist eine Schubstange, welche in der Achsenrichumg
des cylindrischen Ansatzes A2 des Gehäuses .1 beweglich ist. und an ihrem vorderen
linde eine Ktigelptanne / tragt. Diese Pfanne
ist mit der Pfanne K am Ende der Steuerstange durch eine Getenkstange ll verbunden,
die an beiden Enden Gelenkkugeln trägt, so dafs die Längenbewegung der Schubstange
durch diese Gelenk- oder Zwischenstange /' auf die Steuerstange J übertragen wird, während
das Gelenk der kreisenden Bewegung der Pfanne K folgt, die um die Achse des Gelenkes
sich dreht. Die Pfanne / der Schubstange L ist in einem Cylinder/2 geführt, der
centrisch in den hohlen Gelenkzapfen D'1 eingesetzt und durch radiale Arme /3 mit letzterem
verbunden ist; zwischen diesen Armen kann der Abdampf aus dem Hohlraum des
Zapfens Z)2 in den cylindrischen Ansatz A? und von da in das Auspuffrohr Z* gelangen.
hi ist eine Hülse mit äufserem Gewinde, welches
in den Deckel M des cylindrischen An^ satzes A'1 eingeschraubt ist und gegen das
äufsere Ende des Führungscylinders /2 drückt,
so dafs der Gelenkzapfen D2 nach innen nachgestellt werden kann, indem man die Hülse «i
weiter einschraubt, während Her Hohlzapfen sich im Ansatz Ä2 frei drehen kann, um sich
in die Stellung zu bringen, wo der kleinste Widerstand ist. M1 ist der Umsteuerungshebel, der am unteren Gestelltheil m1 drehbar
befestigt ist; letzterer kann mit dem Deckel M zusammengegossen sein und einen Quadranten
oder ein Segment »i2 haben, an dem der Hebel
mittelst Stellschraube m3 in der gewünschten Stellung festgelegt wird. Das äufsere Ende
der Schubstange L ist an dem Steuerhebel JVi'
befestigt, so dafs durch Begwegung des Hebels die Steuerstange in den Ventilen in der Längenrichtung
verschoben wird. JV ist ein Träger, welcher an der Rückseite der Kurbelscheibe
(Fig. 32) oder auch an der Rückseite der kegelförmigen
Hülse /12, Fig. 34, so befestigt ist, dafs er mit der Kurbelscheibe kreist. Wenn
der Träger an der Hülse Λ" befestigt ist, so nimmt er an der Verstellung der letzteren in
ihrem Kugellager Theil, wodurch Klemmung vermieden wird. Der Träger JV hat ein Lager,
in welchem das hintere Ende der Steuer-Stange J geführt ist und welches einen oder
mehrere radial gestellte Stifte oder Federn w enthält, die in, Spiralnuthen nl auf dem Umfang
der Steuerstange eingreifen. Zweckmäfsig werden zwei Stifte und zwei Nuthen diametral
gegenüberstehend angewendet, um einen gleichmäfsigen
Druck auszuüben, aber ein Stift und eine Nuth genügen auch schon. Wenn die
Steuerstange mittelst des Steuerhebels in der Längenrichtung verschoben wird, so dreht sie
sich durch den Eingriff des Lagerstiftes oder der Stifte in die Spiralnuthen. Die Drehung
den Steuerstange veranlafst die Drehung des Absperrventils wegen des Eingriffs durch Feder
und Nuth, wie beschrieben.
O bezeichnet eine Trägerplatte, welche am hinteren Ende der Hohlspindel des Hauptventils
befestigt ist und zwei Vorsprünge ο' ο2 an
ihrer Rückseite trägt (Fig. 39); diese Vorsprünge stellen sich gegenüber. O3 ist ein Aiisatz oder,
Zahn, welcher an die Platte JV angeformt ist und gegen die Vorder- oder Aufsenfläche der
Vorsprünge o1 o" anschlägt. Die Aufsenfiächen
dieser Vorsprünge können bis auf die kreisförmige Nabe der Platte O ausgeschnitten sein,
während die hinteren oder Innenflächen dieser Vorsprünge durch eine bogenförmige Schiene o4
verbunden sind. Wenn der Zahn os der Platte JV
gegen einen der Vorsprünge anschlägt, so dreht sich das Hauptventü in einer bestimmten Richtung und das zu drehende Getriebe in derselben
Richtung. Wird das Hauptventil so
gedreht, dafs der andere Vorsprung gegen den
Zahn der Trägerplatte trifft, so wird das Hauptventil umgesteuert und ebenso die Bewegungsrichtung
des Kolbens.
P ist ein Ring, welcher auf dem hinteren Ende der Spindel des Absperrventils befestigt
ist und gegen die Rückseite der Trägerplatte O
sich anlegt, so dafs er den Innendruck des Dampfes des Absperrventils aufnimmt.
q ist die Dampfeintritts- und qx die Dampf- ;
auslafsöffnung des Hauptventils, beide Oeffnungen stehen sich gegenüber, ebenso die entsprechenden
Oeffnungen r und r1 des Absperrventils. jR ist die diagonale Scheidewand im
Absperrventil, welche der Stange J Durchgang ■ la'fst und die beiden Oeffnungen der Ventile ;
scheidet; die Eintrittsöffnungen stehen mit dem , hohlen Ansatz F1 des Hauptventils und die
Auslafsöffnungen mit dem offenen Ende des Hauptventils in Verbindung, aus welchem der
Abdampf in den Hohlzapfen D- entweicht, i
5 ist ein bewegliches Absperrsegment, welches in der Kante der Eintrittsüffnung des Absperr-;
Ventils oder beider Ventile angeordnet ist, gleichviel in welcher Richtung die Maschine
arbeitet. Dieses Segment besteht aus zwei Platten, einer aufseren S1 mit abgeschrägten
Seiten, die zwischen die abgeschrägten Seiten der Eintrittsöffnung q passen, und einer inneren
Platte S2, welche etwas länger ist, als der schmälste Theil der a'ufseren Platte, und welche
in der Eintrittsöffnung r des Absperrventils
sitzt. Beide Platten sind so mit einander befestigt, dafs sie ein Segment mit schwalbenschwanzförmigen
Seiten bilden, durch welche das Segment an den Ventilen befestigt wird,
jedoch in der Eintrittsöffnung des Hauptventils: am Umfang des letzteren verschiebbar ist.
Bei der Stellung der Theile, welche in den
Fig. 41 bis 46 verdeutlicht ist, drehen sich die^
Kurbelscheibe und die Ventile in der Richtung der Pfeile 1. Der Zahn ο3 des Trägers liegt
gegen die Vorder- oder Aufsenseite des Vor-t Sprunges o1 der Platte O an, und das Hauptventil wird mit der Kurbelscheibe gedreht.
Die Stifte η fassen in die Nuthen ti1 der
Steuerstange und bewirken, dafs letztere sich' mit dem Hauptventil dreht, und die Feder/
der Steuerstange zwingt das Absperrventil, sich; mit der Steuerstange zu drehen. In dieser
Stellung des Absperrventils sind die Dampfeintrittsöffnungen q r beider Ventile weit offen,
und das bewegliche Absperrsegment 5 liegt gegen die hinteren Kanten der Eintrittsöffnungen beider Ventile an. Bei dieser Stellung
der Ventile befindet sich die Umsteuerungs-' stange nahezu in ihrer hintersten Stellung.
Durch die Vorwärtsbewegung der' Steuerstange wird das Abschlufsventil nach rechts (Fig. 46)
gedreht, in der Richtung, in welcher es die Eintrittsöffnung des Hauptventils schliefst. In j
Fig. 47 ist die Eintrittsöffnung theihveise geschlossen
gezeigt, indem das Absperrventil das bewegliche Absperrsegmcnt gegen die
Vorderkante der Einlafsöffnung hin mitgenommen hat. Bei Fortsetzung der Vorwärtsbewegung
der Steuerstange schliefscn das Abschlufsventil und -Segment die Eintrittsöffnung des Hauptventils völlig ab, wie in
Fig. 48 dargestellt, wodurch der Dampf abgeschnitten und die Maschine angehalten wird.
Das Abschlufssegment liegt jetzt gegen die Vorderkante der Eintrittsöffnung an. Wird
dann die Vorschiebung der Steuerstange noch weiter fortgesetzt, so wird das Absperrsegment
nun gegen das Hauptventil andrücken und das Abschlufsvenlil wird das Hauptventil mitnehmen,
bis der Vorsprung o2 gegen den Zahn o3 des
Trägers anstöfst, wie in Fig. 44 gezeigt, in welcher Stellung dann das Hauptventil umgesteuert wird, wie in Fig. 49 gezeigt, und die
Maschine nun in umgekehrter Richtung arbeiten kann. Das Abschlufsventil und -Segment
schliefsen jedoch noch die' Eintrittsöffnung des Hauptventils, und die Steuerstange ist in ihrer
am weitesten vorgeschobenen Stellung. Das Abschlufsventil wird nun umgesteuert und die
Eintrittsöffnung durch eine theilweise Zurückbewegung
der Steuerstange weit geöffnet; diese Zurückbewegung wird fortgesetzt, bis die andere
Kante der Dampfeintrittsöffnungen des Abschlufsventils gegen das Abschlufssegment anliegt, wie
in Fig. 50 dargestellt. '!
Wenn es nun erwünscht ist, den Dampf abzuschneiden, wird der Steuerhebel weiter in
derselben Richtung bewegt, so dafs das Absperrventil und -Segment verschoben und die Eintrirtsöffnung
des Hauptventils abgeschlossen bezw, mehr oder weniger verengt wird. Um die
Maschinev umzusteuern, wird daher das Hauptventil dadurch umgesteuert, dafs der Steuerhebel
in seine äufserste entgegengesetzte Lage bewegt, dann das Absperrventil umgesteuert
und die Eintrittsöffnung des Hauptventils durch eine kurze Zurückbewegung des Steuerhebels
weit geöffnet wird; das Abschlufsventil wird zur theilweisen Sperrung der Eintrittsöffnung
verschoben, wenn es gewünscht wird, den Dampf abzuschneiden durch eine weitere kurze
Zurückbewegung des Steuerhebels.
Die Trägerplatte O des Hauptventils ist an ihrer Vorderseite mit einer ringförmigen Nuth
versehen, in welche Kugeln t eingelegt werden, die gegen die kugelförmige Hülse ft2 anliegen,
um Reibung zwischen diesen Theilen zu vermindern. Der Ring P des Abschlufsventils ist
an der Vorderseite mit einer Nuth versehen, in welche Kugeln t1 eingelegt werden, die
gegen die Trägerplatte des Hauptventils anliegen. Diese Kugeln nehmen den in der
Längenrichtung wirkenden Druck auf, der durch den Dampfdruck gegen das Ventil hervor-
Claims (2)
1. Eine Dampfmaschine, bestehend aus einem
halbkugelförmigen Gehäuse mit darin nach Art eines Kugelgelenkes beweglichem halbkugelförmigen Kolben und einem einerseits
mit letzterem drehbar verbundenen, diesen zwangläufig führenden,, sowie andererseits
mit einer Kurbelscheibe gelenkig verbundenen cylindrischen Hauptventil nebst darin
beweglichem, das Innere des Hauptventils in einen Ein- und einen Auslafsraum für
den Dampf zerlegenden Absperrventil, wobei die Einrichtung derart getroffen ist,
dafs der am einen Ende in das Hauptventil
:·. eintretende Dampf von hier aus nach einander in mehrere, durch bewegliche
Zwischenwände zwischen Kolben und Gehäuse gebildete radiale Kammern eintritt,
diese dadurch jeweilig erweitert und dem Kolben so eine kreisförmig schwingende
Bewegung ertheilt, welche die Kurbelscheibe und Maschinenwelle zur Drehung
bringt, während die dem durch die Kurbcl-... scheibe · mitgenommenen Hauptvcntil ertheilte
Drehbewegung um seine eigene Achse die Ventilkanäle Öffnet und schliefst.
2. Eine Dampfmaschine der unter i. gekennzeichneten Art, bei welcher die folgenden
Einrichtungen in Verbindung mit einander angewendet sind:
a) ein mit seinem cylindrischen Theil, in
einem innerhalb des Kolbens angeordneten Sitz drehbares Hauptventil (Af, Fig. ι bis 31, bezw. F, Fig. 32 bis 50)
mit einem in diesem bis zu einem : gewissen Mafse selbstständig drehbaren
Absperrventil (N bezw. I), welches mit seiner Spindel (n bezw. V) durch
die Hohlspindei (m bezw. F2) des •'Hauptventils hindiirchragt und, indem
es zu diesem verdreht wird, die Ventil-, kanüle ganz oder theilweisc öffnet und
schliefst;
b) die an derlnnenwandungderVerschlufsplatte
/I1 des halbkugelförmigen Gehäuses
in radialer Richtung gelenkig angeordneten Platten (FF1), welche
in radiale Taschen (J-) des Kolbens
·■'...' eintreten und den Raum'zwischen den
einander zugekehrten Flächen des Gehäuses und des Kolbens in mehrere
sich ihrer Gröise nach verändernde
''.:'.. Kammern zerlegen;
c) die Einrichtung zum selbstthätigcn Reguliren der Maschine, darin bestehend,
dafs eine am Ende der Hohlspindel des Absperrventils sitzende Scheibe mit an der Stirnfläche der
Kurbelscheibe beweglichen Gewichten (QQS Fig. 24) gelenkig und derart
verbunden ist, dafs letztere je nach ihrem gröfseren oder geringeren Ausschlag das Absperrventil im Sinne"
einer Verkleinerung oder Vergröfserung der Ventilöffnungen verdrehen.
,Eine Ausführungsform der unter 1. und 2.
■ gekennzeichneten Dampfmaschine, bei welcher diese mit einer Einrichtung zum Umsteuern der Maschine verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, dafs eine aus dem Absperrventil herausragende, von diesem in Bezug auf ihre Bewegung in der Längs- ,
richtung theilweise unabhängige Stange (J, Fig. 32 bis 36) derart angeordnet ist, dafs
sie sich bei ihrer von dem Umsteuerhebel aus bewirkten Verschiebung in der Längs-
... richtung dreht, hierbei das Absperrventil mitnimmt, welches seinerseits nach einem
gewissen Mafse von Drehung nach der einen oder anderen Richtung auch das
■Hauptventil mitnimmt und so die Ventilöffnungen im Sinne einer Umsteuerung der
Maschine zu den Dampfein- und Auslässen des Ventilsitzes verschiebt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
.-•w.,-. ■„'i.^^jriifc.-^-t.iiv.., ,.J^uVBh
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64069C true DE64069C (de) |
Family
ID=337963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64069D Expired - Lifetime DE64069C (de) | Dampfmaschine mit kreisförmig schwingendem halbkugelförmigem, geneigt an die Kraftwelle angeschlossenen Kolben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64069C (de) |
-
0
- DE DENDAT64069D patent/DE64069C/de not_active Expired - Lifetime
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